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Nachruf auf den Mond

Roman. Ausgezeichnet mit dem Costa Book Award 2013

(1)
Der preisgekrönte Überraschungserfolg aus Großbritannien endlich im Taschenbuch!
Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Denn Matthew leidet an Schizophrenie …
Rezension
"...der britische Autor, der früher Pfleger war, verbindet im preisgekrönten Debüt tiefe Trauer mit feinsinnigem Humor." Hörzu, 10.04.2015
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30437-2
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 191/125/27 mm
Gewicht 309
Originaltitel The Shock of the Fall
Abbildungen 8 schwarz-weiße Fotos, 10 schwarz-weiße Zeichnungen
Verkaufsrang 32.401
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Christiane Ludwig, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein wunderschönes und berührendes Buch, in dem ein schizophrener junger Mann sehr eindrücklich über sich, seine Kindheit und seinen tödlich verunglückten Bruder berichtet. Ein wunderschönes und berührendes Buch, in dem ein schizophrener junger Mann sehr eindrücklich über sich, seine Kindheit und seinen tödlich verunglückten Bruder berichtet.

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ergreifende Geschichte über den Abrutscht in die Geisteskrankheit. Ein junger Mann verschuldet den Tod seines kleinen Bruders und steigert sich in einen Wahn hinein. Sehr beruhtend Ergreifende Geschichte über den Abrutscht in die Geisteskrankheit. Ein junger Mann verschuldet den Tod seines kleinen Bruders und steigert sich in einen Wahn hinein. Sehr beruhtend

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Filer lässt Matthew so nah an seinen Leser, dass man sich wünscht noch mal Kind sein zu dürfen um genauso inzelligent seine Kindheit zu verbringen. Geht unter die Haut Filer lässt Matthew so nah an seinen Leser, dass man sich wünscht noch mal Kind sein zu dürfen um genauso inzelligent seine Kindheit zu verbringen. Geht unter die Haut

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Ein schizophrener junger Mann mit glasklaren Gedanken, in denen sich jeder wiederfinden kann, erzählt seine Geschichte. Wundervoll! Ein schizophrener junger Mann mit glasklaren Gedanken, in denen sich jeder wiederfinden kann, erzählt seine Geschichte. Wundervoll!

„Matthew und Simon“

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Der sechsjährige Matthew Homes und sein drei Jahre älterer Bruder Simon, der mit Down-Syndrom geboren wurde, verbringen viel Zeit miteinander, auch im Familienurlaub an der englischen Küste. Dort passiert auch der schlimme Unfall, bei dem Simon tödlich verunglückt ist und an dessen Tod sich Matthew schuldig fühlt. Diese Schuldgefühle Der sechsjährige Matthew Homes und sein drei Jahre älterer Bruder Simon, der mit Down-Syndrom geboren wurde, verbringen viel Zeit miteinander, auch im Familienurlaub an der englischen Küste. Dort passiert auch der schlimme Unfall, bei dem Simon tödlich verunglückt ist und an dessen Tod sich Matthew schuldig fühlt. Diese Schuldgefühle und Selbstvorwürfe werden so schlimm, dass Matt, als er siebzehn Jahre alt ist, Simon zu sehen glaubt und seine Stimme hört, was ihn fast in den Selbstmord treibt. Um diese Halluzinationen zu bekämpfen muss Matt in eine Tagesklinik, wo er andere Menschen trifft: Patienten, Pfleger, Ärzte, die ihm mit seiner Krankheit helfen können. Während einiger Klinikaufenthalte, in denen Matt auf Medikamente eingestellt wird, die seine Schizophrenie in Schach halten sollen, beginnt Matt seine und Simons Geschichte aufzuschreiben und somit seine Schuldgefühle zu bekämpfen. Durch Rückblicke, Beschreibungen seiner Eltern, Familie und immer wieder den Tag, an dem das Unglück mit Simon passierte, pflückt er seine Vergangenheit auseinander und kommt zu dem Entschluss, einen Gedenktag an Simon für sich und seine Familie zu planen.

Eine wirklich ergreifende Geschichte aus der Sicht eines Schizophrenen, der sich seiner Krankheit bewusst ist und alles versucht, um mit seinem Leben klar zu kommen.

Nina Möller, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Ich-Erzähler Matt lässt den Leser intensiv die Verarbeitung vom Tod seines Bruders und seine Erfahrungen mit seiner psychischen Erkrankung miterleben. Man ist hautnah dabei! Ich-Erzähler Matt lässt den Leser intensiv die Verarbeitung vom Tod seines Bruders und seine Erfahrungen mit seiner psychischen Erkrankung miterleben. Man ist hautnah dabei!

Lisa Bertram, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so authentisch geschrieben ist wie dieses. Man merkt in jeder Zeile des Buches die Erkrankung des Protagonisten. Genial, aber anstrengend. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so authentisch geschrieben ist wie dieses. Man merkt in jeder Zeile des Buches die Erkrankung des Protagonisten. Genial, aber anstrengend.

Katharina Kaufmann, Thalia-Buchhandlung Marburg

Der tragische Tod seines Bruder stürzt Matthew in die Schizophrenie. Ein poetisches, rührendes und manchmal auch witziges Buch! Der tragische Tod seines Bruder stürzt Matthew in die Schizophrenie. Ein poetisches, rührendes und manchmal auch witziges Buch!

Verena Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Nuernberg

Eine vielschichtige, melancholische Geschichte über den tragischen Verlust eines Menschen, mit einer außergewöhnlichen Typographie. Starke Sprache, mit überraschendem Ende. Eine vielschichtige, melancholische Geschichte über den tragischen Verlust eines Menschen, mit einer außergewöhnlichen Typographie. Starke Sprache, mit überraschendem Ende.

Wirklich interessant und sehr emotional. Die zeitlichen Sprünge sowie die Gedankensprünge des Protagonisten sind teils unklar und wirr, was aber hervorragend zur Geschichte passt. Wirklich interessant und sehr emotional. Die zeitlichen Sprünge sowie die Gedankensprünge des Protagonisten sind teils unklar und wirr, was aber hervorragend zur Geschichte passt.

„Was ist schon verrückt?“

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Nathan Filer hat einen wunderschönen Roman über das Leben und Schuld geschrieben.
Sein Protagonist Matthew gibt sich die Schuld an dem Tod von seinem Bruder Simon. Diese Schuld und die Sehnsucht ihn wieder zu haben trägt er viele Jahre mit sich herum, bis er schizophren wird.
Und da setzt die Geschichte ein, Matthew erzählt uns seine
Nathan Filer hat einen wunderschönen Roman über das Leben und Schuld geschrieben.
Sein Protagonist Matthew gibt sich die Schuld an dem Tod von seinem Bruder Simon. Diese Schuld und die Sehnsucht ihn wieder zu haben trägt er viele Jahre mit sich herum, bis er schizophren wird.
Und da setzt die Geschichte ein, Matthew erzählt uns seine Geschichte mit leicht naiver aber bestimmter Sprache. Die Vorgehensweise und der Stil geben einem das Gefühl als würde man Matthew wirklich zuhören.

Eine unglaubliche Geschichte, die zu Herzen geht, aber einen doch positiv stimmt.

Sibylle Steinhauer, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Abgedreht, aber unmittelbar erzählt enthält dieses Buch eine spannende Wendung und den Kampf eines jungen Mannes um die Wirklichkeit. Eine interessante Erfahrung!
Abgedreht, aber unmittelbar erzählt enthält dieses Buch eine spannende Wendung und den Kampf eines jungen Mannes um die Wirklichkeit. Eine interessante Erfahrung!

Victoria Richter, Thalia-Buchhandlung Gotha

Das Buch verschafft einen guten Einblick in Matthews Psyche, dessen Leben seit dem Tod seines Bruders drunter und drüber läuft. Das Buch verschafft einen guten Einblick in Matthews Psyche, dessen Leben seit dem Tod seines Bruders drunter und drüber läuft.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine tragische Geschichte über zwei Brüder, die aber auch ihre komischen Seiten hat. Eine tragische Geschichte über zwei Brüder, die aber auch ihre komischen Seiten hat.

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Kundenbewertungen


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Erinnerung ist ...
von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2016

„... das, was man von einem Ereignis in der Vergangenheit oder von einer vergangenen Zeit im Bewusstsein hat.“ Erinnerungen sind subjektiv, können sich verändern und sind oftmals verzerrt. „Nachruf auf den Mond“ von Nathan Filer ist ein Buch voller Erinnerungen. Der Leser bekommt einen Einblick in das Leben... „... das, was man von einem Ereignis in der Vergangenheit oder von einer vergangenen Zeit im Bewusstsein hat.“ Erinnerungen sind subjektiv, können sich verändern und sind oftmals verzerrt. „Nachruf auf den Mond“ von Nathan Filer ist ein Buch voller Erinnerungen. Der Leser bekommt einen Einblick in das Leben von Matthew Homes- nicht nur ein junger Mann sondern auch Sohn, Bruder und Patient einer psychiatrischen Anstalt. Der Roman liest sich wie ein Tagebuch ohne Chronologie, denn oft kann man dem Erzählten keinen zeitlichen Rahmen zuordnen. „Nachruf auf den Mond“ ist ein besonderes Buch. Das Leben und dessen Härte wird stellenweise mit voller Witz und Ironie reflektiert. Der Humor mildert die Realität, die für den Protagonisten manchmal kaum zu ertragen ist. Andere Passagen sind ruhiger und lassen den Leser in die Welt von Matthew Homes eintauchen. Besonders gut haben mir die vereinzelten Briefe und Zeichnungen gefallen die im Roman abgedruckt sind. Die unterschiedlichen Schriftarten (je nachdem wo Matthew Homes gerade schreibt) lockern die Geschichte auf und machen das Gelesene noch greifbarer.

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Debüt!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2015
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Matthew ist Patient in einer Psychiatrie. Er schreibt seine Geschichte auf, wo es um seinen verstorbenen Bruder Simon geht. Matthew gibt sich die Schuld an den Tod. Doch wenn Matthew seine Medikamente nicht nimmt, kann er Simon sehen…. Eine Geschichte die traurig ist, aber auch ein bisserl witzig. Themen... Matthew ist Patient in einer Psychiatrie. Er schreibt seine Geschichte auf, wo es um seinen verstorbenen Bruder Simon geht. Matthew gibt sich die Schuld an den Tod. Doch wenn Matthew seine Medikamente nicht nimmt, kann er Simon sehen…. Eine Geschichte die traurig ist, aber auch ein bisserl witzig. Themen wie psychisches Gesundheit, Trauer und Schuld. Man erfährt als Leser erst in den letzten Kapiteln, was damals wirklich passiert ist. Bemerkenswertes Debüt.

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Die Geschichte von Simons Tod
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 01.05.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

In „Nachruf auf den Mond“ erzählt der 19-jährige Matt Homes die Geschichte seines vor 10 Jahren verstorbenen Bruders Simon. Simon, der anders war, mit einem Gesicht, dass einen immer an den Mond erinnerte. Er erzählt, wie sich dessen Tod und die nachfolgende Trauer auf sein Leben und das seiner... In „Nachruf auf den Mond“ erzählt der 19-jährige Matt Homes die Geschichte seines vor 10 Jahren verstorbenen Bruders Simon. Simon, der anders war, mit einem Gesicht, dass einen immer an den Mond erinnerte. Er erzählt, wie sich dessen Tod und die nachfolgende Trauer auf sein Leben und das seiner Familie auswirkte. Mehr möchte ich von der Handlung auch gar nicht verraten, denn das ist Matts Aufgabe. Er erzählt die Geschichte und er möchte sie „richtig“ erzählen. Er schreibt die Geschichte am Computer in einer Klinik, auf einer Schreibmaschine in seiner Wohnung, immer wenn er gerade Zeit dafür findet...und er spricht den Leser dabei direkt an. Daher weiß man als Leser auch nie mehr, als das, was Matt einem gerade erzählt. Viele Dinge liest man zwischen den Zeilen oder erahnt sie nur und man muss warten, bis Matt bereit ist sie einem zu erzählen. Seine Erzählung ist auch nicht chronologisch, er springt zwischen den Zeiten und Erlebnissen seines Lebens, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Man merkt, wann die Krankheit aus ihm spricht und wann er „klarer“ ist. Hier finde ich es eigentlich etwas schade, dass bereits im Klappentext erwähnt wird, dass Matt Schizophrenie hat. Dies wird im Buch nämlich erst sehr spät wirklich klar und ohne dieses Wissen, wäre das Buch vielleicht noch faszinierender zu lesen. Aber auch so war ich ziemlich gefesselt von Matts Geschichte. Etwas ganz besonderes an diesem Buch ist außerdem die gesamte Aufmachung. In die Geschichte sind Zeichnungen eingebettet, maschinen- und computer-geschriebene Seiten wechseln sich ab, Briefe sind eingestreut, Wörter fett- und kursiv gedruckt und irgendwann verblasst die Schrift, als wäre das Schreibmaschinenband zu Ende. Nathan Filer sagt in einem Interview, welches am Ende des Buches abgedruckt ist: „Ich stelle mir das ganze Buch als ungeordneten Papierhaufen mit Texten und Zeichnungen vor, mit maschinenbeschriebenen Blättern mit verschmierter Tinte, mit Briefen von Denise, mit Wörtern, die Patricia ausgeschnitten und mit Prittstift aufgeklebt hat. All das bleibt zurück (…), auf einem Schreibtisch in einem dunklen Zimmer, bis es jemand findet. “ Die Umsetzung davon ist Nathan Filer hervorragend gelungen. Man hat wirklich das Gefühl, man hält Matts Manuskript in der Hand. Dadurch fühlt sich die ganze Geschichte auch sehr real an, man leidet mit Matt, man freut sich mit Matt, man hofft, dass es ihm besser geht, man wartet gespannt darauf, was nun wirklich mit Simon passiert ist. Die Auflösung ist letztendlich nicht wirklich spektakulär, aber darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, dass Matt sein Leben und seine Trauer aufarbeiten und anschließend mit Simons Tod abschließen kann. Es ist ein berührendes Buch, es deprimiert, es verspricht Hoffnung,es ist traurig, aber auch erheiternd, es wühlt auf, es ist ehrlich – es ist ungewöhnlich und einzigartig erzählt und letztendlich ganz einfach wundervoll. Fazit Ein großartiges Buch über die Trauer und ihre Auswirkungen auf eine Familie, ungewöhnlich und einzigartig erzählt und von Anfang bis Ende fesselnd. Eine ganz klare Leseempfehlung!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Einfühlsamen Porträt eines psychiatrischen Patienten, in dessen Leben der Tod seines Bruders - ein Junge mit Down-Syndrom - einen großen Nachhall ausübt. Poetisch, witzig, rührend.

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Was ist schon normal
von Sandra Redlich aus Vechelde am 21.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Roman "Nachruf auf den Mond" handelt von Matthew Holmes, einem Patienten der psychiatrischen Klinik in Bristol. In der Klinik beginnt er seine Geschichte aufzuschreiben. Er gibt sich die Schuld am Tod seines Bruders. Simon ist vor 10 Jahren bei einem Unfall gestorben. Doch für Matthew ist Simon gar... Der Roman "Nachruf auf den Mond" handelt von Matthew Holmes, einem Patienten der psychiatrischen Klinik in Bristol. In der Klinik beginnt er seine Geschichte aufzuschreiben. Er gibt sich die Schuld am Tod seines Bruders. Simon ist vor 10 Jahren bei einem Unfall gestorben. Doch für Matthew ist Simon gar nicht tot. Er kann ihn sehen, hören und mit ihm sprechen, denn Matthew ist schizophren. Als ich das Buch in die Hand genommen habe und den Klappentext gelesen habe, konnte ich mir noch nicht so richtig vorstellen was mich erwarten würde. Doch schon der Anfang ließ mich erkennen, dieses Buch ist anders. »Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.« Die kurzen und prägnanten Sätze, die ja aus Matthews Feder stammen, sprechen den Leser direkt an. Dabei bekommt der Leser einen Eindruck von seiner Krankheit, denn seinem Schreibstil merkt man direkt an, in welcher Phase seiner Krankheit er sich bewegt. Verstärkt wird das Ganze noch, da Matthew immer wieder absichtlich seine Medikamente nicht einnimmt. Die Auflösung wie Simon ums Leben gekommen ist, wird erst zum Schluss aufgeklärt und jetzt wird auch klar, dass das Buch von Matthew eine Art Trauerbewältigung ist. Das gesamte Buch ist ungewöhnlich aufgebaut. Die Schriftart wechselt mehrmals, da er das Buch an verschiedenen Orten schreibt. Eingebettet sind mehrere Zeichnungen, was den Eindruck hinterlässt, man würde ein Manuskript lesen. Die Gestaltung des Covers hat mir sehr gut gefallen, besonders da einem der Sinn des Covers erst durch das Lesen erschließt Dem Autor Nathan Filer gelingt mit seinem Buch ein eindrucksvoller Einblick in die Welt der Schizophrenie. Dabei ist das Buch nie bloßstellend. Fazit: Ein tief berührendes Buch, einfühlsam, traurig, eindrucksvoll und ehrlich. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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geht unter die haut
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 14.05.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Matthew Homes sitzt in einer psychatrischen Klinik und erzählt seine Geschichte. Von seinem älteren Bruder Simon, der am Downsyndrom litt und der im Alter von 12 Jahren ums Leben gekommen ist. Von seinen Eltern, die nicht nur mit dem Verlust des einen Sohnes sondern auch mit der psychischen Erkrankung... Inhalt: Matthew Homes sitzt in einer psychatrischen Klinik und erzählt seine Geschichte. Von seinem älteren Bruder Simon, der am Downsyndrom litt und der im Alter von 12 Jahren ums Leben gekommen ist. Von seinen Eltern, die nicht nur mit dem Verlust des einen Sohnes sondern auch mit der psychischen Erkrankung des zweiten fertig werden mussten. Von den letzten 10 Jahren, vom Leben mit seiner Krankheit, von Tiefpunkten und schweren Krisen, von der Trauer und von noch viel mehr. Er schreibt auf dem Computer, an der Schreibmaschine, kritzelt Briefe und Zeichnungen. Das Buch ist wie eine Sammlung all seiner Gedanken und Dokumente. Meine Meinung: Nathan Filer ist mit seinem Erstling wirklich ein großer Wurf gelungen. Dies liegt nicht nur an der einfühlsamen und authentischen Erzählstruktur sondern auch daran, wie er die Gefühle seiner Protagonisten in all ihrer Bandbreite beschreibt und dem Leser trotzdem die Möglichkeit lässt, sich ein eigenes Bild zu machen und die Hauptdarsteller langsam und sehr intensiv kennen zu lernen. Man muss sich sicherlich auf diese ungewöhnliche Geschichte einlassen können. Auf die sehr intime Art, mit der Matt uns durch sein Leben führt. In schlechten Phasen verwirren sich seine Gedanken und er hüpft zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Wir dürfen seine Wahnvorstellungen ebenso miterleben, wie tatsächliche Erlebnisse, Gespräche und Gedanken. Wie ein Puzzle, in dem die einzelnen Teile durcheinandergekommen sind, breitet er alles vor dem Leser aus. Die zwei großen Themen des Buches sind der Tod des Bruders und die verschiedenen Formen der Trauer, aber auch die psychische Erkrankung des Erzählers Matthew, die ihn in tiefe existenzielle Abgründe führt – und der Leser ist mitten drinnen. Man sollte nicht davor zurückschrecken, dass das Buch über weite Strecken sehr traurig und Matthew ein spröder Typ ist, der es einem nicht immer leicht macht, ihn zu verstehen oder gar zu lieben. Aber die Geschichte ist mit so viel Poesie und Liebe zu den Menschen geschrieben und das Ende mit einem versöhnlichen und heiteren Tenor, dass ich es uneingeschränkt jedem ans Herz legen möchte, der nach einem besonderen Buch sucht und der es gerne etwas anspruchsvoller hat.

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Ein besonderer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 27.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Roman erzählt die Geschichte von Matthew, oder besser Matthew erzählt seine Geschichte. Matthew ist Patient in einer psychiatrischen Klinik in England. Er leidet an Schizophrenie. Wenn er keine Medikamente nimmt, hört und sieht er seinen verstorbenen Bruder. Um der Langeweile des Klinikalltags zu entgehen, schreibt Matthew seine Lebendgeschichte... Der Roman erzählt die Geschichte von Matthew, oder besser Matthew erzählt seine Geschichte. Matthew ist Patient in einer psychiatrischen Klinik in England. Er leidet an Schizophrenie. Wenn er keine Medikamente nimmt, hört und sieht er seinen verstorbenen Bruder. Um der Langeweile des Klinikalltags zu entgehen, schreibt Matthew seine Lebendgeschichte auf und der Leser ist direkt dabei. Beginn und Angelpunkt ist der frühe Tod seines Bruders. Matthew war neun Jahre, als sein älterer Bruder Simon durch einen Unfall starb. Dieser Tod verändert nicht nur Matthews Leben, sondern auch das seiner Familie und der Leser ist durch Matthews Augen direkt dabei. Der roman ist durch zwei Handlungsstränge aufgebaut. Zum einen die Geschichte Matthews uns seiner Familie und Matthews Leben in der Klinik, das eher bruchstückhaft erzählt wird. Als Leser kommt man so Matthew sehr nahe. Er ist ein sehr interessanter und vielseitiger Charakter. Ich brauchte etwas um mit ihm warm zu werden. Genauso ging es mir beim Schreibstil. Zum Teil wirkt alles sehr abgehakt, dies ist aber Matthews Charakter zuzuschreiben, der ja seine Geschichte aufschreibt und deshalb passt es ganz gut. Nach und nach bin ich sehr gut in diese ungwöhnliche Geschichte hingekommen und sie hat mich richtig berührt. Die ganze Geschichte wirkt so authentisch, was zum einen an der guten Recherche des Autors liegt zum anderen, an der sehr guten Charakterzeichnung, nicht nur bei Matthew, sondern auch seiner Familie. Ich konnte mir alle Charakter sehr gut vorstellen und ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Ein ungewöhnlicher Roman mit einem außergewöhnlichen Protagonisten. Für mich nicht immer einfach zu Lesen, aber dennoch ein ganz besonderes Buch, was ich nicht so schnell vergessen werden. Sehr empfehlenswert.

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Nachruf auf den Mond
von einer Kundin/einem Kunden am 24.04.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Ein tragisches Unglück prägt Matthews ganzes Leben. Bei einem Unfall ist sein Bruder Simon ums Leben gekommen. Er gibt sich die Schuld an dem Tod seines Bruders, nach seinem Auszug bei den Eltern kommt er in eine Psychiatrie. Er sehnt sich nach seinem Bruder und findet einen Weg wie... Ein tragisches Unglück prägt Matthews ganzes Leben. Bei einem Unfall ist sein Bruder Simon ums Leben gekommen. Er gibt sich die Schuld an dem Tod seines Bruders, nach seinem Auszug bei den Eltern kommt er in eine Psychiatrie. Er sehnt sich nach seinem Bruder und findet einen Weg wie er ihm wieder nah sein kann. Einfach die Medizin nicht nehmen und sein Bruder erscheint ihm. Zusammen mit seinem Bruder schreibt er eine Geschichte die schon längst überfällig war. Eine atemberaubende Geschichte die man gelesen haben muss.

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Matthew und Simon
von einer Kundin/einem Kunden aus Altrip am 17.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der sechsjährige Matthew Homes und sein drei Jahre älterer Bruder Simon, der mit Down-Syndrom geboren wurde, verbringen viel Zeit miteinander, auch im Familienurlaub an der englischen Küste. Dort passiert auch der schlimme Unfall, bei dem Simon tödlich verunglückt ist und an dessen Tod sich Matthew schuldig fühlt. Diese Schuldgefühle... Der sechsjährige Matthew Homes und sein drei Jahre älterer Bruder Simon, der mit Down-Syndrom geboren wurde, verbringen viel Zeit miteinander, auch im Familienurlaub an der englischen Küste. Dort passiert auch der schlimme Unfall, bei dem Simon tödlich verunglückt ist und an dessen Tod sich Matthew schuldig fühlt. Diese Schuldgefühle und Selbstvorwürfe werden so schlimm, dass Matt, als er siebzehn Jahre alt ist, Simon zu sehen glaubt und seine Stimme hört, was ihn fast in den Selbstmord treibt. Um diese Halluzinationen zu bekämpfen muss Matt in eine Tagesklinik, wo er andere Menschen trifft: Patienten, Pfleger, Ärzte, die ihm mit seiner Krankheit helfen können. Während einiger Klinikaufenthalte, in denen Matt auf Medikamente eingestellt wird, die seine Schizophrenie in Schach halten sollen, beginnt Matt seine und Simons Geschichte aufzuschreiben und somit seine Schuldgefühle zu bekämpfen. Durch Rückblicke, Beschreibungen seiner Eltern, Familie und immer wieder den Tag, an dem das Unglück mit Simon passierte, pflückt er seine Vergangenheit auseinander und kommt zu dem Entschluss, einen Gedenktag an Simon für sich und seine Familie zu planen. Eine wirklich ergreifende Geschichte aus der Sicht eines Schizophrenen, der sich seiner Krankheit bewusst ist und alles versucht, um mit seinem Leben klar zu kommen.

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tiefsinnig und berührend
von geheimerEichkater aus Essen am 14.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Matthew Holmes, jetzt 19 Jahre alt, lebt in der Psychatrie in Bristol und schreibt seine und die Geschichte seines Bruders auf. Immer wieder hört die Stimme seines drei Jahre älteren Bruders Simon und sieht ihn, besonders, wenn er seine Medikamente absetzt, in seiner Nähe. Besonders liebt er sein Lachgesicht,... Matthew Holmes, jetzt 19 Jahre alt, lebt in der Psychatrie in Bristol und schreibt seine und die Geschichte seines Bruders auf. Immer wieder hört die Stimme seines drei Jahre älteren Bruders Simon und sieht ihn, besonders, wenn er seine Medikamente absetzt, in seiner Nähe. Besonders liebt er sein Lachgesicht, das er im Mond wiederfindet. Immer mehr Zeit verbringt Matthew mit Simon und erlebt seine eigene Wirklichkeit, denn vor 10 Jahren kam Simon, der am Downsyndrom und einer Muskelschwäche erkrankt war, bei einem Unfall ums Leben, wofür Matthew sich die Schuld gibt. Wird Matthew, der an Schizophrenie erkrankt ist, sich ganz verlieren oder zur Wirklichkeit zurückfinden? Sehr einfühlsam beschreibt Nathan Filer über Matthews Sorgen, Ängste und seiner Auseinandersetzung mit dem Tod seines Bruders. Dass Nathan Filer als Krankenpfleger in einer psychatrischen Klinik gearbeitet hat, merkt man seinen Darstellungen in der Psychatrie, detailliert und äußerst realistisch, an. Das an sich ernste und zum Teil auch traurige Thema wird an vielen Stellen aufgelockert, durch Humor und Kreativität, z.B. verändert sich das Schriftbild, denn erst arbeitet Matthew am Coputer, dann an einer Schreibmaschine; es werden Bilder und Briefe zugefügt, die Seitenzahlen per Hand geschrieben und manche Gedanken in besonderen Formen gesetzt. Nie wird es langweilig, alles fühlt sich ehrlich und authentisch an. Viele Details werden phantasievoll erzählt und erklären Matthews Welt und seine Sicht der Dinge auf wunderbare Art. Auch die dargestellte Familiensituation wirkt so stimmig und man kann sich den Alltag der Mutter, die „sorgenfressende“ Tabletten einnimmt als ihre beiden Söhne noch kleiner waren, gut vorstellen... Fazit: Ein sehr einfühlsames, berührendes und tiefsinniges Buch über Schicksalsschläge in der Familie, die Auswirkungen und Versuche mit möglicher Schuld, Tod und Trauer umzugehen und gleichzeitig ein beeindruckendes, sehr tiefes Einfühlen in Matthews Krankheit.

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Beeindruckend und berührend zugleich
von Carolin Bücherwanderin Stürmer aus Bergen am 07.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Man könnte meinen, dass man als ehemaliger Krankenpfleger einer psychiatrischen Klinik, in der Lage sein sollte, einen guten Einblick sowohl in das Krankheitsbild eines an Schizophrenie erkrankten Patienten  als auch in den Alltag solch einer Klinik, zu schaffen.  Nathan Filer ist beides gelungen. Mit seinem Debüt hat er ein beeindruckendes... Man könnte meinen, dass man als ehemaliger Krankenpfleger einer psychiatrischen Klinik, in der Lage sein sollte, einen guten Einblick sowohl in das Krankheitsbild eines an Schizophrenie erkrankten Patienten  als auch in den Alltag solch einer Klinik, zu schaffen.  Nathan Filer ist beides gelungen. Mit seinem Debüt hat er ein beeindruckendes und berührendes Buch geschrieben und auch gezeigt wie sehr ein unmenschliches Gesundheitssystem, die Versorgung und Pflege von Patienten immer schwieriger macht. Matthew, genannt Matt, ist in der Tat ein begnadeter Erzähler. Ehrlich und direkt erzählt er seine Geschichte. Doch in einem Punkt spannt Matt den Leser auf die Folter. Der Unfalltod seines Bruders gab mir während des Lesens immer wieder Rätsel auf. Kurz dachte ich sogar, dass dieser, dank seiner Schizophrenie, eingebildet war. Ich war sehr beeindruckt und gefesselt von dem Schreibstil. Es ist durchaus bewundernswert, wie gut Nathan Filer die Zwiespältigkeit eines Psychischkranken darlegen kann. Doch trotz der Komplexität der Krankheit war der Schreibstil einfach und verständlich und spannend zugleich.  Matt ist ein sympathischer Charakter, der traumatiersiert von dem Verlust seinen geliebten Bruders Simon, der durch die "Erkrankung" Trisomie 21, schon etwas Besonderes war und dem man den Spitznamen "Mond" gab.  Simon war zu Lebzeiten ein liebenswerter und lebenslustiger Bursche, der zu Matts engsten Vertrauten gehörte. Die lebenslang belastende Schuld, die Matt sich gab, brachte ihn letztendlich einen Aufenthalt in einer Klinik ein.  Am Ende schließt Matt frieden mit seinen bösen Geistern der Vergangenheit und zeigt seiner Umgebung einen guten Weg mit der Trauer umzugehen. Für mich ein gelungenes Ende für ein berührendes Buch. Das Debüt von Nathan Filer hat mich sehr berührt und auch beeindruckt. Ein mitfühlender Schreibstil , der bewundernswert ist, macht dieses Buch zu einen weiteren Highlight in diesem Jahr. Von mir gibt es 5 Sterne!

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Dieses Buch spricht zu dir!
von einer Kundin/einem Kunden am 25.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Schon die ersten Seiten haben mich in den Bann dieses Romans gezogen. Es ist die Lebensgeschichte von Matthew, der über seinen Bruder Simon erzählt. Seinen toten Bruder wohl bemerkt. Es war eine tragische Geschichte als sie beide Kinder waren, jedoch hat Simon ihn seit seinem Tod niemals wirklich verlassen.... Schon die ersten Seiten haben mich in den Bann dieses Romans gezogen. Es ist die Lebensgeschichte von Matthew, der über seinen Bruder Simon erzählt. Seinen toten Bruder wohl bemerkt. Es war eine tragische Geschichte als sie beide Kinder waren, jedoch hat Simon ihn seit seinem Tod niemals wirklich verlassen. Matthew muss fortan mit der Belastung seines Bruders leben, den er jedoch niemals aufzugeben scheint. Dieses Buch zu lesen ist, als würde Matthew mit einem selbst reden. Er spricht den Leser immer wieder an, erzählt lebhaft was alles geschehen ist. Schon allein die Textgestaltung macht dieses Buch zu etwas sehr interessantem. Es werden unterschiedliche Situationen immer wieder in kleinen Illustrationen gezeigt. Wenn Matthew durch seine Krankheit sich selbst verliert, beginnt er wirres Zeug zu schreiben. Der Text wird dabei entweder in Großbuchstaben gezeigt oder ist versetzt auf die Seite gedruckt usw. Es ist sehr gut beschrieben und man kann sich wirklich toll in diesen Charakter hineinversetzen und durch seine Gedanken mitfühlen, was er alles erlebt hat. Auch wenn vieles als Albern dargestellt wird und Matthew selbst nicht viel ernst nimmt, so kann man jedoch sehr wohl die Tiefe des Romans sehen. Mich hat dieses Buch sehr unterhalten und zum Nachdenken gebracht. Ich kann es nur weiter empfehlen.

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Das Leben aus der Sicht eines Schizophrenen
von Sara Schäfer aus Wuppertal am 17.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Matt Homes ist ein junger Mann, der seine Geschichte erzählt. Soweit, so normal - doch Matt ist nicht irgendein junger Mann. Sein großer Bruder Simon starb bei einem Unfall, als er noch ein Kind war, doch Matt gibt sich die Schuld an seinem Tod und wird darüber schizophren. Ob... Matt Homes ist ein junger Mann, der seine Geschichte erzählt. Soweit, so normal - doch Matt ist nicht irgendein junger Mann. Sein großer Bruder Simon starb bei einem Unfall, als er noch ein Kind war, doch Matt gibt sich die Schuld an seinem Tod und wird darüber schizophren. Ob es dazu schon vorher eine Veranlagung gab, kann niemand beurteilen - seine Eltern fänden es einfacher, wenn es so wäre, aber auch dann wäre es fraglich, ob gerade seine Mutter so wirklich mit ihm als dem Übriggebliebenen ihrer beiden Söhne umgehen könnte. Matt erzählt seine Geschichte, während er an einem Computer in einer Tagesklinik sitzt. Er schweift ab, weil ihm eine Mit-Patientin lange über die Schulter starrt, er verliert den Faden, wenn er von einem Pfleger unterbrochen wird. Er erzählt deshalb auch nicht alles immer in der richtigen Reihenfolge, weil es darauf auch manchmal nur bedingt ankommt, sondern manchmal Episoden im Vordergrund stehen, die jetzt gerade wichtig sind. Er erzählt Episoden von vor ein paar Tagen oder Wochen und wie damals alles kam. Dabei beginnt er bei dem Auslöser, dem Tod seines Bruders, um dann in die Gegenwart zu springen. Man versteht ziemlich schnell, in welcher Zeit man gerade ist. Untermalt wird das ganze von Skizzen, die Matt anfertigt. Er ist ein künstlerisch sehr begabter Mensch und schreibt nicht nur, sondern zeichnet auch seine Mitmenschen, aber viel mehr noch Begebenheiten und Menschen aus seiner Familie und seiner Vergangenheit. Für Matt stellt dieses Buch eine Form der Vergangenheitsbewältigung dar. Dabei darf man nicht vergessen, dass Matt ein fiktiver Charakter ist - an sich war mir das die ganze Zeit klar, aber gerade nach dem Ende fand ich es gut, dass es nach dem Roman noch ein Interview mit dem Autor gibt, in dem er noch mal einiges zu dem Buch sagt. Das Buch an sich liest sich sehr flüssig, wobei schon durch das Schriftbild gekennzeichnet ist, ob Matt gerade seine Medikamente nimmt oder nicht. Wenn er sie nicht nimmt, ist der Text quasi in Druckschrift, wie ein sehr großes Times New Roman. Ich fand das zwar anstrengend zu lesen, gleichzeitig sind das auch die Passagen, wo es schwer ist, Matt zu folgen, weil seine Gedanken für einen schon fremd wirken. Wenn er seine Medikamente nimmt, ist das Schriftbild "normal" - aber man merkt auch, dass Matt seine Schwierigkeiten hat, mit der ihm durch die Medikamente vorgegaukelten Normalität umzugehen. Nimmt er seine Medikamente nicht, erscheint ihm Simon, der mit ihm spielen will - nimmt er sie, kommt sein Bruder nicht zu ihm durch, was für Matt sehr schwierig ist, weil dieser wegen seiner Schuldgefühle denkt, er müsse immer für Simon da sein. Ich muss zugeben, dass ich mir unter diesem Buch nicht viel vorstellen konnte, dafür jetzt umso beeindruckter bin. Matts Welt ist von meiner (die ich auch nicht zu 100% als normal bezeichnen würde) sehr verschieden, dennoch kann ich gut nachvollziehen, wie es ihm geht, wie er das Gefühl hat, dass sein Bruder ihm durch die Medikamente entgleitet, obwohl er doch für ihn da sein will. Es ist für mich schwer zu erklären, aber das Buch übte einen Sog auf mich aus. Manchmal konnte ich nur ein paar Seiten lesen und brauchte eine Pause, gestern hingegen habe ich den Rest des Buches (ca. 150 Seiten) in einem Rutsch gelesen. Es ist kein leichtes Buch, aber es ist ein Buch, dass es auf jeden Fall wert ist, gelesen zu werden, das eine interessante Perspektive bietet und aus der Masse hervorsticht. Fazit: Nicht zu empfehlen, wenn man gerade etwas leichtes braucht, ansonsten rate ich: Lesen!!

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Denn die Wahrheit ist vielleicht eine andere...
von c-bird am 15.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der 19jährige Matthew Homes erzählt uns in „Nachruf auf den Mond“ die Geschichte seiner Familie. Dabei steht der Tod seines Bruders Simon im Mittelpunkt. Simon starb während eines Campingurlaubs der Familie in Cornwall. Zu diesem Zeitpunkt war Matt erst 9 Jahre alt, sein Bruder Simon gerade mal 12.... Der 19jährige Matthew Homes erzählt uns in „Nachruf auf den Mond“ die Geschichte seiner Familie. Dabei steht der Tod seines Bruders Simon im Mittelpunkt. Simon starb während eines Campingurlaubs der Familie in Cornwall. Zu diesem Zeitpunkt war Matt erst 9 Jahre alt, sein Bruder Simon gerade mal 12. Matt trägt seitdem große Schuldgefühle mit sich. Gleich zu Beginn des Buches erfährt man von dem Tod des Bruders: „ Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.“ Doch erzählt uns der Autor wirklich, was passiert ist? Nicht ganz. Tatsächlich lässt Nathan Filer den Leser immer nur Fragmente der Wahrheit zukommen. Er gibt nur so viel preis wie nötig, lässt hier und da gezielt einen Hinweis fallen und weckt dadurch die Neugier beim Leser. Stück für Stück erfährt man mehr aus dem Leben Matts und seiner Familie, während man gleichzeitig darauf brennt zu erfahren wie es zum Tod des Bruders kam. Der Text ist in verschiedenen Schriftarten gehalten, je nachdem, ob Simon an seiner alten Schreibmaschine sitzt und schreibt oder am Computer in der Klinik. Auch handgeschriebene Briefe sind enthalten, ebenso wie Zeichnungen. Doch erzählt wird die Geschichte auf eine ganz besondere Weise. Alles ist sehr berührend geschrieben und man durchlebt ein Gefühlskarussell gemeinsam mit Matt. Trauer, Schuldgefühle und auch wieder ganz glückliche Momente, all dies sind Elemente die zu einer sehr bewegenden Erzählung beitragen. Die Geschichte ist zwar fiktiv, wirkt aber sehr authentisch. Filer, der selbst als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hat, weiß wovon er schreibt. Doch Matts Erinnerungen sind sie wirklich real? In einem abschließenden Interview erklärt Filer, dass man doch nicht ernsthaft glauben könne, dass er seine Lebensgeschichtevor einem Fremden ausbreiten würde. Denn die Wahrheit ist vielleicht eine andere…

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Tag für Tag für Tag für Tag...
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 11.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Als Erstes möchte ich direkt sagen: "Nachruf auf den Mond" ist ein Juwel. Ein ungewöhnliches, außergewöhnliches Buch, das den Leser fordert, ihm aber auch viel bietet und dabei auch noch unterhaltsam ist. Matthew erzählt seine Geschichte ungefiltert und authentisch, oft spricht er den Leser dabei sogar direkt an - eine... Als Erstes möchte ich direkt sagen: "Nachruf auf den Mond" ist ein Juwel. Ein ungewöhnliches, außergewöhnliches Buch, das den Leser fordert, ihm aber auch viel bietet und dabei auch noch unterhaltsam ist. Matthew erzählt seine Geschichte ungefiltert und authentisch, oft spricht er den Leser dabei sogar direkt an - eine Erzähltechnik, die ich normalerweise nicht mag, die Nathan Filer aber meisterhaft einsetzt und die hier einfach stimmig ist. Matt wiederholt sich, er drückt sich oft unbeholfen aus, vorsichtig und penibel, aber der Schreibstil hat dadurch etwas fast schon Hypnotisches. Ich fand ihn grandios. "Ich kann jetzt nicht darüber sprechen. Ich habe nur eine Chance, es richtig darzustellen. Ich muss aufpassen. Ich muss es sorgfältig auspacken, nach und nach, damit ich es schnell wieder zusammenfalten und einstecken kann, falls es mir zuviel wird." Wenn er über andere Menschen spricht, weist Matthew immer wieder darauf hin, dass er nicht mit Sicherheit wissen kann, was sie in einer Situation gedacht oder gefühlt haben. Freimütig gibt er zu, dass der Leser die Geschichte aus einer sehr subjektiven Perspektive erzählt bekommt, noch dazu von jemandem, dessen Wahrnehmung der Welt durch seine Schizophrenie stark verzerrt ist. Er springt zwischen den Zeiten, als wäre er sich selber nicht sicher, was Vergangenheit ist und was Gegenwart. Und auch das funktioniert einfach, denn es versetzt den Leser unmittelbar in Matthews Leben, in seine einzigartige Sicht der Ereignisse. Eindringlicher und fesselnder kann man meiner Meinung nach über eine psychische Erkrankung nicht schreiben. Dabei fand ich sehr bedrückend, was für ein Bild der Autor vom Gesundheitssystem zeichnet - wie herabwürdigend das Leben für jemanden sein kann, der sozusagen durch das Netzt gefallen und jetzt auf Institutionen angewiesen ist, die chronisch unterbesetzt sind und gar nicht mehr die Möglichkeit haben, auf jeden Patienten wirklich einzugehen. Matthew ist sicher kein einfacher Mensch, aber ich hatte immer den Eindruck, dass er - soweit es ihm möglich ist! -, mitfühlend, hilfsbereit und liebevoll handelt, und dass es nur die Krankheit und die Trauer sind, die ihn manchmal dazu bringen, sich zornig und verletzend zu verhalten. Deswegen bin ich ihm gerne durch seine Erinnerungen gefolgt, auch durch die schmerzlichen, und ich war immer auf seiner Seite und habe ihn im Stillen angefeuert. Auch die anderen Charaktere fand ich sehr interessant und komplex, wie zum Beispiel die Mutter, die gefangen scheint zwischen dem Wunsch, Matthew zu umsorgen, und einem unterschwelligen Groll gegen ihn, weil er überlebt hat und sein Bruder nicht. Sehr interessant fand ich auch die Aufmachung des Buches, denn immer mal wieder benutzt der Autor Schriftart und Formatierung, um einen Gedanken auch bildlich darzustellen. Fazit: "Nachruf auf den Mond" ist ein eindringliches Buch über Trauer, Schuld und eine heimtückische psychische Erkrankung - aber es ist auch ein hoffnungsvolles Buch über Liebe, Vergebung und das Weiterleben. Der Schreibstil hat etwas Magisches, und Matthew ist ein Protagonist, dem man einfach gebannt zuhören muss. Es ist sicher ein anspruchsvolles Buch, aber davon muss sich niemand abschrecken lassen, denn es ist auch sehr unterhaltsam und flüssig zu lesen. Die Geschichte lebt von ihren Gefühlen, von Matthews emotionalem Wachstum, aber das ist alles andere als langweilig - ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

10 Jahre ist es mittlerweile her, seit Matthews Bruder tödlich verunglückt ist. Die Schuldgefühle haben Matthew immer noch fest im Griff. Sein früher Auszug aus dem Elternhaus endet in einer Katastrophe. Er landet in der Psychiatrie. Matthew vermisst seinen Bruder, aber er hat einen Weg gefunden mit Simon in... 10 Jahre ist es mittlerweile her, seit Matthews Bruder tödlich verunglückt ist. Die Schuldgefühle haben Matthew immer noch fest im Griff. Sein früher Auszug aus dem Elternhaus endet in einer Katastrophe. Er landet in der Psychiatrie. Matthew vermisst seinen Bruder, aber er hat einen Weg gefunden mit Simon in Kontakt zu treten. Dazu muss er nur die Tabletten absetzen. Im trostlosen Klinikalltag schreibt Matthew seine Geschichte auf und Simon weicht ihm nicht von der Seite...

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Nachruf auf den Mond
von Sikal am 07.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.“ (Klappentext) Matthew Homes, neunzehn, schizophren, Patient der psychiatrischen... „Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.“ (Klappentext) Matthew Homes, neunzehn, schizophren, Patient der psychiatrischen Klinik und Schuld am Tod seines Bruders – so denkt er zumindest. Hier erzählt er seine Geschichte und die seiner Familie. Als Leser bekommt man die Chance sich darauf einzulassen, eine tragische Geschichte zu erfahren, die zugleich berührt, fesselt und hoffen lässt. Matts wirre Gedanken kreisen um den Mond, die Stimme seines Bruders, seine Schuld und eine Ameisenfarm – vielleicht nimmt er aus diesem Grund seine Medikamente nicht, damit das Lächeln seines Bruders ein Teil von ihm bleibt. Seine Krankheit zwingt ihn in Wahnvorstellungen und Alpträume, die den Leser fordern und nachdenklich machen. Im Laufe der Erzählung erfährt man z.B. dass Simon, der am Down-Syndrom litt, immer bevorzugt wurde und Nanny-Noos Bruder ebenso schizophren ist. Der Autor Nathan Filer lässt seinen Protagonisten Matt aus der Ich-Perspektive erzählen und den Leser direkt ansprechen. So gleitet man – ob gewollt oder nicht – leise und sanft mitten in die Geschichte rund um Matt, springt mit ihm zwischen seinen Klinikaufenthalten und seiner Wohnung hin und her. Der Tod Simons geschieht bereits im ersten Teil, erst im Laufe der Erzählung erfährt man mehr über Umstände und Hintergründe. So bleibt die Spannung bis zum Schluss aufrecht und man ist neugierig wie denn nun alles weitergeht. Die Besonderheit des Covers wird ebenso im Laufe der Geschichte entschlüsselt, wie der Titel, der mit dem Mond nicht allzu viel zu tun hat. Die einfache, jedoch detailreiche Sprache Matts kann als besonderes Highlight hervorgehoben werden. Abgewechselt wird zwischen verschiedenen Schriftarten, unterbrochen von Grafiken, die den Charakter der losen Blätter vermitteln. Ein Leseerlebnis der besonderen Art!

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Tiefsinnig und hoch emotional
von Kitty am 07.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Meine Meinung: Inhalt Matt gibt sich selbst die Schuld am Tod seines Bruders. Er ist untröstlich und zieht sich immer mehr zurück. Ebenso verweigert er es seine Medikamente zu nehmen, denn dann ist Simon wieder bei ihm, redet und spielt mit ihm. Matthew ist ein begnadeter Zeichner und schreibt sehr gerne Geschichten.... Meine Meinung: Inhalt Matt gibt sich selbst die Schuld am Tod seines Bruders. Er ist untröstlich und zieht sich immer mehr zurück. Ebenso verweigert er es seine Medikamente zu nehmen, denn dann ist Simon wieder bei ihm, redet und spielt mit ihm. Matthew ist ein begnadeter Zeichner und schreibt sehr gerne Geschichten. Mit einer alten Schreibmaschine bringt er seine eigene zu Papier. Nichts wird dabei verschleiert, sondern alles ausgebreitet. Er erzählt von seiner Zeit in einer Klinik und auch, wie es mit ihm, Simon und seiner Krankheit weiter geht. Wir sind egoistisch, meine Krankheit und ich. Wir denken nur an uns. Wir biegen uns die Wirklichkeit zurecht, um Botschaften zu empfangen, geflüsterte Geheimnisse, sie nur für uns bestimmt sind. Zitat aus: "Nachruf auf den Mond" Cover Das Cover ist einfach hinreißend, Das Blau erinnert mich an den Himmel, die Ameise auf der Erde passt richtig gut zu Matts Vorhaben eine Ameisenfarm für seinen Bruder zu bauen und natürlich ist hier auch der Mond zu sehen, der eine so große Bedeutung in dieser Geschichte hat. Ich assoziiere mit der Leiter zum Mond die Tatsache, das Matt mit seinem Bruder spricht, denkt, ihn immer noch um sich zu haben. Er ist immer für ihn erreichbar, auch wenn er jetzt näher am Mond, als an der Erde ist. Ich weiß noch, wie ich mit den Fingerspitzen über die Buchrücken fuhr und im Licht der Stehlampe die Autorennamen zu entziffern versuchte. Ich spielte ein Spiel: Ich stellte mir vor, dass der Name auf dem Buchrücken nicht zu der Person gehörte, die das Buch geschrieben hatte, sondern zu derjenigen, der es gewidmet war. Ich stellte mir vor, dass jeder Mensch auf Erden ein eigenes Buch hat und dass ich meines, wenn ich nur lange genug suchte, finden würde. Zitat aus: "Nachruf auf den Mond" Gesamt Es fällt mir nicht leicht, dieses Buch zu rezensieren, weil ich schlicht Angst habe, mit meiner Meinung dem Buch nicht gerecht werden zu können. Die Geschichte kreist noch immer durch meinen Kopf und dies, obwohl ich es bereits vor einer Woche gelesen habe. Ich habe selbst jetzt noch das Echo in meinem Kopf, welches laut nachhallt. Aber mal von vorne. In "Nachruf auf den Mond" geht es um Matthew, kurz Matt, der, wie schon in der Kurzbeschreibung angegeben ist, unter Schizophrenie leidet und seinen Bruder Simon schmerzlich vermisst. Dieses doch sehr sensible Thema hat Nathan Filer auf eine sehr behutsame Art umgesetzt. Matt erzählt uns selbst seine Geschichte in der Ich-Form und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Man erkennt als Leser schnell, wie lebendig und echt seine Geschichte rüber kommt und hat sehr oft Mitleid mit dem Protagonisten. Man ist sehr nah an ihm dran, eben mit ihm verbunden. Alles, was er schreibt, zeigt seine innersten Gefühle, die er vor anderen eigentlich sehr gerne verbirgt. Das Besondere an der Erzählung ist für mich, dass ich selbst manchmal durcheinander war, weil Matt durch seine Krankheit sehr wirr schreibt. Er wiederholt sich, schreibt manche Absätze noch mal, verändert sie und doch bleibt der Kern dessen, was er geäußert hat, meist derselbe. Zudem springt er ständig in der Zeit und erzählt seine Geschichte in einem Tempo, welches er selbst bestimmt. Dies hört sich für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben, vielleicht ein bisschen abschreckend an, doch das ist es wirklich keineswegs. Eher im Gegenteil: Gerade weil er so schreibt, ist der Protagonist für mich absolut authentisch. Matt kann eben nicht so sein, nicht so denken, und nicht so fühlen wie jemand, der kerngesund ist, denn er leidet nun mal an Schizophrenie. Diese Tatsache wurde von dem Autor wirklich fabelhaft umgesetzt. Dieses Durcheinander, welches Matt in sich trägt, hat er auf mich übertragen. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren und dies, obwohl ich keinerlei "Erfahrungen" mit Schizophrenie gemacht habe, noch jemanden kenne, der unter dieser Krankheit leidet. Besonders gefällt mir, dass Matt, während er mir seine Geschichte erzählt, mich selbst anspricht. Schon der Anfang des Romans: »Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.« Zitat aus: "Nachruf auf den Mond" richtet sich direkt an den Leser und macht einfach neugierig auf das, was wohl noch kommen mag. Dieses persönliche Ansprechen zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman und sorgt für eine ziemlich starke Bindung zu Matt. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, dass ich ihm seine gesamten Zettel aus der Hand genommen habe, um sie zu lesen. So persönlich wirkt "Nachruf auf den Mond". Wie man unschwer erkennen kann, hat mir dieser Roman komplett überzeugt, doch nicht nur der Inhalt ist einfach wundervoll, auch die Gestaltung ist fabelhaft. Da Matt seine Geschichte schreibt, wann immer er die Zeit dazu findet, variiert z.B. die Schriftart. Am Computer geschrieben ist diese anders, als wenn er an seiner Schreibmaschine sitzt und seine Worte zu Papier bringt. Außerdem wurden kleine Zeichnungen, die er u.a. in der Klinik anfertigt, mit in die einzelnen Kapitel eingebettet, was mir ebenfalls außerordentlich gut gefallen hat. In Kürze: Positiv Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht von Matt in der Ich-Form erzählt. Gute Einblicke in die Krankheit. Emotionale Abschnitte, die mich absolut erreicht haben. Das Buch hallt sehr lange nach und hat mich zum Nachdenken gebracht. Die Zeichnungen, die Matt in der Geschichte anfertigt, sind auch abgedruckt. Die Schriftart wechselt von Schreibmaschine, zu Computer - Je nachdem, womit der Protagonist gerade schreibt. Es wirkte für mich alles sehr echt und aus dem Leben gegriffen. Ein unfassbar tiefsinniger Roman Negativ Hier gibt es nichts Negatives zu berichten. Fazit: Ich habe viel erwartet und mehr bekommen. Das Buch regt zum Nachdenken an und geht sehr zu Herzen. Es hat mich berührt, ist sehr tiefsinnig und für mich somit ein absolutes Prachtexemplar.

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Eindrucksvoller, unterhaltsamer, authentischer und berührender Debut-Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 05.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Manchmal beginnt man mit der Lektüre eines Romans, nur um festzustellen, dass man dieses oder jenes so oder so ähnlich schon öfter gelesen hat. Irgendwann denkt man sich, dass man sich mit diesem Umstand abfinden muss und stellt geringere Erwartungen an die nächste Lektüre. Möglicherweise kommt das einigen bekannt... Manchmal beginnt man mit der Lektüre eines Romans, nur um festzustellen, dass man dieses oder jenes so oder so ähnlich schon öfter gelesen hat. Irgendwann denkt man sich, dass man sich mit diesem Umstand abfinden muss und stellt geringere Erwartungen an die nächste Lektüre. Möglicherweise kommt das einigen bekannt vor, ähnlich habe ich gedacht, bevor ich mit dem Lesen von „Nachruf auf den Mond“ von Nathan Filer begonnen habe. Doch dieses Buch hat mich überrascht und berührt, hat alle meine Erwartungen übertroffen. Der Roman handelt von der Geschichte des 19-jährigen Matthew Homes, Patient einer psychiatrischen Klinik in Bristol, welcher aus der Ich-Perspektive seine Vergangenheit schildert, die ihn in die Psychiatrie gebracht hat. Mittelpunkt dieser Erzählung ist Simon, Matthews älter Bruder, der mit 11 Jahren bei einem Unfall während des Campingurlaubs der Familie in Cornwall starb. Auch zehn Jahre später gibt sich Matthew noch die Schuld am Tod seines Bruders, welchen Matthew immer noch hören und sehen kann, wenn er seine Medikamente absetzt… Denn Matthew leidet an Schizophrenie. Als ich das Cover und den Titel dieses Romans zum ersten Mal gesehen habe, war ich etwas skeptisch. Ich konnte mir darunter nur wenig vorstellen, bin aber durch den Klappentext und die Leseprobe neugierig geworden. Auf dem Cover ist eine Ameise abgebildet, welche den Wunsch Simons nach einer Ameisenfarm symbolisiert. Im Mond kann Matthew seinen Bruder erkennen, eine Anspielung auf dessen Krankheit, Simon litt am Down-Syndrom. Nach der Lektüre empfinde ich dieses Cover als sehr passend. Außerdem ist das Hardcover mit einem Lesebändchen ausgestattet, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ebenso ungewöhnlich wie das Cover des Buchs, ist die restliche Gestaltung des Romans, beispielsweise erfolgt zwischenzeitlich ein Wechsel der Schriftart, da Matthew einen Teil seiner Erzählung auf dem Computer in der psychiatrischen Klinik und einen anderen Teil auf der Schreibmaschine in seiner Wohnung verfasst. Außerdem sind im Roman Briefe und Zeichnungen enthalten, sodass der vom Autor gewünschte Anschein, es handele sich bei dem Roman um eine „lose Blättersammlung“ erreicht wird. Diese Gestaltung hat mir sehr gut gefallen, da ich mir gut vorstellen konnte, wie Matthew alles, was er geschrieben hat und was seine Beschreibungen verdeutlicht, auf einen Stapel legt. Denn das Verfassen seiner Geschichte scheint für Matthew seine ganz eigene Therapie zu sein, welche er mit den Worten „Ich muss aufpassen. Ich muss es sorgfältig auspacken, nach und nach, damit ich es schnell wieder zusammenfalten und einstecken kann, falls es mir zu viel wird.“ (S.19) beginnt und als symbolischen Akt in Form einer Blättersammlung in der Psychiatrie zurücklässt. Matthew richtet sich in seiner Erzählung ganz bewusst (und nicht immer freundlich) an den Leser und offenbart dabei einen großen Teil seiner Psyche („Das ist mein Leben. Ich bin neunzehn Jahre alt, und das Einzige, worüber ich in meinem Leben frei bestimmen kann, ist diese Geschichte und wie ich sie erzähle. Allein schon deswegen will ich es nicht vermasseln. Es wäre nett von Ihnen, wenigstens zu versuchen, mir zu vertrauen.“ S.75). Der Leser erlebt einen klugen und sensiblen Protagonisten, der durch einen schrecklichen Schicksalsschlag und dessen Nachwirkungen aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Bereits der erste Absatz dieses Romans hat mich für ihn eingenommen, obwohl aus diesem kein unbedingt freundlicher, zugänglicher Mensch hervorgeht. Matthew macht häufig Gebrauch von Ironie, manchmal wird er sogar etwas zynisch, verhält sich ungerecht und dann wieder selbstlos. Häufig wirkt Matthew sehr abgeklärt und scheint Herr seiner Sinne zu sein (im Gegensatz zu den „Spinnern“, wie Matthew sie bezeichnet, in der Psychiatrie). Andererseits zeigt sich zwischenzeitlich immer wieder, wie Matthew durch seine Krankheit den Sinn für die Wirklichkeit verliert. Er ist zwiegespalten in seinen Empfindungen und seinem Verhalten. Durch die dargestellte Persönlichkeit Matthews und dessen Verhalten gelingt es Nathan Filer sehr nachdrücklich dem Leser einen Eindruck von der psychischen Erkrankung Schizophrenie zu vermitteln, der bei mir einige falsche Vorstellungen abgelöst hat. Auch werden der Alltag in der Psychiatrie und das Leben mit einer psychischen Krankheit sehr eindrucksvoll wiedergegeben. Matthew beschreibt sein Leben als „ein einziges Cut and Paste“, welches durch die formale Gestaltung hervorgehoben wird, denn häufig werden ganze Absätze mehrere Male im Laufe des Romans wiederholt, sodass die Eintönigkeit von Matthews Leben deutlich wird. Diese gezielten Wiederholungen sind hier sehr gekonnt eingesetzt worden. Gekonnt war für mich auch der Spannungsaufbau im Roman, obwohl man diesen zunächst gar nicht erwarten würde. Bis zum Ende des Romans bleibt die Frage offen, wie es zum Tod von Simon gekommen ist und warum Matthew sich die Schuld an diesem gibt. Nathan Filer schließt seinen Roman schließlich mit einem passenden Ende ab. Abschließend kann ich sagen, dass es sich hier um einen sehr eindrucksvollen, unterhaltsamen, authentischen und berührenden Debut-Roman handelt, welchen ich gerne weiterempfehle. Ich hoffe auf weitere Romane von Nathan Filer!

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Von der Schwierigkeit loszulassen
von Ruthild Maria Görschen aus Potsdam am 28.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Vorab: Für diesen Roman „Nachruf auf den Mond“ von Nathan Filer hätte mir der englische Titel „The shock of the fall“ frei übersetzt „Der Schock nach dem Fall“ besser geFALLen. Denn dieser Fall, bzw. dieser Sturz ist der Ausgangspunkt, um den sich alles dreht. Ohne Sturz keine Geschichte, keine... Vorab: Für diesen Roman „Nachruf auf den Mond“ von Nathan Filer hätte mir der englische Titel „The shock of the fall“ frei übersetzt „Der Schock nach dem Fall“ besser geFALLen. Denn dieser Fall, bzw. dieser Sturz ist der Ausgangspunkt, um den sich alles dreht. Ohne Sturz keine Geschichte, keine Verzweiflung, keine Schuldgefühle. Matthew Homes, der Ich-Protagonist, erzählt aus seinem Leben, zehn Jahre lang, bis er erwachsen ist. Er erzählt mit viel Fantasie, viel Poesie, mit Zeichnungen, einigen Puzzlestücken (die aber nie stören!) und etlichen Zeitsprüngen, die aber aus meiner Sicht auch in Ordnung sind. In diesen zehn Lebensjahren von acht bis achtzehn geht es hauptsächlich um seinen toten Bruder, Simon. Aber auch die Eltern, Matthews Freund Jacob und – besonders schockierend(!!) die Mitpatientin Jessica und andere Menschen, die ihm begegnen, spielen eine Rolle. Am Ende hat Matthew eine Idee, wie er sich befreien kann aus seinem Dilemma, das sich phasenweise in der Geschlossenen, einer Tagesklinik, zu Hause bei den Eltern oder in einer kleinen Wohnung abspielt, der er mit Jacob teilt. Diese Idee ist sehr nachahmenswert, sei aber hier nicht verraten. Die sehr lesenswerte und sogar spannende Geschichte bekommt von mir 5 Sterne. Das Papier, auf dem sie gedruckt ist, nur 3, weil es durchscheint und der Titel keinen, weil er nicht passt. Siehe oben.

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