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Immer wieder Dezember

Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich

(3)

"Ein Lehrbuch deutscher Nachkriegsgeschichte." Die Zeit
Alles sollte anders werden, als Susanne Schädlich im Dezember 1977 die DDR verließ, da ihr Vater, der Schriftsteller Hans Joachim Schädlich, dort schon lange nicht mehr ungehindert publizieren konnte. Doch die neue Heimat war fremder als gedacht, und der lange Arm der Stasi verfolgte die Familie bis in den Westen. Dreißig Jahre später stößt Susanne Schädlich in den Akten auf eine schlimme Wahrheit und erkennt: Geschichte vergeht nicht, sie holt einen immer wieder ein.
Susanne Schädlich erzählt, wie es ist, in zwei Systemen groß zu werden und dennoch nicht dazuzugehören, von einer Generation zwischen Ost und West, die ihren Platz sucht. Und von der Erfahrung eines unglaublichen Verrats: war es doch der eigene Onkel, der im Auftrag der Stasi versuchte, ihre Familie zu zersetzen.
Erweiterte Neuausgabe mit exklusivem Zusatzmetarial aus den Stasiakten.

Portrait

Susanne Schädlich, geboren 1965 in Jena, ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie lebte elf Jahre in den USA; 1999 kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie mit ihrer Familie heute lebt. Bei Droemer erschien 2009 "Immer wieder Dezember", 2011 "Westwärts, so weit es nur geht".

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 01.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-78684-0
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 190/125/22 mm
Gewicht 274
Verkaufsrang 75.440
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„ausgebürgert....“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

1977 ist Susanne Schädlich zwölf Jahre alt, als sie mit ihrer Familie von der DDR in die BRD umsiedelt. Ausgebürgert sind sie, so wie viele Schriftsteller und Künstler , doch sie werden weiterhin bespitzelt. Nicht etwa von fremden Staatsangestellten, sondern vom Bruder des Vaters, dem Onkel Karl-Heinz ! Was dieser Riss, dieser Vertrauensmissbrauch 1977 ist Susanne Schädlich zwölf Jahre alt, als sie mit ihrer Familie von der DDR in die BRD umsiedelt. Ausgebürgert sind sie, so wie viele Schriftsteller und Künstler , doch sie werden weiterhin bespitzelt. Nicht etwa von fremden Staatsangestellten, sondern vom Bruder des Vaters, dem Onkel Karl-Heinz ! Was dieser Riss, dieser Vertrauensmissbrauch für eine Familie und für eine ganze Gesellschaft bedeuten kann, davon erzählt Susanne Schädlich nüchtern ,sachlich und belegt die Tatsachen gleichzeitig mit einem ausführlichen Anhang von Auszügen aus Stasiakten und Erläuterungen der Begriffe und Abkürzungen. Ein spannendes, aber auch trauriges und brisantes Stück Zeitgeschichte,was Menschen gegeneinander aufgebracht und am Ende oft umgebracht hat - der Onkel Karl-Heinz hat sich am Ende selbst gerichtet !

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Politische Geschichte veranschaulicht durch persönliches Schicksal
von K. Bauschke aus Hamburg im Phoenix-Center am 09.01.2011
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Der Selbstmord des ehemals geliebten Onkels im Dezember 2007 und die Lektüre der Stasi-Akten, die über ihre Familie angefertigt worden waren, veranlassten Susanne Schädlich, ihre Familiengeschichte aufzuschreiben.Ihre Familie verließ im Dezember 1977 die DDR, weil ihr Vater, der Schriftsteller Hans-Joachim Schädlich, keine berufliche Zukunft mehr in diesem Staat hatte... Der Selbstmord des ehemals geliebten Onkels im Dezember 2007 und die Lektüre der Stasi-Akten, die über ihre Familie angefertigt worden waren, veranlassten Susanne Schädlich, ihre Familiengeschichte aufzuschreiben.Ihre Familie verließ im Dezember 1977 die DDR, weil ihr Vater, der Schriftsteller Hans-Joachim Schädlich, keine berufliche Zukunft mehr in diesem Staat hatte und sein Ausreiseantrag bewilligt wurde. Die Autorin berichtet, wie und warum die Familie an dieser Umsiedlung nach und nach zerbrach und vor allem, welchen Anteil der "lange Arm" der Stasi daran hatte. Sie lässt DDR-Alltag, wie ihn Andersdenkende erlebt haben, auferstehen und beschreibt die Schwierigkeiten, sich im "Westen" heimisch zu fühlen. Beeindruckt hat mich die Klarheit, mit der sie aufzeigt, wie zwischenmenschliche Beziehungen durch perfiden Einsatz von Stasi-Spitzeln zerstört wurden. Ein eindrückliches Leseerlebnis, wenn man zu den Glücklichen gehört, die in einem Rechtsstaat aufwachsen durften.

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