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Lügen über meinen Vater

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Eine Geschichte von alttestamentarischer Wucht – John Burnsides großer Text über seinen Hass auf den Vater


Am Ende wünscht John Burnside seinem Vater nur noch den Tod. Er hat für den Mann, der über Jahre die Familie terrorisiert, der lügt und säuft, einzig Hass übrig. Doch er verbirgt seine Gefühle und schweigt. Bis die Begegnung mit einem Fremden ihn zwingt, sich seinen Erinnerungen zu stellen und diese Geschichte von alttestamentarischer Wucht zu erzählen.


Der Vater war ein Nichts. Als Säugling auf einer Türschwelle abgelegt. Zeitlebens erfindet er sich in unzähligen Lügen eine Herkunft, will Anerkennung und Bedeutung. Er ist brutal, ein Großmaul, ein schwerer Trinker, ein Tyrann. Seine Verachtung zerstört alles, die Mutter, die Familie, John. Dieser hat als junger Mann massivste Suchtprobleme, landet in der Psychiatrie und erkennt in den eigenen Exzessen den Vater. Erst die Entdeckung der Welt der Literatur eröffnet ihm eine Perspektive. Nur einem Autor vom Kaliber John Burnsides kann es gelingen, eine solche, auch noch autobiographische Geschichte in Literatur zu überführen. So ist dieses Buch ein radikal wahrer Blick in die menschlichen Abgründe und zugleich eine Feier der Sprache.


Rezension
"John Burnside ist einer der sprachmächtigsten Sinnsucher der britischen Literatur."
Portrait
John Burnside, geboren 1955 in Schottland, ist einer der profiliertesten Autoren der europäischen Gegenwartsliteratur. Der Lyriker und Romancier wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Corine-Belletristikpreis des ZEIT-Verlags, dem Petrarca-Preis und dem Spycher-Literaturpreis. Sein Prosawerk erscheint auf Deutsch seit vielen Jahren im Knaus Verlag.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 384, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.11.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783641077204
Verlag Albrecht Knaus Verlag
Originaltitel A Lie about my Father
Verkaufsrang 4.549
eBook (ePUB)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Beeindruckender Roman über das Erwachsenwerden mit einem trinkenden Vater in der englischen Unterschicht. Fesselnd! Beeindruckender Roman über das Erwachsenwerden mit einem trinkenden Vater in der englischen Unterschicht. Fesselnd!

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unbedingt lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.05.2013

Es gibt Menschen, die machen andere Menschen klein und es gibt Menschen, die machen andere größer. Der Vater von John Burnside gehört der ersten Kategorie an. Als schwerer Alkoholiker terrorisiert und quält er seine Familie mit unvorstellbarer Härte, Kälte und Brutalität. Schon als kleiner Junge wird John mitten in der... Es gibt Menschen, die machen andere Menschen klein und es gibt Menschen, die machen andere größer. Der Vater von John Burnside gehört der ersten Kategorie an. Als schwerer Alkoholiker terrorisiert und quält er seine Familie mit unvorstellbarer Härte, Kälte und Brutalität. Schon als kleiner Junge wird John mitten in der Nacht von seiner Mutter gewarnt, damit er sich rechtzeitig durchs Fenster vor seinem Vater in Sicherheit bringen kann. Seiner Mutter gelingt es in all den Jahren nicht sich von ihrem gewalttätigen Mann zu trennen. Als Teenager rutscht John selbst in die Abhängigkeit von Drogen. Außer Kontrolle wirft er wahllos ein was er in die Hände bekommt. Als er eines Tages überdosiert, verliert er beinahe sein Leben. Er wird in die Psychiatrie eingewiesen. Es wird ein schwerer Weg heraus aus der Abhängigkeit, ein schwerer Weg heraus aus den selbstzerstörenden Erinnerungen. Es sind unvorstellbare Bilder, die dieser Roman hervorruft. Großartig. Unbedingt lesen.

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Ich verbeuge mich vor Burnside, dem es gelingt,aus einer derartigen Kindheits- und Jugenderfahrung, die nur um Haaresbreite an der Vernichtung vorbeigeht, funkelnde Literatur zu schlagen. Die Energie des sprachlichen Gestus ist atemberaubend. Diese Geschichte wirft den Leser in einen Mahlstrom des Erlebens und Empfindens, in eine gefährliche Hingabe an... Ich verbeuge mich vor Burnside, dem es gelingt,aus einer derartigen Kindheits- und Jugenderfahrung, die nur um Haaresbreite an der Vernichtung vorbeigeht, funkelnde Literatur zu schlagen. Die Energie des sprachlichen Gestus ist atemberaubend. Diese Geschichte wirft den Leser in einen Mahlstrom des Erlebens und Empfindens, in eine gefährliche Hingabe an ein schonungsloses, großes und tief bewegendes Erzählen, einen Tornado der Sprache, aus dem man anders hervorkommt, als man hineingegangen ist.

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