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Mann im Dunkel

(1)
Der zweiundsiebzigjährige August Brill, ehemals Literaturkritiker und Lebemann, liegt morgens um drei in einem dunklen Zimmer – ein Schlafloser, von Erinnerungen getrieben und von seinen Phantasien. Er glaubt sich allein mit seinen Nachtgedanken, doch auch seine Tochter und seine Enkelin liegen wach, jede für sich, beide mit gebrochenem Herzen.
Schwebend zwischen Traum und Wachzustand, spinnt der alte Mann sich eine Geschichte zusammen: Ein junger Mann erwacht in einem tiefen Erdloch. Wie er hineingekommen ist, weiß er nicht – auch nicht, wie er je wieder herausgelangen soll, aus dem Loch und aus jener merkwürdigen Uniform, die er am Leib trägt. Bei Tagesanbruch findet er sich auf einer einsamen Landstraße wieder, mit einer geladenen Pistole im Gepäck und dem Auftrag, im Namen der Sezession jenen zweiundsiebzigjährigen Witwer zu erschießen, dessen Kopf diese wundersam verkehrte Welt entspringt: ein Amerika im Krieg gegen sich selbst, ein Land, in dem der 11. September ein Tag ist wie jeder andere ...
Portrait
Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaften an der Columbia University und verbrachte einige Jahre in Frankreich. Heute lebt er in Brooklyn. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein umfangreiches, vielfach preisgekröntes Werk umfasst neben zahlreichen Romanen auch Essays und Lyrik.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 224, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.10.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783644003019
Verlag Rowohlt E-Book
Verkaufsrang 40.877
eBook (ePUB)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Beeindruckend“

Patricia Strack, Thalia-Buchhandlung Marburg

Vor allem die starken, stimmungsvollen Dialoge, die in dem gewohnten Paul Auster-Ton gehalten sind, überzeugen. Erfreulich, dass Paul Auster stilistisch verschiedene Themen vereinigen und starke Bilder erzeugen kann.

Das Finale besteht in erster Linie aus dem Erinnern und dem Austauschen der Geschehnisse der Vergangenheit, die die
Vor allem die starken, stimmungsvollen Dialoge, die in dem gewohnten Paul Auster-Ton gehalten sind, überzeugen. Erfreulich, dass Paul Auster stilistisch verschiedene Themen vereinigen und starke Bilder erzeugen kann.

Das Finale besteht in erster Linie aus dem Erinnern und dem Austauschen der Geschehnisse der Vergangenheit, die die beteiligten Personen nach langer Zeit noch belasten. So ist es die Sprache, die vermag, die alten Wunden wenigstens zu mildern.

„"Wunderliche Welt"“

Beatrice Plümer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ein 72-jähriger ehemaliger Literaturkritiker, durch die Folgen eines schweren Autounfalls noch gehbehindert, liegt nachts im Bett und kann nicht schlafen.Die Folge:eine Reihe von Geschichten, erdacht und erlebt, erzählt als Schutz vor bedrückenden, eigenen Gedanken und später für die Enkelin, ehemals Studentin der Filmakademie, die Ein 72-jähriger ehemaliger Literaturkritiker, durch die Folgen eines schweren Autounfalls noch gehbehindert, liegt nachts im Bett und kann nicht schlafen.Die Folge:eine Reihe von Geschichten, erdacht und erlebt, erzählt als Schutz vor bedrückenden, eigenen Gedanken und später für die Enkelin, ehemals Studentin der Filmakademie, die auch durch ihren Kummer der Schlaflosigkeit ausgeliefert ist.
Neben Familienerinnerungen stehen intellektuelle Analysen von Filmsequenzen. Ihre Betrachtungen füllen die sinnlosen Tage, die den schlaflosen Nächten gegenüberstehen. Und dann gibt es noch die Welt, die im Kopf des Ich-Erzählers entsteht, eine Welt, in der Amerika nicht im Krieg mit dem Irak steht, sondern im Bürgerkrieg mit sich selbst und Stück für Stück auseinanderbricht. Der Protagonist ist ein Mann, dessen Aufgabe es ist, den Ich-Erzähler zu töten.
Diese Geschichten, changierend zwischen Phantastik und Alltagsbeobachtungen, Fantasy und Familienroman, lassen in der Dunkelheit der Nacht das Bild eines zerissenen Amerikas entstehen: Lebensentwürfe, die durch überraschende Wendungen demontiert werden und auf unvorhergesehenen Pfaden weiterlaufen, Menschen, die sich den Umbrüchen ihrer Realität stellen müssen und das Leben als eine Ansammlung von Versatzstücken, die sich in immer neuen Strukturen, fast willkürlich, zu neuen Schicksalen zusammenfügen.
Im Nebeneinander dieses literarischen Vexierspiels entsteht eine dunkle, verzweifelte, aber auch hoffnungsvolle und überraschende Welt.

Kundenbewertungen


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220 Seiten vollgepackt mit Geschichten
von Xirxe aus Hannover am 08.04.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Nur eine Nacht umfasst die Rahmenhandlung dieses Buches, doch die Geschichten die darin erzählt werden, würden locker für eine ganze Woche ausreichen. August Brill, 72jähriger verwitweter Literaturkritiker, lebt seit einem Unfall der ihn zum Krüppel machte, bei seiner geschiedenen Tochter Miriam, die ebenso unglücklich ist wie er. Zu den Beiden... Nur eine Nacht umfasst die Rahmenhandlung dieses Buches, doch die Geschichten die darin erzählt werden, würden locker für eine ganze Woche ausreichen. August Brill, 72jähriger verwitweter Literaturkritiker, lebt seit einem Unfall der ihn zum Krüppel machte, bei seiner geschiedenen Tochter Miriam, die ebenso unglücklich ist wie er. Zu den Beiden gesellt sich noch Augusts Enkelin Katya, Miriams Tochter, die sich die Schuld am Tod ihres Ex-Freundes gibt und deren Lebensenergie gerade noch dazu ausreicht, sich gemeinsam mit ihrem Großvater Filme anzuschauen. Wie in fast jeder Nacht kann Brill nicht schlafen und so beginnt er, sich eine Geschichte auszudenken um möglichen Erinnerungen (und ganz besonders einer bestimmten) aus dem Weg zu gehen. Owen Brick lebt mit seiner Frau ein normales kleines Leben bis er sich eines Morgens in einer Grube wiederfindet, gekleidet in eine Soldatenuniform. Nach und nach wird ihm klar, dass er sich in einer Parallelwelt befindet - aber noch immer in der gleichen Zeit und im gleichen Land. Dort herrscht ein Sezessionskrieg, der schon Tausende Menschen das Leben gekostet hat. Und Owen wurde dazu ausgewählt, diese Barbarei zu beenden. Doch dafür muss er einen Menschen töten... Wie schon erwähnt, ist dies nicht die einzige Geschichte des Buches. Brill schreckt immer wieder aus seiner Phantasie auf und verliert sich dann in Erinnerungen, in denen ebenfalls wieder Geschichten erzählt werden, die ohne weiteres die Grundlage für ein eigenes Buch sein könnten. Es sind traurige Erzählungen, die aber zumindest ein kleines bisschen Trost enthalten: die Frau deren Mann verschwand, sie aber immer liebte; der SS-Offizier der das junge Mädchen hoffnungslos liebte und ihr und ihrer Familie zur Flucht verhalf; Owen Brick, der ein Land von einem Krieg befreien soll - doch um welchen Preis? Und Brills Leben selbst, der sich nie verzeihen kann, was er seiner geliebten Sonja antat... Es ist das erste Buch von Auster, das ich gelesen habe und ich bin hin und weg. Nicht nur dass er gut erzählen kann, er ist auch in der Lage diesen an sich schon packenden Geschichten so viel Hintergründiges mitzugeben, dass man ständig zum Weiterdenken angeregt wird. Da führen die USA mal keinen Krieg gegen Dritte - und schon erheben sie die Waffen gegeneinander. Oder welche Aussagekraft Gegenstände in Filmen entwickeln können - beeindruckend. Soll ein Mensch einen anderen töten, um das Leben vieler anderer zu retten? Suchte ich nach einem Motto für dieses Buch, wäre es 'Das Leben ist enttäuschend...' - ein Satz der in einem der beschriebenen Filme fällt und vermutlich jeder der Personen in diesem Haus zugeschrieben werden könnte. Doch 'Und die wunderliche Welt dreht sich weiter' - ein Zitat von Rose Hawthorne, das am Ende des Buches auftaucht und (irgendwie allen) wieder Mut macht.

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Lesenswert!
von Christina Buß aus Dorsten am 26.09.2011
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Eine Geschichte in der Geschichte- eine Welt in einer anderen Wirklichkeit, und dabei sind die Handlungsstränge so miteinander verwoben, dass man gut die Ebenen wechseln kann. Dabei sind die einzelnen Versatzstücke so inhaltsträchtig, ja jedes beansprucht für sich eine vollkommen andere Bühne: hier der alte Mann, der auf sein... Eine Geschichte in der Geschichte- eine Welt in einer anderen Wirklichkeit, und dabei sind die Handlungsstränge so miteinander verwoben, dass man gut die Ebenen wechseln kann. Dabei sind die einzelnen Versatzstücke so inhaltsträchtig, ja jedes beansprucht für sich eine vollkommen andere Bühne: hier der alte Mann, der auf sein Leben zurückblickt und sich beim nächtlichen Wachliegen diese Geschichte konstruiert: ein junger Mann befindet sich als Soldat in einem Amerika, das einen Krieg gegen sich selbst führt und der- jetzt kommt die Verknüpfung- diesen alten Mann erschießen soll, der jenen Krieg in seinem Kopf stattfinden lässt! Genial- auch sprachlich so lebendig, man galloppiert förmlich durch die Seiten. Der Schluß, in dem der alte Mann seiner Enkelin, ebenfalls durch schreckliche Erfahrungen am Schlaf gehindert, einen Einblick in sein Leben gewährt, ist so intim und so bewegend- und so schön!

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Auster, Mann im Dunkel, TB
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 26.03.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Eine typische Paul-Auster-Geschichte-in- der - Geschichte!Sehr düster, sehr bitter, sehr beklemmend. Am Schluß ist eine Szene drin, die so grauenvoll zu lesen ist (S. 214 und 215), daß ich gerne vorgewarnt worden wäre. Ein ganz großartiges Buch!

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eine schöne Verwirrung
von Bianca Dobler aus Wien am 15.11.2011
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ein typischer Auster...man kann sich in den Personen verlieren und doch finden sich immmer irgendwo auch Punkte an denen man sich besser festhält hier ein Literaturkritiker, der in schlaflosen Nächten seinen eigenen Mord durch eine andere Person erdenkt sehr genial

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