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Lügengrab

Kriminalroman

(6)
Nach einem anstrengenden Fall sucht der Berliner Kommissar Krumme auf der Hallig Hooge Ruhe und Zeit zum Nachdenken. Auf der Fähre lernt er Swantje kennen, die auf der Hallig aufgewachsen ist. Vor drei Jahren verschwand ihr Verlobter auf rätselhafte Weise – einen Tag vor der Hochzeit! Anders als ihre Freunde glaubt Swantje an ein Verbrechen. Nun kehrt sie zurück und will die Wahrheit über ihre große Liebe herausfinden. Krumme versucht zu helfen. Doch schon bald gerät er selbst in Lebensgefahr und entdeckt während einer dramatischen Sturmflut ein schreckliches Geheimnis. Denn auf dem kleinen Eiland lauert das Böse ...
Rezension
"Geheimnisvoll!" IN
Portrait
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitet er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 14.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-48238-2
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 185/135/32 mm
Gewicht 330
Verkaufsrang 15.071
Buch (Taschenbuch)
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Das Böse erwacht… auf Hallig Hooge
von janaka aus Rendsburg am 30.04.2016

Ein Urlaub auf Hallig Hooge verspricht Ruhe und Erholung, wäre da nicht das Böse, dass dort verborgen lauert. Hauptkommissar Theo Krumme aus Berlin benötigt dringend Erholung und will zwei Wochen auf einer Hallig verbringen. Auf der Überfahrt lernt er die junge Swantje kennen, sie ist nach langer Zeit das... Ein Urlaub auf Hallig Hooge verspricht Ruhe und Erholung, wäre da nicht das Böse, dass dort verborgen lauert. Hauptkommissar Theo Krumme aus Berlin benötigt dringend Erholung und will zwei Wochen auf einer Hallig verbringen. Auf der Überfahrt lernt er die junge Swantje kennen, sie ist nach langer Zeit das erste Mal wieder auf den Weg nach Hause. Vor drei Jahren verschwand ihr Verlobter einen Tag vor der Hochzeit spurlos von der Hallig. Nun will sie endlich Gewissheit haben, sticht mit ihren Fragen in ein Wespennest und erweckt das Böse erneut… Kann der Kommissar ihr helfen? Oder bleibt das Verschwinden für immer ein Geheimnis? Auch wenn "Lügengrab" von Hendrik Berg bereits der zweite Fall um den Berliner Kommissaren Krumme ist, war es mein erster. Trotzdem bin ich schnell ins Buch und in die Handlung gekommen. Mit seinem spannenden Schreibstil schafft es der Autor mich zu fesseln und das Buch bloß nicht aus der Hand zu legen. Immer wieder zieht er die Spannung an, lässt sie wieder etwas lockerer und dann "peng" kommt der nächsten Paukenschlag. Das hat mir echt gut gefallen. Die Beschreibungen vom Meer und der Hallig sind sehr anschaulich und lebendig, einfach gut gelungen. Ich liebe das Gewaltenspiel von Sturm und Meer, was Hendrik Berg richtig gut beschrieben hat. Beim Lesen war ich mittendrin und immer dabei. Da ich auch gerade an der Nordsee bei sehr starkem Wind war, konnte ich mir beim Lesen alles noch besser vorstellen, ich spürte den Wind auf meiner Haut und schmeckte das Salz des Meeres auf meinen Lippen. Ach, ich liebe meine Heimat und lebe gerne hier!!! Seine Protagonisten hat der Autor mit sehr viel Gefühl ins Leben gerufen. Swantje ist mir sofort ans Herz gewachsen und ich konnte ihre Not förmlich spüren. Krumme ist ein echtes Original, den man einfach gern haben muss. Aber auch die anderen Halliglüüd hat Hendrik Berg lebendig beschrieben. Das alles hat zur Folge, dass der erste Band " Deichmörder" nun ganz oben auf meiner Wunschliste steht. Fazit: Diesen spannenden und atmosphärisch düsteren Krimi mit einem Hauch Mystik ist ein Muss für jeden Krimi-Leser. Von mir bekommt er 5 Sterne.

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Spannend und klasse Schreibstil
von Mercado am 25.04.2016

Nach einem anstrengenden Fall sucht der Berliner Kommissar Krumme auf der Hallig Hooge Ruhe und Zeit zum Nachdenken. Auf der Fähre lernt er Swantje kennen, die auf der Hallig aufgewachsen ist. Vor drei Jahren verschwand ihr Verlobter auf rätselhafte Weise – einen Tag vor der Hochzeit! Anders als ihre... Nach einem anstrengenden Fall sucht der Berliner Kommissar Krumme auf der Hallig Hooge Ruhe und Zeit zum Nachdenken. Auf der Fähre lernt er Swantje kennen, die auf der Hallig aufgewachsen ist. Vor drei Jahren verschwand ihr Verlobter auf rätselhafte Weise – einen Tag vor der Hochzeit! Anders als ihre Freunde glaubt Swantje an ein Verbrechen. Nun kehrt sie zurück und will die Wahrheit über ihre große Liebe herausfinden. Krumme versucht zu helfen. Doch schon bald gerät er selbst in Lebensgefahr und entdeckt während einer dramatischen Sturmflut ein schreckliches Geheimnis. Denn auf dem kleinen Eiland lauert das Böse. Kommissar Krumme möchte für zwei Wochen einfach nur seine Ruhe haben und fährt nach Hallig Hooge in den Urlaub. Nur die gewünschte Ruhe bekommt er auch dort nicht wirklich. Er lernt auf der Fähre eine junge und nette Frau, Swantje kenne, die von Hooge kommt aber jetzt nur zu Besuch hinfährt. Sie erzählt ihm später von ihrem vermissten Verlobten Marc, der einen Tag vor der geplanten Hochzeit spurlos verschwunden ist. Sie ist die Einzige, die nicht daran glaubt, dass er kalte Füße bekommen hat und einfach nur das Weite gesucht hat. Ihre alte Clique ist ihr gegenüber deshalb sehr distanziert und es gibt auch Streit zwischen ihnen. Krumme wehrt Swantjes Bitte ab, ihr zu helfen, um herauszufinden, was damals wirklich mit Marc geschehen ist. Doch irgendwie lässt ihn die Sache doch nicht los und er fängt doch an, Fragen zu stellen. Außerdem gibt es noch eine aufdringliche Pensionswirtin, einen ekligen Typen der nur auf Frauensuche auf der Hallig ist und noch weitere interessante Halligbewohner. Hendrik Berg hat mich von Anfang mit seinem tollen Schreibstil gleich voll eingenommen und ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Die kurzen Kapitel gefielen mir super und die Spannung wurde immer weiter aufgebaut, so dass ich einfach nur bis zum Schluss durchlesen musste, um endlich zu erfahren, wer der Täter war, nachdem ich einige Male falsch gelegen hatte. Die besonders schön beschriebenen Landschaftsbezeichnungen sowie die Sturmflut auf Hallig Hooge hatte man so vor Augen, als wenn man direkt vor Ort war, ich konnte sogar die salzige Seeluft riechen, so bildhaft und toll hat Hendrik Berg dies alles beschrieben. Genauso hat man durch die detailreichen Erzählungen der Geschichte sowie der Katastrophen und der Tierwelt von Hallig Hooge vieles erfahren und dazulernen können, was ich sehr begrüßt habe und total interessant fand. Dieser Krimi hat mich begeistert, durch den tollen Schreibstil, der anfangs einen ruhigen Krimi vermittelt und dann durch interessante, aufregende Ereignisse und Begegnungen sowie der ansteigenden Spannung so überrascht, dass ich von Anfang in seinen Bann gezogen wurde und das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Jedem Krimiliebhaber auf jeden Fall zu empfehlen.

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Sehr spannend, unheimlich und atmosphärisch dicht!
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 18.04.2016

»Willst du wirklich nach Hooge?« sagte Harke auf einmal, ohne den Blick vom Horizont zu nehmen. Krumme nickte entschlossen. »Wieso nicht? Ich will einfach nur meine Ruhe und…« »Da ist etwas. Irgendetwas Böses. Etwas sehr Böses.« Eigentlich möchte Krumme nur Urlaub machen. Der Berliner Kommissar ist nach einem privaten... »Willst du wirklich nach Hooge?« sagte Harke auf einmal, ohne den Blick vom Horizont zu nehmen. Krumme nickte entschlossen. »Wieso nicht? Ich will einfach nur meine Ruhe und…« »Da ist etwas. Irgendetwas Böses. Etwas sehr Böses.« Eigentlich möchte Krumme nur Urlaub machen. Der Berliner Kommissar ist nach einem privaten Unglück und einer schweren Verletzung im Dienst mehr als erholungsreif, wird von schlimmen Albträumen geplagt. Auf der kleinen Hallig Hooge erhofft er sich Ruhe und Entspannung. Den bösen Vorahnungen seines alten Bekannten Harke misst er keine Bedeutung bei. Jedenfalls zunächst nicht… Auf der Fähre nach Hooge lernt er die junge Swantje kennen. Auch sie wird von einem traumatischen Erlebnis geplagt, hat die Hallig, ihr Zuhause, drei Jahre lang gemieden. Denn vor drei Jahren verschwand dort ihr Verlobter in der Nacht vor der Hochzeit spurlos… Man ahnt es schon: Aus der dringend benötigten Ruhe für Krumme wird nichts. Dabei teilt er zunächst die Auffassung sämtlicher Menschen auf Hooge (mit Ausnahme von Swantje ;-), dass ihr Verlobter „kalte Füße bekommen“ habe und abgehauen sei. Doch mehr und mehr kann der ruhelose Ermittler in ihm sich nicht vor diversen Ungereimtheiten verschließen... Meine Güte, war das spannend! Ich hatte zum Glück einen freien Tag, denn ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen! Im Gegensatz zu Krumme weiß der Leser von Anfang an, dass tatsächlich „etwas sehr Böses“ auf Hooge droht, denn in Rückblenden, die sich durch das ganze Buch ziehen, wird man immer wieder Zeuge schrecklicher Morde, verübt von einem unbekannten Täter, der – so mein Eindruck – möglicherweise schizophren ist, sich aber auf jeden Fall nicht unter Kontrolle hat. Mein Gedankenkarussell begann sofort, sich zu drehen und mögliche Verbindungen zu Swantjes verschwundenem Verlobten zu konstruieren. Besonders gefiel mir, dass ich lange Zeit glaubte, bereits den Durchblick zu haben, um dann gegen Ende noch mal ordentlich überrascht zu werden. Klasse! Wundervoll auch die Schilderungen von Landschaft und Natur. Unwillkürlich stellt sich beim Lesen Fernweh ein und ich war heilfroh, dass ich mich bereits auf einen anstehenden Nordsee-Urlaub freuen darf :) Man meint richtig, den Wind in den Haaren und das Salz auf den Lippen zu spüren, man hört das Kreischen der Möwen und sieht vor sich die Naturgewalt des Meeres. Die Atmosphäre, die geschaffen wird, passt hervorragend zum Handlungsverlauf und intensiviert ihn, von anfänglicher Idylle hin zu einer lebensbedrohlichen Sturmflut. Und natürlich, man ist schließlich im „Hoheitsgebiet“ des Klabautermanns, gibt es auch immer mal wieder etwas Unheimliches, leicht Mysteriöses. Vermutlich nur Albträume und Trugbilder, oder? Mit Krumme ist hier ein sehr intelligenter Ermittler am Werk, der dank einiger menschlicher Schwächen noch sympathischer wirkt. Bei den übrigen Charakteren sind weitere sehr interessante dabei und ich freute mich besonders, dass Harke, den ich schon bei Krummes erstem Fall („Deichmörder“) kennenlernte, zumindest kurz auftauchte. Falls man den ersten Band noch nicht kennt, spielt das für das Verständnis von „Lügengrab“ keine Rolle, da die beiden Fälle völlig eigenständig sind. Fazit: Sehr spannend, unheimlich und atmosphärisch dicht! Ich hoffe, Krumme fährt bald wieder an die Nordsee! »Du bist ein Monster, sagte eine leise, aber deutliche Stimme in seinem Kopf. Wie ein Irrer hast du auf das arme Mädchen eingeschlagen! Du bist eine Gefahr für alle, die in deine Nähe kommen.«

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Lügengrab
von nellsche am 18.04.2016

Theo Krumme will zwei Wochen Urlaub machen und die Ruhe genießen. Dadurch scheint ihm Hallig Hooge wie geschaffen, so dass er sich dort in einer kleinen Pension ein Zimmer mietet. Auf der Fähre lernt er Swantje kennen. Nach drei Jahren kehrt sie das erste Mal zurück in ihre Heimat.... Theo Krumme will zwei Wochen Urlaub machen und die Ruhe genießen. Dadurch scheint ihm Hallig Hooge wie geschaffen, so dass er sich dort in einer kleinen Pension ein Zimmer mietet. Auf der Fähre lernt er Swantje kennen. Nach drei Jahren kehrt sie das erste Mal zurück in ihre Heimat. Vor drei Jahren ist dort etwas Schreckliches passiert: am Abend vor ihrer Hochzeit ist ihr Verlobter spurlos verschwunden. Bis heute weiß sie nicht, was wirklich geschah. Auch von ihren Freunden erfährt sie scheinbar nicht die volle Wahrheit. Als sie erfährt, dass Krumme ein Kriminalkommissar ist, bittet sie ihn, sie bei ihren Recherchen zu unterstützen. Obwohl er zuerst ablehnt, ist sein Spürsinn geweckt und er kann sich der alten Geschichte nicht entziehen. Das Buch und die Geschichte haben mich von Anfang an gefangen genommen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich konnte der Geschichte jederzeit folgen. Die Geschichte spielt hauptsächlich auf Hallig Hooge. Die Umgebungen, die Menschen und das Wetter werden ganz toll und bildlich beschrieben. Den heftigen Sturm und das tosende Meer hatte ich richtig vor Augen. Die ganze Geschichte ist sehr atmosphärisch und spannend. Was ist damals mit Marc geschehen, fragte ich mich die ganze Zeit. Der Autor gibt verschiedene Ansätze, doch bis zum Ende hin war ich mir nicht wirklich sicher, wie denn die ganzen Zusammenhänge sind. Das hat mir sehr gefallen. Krumme ist äußerst sympathisch. Er macht einen ruhigen Eindruck, so dass Swantje auch schnell Vertrauen zu ihm fasst und sich ihm anvertraut. Obwohl er eigentlich nur Urlaub machen will, lässt ihn die Geschichte des verschwundenen Marc vor drei Jahren nicht los. Und er spürt, dass die Bewohner von Hooge einiges zu verbergen haben. Durch unaufdringlich Fragen und Zuhören kommt er den Geschehnissen langsam auf die Spur. Das Ende ist schlüssig und lässt bei mir keine Fragen offen. Insgesamt ist dies ein atmosphärisch dichter Krimi mit einem interessanten Plot, der mich durch eine tolle Beschreibung von Ort und Menschen überzeugt hat. Ich vergebe fünf Sterne.

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Hoch im Norden
von Eliza am 17.04.2016

Meine Meinung: Lügengrab ist ein sehr interessanter Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe und der mich stellenweise richtig gefesselt hat. Zugegebener Maßen bin ich kein Krimiexperte, aber den ein oder anderen Krimi lese ich im Jahr dann doch, wichtigste Voraussetzung, der Krimi muss mich ansprechen und dieser hier hat es... Meine Meinung: Lügengrab ist ein sehr interessanter Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe und der mich stellenweise richtig gefesselt hat. Zugegebener Maßen bin ich kein Krimiexperte, aber den ein oder anderen Krimi lese ich im Jahr dann doch, wichtigste Voraussetzung, der Krimi muss mich ansprechen und dieser hier hat es getan. Ich mag den Norden Deutschlands mit seinen unzähligen Inseln und Halligen, das Meer und die scheinbar unendliche Weite. Genau dorthin verschlägt es einen mir sehr sympathischen Berliner Kommissar. Krumme ist für mich eine Figur die ich vom ersten Moment mochte, der ich Nahe war, dessen Gedanken ich nachvollziehen konnte und dessen Handeln für mich sinnbildlich für eine Generation war. Aber auch Swantje habe ich vom ersten Augenblick an gemocht. Zum einem tat mir die junge Frau leid, aber auf der anderen Seite habe ich sie auch bewundert, dass sie den Mut hat zurück zu kommen, trotz allem was dort passiert ist. Swantje war als ganz junge Frau sicherlich naiv, sie wollte nicht das sehen, was für alle anderen sichtbar war. Aber wie heißt es so schön „Liebe macht blind“, bei Swantje trifft das auf jeden Fall zu. Die Kriminalstory ist gut geschrieben, gemeinsam mit Krumme „ermittelt“ der Leser zwischen Wattspaziergängen und einem Tee in der T-Stube. Stückchen für Stückchen setzt sich das Puzzle zusammen und so langsam bekommt man eine Ahnung davon, was damals wirklich passiert sein könnte. Besonders gut gefallen hat mir das Flair in diesem Roman, denn der Wind und das Gekreische der Möwen sind regelrecht zu hören, wenn man die Menschen auf der Hallig begleitet. Auch die Menschen sind authentisch eingefangen, denn die Menschen im Norden unterscheiden sich doch durch einige Wesenszüge von Bewohnern anderer Regionen in Deutschland. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, die Spannungsbögen sind gut gesetzt und die Spannung wird konstant hoch gehalten, die letzten Seiten habe ich quasi mit angehaltener Luft gelesen, weil es so spannend war und ich solche Angst um Krumme und Swantje hatte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung an alle die gerne Krimis lesen, die nicht blutrünstig oder sehr actionreich sind. Dieser Krimi bietet gute solide deutsche Unterhaltungskultur, die mit einer kleinen Prise Mystik, ich sage nur Klabautermänner, angereichert ist.

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Geheimnis Klabautermann – Ein ruhiger Kriminalroman
von Nisnis aus Dortmund am 25.07.2016

Hauptkommissar Theo Krumme lernt auf dem Weg in den Urlaub, auf der Fähre nach Hallig Hooge, Swantje kennen, dessen Verlobter an ihrem Polterabend vor drei Jahren spurlos verschwand. Zunächst gibt sich Krumme nicht als Polizist zu erkennen und verstrickt sich in eine folgenschwere Lüge. Swantje, die Freunde besuchen möchte, die... Hauptkommissar Theo Krumme lernt auf dem Weg in den Urlaub, auf der Fähre nach Hallig Hooge, Swantje kennen, dessen Verlobter an ihrem Polterabend vor drei Jahren spurlos verschwand. Zunächst gibt sich Krumme nicht als Polizist zu erkennen und verstrickt sich in eine folgenschwere Lüge. Swantje, die Freunde besuchen möchte, die ein Baby bekommen haben, trifft bald auf ihren alten Freundeskreis. Gespräche über die vergangene Zeit führen bei ihr bald zu einem berechtigten, enormem Unwohlsein, denn außer Swantje glaubt niemand, dass Marc einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Krumme will Swantje bei der Aufklärung um das rätselhafte Verschwinden unterstützen, doch dabei gerät er in einen wütenden Sturm, der eine dramatische Sturmflut zur Folge hat und sein Leben ist plötzlich in Gefahr. Der Autor: Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitet er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln. (Quelle: Goldmann Verlag) Reflektionen: Hendrik Berg schreibt in einer sehr angenehmen Sprache und einem sehr ansehnlichen Ausdruck. Sein Stil ist gemächlich, fast anmutig. Seine Liebe zum Detail findet man als Leser hauptsächlich in Landschaftsbeschreibungen wieder, die mir jedoch in einem Kriminalroman deutlich zu viel waren. Durch die detailverliebte, aber sehr schöne Beschreibung der Landschaften und Örtlichkeiten war ich fast vor Ort präsent, aber, diese Erläuterungen brachten leider viel zu viele Längen mit sich, sodass ich mich zwischendurch immer mal wieder langweilte. Es passierte mir zu wenig. Ganze Kapitel waren für mich nichtssagend und die Handlung kam kaum vorwärts. Glücklicherweise hielt ich durch, denn im letzten Drittel dieser Geschichte nahm die Geschichte an Fahrt auf. Endlich war ausreichend genug Spannung vorhanden und das Tempo steigerte sich angenehm. Bis zu Letzt war der Kriminalroman nicht vorhersehbar und zum Showdown wartete Hendrik Berg mit einer brillanten Wendung auf, die mich sehr angenehm überraschte. Allein das letzte Drittel dieses Krimis, sicherte das vierte Bewertungssternchen. Die Figuren, allen voran Kommissar Theo Krumme und Swantje, stammen aus fast liebevoller Feder. Sie sind äußerst sympathisch und authentisch gezeichnet. Krumme, der Kommissar der sich sehnlichst Ruhe wünscht und Swantje, die nichts lieber möchte, als das Verschwinden ihres Verlobten aufzuklären. Als Swantje den Kommissar mit zu ihren Freunden nimmt, eskaliert es. Swantje muss erkennen, dass ihre Freunde nur oberflächlich über das Wiedersehen erfreut sind. Swantje stürzt in einen tiefen Konflikt, den Hendrik Berg gut und interessant in Szene setzt. Während Krumme recherchiert, passieren ihm allerdings Dinge, die mir etwas zu naiv vorkommen. Teilweise musste ich Handlungen des Kommissars etwas belächeln. Die weiteren Figuren, wie die Freunde von Swantje oder die Eheleute Adam, in dessen Pension Krumme unterkommt, weisen alle einen Lebenslauf auf, so dass man als Leser an ihrem Leben teilhaben kann. Über allem schwebt immer wieder der sogenannte Klabautermann, der für die Einheimischen auf Hooge stets präsent ist, der für Krumme allerdings ein geheimnisvolles, rätselhaftes Phänomen bleibt. Die Perspektiven wechseln nur mäßig. Ebenso mäßig warte dieser Kriminalroman mit Spannungshöhepunkten auf. Einzelne, kurze Erzählstränge bleiben bis zu Letzt unklar insofern man als Leser nicht einordnen kann, wer derjenige ist, der Überlegungen und Rückblicke formuliert. Diese Perspektive hinterließ ein geheimnisvolles, etwas gruseliges Ambiente, das die gleichmäßige, gute Spannung nährte. Ich bin zufrieden bis zum Ende durchgehalten zu haben, denn das letzte Drittel unterhielt mich so wie ich es von einem Kriminalroman erwarte. Fazit und Bewertung: Ein ruhiger Kriminalroman, der durch sympathische Figuren bereichert, dem jedoch einiges mehr an schriftstellerischer Power gut getan hätte. Meine Empfehlung geht an Krimi-Fans, die unblutige und ruhigere Kriminalromane lieben.

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