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Nüchtern

Über das Trinken und das Glück

(5)
Lange Zeit gehörte das Trinken so selbstverständlich zu Daniel Schreibers Leben wie die Arbeit. Manchmal fragte er sich, ob er nicht dabei war, eine Schwelle zu übertreten, doch meistens war die Rechtfertigung so griffbereit wie das nächste Glas Wein. Bis ihm irgendwann klar wurde, dass er längst dabei war, sein Leben zu zerstören – und sich Hilfe suchte. Mit großer Aufrichtigkeit und literarischer Kraft erzählt Schreiber von den Mechanismen der Selbsttäuschung, die es so vielen Menschen erlauben, ihr Alkoholproblem zu ignorieren. Und er fragt, warum sich eine Gesellschaft eine Droge gestattet und dann diejenigen stigmatisiert, die damit nicht umgehen können.
Rezension
"Das vielleicht größte Verdienst Daniel Schreibers ist es, das Schweigen über den Alkoholismus auf sehr unaufdringliche Weise zu brechen, ohne jedoch die Schwere des Themas zu verleugnen. Stimmen wie seine, unaufgeregt, informativ und glaubhaft, werden dringend benötigt." Tabea Soergel, Deutschlandfunk 18.02.15
"Keine Betroffenheitsprosa, sondern eine kluge Reflexion über unseren Umgang mit dem Alkohol." Julia Westlake, NDR Kulturjournal, 19.01.15
"Es ist brillant, klug, eine Lektürefreude und es ist zum Glück ohne missionarischen Eifer geschrieben." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 30.12.14
"Daniel Schreibers Essay ist ein großes Glück. ... Er mischt die Beschreibung persönlicher Erfahrungen mit kulturellen Exkursen. Er erläutert die Psychologie der Sucht, streut soziologische Betrachtungen ein, widmet sich dem stillen Erfolg der Süchtigen-Gesprächsgruppen, die ihm geholfen haben, trocken zu bleiben. Aber eigentlich ist 'Nüchtern' die Geschichte einer gescheiterten Liebe. Viele Leser werden sich darin wiederfinden." Tobias Rapp, Der Spiegel, 27.10.14
"Ein ebenso energischer wie ehrlicher Essay. ... Dieses Buch umgibt etwas Besonderes. Man liest es mit großer Spannung. Man liest es mit dem Eindruck, einen Erkenntnisraum zu betreten, der bis dahin im Halbdämmer lag und den Daniel Schreiber ausleuchtet. ... Die eigentliche Stärke liegt in der Haltung, die dieser Essay einnimmt: der menschlichen Haltung gegenüber der menschlichen Schwäche." Ursula März, Die Zeit, 30.10.14
"Ein mutiges Buch. Mutig ist es in der Selbstoffenbarung, aber auch in seiner Bescheidenheit." Andrea Roedig, Neue Zürcher Zeitung, 04.10.14
"Daniel Schreiber ist etwas Außerordentliches gelungen. Er hat ein schönes Buch über ein schambesetztes Thema geschrieben: die Alkoholabhängigkeit. Er beschreibt, welche Funktion der Alkohol in unserem sozialen Leben hat, und welche Bedeutung er für einen Menschen haben kann. Dieser Mensch ist er selbst, doch was er preisgibt, ist nicht bekenntnishaft, sondern gesellschaftlich relevant." Susanne Lenz, Frankfurter Rundschau, 09.11.14
"Wer sich für das neue Jahr vornimmt, weniger Alkohol zu trinken und ahnt, dass es schwer werden könnte, sollte dieses Buch lesen. Es ist brillant, klug, eine Lektürefreude und es ist zum Glück ohne missionarischen Eifer geschrieben." Annemarie Stoltenberg, NDR kultur, 30.12.14
"Mich haben sofort zwei Dinge in Bann gezogen: Erstens: Schreibers literarische Kraft. Und zweitens sein schonungsloser Blick auf die Mechanik der eigenen Sucht." Cornelia Kazis, SRF 2 Kultur, 29.08.14
Portrait

Daniel Schreiber, geboren 1977, ist als Kunstkritiker für verschiedene internationale Zeitungen und Magazine tätig. Er ist Autor der Susan-Sontag-Biografie Geist und Glamour (2007), sein hochgelobter persönlicher Essay Nüchtern. Über das Trinken und das Glück wurde 2014 zum Bestseller. Er lebt in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 25.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-24650-8
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 220/155/43 mm
Gewicht 283
Auflage 6. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
16,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Bemerkenswert!“

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Bin ich Alkoholiker oder (noch) nicht? Diese Frage wird sich sicher jeder irgendwann im Laufe der Lektüre stellen. Anhand seiner eigenen Erfahrungen mit und ohne Alkohol schreibt Daniel Schreiber über den Stellenwert von Alkohol in unserer Gesellschaft, die Zwänge und Tabus dieses Themas. Er erhebt nie den Zeigefinger, aber dennoch Bin ich Alkoholiker oder (noch) nicht? Diese Frage wird sich sicher jeder irgendwann im Laufe der Lektüre stellen. Anhand seiner eigenen Erfahrungen mit und ohne Alkohol schreibt Daniel Schreiber über den Stellenwert von Alkohol in unserer Gesellschaft, die Zwänge und Tabus dieses Themas. Er erhebt nie den Zeigefinger, aber dennoch trifft er uns auf eine sehr menschliche Art.
Er bietet auch Perspektiven für alle Betroffenen an und spricht Klartext über die Krankheit, alkoholsüchtig zu sein. Das Thema wird von der gesellschaftlichen, politischen und naturwissenschaftlichen Seite durchleuchtet.
Alkoholiker oder nicht, dieses Buch ist für ALLE lesenswert und wird sicher die Sicht auf dieses Thema beeinflussen.

„Sehr, sehr interessant!“

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

„Nüchtern“ ist eine beeindruckende Mischung aus Autobiographie und Sachbuch.
Daniel Schreiber beschreibt bestechend ehrlich seine Zeit mit dem Alkohol, indem er
weder dämonisiert noch beschönigt.
Im Gegenteil greift er das große Problem des Alkoholismus in allen gesellschaftlichen Schichten auf: Trinken ohne erkennbaren sozialen
„Nüchtern“ ist eine beeindruckende Mischung aus Autobiographie und Sachbuch.
Daniel Schreiber beschreibt bestechend ehrlich seine Zeit mit dem Alkohol, indem er
weder dämonisiert noch beschönigt.
Im Gegenteil greift er das große Problem des Alkoholismus in allen gesellschaftlichen Schichten auf: Trinken ohne erkennbaren sozialen Abstieg wird oft nicht als wirkliche Krankheit gesehen, sondern als durchaus interessante Charaktereigenschaft und sympathische Trinkfestigkeit.
Er benennt die Mechanismen, die ihn immer weiter trinken ließen, kritisiert aber auch deutlich eine Gesellschaft, in der sich der Abstinente mehr als der Alkoholkranke rechtfertigen muss.

Er teilt viele Fakten mit, besonders spannend fand ich seine Beschreibung, wie dauerhafter Alkoholkonsum die Gehirnstruktur verändert. Diese mischt er immer wieder mit sehr ehrlichen Episoden aus seiner Zeit als Trinker.

Ich finde, er zeigt deutlich und einprägsam, was Alkoholmissbrauch anrichtet, zeigt aber auch Wege und Hilfen aus der Sucht auf.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
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Nüchtern betrachtet
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2014

Es ist dies die Geschichte eines Alkoholikers. Erlebt und erzählt von Daniel Schreiber. Es geht ja recht unauffällig, und dann immer schneller, wenn man erst auf den Geschmack gekommen ist. Der Selbstbetrug der im Leben Einzug hält. Und immer mehr Alkohol, das Leben zerstörend. Die beginnende Stigmatisierung in der... Es ist dies die Geschichte eines Alkoholikers. Erlebt und erzählt von Daniel Schreiber. Es geht ja recht unauffällig, und dann immer schneller, wenn man erst auf den Geschmack gekommen ist. Der Selbstbetrug der im Leben Einzug hält. Und immer mehr Alkohol, das Leben zerstörend. Die beginnende Stigmatisierung in der Gesellschaft, jener Gesellschaft welche die Droge aber auch zulässt. Aber auch der Weg zurück. Ein bemerkenswerter Bericht

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
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Mutig, kritisch, brutal ehrlich - sehr empfehlenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.06.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Sehr gutes Buch, sehr gut geschrieben: Wie sehr doch Alkohol in unserer Gesellschaft verankert ist, was er alles zerstört und wie sehr er das soziale Leben beeinflusst.... Eine Pflichtlektüre für jeden in unserer Gesellschaft. Über den Umgang mit sich selbst und anderen. Über die Stigmatisierung derjenigen, die dieses "Problem"... Sehr gutes Buch, sehr gut geschrieben: Wie sehr doch Alkohol in unserer Gesellschaft verankert ist, was er alles zerstört und wie sehr er das soziale Leben beeinflusst.... Eine Pflichtlektüre für jeden in unserer Gesellschaft. Über den Umgang mit sich selbst und anderen. Über die Stigmatisierung derjenigen, die dieses "Problem" zu überwinden suchen. Ganz toll!

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