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Nur eine Ohrfeige

Roman

(5)
Es hätte ein perfektes Fest werden können ...
Die heilige Familie! Alle haben sich lieb, sind füreinander da. So sieht es von außen betrachtet aus, ein Hort der Glückseligkeit und Harmonie. Doch unter der Oberfläche brodelt es oft bedenklich, steht der Kessel oft kurz vor der Explosion. Und so lernen wir in Australien eine Großfamilie mitsamt Freundeskreis beim sommerlichen Barbecue kennen. Gut situierte Mittelstandsbürger: Ärzte, Unternehmer, Kreative. Alles wunderbar. Da passiert es: Cousin Harry gibt eher im Reflex dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige, nachdem dieser erst auf seinen Sohn losgegangen war, und dann ihm selber gegen das Schienbein trat.


Aus der scheinbar banalen Begebenheit entwickelt sich eine packende Erzählung über Liebe, Sex und die verschiedenen Auffassungen von Ehe, Erziehung und Freundschaft. Die Ohrfeige zwingt alle Beteiligten dazu, ihr eigenes Familienleben, all ihre Erwartungen, Überzeugungen und Wünsche infrage zu stellen. Aus acht Perspektiven schildert Tsiolkas eindrücklich das innere Erleben der Gäste.







Portrait
Christos Tsiolkas, geboren 1965 im australischen Melbourne als Sohn griechischer Immigranten, arbeitet u.a. fürs Theater und Fernsehen. Mit »Nur eine Ohrfeige« legte er sein bislang erfolgreichstes Buch vor, das auch über Australien hinaus für Furore sorgte und mit dem »Commonwealth Writers‘ Prize« bedacht wurde sowie für den »Man Booker Prize« nominiert war. Tsiolkas lebt in Melbourne.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 12.08.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-43727-2
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 190/118/34 mm
Gewicht 412
Originaltitel The Slap
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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„Familienbande...Woody Allen: Bitte verfilmen!! “

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss


Lange schon nicht mehr eine so großartige, unterhaltsame und moderne Variante des klassischen Bildungsromans gelesen! Tsiolkas versteht es perfekt, hinter die Fassade gutbürgerlicher Realität zu schauen, frei nach der Devise: Schau dem Volk auf's Maul - aber vergiss nicht den Blick in die Seele...

Was bin ich froh um die Ohrfeige,

Lange schon nicht mehr eine so großartige, unterhaltsame und moderne Variante des klassischen Bildungsromans gelesen! Tsiolkas versteht es perfekt, hinter die Fassade gutbürgerlicher Realität zu schauen, frei nach der Devise: Schau dem Volk auf's Maul - aber vergiss nicht den Blick in die Seele...

Was bin ich froh um die Ohrfeige, die Harry dem unausstehlichen, verzogenen kleinen Hugo verpasst, - ohne sie hätte es diesen Roman vielleicht nie gegeben. Sie ist der Ausgangspunkt für die Verhärtung von Fronten, die schon immer da waren, aber nie an- oder ausgesprochen wurden.

Tsiolkas zeigt die Maske hinter der Maske der australischen Mittelschicht. Puzzleartig entlarvt er Konventionen und Verhaltensweisen, von denen die Protagonisten selbst nicht wissen, woher sie stammen. Bei aller säuerlichen Bitterkeit verliert er nie seine Objektivität des neutralen Reporters. Warmherzig und verständnisvoll wird hier berichtet, mit viel Humor und Verve.Nie langweilig. Und so reich an Innenansichten, dass der ehrliche Leser sich oft genug an die eigene Nase fassen kann. In welcher Hinsicht auch immer!

Bin gespannt, ob irgendein Roman dieses Jahr dieses kleine Meisterwerk noch toppen kann. In meinem kleinen Vorgarten der Literatur. Tsiolkas: Bitte, bitte mehr davon!

„Sehr beeindruckend“

Heidi Wosnitza, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Die Ohrfeige, die Harry dem verzogenen, nervenden Dreijährigen auf einer großen Grillparty in Melbourne gibt, ist Anlass, daß sich Paare und Familien in zwei Lager spalten.Die einen finden die Reaktion verständlich, die anderen wollen sogar vor Gericht ziehen. Der Roman vermittelt informative und spannende Einblicke in die australische Die Ohrfeige, die Harry dem verzogenen, nervenden Dreijährigen auf einer großen Grillparty in Melbourne gibt, ist Anlass, daß sich Paare und Familien in zwei Lager spalten.Die einen finden die Reaktion verständlich, die anderen wollen sogar vor Gericht ziehen. Der Roman vermittelt informative und spannende Einblicke in die australische Mittelschicht, wobei die meisten Romanfiguren griechischer Abstammung sind. Alkoholismus, Sexsucht, Drogenkonsum, aber auch liebevolle Beziehungen gibt es in diesem Roman, der in Australien Bestseller ist.Es ist auch von einer Verfilmung die Rede. Rund machen dieses Buch auch die verschiedenen Wertvorstellungen konservativer und liberaler Menschen. Ich bin immer noch beeindruckt, bitte lesen!

„Eine Ohrfeige mit ungeahnten Folgen!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Ein schöner Tag in Melbourne, die Sonne scheint und ein Grillfest ist im Gange. Hugo, 4jähriger Rotzlöffel, nervt alle. Irgendwann ist er nur noch unausstehlich und Harry verliert die Beherrschung und ohrfeigt den Quälgeist. Die Eltern sind entsetzt und zeigen ihn an. Es kommt zum Prozess. Die verschiedenen Anwesenden erzählen jeweils Ein schöner Tag in Melbourne, die Sonne scheint und ein Grillfest ist im Gange. Hugo, 4jähriger Rotzlöffel, nervt alle. Irgendwann ist er nur noch unausstehlich und Harry verliert die Beherrschung und ohrfeigt den Quälgeist. Die Eltern sind entsetzt und zeigen ihn an. Es kommt zum Prozess. Die verschiedenen Anwesenden erzählen jeweils aus der eigenen Perspektive die Geschichte weiter. Es ist spannend, lässt gesellschaftlich tief blicken und ist durch die unterschiedlichen Sichtweisen interessant erzählt. Leider ist die Sprache manchmal derb, was nicht nötig gewesen wäre.

Marta Gorecki, Thalia-Buchhandlung Münster

Offene, schonungslose Gesellschaftskritik des heutigen Australiens mit seiner multikulturellen Vielfalt. Wer den Blick in menschliche Abgründe nicht scheut, wird belohnt.

Offene, schonungslose Gesellschaftskritik des heutigen Australiens mit seiner multikulturellen Vielfalt. Wer den Blick in menschliche Abgründe nicht scheut, wird belohnt.

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Gesellschaftskritik mit scharfen Spitzen, teilweise über zogen und doch sehr wahr im Kern. Gesellschaftskritik mit scharfen Spitzen, teilweise über zogen und doch sehr wahr im Kern.

„Nur eine Ohrfeige“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Aisha und Hector, ein beliebtes Paar mit zwei Kindern, geben im heißen Sommer Melbournes ein Grillfest für alle ihre Freunde und die Familie. Von Aishas indischer Familie ist nur ihr Bruder zu Besuch gekommen, dafür aber jede Menge Freunde.

Aus Hectors griechischer Familie sind alle anwesend, als der kleine vierjährige Hugo, der
Aisha und Hector, ein beliebtes Paar mit zwei Kindern, geben im heißen Sommer Melbournes ein Grillfest für alle ihre Freunde und die Familie. Von Aishas indischer Familie ist nur ihr Bruder zu Besuch gekommen, dafür aber jede Menge Freunde.

Aus Hectors griechischer Familie sind alle anwesend, als der kleine vierjährige Hugo, der verzogenen Sohn von Aishas langjähriger Freundin Rosie, zornig und unausstehlich wird und sogar noch den Kricketschläger gegen den Jungen Rocco schwingt. Roccos Vater, Harry (der Cousin von Hector) sieht rot und verpasst dem verzogenen Lümmel eine schallende Ohrfeige. Diese Ohrfeige wird für die Zukunft maßgeblich sein, denn Familie und Freunde spalten sich in zwei Gruppen, die eine, die die Aktion Ohrfeige gerechtfertigt fanden und zu Harry stehen, und die andere Gruppe, die Harrys Verhalten verurteilt.

Hugos Eltern sind so aufgebracht, dass sie Harry bei der Polizei anzeigen und es zu einer Verhandlung kommt. In den weiteren Kapiteln kommen einige Freunde und Familienmitglieder Aishas und Hectors zu Wort und beschreiben die Situation aus ihrer Sicht. Wir lernen Anouk - Aishas Freundin, Harry - den Cousin von Hector, Connie - Aishas junge Mitarbeiterin und Hectors Geliebte, Rosie - die Mutter von Hugo, Manolis -Aishas Schwiegervater und Richie -Connies Kumpel, alle kennen. Jeder von ihnen beschreibt sein Leben seit diesem Vorfall und man bekommt einen wunderbaren Einblick in die Gesellschaft Melbournes.

Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es in einem Wochenende durchgelesen habe!

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Nur eine Ohrfeige bringt die scheinbar harmonische Welt dreier befreundeter Familien gehörig ins Wanken. Macht schon mächtig Spaß, wie Tsiolkas seine Figuren leiden lässt. Nur eine Ohrfeige bringt die scheinbar harmonische Welt dreier befreundeter Familien gehörig ins Wanken. Macht schon mächtig Spaß, wie Tsiolkas seine Figuren leiden lässt.

„Christos Tsiolkas, Nur eine Ohrfeige“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Dieses Buch ist ein weiterer Liebling auf meiner Liste der Neuerscheinungen im Frühjahr 2012.
Ort der Handlung ist eine BBQ-Party in einer gutsituierten Vorstadt Melbournes - und könnte ebenso gut in Hamburg, Berlin oder München spielen. Die Gäste sind auf den ersten Blick nette Nachbarn und Freunde,( Menschen wie "Du Und Ich") mit
Dieses Buch ist ein weiterer Liebling auf meiner Liste der Neuerscheinungen im Frühjahr 2012.
Ort der Handlung ist eine BBQ-Party in einer gutsituierten Vorstadt Melbournes - und könnte ebenso gut in Hamburg, Berlin oder München spielen. Die Gäste sind auf den ersten Blick nette Nachbarn und Freunde,( Menschen wie "Du Und Ich") mit denen man gerne feiert. Aber dann tut sich der Abgrund auf, weil der nette, fleißige Harry dem Rotzlöffel Hugo eine Ohrfeige gibt, denn der hatte sich an Harry´s kleinem Sohn vergriffen. Damit bricht die Fassade der gutbürgerlichen Existenzen zusammen und es treten Dinge und Wahrheiten zu Tage, die uns zunehmend verstören:der nette Harry hat schon lange eine Affäre und ein ernstes Drogenproblem. Aber auch die anderen Protagonisten sind nicht so, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Da die Geschichte aus acht verrschiedenen Perspektiven erzählt wird, geraten wir immer mehr in die Zwickmühle unserer eigenen Gefühle für die einzelnen Charaktere. Wer hat Recht ? Wer hat Schuld ? Wer ist Täter ? Wer ist Opfer ?
Ein toller Roman, den ich nicht aus der Hand legen mochte !!

„Nur eine Ohrfeige“

Katja Wünsche, Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Aisha und Hector geben an einem warmen Sommertag ein Barbecue für Familie und Freunde. Es ist ein schönes Fest, bis ein Spiel der Kinder dazu führt, dass Harry dem kleinen Hugo eine Ohrfeige verpasst. Was als Schutz für seinen eigenen Sohn gedacht war, hat schon bald weitreichende Folgen für alle, die Zeugen dieser Tat wurden.
Christos
Aisha und Hector geben an einem warmen Sommertag ein Barbecue für Familie und Freunde. Es ist ein schönes Fest, bis ein Spiel der Kinder dazu führt, dass Harry dem kleinen Hugo eine Ohrfeige verpasst. Was als Schutz für seinen eigenen Sohn gedacht war, hat schon bald weitreichende Folgen für alle, die Zeugen dieser Tat wurden.
Christos Tsiolkas ist mit seinem Buch "Nur eine Ohrfeige" ein außergewöhnlicher Familienroman gelungen. Er gewährt uns damit einen Blick hinter die Fassade des perfekten Vorstadtlebens. Ein absolut lesenswertes Buch!

„Ein australischer Familienroman“

Claudia Hüllmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg (Allee-Center)

jenseits von Kitsch und Kängurus, der mit Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides zu vergleichen ist und doch eine ganz eigene faszinierende Sprache hat. Für mich ist dieses Buch DER Gesellschaftsroman des Jahres. jenseits von Kitsch und Kängurus, der mit Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides zu vergleichen ist und doch eine ganz eigene faszinierende Sprache hat. Für mich ist dieses Buch DER Gesellschaftsroman des Jahres.

Lucy Wade, Thalia-Buchhandlung Münster

Die Handlung ist beeindruckend und realistisch, so was könnte jedem mal passieren. Die Handlung ist beeindruckend und realistisch, so was könnte jedem mal passieren.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine köstliche Familiengeschichte. Ich persönlich hätte auch gern noch die Eltern gehauen. Aber das tun aus acht Perspektiven mehr oder weniger die anderen Protagonisten. Eine köstliche Familiengeschichte. Ich persönlich hätte auch gern noch die Eltern gehauen. Aber das tun aus acht Perspektiven mehr oder weniger die anderen Protagonisten.

„Nur eine Ohrfeige“

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Der Aufhänger des Romans ist ein Barbecue, zu dem Hector und seine Frau Freunde und Familie eingeladen haben.
Einer der Gäste ohrfeigt den kleinen Hugo, seine Eltern erstatten Anzeige gegen diesen Mann, Harry.

Aus acht Perspektiven wird nun fortlaufend weiter erzählt, wie die Ohrfeige Freundschaften und familiäre Bande ins Wanken
Der Aufhänger des Romans ist ein Barbecue, zu dem Hector und seine Frau Freunde und Familie eingeladen haben.
Einer der Gäste ohrfeigt den kleinen Hugo, seine Eltern erstatten Anzeige gegen diesen Mann, Harry.

Aus acht Perspektiven wird nun fortlaufend weiter erzählt, wie die Ohrfeige Freundschaften und familiäre Bande ins Wanken bringt, da jeder seine eigene Meinung zu diesem Vorfall hat.
Hauptsächlich aber davon, wie sich die Protagonisten in ihrem eigenen Leben zurecht finden, von ihren Wünschen, Träumen und Hoffnungen.

Wirkt zum Beispiel Harry im ersten Kapitel noch wie ein relativ netter, aber aufbrausender Typ, ergibt sich aus den anderen Kapiteln ein gänzlich anderes Bild.

Für mich bestand der Reiz des Buches darin, zu lesen, wie weit Innen- und Außenansicht aller Figuren auseinander klaffen. Manche werden sympathisch, andere entpuppen sich als selbstgerecht, in jedem Fall ist niemand so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Großer Gesellschaftsroman eines in Deutschland völlig unterschätzen Autors. Auch der Titel Barrakuda von Tsiolkas ist toll. Großer Gesellschaftsroman eines in Deutschland völlig unterschätzen Autors. Auch der Titel Barrakuda von Tsiolkas ist toll.

„Unbedingt lesen!“

Katrin Schönmüller, Thalia-Buchhandlung Dresden

Dieses Buch von Christos Tsiolkas ist eine echte Entdeckung!
Ein heißer australischer Sommertag, ein Barbecue mit Familie und Freunden. Und dann verpasst Harry dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Dieser Vorfall hat für alle Anwesenden Konsequenzen, jeder muss Stellung beziehen.
Wie Tsiolkas die Handlung aus den verschiedenen Perspektiven
Dieses Buch von Christos Tsiolkas ist eine echte Entdeckung!
Ein heißer australischer Sommertag, ein Barbecue mit Familie und Freunden. Und dann verpasst Harry dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Dieser Vorfall hat für alle Anwesenden Konsequenzen, jeder muss Stellung beziehen.
Wie Tsiolkas die Handlung aus den verschiedenen Perspektiven heraus vorantreibt, hat mich sehr beeindruckt.
Unbedingt lesen!

„Von einem Sumpf zum anderen“

Jennifer Lölke, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Der kleine (Satansbraten!) Hugo überspannt den Bogen und fängt sich auf einer Gartenparty unter „Freunden“ eine schallende Ohrfeige von Harry ein. Diese Ohrfeige ist zugleich der Startschuss für eine lustige Fahrt durch die kunterbunte Doppelbödigkeit der australischen Mittelschicht.


Tsiolkas schreibt in diesem Buch aus mehreren
Der kleine (Satansbraten!) Hugo überspannt den Bogen und fängt sich auf einer Gartenparty unter „Freunden“ eine schallende Ohrfeige von Harry ein. Diese Ohrfeige ist zugleich der Startschuss für eine lustige Fahrt durch die kunterbunte Doppelbödigkeit der australischen Mittelschicht.


Tsiolkas schreibt in diesem Buch aus mehreren Perspektiven. So bleibt die Geschichte schön lebendig und abwechslungsreich, obwohl man in etwa ahnt, was wohl als nächstes um die Ecke gekrochen kommt. Tsiolkas lässt den Handlungsstrang um die Ohrfeige also munter weiter im Hintergrund laufen, während der Leser vordergründig erfährt, wie abgründig es hinter den Kulissen der Vorstadtidylle zugeht. Ihre Gesichtsmuskeln werden mitunter einem Belastungstest unterzogen – Schadenfreunde und der Gedanke „Na sowas!“ inklusive hämischen Grinsen sind garantiert. Die Figuren sind sehr unterschiedlich und bieten so jedem Leser eine Angriffs- als auch Projektionsfläche. Fans von „Der Gott des Gemetzels“ werden ihre wahre Freude haben.


Warum gibt es dennoch nur 3 Sterne? Weil es Tsiolkas in einem der letzen Kapitel ums Verrecken nicht gelingen will, sich in eine attraktive, erfolgreiche Frau in der beschriebenen Situation hineinzuversetzen. Er kommt auf Verdeih und Verderb nicht aus seiner männlichen Haut. Ich habe jedenfalls während des Kapitels enttäuscht mit dem Kopf geschüttelt. Schade eigentlich, denn in den vorausgegangenen Kapiteln sind die Figuren wirklich authentisch.


To put it in a nutshell: Es ist es eine Wonne, die kleinen dreckigen Geheimnisse hinter den Jägerzäunen (Haben Australier Jägerzäune?) zu entdecken und sich gemeinsam mit Herrn Tsiolkas in den Sümpfen der einzelnen Schicksale zu suhlen. Die Figuren sind ein buntgemischter Haufen und von allem etwas – ein gewaltiges Konfliktpotential steckt in diesem Potpourri aus Gehemnissen, Kulturen, Vorurteilen: ein großer Spaß im Sinne des Domino-Effekts.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
3
1
1
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Ohrfeige
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015

Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür... Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür ziehe ich, den virtuellen Hut. Schlicht gesagt, geht es in dem Buch um eine Ohrfeige, die ein Erwachsener, dem kleinen Hugo verpasst, einer monströsen kindlichen „ich“-Maschine, die von einer labilen Mutter groß und größer gesäugt wird. Das ganze geschieht, während eines belanglosen Grillfestes in einem der sterilen Vororte Melbournes. Mein Haus, mein Auto, mein Job, meine Vorzeigefamilie, darüber definieren sich die unterschiedlichsten Ethnien im Schmelztiegel Australien und richten sich in ihrer Langeweile ein. Da kann so eine lapidare Ohrfeige schon Risse in den Putz des modernen Mittelschichtbürgers sprengen. Erzählt wird die Geschichte aus acht verschiedenen Perspektiven. Der Hausherr Hector, passives Muttersöhnchen, verbeamteter Frauenschwarm in der Midlife Crises ansonsten viriler Allesvögler ist stoned, als das Ereignis eintritt, scharf auf eine anwesende Minderjährige und versucht nicht auf das Minenfeld zu treten, dass sich zwischen seiner Mutter seiner indischen Ehefrau auftut. Immerhin verschafft ihm seine griechische Abstammung die Möglichkeit einmal eindeutig Stellung zu beziehen. Der Täter muss unschuldig sein, er stammt aus der eigenen Familie. Für Anouk, eine toughe Schreiberin für schwachsinnige Fernsehserien und Jungmannschwäche ist die Sache schon komplizierter. Eigentlich will sie lieber den Roman ihres Lebens schreiben. Eigentlich will sie Klartext mit Hugos Mutter sprechen, wenn die Freundschaftsbande dreier Frauen nicht ihren Verständnistribut einfordern würden. Harry, der hitzige Ohrfeigenverteiler, ist erfolgreicher Geschäftsmann und Macher kann es nicht fassen, wegen einer lächerlichen Backpfeife vor den Richter ziehen zu müssen. Was kann er für Rosies verzogene Göre? Das ausgerechnet Er, der unsozialste, die Morallawine los tritt ist folgerichtig. Connie, Kindermädchen der kindlichen „ich“- Maschine träumt den Traum aller Heranwachsender von der besten Party der Stadt und dem coolsten Typen, des Universums. Es ist kein leichtes Los in dem Alter zu sein, schon gar nicht ohne die verstorbenen Eltern, die keine Richtung, keinen Halt mehr geben können. Egal, in dieser Vorstadthölle übernehmen die Teenager, die eigene Erziehung, von Drogen benebelt, gleich mit. Ihre Arbeitgeberin Rosie lässt es zum Äußersten kommen, den Gerichtsprozess gegen Harry. Was einmal so schmerzvoll aus ihrem Unterleib gefahren kam, gebührt der Aufmerksamkeit einer hingebungsvollen Mutter, die allerdings mit einigen charakterlichen Schönheitsfehlern ausgestattet ist, welche nicht ganz unschuldig an dem Geschehen sind. Manolis, Hectors Vater, betrachtet das Leben aus dem Blickwinkel eines mit sich hadernden Rentners, dessen beste Zeit schon weit zurück liegt. Irgendwie hat sich die Welt verändert, Freunde sterben weg. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken. Vielleicht hätte er weniger Kompromisse machen sollen, sicher sogar. Zeit für Ordnung zu sorgen. Er startet einen Vermittlungsversuch. Das erwachsene Menschen, die ihr Geld als Ärzte und Geschäftsleute verdienen, nicht in der Lage sind eine Lappalie in Sekundenschnelle aus der Welt zu bringen, wenn der Qualm der ersten Ärgers einmal verraucht ist, kann er nicht glauben. Aisha, Hectors Frau und somit Gastgeberin des Barbecues bezieht klar Stellung, weil sie ein Geheimnis kennt. Auf einer Asienreise begegnet der resoluten Vernunftfrau eine männliche Alternative, ein Zweitleben in Canada erscheint auf dem Wunschzettel, jetzt wo der Angetraute schwächelt und Gefühle zeigt, die sie überflüssig und abstoßend findet. Sie muss sich entscheiden. Und da wäre noch Richie, eine blendend auserzählte Figur mit zerrütteter Kindheit und einer gesunden Beziehung dazu. Die Katastrophe ist quasi der Normalzustand, worüber sich aufregen, wenn der gelegentlich auftauchende Erzeuger, dem Asthmatikerjüngling die rauchende Kippe unter die Nase hält. Sein wirkungsvollster Trost, immerhin weiß Richie das er schwul ist. Während sein ständig betrunkener Vater nicht einmal weiß, dass er doof ist und seinen Sohn mit einem halben ipod zu versöhnen sucht. Meinung: Es ist schon ein besonderes Erlebnis für mich gewesen, den Roman zu lesen. Christos Tsiolkas schaut hinter die Fassade einer total durch individualisierte Gesellschaft, in der kein kleinster gemeinsamer Nenner mehr gefunden werden kann. Zwischen gelungenen und gescheiterten Lebensentwürfen bekommen hier Bagatellen ein Hochhausgewicht. Der Lebensinn muss, gespeist durch den jeweiligen kulturellen Hintergrund, mühevoll konstruiert werden, nachdem der Broterwerb gesichert ist. Dazu dienen neben sexuellen Erlebnissen und Bedürfnisbefriedigung jedweder Couleur, überlieferte Grundüberzeugungen, die man täglich selbst mit den Füssen tritt. Die „ich“-Maschine erreicht mit dem kleinen Hugo einen Höhepunkt. Wer immer da zuschlägt, schlägt zunächst einmal sich selbst. Schriftstellerisch ist „Nur eine Ohrfeige“ eine Meisterleistung, wobei zu konstatieren ist, das Christos Tsiolkas, den Anlass für die Konflikte etwas aus dem Auge verliert. Gegen Mitte des Romans flacht das Buch leicht ab, weil die Spannungserwartungen des Lesers nicht erfüllt werden und sich die Geschichte außerhalb des Erwartungsrahmens auflöst. Als sehr angenehm habe ich den Schreibstil empfunden und die fehlende Zuteilung in gut und böse Charaktere. Man darf bei Tsiolkas alle Menschen mögen, man darf über sie die Nase rümpfen, man darf nur nicht behaupten, dass sie unglaubhaft sein. Darin liegt eine Stärke, des Autoren. Ganz im Gegensatz zu seinem wenig emphatischen Personal, taucht er metertief in die Psyche von Männlein und Weiblein ein und fördert das Gold der Erkenntnis zu Tage. Ein feines Buch!

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Nicht nur eine Ohrfeige
von einer Kundin/einem Kunden am 28.07.2015

Die Geschichte handelt von einem Barbecue bei dem viele unterschiedliche Personen aufeinandertreffen mit unterschiedlichen Lebensformen. Durch die Ohrfeige, die ein Kind von einem der Gäste bekommt, denkt jeder der Gäste über das Leben nach bzw. verändert sich das Leben der einzelnen Personen. Dadurch, das 8 unterschiedliche Personen erzählen, wird... Die Geschichte handelt von einem Barbecue bei dem viele unterschiedliche Personen aufeinandertreffen mit unterschiedlichen Lebensformen. Durch die Ohrfeige, die ein Kind von einem der Gäste bekommt, denkt jeder der Gäste über das Leben nach bzw. verändert sich das Leben der einzelnen Personen. Dadurch, das 8 unterschiedliche Personen erzählen, wird das Barbecue bzw. das Leben kurz davor und Zeiten danach von ihnen aus völlig verschiedenen Perspektiven erzählt. Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert, wie es auch anstrengend war zu lesen. Manche der Personen sind mir sehr unsympathisch andere mag ich mehr und kann ihre Beweggründe, ihr Handeln bzw. Denken, nachvollziehen, wenn ich es auch nicht gut finde. Eines ist auf jeden Fall klar - die heile Welt gibt es nicht und hat es nie gegeben und unter jeden bzw. hinter scheinbar perfekten, friedlichen Leben, brodelt es oder vielelicht köchelt es auch nur und braucht "eine Ohrfeige", um zu Tage zu treten. Ich empfehle dieses Buch nicht zur Entspannung, sondern dann, wenn man Zeit und Lust hat, sich auf ein "schwieriges" Thema einzulassen, wenn man hinter die Fassaden der Gesellschaft schauen möchte. Das will ich auf jeden Fall nicht immer - nur zeitweise.

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von coffee2go am 24.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Kurze Inhaltszusammenfassung: Hector und Aisha geben ein Barbecue, zu dem sie alle ihre Freunde und die gesamte Verwandtschaft einladen. Dort ereignet sich ein dramatischer Zwischenfall, der die Fronten aller Anwesenden verhärtet. Ein erwachsener Mann fühlt sich vom vierjährigen Hugo so provoziert, dass er ihm vor allen Gästen eine Ohrfeige verpasst.... Kurze Inhaltszusammenfassung: Hector und Aisha geben ein Barbecue, zu dem sie alle ihre Freunde und die gesamte Verwandtschaft einladen. Dort ereignet sich ein dramatischer Zwischenfall, der die Fronten aller Anwesenden verhärtet. Ein erwachsener Mann fühlt sich vom vierjährigen Hugo so provoziert, dass er ihm vor allen Gästen eine Ohrfeige verpasst. Aber auch weitere Themen, wie Sexualität, Pubertät, Liebe, Freundschaft und Drogen werden thematisiert. Meine Meinung zum Buch: Das Buch hat sehr vielversprechend begonnen, hatte dann aber leider im Mittelteil einige Schwächen und auch sprachlich recht viele Wiederholungen, holprige Übersetzungsteile und eine Anhäufung von vulgären Ausdrücken. Gut gefallen hat mir der Wechsel der Erzählperspektive: Es wurde aus Sicht der einzelnen Personen nicht nur vom Vorfall auf dem Barbecue, sondern auch aus dem Alltag und von den Problemen der einzelnen Charaktere erzählt. Die einzelnen Geschichten hätten aber durchaus noch mehr Bezug zueinander haben können, dann wäre der rote Faden durch das Buch besser erkennbar gewesen. So bestand es eher aus einzelnen Lebensgeschichten, wie ein Sammelband von Biografien. Ebenfalls gut gefunden habe ich, dass hier die unterschiedlichsten Nationalitäten aufeinander treffen, aber die Probleme der Personen untereinander nicht aufgrund von sprachlichen oder kulturellen Diversitäten entstehen, sondern dadurch, dass die Menschen unterschiedliche Charaktere haben und auch dadurch, dass man sich seine Verwandtschaft eben nicht aussuchen kann. Weniger gut gefallen hat mir, wie leichtfertig und locker mit Alkohol und Drogen hantiert wurde und wie tolerant die Erwachsenen sich dem Konsum von illegalen Drogen ihrer Kinder verhalten haben. Vor allem der Schluss hat einen nachdenklichen Eindruck und ein ungutes Gefühl bei mir hinterlassen, was die Zukunftsperspektiven der Jugendlichen betrifft. Cover und Titel: Das Cover zeigt die Füße von unterschiedlichen Personen, wahrscheinlich der Barbecue-Gesellschaft und hat mir optisch recht gut gefallen. Auch der Titel ist ansprechend ausgewählt, obwohl er mir nicht gefällt, hat er mich dennoch angesprochen. Vor allem das Wort „nur“ im Zusammenhang mit der „Ohrfeige“ hat bei mir als ersten Eindruck ausgelöst, dass hier die Ohrfeige heruntergespielt wird. Es wurde auch im Buch nach Gründen gesucht, die es rechtfertigten, dass die Ohrfeige an einem dreijährigen Kind rechtfertigen und wenn man die Urteilsverkündung der Richterin liest… Mein Fazit: Das Buch war für mich mittelmäßig, denn einige Teile haben mir sehr gut gefallen, andere wieder gar nicht. Die Geschichte hätte aber noch das Potenzial die angesprochenen Problemthemen auf der sozialen Ebene zu bearbeiten, dann wäre es ein sehr gutes gesellschaftskritisches Buch geworden.

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Recht ordinär und direkt
von Melanie Enns aus L. am 19.01.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

An diesem Roman habe ich lange geknabbert. Vielleicht lag es auch an den Vorbereitungen für die Weihnachtstage? Dennoch hatte ich nicht einmal das Bedürfnis das Buch beiseite zu legen. Ich wollte wissen, wo der Zusammenhang besteht und ganz ehrlich? Ich habe ihn nicht wirklich gefunden, aber vielleicht habe ich... An diesem Roman habe ich lange geknabbert. Vielleicht lag es auch an den Vorbereitungen für die Weihnachtstage? Dennoch hatte ich nicht einmal das Bedürfnis das Buch beiseite zu legen. Ich wollte wissen, wo der Zusammenhang besteht und ganz ehrlich? Ich habe ihn nicht wirklich gefunden, aber vielleicht habe ich auch nicht kapiert, warum der Autor dieses Buch geschrieben hat? Ich fand die teilweise sehr ordinäre Sprache sehr, sehr abstossend. Ich habe auf manchen Seiten wirklich gedacht, ich stecke mitten in einem Porno. Manche Szenen und auch die ordinäre Sprache ließ mich darauf schliessen. Die Selbstfindung von Richie und Connie war da noch recht harmlos. Das Ausprobieren und Herumexperimentieren im Teenageralter, sprich sich selbst zu berühren ist denke ich normal und in diesen Szenen wird sich auch keienr dreckigen Sprache bedient. Die Erwachsenen waren es, die mich abgestossen haben. Die Ohrfeige ist der Stein, der alles ins Rollen bringt. Freundschaften zerbrechen, Familie wird dabei eher groß geschrieben. Die einzige, die mir sehr symphatisch ist, ist Aisha, Hetors Frau. Ansonsten sind mir die beschriebenen Personen eher unangenehm und suspekt. Vorgestellt werden uns ganz verschiedene Personen, 8 an der Zahl, in deren Psyche wir komplett eintauchen. Vielleicht werden wir so verstehen, warum Rosie Hugo immer noch die Brust gibt oder wie sich ein junger Mann fühlt, der erkennt, daß er sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt? Bereichtert hat mich die Erkenntnis nicht und ob ich das Buch weiterempfehlen kann? Ich bin mir da sehr, sehr unsicher. Für mich war das Buch nichts. Für alle, die in die Leseprobe hineingeschnuppert haben, kann ich nur sagen, es geht so weiter. Sex, Drogen, Alkohol, Ehebruch, Depression, Abhängigkeit, Gewalt .......... um nur einiges zu nennen. Ich habe etwas anderes erwartet und dieses bekommen. Zurückgelassen hat mich das Buch eher mit einem Fragezeichen im Gesicht. Ich verstehe die versteckte Botschaft und den Sinn des Buches einfach nicht! Natürlich werde ich auch weiterhin die verschiedenen Rezessionen zu dem Buch lesen, da ich erwarte, daß mir doch noch ein Licht aufgeht!

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Nur eine Ohrfeige
von BellaE aus ... am 14.01.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Hector ist Grieche und gibt mit seiner indischen Frau Aisha ein großes Barbecue zu dem sie Familie u. Freunde einladen. Die beiden haben 2 Kinder u. leben in Australien. Aishas Freundin Rosie hat einen 4-Jährigen Sohn. Rosie litt nach Hugos Geburt unter Wochenbettdepressionen und konnte erst nach ungefähr 6 Monaten... Hector ist Grieche und gibt mit seiner indischen Frau Aisha ein großes Barbecue zu dem sie Familie u. Freunde einladen. Die beiden haben 2 Kinder u. leben in Australien. Aishas Freundin Rosie hat einen 4-Jährigen Sohn. Rosie litt nach Hugos Geburt unter Wochenbettdepressionen und konnte erst nach ungefähr 6 Monaten eine Beziehung zu ihrem Sohn aufbauen. Ihr Mann Gary begibt sich bei jeder Gelenheit in Bars und betrinkt sich und ist ihr keine große Hilfe. Hugo kennt keine Grenzen und hat nie gelernt sich zurückzunehmen.Seine Mutter macht alles für ihn und auch gestillt wird er noch was die meisten in ihrem Umfeld nicht mehr so toll finden. Dadurch kommt es dazu, dass er Hectors Neffen Rocco beinahe weh getan hätte, doch bevor das Geschieht schreitet Hectors Cousin (Roccos Vater) Harry ein und verpasst Hugo eine Ohrfeige. So nimmt die Geschichte ihren Lauf und man liest aus der Perspektive von insgesamt 8 Menschen welche Konsequenzen diese Ohrfeige mit sich trägt. Freundschaften die auseinanderbrechen, Frauen und Männer die auf den ersten Blick nett und höflich sind, aber innendrin sieht es ganz anders aus. Lügen und Betrügen, aber nach Außen hin die Fassade wahren scheint an der Tagesordnung zu stehen. Drogen, Alkohol und Sex spielen eine sehr große Rolle. Sehr direkt geschrieben, aber teilweise leider langweilig. Es passiert nicht viel. Ich habe mich oft dazu durchringen müssen weiterzulesen, weil es oft schwer war mich in die neue Person hineinzufühlen.

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Ohrfeige
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 19.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür... Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür ziehe ich, den virtuellen Hut. Schlicht gesagt, geht es in dem Buch um eine Ohrfeige, die ein Erwachsener, dem kleinen Hugo verpasst, einer monströsen kindlichen „ich“-Maschine, die von einer labilen Mutter groß und größer gesäugt wird. Das ganze geschieht, während eines belanglosen Grillfestes in einem der sterilen Vororte Melbournes. Mein Haus, mein Auto, mein Job, meine Vorzeigefamilie, darüber definieren sich die unterschiedlichsten Ethnien im Schmelztiegel Australien und richten sich in ihrer Langeweile ein. Da kann so eine lapidare Ohrfeige schon Risse in den Putz des modernen Mittelschichtbürgers sprengen. Erzählt wird die Geschichte aus acht verschiedenen Perspektiven. Der Hausherr Hector, passives Muttersöhnchen, verbeamteter Frauenschwarm in der Midlife Crises ansonsten viriler Allesvögler ist stoned, als das Ereignis eintritt, scharf auf eine anwesende Minderjährige und versucht nicht auf das Minenfeld zu treten, dass sich zwischen seiner Mutter seiner indischen Ehefrau auftut. Immerhin verschafft ihm seine griechische Abstammung die Möglichkeit einmal eindeutig Stellung zu beziehen. Der Täter muss unschuldig sein, er stammt aus der eigenen Familie. Für Anouk, eine toughe Schreiberin für schwachsinnige Fernsehserien und Jungmannschwäche ist die Sache schon komplizierter. Eigentlich will sie lieber den Roman ihres Lebens schreiben. Eigentlich will sie Klartext mit Hugos Mutter sprechen, wenn die Freundschaftsbande dreier Frauen nicht ihren Verständnistribut einfordern würden. Harry, der hitzige Ohrfeigenverteiler, ist erfolgreicher Geschäftsmann und Macher kann es nicht fassen, wegen einer lächerlichen Backpfeife vor den Richter ziehen zu müssen. Was kann er für Rosies verzogene Göre? Das ausgerechnet Er, der unsozialste, die Morallawine los tritt ist folgerichtig. Connie, Kindermädchen der kindlichen „ich“- Maschine träumt den Traum aller Heranwachsender von der besten Party der Stadt und dem coolsten Typen, des Universums. Es ist kein leichtes Los in dem Alter zu sein, schon gar nicht ohne die verstorbenen Eltern, die keine Richtung, keinen Halt mehr geben können. Egal, in dieser Vorstadthölle übernehmen die Teenager, die eigene Erziehung, von Drogen benebelt, gleich mit. Ihre Arbeitgeberin Rosie lässt es zum Äußersten kommen, den Gerichtsprozess gegen Harry. Was einmal so schmerzvoll aus ihrem Unterleib gefahren kam, gebührt der Aufmerksamkeit einer hingebungsvollen Mutter, die allerdings mit einigen charakterlichen Schönheitsfehlern ausgestattet ist, welche nicht ganz unschuldig an dem Geschehen sind. Manolis, Hectors Vater, betrachtet das Leben aus dem Blickwinkel eines mit sich hadernden Rentners, dessen beste Zeit schon weit zurück liegt. Irgendwie hat sich die Welt verändert, Freunde sterben weg. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken. Vielleicht hätte er weniger Kompromisse machen sollen, sicher sogar. Zeit für Ordnung zu sorgen. Er startet einen Vermittlungsversuch. Das erwachsene Menschen, die ihr Geld als Ärzte und Geschäftsleute verdienen, nicht in der Lage sind eine Lappalie in Sekundenschnelle aus der Welt zu bringen, wenn der Qualm der ersten Ärgers einmal verraucht ist, kann er nicht glauben. Aisha, Hectors Frau und somit Gastgeberin des Barbecues bezieht klar Stellung, weil sie ein Geheimnis kennt. Auf einer Asienreise begegnet der resoluten Vernunftfrau eine männliche Alternative, ein Zweitleben in Canada erscheint auf dem Wunschzettel, jetzt wo der Angetraute schwächelt und Gefühle zeigt, die sie überflüssig und abstoßend findet. Sie muss sich entscheiden. Und da wäre noch Richie, eine blendend auserzählte Figur mit zerrütteter Kindheit und einer gesunden Beziehung dazu. Die Katastrophe ist quasi der Normalzustand, worüber sich aufregen, wenn der gelegentlich auftauchende Erzeuger, dem Asthmatikerjüngling die rauchende Kippe unter die Nase hält. Sein wirkungsvollster Trost, immerhin weiß Richie das er schwul ist. Während sein ständig betrunkener Vater nicht einmal weiß, dass er doof ist und seinen Sohn mit einem halben ipod zu versöhnen sucht. Meinung: Es ist schon ein besonderes Erlebnis für mich gewesen, den Roman zu lesen. Christos Tsiolkas schaut hinter die Fassade einer total durch individualisierte Gesellschaft, in der kein kleinster gemeinsamer Nenner mehr gefunden werden kann. Zwischen gelungenen und gescheiterten Lebensentwürfen bekommen hier Bagatellen ein Hochhausgewicht. Der Lebensinn muss, gespeist durch den jeweiligen kulturellen Hintergrund, mühevoll konstruiert werden, nachdem der Broterwerb gesichert ist. Dazu dienen neben sexuellen Erlebnissen und Bedürfnisbefriedigung jedweder Couleur, überlieferte Grundüberzeugungen, die man täglich selbst mit den Füssen tritt. Die „ich“-Maschine erreicht mit dem kleinen Hugo einen Höhepunkt. Wer immer da zuschlägt, schlägt zunächst einmal sich selbst. Schriftstellerisch ist „Nur eine Ohrfeige“ eine Meisterleistung, wobei zu konstatieren ist, das Christos Tsiolkas, den Anlass für die Konflikte etwas aus dem Auge verliert. Gegen Mitte des Romans flacht das Buch leicht ab, weil die Spannungserwartungen des Lesers nicht erfüllt werden und sich die Geschichte außerhalb des Erwartungsrahmens auflöst. Als sehr angenehm habe ich den Schreibstil empfunden und die fehlende Zuteilung in gut und böse Charaktere. Man darf bei Tsiolkas alle Menschen mögen, man darf über sie die Nase rümpfen, man darf nur nicht behaupten, dass sie unglaubhaft sein. Darin liegt eine Stärke, des Autoren. Ganz im Gegensatz zu seinem wenig emphatischen Personal, taucht er metertief in die Psyche von Männlein und Weiblein ein und fördert das Gold der Erkenntnis zu Tage. Ein feines Buch!

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von einer Kundin/einem Kunden aus Hilden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Sehr bewegendes Familiendrama. Hat in Australien einige Literaturpreise gewonnen. Dieser Roman ist immer aktuell und reflektiert ganz wunderbar Familie und Gesellschaft.

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Nur eine Ohrfeige
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankenberg (Eder) am 15.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Hector und seine Frau Aisha laden ihre Familie und Freunde zu einer Grillparty ein.Dabei werden dem Leser die verschiedenen Personen vorgestellt.Nach dem Essen spielen die anwesenden Kinder zusammen. Der 3jährige Hugo, ein total verzogener Bengel benimmt sich immer wieder daneben, bis Hector's Cousin Harry die Beherrschung verliert, und ihm... Hector und seine Frau Aisha laden ihre Familie und Freunde zu einer Grillparty ein.Dabei werden dem Leser die verschiedenen Personen vorgestellt.Nach dem Essen spielen die anwesenden Kinder zusammen. Der 3jährige Hugo, ein total verzogener Bengel benimmt sich immer wieder daneben, bis Hector's Cousin Harry die Beherrschung verliert, und ihm eine Ohrfeige gibt.Man trennt sich im Streit, und die Gäste gehen nach Hause. Danach werden die einzelnen Paare bzw. Personen und ihr Leben nach der Ohrfeige beschrieben.Hector ist zwar mit Aisha verheiratet, und Vater zweier Kinder, hat aber eine Affäre mit einer Angestellten seiner Frau.Er beendet den Seitensprung aber, ohne mit Connie im Bett gewesen zu sein, um seine Ehe nicht zu gefärden. Aber auch Aisha hat im Urlaub einen One Night Stand. Anouk ist eine Freundin von Aisha, und ist mit Rhys zusammen, der halb so alt ist, wie sie. Sie denkt den ganzen Tag nur an Sex. Als sie schwanger wird läßt sie ihr Kind abtreiben, weil sie sich nicht vorstellen kann Mutter zu werden. Harry ist mit Sandi verheiratet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn. Trotzdem hat Harry eine Affäre mit der Libanesin Kelli. Sie machen sich Sorgen, denn Hugos Eltern haben Harry wegen Körperverletzung angezeigt. Connie lebt seit dem Tod ihres Vaters bei ihrer Tante. Nachdem Hector mit ihr Schluß gemacht hat, flirtet sie auf einer Party zugedröhnt und betrunken mit Ali, der Hector ähnlich sieht. Sie leidet darunter, daß sie Hector nicht haben kann und hat Liebeskummer. Rosi und Gary sind Hugos Eltern. Sie streiten oft, denn Gary paßt es nicht, daß Rosi ihren Sohn immer noch stillt, obwohl Hugo schon fast 4 Jahre alt ist. Rosi möchte ein zweites Kind, Gary möchte lieber, daß sie arbeitet. Richie ist in Hector verliebt und versucht sich mit Tabletten umzubringen, als es rauskommt. Aber seine Mutter findet ihn rechtzeitig und bringt ihn ins Krankenhaus.Nach einer kurzen Party - Beschreibung von Richie ist das Buch dann unvermittelt zu Ende

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Eine Ohrfeige, deren Echo sich in der Literaturgeschichte ausbreiten wird?
von Stefania Rubino aus Ulm am 27.06.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich hoffe ja!!! Das Buch liest sich so gut – viel zu schnell ist es gelesen! Aber ich hatte noch immer Appetit. Appetit auf dieses wahre Leben, das Christos Tsiolkas erfunden hat. So erfunden, dass Klischees nie klischeehaft klingen. Ich konnte Tsiolkas‘ Personen sehen, ich habe sie beobachtet und jetzt vermisse... Ich hoffe ja!!! Das Buch liest sich so gut – viel zu schnell ist es gelesen! Aber ich hatte noch immer Appetit. Appetit auf dieses wahre Leben, das Christos Tsiolkas erfunden hat. So erfunden, dass Klischees nie klischeehaft klingen. Ich konnte Tsiolkas‘ Personen sehen, ich habe sie beobachtet und jetzt vermisse ich sie!!! Der Schlag ist für den Autor nur ein Vorwand, um Reaktionen, Gedanken und Lebensweisen aller beteiligten Figuren zu analysieren. Die verschiedenen Persönlichkeiten werden sichtbar durch den klugen Aufbau des Romans. Intelligente Unterhaltung!

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Australiens Jonathan Franzen!
von Chariklia Agelidou aus Brühl am 25.03.2012
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Lesen, lesen, lesen und ein richtig gutes Buch genießen! Und ja, im Nachhinein kann jeder sich selber prüfen, ob er Hugo auch eine Ohrfeige verpasst hätte. Besonders gefallen hat mir wie Tsiolkas nebenher das Thema Multikulti-Gesellschaft abhandelt. Mein absolutes Highlight dieses Frühjahr und eine tolle Vorlage für einen Film!

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Fünf Sterne für acht Perspektiven
von Katinka Engels aus Varel am 13.03.2012
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Alles beginnt auf einem Familienfest. Eingeladen sind Freunde und Verwandte, Eltern und Kinder. Eines dieser Kinder ist Hugo. Als er sich zunehmend aufmüpfig benimmt, gibt einer der Erwachsenen ihm eine Ohrfeige. Doch diese Ohrfeige verändert alles. Denn hier prallen nun Generationen, Emotionen und verschiedene Kulturen aufeinander, die eine Versöhnung nicht... Alles beginnt auf einem Familienfest. Eingeladen sind Freunde und Verwandte, Eltern und Kinder. Eines dieser Kinder ist Hugo. Als er sich zunehmend aufmüpfig benimmt, gibt einer der Erwachsenen ihm eine Ohrfeige. Doch diese Ohrfeige verändert alles. Denn hier prallen nun Generationen, Emotionen und verschiedene Kulturen aufeinander, die eine Versöhnung nicht mehr möglich erscheinen lassen. Das wirklich beeindruckende an diesem Gesellschafts-Roman ist nicht nur die Geschichte, sondern der Aufbau. Nach diesem Vorfall erzählen acht Personen, die bei dem Fest anwesend waren, was sie in den Tagen und Wochen danach erleben. Jeder schaut aus seiner Sicht in die Gesellschaft hinaus und in sein eigenes Leben hinein, immer überschattet von dieser einen Ohrfeige. Dabei tun sich in der scheinbar heilen Welt tiefste Abgründe auf: Verrat, Lügen, Betrug, Drogen und Alkohol sind ganz vorne mit dabei. Ein wahnsinnig gutes Buch. Auch als ebook erhältlich. Bitte lesen Sie es.

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Sex und Drogen...
von Martin Gaiser aus Ulm am 09.03.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

...sind zwar durchaus wichtige Bestandteile dieses irre guten Buches, doch Tsiolkas kann weit mehr, als die alten Rock'n'Roll-Themen gebührend zu bedienen! Sein multiperspektivisches Erzählen, seine Fähigkeit, drei Generationen glaubhaft darzustellen und adäquat zu Wort kommen zu lassen, das sind schon Kennzeichen eines echten Könners. Ja, hier kann man endlich... ...sind zwar durchaus wichtige Bestandteile dieses irre guten Buches, doch Tsiolkas kann weit mehr, als die alten Rock'n'Roll-Themen gebührend zu bedienen! Sein multiperspektivisches Erzählen, seine Fähigkeit, drei Generationen glaubhaft darzustellen und adäquat zu Wort kommen zu lassen, das sind schon Kennzeichen eines echten Könners. Ja, hier kann man endlich wieder einmal von einer echten Entdeckung sprechen - lesen Sie das!

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Nur eine Ohrfeige
von Daniela Ullrich aus Iserlohn am 28.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Was für ein grandioser Roman! Diese unterhaltsame Gesellschaftsstudie aus Australien werde ich sicher nicht so schnell vergessen. Ein Streit auf einer Party, eine Ohrfeige für ein Kind, ist Auslöser für alle Beteiligten sich selbst und ihr Leben in Frage zu stellen. Im Laufe eines Jahres erzählt Tsiolkas die Geschichte... Was für ein grandioser Roman! Diese unterhaltsame Gesellschaftsstudie aus Australien werde ich sicher nicht so schnell vergessen. Ein Streit auf einer Party, eine Ohrfeige für ein Kind, ist Auslöser für alle Beteiligten sich selbst und ihr Leben in Frage zu stellen. Im Laufe eines Jahres erzählt Tsiolkas die Geschichte seiner Helden aus wechselnder Perspektive. Die Ohrfeige dient dabei als Bindeglied, als roter Faden. Beeindruckend ist Tsiolkas Gespür für jeden Charakter, seine Fähigkeit dem Leser sowohl den unbeherrschten Widerling Harry als auch die vom Leben überforderte Mutter Rosie nahe zu bringen. "Nur eine Ohrfeige" ist eines dieser wunderbaren Bücher, die man selten trifft und nicht vergisst.

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Interessanter Perspektivenwechsel
von Dorothee Jaschke aus Reutlingen am 27.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Mir hat dieser Familienroman sehr gut gefallen. Tsiolkas ist es wirklich gut gelungen diesen Roman aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Obwohl der Erzähler bei jedem Kapitel wechselt, ist der Roman flüssig zu lesen und die Geschichte bleibt stimmig bis zum Schluss. Super!

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Frustrationen unter der Oberfläche
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Christos Tsiolkas nimmt eine Grillparty in einer Melbourner Vorstadt zum Ausgangspunkt tiefgreifender Reflexionen über aktuelle gesellschaftliche Zustände. Am Anfang steht, wie im Titel angedeutet, "nur eine Ohrfeige". Harry, der erfolgreichste, d. h. wohlhabenste, Partyteilnehmer, verpasst dem dreijährigen Sohn eines weit weniger betuchten Ehepaares eine Ohrfeige, als der Kleine mit... Christos Tsiolkas nimmt eine Grillparty in einer Melbourner Vorstadt zum Ausgangspunkt tiefgreifender Reflexionen über aktuelle gesellschaftliche Zustände. Am Anfang steht, wie im Titel angedeutet, "nur eine Ohrfeige". Harry, der erfolgreichste, d. h. wohlhabenste, Partyteilnehmer, verpasst dem dreijährigen Sohn eines weit weniger betuchten Ehepaares eine Ohrfeige, als der Kleine mit dem Kricketschläger auf seinen Sohn losgehen will und ihm selbst ins Schienbein tritt. Die Eltern des geschlagenen Kindes erstatten Anzeige. Es kommt zur Gerichtsverhandlung, in der Harry von der Richterin zwar verwarnt, aber nicht verurteilt wird. Die Grillparty indessen, die ein vergnügliches Zusammentreffen von Familie, Freunden und Arbeitskollegen hätte werden sollen, endet im Desaster. Die Ohrfeige und die Frage, ob ein Erwachsener ein Kind schlagen dürfe, oder nicht, tritt im folgenden Romanverlauf in den Hintergrund. Acht Partygäste, vier Frauen und vier Männer aus drei Generationen und unterschiedlichem gesellschaftlichem Umfeld werden vom Autor, in teils inneren Monologen, näher vorgestellt. Alle stehen in familiären, freundschaftlichen oder beruflichen Beziehungen zueinander. Was sie über Ehe, Familie, Freundschaft und berufliche Situation denken und was sie fühlen, differiert nur allzuoft vom nach außen gezeigten Bild von sich selbst. Da gibt es außereheliche Affären, Drogen, Alkoholprobleme, Gewalt, berufliche Enttäuschungen und die Entfremdung zwischen den Generationen. Daneben treten immer wieder die Bruchlinien zwischen wohlhabend und mittellos, zwischen weißen englischsprachigen Australiern, Einwanderern und Aborigines zutage. Wird der Blick auf die allgemeine politische Situation gerichtet, ist dieser düster und pessimistisch. Die Hauptorientierung im eigenen Leben bleibt das private und individuelle Glück in Ehe, Familie und Beruf, die doch so offensichtlich von allen Seiten bedroht werden.

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Tiefe Einblicke
von Siderea am 22.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Dreh- und Angelpunkt der Handlung in Tsiolkas' Roman ist, wie der Titel schon sagt, eine Ohrfeige. Hector, Sohn griechischer Einwanderer, und seine Frau Aisha, die indische Wurzeln hat, laden Familie und Freunde zu einer Grillparty ein. Auf dem Fest sind Menschen verschiedener Generationen mit unterschiedlichem kulturellen, religiösen und... Der Dreh- und Angelpunkt der Handlung in Tsiolkas' Roman ist, wie der Titel schon sagt, eine Ohrfeige. Hector, Sohn griechischer Einwanderer, und seine Frau Aisha, die indische Wurzeln hat, laden Familie und Freunde zu einer Grillparty ein. Auf dem Fest sind Menschen verschiedener Generationen mit unterschiedlichem kulturellen, religiösen und sozialen Hintergrund. Die Gäste sind in den vergangenen Jahren immer wieder bei Aisha und Hector zusammengetroffen, sie kennen und respektieren sich. Während des Barbecues lenkt der kleine Hugo, das einzige Kind von Aishas Freundin Rosie, wiederholt die Aufmerksamkeit der Erwachsenen auf sich: Die anderen Kinder geraten seinetwegen immer wieder in Streit, er beschädigt den Tisch im Wohnzimmer, und beides bleibt für den Kleinen ohne weitere Konsequenzen. Aber als er Rocco, den Sohn von Hectors Cousin Harry, mit einem Holzschläger angreifen will, platzt Harry der Kragen und er ohrfeigt Hugo vor den Augen aller Anwesenden. Diese Tat ruft die unterschiedlichsten Reaktionen hervor, man steht entweder auf Hugos oder auf Harrys Seite, eine neutrale Position scheint unvorstellbar. Das Buch ist in acht Kapitel unterteilt, die als Titel einen Vornamen tragen: Hector, Anouk, Harry, Connie, Rosie, Manolis, Aisha, Richie. Zuerst dachte ich, das Buch wäre in etwa so aufgebaut, wie der Film "8 Blickwinkel", und dass diese acht Personen jeweils schildern werden, wie es zu der Ohrfeige kam und was sie davon halten. Im Film hatte das gut funktioniert, in einem Buch hatte ich die Befürchtung, dass es langweilig werden würde. Der Autor entschied sich aber zum Glück ohnehin nicht für diese Variante. Er schildert aus der Sicht der acht Personen die Geschehnisse im Laufe eines ganzen Jahres. In jedem Kapitel wird zwar die Ohrfeige und ihre weitreichenden Konsequenzen thematisiert, aber im Grunde geht es um ganz andere Dinge. Um Liebe, Partnerschaft, Familie, Freundschaft und Erziehung. Und darum, wie schnell die vordergründige Akzeptanz und Toleranz zwischen verschiedenen Milieus ins Wanken gerät oder sogar zerbricht, wenn sich ein Anlass dafür bietet. Die einzelnen Kapitel sind immer vollkommen aus der Sicht des titelgebenden Charakters geschrieben und es ist sehr aufschlussreich, wie die unterschiedlichen Personen aus den jeweiligen Perspektiven beschrieben werden. Während des Barbecues wirken die Erwachsenen zum Großteil konservativ bis spießig, nach außen hin gibt es perfekte Familien, eine starke Karrierefrau, stolze Großeltern und vernünftige Teenager. Wenn man als Leser später hinter diese Fassaden blicken darf und die Abgründe dort entdeckt, ist man überrascht oder auch geschockt. Der Autor hat eine schonungslose Art, seine Wortwahl beschönigt nichts, er nennt die Dinge beim Namen - das ist sicher nicht jedermanns Sache. Er nutzt die Abgründe seiner Figuren aber nicht, um den moralischen Zeigefinger zu heben, er schildert lediglich Fakten und überlässt deren Beurteilung und Interpretation dem Leser. "Nur eine Ohrfeige" bietet zwar keine atemlose Spannung, aber dennoch brauchte ich nur drei Tage um das Buch zu lesen. Es hat mich in seinen Bann gezogen. Der Autor versteht es, um ein kleines Ereignis eine vielschichtige Handlung aufzubauen und den Leser dazu zubringen, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen. Meiner Meinung nach ist "Nur eine Ohrfeige" ein absolut lesenswertes Buch.

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Verschiedene Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 12.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Beim Barbecue seines Cousins Hector und dessen Frau Aisha, gibt Harry dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Hugo ist 3 Jahre alt, wird von seiner Mutter Rosie noch gestillt, sein Vater ist Alkoholiker und wollte nie ein Kind haben. Aufgrund des kompletten pädagogischen Versagens seiner Eltern, ist er ein sehr... Beim Barbecue seines Cousins Hector und dessen Frau Aisha, gibt Harry dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Hugo ist 3 Jahre alt, wird von seiner Mutter Rosie noch gestillt, sein Vater ist Alkoholiker und wollte nie ein Kind haben. Aufgrund des kompletten pädagogischen Versagens seiner Eltern, ist er ein sehr unsympathisches Kind. Der Vorfall sorgt für heftige Aufregung im Familien- und Freundeskreis. Manche meinen, es war Kindesmisshandlung und manche meinen, Hugo hätte es nicht anders verdient. Langjährige Freundschaften stehen auf dem Spiel. Die Sichtweise der einzelnen Personen erfahren wir in den jeweiligen Kapiteln. Es ist auch kaum einer der weiteren Protagonisten sympathische. Trotzdem ist das Buch gut und spannend zu lesen. Dem Autor gefällt es, ausführlich Sex- und Beischlafszenen zu beschreiben. Das ist oft unnötig und auch störend, aber abgesehen davon, haben mir die Schilderungen der so unterschiedlichen Personen mit ihren so unterschiedlichen Leben und Meinungen gut gefallen.

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Coburg - Heidelberg - Fitzroy
von sabatayn76 am 07.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Sommer in Melbourne: Hector und seine Frau Aisha veranstalten ein Barbecue mit ihren Freunden und ihren Familienangehörigen. Der dreijährige Hugo, Sohn von einem befreundeten Paar, nervt alle Anwesenden und wird schließlich von Hectors Cousin Harry geschlagen. Die Eltern von Hugo schalten daraufhin Polizei und Gericht ein. Die Ohrfeige... Inhalt: Sommer in Melbourne: Hector und seine Frau Aisha veranstalten ein Barbecue mit ihren Freunden und ihren Familienangehörigen. Der dreijährige Hugo, Sohn von einem befreundeten Paar, nervt alle Anwesenden und wird schließlich von Hectors Cousin Harry geschlagen. Die Eltern von Hugo schalten daraufhin Polizei und Gericht ein. Die Ohrfeige sorgt für kontroverse Diskussionen im Umfeld und entzweit Familien und Freunde. Mein Eindruck: 'Nur eine Ohrfeige' liest sich flüssig und durch die mehrfach wechselnden Perspektiven, aus denen erzählt wird, sehr abwechslungsreich. Ich empfand den Roman als sehr lebensnah und authentisch, und die Melbourner Kulisse hat mir sehr gut gefallen und mich an meinen Aufenthalt in der Stadt erinnert. Bisweilen liest sich 'Nur eine Ohrfeige' wie eine Seifenoper, in der die schrillsten Gestalten auftauchen und in der es fast immer um Drogen, Sex, Gewalt und Affären geht. Die Protagonisten sind dabei meiner Meinung nach allesamt unsympathisch - keine Menschen, die man kennen möchte, aber auch keine Menschen, die dem australischen Stereotyp entsprechen. Mein Resümee: 'Nur eine Ohrfeige' ist wie eine Mischung aus Maupins 'Stadtgeschichten' und einer harmloseren Variante von 'American Psycho'. Unterhaltsam!

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Coburg - Heidelberg - Fitzroy
von sabatayn76 aus Deutschland am 07.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Sommer in Melbourne: Hector und seine Frau Aisha veranstalten ein Barbecue mit ihren Freunden und ihren Familienangehörigen. Der dreijährige Hugo, Sohn von einem befreundeten Paar, nervt alle Anwesenden und wird schließlich von Hectors Cousin Harry geschlagen. Die Eltern von Hugo schalten daraufhin Polizei und Gericht ein. Die Ohrfeige... Inhalt: Sommer in Melbourne: Hector und seine Frau Aisha veranstalten ein Barbecue mit ihren Freunden und ihren Familienangehörigen. Der dreijährige Hugo, Sohn von einem befreundeten Paar, nervt alle Anwesenden und wird schließlich von Hectors Cousin Harry geschlagen. Die Eltern von Hugo schalten daraufhin Polizei und Gericht ein. Die Ohrfeige sorgt für kontroverse Diskussionen im Umfeld und entzweit Familien und Freunde. Mein Eindruck: 'Nur eine Ohrfeige' liest sich flüssig und durch die mehrfach wechselnden Perspektiven, aus denen erzählt wird, sehr abwechslungsreich. Ich empfand den Roman als sehr lebensnah und authentisch, und die Melbourner Kulisse hat mir sehr gut gefallen und mich an meinen Aufenthalt in der Stadt erinnert. Bisweilen liest sich 'Nur eine Ohrfeige' wie eine Seifenoper, in der die schrillsten Gestalten auftauchen und in der es fast immer um Drogen, Sex, Gewalt und Affären geht. Die Protagonisten sind dabei meiner Meinung nach allesamt unsympathisch - keine Menschen, die man kennen möchte, aber auch keine Menschen, die dem australischen Stereotyp entsprechen. Mein Resümee: 'Nur eine Ohrfeige' ist wie eine Mischung aus Maupins 'Stadtgeschichten' und einer harmloseren Variante von 'American Psycho'. Unterhaltsam!

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Ein Barbecue mit weitreichenden Folgen
von einer Kundin/einem Kunden am 03.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Autor ist der Sohn griechischer Einwanderer in Australien. Ein solcher ist auch Hector, eine der Hauptfiguren dieser Geschichte. Er und seine Frau Aisha laden Familie und Freunde zu einem Barbecue ein. Alle sind gelöster Stimmung und genießen den Sommertag, bis es zum Eklat kommt. Harry, Hectors Cousin verpaßt dem äußerst... Der Autor ist der Sohn griechischer Einwanderer in Australien. Ein solcher ist auch Hector, eine der Hauptfiguren dieser Geschichte. Er und seine Frau Aisha laden Familie und Freunde zu einem Barbecue ein. Alle sind gelöster Stimmung und genießen den Sommertag, bis es zum Eklat kommt. Harry, Hectors Cousin verpaßt dem äußerst ungezogenen vierjährigen Hugo eine Ohrfeige. Rosie, Hugos Mutter, die ihr Kind abgöttisch liebt und z.B immer noch stillt, verlangt, daß die Polizei gerufen wird. Es kommt sogar zu einer Verhandlung - in der Familie und im Freundeskreis entsteht in tiefer Riß. Viele sind der Meinung, daß Hugo diese Ohrfeige mehr als verdient hat, andere beschuldigen Harry der Kindesmißhandlung...... Die Geschichte über Liebe, ehe, Familie, Freundschaft wird aus der Sicht von 8 verschiedenen Personen weitererzählt. Toll gemacht.

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