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Meine Familie und andere Katastrophen

Roman

(2)
Die Familie kann man sich nicht aussuchen – auch nicht in Island
Ragnar verkündet auf der Überraschungsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag, dass er sich von seiner langjährigen Ehefrau trennen will. Die hat die Feier wochenlang akribisch geplant und ist entsprechend sauer, doch dann wird ihr klar, dass sie eigentlich froh sein kann, ihren infantilen Mann los zu sein. Die einzige, die mit dieser Trennung gar nicht zurechtkommt, ist die gemeinsame Tochter. Die setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um die Eltern wieder zusammenzubringen, und verliert dabei fast ihr eigenes Glück aus den Augen.
Jónína Leósdóttir hat eine turbulente Komödie über eine späte Midlife-Crisis, über Patchworkfamilien mit emotionalen Altlasten, über Marotten und Affären, Geheimnisse und Sehnsüchte geschrieben, die genau den richtigen Schuss Nachdenklichkeit besitzt.
Rezension
"Turbulent und witzig!" Für Sie
Portrait
Jónina Leósdóttir (geb. 1954) machte ihr B.A.-Examen in Englisch und Literaturwissenschaften an der Universität Islands. Darüber hinaus studierte sie an der University of Essex in Großbritannien. Sie arbeitete als Journalistin und schrieb Biographien, Theaterstücke und Romane. Sie ist in zweiter Ehe mit der ehemaligen isländischen Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir verheiratet.
Tina Flecken, geboren 1968 in Köln. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Verlagslektorin arbeitet sie seit 2005 als freie Übersetzerin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 12.05.2016
Serie KIWI
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04906-0
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 190/123/25 mm
Gewicht 228
Originaltitel Bara ef
Buch (Taschenbuch)
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Eine Geschichte voller Geschichte
von LottiLiest aus Koblenz am 18.06.2016

Jónína Leósdóttir wirft einen mitten hinein in eine Familiengeschichte, in der die eine Katastrophe der nächsten folgt und das eine Geheimnis das nächste bedingt. Ragnar verlässt seine Frau, nach dem diese eine Überraschungsparty für ihn auf die Beine gestellt hat. Das wirft nicht nur die Betroffene selbst aus der... Jónína Leósdóttir wirft einen mitten hinein in eine Familiengeschichte, in der die eine Katastrophe der nächsten folgt und das eine Geheimnis das nächste bedingt. Ragnar verlässt seine Frau, nach dem diese eine Überraschungsparty für ihn auf die Beine gestellt hat. Das wirft nicht nur die Betroffene selbst aus der Bahn sondern auch eine ihre Töchter, die doch nichts anderes als Familienglück will, für ihre Eltern, aber auch für sich. Margrét entschließt sich, dem Wunsch ihres Mannes zu folgen, akzeptiert seinen Willen zur Scheidung. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht… Was als eine komödienhafte Story beginnt, stellt sich bald als tiefgründige Familiengeschichte heraus. Tiefe Wunden werden wieder aufgekratzt, alte Lügen aufgedeckt und neue gesponnen. Hier kommt jeder zu Wort, die Kinder des Ehepaars, deren Lebensgefährten, Nachbarn, Freund und noch viele mehr. Ohne sie alle wäre die Geschichte nur halb so katastrophal, aber auch nur halb so spannend! Manchmal möchte man die Figuren einfach nur packen und durchrütteln, um sie im nächsten Moment fest zu umarmen. In jedem Fall muss man sich darauf gefasst machen, dass auf jeder Seite eine neue Lüge lauert, ein bisher verborgenes Gefühl zutage tritt. Wenn man etwas aus diesem Buch lernen kann, dann dass man seinen Liebsten mehr Beachtung schenken sollte, ihren Gefühlen und Wünschen. Liebe ist nun mal auch ein Kompromiss, der mal schwerer und mal leichter fällt. Einfach mal zuhören und durchatmen, lautet die Devise.

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turbulent, aber keine Komödie
von JDaizy aus Berlin am 17.06.2016

"Ich sag dir mal was Vertrauen, mein Freund, du tust mir leid. Du bist nie zufrieden und meinst immer, dass das Gras woanders grüner und saftiger ist. Manchmal machen deine fixen Ideen ja auch Spaß, wenn du dir was in den Kopf gesetzt hast, wie zum Beispiel, als du... "Ich sag dir mal was Vertrauen, mein Freund, du tust mir leid. Du bist nie zufrieden und meinst immer, dass das Gras woanders grüner und saftiger ist. Manchmal machen deine fixen Ideen ja auch Spaß, wenn du dir was in den Kopf gesetzt hast, wie zum Beispiel, als du das Sommerhaus gebaut hast. Aber weißt du, jetzt ... jetzt ist es wirklich traurig, das mitanzusehen. Du hast eine großartige Frau, Raggi. Eine attraktive Frau, die immer gut drauf und fröhlich ist, egal was für einen Mist du baust. Sie liebt dich über alles, unterstützt dich, und trotzdem läufst du einer Göre mit großen Titten hinterher, nur weil du sechzig wirst und Angst hast, was zu verpassen." Nachdem sich Ragnar, der ungekrönte Meister in Egoismus und spontanen Eskapaden, vehement weigert seinen 60. Geburtstag zu feiern, richtet seine Frau Margrèt eine Überraschungsparty für ihn aus. Auf dieser Feier kommt es zu einer unerwarteten Offenbarung, die das Leben der ganzen Familie gehörig durcheinander wirbelt. Warum will sich Ragnar so plötzlich von seiner langjährigen Ehefrau trennen? Wird seine Tochter die Familie mobilisieren können, um die drohende Katastrophe zu verhindern? Und wer ist echt und wer spielt nur eine Rolle? Wer kennt das nicht: (un-)geliebte Marotten des Partners; geheime, unerfüllte Sehnsüchte; turbulente Familienfeiern, die nicht selten im Chaos enden und vielleicht auch die ein oder andere (späte) Midlife Crisis oder eskalierende Konfliktsituation. "Eine Familie kann man sich nicht aussuchen - auch nicht in Island." Und weil mich Familiengeschichten wirklich interessieren, habe ich zu diesem Buch gegriffen. Erwartet habe ich eine unterhaltsame, chaotische Familiengeschichte, mit einem guten Schuss Humor, aber auch nachdenklichen Momenten - da das Buch auch als "turbulente Komödie" angeprisen wird. Leider konnte es meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Aber dazu später. Sehr schön fand ich den Emailverkehr zwischen Eyglò und ihren Geschwistern zu Beginn. Das war ein gelungener Einstieg ins Buch. Als Person war mir Fifi am nähesten. Sie war ein Gegenpol zu den anderen, doch recht verunsicherten, eigensinnigen Familienmitgliedern. Sie ist wie sie ist, treu, verlässlich und macht aus allem das Beste. Besonders schön war, dass ihr materielle Dinge egal sind. Wenn zum Beispiel die Enkel wild auf Couch toben und mal etwas zu Bruch geht, ist das für sie kein Weltuntergang. Und auch ein paar Kilo mehr auf den Rippen stören sie nicht. Für mich ist sie der Fels in der Brandung. Es gab auch nachdenkliche und bewegende Momente. Hier ist mir vor allem die Geschichte mit dem unsichtbaren Jungen, der Eyglò seit sechs Jahren begleitet, im Gedächtnis geblieben. Das Buch wurde als Taschenbuch 2016 im Verlag Kiepenheur & Witsch veröffentlicht. Die isländische Originalausgabe erschien 2014. Besonders gelungen finde ich den rückseitigen Klappentext, der defintiv Lust auf mehr macht(e) und der mich dazu bewogen hat, dieses Buch zu lesen. Auch das Cover finde ich gelungen. Ich mag die Farben und es ist nicht zu überladen. Das Motiv mit der Deckenlampe die schemenhaft einen Esstisch ausleuchtet, passt zur Geschichte. Für mich sehe ich da eine verlassene unberührte Geburtstagstafel, die durch die Beleuchtung nicht unsichtbar gemacht werden kann. Was passiert ist, ist passiert. Auch die Kapitellänge und -einteilung hat mir gut gefallen. Trotzdem hat mich das Buch im Ganzen etwas ratlos zurückgelassen. Die Geschichte hat wirklich Potential und hat mich in der ersten Hälfte auch gut unterhalten. Ich mochte die Mischung aus alltäglichem (Familien-)Wahnsinn, unterschwelligem Humor und nachdenklich stimmenden Themen. Leider wurde mir die Geschichte in der letzten Hälfte zu dunkel, ja schon fast depressiv. Und vielleicht hätte man die Geschichte nicht in 6 Tagen erzählen sollen. Es passiert einfach zu viel in zu kurzer Zeit. Das macht das Ende unrund und irgendwie geht der Geschichte zum Ende hin die Luft aus. Und obwohl ich offene Enden mag, lässt es mich hier unbefriedigt zurück. Ich hätte zum Beispiel gern noch erfahren, wie es mit Eyglo und Örvar weitergeht. Fazit: Eine turbulente Geschichte über den alltäglichen Familienwahnsinn: mit Marotten, Bevormundungen und Entäuschungen, aber auch mit Mitgefühl, Verständnis und Anteilnahme. Die Botschaft: Man darf nicht immer nur an sich selbst denken. Auch wenn mich "Meine Familie und andere Katastrophen" nicht vollends überzeugen konnte, werde ich der Autorin noch eine zweite Chance geben, weil ich ihren Schreibstil mag und den Ansatz und die Idee der Geschichte toll fand.

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