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Ostwärts und nichts vergessen!

Politik zwischen Krieg und Verständigung

Im Deutschland der 1960er Jahre war undenkbar, ja geradezu obszön, was Willy Brandt und Egon Bahr vorhatten: Man muss das Trennende zum Osten überwinden und das Gemeinsame suchen, »ohne zu wissen, wann und wie es erreichbar war« (Bahr) »Wandel durch Annährung« wurde eine Methodik, sich dem zuzuwenden, von dem man etwas will, das man erreichen möchte - in diesem Fall der Sowjetunion. Voraussetzung war, Interesse und Bereitschaft zu wecken, gemeinsame Lösungen zu finden. Egon Bahr wird immer wieder gefragt, ob diese Methodik denn auch heute noch Bestand habe. Er ist vorsichtig: in Europa ja, »auf den Rest der Welt ist das Rezept nicht automatisch übertragbar«. Es ist heute kaum vorstellbar, dass sich ein Politiker als Diener seines Staates definiert. Egon Bahr tut es. Ohne Patos. Zwei unerfüllte Träume bleiben für den über 90-Jährigen: Ein politisch geeintes Europa und ein gesicherter globaler Frieden. Für jemanden, der über 50 Jahre einen wachen Blick auf das politische Geschehen hat, ist es unerheblich, wann diese Träume in Erfüllung gehen, hauptsache man hat das Ziel im Blick.
Portrait
Egon Bahr, Jahrgang 1922, Architekt der sozialliberalen Ostpolitik und Vordenker der Politik der »Gemeinsamen Sicherheit«. Zu den wichtigsten Begegnungen seines Lebens zählt er die Begegnung mit Willy Brand. Diese habe, so sagt er, sein politisches Leben nachhaltig verändert.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 208, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.10.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783451802904
Verlag Verlag Herder
eBook
11,99
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