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Rotes Gold / Schwertfeuer-Saga Bd.1

Die Schwertfeuer-Saga 01

(5)

Der Klingenrausch ist eine Söldnertruppe aus den besten Kriegern, die für Schätze zu kaufen sind. Doch Gold ist nur ein Teil ihrer Bezahlung. Ihr Stahl dürstet nach dem Blut der Gegner, und ihre gierigen Herren verbrennen Seelen im Dämonenfeuer.
Als der Anführer des Klingenrauschs fällt, droht die ruhmreiche Einheit zu zerfallen. Eivora, seine Tochter, bildet einen Rat aus den erfahrensten, kühnsten und gerissensten Offizieren und führt ihre Banner zum Sturm auf Ygôda. Niemand hat die Mauern dieser Stadt jemals überwunden. Wird Eivora die Söldner zu Glorie und Reichtum führen - oder ihrem Vater in die Flammen ungnädiger Dämonen folgen?

Portrait

Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Köln. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Er veröffentlichte zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und »Battletech« sowie einen apokalyptischen Vampirthriller. Mit der Trilogie »Die Schattenherren« und dem Einzelroman »Schattenkult« etablierte er sich auf der dunklen Seite der Fantasy. Zuletzt erschienen sein Science-Fantasy-Roman »Grauwacht« sowie sein High-Fantasy-Epos »Drachenmahr«. Die »Schwertfeuer-Saga« ist seine neuste epische Fantasyserie.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 01.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-28063-1
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 216/138/34 mm
Gewicht 444
Buch (Taschenbuch)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


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Die Schwertfeuer-Saga
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 22.07.2016

Das aktuelle Werk von Robert Corvus würde ich wie folgt beschreiben: düster, blutig und schmutzig. Allzu zart besaitet darf man nicht sein, wenn man "Rotes Gold" zur Hand nimmt. Der erste Band der Schwertfeuer-Saga strotzt vor blitzenden Klingen und Kriegsgeschrei. Als Kester, der Anführer des Klingenrausches, getötet wird, liegt es... Das aktuelle Werk von Robert Corvus würde ich wie folgt beschreiben: düster, blutig und schmutzig. Allzu zart besaitet darf man nicht sein, wenn man "Rotes Gold" zur Hand nimmt. Der erste Band der Schwertfeuer-Saga strotzt vor blitzenden Klingen und Kriegsgeschrei. Als Kester, der Anführer des Klingenrausches, getötet wird, liegt es bei seiner Tochter Eivora, die Gruppe von gedungenen Kriegern zusammenzuhalten. Einfach ist das nicht, denn Eivora ist eher von zierlicher Statur und sie muss erst ihre Führungsqualitäten beweisen, bevor die Söldner ihr folgen. Im ersten Einsatz, der Gold in die Kassen spülen soll, begibt sich Eivora an vorderste Front. Für König Harlef sollen die Mauern von Ygoda bezwungen werden. An die Seite von Eivora begibt sich, ohne Wissen des Vaters, Prinz Gonter, ein, laut erstem Eindruck, strahlender Prinz, der etwas erleben möchte. Natürlich läuft nicht alles so wie geplant, die Wachen der Stadt sind aufmerksam und nicht alle aus dem Gefolge von Eivora überleben den Einsatz. Besonders gut gefällt mir immer wieder der Stil von Robert Corvus und die Ideen, die er hat. Fasziniert war ich vom Avatar Chastro-Ignuto und hier ganz besonders vom Homunkulus, einem Dämon, der aus der Schulter seines Trägers herauswächst. Obwohl Ignuto in den Gedanken seines menschlichen Wirtes herumpfuscht, würde ich nicht sagen, dass er ausschließlich böse ist. Der Autor versteht es, da ganz eindringlich zu beschreiben und ich habe während des Lesens wiederholt gegrübelt, ob dieses haarlose hässliche und gelegentlich Feuer spuckende Wesen mir wirklich umsympathisch ist. Ähnlich erging es mir bei Fiafila, einer Priesterin, die sich im Gefolge des Klingenrausches befindet. An der Seite des sterbenden Kester mitfühlsam und gut entwickelt sie sich im Laufe des Buches weiter, allerdings in eine Richtung, bei der ich nicht weiss, ob sie mir wirklich gefällt. Besonders erwähnenswert finde ich, dass auch im ebook wunderschöne Zeichnungen enthalten sind, dies ist nicht unbedingt selbstverständlich. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Wer allerdings unter dem Begriff Fantasy nur funkelnde Einhörner auf taufrischen Wiesen erwartet, wird hier nicht das passende Buch zur Hand haben.

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Gelungener Auftakt der Schwertfeuer-Saga
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 07.07.2016

Als Kester, Flammenbringer und Befehlshaber der Söldnerlegion Klingenrausch, einem Anschlag zum Opfer fällt, droht die Einheit der Legion auseinanderzubrechen. Kesters Tochter Eivora setzt alles daran, um dies zu verhindern: sie nimmt den Auftrag an, eine Stadt zu erobern, deren Mauern als unüberwindbar gelten. Von Erfolg oder Misserfolg dieser Mission... Als Kester, Flammenbringer und Befehlshaber der Söldnerlegion Klingenrausch, einem Anschlag zum Opfer fällt, droht die Einheit der Legion auseinanderzubrechen. Kesters Tochter Eivora setzt alles daran, um dies zu verhindern: sie nimmt den Auftrag an, eine Stadt zu erobern, deren Mauern als unüberwindbar gelten. Von Erfolg oder Misserfolg dieser Mission hängt das weitere Schicksal der bisher erfolgreichen Söldnerlegion ab. Die Metropole der Söldnerlegionen ist Rorgator, die neben der Schlagkraft der Söldner durch die sie umgebenden Vulkane geschützt ist. Zudem haben die Söldner dämonische Unterstützung: die Feuerdämonen sorgen dafür, dass die Vulkane nicht ausbrechen und Rorgator auslöschen. Allerdings bieten die Dämonen ihre Dienste nicht umsonst an. In Rorgator befinden sich mehrere Söldnerlegionen, eine der ruhmreichsten ist der Klingenrausch. Die Söldnerlegionen stehen untereinander im Wettkampf: die Regierung von Rorgator, der Rat von Eisen und Gold, führt die Legionen in einer Art Ranking-Liste. Eine Legion setzt sich aus mehreren Bannern zusammen, die sich jeweils auf eine Waffenart spezialisiert haben, wie Armbrust, Pike, Hellebarden oder Bogenschützen. Sogenannte Avatare bilden die Schnittstelle zwischen den Söldnern und den Dämonen, man kann sie am ehesten mit einem geistlichen Beistand vergleichen. Das Besondere an den Avataren ist, dass sie Doppelwesen sind, bestehend aus einem Homunkulus und dem menschlichen Träger. Ein Homunkulus wird aus dämonischem Samen gezüchtet und wächst seinem Träger aus der linken Schulter. Dieser Homunkulus übernimmt mit seinen dämonischen Gelüsten oftmals mehr oder weniger komplett seinen Träger. Die Söldnerlegionen fungieren als eine Art Dienstleistungsunternehmen: gegen ausreichende Bezahlung und der Zusicherung des Plünderrechts stellen sie ihre Kräfte einem Auftraggeber zur Verfügung, wie z.B. zur Eroberung der Stadt Ygôda. Nach dem Tod von Kester, dem charismatischen Befehlshaber des erfolgreichen Klingenrausches, beginnt unter den Kampfherren der Legion ein Wettstreit um seine Nachfolge, nicht immer mit fairen Mitteln. Kesters Tochter Eivora will ein Zerbrechen der Legion verhindern und hofft, die Banner mit dem Auftrag, Ygôdas Mauern zu brechen, einen zu können. Dabei geht sie taktisch sehr geschickt vor, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen, denn sie weiß, dass sie über zu wenig Kampferfahrung in vorderster Reihe verfügt, um von den anderen Kampfherren als Führungsautorität akzeptiert zu werden. Ich musste bei Eivora öfters an einen Schachspieler denken, der strategisch geschickt seine Figuren setzt, um die Banner wieder näher zusammenzubringen. Natürlich passieren ihr auch Fehler, die mehr oder weniger weitreichende Folgen für die Legion haben, alles andere wäre unrealistisch. Neben Eivora gibt es aber noch eine Reihe weiterer interessanter Figuren: Prinz Gonter, der Sohn des Auftraggebers König Harlef, der nach der Eroberung von Ygôda über die Stadt regieren soll, der sich aber vielmehr zu den Söldnern und besonders zu Eivora hingezogen fühlt. Der Avatar Chastro-Ignuto, der durch seine Grausamkeit auffällt und der nicht unbedingt zu Eivoras Freunden zählt. Durch seine Grausamkeit ist der Avatar unberechenbar und gefährlich – und doch schafft es der Autor, mich mit einer bestimmten Szene zu verblüffen. Die Priesterin Fiafila, die der Klingenrausch als Geisel mit nach Rorgator nimmt, weil sie alleine die letzten Worte von Kester kennt; der letzte Wille des Flammenbringers ist heilig und muss befolgt werden. Fiafila stellt mit ihrer aristokratischen und reinen Haltung den totalen Gegensatz zu Chastro-Ignuto dar, was diesen zwar ärgert, aber auch gleichzeitig fasziniert. Außerdem entwickelt sich zwischen Fiafila und Eivora eine Art Freundschaft. Wie von dem Autor gewohnt, werden die Charaktere wieder vielschichtig dargestellt und damit nicht leicht vorhersehbar. Außerdem gibt es einige überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, aber die eine gewisse Faszination auf mich ausüben. Erwähnen möchte ich auch, dass Kampfszenen in dem Buch oftmals recht ausführlich dargestellt werden, das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, mich hat es allerdings nicht gestört. Außerdem geht es in dem Buch auch mal blutig und grausam zu, wenn die Söldner im Kampfrausch plündern und vergewaltigen, das Buch ist also nichts für schwache Nerven. Wobei ich positiv anmerken muss, dass der Autor bei diesen Szenen auf Details meist verzichtet. Das Buch ist in sich abgeschlossen, wobei dennoch am Ende die eine oder andere Frage offen bleibt, aber dabei handelt es sich nicht um Cliffhanger. Ich bin jetzt jedenfalls gespannt auf den zweiten Band, in dem sicherlich auf diese Fragen noch eingegangen wird.

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Spannend, aber nichts für schwache Nerven
von einer Kundin/einem Kunden aus Fürth am 28.06.2016

Inhalt: Der Klingensturm ist eine legendäre Söldnerlegion aus der Söldnermetropole Rorgator, dort wo die Söldner nicht nur ihre Kontrakte schmieden, sondern auch Bündnisse mit Dämonen. Doch die besten Zeiten der Legion scheinen vorbei zu sein, als der Anführer Kester, der Flammenbringer, bei einer Eroberung und Plünderung überraschend getötet wird. Nicht... Inhalt: Der Klingensturm ist eine legendäre Söldnerlegion aus der Söldnermetropole Rorgator, dort wo die Söldner nicht nur ihre Kontrakte schmieden, sondern auch Bündnisse mit Dämonen. Doch die besten Zeiten der Legion scheinen vorbei zu sein, als der Anführer Kester, der Flammenbringer, bei einer Eroberung und Plünderung überraschend getötet wird. Nicht nur Eivora, Kesters Tochter, steht nun vor einer unsicheren Zukunft. Söldner drohen abzuspringen, Machtkämpfe brechen im Hintergrund aus und als auch noch ein Anschlag geschieht, fasst Eivora einen verzweifelten Plan. Wenn sie die Legion ihres Vaters erhalten will, muss sie dessen einstigen Untergebenen dazu bringen zusammenzuarbeiten. Und was eint eine Legion besser als ein Auftrag? Als Prinz Gonter im Auftrag seines Vaters den Klingensturm für die Eroberung der als uneinnehmar geltenden Stadt Ygôda anwerben, kommt er Eivora gerade recht. Meine Meinung: Das Setting: Definitiv nichts für schwache Nerven kann ich da nur sagen! Gleich die ersten Seiten des Dark Fantasy-Romans und Reihenauftakts zur "Schwertfeuer-Saga" entführen uns Leser in die raue Welt der Söldner. Wir erleben einen "harmlosen" Überfall und im nächsten Moment Plünderung, Vergewaltigung, Folter und Mord. Wer Gewaltbeschreibungen nicht ertragen kann, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Es wird zum Glück aber nicht alles detailliert beschrieben. Dennoch gab es auch für mich als erfahrene Dark Fantasy-Leserin 1-2 Momente, die mich haben schlucken lassen. Dennoch hat diese brutale und düstere Welt auch etwas ungemein Faszinierendes an sich. In der Welt der Söldner sind Männer und Frauen gleich, alle werden nach Verdiensten beurteilt, es gibt auch Freundschaften, Loyalität und ein Zusammenhaltsgefühl in der Legion. Dass der Roman etwas Einzigartiges hat, verdankt er aber seinem Dämonenaspekt. Sie sind die Verbündeten der Söldner von Rorgator und bieten ihnen wertvolle magische Unterstützung wie das Schwertfeuer, den Marsch durch das Feuer oder die Avatare, die direkt mit der Welt der Feuerdämonen und Geister in Verbindung stehen. Besonders der Avatar, ein Homunkulus, der sich in die Schulter seines Trägers bohrt, mit diesem teilweise verschmilzt, ist erschreckend und interessant zugleich. Immer wieder erhaschen wir im Roman Einblicke in diese Welt und für mich ist es der Aspekt des Buchs, über den ich im nächsten Band "Weißes Gold", der im Januar 2017 erscheint, unbedingt mehr erfahren will. Auch die Stadt Ygôda ist gut durchdacht und interessant beschrieben. Es gibt Situationen, da habe ich gestaunt oder musste schmunzeln. Das Obere und Untere der Stadt fand ich gut eingefangen. Die Karte zu Anfang des Buchs hilft, sich die Stadt und ihre Lage sowie die Positionen der belagernden Truppen besser vorstellen zu können. Die Karte, gezeichnet von Timo Kümmel, ist wirklich sehr gelungen und für mich ein wichtiger Bestandteil des Romans beim Lesen gewesen. Die Figuren: Auch hier gibt es Licht - oder eher Graustufen, denn ohne Fehl und Tadel oder Schwächen ist in diesem Roman niemand - und Dunkel. Mit einigen Figuren wie Eivora und Prinz Gonter konnte ich mich sehr gut identifizieren. Beim Avatar Chastro-Ignuto schwankte ich zwischen Abscheu, Entsetzen, Mitgefühl und düsterer Faszination. Und in einem Leser diese Emotionen wecken zu können, zeigt, mit welcher Meisterschaft Robert Corvus hier seine Figuren entwickelt hat. Das Auf und Ab der Emotionen betrifft fast alle der Figuren einmal. Einen strahlenden Helden, mit dem sich die Leser durchgängig identifizieren, bietet uns der Autor nicht. Stattdessen zwingt er seine Leser, über die Figuren nachzudenken und seine ursprüngliche Einschätzung immer wieder zu hinterfragen. Eine weitere Figur, die im Roman eine wichtige Rolle spielt, ist Fiafila, eine Priesterin des Windgottes Basäon, deren Weg den des Klingensturms kreuzt. Sie hebt sich von den restlichen Figuren des Romans ab, auch wenn ich persönlich mich nicht mit ihr identifizieren konnte. Erst als sie eine Entwicklung durchläuft, wird sie für mich nach und nach interessanter. Fazit: Der Roman hat mir insgesamt gut gefallen. Da ich ihn im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, habe ich ihn langsamer gelesen, als ich sonst Bücher lese. Doch in den einzelnen Leseabschnitten steckten so viel Gesprächsstoff und so viele Themen und Fragestellungen, die man sich als Leser stellen konnte, dass das langsame Lesetempo sehr sinnvoll war. Es gab vieles, mit dem ich mich bei der Lektüre intensiv auseinander gesetzt habe: die Welt der Dämonen, der Avatar, die Legion, die Figuren, Gut oder Böse, etc. Und manchmal, ich muss es zugeben, brauchte ich nach einem besonders heftigen Abschnitt auch eine Verschnaufspause. "Rotes Gold" ist kein leichter oder heiterer Fantasyroman - und das soll er gar nicht sein. Er soll zum Nachdenken anregen, dennoch ist er gleichzeitig sowohl spannend, mitreißend durch seine Figuren und faszinierend durch seinen außergewöhnlichen Weltenentwurf. Die Beschreibung der Figuren und ihre Entwicklung ist gut von Robert Corvus umgesetzt, sodass man sich als Leser auch hier immer wieder traut, die komplexn Charaktere kritisch zu hinterfragen und sich nicht auf anfängliche Sympathien und Antipathien zu verlassen. Ich vergebe 4,5 Sterne (aufgerundet auf 5) für diesen Roman und bin schon gespannt, wie es mit den Figuren im 2. Band weitergeht.

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Düster-blutige Fantasy
von Drachenfeuer am 04.11.2016

Das Leben eines Söldners ist einfach, mag man meinen. Er dient dem Höchstbietenden und verkauft ihm sein Schwert. Einstmalige Feinde können morgen schon der neue Auftraggeber sein. In »Rotes Gold«, dem Auftakt seiner Schwertfeuer-Saga, zeigt uns Autor Robert Corvus, dass die Dinge nicht immer so leicht sind. Kester führt den... Das Leben eines Söldners ist einfach, mag man meinen. Er dient dem Höchstbietenden und verkauft ihm sein Schwert. Einstmalige Feinde können morgen schon der neue Auftraggeber sein. In »Rotes Gold«, dem Auftakt seiner Schwertfeuer-Saga, zeigt uns Autor Robert Corvus, dass die Dinge nicht immer so leicht sind. Kester führt den Klingenrausch, eine der schlagkräftigsten Söldnerlegionen, seit Jahren von einer ruhmreichen Schlacht in die nächste. Doch seine Stunde hat geschlagen, er wird ermordet. Der Klingenrausch droht zu zerbrechen, und seine Tochter Eivora hat alle Hände voll zu tun, dies zu verhindern. Durch einen findigen Trick bewegt sie die Führer er Einheiten zur Zusammenarbeit, damit ihnen ein ausgesprochen lukrativer Auftrag nicht durch die Finger geht. Es gilt Ygôda zu erobern, eine Stadt, die als uneinnehmbar gilt. Für Eivora gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ein ruhmreicher Sieg oder sie folgt ihrem Vater in die Hölle der Dämonen. Was man Corvus auf jeden Fall zugutehalten muss, ist die mutige Sichtweise. Seine Identifikationsfiguren sind Söldner, und das heißt, dass der Leser hautnah miterlebt, wie Tempel geplündert und seine Priesterinnen geschändet werden. Nicht wirklich etwas, mit dem man sich üblicherweise identifizieren kann. Das klappt jedoch insofern dennoch, als dass Eivora, eine der Hauptpersonen, als Gegenpol zu dem ausgesprochen grausamen Chastro-Ignuto steht. Sie, zwar noch immer eine Söldnerin, hat Beweggründe, die den meisten Lesern einleuchten und nachvollziehbar sind. Chastro-Ignuto selbst ist ein sehr interessanter und gelungener Charakter. Man erfährt gleich zu Anfang, dass er ein sogenannter Avatar ist, das heißt, ein Medium für einen Homunkulus genannten Dämon, der als Parasit aus seiner Schulter wächst. Zunächst erscheint er nur als sinnlos grausamer Mistkerl, doch im Laufe der Geschichte erfährt man mehr darüber, was es mit Ignuto, dem Homunkulus, auf sich hat. Er lebt nicht nur von Chastros Körper, sondern kann sogar aktiv Einfluss auf ihn nehmen, das sogar so weit geht, dass er nahezu völlige Kontrolle über Chastros Geist hat. Chastro selbst hatte, als er den Homunkulus annahm, gedacht, dass es etwas Großartiges sei, lernte jedoch mittlerweile, dass er einen Fehler gemacht hatte. Er empfindet Abscheu vor sich und den Taten, zu denen er von Ignuto gezwungen worden war. Das ist sehr gelungen, weil das auch aus Chastro-Ignuto einen lesenswerten und vielschichtigeren Charakter macht. Corvus hat viele schöne Ansätze für sein Worldbuildung eingeflochten. Der Homunkulus ist einer davon. Auch über den Dämonenkult zu lesen, dem die Söldner anhängen, war sehr interessant, weil das ebenfalls nicht unbedingt das ist, was man sonst in einer mehr oder weniger quietschbunten klassischen Fantasywelt geboten bekommt. Und quietschbunt ist hier herzlich wenig. Der Blick, den der Leser auf die Welt des Klingenrauschs bekommt, ist sehr kanalisiert. Das geht damit einher, dass man nicht unbedingt so viel über die überregionalen politischen Verhältnisse, Ländergrenzen und dergleichen mehr erfährt, das passt jedoch sehr gut. Für Söldner spielen diese Dinge schließlich keine große Rolle. Wer gestern noch bekämpft wurde, kann morgen schon der neue Vertragspartner sein, um nun die Waffen gegen seinen Vorgänger zu erheben. Das Buch bietet exakt das, was man bei seinem Klappentext erwartet. Das heißt, dass es eine gute und solide, wenn auch nicht umwerfende Handlung hat, die jedoch sehr arm an überraschenden Wendungen ist. Lediglich wortwörtlich die allerletzten Zeilen halten eine wahre Bombe bereit, die unheimlich viel Lust auf den nächsten Band macht! »Rotes Gold« ist auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, das einiges zu bieten hat. Vor allem die Charaktere abseits der üblichen Fantasy-Tropes stechen dabei heraus.

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Rotes Gold
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 27.07.2016

Robert Corvus hat mit „Rotes Gold“ seinen neuen Dark- Fantasy- Roman veröffentlicht. Dieser Roman ist der Auftakt zu seiner Schwertfeuer- Saga und ist definitiv nichts für schwache Nerven. Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Der Klingenrausch ist eine Söldnertruppe aus den besten Kriegern, die für Schätze zu kaufen sind. Doch Gold ist nur ein... Robert Corvus hat mit „Rotes Gold“ seinen neuen Dark- Fantasy- Roman veröffentlicht. Dieser Roman ist der Auftakt zu seiner Schwertfeuer- Saga und ist definitiv nichts für schwache Nerven. Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Der Klingenrausch ist eine Söldnertruppe aus den besten Kriegern, die für Schätze zu kaufen sind. Doch Gold ist nur ein Teil ihrer Bezahlung. Ihr Stahl dürstet nach dem Blut der Gegner, und ihre gierigen Herren verbrennen Seelen im Dämonenfeuer. Als der Anführer des Klingenrauschs fällt, droht die ruhmreiche Einheit zu zerfallen. Eivora, seine Tochter, bildet einen Rat aus den erfahrensten, kühnsten und gerissensten Offizieren und führt ihre Banner zum Sturm auf Ygôda. Niemand hat die Mauern dieser Stadt jemals überwunden. Wird Eivora die Söldner zu Glorie und Reichtum führen - oder ihrem Vater in die Flammen ungnädiger Dämonen folgen? Auch bei diesem Fantasy- Roman konnte mich die Gestaltung überzeugen. Ich habe dieses Buch in der E-Book- Ausgabe gelesen. Hier sind sowohl hilfreiche Karten beigefügt wurden, als auch ein Personenregister und ein Glossar mit der Erklärung der wesentlichen Begriffe. Auch das Cover passt sowohl zum Genre als auch zum Inhalt des Buches, was ich persönlich immer positiv finde. Der Schreibstil von dem Autor Robert Corvus ist wie gewohnt sehr angenehm und bildhaft. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, jedoch ist es nichts für schwache Gemüter. Mit seinem fesselnden Erzählstil schafft es der Autor, seine Leser in die dunklen Abgründe zu führen. Oftmals werden Kampf- oder Schlachtszenen geschildert und auch mit Brutalität wird nicht gespart. Hierbei geht der Autor aber nicht zu sehr ins Detail, dennoch reicht die Vorstellungskraft durchaus aus, um sich die blutigen und ausführlichen Kampfszenen bildhaft vorstellen zu können. Allein der Klappentext lässt nichts anderes vermuten. Wer ein Buch über eine Söldnergruppe liest, sollte auf solche Szenen eingestellt sein. Die beschriebene Welt ist interessant gestaltet und besticht durch seine düsteren Eigenschaften. Sie wirkt bedrohlich, Gewalt und Machtkämpfe scheinen auf der Tagesordnung zu stehen, auch werden von manchen Menschen Dämonen verehrt. So ist es nicht verwunderlich, dass auch viele Menschen und Wesen, die in dieser Welt leben müssen, eine harte Schale haben und sich durchzusetzen wissen, in dem sie Gewalt und auch Foltermethoden einsetzen. Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung der Stadt Ygôda, welche im Verlauf des Buches eingenommen werden soll. Ich hatte ein konkretes Bild vor meinem geistigen Auge und zu gerne würde ich diese interessante Stadt mal mit eigenen Augen sehen können. In „Rotes Gold“ begleitet der Leser einer Elite- Söldnertruppe, die nach der Ermordung ihres Anführers Kester mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Und auch ein neuer Auftrag für die Söldnertruppe scheint diese zu destabilisieren. Ein Verfall von innen scheint bevorzustehen. Doch wie kann man diesen verhindern? Dies ist eine der wesentlichen Fragen, mit dem sich Kesters Tochter namens Eivora herumschlagen muss. Nach dem Tod des ehemaligen Anführers versucht sich dessen Tochter in der Söldnertruppe zu beweisen. Auch sucht sie ihren Platz in dieser rauen Gruppe und will sich mit erfüllten Taten und Erfolgen den Respekt der anderen Leute verdienen. Dabei hat Eivora ihre Ecken und Kanten und macht auch Fehler, die für einen Anfänger in ihrer späteren Position durchaus nachvollziehbar sind. Diese Fehler haben Folgen für andere, dessen ist sie sich auch durchaus bewusst. Aber all diese Fehler machen die Figur authentischer. Hätte ein Anfänger zu Beginn gleich alles vollkommen richtig gemacht, würde dies unrealistisch auf mich wirken. Gefallen hat mir auch ihr kleiner Begleiter, der Feuersalamander. Zu gerne würde ich mehr über ihn lesen. Auch andere Charaktere bestechen durch ihre Vielseitigkeit und auch durch ihre charakterliche Entwicklung. So zum Beispiel Prinz Gonter. Zu Beginn wirkt er wie ein verwöhntes Prinzlein, der er eigentlich auch ist. Dennoch ist er mit seiner bisherigen Situation unzufrieden. Die Rolle des wohlbehüteten Erben des König Harlef gefällt ihm nicht und so findet er Gefallen am Söldnerleben und sucht die Gefahr. Auch die Entwicklung von der Priesterin Fiafila konnte mich überzeugen. Sie war eine Priesterin einer eroberten Stadt und hat den Windgott Basäon angebetet. Sie wirkt zu Beginn teilweise noch recht weltfremd und naiv. Doch im Verlauf der Geschichte findet auch sie Gefallen an der Unabhängigkeit und den Freiheiten eines Söldners. Ihre Entwicklung fand ich mit am spannendsten und sie konnte mich durchaus mehr als einmal überraschen. Ein wesentlicher Charakter ist auch der Avatar Chastro- Ignuto. Er ist ein Mischwesen aus einem Mensch und einem Homunkulus. Dieser ist eine Art dämonischer Samen, der sich von seinem menschlichen Wirt abhängig gemacht hat. Dieser Avatar ist quasi der Priester der Söldnertruppe. Chastro- Ignuto ist grausam (teilweise Dämon) und wirkt oftmals recht wirr. Er bringt ein gewisses Konfliktpotential in das Buch und bringt zusätzliche Spannung in den Verlauf der Geschichte. Allgemein hat „Rotes Gold“ einige interessante, entwicklungsfähige und vielseitige Charaktere zu bieten, welche eine Menge Potential haben. Im ersten Teil der Saga werden diverse Charaktere nur angerissen, zu gerne würde ich in weiteren Bänden mehr über diese erfahren. Corvus spielt im Verlauf des Buches auch gerne mit den Sympathien der Leser in Bezug auf seine Protagonisten. Auch dies hat mir gut gefallen und konnte mich erneut von seinen Erzählkünsten überzeugen. Dieses Wechselbad der Gefühle hat zusätzliche Spannungen in das Buch hereingebracht. Auch unerwartete Wendungen der Geschichte haben diesen Dark- Fantasy- Roman vorangebracht. Mit „Rotes Gold“ hat Corvus einen gelungenen Auftakt zu seiner Schwertfeuer- Saga geschrieben. Dieser besticht durch seine düstere Welt, dem angenehmen Schreibstil und die authentischen Charaktere, welche sich im Verlauf des Buches weiterentwickeln. Allgemein hat dieser Dark- Fantasy- Roman mein Interesse an der Reihe und somit auch am zweiten Teil der Saga geweckt. Zu gerne möchte ich wissen, wie es weitergeht. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben. Aber Vorsicht, dieses Buch ist nicht für schwache Gemüter geeignet.

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