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Meines Vaters Land

Geschichte einer deutschen Familie. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis 2006

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Am 26. August 1944 wird der Abwehroffizier Hans Georg Klamroth wegen Hochverrats hingerichtet. Jahrzehnte später sieht seine jüngste Tochter in einer Fernsehdokumentation über den 20. Juli Bilder ihres Vaters - aufgenommen während des Prozesses im Volksgerichtshof. Ein Anblick, der Wibke Bruhns nicht mehr loslässt. Wer war dieser Mann, den sie kaum kannte, der fremde Vater, der ihr plötzlich so nah ist? Die lange Suche nach seiner, ja auch ihrer eigenen Geschichte führt sie zurück in die Vergangenheit: Die Klamroths sind eine angesehene großbürgerliche Kaufmannsfamilie und muten wie ein Halberstädter Pendant zu den Buddenbrooks an. Unzählige Fotos, Briefe und Tagebücher sind der Fundus für ein einzigartiges Familienepos ...
Portrait
Wibke Bruhns, Jahrgang 1938, aufgewachsen in Internaten. Abbruch eines Volontariat bei der Bild-Zeitung aus politischen Gründen. Sie schrieb für die Zeit und wechselte zum Fernsehen, wo sie 1971 als erste Frau vor die Kameras von "Heute" trat. Nach 1973 Produktion von Beiträge für Panorama. Für den Stern Korrespondentin in Israel und Washington. Auszeichnung mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, 2006 mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis. Heute ist Wibke Bruhns freie Autorin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 11.08.2005
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-36748-4
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 185/120/27 mm
Gewicht 295
Abbildungen Erw. mit Fotos,18 Fotosotaf. 18 cm
Auflage 13. Auflage
Verkaufsrang 14.720
Buch (Taschenbuch)
9,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Aus der Kaufmannsfamilie in den Widerstand
von Segler und Bücherfan am 03.10.2007

Wibke Bruhns schreibt eine ergreifende, autobiographische Geschichte aus der Kaufmannsfamilie Klamroth. Sie berichtet über ihren Vater und dessen Rolle beim Attentat auf Hittler am 20. Juli 1944. Dank der vielen Aufzeichnungen aus ihrer Familie Klamroth, schöpft sie aus einem riesigen Fundus, um ihren Vater darzustellen. Wibke Bruhns hat ihn... Wibke Bruhns schreibt eine ergreifende, autobiographische Geschichte aus der Kaufmannsfamilie Klamroth. Sie berichtet über ihren Vater und dessen Rolle beim Attentat auf Hittler am 20. Juli 1944. Dank der vielen Aufzeichnungen aus ihrer Familie Klamroth, schöpft sie aus einem riesigen Fundus, um ihren Vater darzustellen. Wibke Bruhns hat ihn kaum gekannt, kommt ihm - den Fremden - durch das Schreiben sehr nah. HG, wie sie ihn nennt, stammt aus einer grossbürgerlichen Kaufmannsfamilie, die Anfangs mit dem System gut lebt. HG bekommt jedoch Zweifel, ob der Krieg zu gewinnen ist und schließt sich dem Widerstand an, ohne direkt am Attentat beteiligt zu sein. Ein starkes Buch, um in die damalige Zeitgeschichte hineinzuschauen.

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Auf der Suche nach dem Vater …
von Buechermaxe aus München am 08.11.2005

Wibke Bruhns erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, die Geschichte ihrer Familie und eines Vaters, den sie nicht kannte. Den sie auf einer Fotografie erst kennenlernte, als er 1944 als Abwehroffizier Hans Georg Klamroth als Hochverräter vor dem Freislergericht angeklagt und später hingerichtet worden ist. Wibke Bruhns geht in... Wibke Bruhns erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, die Geschichte ihrer Familie und eines Vaters, den sie nicht kannte. Den sie auf einer Fotografie erst kennenlernte, als er 1944 als Abwehroffizier Hans Georg Klamroth als Hochverräter vor dem Freislergericht angeklagt und später hingerichtet worden ist. Wibke Bruhns geht in diesem Buch auf die Suche nach ihrer eigenen Herkunft und erzählt als Chronistin oder Biografin anhand vieler Bilder und einer spannend geschriebenen Geschichte von den Wurzeln der Familie in Halberstadt bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist ein biografischer Roman, der aus vielen Zeugnissen schöpft und ein reiches Inventar an Materialien bereitstellt. Damit ist dieses Buch auch eine Schatztruhe für denjenigen, der sich die alltäglichen, die gesellschaftlichen und politischen Umstände, so wie sie unten ankamen, wie man sie leben musste, nahe bringen will; oder wie das Leben einfach weiterging, trotz Krieg, trotz allem, was geschah. Ein Buch also zum besseren Verständnis, was geschah. Über einen, der dabei war, über eine Familie, die damit zurecht kommen musste, damit, dass der Vater so, wie er dabei war, zum Widerständler und damit zum Hochverräter wurde und sich für das offene Auge in den Spuren der Geschichte plötzlich selber verlor. Dieses Buch macht wieder sichtbar, was mit ihm, dieser Familie geschah, und macht damit nacherlebbar, wie es gewesen sein könnte. Darin liegt die Stärke des Buchs.

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Gefangen im eigenen Netz!
von roland pfeifer aus bessenbach am 10.04.2012

Geprägt von preussischer Erziehung und Tugenden ist der Vater von Wibke Bruhns ein Gefangener seiner Zeit!Genau wie Stauffenberg und all die anderen Widerstandskämpfer im "Dritten Reich" war er kein "Volksverräter",sondern jemand der Menschenleben retten wollte und dafür sein Leben opferte!Deshalb musste Wibke Bruhns den grössten Teil ihres Lebens ohne... Geprägt von preussischer Erziehung und Tugenden ist der Vater von Wibke Bruhns ein Gefangener seiner Zeit!Genau wie Stauffenberg und all die anderen Widerstandskämpfer im "Dritten Reich" war er kein "Volksverräter",sondern jemand der Menschenleben retten wollte und dafür sein Leben opferte!Deshalb musste Wibke Bruhns den grössten Teil ihres Lebens ohne Vater erleben!

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Warum alles kommen musste, wie es kam...
von Bettina Althaus aus Münster am 25.09.2010

...erfährt man in diesem Buch über die Familiengeschichte der Wibke Bruhns. Erstaunlich immer wieder, wie wir von der Zeit, in der wir leben, geprägt werden. So wundert es einen eigentlich nicht, wenn Großvater und Vater überzeugte Soldaten, glühende Nationalisten sind, trotz zweier schrecklicher Kriege, an denen sie wie selbstverständlich teilnehmen... ...erfährt man in diesem Buch über die Familiengeschichte der Wibke Bruhns. Erstaunlich immer wieder, wie wir von der Zeit, in der wir leben, geprägt werden. So wundert es einen eigentlich nicht, wenn Großvater und Vater überzeugte Soldaten, glühende Nationalisten sind, trotz zweier schrecklicher Kriege, an denen sie wie selbstverständlich teilnehmen - wenn man erfährt, dass es vor dem ersten Weltkrieg, als die Welt noch in Ordnung war, zum Urlaubsspaß der Familie gehörte, mit den Söhnen, Neffen und Enkeln (von denen später nicht wenige fielen) Krieg und ganze Schlachten nachzuspielen. Wer in dieser Geisteswelt aufwächst, der ist tatsächlich bereit, nicht zu hinterfragen, Befehle auszuführen, nationalistische Lieder zu schmettern, den "Führer" zu verherrlichen, Juden zu verachten. Wibke Bruhns erzählt tapfer, auch wenn es weh tut. Warum haben die Menschen in ihrer Familie in den Dreißiger Jahren die Augen vor dem Schrecklichen rundherum verschlossen? Warum gibt es in den zahlreichen Briefen keine Anmerkungen zu Judenverfolgungen und Zwangsarbeit? Eben weil es ihre Erziehung, ihr gesamtes Denken und Fühlen mit seinen Wurzeln im späten 19. Jahrhundert sie zu den perfektern (MIt-)Tätern machte. Nichts wird entschuldigt, vieles bleibt unverständlich, aber es ist ein wirklich erhellendes Werk für alle "Nachgeborenen", die das Glück hatten, dass die 60er und 70er Jahre in Westdeutschland die Rückkehr in solche Knechtschaft ein für allemal unmöglich machten - hoffentlich.

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Ein absolutes Muss !!
von Pia aus Berlin am 05.04.2006

Dieses Buch vermittelt uns ,der jüngeren Generation, die Informationen zum Leben in dieser Zeit, die der schulische Unterricht nicht erwähnte. Man versteht die Gesinnung und Entwicklung der 'Deutschen' , denn es kommt einem doch absurd vor, daß niemand erkannt haben will wie gefährlich Hitler war. Ich denke, daß dieses... Dieses Buch vermittelt uns ,der jüngeren Generation, die Informationen zum Leben in dieser Zeit, die der schulische Unterricht nicht erwähnte. Man versteht die Gesinnung und Entwicklung der 'Deutschen' , denn es kommt einem doch absurd vor, daß niemand erkannt haben will wie gefährlich Hitler war. Ich denke, daß dieses Buch Pflichtlektüre in den Schulen werden sollte. Frau Bruhns schafft es unterhaltsam, lehrreich und noch dazu mit dem nötigen Abstand die Geschichte Ihrer Familie zu erzählen. Das ist öfter eine Gradwanderung, die ihr hervorragend gelingt und die meine Hochachtung hervorruft. Also, unbedingt lesen !

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