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Makarionissi oder Die Insel der Seligen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag 2015

(5)
Von Griechenland bis in die österreichische Provinz. Von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart. In ihrem neuen Roman erzählt Vea Kaiser in ihrem einzigartigen Ton von einer unvergesslichen Familie, die auseinandergerissen wird, um zusammenzufinden.Alles beginnt mit einem vom Krieg entzweiten Dorf an der griechisch-albanischen Grenze. Mit Yiayia Maria, einer Großmutter und Kupplerin par excellence, die keine Intrige scheut, um den Fortbestand ihrer Familie zu sichern. Und mit der klugen, sturen und streitbaren Eleni und ihrem Cousin Lefti, der sich nichts sehnlicher wünscht als Frieden. Doch dann deutet Yiayia Maria die Zeichen falsch und stürzt damit gleich mehrere Generationen ihrer Familie ins Unglück …
Mit hinreißender Tragikomik und großer Fabulierkunst entfaltet Vea Kaiser die turbulente Geschichte einer griechischen Familie über vier Generationen, die ihre Spuren an vielen Orten hinterlässt: In einer niedersächsischen Kleinstadt wird die Erotik der deutschen Sprache entdeckt. In der österreichischen Provinz sehnt sich ein skurriler Schlagerstar nach der Frau, die er vor vierzig Jahren verlor. In einer Schweizer Weltstadt macht ein liebeskranker Koch dank pürierter Insekten Karriere. Und auf einer Insel namens Makarionissi sucht ein arbeitsloser Gewerkschaftsführer verzweifelt seinen Ehering, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen.
Furios, witzig und liebevoll: ein Roman über die Schönheit des Lebens als Postkartenmotiv, über Sehnsucht und Neuanfänge. Und über die große Liebe, die man mehrmals trifft.
Rezension
Anja Menne, Literatur Expertin bei Thalia, sagt:
Diese wundervollen Figuren warten auf Sie: Maria Kouzis, Großmutter der Heldin: Sie glaubt an Zeichen, welche die Natur sendet, und ist eine begnadete Ehestifterin ... Nur bei ihrem Enkel Lefti wird sie sich irren.
Eleni, Heldin des Romans und spätere Ehefrau von Lefti - obwohl sie ihn auf keinen Fall heiraten wollte ... Politisch aktiv, ein Freigeist. Eleni lernt in Deutschland den Musiker Otto Joe kennen, ihre große Liebe.
Lefti Zifkos, Held des Romans, edler Ritter - er wandert mit Eleni nach Deutschland aus und verliebt sich dort in das hinreißende Fräulein Haselbacher, seine Deutschlehrerin. Otto Joe wird Eleni nie vergessen.
Aspasia, Tochter von Eleni und Otto, und ihre Söhne Iannis und Manolis leben glücklich auf der Insel Makarionissi. Doch nach einem traumatischen Erlebnis geht Iannis nach Zürich und avanciert dort zum Star der Gastroszene ...
Hach, ich muss jetzt Schluss machen, aber es stecken noch so viel mehr Leben, Geschichten, politische Kämpfe und leidenschaftliche Lieben in diesem mitreißend erzählten Roman. Ein Buch, das Sie lieben werden - mir ging es jedenfalls so ...
Portrait

Vea Kaiser, geboren 1988, studiert Altgriechisch in Wien. Ihr Debütroman »Blasmusikpop« wurde 2013 als bestes deutschsprachiges Debüt auf dem internationalen Festival du Premier Roman in Chambéry vorgestellt und für den aspekte-Preis nominiert. 2014 war sie Writer-in-Residence an der Bowling Green State University und wurde zur österreichischen Autorin des Jahres gewählt. Im Jahr 2015 erschien ihr zweiter Roman »Makarionissi«, der in Deutschland und Österreich zum Bestseller wurde und von der Stiftung Ravensburger Verlag die Auszeichnung »Bester Familienro-man« erhielt.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 11.05.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04742-4
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 208/130/38 mm
Gewicht 558
Verkaufsrang 71.433
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Eine moderne Heldengeschichte“

Katrin Knauft, Thalia-Buchhandlung Bernburg (Saale)

Alles beginnt in einem kleinen ärmlichen Bergdorf an der albanisch-griechischen Grenze. Hier wachsen die aufmüpfige Eleni und ihr nachdenklicher Cousin Lefti wohlbehütet im Kreis ihrer Familie auf. Der Leser begleitet die beiden bei ihrem Auszug in die Welt. Sie werden erwachsen, machen Fehler, erleben glückliche aber auch tragische Alles beginnt in einem kleinen ärmlichen Bergdorf an der albanisch-griechischen Grenze. Hier wachsen die aufmüpfige Eleni und ihr nachdenklicher Cousin Lefti wohlbehütet im Kreis ihrer Familie auf. Der Leser begleitet die beiden bei ihrem Auszug in die Welt. Sie werden erwachsen, machen Fehler, erleben glückliche aber auch tragische Momente. Auch ihre Nachkommen werden zum Teil der Geschichte und tragen wiederum mit ihren Erlebnissen zu dieser bunten Familienchronik bei. Die Entwicklung von dem Punkt, an dem alles begann bis dahin, wo das Leben die Familienmitglieder gebracht hat, ist einfach nur faszinierend zu verfolgen.
Ich war schon begeistert von Vea Kaisers Erstling „Blasmusikpop“ und wurde auch mit „Makarionissi“ nicht enttäuscht. So erzählt sie in ihrem ganz eigenen Ton, der fast schon plauderhaft ist, eine wahnsinnig unterhaltsame Geschichte.

„Turbulente Familiengeschichte trifft auf griechische Mythen“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ich habe Vea KaisersErstling „Blasmusikpop“ geliebt. So eine wahnwitzige Story, die in einer ganz eigenwilligen und einzigartigen Weise geschrieben wurde. Als nun das neue Buch der jungen österreichischen Autorin erschien, musste ich es gleich haben. Ich war sehr neugierig, ob sie noch einmal so etwas Witziges und Intelligentes schafft. Ich habe Vea KaisersErstling „Blasmusikpop“ geliebt. So eine wahnwitzige Story, die in einer ganz eigenwilligen und einzigartigen Weise geschrieben wurde. Als nun das neue Buch der jungen österreichischen Autorin erschien, musste ich es gleich haben. Ich war sehr neugierig, ob sie noch einmal so etwas Witziges und Intelligentes schafft.

Makarionissi? Am Anfang war ich schon sehr irritiert. Was ist Makarionissi? Zuerst habe ich an Italien und Makkaroni gedacht. Aber warum stand denn auf dem Klappentext etwas von Griechenland? Und warum schreibt die Autorin, die doch Österreicherin ist, etwas über Griechenland? Die letzte Frage war sehr schnell geklärt! Vea Kaiser studiert Altgriechisch in Wien. Da liegt es nahe, dass man sich mit dem Land beschäftigt. Und was Makarionissi ist, erklärt sich im Laufe des Buches.

Vea Kaiser erzählt die Geschichte einer griechischen Familie von 1956 bis in die Gegenwart. Oberhaupt der Familie ist die Yiayia (Großmutter) Maria. Da sie leider nur zwei Töchter zur Welt gebracht hat, wird es schwierig für den Fortbestand der Familie zu sorgen. Die eine Tochter hat ebenfalls schon 2 Töchter bekommen, als die zweite endlich einen Sohn (Lefti) bekommt. Yiayia Maria beschließt, dass die erste Tochter noch eine weitere Tochter bekommen muss, und dass die beiden Enkel dann später heiraten werden. Und tatsächlich kommt noch eine weitere Tochter (Eleni). Doch die Heiratspläne gestalten sich schwierig, denn während Lefti ein ruhiger Junge ist, ist Eleni ein absoluter Wildfang, der schon relativ früh beschließt, dass er nie heiraten wird. Doch die Zeiten in Griechenland ändern sich. Die politische Situation wird härter. Da kommt es nicht gut, wenn man sich den Kommunisten anschließt und immer das sagt, was man denkt. Eleni kommt ins Gefängnis. Und sie kommt nur mit Glück wieder raus, weil Lefti versprochen hat, sie zu heiraten und dafür zu sorgen, dass sie in Zukunft nicht mehr auffällig wird. Das junge Paar geht nach Deutschland und entwickelt sich in völlig unterschiedliche Richtungen. Und so verfolgen wir die beiden Protagonisten weiter in ihrem Leben bis in die Gegenwart. Die spannende und humorvolle Reise führt über Hildesheim nach Stankt Pölten in Österreich, nach Zürich und in die USA. Und dann endet doch alles wieder in Griechenland und läuft auf ein furioses Finale hinaus.

Die Autorin hat eine unglaublich Lust und Begabung verrückte Familiengeschichten zu erzählen. Es macht absolut Spaß ihrer Fabulierkunst zu folgen. Und so witzig die Geschichte auch ist, so hat sie doch durchaus auch die wechselhafte Situation in Griechenland eingefangen. Es geht um Gastarbeiterleben in Deutschland. Es geht um griechische Auswanderer in die USA, die doch lieber unter sich bleiben. Es geht um den Wirtschaftsaufschwung und dem dazugehörigen Reiseboom in fremde Länder, woran auch Griechenland sehr viel partizipiert hatte. Und es geht um die immer wieder wechselnde politische und wirtschaftliche Situation in Griechenland. Aufgebaut ist das ganze wie ein altgriechisches Theaterstück. Es gibt verschiedene Gesänge, an deren Anfang schon kurz der Inhalt zusammengefasst wird. Und in die Geschichte werden immer mal wieder griechische Mythen erzählt, die sich anscheinend auch heute noch wiederholen.

Ich kann dieses Buch wieder nur wärmstens empfehlen, denn es ist witzig, intelligent und anders als andere Bücher! Ich freue mich schon jetzt auf ein nächstes Buch von Vea Kaiser und hoffe, dass es nicht allzu lange dauert!

Barbara Plagge, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein Generationen-Roman über griechische Gastarbeiter in Hildesheim, die Liebe und viele liebenswerte Menschen! Danke für diesen Lesegenuss! Ein Generationen-Roman über griechische Gastarbeiter in Hildesheim, die Liebe und viele liebenswerte Menschen! Danke für diesen Lesegenuss!

Lisa Marghescu, Thalia-Buchhandlung Rosenheim

Schöne Familiengeschichte, mit Figuren die einen tief berühren Schöne Familiengeschichte, mit Figuren die einen tief berühren

Marta Gorecki, Thalia-Buchhandlung Münster

Charismatische Charaktere, eine bewegende Familiengeschichte über Generationen hinweg: Das ist das Erfolgsrezept von der österreichischen Jungautorin Vea Kaiser! Unbedingt lesen! Charismatische Charaktere, eine bewegende Familiengeschichte über Generationen hinweg: Das ist das Erfolgsrezept von der österreichischen Jungautorin Vea Kaiser! Unbedingt lesen!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Für alle Leser von Svenja Leiber und Sofi Oksanen! Für alle Leser von Svenja Leiber und Sofi Oksanen!

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Toller Fabulierspaß mit einer Unmenge an opulenten, weitverzweigten Erzähler Rängen, die man immer weiterlesen möchte. Toller Fabulierspaß mit einer Unmenge an opulenten, weitverzweigten Erzähler Rängen, die man immer weiterlesen möchte.

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Ein literarisches Feuerwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 14.08.2015

Der zweite Roman dieser jungen Autorin aus Österreich macht mich sprachlos, so schön ist dieses Werk. Vea Kaiser nutzt das Genre des Generationenromans, um ihre Heldengeschichte zu erzählen. Alles beginnt in einem kleinen Bergdorf in Nordgriechenland, wo die beiden Cousins Eleni und Lefti zusammen aufwachsen. Von der Familie als... Der zweite Roman dieser jungen Autorin aus Österreich macht mich sprachlos, so schön ist dieses Werk. Vea Kaiser nutzt das Genre des Generationenromans, um ihre Heldengeschichte zu erzählen. Alles beginnt in einem kleinen Bergdorf in Nordgriechenland, wo die beiden Cousins Eleni und Lefti zusammen aufwachsen. Von der Familie als Ehepaar vorgesehen, sind die beiden zu verschieden um gemeinsam glücklich zu werden. Nur um aus ihrem Heimatdorf herauszukommen, heiratet sie ihren Cousin und geht mit ihm nach Hildesheim. Dort verliebt sie sich bald in den Musiker Otto, trennt sich von ihm mit seinem Kind im Bauch und gelangt über den Umweg Chicago, wo sie einen griechischen Restaurantbesitzer heiratet auf seine Heimatinsel Makarionissi. Die Insel ist offenbar fiktiv und von der Autorin symbolisch gemeint. Hier wird sie leben als Mutter und Großmutter,findet sie ihre Liebe Otto nach vierzig Jahren wieder und hier vollziehen sich die wundersamen Geschichten dieser verrückten Familie, deren Mitglieder es auf der Suche nach ihrem Glück oft in die Fremde verschlägt und dabei oft vergessen, wie unersetzlich die Heimat ist. Makarionissi ist so eine Art Sehnsuchtsort, wo die Menschen ihr Glück in der familiären Geborgenheit und in der Umgebung finden, die ihnen kulturell vertraut ist. Trotz allen Zwists in der Familie, am Ende finden sich alle im Dezember 2014 zusammen und Eleni trifft ihren Cousin Lefti, inzwischen mit seiner Frau Trudi erfolgreicher Gastwirt in Sankt Pölten, nach Jahrzehnten wieder. Und Eleni erfährt die heilsame Kraft des Verzeihenkönnens. Man merkt der Autorin, die altgriechisch studiert ein Faible für Griechenland und für Werte wie Heimat und Familie an. Das wirkt bei ihr nicht spießig sondern sehr warmherzig und wahrhaftig. Die aktuellen Probleme Griechenlands kommen nur ganz am Rand vor, breiter wird die Zeit der Militärdiktatur in den sechziger Jahren geschildert. Es ist auch kein politischer Roman sondern einer über Menschen und ihre Sehnsüchte nach Glück und Verwirklichung. Ein ganz tolles Leseerlebnis wird uns mit diesem Buch geschenkt. Ein Feuerwerk an Sprache und literarischer Raffinesse. Großartig!

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Von wilden Rebellen und tapferen Amazonen
von Goldtime aus München am 07.06.2015

Eins gleich vorweg: eine Inhaltsangabe dieses unglaublich fantasievollen Romans zu schreiben, ist schrecklich schwierig – man muss so viele liebevolle Details und Nebenschauplätze weglassen! 1956, in einem kleinen Dorf an der griechisch- albanischen Grenze: Yiayia Maria regiert ihre Familie mit Liebe und Strenge. Eines Nachts hat sie einen Traum von... Eins gleich vorweg: eine Inhaltsangabe dieses unglaublich fantasievollen Romans zu schreiben, ist schrecklich schwierig – man muss so viele liebevolle Details und Nebenschauplätze weglassen! 1956, in einem kleinen Dorf an der griechisch- albanischen Grenze: Yiayia Maria regiert ihre Familie mit Liebe und Strenge. Eines Nachts hat sie einen Traum von zahlreichen Sonnenblumen, der sie darin bestärkt, ihre beiden Enkel Lefti und Eleni, Cousin und Cousine, zu verheiraten – um den Fortbestand ihrer krisengebeutelten Familie zu sichern. Doch Sonnenblumen stehen auch für Unglück, und die beiden entwickeln sich in völlig unterschiedliche Richtungen: die temperamentvolle Eleni mischt sich leidenschaftlich in die politischen Gespräche der Männer ein, während der phlegmatische Lefti lieber in Ruhe die Ziegen hütet. Eleni will kämpfen und gefährliche Monster besiegen, Lefti will Ruhe und Frieden. Oft gerät Eleni in gefährliche Situationen, und Lefti wird zum Held wider Willen, indem er sie rettet. Als beide schon fast erwachsen sind, landet Eleni aufgrund ihrer politischen Äußerungen im Gefängnis – und nur die Heirat mit dem ausreisewilligen Lefti kann sie retten… So landen beide frisch vermählt in Hildesheim, wo Lefti als Gastarbeiter in den 60ern eine Stelle findet. Die Ehe der beiden ähnelt eher einer Wohngemeinschaft: während Lefti wie besessen arbeitet und deutsch lernt, verliert Eleni jeden Job und schließt sich einer griechischen Widerstandsgruppe an. Eleni lernt den mittellosen Musiker Otto kennen, der ein freies Hippie-Leben führt. Als die hübsche Deutschlehrerin Trudi in sein Leben tritt, erkennt Lefti, dass er endlich sein Leben in die Hand nehmen muss… Doch Glück und Unglück liegen oft dicht beieinander, und so durchleben die beiden auch auf getrennten Pfaden jede Menge Abenteuer und Bewährungsproben, die sie bestehen müssen, um schließlich ihr persönliches Glück zu finden. Vea Kaiser, geb. 1988, studiert derzeit Altgriechisch in Wien und wurde 2014 zur besten Autorin Österreichs gewählt. Ihr erfolgreicher Debütroman „Blasmusikpop“ handelt von einer weitverzweigten Familie in den österreichischen Alpen – und davon, wie „die Wissenschaft in die Berge kam“. Auch in „Makarionissi“ beschreibt Vea Kaiser eine spannende, bunte Familiengeschichte über mehrere Generationen, um den Wandel der Gesellschaft zu zeigen: zwei junge Menschen brechen aus der streng reglementierten Welt des griechischen Bergdorfs aus, um das eigene, persönliche Glück zu finden. Doch die alten Strukturen sitzen tief und das Schicksal hält einige Überraschungen bereit, so dass die beiden immer wieder vor neuen Bewährungsproben stehen – ebenso ihre Nachfahren. Oft geht es um Leben und Tod, Hass und Liebe, Bedrängnis und Freiheit – die klassischen Kämpfe antiker Heldinnen und Helden! Ein paar Motive entspringen der griechischen Mythologie, wenn z.B. der Schlagerkönig nach langer Reise auf einer Insel strandet, wie einst Odysseus, um seine Penelope zurückzuerobern. Mir hat das Lesen dieses wunderschönen, detailreichen Romans sehr viel Spaß gemacht. Neben der äußerst abwechslungsreichen Familiengeschichte werden hier auch alte Mythen neu erzählt, man erfährt jede Menge Details aus der griechischen Geschichte und aus dem Leben der „Gastarbeiter“ , und besonders die Nebenfiguren bieten einige Knalleffekte, wie z.B. die wohlbehütete kleinasiatische Braut, die in der Hochzeitsnacht ein gefährliches Monster bekämpft, oder die spiessige deutsche Nachbarin, die im Kampf gegen Schädlinge zu rabiaten Mitteln greift (wie man sieht, steckt das Buch voller tapferer Heldinnen und Helden!). All dies wird von Vea Kaiser so geschickt miteinander verwoben, die Figuren werden so liebevoll ausgestaltet, dass man das Buch kaum noch aus den Händen legen mag! Fazit: ein wunderbares Buch, das mal leise und poetisch, mal laut und wild daherkommt – und den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise nimmt, die er bestimmt nicht so schnell vergisst. 5 von 5 Sternen und eine ganz dicke Leseempfehlung!

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Lassen Sie sich ein...
von einer Kundin/einem Kunden am 06.06.2015

... auf Eleni, Lefti und ihre Großmutter Maria - sie werden sehr gut unterhalten werden. Kurzweilig erzählt entführt uns Vea Kaiser in den Kosmos einer griechischen Familie, die einem mit jeder Seite und jeder kuriosen Charaktereigenschaft mehr ans Herz wächst. Ihr flüssiger Erzählstil lässt die Seiten wie von selbst umblättern... ... auf Eleni, Lefti und ihre Großmutter Maria - sie werden sehr gut unterhalten werden. Kurzweilig erzählt entführt uns Vea Kaiser in den Kosmos einer griechischen Familie, die einem mit jeder Seite und jeder kuriosen Charaktereigenschaft mehr ans Herz wächst. Ihr flüssiger Erzählstil lässt die Seiten wie von selbst umblättern und mit Spannung erwartet man was im nächsten Kapitel passiert. Nach der letzten Seite fand ich es dann richtig schade, dass ich diese verrückte Familie nicht länger begleiten sollte. Wenn sie heuer nur ein Buch in den Urlaub mitnehmen möchten, dann sollte es dieses hier sein.

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hinreißende Leselektüre
von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2015

Yiayia Maria Kouzis, das unumstrittene Oberhaupt der Familie, hat diese fest und gut im Griff. Um den Familienbesitz erhalten zu können, folgt sie strikt ihrer persönlichen Linie. Ihre Töchter, Pagona und Despina, hat sie bereits den eigenen Vorstellungen entsprechend, verheiratet. Aus der Ehe von Pagona mit Spiros Stefanidis gehen die... Yiayia Maria Kouzis, das unumstrittene Oberhaupt der Familie, hat diese fest und gut im Griff. Um den Familienbesitz erhalten zu können, folgt sie strikt ihrer persönlichen Linie. Ihre Töchter, Pagona und Despina, hat sie bereits den eigenen Vorstellungen entsprechend, verheiratet. Aus der Ehe von Pagona mit Spiros Stefanidis gehen die Töchter Christiina, Foti und Eleni hervor. Lefthi, einziger Enkelsohn, der Ehe von Despina und Eleftherios Zifkos. Auf Eleni und Lefthi richtet Yiayia Maria Kouzis ihre ganze Aufmerksamkeit. Von Kindesbeinen an sind Eleni und Lefthi füreinander bestimmt. Der gutmütige Lefthi und seine nicht zu bändigende Cousine Eleni sollen für ihre geliebte Großmutter den Fortbestand der Familie sichern. Yiayia Maria, eine bisher erfolgsverwöhnte, erfolgreiche Kupplerin in Familienangelegenheiten, überläßt nichts dem Zufall. Alle Pläne und Vorhaben sind stets von den Zeichen die ihre Träume vorgeben - abgesegnet und bestätigt. Und dann ist es soweit. Eleni und Lefthi stehen vor ihrer Hochzeit...... "Makarionissi" von Vea Kaiser ist eine hinreißende Familiengeschichte.

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Dieser Roman ist ein Muss!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 13.11.2016
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Mit Beginn der ersten Seite ist man gefesselt und möchte das Buch nicht mehr weglegen. Ein großer Wurf und kein Wunder warum die Kritiken von einem herausragenden Buch sprechen.

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Bezaubernde Familiengeschichte mit Humor und Ernst
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Diese griechische Familiengeschichte hat mich gleich mitgezogen und ist gut, flüssig und spannend von der ersten bis zur letzten Seite erzählt. Ich fühlte mich gleich in das kleine griechische Dorf versetzt und konnte alle Beschreibungen gut nachvollziehen. Die geschichtlichen und politischen Ereignisse, an denen sich die Geschichte orientiert, lassen... Diese griechische Familiengeschichte hat mich gleich mitgezogen und ist gut, flüssig und spannend von der ersten bis zur letzten Seite erzählt. Ich fühlte mich gleich in das kleine griechische Dorf versetzt und konnte alle Beschreibungen gut nachvollziehen. Die geschichtlichen und politischen Ereignisse, an denen sich die Geschichte orientiert, lassen die Geschehnisse sehr realistisch wirken. Einziger Minuspunkt: Zum Ende hin werden die Zeitraffer immer größer, die Geschichte von Elenis Enkeln hätte vielleicht nur im Epilog angedeutet - oder auch ausführlicher erzählt werden sollen.

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