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Ödipussi

(1)
Loriot, Deutschlands Meister des hintergründigen Humors, in seiner bissigen Komödie: Der schon etwas reifere, mutterfixierte Möbelverkäufer Paul Winkelmann interessierte sich das erste mal in seinem Leben für eine andere Frau als seine Mutter. Als er sich noch eine eigene Wohnung mietet, scheint seine gewohnte Lebensbalance völlig aus den Fugen zu geraten....
RezensionBild
Technische Daten:
Codec: VC-1 Video Advanced Profile 3
Bitrate: 25954 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9
Der Transfer von ÖDIPUSSI besitzt das Bildformat 1,78:1. Die Bildqualität kann für eine 21 Jahre alte deutsche Komödie durchaus überzeugen, wenngleich sicherlich kein HD-Hochgenuss geboten wird. Das Bild weist eine deutliche Körnung auf, die eine feine Detailzeichnung verhindert. Die Gesamtschärfe kann mit den klar gezeichneten Konturen sowie einer gelungenen Tiefenschärfe aber durchweg als gut bezeichnet werden. Die Blu-ray ist der letzten DVD-Veröffentlichung dabei um Längen überlegen und profitiert deutlich von der höheren Auflösung sowie besseren Kompression ohne hässliche Blockartefakte. Auffällige Doppelkonturen, welche auf Überschärfung hindeuten sind nur selten zu erkennen. Die Farben erscheinen sehr natürlich und gut gesättigt. In manchen Szenen legt sich ein dezenter weißer Schleier über das Bild, der aber meist schnell wieder verschwindet. Die Durchzeichnung kann auf Grund der meistens ordentlichen Kontrastwerte ebenfalls Pluspunkte verbuchen, wenngleich der Schwarzwert sicherlich nicht perfekt gesättigt daherkommt und eine besondere Plastizität verhindert. Schmutz sowie analoge Defekte auf dem Ausgangsmaterial wurden fast vollständig beseitigt, so dass nirgends mehr etwas störend aufblitzt.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren:
Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1 / 48 kHz / 2155 kbps / 16-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS Audio 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit
Der Sound liegt wahlweise in DTS-HD Master Audio 5.1 oder im originalen DTS 2.0-Stereomix vor. Der Upmix macht nur geringfügig Gebrauch von den hinteren Kanälen in Form von sehr dezenten Umgebungsklängen sowie etwas Musik. Der Tiefenbass wird bei ÖDIPUSSI sowieso nicht beansprucht. Selbst Stereoaktivitäten lassen sich nicht in auffälligem Ausmaß heraushören. Der Fokus von beiden Tracks liegt hier ganz klar auf der Dialogwiedergabe und die ist hier warm und absolut überzeugend. Der Klang erscheint warm und breit ohne in irgendeiner Lage das Spektrum auszureizen. Der Stereo- sowie 5.1-Mix schenken sich qualitativ hier ebenfalls kaum etwas und klingen fast gleich.
RezensionBonus
Untertitel in Deutsch sind vorhanden. Des Weiteren findet man noch den Trailer zu ÖDIPUSSI sowie Aufnahmen von der Filmpremiere in Ostberlin, in welchen Loriot am Ende eine zur damaligen Zeit sehr provokante Äußerung von sich gibt.
Portrait
Loriot, eigentlich Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, wurde am 12. November 1923 in Brandenburg (Havel) geboren. Von Bülow wuchs bei Großmutter und Urgroßmutter in Berlin auf, bis die Familie 1938 nach Stuttgart zog. Dort besuchte er ein humanistisches Gymnasium, das er 1941 mit Notabitur verließ.
Er begann in der Familientradition eine Offizierslaufbahn, es folgte ein dreijähriger Militäreinsatz an der Ostfront in Russland. Nach dem Krieg arbeitete er kurzzeitig als Holzfäller in Niedersachsen, 1946 legte er das Abitur ab. Von 1947 bis 1949 studierte er Malerei und Grafik an der Kunstakademie (Landeskunstschule) in Hamburg. Nach dem Abschluss legte er erste Arbeiten als Werbegrafiker vor und erfand das charakteristische "Knollennasenmännchen".
Ab 1950 war von Bülow als Cartoonist zunächst für das Hamburger Magazin "Die Straße", im Anschluss für den "Stern" tätig. Seit dieser Zeit verwendete er den Künstlernamen Loriot, die französische Bezeichnung des Pirols, des Wappentiers der von Bülows.
1967 wechselte Loriot das Medium: Er moderierte zunächst die Fernsehsendung "Cartoon", die er auch als Autor und Co-Regisseur verantwortete. Loriots anfänglich reine Moderation wurde zunehmend zu einem eigenständigen humoristischen Element der Sendung. Zudem brachte Loriot bald eigene Zeichentrickfilme ein. 1976 entstand die fünfteilige Fernsehserie "Loriot".
Eine besondere Liebe verband Loriot auch mit der klassischen Musik und der Oper. Außerdem war er Autor, Regisseur und Hauptdarsteller der beiden Filme: "Pappa ante Portas" und "Ödipussi".
Loriot erhielt etliche Fernseh-, Film- und anderer Kulturpreise ("Telestar" (1986), "Critici in erba" (1986), "Goldene Leinwand"). 2004 erhielt er den "Jacob-Grimm-Preis" für seinen Einsatz um die deutsche Sprache und 2007 wurde er mit dem "Wilhelm-Busch-Preis" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 2011 verstarb Vicco von Bülow.
Loriot, eigentlich Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, wurde am 12. November 1923 in Brandenburg (Havel) geboren. Von Bülow wuchs bei Großmutter und Urgroßmutter in Berlin auf, bis die Familie 1938 nach Stuttgart zog. Dort besuchte er ein humanistisches Gymnasium, das er 1941 mit Notabitur verließ.
Er begann in der Familientradition eine Offizierslaufbahn, es folgte ein dreijähriger Militäreinsatz an der Ostfront in Russland. Nach dem Krieg arbeitete er kurzzeitig als Holzfäller in Niedersachsen, 1946 legte er das Abitur ab. Von 1947 bis 1949 studierte er Malerei und Grafik an der Kunstakademie (Landeskunstschule) in Hamburg. Nach dem Abschluss legte er erste Arbeiten als Werbegrafiker vor und erfand das charakteristische "Knollennasenmännchen".
Ab 1950 war von Bülow als Cartoonist zunächst für das Hamburger Magazin "Die Straße", im Anschluss für den "Stern" tätig. Seit dieser Zeit verwendete er den Künstlernamen Loriot, die französische Bezeichnung des Pirols, des Wappentiers der von Bülows.
1967 wechselte Loriot das Medium: Er moderierte zunächst die Fernsehsendung "Cartoon", die er auch als Autor und Co-Regisseur verantwortete. Loriots anfänglich reine Moderation wurde zunehmend zu einem eigenständigen humoristischen Element der Sendung. Zudem brachte Loriot bald eigene Zeichentrickfilme ein. 1976 entstand die fünfteilige Fernsehserie "Loriot".
Eine besondere Liebe verband Loriot auch mit der klassischen Musik und der Oper. Außerdem war er Autor, Regisseur und Hauptdarsteller der beiden Filme: "Pappa ante Portas" und "Ödipussi".
Loriot erhielt etliche Fernseh-, Film- und anderer Kulturpreise ("Telestar" (1986), "Critici in erba" (1986), "Goldene Leinwand"). 2004 erhielt er den "Jacob-Grimm-Preis" für seinen Einsatz um die deutsche Sprache und 2007 wurde er mit dem "Wilhelm-Busch-Preis" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 2011 verstarb Vicco von Bülow.
Zitat
ÖDIPUSSI ist das wohl bekannteste Kinowerk von Vicco von Bülow, auch unter seinem Künstlernamen Loriot bekannt. Es stammt aus dem Jahr 1988 und enthält die typischen Elemente, welche den Humoristen über Jahrzehnte hinweg zu einem Publikumsliebling der deutschen Fernsehlandschaft gemacht haben. In ÖDIPUSSI spielt er Paul Winkelmann, den Besitzer eines Stoff- und Möbelgeschäfts. Paul ist ein Muttersöhnchen und steht unter der Fuchtel seiner dominanten Mutter Louise, welche keine Frauengeschichten duldet. Eines Tages lernt Paul in seinem Geschäft die Psychologin und Tänzerin Margarethe (Loriots langjährige Weggefährtin Evelyn Hamann) kennen. Die beiden kommen ins Gespräch und beginnen eine berufliche Zusammenarbeit, da Margarethe die psychologischen Auswirkungen von Stofffarben auf den Menschen gut einschätzen kann und Paul das für eine exzellente Verkaufsstrategie hält. Zusammen reisen sie zu Kunden und nach Italien, wo sie sich dann auch privat näher kommen. Doch als Paul seine neue Flamme seiner Mutter vorstellen will, kommt es zum Eklat...
Wie von Loriot nicht anders gewohnt, ist auch ÖDIPUSSI eine Parodie auf die Eigenheiten und Missstände der gesellschaftlichen Schichten. Soziale Aspekte werden stark überbetont, so dass daraus lustige Situationskomik entsteht. So etwa das Ehepaar, welchem Paul und Margarethe farbigen Stoff verkaufen wollen, das Paar aber betont, dass sie sich im tristen Grau wohler fühlt - ein toller Seitenhieb auf die Biedermeiergesellschaft. Obwohl bestimmte Gags 20 Jahre später vielleicht nicht mehr aktuell scheinen, zünden sie immer noch und entfachen ein Gag-Feuerwerk erster Güte. Loriot und Evelyn Hamann spielen gewohnt routiniert zusammen, wie man es aus dem Fernsehen gewohnt ist. Insgesamt ist ÖDIPUSSI ein immer noch sehenswertes Stück deutschen Premiumhumors, fernab der modernen, oberflächlichen Holzhammer-Comedy.
Die Blu-ray bietet ein richtig gutes Bild sowie tadellosen Sound. Das Bonusmaterial ist dagegen sehr spärlich ausgefallen.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Erscheinungsdatum 06.11.2009
Regisseur Vicco von Bülow
Sprache Deutsch (Untertitel: Keine Untertitel)
EAN 0886975521999
Genre Komödie
Studio Universum Film
Originaltitel Ã?DIPUSSI
Spieldauer 88 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Verkaufsrang 1.855
Film (Blu-ray)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
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1
0
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0

Mama nennt mich Pussi.
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2010

Loriot – Ödipussi ist Vicco von Bülows erster Kinofilm, in dem er auch selbst Regie führte. Story 4/5 Was will man zur Story noch sagen? Ödipussi hat sicherlich jeder schon einmal gesehen und sich über den Paul Winkelmann amüsiert. Im Großen und Ganzen gefällt Loriots erster Kinofilm sehr gut, auch wenn... Loriot – Ödipussi ist Vicco von Bülows erster Kinofilm, in dem er auch selbst Regie führte. Story 4/5 Was will man zur Story noch sagen? Ödipussi hat sicherlich jeder schon einmal gesehen und sich über den Paul Winkelmann amüsiert. Im Großen und Ganzen gefällt Loriots erster Kinofilm sehr gut, auch wenn man zugeben muss, dass der zweite Spielfilm von ihm noch ein Stück besser ist. Bildqualität 4/5 Vergleicht man den Film mit neueren Produktionen wie „The Dark Knight" oder „Avatar“, die beide in Sachen Bild Referenzniveau erreichen, so dürfte man Ödipussi nur drei Punkte geben. Diese Komödie hat zwar durchaus gute Schwarzwerte, doch der Kontrast und die Farben wirken stellenweise etwas blass und nicht satt genug. In einigen Szenen kann man auch ein Rauschen erkennen. In Anbetracht des Alters des Filmes darf man allerdings vier Punkte vergeben. Tonqualität 4/5 Die Tonspur liegt in einem DTS-HD Master 5.1 vor und klingt über weite Strecken des Films auch sehr gut. An wenigen Stellen erkennt man dann aber doch das Alter dieses Streifen und deshalb reicht es auch hier nicht für die volle Punktzahl. Extras 2/5 Das Bonusmaterial ist doch recht dürftig ausgefallen. Es existieren lediglich einige Kinotrailer (u.a. von Pappa ante Portas, Love Happens) und ein Film über die Premiere in Ost-Berlin. Hier hätten sich sicherlich einige über ein Audiokommentar gefreut. Außerdem wird das BD Live-Feature unterstützt, hier gibt es außer einigen weiteren Trailern recht wenig zu entdecken. Fazit: Alles in allem ist Bülows erster Kinofilm sehr gut gelungen, auch wenn die Handlung von Teil 2 etwas besser gefällt. Die Portierung auf Blu-ray Disc kann man als gelungen bezeichnen, gerade unter Berücksichtigung, dass es sich hier um eine Produktion aus dem Jahre 1988 handelt.

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0 0
Einfach gold!!!!
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 23.08.2011
Bewertetes Format: Medium: DVD

Wie fühlt es sich an,wenn ein erwachsener Mann plötzlich rebelliert und aus dem Haus seiner Mutter,die ja alles für ihn aufgegeben hat,auszieht.Und dann taucht auch noch eine Frau auf,die ihm den Kopf verdreht.Ein wunderbarer Film mit dem so besonderen Humor des Vicco von Bülow.Ein Genuss,eine Offenbarung.

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0 1
"Violett ist nicht ungefährlich."
von Luise Schitteck aus Osnabrück am 30.07.2010
Bewertetes Format: Medium: DVD

- "Warum?" - "Frauen bringen sich in violetten Sitzgruppen um... alleinstehende Frauen." - "In Turin hat sich ein Fußballer auf seinem Sofa erschossen. Aber das war gelb." Man muss den Herrn von Bülow einfach lieben für seinen Sprachwitz und sein Talent das komische im alltäglichen zu entlarven. Wunderbarer Film.

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