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Nicht schuldig

Gerechtigkeit ist keine Verhandlungssache - Ein Plädoyer des legendären Strafverteidigers

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Er hat Rechtsgeschichte geschrieben, war entscheidend an einigen der spektakulärsten Prozesse der Bundesrepublik beteiligt. Er setzt Richtern, Staatsanwälten, Kriminalbeamten hart zu. Er kämpft mit beharrlichen Fragen, anwaltlicher Ermittlungsarbeit und emotionalen, notfalls auch provokanten Auftritten um ein kostbares Gut: die Rechte eines Beschuldigten.
Steffen Ufer ist einer der bekanntesten Strafverteidiger Deutschlands, er streitet für Menschen vor Gericht, die des Mordes, des Betrugs oder der Erpressung beschuldigt werden. Jetzt erzählt er erstmals aus 50 Jahren Strafverteidigung, berichtet über haarsträubende Fehler der Strafverfolger und Sachverständigen – und schildert, wie schwierig es oftmals ist, der Gerechtigkeit zu ihrem Recht zu verhelfen.
Portrait
Steffen Ufer, geboren 1940, ist einer der bekanntesten Strafverteidiger Deutschlands. In 50 Berufsjahren verteidigte der langjährige Partner von Rolf Bossi mehr als 10.000 Mandanten, darunter Prominente wie Ottfried Fischer, Konstantin Wecker, Uli Hoeneß, den Oetker-Entführer Dieter Zlof und den Vierfach-Mörder Jürgen Bartsch. Ufer war oft in den USA tätig und engagierte sich gegen die Todesstrafe, etwa im Fall der LaGrand-Brüder. Steffen Ufer lebt in München.

Göran Schattauer, Jahrgang 1967, ist mehrfach preisgekrönter Journalist und Buchautor (Der letzte Schultag - die Amoktat von Winnenden). Seit 15 Jahren arbeitet er als Polizei- und Justizreporter beim Nachrichtenmagazin Focus, für seine Recherchen ist der Verfasser zahlreicher Enthüllungsgeschichten, Reportagen und Porträts weltweit unterwegs. Schattauer lebt mit seiner Familie in München.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 11.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-20138-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 222/144/27 mm
Gewicht 415
Verkaufsrang 62.599
Buch (gebundene Ausgabe)
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NICHT SCHULDIG. GERECHTIGKEIT IST KEINE VERHANDLUNGSSACHE - Steffen Ufers spannender und bewegender Rückblick
von j.h. aus Berlin am 20.10.2016

Nach 50 Berufsjahren ist Steffen Ufer (*1940) ohne Zweifel einer der bekanntesten Strafverteidiger Deutschlands. Die Bezeichnung "Star-Anwalt" mag der ehemalige Sozietätspartner des legendären Rolf Bossi (1923-2015) nicht - wohl auch aus jener Bescheidenheit heraus, die die hier vorliegenden Erinnerungen zu einem angenehmen Leseerlebnis werden lässt. "Ich habe immer vieles... Nach 50 Berufsjahren ist Steffen Ufer (*1940) ohne Zweifel einer der bekanntesten Strafverteidiger Deutschlands. Die Bezeichnung "Star-Anwalt" mag der ehemalige Sozietätspartner des legendären Rolf Bossi (1923-2015) nicht - wohl auch aus jener Bescheidenheit heraus, die die hier vorliegenden Erinnerungen zu einem angenehmen Leseerlebnis werden lässt. "Ich habe immer vieles mit nach Hause genommen, Ärger, Wut, Enttäuschung. Jahrzehntelang kannte ich kein Wochenende, darunter hat auch meine Familie gelitten. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Dinge nicht so nah an mich ranzulassen. Aber ich konnte nicht anders, habe mich immer mit Leib und Seele für meine Mandanten engagiert. Für mich ist Strafverteidiger kein Job. Es ist mein Leben." (S. 264) Im Vorwort berichtet Ufer über seine beruflichen Anfänge und das eher zufällige Zusammentreffen mit dem damals noch unbekannten Rolf Bossi. Sehr interessant ist auch die Erläuterung zum Berufsethos, die in nachfolgenden Kapiteln noch einige Präzisierungen erfährt: "Um jemanden zu verteidigen, muss ich nicht wissen, ob er wirklich unschuldig ist. Es genügt, wenn ich davon überzeugt bin, dass mein Mandant möglicherweise unschuldig ist. Dann kann ich mich ruhigen Gewissens für ihn einsetzen. Für mich galt und gilt der Grundsatz: Lieber 100 Schuldige laufen lassen, als einen Unschuldigen zu Unrecht einsperren." (S. 10) In Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Journalisten Göran Schattauer (*1967) erinnert sich Steffen Ufer in den folgenden 19 Kapiteln an unterschiedlichste Fälle aus seiner Laufbahn. Es beginnt mit der Kokain-Affäre von Ufers Jugendfreund Konstantin Wecker und endet mit einem noch nicht abgeschlossenen Fall erschütternder Polizeibrutalität mit Todesfolge - beides Vorgänge, in denen gegen das Gebot der Verhältnismäßigkeit in erstaunlich offensichtlicher Weise verstoßen wurde. Es gibt einige trotz ernsten Hintergrundes sehr lustige Fälle und es gibt Fälle von erschütternder Graumsamkeit. An Hand der nach langjähriger Haft 1999 in Arizona hingerichteten Brüder LaGrand nimmt Steffen Ufer ebenso emotional wie überzeugend gegen die Todesstrafe Stellung, deren Anwendung bis zum heutigen Tag in zahlreichen Bundesstaaten die USA einmal mehr in sehr zwiespältigem Licht erscheinen lassen. Nach mehr als 10000 Mandanten (darunter zahlreiche Prominente) ist auch diese Erkenntnis interessant: "Im Lauf meiner Karriere ist mir eines klar geworden: Jeder Mensch ist zu allem fähig, selbst zu unvorstellbar schrecklichen Verbrechen. Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass dies vor allem auf Menschen zutrifft, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen." (S. 10) Im finalen Kapitel "Der perfekte Mord" werden neben einigen persönlichen Fragen zahlreiche weitere Fälle kurz angerissen. Das im HEYNE-Verlag erschienene Buch ist kurzweilig zu lesen und Fans von True Crime vorbehaltlos zu empfehlen!

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