Thalia.de

Orbáns Ungarn

Viktor Orbán regiert hinter einem scheinbar demokratischen Vorhang mit eiserner Faust. Eine zwar schwache, aber funktionierende Demokratie baut er in einen autoritären Staat um. Seine nahezu uneingeschränkte Machtposition verdankt er vor allem seiner persönlichen Ausstrahlung, seiner Unbarmherzigkeit und seinem Machtinstinkt.
In den 1990er-Jahren als demokratische Hoffnung gefeiert, gilt Orbáns Bewunderung heute Männern wie Putin und Erdoğan. Von den westlichen, liberalen Werten hat er sich abgewendet. Sein rechtskonservativer, populistischer Kurs lässt fremdenfeindlichen und antisemitischen Tendenzen breiten Raum, seine finanz- und wirtschaftspolitischen Ambitionen führen zu einer Spaltung der Gesellschaft: Einer kleinen Schicht profitierender Neureicher steht ein wachsendes Heer an Armen, Arbeitslosen und Mindestrentnern gegenüber. Die politische Opposition ist schwach und gespalten, die junge urbane Generation wendet sich von der Politik ab oder wandert aus. Ungarn ist zu einem Fremdkörper im demokratischen Europa geworden.
Portrait
Prof. Paul Lendvai wurde in Budapest geboren, lebt seit 1957 in Wien und wurde zwei Jahre später österreichischer Staatsbürger. Er ist Chefredakteur der "Europäischen Rundschau", Leiter des "ORF-Europastudios", Kolumnist für den "Standard" und Autor von 14, auch in verschiedene Fremdsprachen übersetzten erfolgreichen Sachbüchern. Zwischen 1960 und 1982 war er Wiener Korrespondent der "Financial Times" (London), von 1982 bis 1987 Chefredakteur der Osteuropa-Redaktion des ORF und von 1987 bis 1998 Intendant von Radio Österreich International. Paul Lendvai erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik und 2008 den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln. Sein Bestseller "Mein Österreich - 50 Jahre hinter den Kulissen der Macht" wurde zum beliebtesten politischen Buch des Jahres 2008 gewählt. In seinem jüngsten Buch "Mein verspieltes Land" wirft er dem konservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der 2010 mit seiner Partei eine Zweidrittelmehrheit erreichte, autokratische Tendenzen und Kontrolle über die Medien vor. Nach Erscheinen des Buches kam es zu Mobilisierungen und Drohungen gegen Paul Lendvai, woraufhin eine Lesung im Rahmen der Heinrich-Böll-Stiftung aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum Oktober 2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-218-01038-2
Verlag Kremayr & Scheriau
Maße (L/B/H) 223/147/30 mm
Gewicht 476
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
24,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Kundenbewertungen


Es wurden noch keine Bewertungen geschrieben.