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Meine geniale Freundin / Neapolitanische Saga Bd.1

Kindheit und Jugend. Roman

(53)
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?
Elena Ferrante hat ein literarisches Meisterwerk von unermesslicher Strahlkraft geschrieben, ein von hinreißenden Figuren bevölkertes Sittengemälde und ein zupackend aufrichtiges Epos – über die rettende und zerstörerische, die weltverändernde Kraft einer Freundschaft, die ein ganzes langes Leben währt.
Rezension
"So etwas haben Sie noch nie gelesen."
The Guardian "Ein grandioses Zeitpanorama!"
Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung Online 01.04.2016
Portrait

Elena Ferrante ist die große Unbekannte der Gegenwartsliteratur. In Neapel geboren, hat sie sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre Neapolitanische Saga trägt, wie der erste Band daraus, den Titel Meine geniale Freundin und ist ein weltweiter Bestseller. Die vier Bände - Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes - werden bis zum Herbst 2017 im Suhrkamp Verlag veröffentlicht. Anschließend erscheinen, im suhrkamp taschenbuch, außerdem Ferrantes frühere Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 422
Erscheinungsdatum 30.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42553-4
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 210/125/32 mm
Gewicht 549
Originaltitel L'amica geniale
Auflage 6
Verkaufsrang 27
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Grandioser Auftakt“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Zunächst versuchte ich mich dem regelrechten Hype, der um diesen Roman gemacht wurde zu entziehen. Doch ohne Erfolg. Einmal begonnen, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Der Roman beginnt in der Gegenwart und wechselt die zeitliche Perspektive nach Neapel der 50' er Jahre. Es waren schwere Zeiten, Zeiten in denen es ums Überleben Zunächst versuchte ich mich dem regelrechten Hype, der um diesen Roman gemacht wurde zu entziehen. Doch ohne Erfolg. Einmal begonnen, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Der Roman beginnt in der Gegenwart und wechselt die zeitliche Perspektive nach Neapel der 50' er Jahre. Es waren schwere Zeiten, Zeiten in denen es ums Überleben ging. Der Krieg zwar beendet, die Not immer noch deutlich spürbar. So haben wir neben der Geschichte um die beiden charakterlich ungleichen Mädchen eine Gratis Stunde in Geschichte.
Der Roman ist leicht geschrieben und erzählt mit einem Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Ein faszinierendes Portrait einer lange dauernden Freundschaft.
Interessantes gibt es zur Autorin zu berichten: Trotz intensiver Nachforschungen ist immer noch unklar, wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt. Erstaunlich, dass bereits 1994 das Buch "Lästige Liebe" von ihr erschien.

„Meine geniale Freundin ist ein absolutes Highlight!“

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Ich kann mich den weltweiten Lobeshymnen nur anschließen! Der erste Teil der Geschichte um die zwei Freundinnen Lila und
Elena, welche im proletarischen Neapel der Nachkriegszeit aufwachsen, hat einfach das Komplettpaket:
eine schöne Sprache, ein schier unerschöpfliches Repertoire an vielschichtigen, außergewöhnlichen Charakteren,
Ich kann mich den weltweiten Lobeshymnen nur anschließen! Der erste Teil der Geschichte um die zwei Freundinnen Lila und
Elena, welche im proletarischen Neapel der Nachkriegszeit aufwachsen, hat einfach das Komplettpaket:
eine schöne Sprache, ein schier unerschöpfliches Repertoire an vielschichtigen, außergewöhnlichen Charakteren,
eine besondere Atmosphäre und nicht zuletzt natürlich eine gute Story.

„"Meisterlich"“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach am Main

Bei so vielen Vorschusslorbeeren in den Feuilletons war ich doch etwas skeptisch, aber sehr schnell entwickelte sich die Geschichte zum Pageturner und ich freue mich auf die nächsten Jahrzehnte der gemeinsamen Geschichte von Lila und Elena. Herausragende Schilderungen des Lebens in einem prekären Viertel Neapels, und eine schonungslos Bei so vielen Vorschusslorbeeren in den Feuilletons war ich doch etwas skeptisch, aber sehr schnell entwickelte sich die Geschichte zum Pageturner und ich freue mich auf die nächsten Jahrzehnte der gemeinsamen Geschichte von Lila und Elena. Herausragende Schilderungen des Lebens in einem prekären Viertel Neapels, und eine schonungslos ehrliche Analyse dieser Mädchenfreundschaft! Ein Lesegenuss!!

„Molto bene! Grandioso!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Der großartige und vielversprechende Auftakt einer italienischen Familien-Saga! Hinreißend erzählt! Molto bene! Grandioso! Einfach Buch kaufen und abtauchen! Nächstes Jahr erscheinen die Fortsetzungen! Der großartige und vielversprechende Auftakt einer italienischen Familien-Saga! Hinreißend erzählt! Molto bene! Grandioso! Einfach Buch kaufen und abtauchen! Nächstes Jahr erscheinen die Fortsetzungen!

„Genial“

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Von der Presse hochgelobt hält dieser erste Band der neapolitanischen Saga wirklich was uns versprochen wurde: wunderschön, rührend, wütend, dramatisch - man kann kaum die nächsten Bände erwarten! Von der Presse hochgelobt hält dieser erste Band der neapolitanischen Saga wirklich was uns versprochen wurde: wunderschön, rührend, wütend, dramatisch - man kann kaum die nächsten Bände erwarten!

„Ein wunderbares Buch“

Marion Sollfrank, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Lila ist verschwunden. Diese Tatsache ist der Auslöser für Elena zurückzudenken. An eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Die Eine (Lila) ein Wildfang, keine Angst, kein Respekt, immer vorlaut aber unglaublich klug und intelligent. Die Andere (Elena) ein liebes, braves Mädchen, fleißig
Lila ist verschwunden. Diese Tatsache ist der Auslöser für Elena zurückzudenken. An eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Die Eine (Lila) ein Wildfang, keine Angst, kein Respekt, immer vorlaut aber unglaublich klug und intelligent. Die Andere (Elena) ein liebes, braves Mädchen, fleißig in der Schule und immer darauf erpicht, dass alle sie mögen und stolz auf sie sind. Und doch ist es so, dass die Eine ohne die Andere nur „Halb“ ist. Ein wunderbares Buch über Freundschaft, das Heranwachsen in ärmlichsten Verhältnissen und doch so vielen Reichtümern, die es nur zwischen zwei Menschen gibt, die sich gesucht und gefunden haben.

„Ziemlich beste Freundinnen“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Sowohl in der Buchhandlung als auch bei den Rezensionen stelle ich fest, dass das Buch - ebenso wie Shades of Grey - nahezu ausschließlich die weibliche Leserschaft interessiert, obwohl es in den Feuilletons doch als literarisches Ereignis quasi Geschlechter übergreifend gefeiert wurde. Tatsächlich ging mir das Buch über die ersten Sowohl in der Buchhandlung als auch bei den Rezensionen stelle ich fest, dass das Buch - ebenso wie Shades of Grey - nahezu ausschließlich die weibliche Leserschaft interessiert, obwohl es in den Feuilletons doch als literarisches Ereignis quasi Geschlechter übergreifend gefeiert wurde. Tatsächlich ging mir das Buch über die ersten 50 Seiten mit seiner detaillierten Ausbreitung der Befindlichkeiten von Lila und Elena völlig auf die Nerven. Allerdings entfaltet sich nach und nach das Panorama eines armen Stadtteils von Neapel mit nahezu archaischen Strukturen. Tatsächlich schafft es die Autorin dann auch, den nicht ganz so euphorischen Leser mit den vielen Figuren und Familien, in seine Bann zu schlagen. Meine Empfehlung also an alle, die nicht von der ersten Seite an begeistert sind: unbedingt durchhalten.

„Faszinierende Freundschaft “

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Zwei ganz ungewöhnliche junge Mädchen entwickeln eine lebenslange Freundschaft. Lebenswege ändern sich und so gibt es zum Herbst des Lebens den großen Paukenschlag Zwei ganz ungewöhnliche junge Mädchen entwickeln eine lebenslange Freundschaft. Lebenswege ändern sich und so gibt es zum Herbst des Lebens den großen Paukenschlag

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Teil 1 von Ferrantes großer Neapel-Saga behandelt vor allem den Abschied von der nicht immer einfachen Kindheit zweier Freundinnen. Sehr bewegend und unterhaltsam! Teil 1 von Ferrantes großer Neapel-Saga behandelt vor allem den Abschied von der nicht immer einfachen Kindheit zweier Freundinnen. Sehr bewegend und unterhaltsam!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler

Wunderschön, einfühlsam und interessant. Elena Ferrante überzeugt auf allen Seiten mit dem ersten Teil der dramatischen Familiensaga, in der Freundschaft die Hauptrolle spielt. Wunderschön, einfühlsam und interessant. Elena Ferrante überzeugt auf allen Seiten mit dem ersten Teil der dramatischen Familiensaga, in der Freundschaft die Hauptrolle spielt.

Sarah Engels, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Eine toll erzählte Freundschaftsgeschichte mit großen und spannenden Entwicklungen der Figuren! Wirklich sehr zu empfehlen!!! Eine toll erzählte Freundschaftsgeschichte mit großen und spannenden Entwicklungen der Figuren! Wirklich sehr zu empfehlen!!!

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Es liest sich fast schon wie die Reportage einer Freundschaft mit Brüchen und die Brutalität einer patriarchalen, engen Mafiagesellschaft im Neapel der 50er Jahre. Es liest sich fast schon wie die Reportage einer Freundschaft mit Brüchen und die Brutalität einer patriarchalen, engen Mafiagesellschaft im Neapel der 50er Jahre.

Sarah Sophie Haberhauer, Thalia-Buchhandlung Frankfurt

Plastische Beschreibung einer wunderbaren Freundschaft. Vor allem der Schreib- und Erzählstil fallen sehr positiv auf! Plastische Beschreibung einer wunderbaren Freundschaft. Vor allem der Schreib- und Erzählstil fallen sehr positiv auf!

Jasmin Lambrecht, Thalia-Buchhandlung Rheine

Eine wunderbare Geschichte über die Freundschaft zweier Frauen im Neapel der 50er Jahre. Berührend und unfassbar gut erzählt. Eine wunderbare Geschichte über die Freundschaft zweier Frauen im Neapel der 50er Jahre. Berührend und unfassbar gut erzählt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Freundschaft! Zwei Mädchen im Neapel der 50er Jahre. Sie werden 60 Jahre lang befreundet bleiben. Sie sind Konkurrentinnen und einander doch sehr nah. Einfühlsam geschrieben! Freundschaft! Zwei Mädchen im Neapel der 50er Jahre. Sie werden 60 Jahre lang befreundet bleiben. Sie sind Konkurrentinnen und einander doch sehr nah. Einfühlsam geschrieben!

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Die Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Mädchen über sechs Jahrzehnte, beginnend in den fünfziger Jahren in Neapel. Rührend, verwirrend, kämpferisch! Die Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Mädchen über sechs Jahrzehnte, beginnend in den fünfziger Jahren in Neapel. Rührend, verwirrend, kämpferisch!

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Meine Erwartungen waren groß, wohl zu groß. Gefallen hat mir die Freundschaftsgeschichte, nicht verstehen kann ich den Hype um die "literarische Qualität". Meine Erwartungen waren groß, wohl zu groß. Gefallen hat mir die Freundschaftsgeschichte, nicht verstehen kann ich den Hype um die "literarische Qualität".

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
53 Bewertungen
Übersicht
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19
12
4
0

Eine ganz besondere Freundschaft
von eleisou aus Düsseldorf am 10.09.2016

Nach sooo vielen tollen Kritiken, die das Buch bekommen hat dachte ich, das Buch kann gar nicht schlecht sein. Und ich hatte recht und stimme allen begeisterten Lesern der Ferrante Saga zu. Lila und Elena sind schon seit ihrer Kindheit Freundinnen, obwohl sie grundverschieden sind und manchmal sogar in... Nach sooo vielen tollen Kritiken, die das Buch bekommen hat dachte ich, das Buch kann gar nicht schlecht sein. Und ich hatte recht und stimme allen begeisterten Lesern der Ferrante Saga zu. Lila und Elena sind schon seit ihrer Kindheit Freundinnen, obwohl sie grundverschieden sind und manchmal sogar in Streitigkeiten gelangen. Die erste ist dynamisch und kann sich dem konservartiven, strengen Lebenstil eines ärmlichen Viertels im Neapel der 50er Jahre nicht leicht unterwerfen und anpassen. Elena hingegen ist schüchterner und introvertierter. Beide wollen jedoch insgeheim diesem Leben entfliehen und suchen schon als junge Mädchen Auswege. So begleiten wir die beiden bis zu ihrem jungen Erwachsenenalter und werden eins mit ihnen durch diese bildreiche und poetische Schriftweise der Autorin. Gleichzeitig aber werden wir auch mit der Aggresivität und oftmals Brutalität der Männerwelt zur damaligen Zeit konfrontiert, die mir manchmal schier unglaublich vorkam. Und doch gelingt es Ferrante diese Situationen als ein alltägliches Ereignis so zu beschrieben, dass man sich dem Zeitstil kurz nach dem ersten Schock einfach lesend anpasst. Alles in allem ein wirklich bewundernswertes Buch über die Freundschaft zweier Frauen, das gleichzeitig das Leben in Italien zur damaligen Zeit wiederspiegelt. Ich kann es kaum abwarten in ein paar Monaten den zweiten Band lesen zu können.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Jenseits von Don Camillo
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 04.09.2016

Ebenso weit fernab von Tourismus-Idylle und Großfamilien-Harmonie bricht sich die Geschichte dieser beiden Mädchen und später Frauen, den genialen Freundinnen, kraftvoll Bahn und gibt damit den Blick auf das andere Italien und das gesellschaftliche Leben dort frei – damals wie heute. Konzentration beim Lesen ist angesagt; viele Handelnde in... Ebenso weit fernab von Tourismus-Idylle und Großfamilien-Harmonie bricht sich die Geschichte dieser beiden Mädchen und später Frauen, den genialen Freundinnen, kraftvoll Bahn und gibt damit den Blick auf das andere Italien und das gesellschaftliche Leben dort frei – damals wie heute. Konzentration beim Lesen ist angesagt; viele Handelnde in den verschiedensten Konstellationen. In diesem Zusammenhang ist die Personenübersicht am Anfang des Buches Gold wert. Elenas, in wahrsten Sinne und von unverbrauchter Bedeutung, beste Freundin Rafaella ist verschwunden – ohne ein Wort, ohne eine Zeile. Doch dieses nicht nachvollziehbare Ereignis ist Anlass für Elena, ihre einzigartige Bindung von einmal von Beginn an zu reflektieren. „Mit allem, was mir in Erinnerung geblieben ist.“ S. 22 Der Grundstein ihrer Freundschaft wurde bereits in ihrer Kindheit gelegt und dort setzt die Handlung auch ein. Beide lassen sich auf einer Welle aus Sympathie und Neugier aufeinander zutreiben. Sie fallen sich auf, fühlen sich seltsam zueinander hingezogen. Nicht immer gleichzeitig und in gleichem Anteil, doch gerade diese Wechselseitigkeit setzt einen Mechanismus in Gang, der kontinuierlich zu einer unauflöslichen Bindung führt; ganz nach dem Motto „gut Ding will Weile haben“. Es wird kein Blatt mehr zwischen sie passen. Dieser Grundstein ist die kräftige Wurzel, die sie nährt und hält, aus der alles Kommende erwächst. Die Wellen werden allerdings bleiben, nicht immer befinden sie sich dabei allerdings gleichzeitig auf dem Wellenberg. Ein Kampf von Kindesbeinen an – persönlich und gesellschaftlich gesehen. Beispielsweise um halbwegs erträgliche „Gleichbehandlung“ schon in der Familie. Beide sehen und erleben ja täglich was passiert, wenn man nicht aufpasst, wenn man sich nicht irgendwie wehrt oder entzieht. Das schweißt zusätzlich zusammen. Doch haben sie überhaupt eine Wahl? Der Roman ist reich an Geschichten, Einzelschicksalen, Lebenserfahrungen, von denen nicht nur die Hauptpersonen profitieren werden. Um Elena und Lila sind stets Menschen, die ihnen beistehen, sie begleiten, ja führen, aber auch Menschen, die ihnen Steine in den Weg legen werden. Die Freundschaft der beiden beinhaltet eine einzigartige Vielschichtigkeit von Emotionalität und Geisteshaltung – Untergelegenheitsgefühl trifft auf Freiheitsliebe, Neugier auf Mut. All dies wird sich vermischen. Beide werden aneinander wachsen, sich aneinander reiben. So werden sie füreinander glänzend wie ein Licht, das der anderen leuchtet, wenn alles andere in Dunkelheit zu liegen scheint. Dennoch werden sie sich völlig anders entwickeln. Dadurch wird klar, dass Nähe nicht immer etwas mit Beisammensein zu tun haben muss. Wird Rafaella ihr anfängliches „Tempo“ beibehalten oder von Elena überholt werden? Eine Freundschaft, bei der sozialer Status und sich verändernder familiärer Hintergrund keine Rolle spielen. Beneidenswert. Doch sie haben es sich auch schwer erkämpfen müssen und der Kampf dauert an.

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1 0
Freundschaft geht über alles
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 23.11.2016

" Meine Geniale Freundin " ist der Beginn einer über vier Bücher angelegten Familiengeschichte , in der die Freundinnen Elena und Lina die Hauptrollen spielen. Mit dem Verschwinden von Lina, die, so vermutet die Freundin, sich etwas antun will, beginnt Elena die Geschichte ihrer Freundschaft Revue passieren zu lassen. Sie... " Meine Geniale Freundin " ist der Beginn einer über vier Bücher angelegten Familiengeschichte , in der die Freundinnen Elena und Lina die Hauptrollen spielen. Mit dem Verschwinden von Lina, die, so vermutet die Freundin, sich etwas antun will, beginnt Elena die Geschichte ihrer Freundschaft Revue passieren zu lassen. Sie erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Neapel in einem ärmlichen Viertel. Wie sie Lila kennengelernt hat und sich ihr weiterer Lebensweg gestaltet hat. Nach einer kurzen Zeit des Einlesens, die viele neue Personen und Namen beinhaltete, wurde ich in die Geschichte hineingesogen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Sehr atmosphärisch wird über die fünfziger Jahre in den Wohnviertel Neapels geschrieben, in dem es immer laut, manchmal auch sehr brutal zuging. Charaktere sind genial beschrieben, sodass man gleich ein Bild vor Augen hat, was ich extrem wichtig bei einem Buch finde. Mir hat der erste Teil dieser Geschichte sehr gut gefallen und hoffe, dass ich nicht all zu lang auf eine Fortsetzung warten muss.

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0 0
Meine geniale Freundin
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 29.09.2016

Aus der Sicht von Elena Greco erfahren wir, wie das Leben im Neapel in den 1950/60 Jahren stattgefunden hat. Sie wurde in ein ärmeres Viertel hineingeboren, erlebte familiäre Zusammenhalte aber auch Gewalt, besonders gegen Frauen und Kinder, jähzornig und betrunkene Männer, Rache unter Familienverbänden und ein besonderes "Aufpassen" der... Aus der Sicht von Elena Greco erfahren wir, wie das Leben im Neapel in den 1950/60 Jahren stattgefunden hat. Sie wurde in ein ärmeres Viertel hineingeboren, erlebte familiäre Zusammenhalte aber auch Gewalt, besonders gegen Frauen und Kinder, jähzornig und betrunkene Männer, Rache unter Familienverbänden und ein besonderes "Aufpassen" der Männer gegenüber ihren Frauen und Töchtern. Die beste Freundin von Elena war Raffaella Cerullo, meist Lila genannt, die die gleichen Erlebnisse hatte wie Elena. Kurz nach der Einschulung war schnell klar, das Lila besonders schnell lernte, sich vieles selbst aneignete und allen Mitschülern weit im Voraus war. Dadurch wurde auch Elenas Lerneifer angestachelt. Durch hartnäckiges Durchsetzungsvermögen ihrer Lehrerin wurde zumindest Elena von ihren Eltern weiterhin zur Schule geschickt, Lila blieb dieses verwehrt, sie musste in der Schusterei und im Haushalt helfen. Trotz, dass sie die Schule nicht besuchte, war sie durch Eigeninitiative Elena im Lernstoff immer voraus, bis zu dem Zeitpunkt als sie erkannte, damit nicht reich zu werden. Das konnte man nur schaffen, indem man sich einen reichen Mann suchte. Elena Ferrante erzählt höchst interessant über das Leben der beiden Mädchen, ihre Hoffnungen und Wünsche, der Kampf um ein besseres Leben, ihr Erwachsenwerden und die Verliebtheiten. Durch den Prolog, indem Lilas Sohn vom Verschwinden der inzwischen älteren Lila berichtet, möchte man am Liebsten gleich den nächsten Teil der Lebensgeschichte weiterlesen. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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0 0
Das #FerranteFever kommt nach Deutschland!
von Inge Weis aus Pirmasens am 21.09.2016

Einfühlsam wird eine komplizierte Mädchenfreundschaft über 60 Jahre hinweg geschildert, die im Neapel der 50er begann. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr... Einfühlsam wird eine komplizierte Mädchenfreundschaft über 60 Jahre hinweg geschildert, die im Neapel der 50er begann. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen. Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden? Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte. Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen. Elena Ferrante hat ein literarisches Meisterwerk von unermesslicher Strahlkraft geschrieben, ein von hinreißenden Figuren bevölkertes Sittengemälde und ein zupackend aufrichtiges Epos – über die rettende und zerstörerische, die weltverändernde Kraft einer Freundschaft, die ein ganzes langes Leben währt. Ihre Romanfiguren scheinen aus der Bewegung des Schmerzes entsprungen. In ihrem neuen, bedrückend-großartigen Roman erzählt sie eine Freundinnengeschichte, um Liebe und Hass, Mitleid und Abscheu zwischen sich gar zu Ähnlichen. Sie generiert den Schmerz zum Thema ihres aktuellen Romans. Elena Ferrante greift in ihrem neuen Roman den in der Psychologie bekannten mehrgenerationalen Konflikt auf und zeigt, wie insbesondere tradierte negative Verhaltensmuster sich zwanghaft wiederholen, eigenes Glücksempfinden verhindern und Beziehungen zerstören. Auch sei die großartige Übersetzung aus dem Italienischen erwähnt, gleichwohl wie das eindrucksvolle Buchcover - dieser verträumte Blick zweier Freundinnen aufs Meer, und auf das dahinterliegende Gebirge - das großartig den Tenor der Geschichte wiedergibt. Ein bewegendes Buch, unbedingt lesenswert.

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Freundin für immer
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 21.09.2016

Das Cover hat bereits den Eindruck hinterlassen, dass es sich um siamesische Zwillinge handeln könnte. Genau so läuft das Leben zwischen den beiden ab. Einerseits die anscheinend starke Persönlichkeit Lila und andererseits Elena, die Lila bewundert und ihr nicht von der Seite weicht. Im Roman wird einem das Leben... Das Cover hat bereits den Eindruck hinterlassen, dass es sich um siamesische Zwillinge handeln könnte. Genau so läuft das Leben zwischen den beiden ab. Einerseits die anscheinend starke Persönlichkeit Lila und andererseits Elena, die Lila bewundert und ihr nicht von der Seite weicht. Im Roman wird einem das Leben in Neapel dargestellt, aber nicht wie es Touristen kennen, sondern das tatsächliche Leben in Armut und Schmutz. Die damaligen Ansichten, dass ein Mädchen nichts zu lernen braucht, findet man auch in den Ansichten von Lilas Eltern. Nur Elena darf die höhere Schule besuchen. Die Wege der beiden so eng miteinander verbundenen Freundinnen trennen sich zwar, sie bleiben aber über sechzig Jahre lang eng miteinander verbunden. Erst durch das Verschwinden von Lila denkt Elena an die Zeit, die sie gemeinsam verbracht haben zurück. Ein sehr eindrucksvoller Roman.

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Eine lebenlange Freundschaft und ein Gesellschaftsporträt Italiens
von büchernarr aus Düsseldorf am 10.09.2016

Obwohl die Ferrante Saga ja schon an großen Ruhm gewonnen hat, muss ich leider gestehen, dass ich sie bisher nicht kannte. Umso gespannter ist man da natürlich auf so ein Buch, das Millionen Leser begeistert hat und die Latte ist hoch gelegt. Das Buch beginnt ganz geheimnissvoll mit dem... Obwohl die Ferrante Saga ja schon an großen Ruhm gewonnen hat, muss ich leider gestehen, dass ich sie bisher nicht kannte. Umso gespannter ist man da natürlich auf so ein Buch, das Millionen Leser begeistert hat und die Latte ist hoch gelegt. Das Buch beginnt ganz geheimnissvoll mit dem Verschwinden, ganz und gar Erlöschen könnte man sagen, der nunmehr 66-jährigen Lila. Sie scheint wie von Erdboden verschluckt, und obwohl ihre beste Freundin Elena anfangs locker mit dieser Tatasache umgeht, da Lila immer anders war, fängt sie im Nachhinein doch sich Gedanken zu machen und lässt gleichzeitig ihre Freundschaft Revue passieren. Kern des ersten Teils der vierbändigen Neapolitanischen Saga ist, meiner Meinung nach, die lebenslange Freundschaft der zwei Frauen aber auch die Verhältnisse, in denen sie aufwachsen. Die Autorin will nichts beschönigen und lässt uns bildreich erfahren wie die südländische, mittellose Familie der 50-er Jahre strukturiert war. Der Vater, beschrieben als absoluter Patriarch und meistens streng und erbamunglos sowie die meisten der Männer, die im Buch vorkommen und die Mutter/Frau, ohne Rechte, abhängig und degradiert. Aus diesem Alltagsleben wollen die beiden Freundinnen flüchten, jede auf ihre eigene Art. Elena wählt die Bildung und Lila, obwohl ebenfalls sehr intelligent, bevorzugt den schnellen Aufstieg durch eine Heirat mit einem wohlhabenden Kandidaten schon im blutjungen Alter von 16 Jahren. Die Freundschaft der beiden wird oft auf die Probe gestellt, teils durch ihrem Umfeld, teils durch Lilas unkonventionellem, oftmals schwierigem Charakter. Trotz der Umstände und obwohl sie verschiedene Lebenswege gehen, erhalten sie ihre Freundschaft aufrecht. Elena Ferrante gelinkt es mit ihrer voluminösen Schreibweise den Leser in die Geschichte zu intergrieren und die 50-er Jahre, mit all ihrer gewaltgeladenen und rohen Strenge lebendig zu gestalten. Jetzt muss man sich nur noch die Wartezeit um die Ohren schlagen, bis Teil zwei veröffentlicht wird, um der Spur ein wenig näher zu kommen, was denn vielleicht der Anlass für das spurlose Veschwinden Lilas sein könnte.

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Meine geniale Freundin
von miss.mesmerized am 03.09.2016

Lila und Elena, beste Freundinnen seit Kindheitstagen in einem weniger wohlsituierten Viertel Neapels. Die eine, Lila, Tochter eines Schusters, ohne große Zukunft vor sich, obwohl sie offenkundig mit hoher Intelligenz gesegnet ist und diese wohldosiert einzusetzen weiß. Die andere, genannt Lenù, ebenfalls recht klug, aber sie muss hart pauken,... Lila und Elena, beste Freundinnen seit Kindheitstagen in einem weniger wohlsituierten Viertel Neapels. Die eine, Lila, Tochter eines Schusters, ohne große Zukunft vor sich, obwohl sie offenkundig mit hoher Intelligenz gesegnet ist und diese wohldosiert einzusetzen weiß. Die andere, genannt Lenù, ebenfalls recht klug, aber sie muss hart pauken, um die entsprechenden Schulleistungen zu erbringen. Für Lenù steht nach der kurzen obligatorischen Grundschule der Weg zur höheren Bildung offen, immer wieder angestachelt durch Lila führt dieser wider Erwarten in ungeahnte Höhen, bis hin zum Gymnasium, wo sie Latein und Griechisch lernt. Für Lila bleibt alles beim Alten: das bekannte Viertel, die Arbeit in der Schusterei, die bekannten Gesichter. Doch aus dem Mädchen wird eine attraktive junge Frau, die schon bald sehr viel Aufmerksamkeit erregt und zwischen alte Fehden gerät. Wenn ein Roman mit einem solchen Marketingaufwand schon lange vor der Veröffentlichung in aller Munde ist, stellt sich unweigerlich Neugierde ein. Für mich hierbei besonders überraschend: dass Romane bejubelt werden, ist keine Seltenheit, aber dass sich das literarische Feuilleton und die eher massenorientierten Kanäle einig sind bzw. überhaupt über dasselbe Buch sprechen, erstaunt da schon eher. Beim Lesen jedoch hat sich dieser scheinbare Widerspruch schnell aufgelöst: ja, das Buch kann sowohl die einen wie auch die anderen bedienen und wer sich gleichermaßen lesend bewegt, kann sich doppelt freuen. Band eins der Tetralogie erzählt die Kindheit und Jugend der beiden Frauen. Nuanciert werden Parallelen und Diskrepanzen zwischen den beiden Mädchen vorgestellt, immer wieder führt sie das unsichtbare Band jedoch wieder zusammen. Ohne Frage ist die Erzählerin Lenù sympathisch und lädt schnell ein, sie liebzugewinnen; faszinierender jedoch ist ihr Pendant, das in der Charakterzeichnung vielschichtiger und undurchschaubarer ist. Es braucht keine großen Beschreibungen, die Episoden ihres Lebens, das scheinbar widersprüchliche Handeln charakterisieren diese junge Frau in ausreichendem Maße und lassen Raum für psychologische Spekulationen – insbesondere darüber, was in den kommenden drei Bänden erzählt werden wird. Auch wenn die Erzählerin zurückblickt, wählt sie doch in dieser Passage den Blickwinkel des unwissenden Mädchens, was den Einblick in die neapolitanische Gesellschaft der 50er Jahre insbesondere spannend gestaltet, vieles bleibt vage und nicht begreifbar für die jungen Figuren – die Aussagen lassen jedoch wenig Raum für Interpretation. Die Rolle der Familienclans und mafiöse Strukturen werden mehr als deutlich kritisiert. Blickt man weniger tief in den Roman, besticht die Sprachegewaltigkeit der Autorin. Ein Plauderton, fast wie von einer Freundin, der immer die richtige Note trifft, lässt den Text regelrecht dahingleiten, so dass die gut 400 Seiten im Nu vorbeifliegen. Wunderschön leicht erzählt sie von der Freundschaft und auch innigen Zuneigung zwei Mädchen – einem Thema, das insbesondere Leserinnen leicht ansprechen dürfte. Ja, es gibt literarisch anspruchsvollere Bücher, aber wenige sind dabei so unterhaltsam und leicht. All dem Lob für Elena Ferrante – wer auch immer sie sein mag – kann ich mich sehr leicht anschließen.

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Ein literarisches Glanzstück
von MrsAmy am 31.08.2016

Eines Tages klingelt Elenas Telefon. Es ist Rino, der Sohn ihrer besten Freundin Lila. Seine Mutter sei verschwunden und er wisse nicht, wo er nach ihr suchen soll. Schnell stellen die betagte Elena und Rino fest, dass Lila nicht einfach verschwunden ist, sondern wortwörtlich ihre Existenz ausgelöscht hat. Kein... Eines Tages klingelt Elenas Telefon. Es ist Rino, der Sohn ihrer besten Freundin Lila. Seine Mutter sei verschwunden und er wisse nicht, wo er nach ihr suchen soll. Schnell stellen die betagte Elena und Rino fest, dass Lila nicht einfach verschwunden ist, sondern wortwörtlich ihre Existenz ausgelöscht hat. Kein Foto, kein Kleidungsstück, nicht einmal ein Staubkorn hat sie von sich zurückgelassen. Elena beschließt, Lila die Stirn zu bieten und beginnt, ihre gemeinsame Lebensgeschichte aufzuschreiben – wider dem Vergessen. „Meine geniale Freundin“ ist dabei der erste Band der vierteiligen Neapolitanischen Saga und thematisiert die Kindheit und Jugend der beiden Freundinnen. Der Leser lernt die junge Elena kennen, die in einem volkstümlichen Viertel – Rione – von Neapel aufwächst. Flüche, derbe Worte und außerhäusliche und –häusliche Gewalt prägen den Alltag, der trotz dessen nicht düster erscheint. Es ist eben eine andere Zeit, eine andere Mentalität, in die der Leser hier eintaucht. Elena ist schnell fasziniert von der frechen Lila, die sich weder beim Spielen noch im Unterricht unterordnet. Sie ist dreckig, unangepasst – und genial. Mit zunehmendem Handlungsverlauf wird immer deutlicher, warum der Roman den Titel „Meine geniale Freundin“ trägt. Lila hat sich bereits in frühester Kindheit selbst das Lesen und Schreiben beigebracht, löst schwierigste Mathematikaufgaben und lernt später scheinbar mühelos Latein und Griechisch. Dabei ist sie jedoch auch eine Getriebene ihrer eigenen Genialität, was sie interessiert, muss gelernt werden – und zwar bis zur Perfektion. Elena schaut bewundernd zu ihrer Freundin auf, auch sie ist intelligent, doch an Lila reicht sie nicht heran. Allein das Leben meint es besser mit ihr. Während sie auf das Gymnasium gehen darf, muss Lila bald schon in der Schusterei ihres Vaters mitarbeiten. Nicht selten wird dem Leser bewusst, dass Elena auch unter ihrer Freundschaft zu Lila leidet. Denn Elena braucht Lila. Sie ist wie eine Sonne, um die Elena beharrlich kreist, auch wenn Lila sie mitunter mit Missachtung straft oder mit Worten verletzt. Lila dagegen scheint nichts und niemanden zu brauchen, ihr Charakter ist schwer durchschaubar, gerade weil er so einfach scheint. Elena Ferrante – der großen Unbekannten der Gegenwartsliteratur – ist mit „Meine geniale Freundin“ ein außerordentliches literarisches Glanzstück gelungen. Äußerst geschickt zieht sie den Leser immer tiefer in die Lebenswelt von Elena und Lila. Schon bald streift man mit beiden durch die Gassen und Straßen des Rione, erlebt die Ängste kleiner Mädchen und ist das erste Mal mit ihnen verliebt. Die Handlung ist nicht wirklich mit Spannung durchdrungen. Vielmehr gleicht sich einem Fluss, der sich stetig seinen Weg bahnt. Man darf bereits heute neugierig sein, auf die weiteren Bände der Saga und damit auf den weiteren Lebensweg zweier Frauen, die eine außergewöhnliche Freundschaft verbindet.

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Genial!
von einer Kundin/einem Kunden am 31.08.2016

Ein toller erster Teil lässt hoffen auf eine tolle Saga!!! Lila und Elena könnten unterschiedlicher kaum sein, doch sie sind unzertrennlich! Man merkt, dass die beiden viel verbindet und sie trotz allen Widersprüchen zusammenhalten! Schon von Kindheit an sind sie beste Freundinnen, doch eines Tages sind die beiden getrennt! Lila ist verschwunden und... Ein toller erster Teil lässt hoffen auf eine tolle Saga!!! Lila und Elena könnten unterschiedlicher kaum sein, doch sie sind unzertrennlich! Man merkt, dass die beiden viel verbindet und sie trotz allen Widersprüchen zusammenhalten! Schon von Kindheit an sind sie beste Freundinnen, doch eines Tages sind die beiden getrennt! Lila ist verschwunden und Elena blickt zurück auf ihre "Freundschaft" um herauszufinden, wo Lila abgeblieben sein könnte! Ein grandioser Schauplatz für eine solche Geschichte, tolle Charaktere ... Eine schwierige Zeit für die 2 Mädchen... sie hatte zusammen viele Pläne, damit es bei ihnen anders läuft. Zu ihren Vorsätzen zählte auch: "Sie wollte sich in Luft auflösen, nichts sollte mehr von ihr zu finden sein!" Diesen Satz hat Lila nun wahrgemacht! "Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?" Ein wundervoll geschriebener Roman über Freundschaft und Rivalität ... Ich freu mich auf die Fortsetzung!

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Meine geniale Freundin
von Manuela Hahn am 30.08.2016

Inhalt: Der Roman beginnt mit einem Anruf den die 60jährige Elena bekommt, seine Mutter Lila sei verschwunden, berichtet Rino, was er denn nun tun soll, sie muss ihm helfen, allein komme er nicht klar, doch statt dem lebensuntüchtigen Mann unter die Arme zu greifen, schreibt Elena ihre gemeinsame Geschichte... Inhalt: Der Roman beginnt mit einem Anruf den die 60jährige Elena bekommt, seine Mutter Lila sei verschwunden, berichtet Rino, was er denn nun tun soll, sie muss ihm helfen, allein komme er nicht klar, doch statt dem lebensuntüchtigen Mann unter die Arme zu greifen, schreibt Elena ihre gemeinsame Geschichte auf, die Geschichte Lilas und Elenas, die im Armenviertel Neapels begann und niemals endete. Meine Meinung: Ein literarisches Meisterwerk, das zumindest verspricht der Klappentext, ein Buch von durchdringender Strahlkraft. Ob dem so ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich kann beurteilen ob mir ein Buch gefällt, ob es mich mitreißt, ob mir etwas an den Personen liegt deren Geschichte mir erzählt wird und das hat Elena Ferrante geschafft. Sie hat mich entführt in die 50iger Jahre in Neapel, der wunderschönen italienischen Stadt, doch nicht in die Viertel der Wohlhabenden sondern ins Rione, einem Stadtteil in dem Armut und die Camaorra herrschen, in dem Gewalt gegen alles und jeden an der Tagesordnung sind, in dem jedes falsche Wort in eine Schlägerei ausarten kann. Hier wachsen Elena und Lila auf und werden, trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere, zu Freundinnen. Das Buch ist in der Ich Form geschrieben, Elena erzählt und da sie die Einzige ist, die vom Leben der Freundinnen berichtet, müssen wir ihr glauben, wir müssen ihr glauben das Lila das Mädchen ist das sich wehrt, wenn ihr Unrecht widerfährt, das Mädchen dem in der Schule alles zufliegt, die mühelos Latein und Griechisch lernt um dann ihre Freundin Elena anzustacheln noch besser zu werden, die Schuhe entwirft die sie gemeinsam mit ihrem Bruder in der väterlichen Werkstatt herzustellen um einmal reich zu werden und das Rione verlassen zu können und wir müssen ihr glauben das sie Elena, die eigentlich angepasste und schüchterne der beiden Freundinnen dazu bringt irgendwann mehr vom Leben zu erwarten als Heirat und Kinder, auch wenn ihr das vielleicht nicht immer bewusst ist. Meine geniale Freundin ist der Auftakt einer vierbändigen Reihe, der mit einer großartigen Hochzeit endet, einer Hochzeit die zeigt das nicht jeder und sei er noch so brillant, dem Rione entfliehen kann. Elena Ferrante hat einen mitreißenden Schreibstil, ihre Worte lassen Bilder entstehen, Bilder von Armut und schlichter Schönheit. Ich bin mehr als gespannt wie es weitergeht.

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Beste Freundinnen
von einer Kundin/einem Kunden aus Krefeld am 24.08.2016

Lila und Elena lernen sich in der Grundschule kennen. Obwohl sie unterschiedlicher kaum sein können werden sie die besten Freundinnen. Die Freundschaft bleibt über sechs Jahrzehnte bestehen bis Lila plötzlich spurlos verschwindet. Als Lilas Bruder sich bei Elena meldet um ihr von dem Verschwinden ihrer besten Freundin zu berichten,... Lila und Elena lernen sich in der Grundschule kennen. Obwohl sie unterschiedlicher kaum sein können werden sie die besten Freundinnen. Die Freundschaft bleibt über sechs Jahrzehnte bestehen bis Lila plötzlich spurlos verschwindet. Als Lilas Bruder sich bei Elena meldet um ihr von dem Verschwinden ihrer besten Freundin zu berichten, taucht Elena in die Vergangenheit ein und lässt die Freundschaft Revue passieren. Die Freundinnen wachsen im Neapel der fünfziger Jahre auf. Lila ist die Tochter des Schusters. Sie ist unangepasst und draufgängerisch, erbringt aber in der Schule erstaunlich gute Leistungen ohne sich dafür anstrengen zu müssen. Elena, die Tochter eines Pförtners ist das genaue Gegenteil. Sie ist ruhig und immer höflich, für ihre guten Leistungen in der Schule muss sie sich sehr anstrengen. Lilas Vater zwingt seine Tochter in der Schusterei mitzuarbeiten und sie wird Neapel nie verlassen. Elena geht fort, studiert und wird Schriftstellerin. Obwohl sich ihre Wege trennen, bleiben sich die Freundinnen nahe und nehmen Anteil am Schicksal der anderen... Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Sprache ist sehr bildlich und die Autorin versteht es perfekt, die Atmosphäre im Neapel der fünfziger Jahre darzustellen. Die Protagonisten sind mir schnell an Herz gewachsen und ich fand es spannend zu verfolgen, was die beiden Freundinnen in ihrer Kindheit in ihrem Viertel erleben. Auch das Leben in den Familien mit seinen ganzen Problemen wird sehr gut dargestellt. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergehen wird...

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Der Beginn einer langen Freundschaft
von Xirxe aus Hannover am 23.08.2016

Elena, Mitte 60, erhält einen überraschenden Anruf vom Sohn ihrer besten Freundin Lila: Diese ist verschwunden. Und mit ihr alles, was in irgendeiner Form ein Beweis für ihre Existenz sein könnte. Elena ist davon weit weniger überrascht als Lilas Sohn und nimmt dieses Ereignis zum Anlass, die Geschichte ihrer... Elena, Mitte 60, erhält einen überraschenden Anruf vom Sohn ihrer besten Freundin Lila: Diese ist verschwunden. Und mit ihr alles, was in irgendeiner Form ein Beweis für ihre Existenz sein könnte. Elena ist davon weit weniger überrascht als Lilas Sohn und nimmt dieses Ereignis zum Anlass, die Geschichte ihrer Freundschaft schriftlich festzuhalten. Sie beginnt Mitte der 50er Jahre im Rione, einem armen Viertel von Neapel. Vermögend ist dort niemand (und wenn, dann bestimmt nicht auf legalem Weg), Gewalt bestimmt den Alltag. Man verdient nicht viel, trinkt dafür umso mehr und Streitigkeiten werden mit den Fäusten ausgetragen und vererben sich von den Eltern auf die Kinder. Hier begegnen sich die freche Lila und die schüchterne Elena und sind bald unzertrennlich. Sie wetteifern darum, wer die Beste in der Schule ist, was Lila überaus leicht fällt. Doch während Elenas fleißiges Lernen mit dem Besuch einer weiterführenden Schule belohnt wird, muss Lila in der Schusterei ihres Vaters mithelfen. Es ist eine grausame und archaische Zeit, in der die beiden Mädchen aufwachsen. Doch Lila verfügt über eine derart große Intelligenz, Wissbegier und ein immenses Selbstbewusstsein, dass sich selbst die Jungen vor ihr fürchten und manche Erwachsene eingeschüchtert sind. Elena, ebenfalls intelligent, findet in Lila ein Vorbild, dass ihr die Kraft gibt, sich anzustrengen um in der Schule voranzukommen - ein Weg, der Lila verwehrt bleibt. Während Elena eine Klasse nach der anderen besucht und sogar auf das Gymnasium kommt, wird es für Lila immer schwieriger je älter sie wird, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Das Buch ist weit mehr als 'nur' die Geschichte einer Kinder- und Jugendfreundschaft. Die unter einem Pseudonym schreibende Autorin lässt ein Neapel auferstehen, das ich beim Lesen stets deutlich vor Augen hatte: die Armut, den Dreck, die heruntergekommenen Häuser und mittendrin die Menschen, die sich so gut wie möglich durchschlagen. Es ist ein Sittengemälde des Neapels der Fünfziger Jahre, das so eindrucksvoll und überzeugend geschrieben ist, dass ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die folgenden Bände lesen werde, die in Italien bereits vor mehreren Jahren erschienen sind. Vielleicht ist es nicht ganz einfach zu lesen (jede Menge 'Personal' mit italienischen Namen - aber es gibt ein Personenverzeichnis) und nicht immer eine chronologische Erzählweise, aber die Mühe lohnt sich. Mir sind alle Figuren sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich schon auf den Folgeband!

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Auftakt zur Neapolitanischen Saga
von einer Kundin/einem Kunden am 06.11.2016

Porträt einer Frauenfreundschaft - Lila und Elena Angenehm und ruhig erzählt aus der Ich-Perspektive nimmt Elena den Leser / die Leserin mit und berichtet über die Freundschaft zu Lila, ihre Eigenheiten, gemeinsame Kindheits- und Jugenderlebnisse. Band 2 der Saga erscheint im Jänner 2017!!

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Zwei Freundinnen im Neapel der fünfziger Jahre
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 23.09.2016

Elena und Lila sind Freundinnen seit ihrer Kindheit im Neapel der fünfziger Jahre. Ihre Freundschaft wird sechzig weitere Jahre halten, bis Lila plötzlich spurlos verschwindet. Elena erinnert sich, dass Lila immer wieder davon geträumt hat, so zu verschwinden, und lässt die gemeinsame Zeit von Anfang an wieder auferstehen, um... Elena und Lila sind Freundinnen seit ihrer Kindheit im Neapel der fünfziger Jahre. Ihre Freundschaft wird sechzig weitere Jahre halten, bis Lila plötzlich spurlos verschwindet. Elena erinnert sich, dass Lila immer wieder davon geträumt hat, so zu verschwinden, und lässt die gemeinsame Zeit von Anfang an wieder auferstehen, um das Rätsel über Lila zu lösen. Es ist eine besondere Freundschaft, die die beiden verbindet. Während Lila unangepasst und draufgängerisch, aber gleichzeitig auch sehr gut im Lernen ist, bleibt Elena eher die schüchterne, angepasste. Zwischen beiden Mädchen herrscht nicht nur ein freundliches Miteinander, sondern auch ein gnadenloser Konkurrenzkampf, der beide beim Lernen anspornt. Doch es ist Elena, die die weitergehende Schule besuchen darf, während Lilas Vater seine blitzgescheite Tochter zwingt, in der Schusterei mitzuarbeiten. Sehr realistisch erzählt die Autorin dieses ambivalente Miteinander der beiden Mädchen, wobei sie auch sehr plastisch die fünfziger Jahre in einem volkstümlichen Viertels Neapels wieder auferstehen lässt, so dass der Leser sich am Ort des Geschehens wähnt. Manchmal gerät die Lektüre des Buches etwas anstrengend, da sehr ausschweifend erzählt wird. Auch war der Einstieg in das Buch etwas schwierig wegen der großen Anzahl an handelnden Personen. Sehr hilfreich war deshalb zum einen die Aufstellung der Personen zu Beginn des Buches wie auch eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Personen in einem beigefügten Lesezeichen. Nicht ganz nachvollziehbar ist mir allerdings der Hype um das Buch, was wohl auch mit der gewählten Anonymität der Autorin zusammenhängt. Beeindruckend ist die Seite zum Ferrante-Fever bei Facebook, genauso wie die Liste der Prominenten, die das Buch hochjubeln. Das ist nun aber etwas, das mich leider eher abgeschreckt hat… Das Buch kann ich also bedingt weiter empfehlen. Wer von dem Hype um das Buch abgeschreckt wird, sollte die Finger davon lassen. Ich selbst werde wohl auch die weiteren Bände lesen, weil mich das Schicksal dieser beiden Mädchen gefangen genommen hat.

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Band 1 der Saga
von Alex am 18.09.2016

Lila und Elena sind schon als Mädchen beste Freundinnen und das hält sich bis sie erwachsen sind. Sie sind über 6 Jahrzehnte hinweg beste Freundinnen. Dann verschwindet Lila spurlos und Elena blickt in Erzählungen auf das Leben der beiden zurück und hofft so auf das Rätsel zu kommen, weshalb... Lila und Elena sind schon als Mädchen beste Freundinnen und das hält sich bis sie erwachsen sind. Sie sind über 6 Jahrzehnte hinweg beste Freundinnen. Dann verschwindet Lila spurlos und Elena blickt in Erzählungen auf das Leben der beiden zurück und hofft so auf das Rätsel zu kommen, weshalb Lila verschwunden ist. Das Cover ist recht schlicht gestaltet und doch ansprechend und hat mich neugierig gemacht auf das Buch. Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen und auch, wenn es an manchen Stellen etwas langatmig war, hat mich das Buch gut unterhalten. Die Handlungsorte sind, wie auch die handelnden Personen gut beschrieben, so dass ich von allem ein gutes Bild vor Augen hatte. Man merkt dem Buch zum Ende hin auf jeden Fall an, dass es nicht das Ende ist, sondern noch weitere Teile folgen müssen, um eine vollständige Geschichte zu haben. Ich bin auf den nächsten Teil der Saga gespannt, und werde auf jeden Fall weiterlesen um die ganze Geschichte von Lila und Elena zu kennen.

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Ferrante Fieber
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 14.09.2016

Dieses Buch und sein Reiz erschließt sich nicht auf den ersten, oberflächlichen Blick. Zu Beginn war ich noch zwiegespalten, aber ich musste feststellen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte: das Ferrante-Fieber hat mich wohl gepackt. Von Beginn an zeigt Ferrante uns schonungslos die brutale Welt, in... Dieses Buch und sein Reiz erschließt sich nicht auf den ersten, oberflächlichen Blick. Zu Beginn war ich noch zwiegespalten, aber ich musste feststellen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte: das Ferrante-Fieber hat mich wohl gepackt. Von Beginn an zeigt Ferrante uns schonungslos die brutale Welt, in der die beiden Mädchen aufwachsen. Gewalt ist an der Tagesordnung; wer nicht kämpfen kann, ist hier bald verloren und alle nehmen das als gegeben hin. So ist auch die Freundschaft der beiden Mädchen auf den ersten Blick befremdlich, da es scheint, als würde Lila ihrem großen Fan Lena nur schaden wollen. Doch dann zeigt die ehrgeizige Lila einen Funken Menschlickeit, der in dieser dunklen Welt für Elena alles bedeutet. Neben der Charakterentwicklung, die mich immer wieder erstaunt hat und die ich laufend fasziniert beobachtet habe, konnte ich mit der Erzählerin durch die Straßen des Rione der 50er Jahre laufen und etwas in diese Zeit eintauchen. Erzählt wird nicht nur die Geschichte von zwei Mädchen, sondern auch eine von Freundschaft, von Emanzipation und von Neapel selbst. Die Story zeichnet sich durch viele kleinere Spannungsbögen aus und die Faszination, die die Lebensgeschichte der beiden Mädchen auf mich hatte. Sprachlich ist das Buch flüssig und gekonnt geschrieben. Nur wenige Stellen waren für mich ein klein wenig holprig bzw. kompliziert geschrieben. Insgesamt war der Stil gut, sodass es eine Freunde ist, das Buch zu lesen. Das Ende ist nur der Abschluss von Lilas Jugend und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, was die beiden weiter erleben werden, um an den Punkt zu kommen, der die Einleitung und den Rahmen von "Meine geniale Freundin" bildet.

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Das Leben zweier Freundinnen
von einer Kundin/einem Kunden aus Nordhorn am 06.09.2016

Elena Ferrante - Meine geniale Freundin Lila Cerullo, die Tochter des Schusters, lebt gemeinsam mit ihrer Freundin Elena Greco, der Tochter des Pförtners, in Neapel. Die beiden sind sehr unterschiedlich und im Grunde genommen liegen sie permanent im Wettstreit. Das Leben in dem neapolitanischen Viertel in dem die Freundinnen Leben ist... Elena Ferrante - Meine geniale Freundin Lila Cerullo, die Tochter des Schusters, lebt gemeinsam mit ihrer Freundin Elena Greco, der Tochter des Pförtners, in Neapel. Die beiden sind sehr unterschiedlich und im Grunde genommen liegen sie permanent im Wettstreit. Das Leben in dem neapolitanischen Viertel in dem die Freundinnen Leben ist sehr derb. Geld ist Mangelware, alle Familien leben am Existenzminimum. Eine Zeit in der Bildung bei Mädchen zumeist auf eine Grundschulausbildung beschränkt blieb. Lila ist sehr schlau, sie eignet sich vieles auf anderen Wegen an, hat hohe Ziele, und ist sehr durchsetzungsfähig. Elena ist die hübschere der beiden und fühlt sich magisch zu Lila hingezogen, sieht zu ihr auf. Lila genießt nur eine kurze Schulzeit, obwohl die Lehrerin empfiehlt sie weiter zu beschulen, wegen ihrer hervorragenden Leistungen. Elena hat da mehr Glück, ihr fällt die Schule schwerer, aber ihre Eltern geben nach kurzem sträuben nach. Die Mädchen kommen in die Pubertät und entwickeln sich weiter, jede auf ihre Art , aber ihre Freundschaft bleibt. Auch als Erwachsene bleibt das Auf und Ab erhalten. Die beiden erleben noch so manches Ereignis mehr oder weniger gemeinsam. Die Autorin beschreibt das Leben dieser zwei Frauen sehr nuancenreich. Sie macht immer wieder deutlich, wie unterschiedlich die beiden sind, sich aber irgendwie trotzdem ergänzen wie es besser nicht sein könnte. Man bekommt nebenher einen Einblick in die damaligen Lebensumstände in Neapel. Es ist ein einfühlsam erzähltes Sittengemälde aus Neapel. Werde den Nachfolger bestimmt lesen, da mir die Geschichte und der Schreibstil der Autorin sehr gefallen haben.

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Der Lebensweg einer Freundschaft
von Jenny Vogler am 05.09.2016

„Sie wollte sich in Luft auflösen, wollte dass sich jede ihrer Zellen verflüchtigte, nichts von ihr sollte mehr zu finden sein.“ Inhalt: Rückblickend erzählt die Pförtnerstochter Elena Greco die Geschichte einer Mädchenfreundschaft, die sich mittlerweile über ein ganzes Leben erstreckt. Sie... „Sie wollte sich in Luft auflösen, wollte dass sich jede ihrer Zellen verflüchtigte, nichts von ihr sollte mehr zu finden sein.“ Inhalt: Rückblickend erzählt die Pförtnerstochter Elena Greco die Geschichte einer Mädchenfreundschaft, die sich mittlerweile über ein ganzes Leben erstreckt. Sie lässt den Leser in eine äußerst ambivalente Mädchenbekanntschaft blicken, die bereits in weiter Ferne begann und beschwört ein umfassendes Bild einer äußerst schwierigen Zeit im Neapel der 50iger Jahre herauf. Damals war Elena 11 Jahre alt, genauso alt wie Lila, die Tochter des Schusters. Ihre Verbindung lebt von den Ereignissen und Menschen, die sich in ihrer unmittelbaren Nähe befinden. Doch schon bald teilen sie nicht mehr alle Empfindungen miteinander, denn nach der Grundschulzeit ist Lila trotz ihrer Intelligenz dazu verbannt, in der elterlichen Firma mitzuarbeiten, während Elena durch Zuspruch ihrer Lehrer die Möglichkeit erhält, zunächst auf die Oberschule und dann aufs Gymnasium zu wechseln. Erste Bildungsunterschiede lassen feine Risse in der Mädchenfreundschaft entstehen und dennoch hält Elena fast verzweifelt an ihrer „besten“ Freundin fest, vielleicht weil diese so anders, so innovativ und mutig ist und all jene Eigenschaften besitzt, die Elena selbst gerne hätte. Meinung: Die Pressestimmen zu diesem Auftakt der neapolitanischen Saga aus der Feder von Elena Ferrante sind sehr positiv und voller Lob. Umso gespannter war ich auf diesen ersten Roman, dem im kommenden Jahr noch drei weitere Bände folgen werden. Der Einstieg ins Buch zieht sich etwas hin, als Leser kann man noch nicht abschätzen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird und erst nach der Hälfte des Buches konnte mich das Geschehen wirklich in seinen Bann ziehen. Die Autorin schildert einerseits eine Freundschaft, die mich in vielerlei Hinsicht enttäuscht hat, eine Beziehung die viel mehr auf Neid, ungeteilter Bewunderung und dem Wunsch, die bessere zu sein beruht, als auf wahrer Zuneigung. Gerade dieses Ungleichgewicht zwischen den Frauen, die selbst in ihrer Herangehensweise ganz anders agieren, bleibt im ganzen Buch erhalten. Sie leben die Gegensätze, finden andere Verhaltensweisen erstrebenswert, möchten verschiedene Dinge im Leben erreichen, so dass ich mich fortwährend gefragt habe, ob es zu dieser perfekten Freundschaft gehört, sich über-bzw. unterlegen zu fühlen und welchen Schaden oder Nutzen dieses Verhalten bringen soll. Umso gelungener finde ich die Auseinandersetzung der Autorin mit den gesellschaftlichen Hintergründen, mit der Schilderung eines gewaltgeprägten Wohnviertels, mit verfeindeten Familienclans, mit Straßenschlägereien und Morden. Einer Welt, die ebenso beängstigend wie faszinierend wirkt und die vielleicht erklärt, warum es so wichtig war, sich mit Menschen zu umgeben, die das eigene Selbst ergänzen und dem Leben eine gewisse Beständigkeit geben. Auch die frühe Jugend der beiden Mädchen, schuf ein umfassendes Gesellschaftsporträt. Denn während Lila ganz bewusst heiratet, erscheint es der gebildeten Elena absolut fremd mit 16 Jahren den Bund der Ehe einzugehen. Fazit: Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen Roman, der eine Mädchenfreundschaft nicht nur an Gefühlen, sondern auch an gesellschaftlichen Normen festmacht. Die Geschichte hat Tiefgang und lebt von einer schönen Sprache, sie erzählt unaufgeregt vom Leben und schildert ganz nebenbei das Erwachsenwerden zweier Menschen. Der Gesamteindruck der entsteht, braucht etwas Zeit um sich zu entfalten, lässt mich aber als Leser doch zufrieden zurück, vor allem, weil es eine Fortsetzung gibt, die zeigen wird, wie sich das Leben der beiden Hauptprotagonistinnen entwickelt.

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Sitten- und Zeitgemälde Neapels nach dem Zweiten Weltkrieg UND Bild einer lebenslangen Freundschaft
von StefanieFreigericht am 04.09.2016

Für die beiden gleichaltrigen Mädchen Elena, die Ich-Erzählerin, und ihre beste Freundin "Lila" ist Armut ein ständiger Begleiter, während wir sie als Kinder und Heranwachsende begleiten. Es ist das Leben der „kleinen Leute“ in einem Viertel, einem sogenannten Rione, in Neapel. Die Sprache ist derb, Dialekt, auch der Umgang... Für die beiden gleichaltrigen Mädchen Elena, die Ich-Erzählerin, und ihre beste Freundin "Lila" ist Armut ein ständiger Begleiter, während wir sie als Kinder und Heranwachsende begleiten. Es ist das Leben der „kleinen Leute“ in einem Viertel, einem sogenannten Rione, in Neapel. Die Sprache ist derb, Dialekt, auch der Umgang miteinander ist derb, Gewalt ist allgegenwärtig: Ehemänner schlagen ihre Frauen, beide die gemeinsamen Kinder, diese prügeln sich untereinander. Männer prügeln für ihr Ehrgefühl, einander, ihre Schwestern, deren Verehrer; der Ruf eines Mädchens wird zerstört mit Gerüchten in einem wenig aufgeklärten, meist verklemmt wirkenden Umfeld der gegenseitigen Missgunst. „Der Pöbel, das waren wir. Der Pöbel, das war das Gezanke ums Essen und um den Wein, war das Gestreite darum, war zuerst und besser bedient wurde, war dieser dreckige Fußboden, auf dem die Kellner hin und her liefen, und die immer vulgärer werdenden Trinksprüche.“ S. 421 Das soll auf keinen Fall jemanden abschrecken; im Buch wirkt das alles, so seltsam sich das jetzt lesen mag, natürlich, folgerichtig: so ist halt das Leben in diesem Viertel, in dieser Zeit. Der Autorin Elena Ferrante gelingt es, ein Sittengemälde der einfacheren Leute in Neapel darzustellen anhand des Aufwachsens dieser beiden Mädchen nach dem Zweiten Weltkrieg (1980 sind sie 36 Jahre alt, also geboren 1944). Schuldbildung spielt keine wichtige Rolle für die Eltern in diesem Umfeld, besonders ein Mädchen findet mehr Anerkennung für eine „gute Partie“. Lila und Elena sind gut in der Schule, besonders Elena fühlt sich durch Lila herausgefordert, die immer einen Hauch mutiger ist als sie, kompromissloser, als Charakter ungewöhnlich fokussiert. Doch Lilas Vater erlaubt nicht den Übergang seiner Tochter in die Mittelschule – Elena hat mehr Glück, fühlt sich dabei aber immer im Nachteil gegenüber der Freundin, sieht das, was ihr widerfährt, immer nur im – meist negativ für sie selbst ausfallenden – Vergleich mit der anderen, die zunächst im Selbststudium weiter gegen die gesellschaftlichen Regeln aufbegehrt. Die Geschichte wird erzählt als Rückblick aus der Alterssicht Elenas: „Es war eine alte Angst, eine Angst, die mich nie verlassen hatte, die Angst, mein Leben könnte an Intensität und Gewicht verlieren, wenn ich Teile ihres [Lilas] Leben verpasste.“ S. 265 Entsprechend fesselte mich die Lektüre nicht nur durch die atmosphärisch dichte Darstellung von Milieu und Zeit, sondern auch durch das enge Aufeinander-Bezogen-Sein der beiden Kinder und Jugendlichen, das man ausschließlich aus der Sicht von Elena dargestellt bekommt. Ich konnte einiges von Elenas Verhalten nicht nachvollziehen, wohingegen mir gleichzeitig ihre gesamte Person komplett nachvollziehbar erschien, wie widersprüchlich auch immer das jetzt erscheinen mag – eine meisterhafte Darstellung von Charakteren mit allen Ecken und Kanten, eine nicht immer sympathische, aber glaubwürdige Ich-Erzählerin ist mutig! Ein Problem hatte ich mit der schieren Personenfülle, wogegen zwar mit einem Verzeichnis zu Beginn des Buches und auf dem mitgelieferten Lesezeichen versucht wurde, entgegenzusteuern, was bei mir aber doch den Lesefluss etwas hemmte. Hingegen war der gelegentliche Wechsel der Autorin von gut lesbaren flüssigen Sätzen zu einigen echten verschlungenen Bandwurmsätzen nicht abträglich, sondern passte eher zum jeweiligen Gemütszustand Elenas. Ein Buch, das wiederzugeben oder auch nur weiter zu charakterisieren über „Sitten- und Zeitgemälde“ und „Buch über eine lebenslange Freundschaft“ hinaus schwer fällt, sich entzieht. Am Ende dieses auf vier Bände angelegten ersten ins deutsche übersetzten Teils eines Romanzyklus stehen die beiden Protagonistinnen am Übergang zum Leben als Erwachsene – mit einigen schmerzhaften Erkenntnissen. Ich ermutige, selbst herauszufinden, wer hier die „geniale Freundin“ ist, auch das Zitat am Anfang sollte nochmals nach der Lektüre in Erinnerung gerufen werden. Ich fühlte mich unterhalten, über ein Milieu informiert, zum Nachdenken angeregt – und hätte doch ein dickeres Buch und dafür weniger Teile bevorzugt. Ein passendes Folge- oder Alternativbuch für Deutschland ist von Ulla Hahn „Das verborgene Wort“.

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Das Leben ist gut

Das Leben ist gut

von Alex Capus

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