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Nicht von dieser Welt

Roman

(1)
Heinz ist ein Single, der gern liest, Schach spielt und seinen Hund verwöhnt. Ein Mann, der weder Handy noch Fernseher besitzt, nicht auf Facebook ist und sich nicht für Fußball interessiert. Seinen Lebenstraum, junge Menschen als Lehrer für Sprache und Literatur zu begeistern, hat Heinz eigentlich längst begraben…
Doch plötzlich steht er in einem Klassenraum eines Gymnasiums der Generation Selfie und WhatsApp gegenüber. Dort sitzen Olaf und seine Freunde, die die Schüler gegen Heinz aufwiegeln und vor keiner Eskalation zurückschrecken. Aber da sind auch sein skurriler Kollege Sker und vor allem zwei Schüler, die seinen Schutz brauchen. Vor einer Klassenfahrt hofft Heinz auf einen Neuanfang. Doch es kommt anders und Heinz entschließt sich, den Schülern in diesem Psychokrieg eine grausame Lektion zu erteilen.
Arne Ulbricht, "der Mann, der kein Beamter sein will" (Rheinische Post), hat mit Nicht von dieser Welt das eindringliche Psychogramm eines Lehrers geschrieben, der aus seinem Scheitern verhängnisvolle Konsequenzen zieht.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 290
Erscheinungsdatum 26.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-943767-58-2
Verlag KLAK Verlag
Maße (L/B/H) 200/131/25 mm
Gewicht 349
Auflage 1
Verkaufsrang 59.737
Buch (Klappenbroschur)
14,90
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Beklemmend und eindringlich
von Jashrin aus Bruchsal am 04.07.2016

Heinz Gödel hat seit seinem Referendariat nie wieder vor einer Klasse gestanden. Als sich plötzlich die Schulbehörde bei ihm meldet und fragt, ob er eine Stelle als Vertretungslehrer übernehmen würde, und ihm obendrein eine Festanstellung in Aussicht stellt, zögert Heinz nur kurz. Er gibt seinen Bürojob auf, um doch... Heinz Gödel hat seit seinem Referendariat nie wieder vor einer Klasse gestanden. Als sich plötzlich die Schulbehörde bei ihm meldet und fragt, ob er eine Stelle als Vertretungslehrer übernehmen würde, und ihm obendrein eine Festanstellung in Aussicht stellt, zögert Heinz nur kurz. Er gibt seinen Bürojob auf, um doch noch in seinem ursprünglichen Traumberuf zu arbeiten. Aber schon bald merkt er, dass besonders die 9a zu seinem persönlichen Albtraum wird. Auch dass die Kollegin Frau Huber sich immer wieder in seinen Unterricht einmischt, belastet ihn zusehends mehr. Gefangen zwischen seiner sich Angst vor dem Unterrichten und seiner Weigerung, sich sein Scheitern einzugestehen und die richtigen Konsequenzen daraus zu ziehen, spitzt sich seine Lage immer weiter zu und droht nicht nur ihn selbst in den Abgrund zu reißen. Arne Ulbricht hat seinen Roman durchweg aus der Sicht des Protagonisten geschrieben, so dass der Leser immer wieder in die Gedankenwelt von Heinz Gödel eintauchen kann. Auf die anfängliche Begeisterung doch noch als Lehrer arbeiten können, folgt bald die Ernüchterung. Die Schüler haben vielfach ihren eigenen Kopf, folgen mit ihren Handys lieber anderen Dingen als dem Unterricht und gerade in der 9a wird Heinz Gödel zunehmend immer offener provoziert. Jeder – Eltern, Schüler, Kollegen – hat Erwartungen an ihn, es gibt Druck und er findet keinen Weg damit umzugehen. Doch statt sich an jemanden aus dem Kollegium oder eine Vertrauensperson zu wenden, ignoriert er sein Scheitern und versucht mit Hilfe von Medikamenten die Unterrichtsstunden durchzustehen. Da er immer schon ein Außenseiter war, ist auch sein Bekanntenkreis sehr überschaubar, seine Beziehung zu Jenny eher fragwürdig und das Verhältnis zu seiner Familie kann man bestenfalls mit schwierig umschreiben. So verliert Heinz Gödel sich immer häufiger in gewaltsamen Szenen aus seinen geliebten Romanen und entwickelt befremdliche und bedrohlich wirkende Rituale, um sich zu Hause abzureagieren. Bereits der Prolog gibt dem Leser eine erschreckende Vorahnung auf das weitere Geschehen. Dennoch ist das Ende überraschend und zumindest für mich völlig unvorhersehbar. Es ist vor allem dadurch so bestürzend und furchtbar, als dass es für Heinz Gödel tatsächlich Sinn ergibt und er daher kaum anders handeln konnte. Die Entwicklungen in diesem Buch sind tragisch und mehr als einmal habe ich gedacht: Hätte er doch nie den Fehler gemacht die Stelle anzunehmen! Doch mit der Zusage nahm das Unglück seinen Lauf. Heinz Gödel war zu keiner Zeit ein sympathischer Charakter. Ich habe ihn mit Mitleid und Abscheu betrachtet. Trotzdem konnte ich mich mit ihm freuen, dass zumindest sein Kollege Sker ein Lichtblick für ihn war. Heinz Gödel erscheint vielfach wirklich nicht von dieser Welt und auch nicht aus unserer Zeit. Vielleicht wäre er in einer Zeit vor Smartphone, Internet und Social Media, als ein Lehrer noch automatisch stets eine Respektperson war, ein guter Pädagoge geworden, doch in unserer Gegenwart war es für ihn von Beginn an fast unmöglich. Mein Fazit: Arne Ulbricht hat eine eindringliche Charakterstudie eines Lehrers gezeichnet, der mehr und mehr an sich selbst, den Schülern, dem System und der Gesellschaft zerbricht und auf den Abgrund zusteuert, bis es zu spät ist, noch die Reißleine zu ziehen. „Nicht von dieser Welt“ ist kein schönes Buch, aber sehr lesenswert. Es ist eine beklemmende Geschichte, die mich gefesselt und nicht so schnell wieder losgelassen hat. Auch wenn das Buch einen Extremfall schildert, so ist es für mich keineswegs unrealistisch, was das Ganze umso erschreckender macht. Eine klare Leseempfehlung.

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