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Noch so eine Tatsache über die Welt

Roman

(19)

Millie Bird ist sieben, als sie ihr erstes totes Ding findet, Rambo, ihren Hund. Von da an führt sie Buch über alles, was auf der Welt verloren geht: die Stubenfliege. Die Großmutter. Der Weihnachtsbaum. Darauf, dass sie auch ihren Dad in ihr Buch der Toten Dinge eintragen muss, war sie überhaupt nicht vorbereitet, und auch nicht darauf, dass ihre Mom sie im Kaufhaus stehen lässt und nicht wiederkommt. Karl ist siebenundachtzig, als sein Sohn ihn ins Altersheim bringt. Hier wird er nicht bleiben, denkt Karl, als er seinem Sohn nachschaut, und kurz darauf haut er ab. Erst mal ins Kaufhaus, bis sich was Besseres findet. Dort trifft er Millie. Agatha ist zweiundachtzig und geht nicht mehr aus dem Haus, seit ihr Mann gestorben ist. Halb versteckt hinter Gardine und Efeu, sitzt sie am Küchen fenster und beschimpft die Passanten. Bis das kleine Mädchen von gegenüber zurückkommt, allein … Von Verlust und Trauer erzählt Brooke Davis in diesem berührenden Roman - und zugleich von einem Abenteuer voll furiosem Witz: Wie drei, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aufbrechen, um Millies Mutter zu suchen, und dabei zurück ins Leben und die Liebe finden.

Portrait
Brooke Davis has worked as a travel writer, editor, and bookseller. She is the winner of the Allen & Unwin Prize for Prose Fiction, the Verandah Prose Prize, the 2009 Bobbie Cullen Memorial Award for Women Writers, and the 2011 Postgraduate Queensland Writing Prize. Her debut novel, Lost & Found , was written as a PhD thesis on grief at Curtin University in Western Australia, a part of which was anthologized in Award Winning Australian Writing 2012 . Brooke Davis attended Wilfrid Laurier University and has lived in Halifax but now makes Perth, Australia, her home.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 01.07.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95614-053-2
Verlag Antje Kunstmann
Maße (L/B/H) 216/139/27 mm
Gewicht 457
Originaltitel Lost and Found
Auflage 2
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Eine besondere Geschichte über das Leben, altern, verlieren und wiederfinden“

Heike Fischer, Thalia-Buchhandlung Hürth

Der Tasttipper mit einem Herz aus Gold, nur Millie-ein Kind auf der Suche nach seiner Mutter und der Tatsache im Gepäck, dass wir alle eines Tages sterben werden-auch sie selbst. Tja und da wäre noch Agatha… durch den eigenen physischen Altersabbau und Lebensschmerz in ihrer eigenen Welt gefangen und verbittert. Sehnsüchte, Verluste, Der Tasttipper mit einem Herz aus Gold, nur Millie-ein Kind auf der Suche nach seiner Mutter und der Tatsache im Gepäck, dass wir alle eines Tages sterben werden-auch sie selbst. Tja und da wäre noch Agatha… durch den eigenen physischen Altersabbau und Lebensschmerz in ihrer eigenen Welt gefangen und verbittert. Sehnsüchte, Verluste, Mut, Liebe und Hoffnungen sind in den Wörtern und Sätzen zu finden manchmal sehr realistisch hart, manchmal sehr humorvoll poetisch-alle besonders, alle einzigartig und doch so gleich….

Ein besonderes Buch

Viel Spaß, wir lesen uns ;-)
Ihre Heike Fischer

„Ja, manchmal möchte man mit Weintrauben werfen“

Ramona Helmrich, Thalia-Buchhandlung Worms

Auch wenn der Klappentext eher ein trübseliges Buch anmuten lässt, so wird das Thema "Verlust" doch eher liebenswert behandelt. Die Hauptfiguren muss man ab den ersten Seiten einfach lieben, da sie herrlich schöne Fehler besitzen und manch abnorme Eigenart. Sie treten aus dem Sumpf der Allgemeinheit heraus und bezaubern den Leser durch Auch wenn der Klappentext eher ein trübseliges Buch anmuten lässt, so wird das Thema "Verlust" doch eher liebenswert behandelt. Die Hauptfiguren muss man ab den ersten Seiten einfach lieben, da sie herrlich schöne Fehler besitzen und manch abnorme Eigenart. Sie treten aus dem Sumpf der Allgemeinheit heraus und bezaubern den Leser durch kleine Gedanke, die jeder schonmal gedacht hat. So möchte Karl gerne mal mit Weintrauben nach anderen Menschen werfen, oder Millie zählt alles Grüne auf, was ihr gerade in den Sinn kommt.
Wenn Sie Lust auf skurrile und unglaublich eckige Charaktere haben und auch eine philosophische Seite nicht fehlen darf, dann lege ich Ihnen "Noch so eine Tatsache über die Welt" stark ans Herz.
Sie werden begeistert sein!

„Schräg,sperrig,berührend...“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Dieser Roman-Erstling einer jungen, australischen Autorin (momentan stolpere ich ständig über Autoren dieses Kontinents...) ist vielleicht nicht jedermanns Ding,aber eine interessante, manchmal sehr berührende Lektüre ist er schon....
Brooke Davies hat drei ganz spezielle Protagonisten zusammengeführt :
die 7jährige Millie, die Buch
Dieser Roman-Erstling einer jungen, australischen Autorin (momentan stolpere ich ständig über Autoren dieses Kontinents...) ist vielleicht nicht jedermanns Ding,aber eine interessante, manchmal sehr berührende Lektüre ist er schon....
Brooke Davies hat drei ganz spezielle Protagonisten zusammengeführt :
die 7jährige Millie, die Buch führt über alles, was auf der Welt verloren geht, sprich stirbt;
Karl, den Tast(en)tipper, 87 Jahre alt , dessen geliebte Frau gestorben ist und der aus seinem Altersheim immer in ein Kaufhaus-Cafe ausreisst und
Agatha Pantha,Millies 82jährige schrullige Nachbarin,die sich seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr aus dem Haus begeben hat, ein Zustand, der sich ab dann ändert, als sie bemerkt, das Millies Mum verschwunden ist.
Denn auch Millie und ihre Mutter haben einen geliebten Menschen verloren: ihr Dad ist an Krebs verstorben und ihre Mum läßt die Kleine eines Tages tatsächlich alleine im Kaufhaus zurück und kommt nicht mehr wieder...
Millie möchte ihre Mutter zurückhaben,Karl seine Frau Evie und Agatha unter anderem ihre Jugend,aber letztlich ziehen sie alle drei an einem Strang:
sie machen sich erst per Bus und Bahn,später sogar mit geklautem Automobil auf die Reise zu Millies Mum ,quer durch Australien.
Die lange Zeit unerschütterliche, clevere,phantasievolle Millie ist dabei meine Lieblingsprotagonistin geworden, mit ihren nicht immer hilfreichen,schrulligen Alten hatte ich stellenweise so meine Probleme...
Denn einige ihrer Wesenszüge/Aktionen waren so schräg bzw.unglaubhaft,das aus dem Roadmovie eher eine Art Sozialmärchen wurde, nichtsdestotrotz gab es aber auch immer wieder Momente, in denen ich schlucken musste.
Vielleicht ist dieser kleine Roman über Trauer,Einsamkeit,verpasste Chancen,Freundschaft und Liebe in all ihren Facetten durchaus leichte Lektüre,andererseits fordert er aber förmlich auf, sich bestimmte Sätze herauszuschreiben...z.B."Warum habe ich eigentlich aufgehört, Sachen zu machen, statt mich nur noch an sie zu erinnern?“ (Karl,Seite 96)
Und haben wir alle nicht schon einmal etwas Geliebtes verloren und was hat das mit Uns gemacht....?
Also testen Sie doch mal selber....

Jana Bonk, Thalia-Buchhandlung Hagen

Einer der besten Romane, die ich je gelesen habe. Zuckersüß, charmant und nachdenklich bleiben die Charaktere und die teilweise kritischen Themen noch lange im Kopf! Einer der besten Romane, die ich je gelesen habe. Zuckersüß, charmant und nachdenklich bleiben die Charaktere und die teilweise kritischen Themen noch lange im Kopf!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Landau

Ein unglaublich schönes, trauriges, lebendiges Buch über Verlust, Freundschaft, Liebe und Schmerz. Es bringt einen zum Weinen und zum Lachen. Unbedingt lesen!!! Ein unglaublich schönes, trauriges, lebendiges Buch über Verlust, Freundschaft, Liebe und Schmerz. Es bringt einen zum Weinen und zum Lachen. Unbedingt lesen!!!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt: Über Tod, Einsamkeit und das Leben. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt: Über Tod, Einsamkeit und das Leben.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Tatsache ist: Dieses traurig-schöne Buch ist eine Liebeserklärung an die manchmal steinigen Wege des Lebens. Tatsache ist: Dieses traurig-schöne Buch ist eine Liebeserklärung an die manchmal steinigen Wege des Lebens.

Kristin Kintzel, Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Ein ungewöhnliches Buch über den Verlust von geliebten Menschen. Es besticht durch eine schöne Erzählweise und seine Hauptcharaktere, die einen trotz allem zum Lachen bringen. Ein ungewöhnliches Buch über den Verlust von geliebten Menschen. Es besticht durch eine schöne Erzählweise und seine Hauptcharaktere, die einen trotz allem zum Lachen bringen.

Lisa Bertram, Thalia-Buchhandlung Bremen

"Noch so eine Tatsache über die Welt“ ist eine berührende und tiefsinnige Geschichte über den Umgang mit dem Tod, die durch ihre Originalität mit nichts zu vergleichen ist. "Noch so eine Tatsache über die Welt“ ist eine berührende und tiefsinnige Geschichte über den Umgang mit dem Tod, die durch ihre Originalität mit nichts zu vergleichen ist.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
7
7
4
1
0

Noch so eine Tatsache über die Welt
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.11.2015

Drei ganz verschiedene Menschen begleiten uns durch diesen Roman, alle drei haben einen großen Verlust durch den Tod eines geliebten Menschen erlebt und fühlen sich nun verlassen. Millie ist erst 7 Jahre alt und hat schon früh in ihrem Leben den Tod kennengelernt. Nachdem ihr Hund gestorben ist, hat... Drei ganz verschiedene Menschen begleiten uns durch diesen Roman, alle drei haben einen großen Verlust durch den Tod eines geliebten Menschen erlebt und fühlen sich nun verlassen. Millie ist erst 7 Jahre alt und hat schon früh in ihrem Leben den Tod kennengelernt. Nachdem ihr Hund gestorben ist, hat sie ein Buch über alle toten Dinge geführt und nun steht auch ihr Vater darin. Ihre Mutter kommt mit der Situation nicht klar und Millie bleibt sich meist selbst überlassen. Die 82-jährige Agatha hat sich nach dem Tod ihres Mannes in ihr Haus vergraben. Der Garten verkommt, die Lebensmittel werden angeliefert, sie hat keinen Kontakt mehr mit der Umwelt. Sie führt ein Tagebuch über die Veränderungen ihres Körpers und hat feste Zeiten in denen sie die Straße beobachtet und Vorbeigehenden Beschimpfungen zuschreit. Karl ist seit Evies Tod nicht mehr er selbst. Sein Sohn beschließt daher, ihn in einem Altenheim unterzubringen. Doch bereits in der ersten Nacht reißt Karl aus dem 5-Bett Schlafzimmer aus. Millie ist mit ihrer Mutter in einem Kaufhaus als diese sie bittet auf sie zu warten, sie käme gleich wieder. Doch ihre Mutter erscheint nicht. Millie verbringt Tage und Nächte mit viel Fantasie und Spieltrieb dort, bis sie eines Nachts von einem Wachmann entdeckt wird. Doch bevor dieser sie festnehmen kann, stürzt eine Schaufensterpuppe auf ihn. Millie flüchtet und gerät in das verbarrikadierte Haus von Agatha. Die Schaufensterpuppe fiel nicht von alleine, auch Karl verbringt seine Zeit nach seiner Flucht in diesem Kaufhaus. Alle Drei begeben sich nun auf die Suche nach Millies Mutter und erleben ein Abenteuer nach dem anderen quer durch Australien. Der Roman handelt vom Tod und vom Leben und der Suche nach Glück. Teilweise ist er witzig, immer sehr fantasievoll und liebevoll , nie kitschig. Auch die beginnende Liebe zwischen Karl und Agatha wird realistisch beschrieben. Insgesamt gefällt mir der Schreibstil von Brooke Davis sehr gut.

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Höchst eindrucksvoll
von Sylvia Mangl aus Wien am 24.09.2015

Dies ist eine Geschichte über drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und die dennoch eines gemeinsam haben. Sie haben jeweils den Menschen verloren, den sie am meisten geliebt haben. Zuerst einmal Millie Bird, sieben Jahre alt, ein kleines tiefsinniges, verträumtes Mädchen, das eine „Liste der toten Dinge“ führt,... Dies ist eine Geschichte über drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können und die dennoch eines gemeinsam haben. Sie haben jeweils den Menschen verloren, den sie am meisten geliebt haben. Zuerst einmal Millie Bird, sieben Jahre alt, ein kleines tiefsinniges, verträumtes Mädchen, das eine „Liste der toten Dinge“ führt, seit es seinen Hund tot aufgefunden hat. Sie kann nicht ahnen, dass sie kurze Zeit später ihren geliebten Dad auf diese Liste setzen muß. Agatha Pantha, 82 Jahre alt, die seit dem Tod ihres Mannes völlig zurückgezogen von der Welt ganz allein in ihrem Haus lebt und nichts und niemanden an sich heran lässt. Sie führt ein Tagebuch über ihr Alter und kontrolliert täglich ihre Falten, die sie darin vermerkt. Karl, der Tasttipper, 87 ist einsam und unglücklich seit seine Frau Evie an Krebs gestorben ist. Sein Sohn hat ihn ins Altersheim verfachtet, von wo er bereits in der ersten Nacht getürmt ist. Er wohnt nun im Kaufhaus, wo ihn seltsamerweise noch niemand bemerkt hat. Genau dort trifft er auf Millie, die von ihrer Mutter da gelassen wird mit dem Auftrag „da zu warten“. Nur ihre Mutter – am Boden zerstört nach dem Tod ihres Mannes – kommt nicht wieder. Millie verbringt einige Tage im Kaufhaus ehe sie entdeckt wird und soll dann zu Pflegeeltern gebracht werden. Karl verhilft ihr zur Flucht. Millie läuft nach Hause und findet einen Reiseplan ihrer Mutter; sie trifft auf Agatha, die ihr erklärt, dass ihre Mutter verreist ist und vermutlich nicht wieder kommt. Die alte Frau beschließt, Millie zu ihrer Mutter zu bringen. Karl stößt zu den beiden und so reisen sie zu dritt quer durch Australien um Millies Mutter zu finden.. Es war eine sehr berührende Lektüre, diese verschiedenen Perspektiven des Verlustes. Man konnte förmlich die Qual jedes Einzelnen spüren – unter der rauen Schale von Agatha Pantha vielleicht am allermeisten. Die Hilflosigkeit der kleinen Millie und des alten Karl. Und wunderschön die Botschaft, dass es nie zu spät ist, neu anzufangen und an das Schöne zu glauben, wie Agatha Pantha. Ein Buch, dass uns vielleicht sagen soll, dass wir ein zweites Mal hinschauen, bevor wir einen Menschen nach seinem ersten Eindruck beurteilen.

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Wunderschönes Buch...
von einer Kundin/einem Kunden am 22.08.2015

..über das Altern, über das Trauern und über die Lebensfreude! Ein kleines Mädchen macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter und hat zwei schrullige Weggefährten an ihrer Seite! Bitte lesen!! Mich brachte es zum Weinen - neben 'Oma lässt grüssen und sagt es tut ihr leid' - auch... ..über das Altern, über das Trauern und über die Lebensfreude! Ein kleines Mädchen macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter und hat zwei schrullige Weggefährten an ihrer Seite! Bitte lesen!! Mich brachte es zum Weinen - neben 'Oma lässt grüssen und sagt es tut ihr leid' - auch ein Buch das ich sofort ein zweiters mal lesen würde

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Bezaubernd und eindrucksvoll
von vielleser18 aus Hessen am 17.08.2015

Ein Buch, dass dem Leser die Welt einer aufgeweckten siebenjährigen, einer vom Leben enttäuschten alten Frau und eines einsamen Witwers nahe bringt. "Alle Erwachsenen, die sie kennt, reißen Stücke aus ihrem Herzen heraus und nehmen sie mit und geben sie nie mehr zurück." S. 172 Millie Bird ist sieben Jahre alt,... Ein Buch, dass dem Leser die Welt einer aufgeweckten siebenjährigen, einer vom Leben enttäuschten alten Frau und eines einsamen Witwers nahe bringt. "Alle Erwachsenen, die sie kennt, reißen Stücke aus ihrem Herzen heraus und nehmen sie mit und geben sie nie mehr zurück." S. 172 Millie Bird ist sieben Jahre alt, ihr Vater ist vor kurzem gestorben, die Mutter hat sie in einem Kaufhaus zurück gelassen. Millie soll warten und Millie wartet, aber die Mutter kehrt nicht zurück. Millie versteckt sich abends, bleibt im Kaufhaus und wartet und wartet. Bis sie Karl kennenlernt. "Und dann kam Nur Millie, und alles wurde interessanter, komplizierter, hoffnungsvoller." S. 120 Karl ist 87, seit kurzem Witwer, traurig, einsam. Sein Sohn hat ihn ins Altersheim gebracht, aber da hält er es nicht aus. Er will endlich mal mutig sein und spaziert einfach davon - und er landet im Kaufhaus, in dem er sich nachts versteckt und dabei eines Tages auf Millie trifft. "Und ich kann dich auch nicht zur Polizei bringen! Ich weiß, was die mit Frauen wie mir machen! Die in solchen Häusern wohnen! ..Sie werden mich einsperren! Mich in so ein Heim mit lauter sabbernden Leuten stecken!" S. 79 Agatha ist von ihrem Leben enttäuscht. Sie hat den ersten Mann geheiratet, der sie angesprochen hatte, sie hat ihn nie geliebt, sie hat Liebe nie zugelassen. Sie hat keine Kinder gewollt, sie mag ihren alten Körper nicht mehr und führt täglich Buch über seinen Verfall. Seit ihr Mann vor sieben Jahren gestorben ist, hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Nun bemerkt sie, dass im Nachbarhaus die siebenjährige Millie alleine ist. Und als Millie ihr einen Reiseplan vors Fenster hält, rafft sie sich auf um ihr zu helfen. Drei Personen, eine Geschichte. Eine Geschichte, die die drei zusammenführt. Brooke Davies lässt jeden ihrer drei Protagonisten erzählen, so erfahren wir über ihr Leben, ihr Denken, ihre Wünsche, ihre Schwächen. Über ihre Sicht über die Welt und ihre Tatsachen. Ein Buch, dass dem Leser die Welt einer aufgeweckten siebenjährigen, einer vom Leben enttäuschten alten Frau und eines einsamen Witwers nahe bringt - tiefernst und zugleich sehr humorvoll. Es hat mich berührt, es hat mich mitgerissen und es hat mich nachdenklich gemacht. Brooke Davis hat einen ganz besonderen Erzählstil, der einem hinter die Fassaden ihrer Protagonisten blicken lässt. Traurig und lustig, absurd und tiefernst, nachdenklich und zum Kopfschütteln, real und unglaublich.......alles zugleich.... mir hat diesess Buch sehr gut gefallen.

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Eine tolle Geschichte!
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 31.07.2015

Der Roman "Noch so eine Tatsache über die Welt" von Brooke Davis aus dem Hause Kunstmann ist ein Buch, welches mich wirklich überrascht hat. Es ist eine Geschichte über Millie, ein 7 Jahre altes Mädchen, deren Vater verstorben ist. In einem Kaufhaus lässt ihre Mutter sie eines Tages plötzlich... Der Roman "Noch so eine Tatsache über die Welt" von Brooke Davis aus dem Hause Kunstmann ist ein Buch, welches mich wirklich überrascht hat. Es ist eine Geschichte über Millie, ein 7 Jahre altes Mädchen, deren Vater verstorben ist. In einem Kaufhaus lässt ihre Mutter sie eines Tages plötzlich allein zurück und verschwindet. Dadurch trifft Millie auf Karl und Agatha, zwei ältere Personen mit denen sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter begibt. Ein Roadtrip beginnt... Was das Buch für mich so toll macht sind die tiefsinnigen Fragen, die dort gestellt werden: Millie sinniert über das Ausscheiden aus dem Leben, denn alle wüßten, wie das Leben beginnt, aber niemand wüßte estwas über das Ende des Lebens. Die Bedeutung von Trauer und Verlust werden hier thematisiert. Aber auch die beiden etwas schrägen Alten stellen Fragen an das Leben, die zum Nachdenken anregen. Die Charaktere sind insgesamt sehr authentisch und klar dargestellt. Man kann sich mit jedem weiteren Kapitel besser in sie hineinversetzen und dasurch ihr Handeln besser nachvollziehen. Jeder der drei Protagonisten ist ein ganz eigener Typ, den man im Laufe der Geschichte einfach nur sympathisch finden wird. Das Cover ist trotz seiner Schlichtheit sehr gelungen und unterstreicht meiner Meinung nach auch etwas die Tiefsinnigkeit dieses Romans. Es erinnert an den Sternenhimmel, der uns auch, trotz seiner Schönheit, viele Fragen offen lässt. Insgesamt ist das ein sehr gelungenes Buch, welches ich definitiv weiterempfehlen werde. Mit seinen knapp 270 Seiten ist es leider schon sehr schnell fertig gelesen :-) 5 Sterne von mir!

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Verloren & Gefunden
von Wortschätzchen aus Kreis HD am 19.07.2015

Millie hat in ihrem kurzen Leben schon mehr erlebt, als manch Erwachsener verkraften würde. Und dann sagt ihre Mutter mitten im Kaufhaus zu ihr, sie solle dableiben und auf sie warten – und verschwindet. Millie wartet. Und trifft auf Karl, den Tasttipper. Die beiden beschließen, sie müssen Millies Mom... Millie hat in ihrem kurzen Leben schon mehr erlebt, als manch Erwachsener verkraften würde. Und dann sagt ihre Mutter mitten im Kaufhaus zu ihr, sie solle dableiben und auf sie warten – und verschwindet. Millie wartet. Und trifft auf Karl, den Tasttipper. Die beiden beschließen, sie müssen Millies Mom finden … Brooke Davis hat ein so wundervolles Buch geschrieben, dass ich ganz tief Atem holen muss, um die richtigen Worte zu finden. So traurig mich die Story immer wieder gemacht hat, so sehr hat sie auch mein Herz geöffnet, geweitet, mich glücklich gemacht, mich lachen lassen und mich in Millie, Karl und Agathe verlieben lassen. Sie schreibt auf einzigartige Art und Weise über Liebe und Verlust, über das Leben und die Verletzungen, die wir im Laufe unseres Lebens erfahren, über die Einsamkeit, die urplötzlich in unser Leben treten kann, über die Liebe, die alles leichter macht und die Kraft, die sie uns gibt. Zunächst muss man sich ein wenig an den Stil gewöhnen, denn die direkte Rede gibt es nicht auf uns bekannte Art und Weise, sondern in Kursivschrift, und vieles wird „aneinandergereiht heruntergeleiert“, aber genau das ist es, was die Geschichte dem Leser direkt unter die Haut treibt. Es ist, als wäre man mittendrin dabei und würde all das selbst erleben. Wirklich alltäglich ist es nicht, was Millie da erlebt. Zugegeben, Karl ist ein besonderer Typ, den man nicht so oft finden wird. Besonders Agatha ist skurril – aber alle Protagonisten in diesem Buch sind so, wie das Leben sie gemacht hat. Wer garantiert uns, dass wir nicht im Alter etwas erleben, das uns zu einer Agatha werden lässt? Wie hätte Karl anders reagieren sollen? Ist es nicht wunderbar, dass das Schicksal eines kleinen Mädchens drei Menschen zusammenführt und ihnen schenkt, was sie verloren glaubten? So „unmöglich“, wie die Story auf den ersten Blick erscheint, so glaubwürdig ist sie nach ein paar Tagen. Eine Mutter verlässt ihr Kind nicht! Wirklich? Mütter töten sogar ihre Kinder …! Es fällt mir unendlich schwer, nicht zu viel vom Inhalt zu verraten, obwohl ich die Story jetzt einige Tage habe sacken lassen. Die Autorin hat mir ein Stück bei meiner eigenen Trauerbewältigung geholfen mit ihrer feinfühligen, zärtlichen Erzählung. Mit wenigen Figuren zeigt sie, wie vielfältig Trauer entstehen kann und wie außergewöhnlich ihre Blüten sein können. Aber sie zeigt auch, dass man über jeden Schmerz auch hinwegkommen kann, wenn man bereit ist, aktiv zu werden. In all dies schleicht sich auch eine Spannung: was geschieht als nächstes? Finden die drei Millies Mom? Werden sie verhaftet? Überstehen die beiden Alten die Aufregung? Was wird aus den Dreien, wenn sie am Ziel ankommen? Das Ende gefällt mir sehr gut, auch wenn es anders ist, als man wohl erwartet hätte. Doch es strahlt das aus, was wichtig ist: es geht weiter, es geht immer weiter. Egal, wie sehr uns etwas verletzt: das Leben geht weiter. Wie schön es wird, liegt an uns selbst! Hier möchte ich auch auf den Originaltitel hinweisen: Lost & Found. Ich finde, er trifft den Inhalt des Buches sehr gut, auch wenn mir der deutsche Buchtitel ebenfalls gefällt. Wer ein solches Erstlingswerk schreibt, der hat ein wahnsinns Potenzial – und ich bin gespannt, was ich von dieser Autorin noch zu lesen bekommen werde. Ja, die Messlatte liegt nun hoch, aber ich habe so das Gefühl, sie stellt neue Rekorde auf. Und ich stimme Ken Davis absolut zu: dieses Buch ist ein Meisterwerk! Für mich ist es ein Kleinod, ein Juwel, ein Ausnahmebuch im Meer der vielen Neuerscheinungen – ich liebe dieses Buch und es hat einen Platz in meiner Lieblingsbuchliste gewonnen. Bisher ist es außerdem mein Highlight des Jahres. Ganz ohne Frage: volle fünf Sterne, noch dazu frisch poliert und blitzeblank!

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Ein wunderbares Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Brachbach am 14.07.2015

Das einfache, vielleicht gerade deshalb so ansprechende Cover des Buches und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht. Und um es gleich vorweg zu sagen: Ich hätte es sehr bedauert, diesen Roman nicht gelesen zu haben. Ja, es geht in „Noch so eine Tatsache über die Welt“ (wieder einmal) um Trauer... Das einfache, vielleicht gerade deshalb so ansprechende Cover des Buches und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht. Und um es gleich vorweg zu sagen: Ich hätte es sehr bedauert, diesen Roman nicht gelesen zu haben. Ja, es geht in „Noch so eine Tatsache über die Welt“ (wieder einmal) um Trauer und Verlust. Brooke Davis gelingt es aber dank der ungewöhnlichen Personenkonstellation, über diese Themen sehr subtil, originell und in einem wunderbaren Sprachstil zu erzählen. Da ist die siebenjährige Millie, die in ihr Buch der toten Dinge nicht nur ihren Hund, sondern unerwartet auch ihren Vater eintragen muss und von ihrer Mutter im Kaufhaus zurückgelassen wird. Dort trifft sie Karl, 87 Jahre alt, ausgebüxt aus dem Altersheim, in das sein Sohn ihn abgeschoben hat. Millies Nachbarin Agatha Pantha (82) hat seit dem Tod ihres Mannes vor sieben Jahren das Haus nicht mehr verlassen und versteckt sich hinter von Efeu fast zugewachsenen Fenstern. Das Zusammentreffen des Trios und ihre gemeinsamen Erlebnisse sind so entwaffnend herrlich beschrieben, dass es eine Lust ist, ihnen lesend auf ihrem Weg zu folgen. Wie die Autorin Agathas Zusammenleben mit ihrem Mann schildert (Sie hatte „während ihrer gesamten Ehe versucht, den nackten Körper ihres Mannes zu meiden ...“), ist hinreißend, sensibel und zugleich zum Brüllen komisch. Karls zu Ende gehende gemeinsame Zeit mit seiner todkranken Frau Evie ist unglaublich anrührend, emotional und äußerst feinsinnig beobachtet. Aus dem natürlich nicht immer konfliktfreien Zusammenspiel dieser drei Protagonisten bezieht der Roman auf jeder Seite wieder neu seine Spannung, seinen Unterhaltungswert und vor allem auch seine anregende Nachdenklichkeit. Ein wunderbares Buch!

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Rührende, ungewöhnliche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Alsdorf am 25.11.2015

Zunächst wirkt dieses Buch etwas skurril. Es handelt von der 7jährigen Millie, die eine Liste über Tote Dinge führt. Diese beginnt mit ihrem Hund Rambo, diversen Insekten, der Oma und schließlich muss sie als Nummer 27 ihren Vater eintragen. Eines Tages verliert sie in einem Einkaufszentrum dann ihre Mutter.... Zunächst wirkt dieses Buch etwas skurril. Es handelt von der 7jährigen Millie, die eine Liste über Tote Dinge führt. Diese beginnt mit ihrem Hund Rambo, diversen Insekten, der Oma und schließlich muss sie als Nummer 27 ihren Vater eintragen. Eines Tages verliert sie in einem Einkaufszentrum dann ihre Mutter. Überall im Geschäft hinterlässt sie Hinweise für die Mutter wo sie ist. Hier trifft sie den 87jährigen Karl. Er hilft ihr bei der Suche, ahnt jedoch bereits, dass die Mutter sie nicht verloren sondern eher ausgesetzt hat. Auch Karl hat einen wichtigen Menschen in seinem Leben verloren. Seine Frau. Jetzt ist er aus dem Altenheim geflüchtet. Später gesellt sich noch wie 82jährige Agatha zu ihnen. Seit dem Tod ihres Mannes vor einigen Jahren verlässt sie das Haus praktisch nicht mehr, sitzt am Küchenfenster und beschimpft die vorbeigehenden Passanten. Die drei begeben sich auf eine Reise quer durch Australien um Millies Mutter zu finden und nehmen den Leser mit auf eine Reise bei der es um Verluste und Trauer, Kindheit und Alter, Leben und Tod geht und wie man damit umgeht. Die Geschichte ist mit viel Herz, aber auch einer gehörigen Portion Humor geschrieben. Alles in allem ein schönes, lesenswertes Buch.

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Millie, Karl und Agatha
von La novelera am 21.09.2015

"Noch so eine Tatsache über die Welt" von der australischen Autorin Brooke Davis erzählt die Geschichte der 7-jährigen Millie, deren Vater gestorben ist und deren Mutter sie im Kaufhaus "vergisst". Die Kleine verspürt von Kindesbeinen an eine Faszination für "tote Dinge", die sie akribisch in einem Heft notiert. Millie... "Noch so eine Tatsache über die Welt" von der australischen Autorin Brooke Davis erzählt die Geschichte der 7-jährigen Millie, deren Vater gestorben ist und deren Mutter sie im Kaufhaus "vergisst". Die Kleine verspürt von Kindesbeinen an eine Faszination für "tote Dinge", die sie akribisch in einem Heft notiert. Millie ist ein ungewöhnliches kleines Mädchen, das viele Fragen an die große Welt hat. Während sie im Kaufhaus des Nachts auf ihre Mutter wartet, lernt die Karl, den Tasttipper kennen, der auch schon einen lieben Menschen verloren hat - seine Frau Evie. Diese Verbindung reicht aus, um die beiden zu unzertrennlichen Freunden zu machen. Und dann ist da noch die verschrobene Agatha, die Dritte im Bunde der Verlassenen. Sie ist seit mehreren Jahren Witwe und gesellt sich auf abenteuerlichen Wegen zu Millie und Karl. Diese drei, jeder auf seine Weise sonderbar und besonders, begeben sich gemeinsam auf eine Reise quer durch Australien, um Millies Mutter zu finden. Auf dem Weg begegnen sie vielen Menschen, einige meinen es gut mit ihnen, andere eher nicht.... Brooke Davis ist es (mit ihrem Erstlingswerk!) gelungen, einen Roadtrip durch Australien der anderen Art zu schreiben. Zunächst erschafft sei drei ganz besondere Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können. Und ich glaube, gerade deshalb ist die kleine Reisegruppe so sympathisch - Millie mit ihrer kindlichen Naivität und Liebenswürdigkeit, Karl und Agatha, die ein langes Leben und dabei auch bittere Erfahrung hinter sich haben, weshalb sie eigentlich nicht so richtig wissen, wie es weitergehen soll. Die kleine Millie weckt verloren gegangene Gefühle in ihnen und sie wollen beide eins - Millie helfen! Nachdem man sich an den Stil der Autorin gewöhnt hat, lässt sich das Buch gut lesen und führt einen im Wechselbad der Gefühle durch die Story. Mal traurig,mitleidig und dann wieder lachend vergnügt begibt sich der Leser mit auf die Reise der drei. Der Autorin gelingt es außerdem, in gewisser Weise Spannung zu erzeugen, man möchte wissen, wie die Geschichte denn nun ausgeht und ob sie ihr Ziel, Millies Mutter zu finden, wirklich erreichen. Eine kleine Kritik: an einigen Stellen waren für mich die Handlungen der Personen nicht ganz nachvollziehbar, was für mich den Fluss der Geschichte zum Teil etwas gestört bzw. mich etwas verwirrt hat. Insgesamt ist "Noch so eine Tatsache über die Welt" eine gefühlvolle, außergewöhnliche Geschichte, die den Leser mit in eine andere Welt nimmt und große Sympathie für die drei Reisenden erzeugt!

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Was Millie Bird genau weiss ...
von Jenny Vogler am 12.08.2015

Dies ist eine Episode aus dem Leben dreier sehr unterschiedlicher Menschen, deren Gemeinsamkeit der Verlust geliebter Menschen ist. Die 7-jährige Millie Bird wird von ihrer Mutter im Kaufhaus zurückgelassen, nachdem ihr Vater gestorben ist. Der 87-jährige Karl fristet sein Dasein im Altersheim, nachdem seine geliebte Frau Evie verstorben ist... Dies ist eine Episode aus dem Leben dreier sehr unterschiedlicher Menschen, deren Gemeinsamkeit der Verlust geliebter Menschen ist. Die 7-jährige Millie Bird wird von ihrer Mutter im Kaufhaus zurückgelassen, nachdem ihr Vater gestorben ist. Der 87-jährige Karl fristet sein Dasein im Altersheim, nachdem seine geliebte Frau Evie verstorben ist und die 78-jährige Agatha Pantha, hat sich nach dem Tod ihres Mannes in ihrem Haus verbarrikadiert. Doch dank Millie wird alles anders: während sie versucht den Tod und das Leben zu verstehen, schenkt sie ganz nebenbei zwei einsamen, alten Menschen neuen Mut, stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen und holt sie damit aus ihrer Lethargie heraus. Den Roman kennzeichnet ein abwechslungsreicher, erfrischender Schreibstil der spielend die Perspektive, Schriftart und Zeitform wechselt, aber niemals in die Unverständlichkeit abgleitet. Vielmehr prallen hier Gegensätze aufeinander, die die Autorin geschickt einsetzt, um den Leser an die Geschichte hinter der Erzählung heranzuführen. Während Millie auf der ersten Stufe ihres Lebensweges steht, befinden sich Karl und Agatha auf der letzten, so dass Naivität und Unerschrockenheit auf Erfahrungswerte und Lebensweisheit trifft. Alle drei Hauptprotagonisten treten eine Reise zum eigenen Selbst an: gestehen sich Fehler und Schwächen ein aber entdecken auch Hoffnungen und neue Wünsche. Das Buch appelliert an die Besonderheit kleiner aber bedeutender Glücksmomente im alltäglichen Leben und orientiert sich an dem Motto: „Carpe Diem“. Fazit: Auf dieses Buch muss man sich einlassen, es weckt nicht unbedingt und kontinuierlich Sympathien beim Leser, schafft aber ein bezauberndes Szenario. Kleine Hänger in der Geschichte erscheinen durchaus gewollt und es bleibt ausreichend Raum zwischen den Zeilen, um sich über das geschriebene Wort Gedanken zu machen. Die grundlegende Romanidee ist schlicht und einfach sympathisch.

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Verlust und Trauer - ernste Themen rührend dargestellt
von einer Kundin/einem Kunden aus syke am 05.08.2015

Die siebenjährige Millie hat nur mit Verlusten zu tun, gipfelnd darin, dass ihr Vater stirbt und ihre Mutter sie in einem Kaufhaus zurücklässt und verschwindet. Dort findet der 87jährige Karl sie. Er ist verwitwet und aus dem Altersheim geflüchtet. Ständig schreibt er auf einer imaginären Computertastatur. Er hilft Millie,... Die siebenjährige Millie hat nur mit Verlusten zu tun, gipfelnd darin, dass ihr Vater stirbt und ihre Mutter sie in einem Kaufhaus zurücklässt und verschwindet. Dort findet der 87jährige Karl sie. Er ist verwitwet und aus dem Altersheim geflüchtet. Ständig schreibt er auf einer imaginären Computertastatur. Er hilft Millie, sich der Inobhutnahme durch das Jugendamt zu entziehen. Weitere Hilfe erfährt Millie zu Hause durch die 82jährige Agatha von gegenüber. Seit dem Tod ihres Mannes vor einigen Jahren geht sie nicht mehr aus dem Haus, sitzt am Küchenfenster und beschimpft lautstark Passanten. Alle drei begeben sich quer durch Australien auf die Suche nach Millies Mutter. Am Ende ist ihrer aller Leben um einiges reicher. In formaler Hinsicht fällt auf, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht immer eines der drei Hauptpersonen erzählt werden. Besonders gut gefallen mir die Millie zuzuordnenden Passagen, weil kindliche Neugier und Unbefangenheit durch kindgerechte Schreibweise gelungen zum Ausdruck gebracht werden. Für etwas Verwirrung sorgt gelegentlich die Zuordnung der wörtlichen Rede. Sie erfolgt ausschließlich in Kursivschrift ohne Benennung des jeweiligen Sprechers. Vorrangige Themen sind Verlust und Trauer. Wie damit umgegangen werden kann, wird anhand dreier völlig unterschiedlicher Charaktere aufgezeigt. Das geschieht in einer durchaus amüsanten Weise, wofür schon die Macken der schrulligen Protagonisten sorgen. Am Ende entwickeln sie sich zum Positiven weiter, legen sogar ihre Verrücktheiten ab. Etwas gestört habe ich mich daran, dass der Roadtrip der drei ausuferte, weil sie in zu absurde Situationen geraten sind. Schön gewesen wäre auch zu erfahren, warum Millie von ihrer Mutter ausgesetzt wurde und wo sie letztendlich verblieben ist. Dieser Erstlingsroman der Autorin sticht durch Besonderheiten hervor und gefällt mir gut.

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Skurriler Roman über den Tod, das Leben und die Lieb
von Lilli33 am 17.07.2015

Inhalt: Millies Hund Rambo war ihr allererstes totes Ding. Fortan setzt sie sich immer mehr mit dem Tod auseinander und trägt alle toten Dinge, die ihr über den Weg laufen, in ein Buch ein, eine Spinne, eine Fliege und noch andere Sachen. Als sie ihren Dad in das Buch der... Inhalt: Millies Hund Rambo war ihr allererstes totes Ding. Fortan setzt sie sich immer mehr mit dem Tod auseinander und trägt alle toten Dinge, die ihr über den Weg laufen, in ein Buch ein, eine Spinne, eine Fliege und noch andere Sachen. Als sie ihren Dad in das Buch der toten Dinge eintragen muss, ist Millie sieben. Ihre Mum versinkt in hoffnungsloser Trauer. Sie setzt Millie in der Wäscheabteilung des Kaufhauses aus. Millie wartet … und wartet … und wartet. Bis sie einen alten Mann kennenlernt, der aus dem Pflegeheim ausgebüxt ist und sich in ebendiesem Kaufhaus versteckt. Die beiden freunden sich an und machen sich auf die Suche nach Millies Mum. Dabei schließt sich ihnen auch noch eine alte Frau an. Zu dritt reisen sie durch Australien, um Millies Mum zurückzuholen. Was sie dabei erleben, ist schon sehr skurril. Meine Meinung: Eine realistische Handlung sollte man in Brooke Davis’ Roman nicht unbedingt erwarten. Die Charaktere werden sehr überspitzt dargestellt, und es passiert allerhand, mit dem man im richtigen Leben nicht durchkommen würde. Trotzdem ist das Buch sehr lesenswert, denn es macht dem Leser einige Dinge bewusst, über die man vielleicht noch nicht so viel nachgedacht hat. Millie ist ein liebes kleines Mädchen, ich denke, jeder wird sie schnell ins Herz schließen. Man kann eigentlich gar nicht verstehen, wie die Mutter es fertigbrachte, sie zu verlassen. Doch von der Mutter erfahren wir leider nicht so viel, deshalb wird das wohl ihr Geheimnis bleiben. Auch der 87-jährige Karl war mir gleich sympathisch. Er hat zwar ein paar Macken, aber wer hat die nicht? Im Großen und Ganzen hat er das Herz am rechten Fleck und ist ein guter Mensch. Mit der 82-jährigen Agatha konnte ich mich lange Zeit nicht anfreunden, obwohl ich durchaus nachvollziehen konnte, warum sie so verbittert und sogar bösartig geworden ist. Doch auch ihre Passagen waren interessant zu lesen. Die Mischung aus diesen drei so unterschiedlichen Charakteren macht den Reiz der Geschichte aus. Drei Fremde, die erst einmal zueinander finden müssen, um ihr Ziel erreichen zu können. Die einzelnen Kapitel sind mit der jeweiligen Person überschrieben, aus deren Sicht sie geschrieben sind. Dabei haben wir es stets mit einem personalen Erzähler zu tun. Auffallend ist, dass die wörtliche Rede nicht in Anführungszeichen, sondern kursiv gedruckt steht. Welchen Sinn dies haben soll, hat sich mir leider nicht erschlossen. Hauptsache, sich nicht an die Norm halten? Klar, es passt zu den Protagonisten, die auch in keine Norm passen. Trotzdem fand ich es ziemlich überflüssig und gewöhnungsbedürftig. Fazit: Mir hat dieses Buch recht gut gefallen. Es hat mich berührt, zum Lächeln und zum Nachdenken gebracht. Ein kleiner Roman über den Tod, die Freundschaft und die Liebe.

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Millie,Karl,Agatha und die Suche nach dem Leben
von claudi-1963 aus Schwaben am 13.11.2015

Beim Anlegen ihres Heftes über tote Dinge hätte Millie nie gedacht das sie jemals ihren Vater dort eintragen muss. Dann wird die 7 jährige Millie auch noch von ihrer Mutter im Kaufhaus allein gelassen und verbringt dort einige Tage in der Hoffnung das sie wieder abgeholt wird. Jedoch auch einige Tage... Beim Anlegen ihres Heftes über tote Dinge hätte Millie nie gedacht das sie jemals ihren Vater dort eintragen muss. Dann wird die 7 jährige Millie auch noch von ihrer Mutter im Kaufhaus allein gelassen und verbringt dort einige Tage in der Hoffnung das sie wieder abgeholt wird. Jedoch auch einige Tage danach die sie wartend im Kaufhaus verbringt kommt ihre Mutter nicht zurück, da lernt sie Karl kennen. Bei der Suche nach ihrer Mutter will sie der 87 jährigen Karl der aus dem Altenheim ausgerissen ist und ihre Nachbarin die 82 jährigen Agatha die nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr aus dem Haus geht unterstützen. Sie begeben sich auf einen Trip durch Australien um Millies Mutter zu finden und erleben das Abenteuer ihres Lebens. Meine Meinung: Die Autorin selbst hat wohl durch einen Unfall in jungen Jahren ihre Mutter verloren, das brachte sie wohl dazu nachzudenken wie man im Leben weiterleben kann, wenn die Trauer ein Teil des Lebens eingenommen hat. Und deshalb diese Buch geschrieben über drei Trauernde die den Sinn ihres Lebens suchen den sie verloren geglaubt hatten. Ich bin von dem Buch hin und hergerissen, einerseits fand ich das Thema nicht schlecht, da man sich viel zu wenig mit dem Thema Trauer und Tod auseinandersetzt. Anderseits habe ich mich mit dem unterschiedlichen Schreibstil der Autorin nicht immer anfreunden könne. Mitunter waren manche Sätze so wirr formuliert das man der Geschichte nicht mehr richtig folgen konnte. Vielleicht wollte die Autorin damit die kindliche Denkweise wieder geben, ich weiß es nicht. Mir hat jedenfalls dieser Schreibstil einige Schwierigkeiten gemacht und auch nicht so gut gefallen. Das Cover ist sehr schön gestaltet, der englische Orginaltitel "Lost& Found" finde ich würde zu dem Buch fast besser passen, als der Titel "Noch so eine Tatsache über die Welt". Auf Grund des etwas eigenwilligen Schreibstils vergebe ich dann auch nur 3 von 5 Sternen.

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Drei auf einer ungewöhnlichen Reise
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 22.09.2015

Millie Bird ist sieben Jahre alt, als sie ihre Mutter im Kaufhaus verliert. Sie versteckt sich tagsüber unter einem Verkaufsständer und wartet, dass ihre Mutter zurückkommt, vergisst aber nicht, Schilder für sie zu malen: Hier bin ich. So lernt sie Karl kennen, der mit seinen 87 Jahren aus dem... Millie Bird ist sieben Jahre alt, als sie ihre Mutter im Kaufhaus verliert. Sie versteckt sich tagsüber unter einem Verkaufsständer und wartet, dass ihre Mutter zurückkommt, vergisst aber nicht, Schilder für sie zu malen: Hier bin ich. So lernt sie Karl kennen, der mit seinen 87 Jahren aus dem Pflegeheim ausgerissen ist und sich seit einigen Tagen im Kaufhaus aufhält. Millie wird entdeckt und die Polizei gerufen, damit sie in eine andere Familie vermittelt werden kann, bis ihre Mama gefunden wird. Da hilft Karl ihr zu entkommen. Doch das Haus ihrer Mutter ist leer geräumt. Ihre Mutter sei abgereist, erklärt ihr Agatha, die alte Frau von gegenüber, die seit dem Tod ihres Mannes ihr Haus nicht verlassen hat und nur zum Fenster herausguckt, um Passanten zu beschimpfen. Millies Verlassenheit bewirkt, dass Agatha auf das Kind zugeht. Es dauert nicht lange, da sind die beiden unterwegs, um Millies Mutter zu suchen, und auch Karl gesellt sich bald zu ihnen. Eine ganz besondere Reise beginnt für die drei… Das Buch hat mich vom Thema her sehr an den Hundertjährigen erinnert, der aus dem Fenster steigt, um seiner Geburtstagsfeier zu entkommen, und auf eine ganz besondere Reise aufbricht. Auch die Reise von Millie Bird und den beiden schrägen Alten ist von viel Situationskomik und Wortwitz geprägt. Doch bevor ich mich auf diesen Roman einlassen konnte, musste ich erstmal meine Rolle als Mutter zweier Kleinkinder vergessen. Sonst hätte ich mich dauernd gefragt, wie eine Mutter ihr Kind im Kaufhaus einfach abstellen und „verlieren“ kann. Auch entspricht Millie Bird nicht dem Alter eines siebenjährigen Kindes, mal ist sie zu klug für dieses Alter, mal handelt sie wie eine Vierjährige. Damit wird die Handlung einfach unwirklich und skurril, und man muss sie einfach außerhalb unseres gesunden Menschenverstandes lesen. Dann allerdings kann man sich an diesen drei so unterschiedlichen Menschen erfreuen, die so ganz anders am Ende ihrer Reise ankommen als sie gestartet sind. – Ich muss gestehen, dass mir das vor allem im ersten Drittel des Buches nicht so ganz gelang, ich machte mir immer wieder Gedanken über die Verlassenheitsängste eines kleinen Kindes. So bleibe ich zum Schluss zwiegespalten nach der Lektüre des Buches zurück, und das offene Ende des Buches lässt mich noch mehr ratlos zurück. Vermutlich gibt es auf der Welle des Erfolgs um den „Hundertjährigen“ andere Bücher, die mich (und vielleicht auch andere Leser) mehr ansprechen.

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Stellenweise großartig, dann aber enttäuschend!
von Jasmin am 05.07.2015

Millie, die vor einiger Zeit ihren Vater verloren hat, wird eines Tages im Kaufhaus zurückgelassen. Sie denkt ihre Mama hätte sie vergessen und so hinterlässt die Siebenjährige überall im Geschäft Hinweise für ihre Mama wo sie ist. Dabei trifft sie auf Karl, den Tastentipper. Der siebenunachzig Jahre alte Mann,... Millie, die vor einiger Zeit ihren Vater verloren hat, wird eines Tages im Kaufhaus zurückgelassen. Sie denkt ihre Mama hätte sie vergessen und so hinterlässt die Siebenjährige überall im Geschäft Hinweise für ihre Mama wo sie ist. Dabei trifft sie auf Karl, den Tastentipper. Der siebenunachzig Jahre alte Mann, erzählt ihr dass er auch einen wichtigen Menschen verloren hat. Seine Frau. Er hilft Millie ihre Mama zu suchen, ahnt aber bereits dass sie ihre Tochter einfach ausgesetzt hat. Später treffen sie auf Agatha Pantha, die ihnen schließlich einwilligt ihnen bei der Suche nach Millie's Mama zu helfen. Zu dritt machen sie sich auf eine Reise und kommen sich dabei näher und lassen dabei die Trauer um die Verstorbenen immer weiter zurück. Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, den der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich liebe Bücher in denen ich sowohl lachen als auch weinen kann. Leider traf das hier nicht ganz zu. Lustige Momente gab es viele, aber mir haben die erwarteten Tränen gefehlt. Manchmal geht das Buch sehr in die Tiefe, doch immer nur für einen kurzen Moment und dann wird alles ins Lächerliche gezogen. Brooke Davis hat einen sehr eigenen Stil, an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Zweifellos ist es nicht einfach, als erwachsene Autorin aus der Sicht einer Siebenjährigen zu schreiben. Das hat sie eigentlich sehr gut hinbekommen! Dafür hat sie bei den Erwachsenen ein bisschen gepatzt. Den diese haben sich stellenweise genauso kindisch verhalten, wie Millie. Manchmal konnte ich beim Lesen einfach nur den Kopf schütteln, denn ich glaube kaum dass solche Dialoge auch in echt geführt werden. Ein Beispiel: Millie fragte ihren Vater, wohin die toten Menschen kommen wenn sie weder in den Himmel noch die Hölle gehören. Die Antwort: "Keine Ahnung. Ikea?" Ikea. Okay. Also ich könnte mir nicht vorstellen, das erwachsene Menschen so eine Antwort geben. Unglücklicherweie fanden sich mehere solcher Dialoge, die für mich ein bisschen "zu" lustig gestaltet waren. Es gab also einige Stellen die mich enttäuscht haben, aber auch hin und wieder welche die mir total gut gefallen haben. Wie etwas folgendes Zitat: "Alle wissen alles darüber, wie man geboren wird, aber niemand weiß irgendetwas darüber, wie es ist, tot zu sein" - Zitat, Seite 31 Millie hat mir von den drei Protagonisten am besten gefallen. Brooke Davis hat ihre kindlichen Gedanken sehr gut eingefangen und auf Papier gebracht. Sie spricht sehr offen über den Tod und sucht unermüdlich nach ihrer Mutter. Das diese sie einfach verlassen hat, fand ich unglaublich traurig. Karl, der alte Mann, war auch ganz okay. Aber wieder gab es diese unmöglichen Dialoge und ich konnte mich nicht richtig mit ihm anfreunden. Das gleiche galt für Agatha, deren Stimmungsschwankungen mir ein Rätsel waren. Was ich in diesem Buch am meisten vermisst habe: Die Trauer. Sie sickerte zwischen den Buchstaben hin und wieder vor, aber so richtig präsent war sie, für mich, nur ein einziges Mal. Wie schon gesagt, legte die Autorin eher das Augenmerk darauf die Geschichte lustig zu gestalten. Ihr Schreibstil ist sehr eigen und brauchte wirklich einige Zeit bis ich mich in der Geschichte zurecht fand. Mitten im Buch, erwartete mich statt einem Höhepunkt eine kleine Flaute und ich musst das Buch pausieren. Zwischendurch las ich zwei andere Bücher, bevor ich es wieder aufnahm. Es ging dann etwas holprig weiter, bis mich die Geschichte am Ende wieder etwas packte. Trotzdem fehlte mir ein Höhepunkt, ein Ereignis das mich am Schluss noch einmal begeisterte. Die Geschichte flachte einfach ab und wurde abgeschlossen. ~ FAZIT ~ Ein interessantes und vor allem anderes Buch über Verlust und Trauer. Leider war der Schreibstil nicht mein Fall und auch die Charaktere konnte mich nicht immmer überzeugen. Stellenweise war ich richtig begeistert, aber es gab auch Momente in denen ich total enttäuscht war.

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ich bin nicht mainstream
von geheimerEichkater aus Essen am 07.09.2015

Ein Buch über Verlassen werden, sich mit dem Tod Nahestehender auseinanderzusetzen und ihn zu akzeptieren und darüber, im Alter nicht nur Traurigkeit zuzulassen, erzählt in verschiedenen Etappen und aus Sicht dreier Charakteren: die 7 1/2 jährige Millie, die von ihrer Mutter im Kaufhaus ausgesetzt wurde, nachdem Millies Vater an... Ein Buch über Verlassen werden, sich mit dem Tod Nahestehender auseinanderzusetzen und ihn zu akzeptieren und darüber, im Alter nicht nur Traurigkeit zuzulassen, erzählt in verschiedenen Etappen und aus Sicht dreier Charakteren: die 7 1/2 jährige Millie, die von ihrer Mutter im Kaufhaus ausgesetzt wurde, nachdem Millies Vater an Krebs verstorben ist; Karl, der aus einem Altersheim getürmt ist und Agatha, die 87jährige, die nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr das Haus verläßt. Diese Drei unternehmen zusammen einen Roadtrip durch Australien... Ehrlich gesagt, habe ich den roadtrip nicht mehr mitverfolgt, denn ich habe das Buch auf S. 64 abgebrochen ' und mich zu diesem Zeitpunkt schon durch mindestens 40 Seiten gequält. Die Geschichte ist bis dahin sehr kreativ und äußerst phantasievoll geschrieben worden, zu meinem Bedauern auch, in Puncto Rechtschreibung und Satzbau. Eigentlich konnte ich die meiste Zeit nicht fassen, was ich gelesen habe, z.B. von einer 7 1/2Jährigen, die davon überzeugt ist, Babies entstehen, wenn man im Meer schwimmen geht und ein Fisch legt Eier in ihr ab. Seitdem sucht sie ihr Pipi immer nach Babies ab, wenn sie im Meer schwimmen war. Viele Episoden dieser Art habe ich gelesen und fand keinen Zugang dazu. Mir sagen auch Vergleiche wie 'Die erleuchteten Fenster waren wie Pupillen und die Briefkästen wie Periskope' nichts oder Erklärungen wie 'Man legt eine Placebo, die nach einer Geburt rausfällt ins Gefrierfach und ißt sie danach auf'. Ich fand das Lesen unglaublich anstrengend und verstörend, habe eigentlich damit gerechnet, dass Millie in einer Psychatrie lebt und ich ihr Tagebuch lese ' aber offensichtlich bin ich da auf einer ganz falschen Fährte. Genaugenommen finde ich es sehr schade, wenn man ein Buch nicht zu Ende liest und ich möchte ihm eigentlich die Chance geben, mich doch noch zu überraschen. Bei diesem Buch habe ich das auch ganz lange versucht, aber, wie gesagt, auf S. 64 dann doch nach vielen Anläufen aufgegeben. Ich finde einfach keinen Zugang zur Geschichte und zum Schreibstil. Fazit: Machen Sie sich selbst ein Bild von diesem Buch; so viele andere Leser können sich doch eigentlich gar nicht irren...

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