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Replay

Roman

(1)

Erotik, Macht und die Tyrannei totaler Transparenz
Als Ed Rosen in der Morgendämmerung erwacht und mit den Zehen wackelt, steht eines fest: Der Huf, der am Fußende aus seinem Bett ragt, ist auf keinen Fall seiner. Wie soll er sich das erklären? Rosen, ein Software-Experte, war Mitentwickler und erster Träger des UniCom, eines Kommunikationsmittels, das als Implantat weit mehr kann als ein Smartphone. Es protokolliert die Sinneswahrnehmungen seines Besitzers und macht das, was wir Realität nennen, in »Replays« unendlich wiederhol- und veränderbar: bei Ed Rosen vor allem eine erotische Verlockung. Und es macht den Träger völlig kontrollierbar.

Portrait

Benjamin Stein, 1970 in Ost-Berlin geboren, arbeitete nach dem Abitur bis zur Wende als Nachtpförtner. Später studierte er Judaistik und Hebraistik. Sein erster Roman, ›Das Alphabet des Juda Liva‹, erschien 1995 beim Ammann Verlag. Benjamin Stein arbeitete als Redakteur und Korrespondent diverser Computerzeitschriften und seit 1998 als Unternehmensberater für Informationstechnologie. Er ist Inhaber des Autorenverlags Edition Neue Moderne und betreibt das literarische Weblog ›Turmsegler‹. Benjamin Stein ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in München.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14396-7
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/121/17 mm
Gewicht 190
Verkaufsrang 91.878
Buch (Taschenbuch)
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die Zukunft, unsere Daten und der Überwachungsstaat: Stein inszeniert die Erfunung von Digitalen Augen und zweigt auf, dass wir immer unmündiger werden. Wir sind mitten dabei.... die Zukunft, unsere Daten und der Überwachungsstaat: Stein inszeniert die Erfunung von Digitalen Augen und zweigt auf, dass wir immer unmündiger werden. Wir sind mitten dabei....

„Deus Ex Machina“

M. Dupré, Thalia-Buchhandlung Limburg

Ed Rosen, ein hochtalentierter ITler, hat ein körperliches Defizit, das ihm schwer zu schaffen macht: eines seiner Augen starrt dauerhaft nach außen, so dass er nicht räumlich sehen kann. Als in der Firma seines Mentors Prof. Matana ein Bioimplantat entwickelt wird, das dieses Problem ein für alle Mal beheben könnte, stellt Ed sich Ed Rosen, ein hochtalentierter ITler, hat ein körperliches Defizit, das ihm schwer zu schaffen macht: eines seiner Augen starrt dauerhaft nach außen, so dass er nicht räumlich sehen kann. Als in der Firma seines Mentors Prof. Matana ein Bioimplantat entwickelt wird, das dieses Problem ein für alle Mal beheben könnte, stellt Ed sich als Testperson zur Verfügung. Doch das Unicom stellt nicht nur seine räumliche Sicht wieder her: es vernetzt ihn mit allen denkbaren technischen Diensten von Facebook über GPS bis hin zu verschiedenen Apps. Ed hat quasi ein implantiertes Smartphone unter seiner Haut, mit dem er auch Aufzeichnungen seiner Erlebnisse machen kann. Als er sich Hals über Kopf in eine Beziehung mit der attraktiven Katelyn stürzt und ihre erotischen Dates wieder und wieder abspielt, beginnen Realität und Replay zu verschwimmen...

Ein Roman zu einem hochinteressanten Thema, allerdings für meinen Geschmack ein wenig zu kurz geraten. Ich hätte mir ein längeres, gerne auch oberflächlich etwas trivialeres Szenario à la Philip K. Dick gewünscht. Biotechologie, Vernetzung, der gläserne Mensch, virtuelle Welten: all dies sind aktuelle Themen, und so ist "Replay" auch weniger ein Science-Fiction-roman als vielmehr ein sprachlich hervorragendes Werk über die Beziehung des Menschen zu seinem selbst geschaffenen Gott, der Technik.

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Pansche Verwirrungen
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2015

Als Ed Rosen morgens wach wird, bemerkt er an sich einen Huf. Eigentlich müsste dort ein Fuß sein. Gehört dieser Huf, so wie der Hirtengott Pan welche hat, tatsächlich zu ihm? Irgendwo zwischen Wachen und Schlafen sinniert er drüber, was dieser Umstand bedeuten könnte. Er schweift ab, denkt... Als Ed Rosen morgens wach wird, bemerkt er an sich einen Huf. Eigentlich müsste dort ein Fuß sein. Gehört dieser Huf, so wie der Hirtengott Pan welche hat, tatsächlich zu ihm? Irgendwo zwischen Wachen und Schlafen sinniert er drüber, was dieser Umstand bedeuten könnte. Er schweift ab, denkt an eine erotische Frau, denkt an die Arbeit und denkt wieder an den Huf. Irgendetwas hat er zu Bedeuten. Allerdings ist ihm (noch) nicht bewusst was. Benjamin Stein entblößt mit Replay, die Weite und Tiefe des Inneren seines Protagonisten Ed Rosen. Er lässt den Leser an seinen intimsten Gedanken teilhaben, und dieser Reigen an Einblicken, Erotik, Dominanz, Technologien und gläsernen Menschen, hallte einige Zeit noch in mir nach. Vielleicht auch deswegen, weil sich nach und nach eine dystopische Welt entblättert, die ganz nah an der Gegenwart und eng an technologischen Entwicklungen langführt die wohl oder übel keine Zukunftsmusik mehr sind. Nur häppchenweise erfährt man mehr über diese Welt, die gar nicht so weit entfernt wirkt. Beinahe wäre dieses Werk an mir vorübergegangen und ich bin froh es entdeckt zu haben, nachdem es mir sehr gut gefallen hat. Inhaltlich erinnert mich diese Erzählung schon sehr an Dave Eggers "Der Circle", wobei Benjamin Stein mit viel mehr Raffinesse an die Erzählung selbst herangeht. Er belässt den Hauptprotagonisten, während des ganzen Romanes, im Bett. Erzählt werden ausschließlich die abschweifenden Gedanken und dadurch entspinnt sich ein Wirrwarr aus Lügen, Halbwahrheiten und Fantasien. Hier fordert er die gänzliche Aufmerksamkeit des Lesers, um den sprichwörtlichen roten Faden nicht zu verlieren, und das obwohl die Geschichte auffällig ruhig und ohne plötzliche Wendungen und Ereignisse auskommt. Für mich ist "Replay" ein schriftstellerisches und sprachliches Meisterwerk das immer wieder gelesen gehört.

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Wo der Schuh drückt
von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Stellen Sie sich vor Sie wachen auf und unter Ihrer Deck schaut ein Huf statt eines Fußes heraus. Sie wissen das es Ihr Fuß ist aber nicht Ihr Huf…..es stimmt etwas nicht. Dieses Buch Ist nicht nur spannend sondern stellt auch eine Frage an den Leser wie viel wollen... Stellen Sie sich vor Sie wachen auf und unter Ihrer Deck schaut ein Huf statt eines Fußes heraus. Sie wissen das es Ihr Fuß ist aber nicht Ihr Huf…..es stimmt etwas nicht. Dieses Buch Ist nicht nur spannend sondern stellt auch eine Frage an den Leser wie viel wollen wir ans Internet über uns preisgeben. Ich habe es faszinierend wie auch beängstigend empfunden.

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wunderbar!
von Sabrina Wallant aus Erlangen am 23.01.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Schon der Anfang der Geschichte bannt einen, und es bleibt spannend bis zur letzten Seite. Fast wie im Wahn erlebt man mit wie Ed Rosen eine Verwandlung zu dem macht, was er jetzt ist, und oft jagt es einem Schauer über den Rücken, wenn man überlegt wie wenig weit... Schon der Anfang der Geschichte bannt einen, und es bleibt spannend bis zur letzten Seite. Fast wie im Wahn erlebt man mit wie Ed Rosen eine Verwandlung zu dem macht, was er jetzt ist, und oft jagt es einem Schauer über den Rücken, wenn man überlegt wie wenig weit manches von unserer Realität entfernt ist. Inhaltlich wie sprachlich ein absolutes Erlebnis!

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Die Zukunft von Facebook und Co?
von Uwe Taechl aus Bremen am 28.03.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Benjamin Steins neuer Roman Replay beschäftigt sich mit der möglichen Zukunft sozialer Netzwerke und wie sie dank zukünftiger Technikmöglichkeiten unser aller Leben und Denken beeinflussen kann. Früher hätte man ihn wohl als Science Fiction Geschichte eingestuft, doch da er so nah an unserem jetzigen Leben ist, hat C.H. Beck... Benjamin Steins neuer Roman Replay beschäftigt sich mit der möglichen Zukunft sozialer Netzwerke und wie sie dank zukünftiger Technikmöglichkeiten unser aller Leben und Denken beeinflussen kann. Früher hätte man ihn wohl als Science Fiction Geschichte eingestuft, doch da er so nah an unserem jetzigen Leben ist, hat C.H. Beck die 171 Seiten lange Erzählung als Roman veröffentlicht. Es geht um einen Mann, der einen körperlichen Makel mit modernster Technik ausgleicht und damit für den Rest der Menschheit die Möglichkeit eröffnet, ebenfalls die Technik zu nutzen, um all das, was sie erleben, aufzeichen- und wiederholbar zu machen. Diese Möglichkeit ist so verlockend, dass schließlich fast jeder daran teilhaben wird und die Firma, welche die Geräte herstellt, damit zu einer der mächtigsten Faktoren der Welt wird. Sie kann im Endeffekt mit den Daten machen, was sie will, und nur vereinzelt gibt es noch Menschen, die sich ihr zu entziehen versuchen. Erzähl wird das Ganze nun durch Ed Rosens Augen. In kurzen Situationen, die auch gerne erotischen Inhalt haben dürfen, wird der Leser immer mehr in das Wirrwahr aus Wahrheit und Lüge, Gegenwart und Vergangenheit und Erlebtes und Gedachtes entführt. Wenn sich der Leser darauf einlässt, wird er mit einer logischen Auflösung belohnt und hat gleichzeitig den Anreiz den Roman noch ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Empfehlenswert, wenn auch nicht einfach zu lesen.

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