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Neue Heimat?

Wie Flüchtlinge uns zu besseren Nachbarn machen. Mit e. Vorw. v. Heribert Prantl

Zuhause ist woanders – Flüchtlinge in Deutschland

202.834 Asylanträge gingen im Jahr 2014 bei deutschen Behörden ein. Hinter dieser Zahl verbergen sich Tausende Schicksale von Menschen, die nach einer oft monatelangen Odyssee traumatisiert hier ankommen. Laut Rechtslage dürfen Flüchtlinge zunächst keiner Arbeit nachgehen, nur warten: warten auf ein neues Leben, warten auf eine bessere Zukunft. Bei ihrem täglichen Kampf auf den Ämtern, bei Ärzten, Anwälten, Kitas und Schulen sind sie auf sich gestellt, Sprache und System sind ihnen fremd, nach Verzweiflung und Flucht erfahren sie nun täglich neu ihre Chancenlosigkeit. Neue Heimat ist eine Bestandsaufnahme aus dem Berliner Flüchtlingsalltag, die zeigt, wie deutsche Willkommenskultur oft wirklich aussieht.

»Wir haben eine Nachbarschaftsinitiative gegründet« Jeden Nachmittag malen und basteln wir mit den Kindern, machen Disco, Kino, Ausflüge, helfen den Eltern beim Arzt, beim Asylamt, beim Rechtsanwalt. Es sind inzwischen über 100 Freiwillige. Wir kämpfen gegen fehlende Unterlagen, scheinbar korrupte Strukturen, Millionen von Staatsgeldern, die ohne Verträge an obskure Firmen bezahlt werden. Wir machen Sprachkurse, organisieren Kitaplätze, kochen gemeinsam mit Nachbarn und feiern ausgelassen…Neue Heimat? zeigt, wie Integration gehen kann. Wie wir unser soziales Leben neu erfinden können. Wie wir über uns selbst hinauswachsen.

»Um die hier kümmert sich niemand. Ich will das tun. Natürlich ist das vollkommen unrealistisch und verrückt. Natürlich.« Marina Naprushkina

Portrait
Die Künstlerin Marina Naprushkina wurde1981 in Minsk/Weißrussland geboren. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Berlin und ist international ausstellend tätig. 2007 gründete sie das »Büro für Antipropaganda«, das u.a. die Zeitungen »Convincing victory« (2011) und »Self-governing« (2011–2012) veröffentlichte. Das Antipropagandabüro untersucht die Funktionsweise politischer Systeme und die Rolle der offiziellen Propaganda in autoritär regierten Ländern. Naprushkina ist außerdem Gründerin der Flüchtlingsinitiative »Neue Nachbarschaft//Moabit«.
Heribert Prantl, geboren 1953 in Nittenau/Oberpfalz, Dr. jur., Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Universität Bielefeld, ist seit 1988 Leitartikler der »Süddeutschen Zeitung« in München. Er leitet dort das Ressort Innenpolitik und ist Mitglied der Chefredaktion der Zeitung. Prantl hat Rechtswissenschaften, Geschichte und Philosophie studiert und parallel zum Studium eine journalistische Ausbildung gemacht. Er war vor seinem Wechsel in den Journalismus Staatsanwalt, Richter und Justizpressesprecher in Bayern.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 26.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95890-007-3
Verlag Europa Verlag
Maße (L/B/H) 216/139/25 mm
Gewicht 362
Abbildungen schwarzweisse Abbildungen
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
16,99
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