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Niemandsmädchen

Ein Ostfriesen-Krimi

(11)
Eine neue Kommissarin ermittelt in Ostfriesland – Der erste Fall für Hannah Adams
Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei von der engagierten Staatsanwältin Leyla Zapatka. Fast zeitgleich kollabieren im ostfriesischen Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen die beiden Frauen, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter.
Leserstimmen:
"Ich kann diesen Krimi nur empfehlen und hoffe sehr, dass diese Autorin noch weitere Bücher veröffentlichen wird.
Ein "Must have" für jeden Krimi-Fan." (Jutte Stieber)
"Guter Start einer neuen Krimi-Reihe. Sehr zu empfehlen." (Alex K.)
"Ich fand den Anfang stark und den Showdown sehr stark. Dazwischen hat die Autorin das Tempo und mich als Leserin sicher bei der Stange gehalten. Guter Thriller." (WilViersen)
Portrait
Eva-Maria Silber, geboren 1959 in Friedlos bei Bad Hersfeld, studierte in Gießen Jura und arbeitete als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin im Großraum Frankfurt am Main, bevor sie 2010 ihren Beruf wegen hochgradiger Schwerhörigkeit aufgeben musste. Nach zwanzig Jahren Pendeln zwischen ihrem Wirkensort und Ostfriesland, lebt sie jetzt endlich mit ihrem Mann an der Nordseeküste in Funnix bei Wittmund, sechs Kilometer vom Meer entfernt. Seit sie nicht mehr ihrem Beruf nachgehen kann, schreibt sie Krimis und Thriller. Ihr Debüt-Roman »Endstation A4« erschien 2014, weitere Veröffentlichungen folgten. 2016 belegte sie den zweiten Platz bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb des Chiliverlages.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 200, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783958190900
Verlag Midnight
Verkaufsrang 23.691
eBook
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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Ein Krimi, der unter die Haut geht!
von Nina W. aus Eppelborn am 18.02.2017

Zum Inhalt: Eine neue Kommissarin ermittelt in Ostfriesland – Der erste Fall für Hannah Adams Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams... Zum Inhalt: Eine neue Kommissarin ermittelt in Ostfriesland – Der erste Fall für Hannah Adams Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei von der engagierten Staatsanwältin Leyla Zapatka. Fast zeitgleich kollabieren im ostfriesischen Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen die beiden Frauen, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter. Über die Autorin: Eva-Maria Silber, geboren 1959 in Friedlos bei Bad Hersfeld, studierte in Gießen Jura und arbeitete als Rechtsanwältin und Strafverteidigerin im Großraum Frankfurt am Main, bevor sie 2010 ihren Beruf wegen hochgradiger Schwerhörigkeit aufgeben musste. Nach zwanzig Jahren Pendeln zwischen ihrem Wirkensort und Ostfriesland, lebt sie jetzt endlich mit ihrem Mann an der Nordseeküste in Funnix bei Wittmund, sechs Kilometer vom Meer entfernt. Seit sie nicht mehr ihrem Beruf nachgehen kann, schreibt sie Krimis und Thriller. Ihr Debüt-Roman »Endstation A4« erschien 2014, weitere Veröffentlichungen folgten. 2016 belegte sie den zweiten Platz bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb des Chiliverlages. Mein Fazit und meine Rezension: Im Landkreis Etzel geschieht im Mai 2009 ungeahntes: ein großes Unglück für Mensch, Umwelt und Tier bahnt sich an und alle Rettungskräfte werden mobilisiert, um die umliegende Bevölkerung zu evakuieren. Als ob das nicht genug wäre, verschwindet kurz darauf im Krankenhaus eine Mutter mit ihrem Neugeborenen. Mitten im Chaos wird Kriminalkommissarin Adams von dem Krankenhaus informiert und setzt alle Hebel in Bewegung, um die orientierungslose Mutter und ihr Neugeborenes wieder zu finden ... doch wie soll man bei dem Chaos noch den Überblick behalten? Mit Hilfe der jungen und adretten Staatsanwältin Zapatka kämpft sich Adams durch die flüchtenden Menschenmengen und hin in ein unscheinbares Dorf, das viele Geheimnisse birgt... Etzel im Mai 2009 ... die Kavernen lecken, Gas strömt aus und die nähere Umgebung wird evakuiert, aufgrund der meteorologischen Gegebenheiten breitet sich das Gas weiter als erwartet aus. Als ich die vielen Berichte gelesen habe und mir dabei die traumhafte Landschaft vorgestellt habe, die ich seit meinem ersten Urlaub im Jahr 2011 nicht mehr aus dem Kopf bekomme und seitdem fast jährlich dort bin, hat mir der Atem gestockt. Tatsächlich hat es schon ähnliche Störfälle dort gegeben - eine Recherche im Internet hat es ans Tageslicht gebracht. Inmitten von all dem Chaos, den Rettungskräften und den Evakuierungsmaßnahmen bahnt sich eine weitere Katastrophe an: die junge Christina flüchtet mit ihrem neugeborenen Mädchen aus dem Krankenhaus, ihre Geburt wurde aufgrund eines Fahrradunfalls eingeleitet ... ihr habt noch immer nicht genug? Okay, dann geht es weiter ... Dem Leser wird bereits zu Anfang in eine angespannte Atmosphäre rein gesogen. Zuerst die Katastrophe in Etzel, dann das Gebahren der frisch gebackenen Mutter im Krankenhaus. Das süße Mädchen wird als "Affe" betitelt und man muss mehrfach lesen, wie sie das Neugeborene vor lauter Ekel gepackt von sich stößt und es nicht annimmt. Was genau hat sie denn? Von einer Schwangerschaft will sie nichts gewusst haben, nimmt das Kind nicht als ihres an und ist geschockt darüber, dass man es ihr immer wieder aufzwingt. Und dann ist da noch die Sorge um ihren Ehemann oder besser gesagt, die nackte Panik, die sie bei dem Gedanken an seine Worte (und Taten) erfasst, wenn sie nur daran denkt, ihm nach zwei Tagen unentschuldigter Abwesenheit unter die Augen zu treten. Für sie ist es schnell klar: sie muss einfach nur weg aus dem Krankenhaus und damit der Affe sie nicht verrät, muss er mit. Ich war schockiert als ich gelesen habe, wie sie mit ihrer Tochter umgeht, wie lieblos sie in den Korb des Fahrrads wirft, das sie gestohlen hat und es inmitten der prallen Sonne einfach liegen lässt, nicht säugt und sich auch sonst nicht kümmert. Im Krankenhaus ist eines schnell klar: sie leidet unter einer Krankheit mit dem Namen "Neonatizid", sie hat weder ihre Schwangerschaft wahrgenommen, noch die körperlichen Veränderungen, das Baby nimmt sie nicht an, empfindet es als Ballast und möchte es so schnell wie möglich los werden. Muttergefühle wurden nicht entwickelt. Eine dramatische Situation, insbesondere für die junge Staatsanwältin, die gerade in ihrem Privatleben einiges durchmachen muss. Dass Kriminalkommissarin Adams an jeder ihrer Fragen oder auch nur Reaktionen etwas auszusetzen hat und der jungen Staatsanwältin ständig Paroli bietet, macht es nicht einfacher. Mit Adams und Zapatka treffen zwei starke, aber vollkommen unterschiedliche Charaktere aufeinander. Adams, die von ihrer alten Behörde versetzt wurde, aufgrund eines dummen Vorfalles, kämpft sich als Frau in einer Männerdomäne sehr gut durch, sie ist bissig, verteilt Hiebe und steckt einiges ein, doch auch sie kann sehr gut austeilen - wie Zapatka erfahren muss. Die junge Staatsanwältin hat gesundheitliche Probleme und zu allem Übel hat ihr langjähriger Freund ihr eröffnet, dass er eine andere liebt - und das, obwohl sie schwanger ist. In diesem Zustand soll sie eine Frau suchen, die ihr eigenes Baby womöglich töten will. Wie soll es ihr da schon gehen? Mich hat die Geschichte sehr fasziniert. Ich war mitten im Geschehen drin, konnte mit beiden Frauen mitfühlen und habe auch während dem Lesen die Beiden angefeuert, dass sie Christina schnell und vor allen Dingen ihren Säugling lebend finden! Die Katastrophe um Etzel war stets mit von der Partie - wenn für mich auch eher im Hintergrund, doch konnte man die Ausuferungen auch während der Suche erkennen. Für mich ist es einfach unvorstellbar, wie eine Mutter ihr eigenes Kind verstoßen kann, es sogar töten möchte! Wie kann man ein solches Wunder nur vernichten wollen? Wie die Geschichte ausgeht, ob man Christina gefunden hat und ob die Gefahr in und für Etzel gebannt werden konnte, das lest ihr am besten selbst. Ich kann euch dieses Buch mit Spannung und Nervenkitzel auf jeden Fall weiter empfehlen!

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Wow! Seit langem der beste Krimi, den ich gelesen habe! Spannung, drama und alles was dazu gehört!
von einer Kundin/einem Kunden aus Aarau Rohr am 16.01.2017

Der Tag beginnt damit, dass eine Katastrophe nach der Anderen naht. Gaslecke in Etzel, die zu einer gewaltigen Gefahr werden können und dann auch noch eine ungewollte Mutter, die ihr Kind nicht erkennt und damit abhaut um es klammheimlich umzubringen. Detectiv Adams und Leyla machen sich gemeinsam auf die... Der Tag beginnt damit, dass eine Katastrophe nach der Anderen naht. Gaslecke in Etzel, die zu einer gewaltigen Gefahr werden können und dann auch noch eine ungewollte Mutter, die ihr Kind nicht erkennt und damit abhaut um es klammheimlich umzubringen. Detectiv Adams und Leyla machen sich gemeinsam auf die Suche, doch mit den Beiden ist nicht leicht Kirschen essen... Zu alledem ahnt niemand, was für Ausmass, das Ganze noch nehmen wird. Schon zu beginn merken wir, dass irgendetwas nicht stimmt. Christiana, eine Frau die ein Kind gebar, erkennt es nicht als Mensch, sondern als Affen und rügt es für seine Tat. Ihr Schmerzen zu zufügen. Sie weiss, sie muss es beseitigen, sonst wäre alles vorbei. Doch leider konnte sie das nicht so gut verbergen, wie sie zunächst gemeint hat. Ihre Reaktion auf das Baby, setzt nicht nur das Krankenhaus in Alarmbereitschaft und die Suche nach ihr beginnt. Als Nebenstory, erfährt der Leser, dass ein Gasleck in einem Speicher entstanden ist, was zu explosivem Ausmas anschwillen kann. Wie sich das ganze entwickelt, werde ich hier nicht vorweg nehmen. Von anfang an, hat die Autorin eine ganz besondere und spannende Art, sich auszudrücken. Von vorne, bis zur letzten Seite, fieberte ich mit den Charakteren und fühlte so sehr mit, dass ich es auch mal für einige Minuten aus der Hand legen musste. Sonst wäre ich wahrscheindlich wutschnaubend durch den Raum gestapft. Besonders die Rolle der Adams, gegenüber Leyla, war dermassen intensiv, dass ich sie am liebsten, durch das Buch angeschrien hätte, was mit ihr nicht stimmt. Mit der Zeit aber, gewöhnt man sich an ihr Temperament und lernt es zu schätzen. Die Zeitungsartikel die sich um das Gasleck drehen und immer zu beginn eines jeden Kapitels auftauchen, geben auch eine gewisse Abwechslung und Entspannung in das Ganze. So, dass man gut weiterlesen kann, ohne ganz auszurasten. Zur Mitte hin, wird das Buch dann auch wirklich super toll, ohne die ganzen agressiven Gedanken, der Adams gegenüber. Ehernoch beginnt der Leser, Sympathie für sie zu empfinden. Das hat mir noch den Rest gegeben. Fazit: Toller Anfang, super Mitte aber ein absoluter, hammermässiger Schluss!!! Dafür danke ich der Autorin, für dieses Erlebnis. Absolute Leseempfehlung von mir.

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Ein Krimi, der unter die Haut geht
von mabuerele am 24.11.2016

Das Buch beginnt mit der Beschreibung eines Geburtsvorganges. Dann wird erzählt, was dem voraus gegangen ist. Eine Frau war nachts mit dem Fahrrad gestürzt. Ein Passant rief den Krankenwagen. In der Klinik hat Christina, diese Frau, dann ein kleines Mädchen geboren. Doch sie lehnt das Kind ab und kann sich... Das Buch beginnt mit der Beschreibung eines Geburtsvorganges. Dann wird erzählt, was dem voraus gegangen ist. Eine Frau war nachts mit dem Fahrrad gestürzt. Ein Passant rief den Krankenwagen. In der Klinik hat Christina, diese Frau, dann ein kleines Mädchen geboren. Doch sie lehnt das Kind ab und kann sich an keine Schwangerschaft erinnern. Sie nennt das Baby Äffchen und nutzt die erste Gelegenheit, mit dem Kind heimlich das Krankenhaus zu verlassen. Sie kennt nur ein Ziel. Sie will zurück zu ihrem Ehemann, obwohl sie mit Prügeln rechnen muss. Die Ärzte fürchten um das Leben des Kindes und informieren die Polizei. Die hat aber gerade alle Hände voll zu tun, denn in Etzel explodieren Erdgaskavernen. Die Autorin hat einen spannenden, aber auch bedrückenden Krimi geschrieben. Sie zeigt die Protagonisten in Extremsituationen. Es ist ihre Aufgabe, ein Kind zu retten – vor der eigenen Mutter. Das Besondere an der Geschichte besteht darin, dass die Handlung sich in nur einem einzigen tag vollzieht. Für die Suche nach dem Kind werden Staatsanwältin Leyla und Kriminalkommissarin Adams abgestellt. Beide haben ihr Päckchen zu tragen. Leyla leidet an einer Erbkrankheit, die zu Schwindelanfällen führt. Wegen ihrer Schwangerschaft verstärken sich die Syndrome. Bisher konnte sie ihre Probleme gut verbergen. Hinzu kommt aber, dass sich ihr Freund auf sehr kalte Art und Weise gerade an diesem Morgen von ihr getrennt hat. Adams wurde nach einem Zwischenfall auf ihrer alten Stelle nach Etzel versetzt. Sie hat sich ihren beruflichen Weg hart erkämpft und steckt voller Vorurteile. Ihre beherrschende Art zeigt sich im Laufe der Handlung eher als Verdrängungsstrategie, denn als Charaktereigenschaft. Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Die Geschehnisse rund um die Gasexplosion werden kursiv dargestellt. Die notwendigen Evakuierungsmaßnahmen bremsen die Aktionen der Ermittler aus und erhöhen so den Spannungsbogen. Die Autorin versteht es, ein umfassendes Bild von der Psyche ihrer Protagonisten zu zeichnen. Christinas blinde Abhängigkeit von ihrem prügelnden Ehemann und das völlige Fehlen von Schuldgefühlen sind Beispiele dafür. Ihr Kind ist für sie kein menschliches Wesen, sondern ein Störenfried, der beseitigt werden muss. Die medizinischen und psychologischen Hintergründe für diese Verhalten werden allgemeinverständlich erklärt und geschickt in die Handlung integriert. Gut gefallen hat mir, wie sich die Beziehung zwischen Leyla und Adams Stück für Stück ändern. Beide haben an diesem einen Tag eine Menge dazugelernt. Auch der Blick ins Gesundheitswesen fand mein Interesse. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Hier wird in einer fesselnden Handlung ein Thema konsequent aufgearbeitet, das man sonst nur als kurze Nachricht aus den Medien kennt. Gekonnt integriert wurden Zahlen und Fakten über verdrängte Schwangerschaften. Die Beschränkung auf die wenigen Stunden eines Tages komprimiert das Geschehen. Die Einbeziehung einer menschengemachten Katastrophe ist ein geschickter Schachzug, um den Fokus auf nur wenige Personen zu lenken und nicht ein Großaufgebot an Polizisten auf die Suche zu schicken.

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Umweltkatastrophe spannend im Krimi verpackt
von Xanaka aus Berlin am 16.11.2016

Eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes bahnt sich im Mai 2009 im Landkreis Etzel an. Erdgas-Untergrundspeicher haben ein Leck. Es tritt Gas aus. Als die örtlichen Organe und Behörden die Dimension dieses Unglücks überblicken, wird die Evakuierung der betroffenen Orte angeordnet. In diesem Chaos wird die Kriminalkommissarin Adams von der örtlichen... Eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes bahnt sich im Mai 2009 im Landkreis Etzel an. Erdgas-Untergrundspeicher haben ein Leck. Es tritt Gas aus. Als die örtlichen Organe und Behörden die Dimension dieses Unglücks überblicken, wird die Evakuierung der betroffenen Orte angeordnet. In diesem Chaos wird die Kriminalkommissarin Adams von der örtlichen Klinik informiert, dass eine ungepflegte, desorientierte Frau mittleren Alters nach der Geburt ihrer Tochter mit dieser verschwunden ist. Personalien von ihr sind nicht vorhanden. Es besteht der dringende Verdacht, dass sie ihre Tochter, als unangenehmes Geschehnis beseitigen will. Kollegen, die Adams unterstützen könnten sind auf Grund der Evakuierungsmaßnahmen nicht verfügbar. Einzig die hinzugezogene Staatsanwältin Leyla Zapatka nimmt sich des Falles an. Auch sie hegt schnell den Verdacht, dass die Kindsmutter auf Grund einer verdrängten Schwangerschaft sich des Kindes entledigen will. Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, Wettlauf mit der Zeit beginnt. Gerade am Anfang habe ich gedacht, was hat diese Umweltkatastrophe nun in diesem Buch verloren. Jetzt am Ende ist mir klar, nur dadurch konnte alles so geschehen, wie es geschehen ist. Im Normalfall einer Ermittlung hätten sich die Protagonisten so nie kennengelernt. Gerade die Hauptpersonen tragen in diesem Buch wesentlich zur Geschichte bei. Eva Maria Silber hat hier, in dieser Ausnahmesituation, wahrlich fast gescheiterte Existenzen zusammengebracht. Alle sind mit schier unlösbaren Problemen belastet und machen den anderen es dadurch noch schwerer mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Kommissarin Adams ist verbittert, mit der Situation unzufrieden und zudem befürchtet sie auch noch zu Recht, dass alle wissen, warum sie in dieses Kaff versetzt wurde. Entsprechend barsch und unnahbar geht sie mit allen Leuten um. Freundlichkeit ist ein Fremdwort für sie. Die Staatsanwältin, die gerade erfahren hat, das sie unter einer seltenen Krankheit leidet und dass ihr Verlobter sich anderweitig verliebt hat, steht ihr gegenüber. Beide haben gegenseitig extreme Vorurteile und können am Anfang überhaupt nicht miteinander umgehen. Lediglich die Sorge um das eventuell gefährdete Kind lässt sie gemeinsam agieren. Und dann tritt eine Wandlung ein. In einer akuten Notsituation öffnet sich die Staatsanwältin und erhält sogar Mitgefühl von Adams. Diese und auch die weiteren Entwicklungen haben mir besonders gut gefallen. Hier konnte ich die Entwicklung der Protagonisten besonders gut beobachten und sie wurden mir immer sympathischer. Die Darstellung, wie die Autorin ihre Protagonisten agieren lässt, faszinierte mich sehr. Als Leser fieberte und bangte ich mit ihnen mit. Der Schreibstil ist flüssig, die Dialoge sind ansprechend – beides erleichterte das Lesen ungemein. Die Autorin schreibt in einem guten Tempo, so dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen mag. Auch die Thematik des Buches ist immer wieder aktuell. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne. Ich hoffe, es gibt mit diesem Team weitere Bücher.

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Hochspannung im idyllischen Ostfriesland
von YviWa am 16.11.2016

Hochspannung im idyllischen Ostfriesland Ein spannender Fall beschäftigt Kriminalkommissarin Hannah Adams und Staatsanwältin Leyla Zapatka. In einer nahegelegen Klinik brachte eine junge Frau ein kleines Mädchen zur Welt. Die Ärzte waren jedoch aufgrund des Zustandes der Kindesmutter äußerst alarmiert, da diese offensichtlich geistig verwirrt war und das Kind zu Beginn... Hochspannung im idyllischen Ostfriesland Ein spannender Fall beschäftigt Kriminalkommissarin Hannah Adams und Staatsanwältin Leyla Zapatka. In einer nahegelegen Klinik brachte eine junge Frau ein kleines Mädchen zur Welt. Die Ärzte waren jedoch aufgrund des Zustandes der Kindesmutter äußerst alarmiert, da diese offensichtlich geistig verwirrt war und das Kind zu Beginn ablehnte. Als sie plötzlich mit ihrem Kind aus der Klinik verschwindet beginnt die rasante Suche. Ein kleiner Nebenschauplatz ist der Ort Etzel in dem es zu einem Gasunglück gekommen ist. Für mich ist dieser Nebenschauplatz jedoch relativ uninteressant gewesen, auch wenn er sehr real dargestellt wurde. Eine feste Verbindung zur Gesamtgeschichte bestand jedoch nicht. (Außer das die Polizei auch hier sehr fest eingebunden war und daher die Kapazitäten gering waren). Sehr begeistert war ich von der Beschreibung der Hauptfiguren. Sie wurden mit viel Liebe zum Detail dargestellt und wirkten dadurch äußerst real und mit Ecken und Kanten versehen. Leider erfolgte die Beschreibung der Hauptfiguren erst in der Mitte des Buches, ich hätte mir dies zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht. Ein Buch voller Hochspannung, dass sehr realistisch die Themenbereiche verdeckte Schwangerschaft, Kindeswohlgefährdung und Kindstötung behandelt. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, sollte jedoch aufgrund der brisants der Themen möglichst viele Leser erreichen. Ein wunderschön gewähltes Cover das ich sehr gerne in mein Bücherregal stellen würde. Zwei kleine Minuspunkte gibt es jedoch trotz spitzen Bewertung. Leider ist dieses Buch bisher nur im EBook Format erhältlich und daher nichts für papierverwöhnte Leseratten. Außerdem ist es leider sehr kurzlebig, besonders als der Spannungsbogen seinen Höhepunkt erreicht hat, geht das Buch dann sehr schnell zu Ende und am Ende des Buches ist eine große Leseprobe für ein weiteres Buch und viel Werbung für andere Kaufempfehlungen. Dies fand ich persönlich sehr schade. Trotzdem erhält dieses Buch meine volle Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Ich habe schon lange auf das 2. Buch dieser Autorin gewartet
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Hersfeld am 09.11.2016

Ihr Erstlingswerk ?Endstation A4" war schon sehr spannend, aber NIEMANDSMÄDCHEN ist noch viel besser gelungen. Ich konnte den eReader nicht mehr aus der Hand legen. Hier sind zwei völlig unterschiedliche Handlungsstränge miteinander verbunden worden, die ich in dieser Form nicht erwartet hätte. Man merkt schon sehr früh, dass die... Ihr Erstlingswerk ?Endstation A4" war schon sehr spannend, aber NIEMANDSMÄDCHEN ist noch viel besser gelungen. Ich konnte den eReader nicht mehr aus der Hand legen. Hier sind zwei völlig unterschiedliche Handlungsstränge miteinander verbunden worden, die ich in dieser Form nicht erwartet hätte. Man merkt schon sehr früh, dass die Autorin viel Zeit und Arbeit in eine gute Recherche gesteckt hat. Was auch für den einen Handlungsstrang unbedingt nötig ist. Ich kann und möchte hier nicht deutlicher werden, sonst würde ich anderen Lesern zu viel vorweg erzählen. Das wäre sehr schade. Ein "Must have" für jeden Krimi-Fan. Ich kann diesen Krimi nur empfehlen und hoffe sehr, dass diese Autorin noch weitere Bücher veröffentlichen wird.

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Schwieriges Thema, spannendes Ende
von einer Kundin/einem Kunden aus Viersen am 05.11.2016

Ganz schön mutig, so ein Thema anzupacken. Wer will das lesen, fragte ich mich, und antwortete, ich. Vielleicht hätte ich mir mehr Aufarbeitung zur psychologischen Verfasstheit der Täterin gewünscht. Vielleicht wäre genau das aber falsch gewesen und hätte dozierend gewirkt. Ich vermag es abschließend nicht zu sagen. Ich fand... Ganz schön mutig, so ein Thema anzupacken. Wer will das lesen, fragte ich mich, und antwortete, ich. Vielleicht hätte ich mir mehr Aufarbeitung zur psychologischen Verfasstheit der Täterin gewünscht. Vielleicht wäre genau das aber falsch gewesen und hätte dozierend gewirkt. Ich vermag es abschließend nicht zu sagen. Ich fand den Anfang stark und den Showdown - nö, kein Spoiler - sehr stark. Dazwischen hat die Autorin das Tempo und mich als Leserin sicher bei der Stange gehalten. Guter Thriller. Guter Auftakt für eine Serie. Die Protagonistinnen dürfen gerne noch mehr Konturen gewinnen. Für mich waren die Figuren aber sehr schlüssig.

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Niemandsmädchen
von nellsche am 17.02.2017

Eine Frau wird nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert und bringt daraufhin ihr Kind zur Welt. Als die Krankenschwester ihr das Baby bringt, stößt die Mutter es angeekelt von sich. Kurz darauf sind die Frau und ihr Baby spurlos verschwunden. Da das Schlimmste befürchtet wird, machen sich die Kriminalkommissarin... Eine Frau wird nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert und bringt daraufhin ihr Kind zur Welt. Als die Krankenschwester ihr das Baby bringt, stößt die Mutter es angeekelt von sich. Kurz darauf sind die Frau und ihr Baby spurlos verschwunden. Da das Schlimmste befürchtet wird, machen sich die Kriminalkommissarin Hannah Adams und die Staatsanwältin Layla Zapatka auf die Suche nach der unbekannten Frau und ihrem Baby. Parallel kollabieren in der Nähe drei Erdgaskavernen. Sämtliche zur Verfügung stehenden Polizeibeamten sind mit der Evakuierung der Bevölkerung beschäftigt und können daher die Suche nach dem Baby nicht unterstützen. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, denn die Geschichte ist flüssig zu lesen und klar strukturiert, so dass ich stets folgen konnte. Das Hauptaugenmerk liegt bei der Suche nach der Frau und dem Baby. Zwischendurch gibt es Absätze, die in kursiv geschrieben sind und den Leser über die aktuellen Geschehnisse hinsichtlich des Gasunglücks auf dem Laufenden halten. Dadurch ist klar, warum die beiden Frauen bei der Suche auf sich alleine gestellt sind. Christina, die Frau, die das Baby bekommen hat, wurde gut dargestellt. Ihre Verwirrtheit und ihr Leugnen kamen realistisch bei mir an. Wie sie das Baby ansah und betitelte, zeigten, dass sie sehr große psychische Probleme hat. Im Laufe des Buches erfährt der Leser dann auch, was ihr in ihrem bisherigen Leben geschehen ist. Mit der Kriminalkommissarin Hannah Adams bin ich einfach nicht richtig warm geworden. Ich fand ihr Verhalten sehr unprofessionell und unangebracht aggressiv. Das fand ich befremdlich. Auch wie sie die Staatsanwältin behandelt hat, fand ich total unangemessen. Wenn sie ihr normal höflich-freundlich entgegen gekommen wäre, hätte ich sie bestimmt sympathischer gefunden. Aber so fand ich sie lediglich am Ende ein wenig sympathisch. Die Staatsanwältin Layla Zapatka war mir dagegen sehr sympathisch. Sie hatte gerade mit erheblichen privaten und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, was sie menschlich machte. Aufgrund dessen konnte sie sich auch nicht gegen Hannah Adams durchsetzen und behaupten. Den Plot fand ich interessant. Die Vorstellung, dass eine Frau ihre Schwangerschaft nicht bemerkt und von einer Geburt überrascht wird, will einfach nicht in meinen Kopf rein. Insofern fand ich die Thematik sehr interessant. Was dann teilweise mit den ungewollten Babys geschieht, ist einfach grausam. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte gerne noch etwas spannender sein dürfen. Nichtsdestotrotz wurde ich gut unterhalten und vergebe vier Sterne.

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Ein Thema, das uns alle angeht
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 09.11.2016

Eva-Maria Silber, Juristin, Schriftstellerin, wohnt an der Nordseeküste, Debüt-Roman "Endstation A4". Die Angaben sind der Seite der Autorin entnommen (https://silber-thriller.com/about/), wo weitere Infos zu finden sind. Der erste Fall von Hannah Adams spielt an einem einzigen Tag und ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt: zum einen die Havarie der Erdgaskavernen, zum... Eva-Maria Silber, Juristin, Schriftstellerin, wohnt an der Nordseeküste, Debüt-Roman "Endstation A4". Die Angaben sind der Seite der Autorin entnommen (https://silber-thriller.com/about/), wo weitere Infos zu finden sind. Der erste Fall von Hannah Adams spielt an einem einzigen Tag und ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt: zum einen die Havarie der Erdgaskavernen, zum anderen die Mutter, die ihr Neugeborenes nicht will. Beide Stränge haben direkt nichts miteinander zu tun, die Havarie ist ein schriftstellerischer Kniff, um die Suche nach Mutter und Kind spannender zu gestalten Das gelingt Eva-Maria Silber eindrucksvoll. Ich zumindest habe um das kleine Mädchen gezittert und gehofft, dass es rechtzeitig gefunden wird. Die Gedanken der Mutter sind nachvollziehbar, wenn auch nicht verständlich. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Kommissarin Adams ist eine sehr unsympathische Frau, die sich vom Leben ungerecht behandelt fühlt und auftritt wie "die Axt im Walde". Staatsanwältin Zapatka ist eine junge Frau, die gerade genügend private Probleme zu meistern hat: sie leidet unter Schwerhörigkeit, sie ist schwanger und ihr Freund verlässt sie genau an diesem Morgen. Stoff genug für einen Zickenkrieg vom Feinsten. Auch Adams Mitarbeiter Lemberger - einfach köstlich. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, das nicht einfache Thema ist einfühlsam umgesetzt. Das Cover zeigt eine Szene an der Nordseeküste, die Farben wirken bedrohlich. Der Name der Autorin rückt im Gegensatz zum Titel in den Hintergrund. Es passt gut zum Krimi. Zwei kleine Wermutstropfen habe ich: die Havarie wird mir zu schnell und unproblematisch behoben. Allein dieses Szenario verdient einen eigenen Krimi. Zum anderen ging mir persönlich die Wandlung von der zutiefst vom Leben enttäuschten Kommissarin zu einer mitfühlenden Freundin etwas zu schnell. Fazit: ein spannender Krimi mit einem sehr traurigen Fall, von mir gibt es eine Leseempfehlung. Ich freue mich auf den nächsten Fall mit Hannah Adams.

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Konnte mich leider nicht überzeugen!
von Brixia am 16.01.2017

Darum geht es... Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei... Darum geht es... Als Schwester Melanie das Krankenzimmer betritt und der jungen Mutter ihr Neugeborenes überreicht, blickt diese sie nur aus leeren Augen entsetzt an. Kurz darauf sind Mutter und Kind wie vom Erdboden verschluckt. Kriminalkommissarin Hannah Adams macht sich auf die Suche nach den beiden. Unterstützt wird sie dabei von der engagierten Staatsanwältin Leyla Zapatka. Fast zeitgleich kollabieren im ostfriesischen Etzel drei Erdgaskavernen. Während die Bevölkerung im Umkreis der Katastrophe evakuiert wird, versuchen die beiden Frauen, das Baby zu retten – vor seiner eigenen Mutter. Meine Meinung Krimis und Thriller sind für mich immer wieder eine Herausforderung, nicht alle entsprechen meinen Anforderungen und können mich mit ihrer Story leider nicht überzeugen. So erging es mir auch dieses Mal mit "Niemandsmädchen", ich dachte dabei an einen soliden Ostfriesenkrimi. Da ich auch aus dem Norden komme lese ich sowas sehr gern, allerdings konnte mich die Geschichte und die Charaktere nicht wirklich überzeugen. Eva-Maria Silber hat einen allgemein gut verständlichen und spannenden Schreibstil. Die Autorin weiß wie man den Leser führen muss und behält den roten Faden bei. Grundsätzlich gefiel mir das gestaltete Setting sehr gut. Doch die Charaktere waren nicht wirklich gut gezeichnet, teilweise etwas übertrieben und durch einige "Klischees" aufgebauscht. Die Dialoge sind stets aggressiv und selbstgefällig gehalten. Gerade zwischen den Hauptprotagonisten baut sich für mich ein Hass auf, der für mich so gar nicht nachzuvollziehen war. Dadurch wirkte alles sehr Oberflächlich gestaltet. Etwas was ich persönlich sehr schade fand, so waren die Charaktere an sich gut gewählt und gestaltet worden. Der Einstieg ins Buch gelang mir noch sehr gut, der "Prolog" lässt den Leser bei einem wichtigen Ereignisse teilhaben damit sich alles perfekt in die Reihe der Geschehnisse einfügen kann. Die Geschichte thematisiert dabei ein heikles Thema und ist knapp erzählt. Eine Mutter verschwinden zusammen mit ihren Kind spurlos aus dem Krankenhaus. Grundsätzlich nichts weitere dabei, hätte die Mutter nur nicht so auf ihr Kind reagiert - als hätte sie nicht gewusst das sie Schwanger wäre. Daraufhin wird die Polizei hinzugezogen, die hat allerdings mit einer Evakuierung genug zu tun. Denn im nahegelegenen Dorf Etzel kollabiert eine Erdgasanlage. Die Kommissarin Adams und die neue Staatsanwältin Zapatka sind bei den Ermittlungen nun auf sich allein gestellt und versuchen den Mutter und ihr Kind zu finden - ein fast aussichtsloser Wettlauf gegen die Zeit. Leider wurde ich mit Adams und Zapatka nicht wirklich warm. Durch die Feindseligkeit die die Kommissarin Adams der Staatsanwältin durchweg entgegenbringt und dies ohne ersichtlichen Grund, wurde es mir langsam aber stetig zufiel des "guten". Die beiden sind als Charaktere sehr gegensätzlich, Zapatka ist eher zurückhaltend und schluckt eher mal einen zickigen Kommentar der Kommissarin herunter statt mal ein Machtwort zu sagen. Auf der anderen Seite findet die Kommissarin sich mit jedem bissigen Kommentar stärker. Persönlich finde ich dass dies ein bisschen zufiel Feindseligkeit war. Dies führte dazu das ich nur stockend weiterkam und das Buch oft zur Seite legte. Wäre der Fall rund um die verschwundene Mutter und das Baby nicht gewesen hätte ich wohl kaum bis zum Ende durchgehalten. Dabei kam es mir zu gute dass sich die Kapitel in zwei Handlungsstränge aufteilen. Wir erleben die Ermittlung der Kommissarin und der Staatsanwältin getrennt von der Sichtweise der jungen Frau mildem Baby. Dazwischen werden immer wieder kurz die Sicht von möglichen Zeugen aufgezeigt, was ich sehr interessant fand. Fazit Leider einer eher oberflächlicher Krimi der viel Potenzial birgt, mich aber mit seinen Charakteren überhaupt nicht überzeugen konnte. Aufgrund der Handlung ist er allerdings einen zweiten Blick wert, denn es handelt sich dabei um ein eher heikles Thema. Dazu vermag die Autorin den Leser mit ihrem spannenden Schreibstil zu bannen.

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oberflächlich und mit wenig Spannung erzählte Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Oranienburg am 25.10.2016

Die Kurzbeschreibung der Handlung hat mich echt neugierig gemacht. Aber beim Lesen musste ich feststellen, dass die Umsetzung nicht den geweckten Erwartungen entsprochen hat. Das lag in meinen Augen daran, dass die Autorin hier zu viele Tatbestände in ein Buch eingebunden hat. Ich habe den Sinn der Ausführungen zu... Die Kurzbeschreibung der Handlung hat mich echt neugierig gemacht. Aber beim Lesen musste ich feststellen, dass die Umsetzung nicht den geweckten Erwartungen entsprochen hat. Das lag in meinen Augen daran, dass die Autorin hier zu viele Tatbestände in ein Buch eingebunden hat. Ich habe den Sinn der Ausführungen zu der Gaskatastrophe, außer dass es dadurch zum Verkehrschaos gekommen ist, nicht wirklich erkannt. Das aht dem Lesefluss in meinen Augen eher geschadet. Sehr gut fand ich dagegen die Beschreibungen von Adams, der vom Leben enttäuschten, burschikosen Polizistin. Diese Dame mit all ihren Ecken und Kanten konnte ich mir richtig vorstellen. Genauso erging es mir mit Staatsanwältin Leyla Zapatka. Für Christine, die ihr Leben weitgehend nur fremdbestimmt geführt hat, konnte ich kein richtiges Mitgefühl entwickeln. Zwar wurde sie und ihr eingeschränktes Denken glaubhaft beschrieben insbesondere, dass sie immer von Äffchen gesprochen hat, aber hierzu hätte ich mir mehr Beschreibungen gewünscht. Spannung habe ich erst empfunden, als das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Was mich echt während des Lesens zunehmend genervt hat, waren die Rechtschreibfehler wie auch die grammatikalischen Fehler. Dafür habe ich einen Punkt in der Bewertung abgezogen. Von mir gibt’s daher nur 3 Lesesterne sowie eine nur bedingte Leseempfehlung.

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