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Schandweib

Roman

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Diese Ausgabe von Claudia Weiss' historischem Roman "Schandweib" ist ein "enhanced E-Book" - ein angereichertes E-Book, das neben dem Roman vielfältiges Multimedia-Material wie etwa Videos und Bilder beinhaltet. Hamburg, 1701. Am Schweinemarkt findet man eine Frauenleiche ohne Kopf, und schon bald darauf wird eine Verdächtige festgenommen: Ilsabe Bunk, eine Frau in Männerkleidern - eine Hexe in den Augen des Volkes. Der junge Advokat Hinrich Wrangel übernimmt die Pflichtverteidigung der Gefangenen und gerät in eine gefährliche Intrige, aus der ihn nur Beistand von überraschender Seite retten kann ... Wie sah es in Hamburg zur Zeit des Schandweibs aus? Dieses enhanced E-Book hält neben dem Lesetext eine Vielzahl an Zusatzmaterialien bereit, die die Welt von vor über dreihundert Jahren in beeindruckender Weise lebendig machen. In diesem E-Book finden Sie zusätzliche Hintergrundinformationen, die die historischen Fakten des wahren Falls um Ilsabe Bunk erläutern. Eigens für das E-Book wurden etwa zwei Schandlieder eingespielt, die während der Hinrichtung Ilsabe Bunks gesungen wurden. In fünf Videos führt die Autorin an die Originalschauplätze ihres Romans, eine Karten-Overlay-Funktion ermöglicht den Vergleich zwischen dem aktuellen und historischem Stadtplan Hamburgs und direkt aus dem Romantext sind mehr als 150 Verweise aufrufbar, die zusätzliche Informationen zu historischen Personen und Begriffen liefern. Zuletzt illustriert umfangreiches Karten- und Bildmaterial das Leben in der Zeit um 1700.
Portrait
Claudia Weiss, Jahrgang 1967, ist promovierte Historikerin und Privatdozentin. Sie hat in Hamburg und Moskau Geschichte, Slawistik und Geographie studiert und im Anschluss zwölf Jahre als Osteuropa-Historikerin in Deutschland, Frankreich sowie Russland geforscht und gelehrt, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Neben wissenschaftlichen Fachpublikationen schrieb sie für GEO Epoche und veröffentlichte Das Reich der Zaren, einen Sachbildband. 2011 erschien ihr gefeierter historischer Roman Schandweib, der erste Auftritt für die Protagonisten Ruth und Hinrich Wrangel.
Zitat
+Ich mag B³cher, die mich allmõhlich in ihren Bann ziehen und dann bis zur letzten Zeile nicht mehr loslassen. So ist es mir mit dem Roman é+Schandweib¿ ergangen. Wie die Autorin einen authentischen Kriminalfall in das Hamburg des fr³hen 18. Jahrhunderts einbettet und zugleich Parallelen zur Gegenwart aufzeigt, wie sie bei aller Liebe zum farbigen Detail die Spannung hõlt - Gl³ckwunsch, Claudia Weiss!¿ (Konrad Hansen, Autor von +Die Mõnner vom Meer¿ und +Die Kinder der Meerfrau¿, 15. 6. 2011)
… weiterlesen
Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 512, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.09.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783455810349
Verlag Hoffmann und Campe Verlag GmbH
Verkaufsrang 29.354
eBook (ePUB)
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wunderbares Hanse-Abenteuer“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Spannende Unterhaltung, Abenteuer und Geschichte. Diese drei Schlagworte treffen den historischen Roman von Claudia Weiss, ein Erstling, der uns in die Hansestadt des frühen 18. Jahrhunderts führt. "Schandweib" packt von der ersten Seite an: Fasziniert verfolgt der Leser das dramatische Schicksal des / der Hinrich Bunk, einer Frau in Spannende Unterhaltung, Abenteuer und Geschichte. Diese drei Schlagworte treffen den historischen Roman von Claudia Weiss, ein Erstling, der uns in die Hansestadt des frühen 18. Jahrhunderts führt. "Schandweib" packt von der ersten Seite an: Fasziniert verfolgt der Leser das dramatische Schicksal des / der Hinrich Bunk, einer Frau in Männerkleidern, die ihre Umgebung geschickt zu täuschen weiß. Die Autorin, ihres Zeichens Historikerin, hat gnadenlos gut recherchiert für diesen fesselnden Roman. Prädikat wertvoll.

„Hamburg Anfang des 18. Jahrhunderts“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Nachdem der Hamburger Verlag Hoffmann & Campe ganz mutig 2011 einen historischen Erstlingsroman als Hardcover herausgebracht hat, ist das Buch jetzt endlich auch als Taschenbuch erhältlich.

Claudia Weiß, eine promovierte Historikerin, erzählt die Geschichte von Hinrich Bunk und Hinrich Wrangel, die auf einen wahren Fall zurückgeht.
Nachdem der Hamburger Verlag Hoffmann & Campe ganz mutig 2011 einen historischen Erstlingsroman als Hardcover herausgebracht hat, ist das Buch jetzt endlich auch als Taschenbuch erhältlich.

Claudia Weiß, eine promovierte Historikerin, erzählt die Geschichte von Hinrich Bunk und Hinrich Wrangel, die auf einen wahren Fall zurückgeht. Das Schicksal von Hinrich Bunk nimmt 1701 eine dramatische Wendung, als er seine Ehefrau im Streit mit einem Messer verletzt. Bei der Festnahme stellt sich nämlich heraus, dass er gar kein Mann sondern eine Frau ist. Hinrich Bunk hat bereits in jungen Jahren festgestellt, dass sie in Männerverkleidung besser durchs Leben kommt. Zeitgleich wird auch noch eine nackte Frauenleiche ohne Kopf am Schweinemarkt in Hamburg entdeckt. Hat diese Frauenleiche etwas mit Hinrich Bunk zu tun? Der junge Advokat Hinrich Wrangel hat gerade seine erste Stelle für die Stadt Hamburg als Prokurator am Niedergericht angetreten. Da wird ihm von seinem direkten Vorgesetzten dem Prätor Wilkens die Aufgabe übertragen, Hinrich Bunk als Pflichtverteidiger zur Seite zu stehen. Anfangs ekelt ihn dieser Fall an, und die Angeklagte ist auch nicht wirklich zur Mitarbeit bereit, doch nach und nach entdeckt Hinrich Wrangel immer mehr Unstimmigkeiten. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und kommt dabei etwas Ungeheuerlichem auf die Spur.

Nicht nur die beiden Hauptfiguren sind in diesem Roman gut besetzt. Besonders die im Laufe des Romans immer wichtiger werdenden Nebenfiguren wie der Vikar Claussen und Ruth Abelson, die Tochter des jüdischen Bankiers Moses Abelson runden die Handlung ab.

Claudia Weiß beschreibt sehr bildreich wie das Leben im 18. Jahrhundert in Hamburg ausgesehen hat. Wir erhalten einen guten Einblick über die Regierungsform, die für ihre Zeit ungewöhnlich war. Schon damals war Hamburg eine unabhängige und freie Stadt, die vom Senat und Bürgerschaft regiert wurde. Auch über das Leben der Menschen und ihre Berufe erfahren wir viel. Es ist eine Zeit des Übergangs. An einigen Universitäten wird bereits ganz im Zeichen der Aufklärung gelehrt, aber das einfache Volk ist noch sehr dem alten Hexenglauben verbunden.

Dies ist endlich mal wieder ein historischer Hamburg-Krimi für alle Fans, denen Petra Oelker nicht schnell genug schreibt.

Kundenbewertungen


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Übersicht
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Das Grausame und Schicksalhafte Leben der Ilsabe Bunk
von einer Kundin/einem Kunden am 18.03.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

in diesem Roman geht es um Ilsabe Bunk , eine Frau die es wagte sich als Mann zu verkleiden und ein Männerleben zu führen. Sie tat es um ehrliche Arbeit zu finden und um nicht zu verhungern, auch bot es ihr Schutz vor den Nachstellungen der Männer. Aber dieses wird... in diesem Roman geht es um Ilsabe Bunk , eine Frau die es wagte sich als Mann zu verkleiden und ein Männerleben zu führen. Sie tat es um ehrliche Arbeit zu finden und um nicht zu verhungern, auch bot es ihr Schutz vor den Nachstellungen der Männer. Aber dieses wird ihr eines Tages zum Verhängnis , als man eine Frauen laiche ohne Kopf auf dem Schweinemarkt findet. Als auch noch heraus kommt , das es sich bei Hinrichs Bunk , in Wirklichkeit um eine Frau handelt, beschimpft man sie als Hexe und Mörderin. Der Prädator Wilken , lässt sie Festnehmen und sie einsperren. Der Prokurator Wrangel , der neu in Hamburg ist , wird ihr als Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Erst ist dieser nicht begeistert, hat er doch von einer anderen Karriere geträumt. Aber je mehr er sich mir dem Fall befasst um so mehr ist er von der Unschuld Ilsabe Bunk überzeugt. Mit aller Macht versucht er ihre Unschuld zu beweisen , stößt dabei auf immer mehr widerstände. Beide geraten in einen Strudel voller Intrigen , Ränke spiele und Verrat. Auch einige andere Unschuldige mit den Bunk verkehrte müssen daran glauben. Folter , Spott und Hohn sind für die Verurteilten an der Tagesordnung, auch Wrangel schwebt in großer Gefahr. Ob, es Wrangel gelingen wird Ilsabe Bunk Unschuld zu beweisen und sie vor dem grausamen Tod auf dem Richtplatz zu retten , scheint aussichtslos....... Die Autorin Claudia Weiss , bedient sich einer klaren und schnörkellosen Sprache , ihr Schreibstil ist spannend und fesselnd. Die Recherche zum Roman ist Akribisch , hier spürt man das eine gelernte Historikerin am Werk war. Es handelt um den wirklichen Fall der Ilsabe Bunk aus dem Jahre 1701 , der in historischen Gerichtsakten belegt und festgehalten ist. Auch ihre Protagonisten kommen Glaubhaft und lebendig herüber. Man begegnet vielen historischen Persönlichkeiten . Spannend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite zieht sie einem mit ihrer Geschichte in den Bann. Ihr ist mit diesem Romandebüt ein mitreißendes Werk gelungen. „ Ein ergreifender und fesselnder Roman , der noch lange nach Klingen wird „

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Spannender historischer Krimi mit jeder Menge spannender Hintergrundinfos
von Silke Schröder aus Hannover am 03.09.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Schandweib“ von Claudia Weiss ist ein spannender historischer Krimi, der viel über die Situation Hamburgs im angehenden 18. Jahrhundert erzählt. Anschaulich beschreibt sie die brisante politische Situation in Europa und insbesondere die Konflikte mit den dänischen Nachbarn, die direkt vor den Toren der Stadt lagerten. Weiss gibt einen Einblick... „Schandweib“ von Claudia Weiss ist ein spannender historischer Krimi, der viel über die Situation Hamburgs im angehenden 18. Jahrhundert erzählt. Anschaulich beschreibt sie die brisante politische Situation in Europa und insbesondere die Konflikte mit den dänischen Nachbarn, die direkt vor den Toren der Stadt lagerten. Weiss gibt einen Einblick in das damalige Rechtswesen und die kleinen, aber feinen Fortschritte auf diesem Gebiet – wie etwa jenes neue Gesetz, nach dem Folter nur noch dann erlaubt war, wenn den Angeklagten die grausamen Instrumente vorher genauestens erklärt wurden. Auch erfahren wir, dass Juden in Hamburg, anders als im dänisch besetztem Glückstadt, keine Bürgerrechte bekamen, und dass Frauen wenige Jahrzehnte nach der letzten Hexenverbrennung noch immer noch keine anspruchsvollen Berufe ergreifen, geschweige denn eine Universitäten besuchen durften. So blieb ihnen oft nur die Arbeit als Dienstmädchen, bei dem sie den Launen ihrer Arbeitgeber erbarmungslos ausgesetzt waren. Nicht wenige von ihnen suchten deshalb ihr Glück in Männerkleidung. Mit dem jungen Rechtsanwalt Hinrich Wrangel schafft Claudia Weiß einen sympathischen Helden, der versucht, gegen den Hamburger Juristenklüngel anzugehen und der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen. Wer historische Krimis mag und dabei jede Menge spannende Hintergrundinformationen über eine Großstadt in der Zeit der beginnenden Aufklärung mitnehmen möchte, ist bei „Schandweib“ genau richtig.

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1 0
Gut recherchiert und spannend erzählt
von PMelittaM aus Köln am 28.03.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Hamburg 1701: Eine kopflose weibliche Leiche wird gefunden, niemand weiß, wer sie sein könnte und warum und von wem sie ermordet wurde. Als schließlich jemand seine Tochter als vermisst meldet, liegt der Verdacht nahe, sie könnte die Tote sein und nun gibt es auch jemand, der verdächtig ist: Ilsabe... Hamburg 1701: Eine kopflose weibliche Leiche wird gefunden, niemand weiß, wer sie sein könnte und warum und von wem sie ermordet wurde. Als schließlich jemand seine Tochter als vermisst meldet, liegt der Verdacht nahe, sie könnte die Tote sein und nun gibt es auch jemand, der verdächtig ist: Ilsabe Bunk, die als Mann unter dem Namen Hinrich Bunk lebt. Hinrich Wrangel, neu in Hamburg und Prokurator am Niedergericht, wird als ihr Pflichtverteidiger eingesetzt. Wrangel, der seine Arbeit ernst nimmt, entdeckt Ungereimtheiten und tut sein Möglichstes, Ilsabe zu helfen. Der Roman beruht auf dem wahren Fall der Ilsabe Bunk. Ich finde das sehr faszinierend, auch, was Claudia Weiss aus diesem Fall gemacht hat. Die Autorin ist Historikerin, sie weiß, wie man historische Fakten recherchiert. Leider gibt es im Buch keine Erwähnung darüber, was Fakten und was Fiktion ist (es findet sich im Anhang aber ein Glossar mit wichtigen Begriffen und Personen). Allerdings bietet das Enhanced Ebook die Möglichkeit, entsprechende Informationen abzurufen ebenso wie die Internetseite zum Buch. Aber auch ohne dieses Wissen ist der Roman absolut lesenswert. Die Autorin erzählt spannend und bedient sich einer Sprache, die zu Zeit passt. Sie scheut auch nicht davor zurück, wenige Erfreuliches zu erzählen. Folter und Hinrichtungen gehörten zur Wahrheitsfindung und Rechtsprechung damals dazu und gehören deshalb mit in die Geschichte, allerdings wird beides nicht übertrieben eingesetzt. Die Charaktere sind tiefgründig und wirken authentisch. Ilsabes Vorgeschichte erfährt man teilweise schon im Prolog und man kann nachvollziehen, warum sie ein Leben als Mann vorzog. Hinrich Wrangel ist sympathisch und bietet durchaus Identifikationsmöglichkeiten. Gut gefällt mir auch der Henker, der hier einmal kein unsympathischer und brutaler Mensch ist sondern eben seinen Job tut und ansonsten ein ganz normaler, sogar recht sympathischer Mann ist. Die Hamburger Morgenpost wird auf dem Klappentext damit zititert, dass sie den Roman einen „Justiz-Thriller“ nennt, und ja, dieses Wort passt wirklich gut. Hauptteil der Handlung ist im Grunde genommen der Prozess, in dem es um Ilsabes vermeintliche (oder tatsächliche?) Taten geht. Es ist ungeheuer interessant, wie Rechtsprechung damals geschah. Claudia Weiss lässt zudem politische Ereignisse und sozialen Umständen mit ins Geschehen einfließen, an Hand der Figur des Moses Abelson und dessen Tochter Ruth wird dem Leser zudem Einblick in das jüdische Leben der damaligen Zeit gewährt. Wer Wert auf gut recherchierte historische Romane legt, in denen die Handlung nicht losgelöst von tatsächlichen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten erzählt wird, ist hier genau richtig. Außerdem ist der Roman sehr spannend, interessant und mit lebendig wirkenden Charakteren ausgestattet. Mir hat er sehr gut gefallen und erhält neben der vollen Punktzahl auch eine absolute Leseempfehlung von mir. Und wer nach seiner Lektüre gerne wüsste, wie es mit Wrangel weitergeht, der kann direkt zum Nachfolgeband „Scharlatan“ greifen, den ich ebenso gut fand.

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Schandweib
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 09.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die Autorin Claudia Weiss hat mit „Schandweib“ den ersten Teil einer Reihe, welche Erlebnisse des Juristen Hinrich Wrangel erzählt, veröffentlicht. Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Hamburg 1701. Die Stadt ist entsetzt über einen schrecklichen Fund: Am Schweinemarkt hat man eine kopflose Frauenleiche entdeckt. Schnell scheint die Schuldige ausgemacht: Ilsabe Bunk, eine Frau... Die Autorin Claudia Weiss hat mit „Schandweib“ den ersten Teil einer Reihe, welche Erlebnisse des Juristen Hinrich Wrangel erzählt, veröffentlicht. Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Hamburg 1701. Die Stadt ist entsetzt über einen schrecklichen Fund: Am Schweinemarkt hat man eine kopflose Frauenleiche entdeckt. Schnell scheint die Schuldige ausgemacht: Ilsabe Bunk, eine Frau in Männerkleidern. Der junge Advokat Hinrich Wrangel übernimmt ihre Pflichtverteidigung und gerät damit in einen gefährlichen Strudel aus Interessen und Intrigen. Man merkt dem historischen Roman „Schandweib“ bereits beim ersten Blätter an, dass der Autor sich mit der damaligen Zeit auseinander gesetzt hat. Im Anhang sind die historischen Persönlichkeiten aufgelistet und auf die relevanten Fakten in dessen Leben wird eingegangen. Auch sind wesentliche Begriffe aus der damaligen Zeit erklärt. Dieser Eindruck bleibt auch während des Lesens erhalten. Claudia Weiss hat die Verhältnisse der damaligen Zeit ausgezeichnet recherchiert, sodass dieser Roman rundum informativ ist. Als Leser hat man den Eindruck, dass man in die vergangene Zeit zurückversetzt wird. Jedoch musste ich mich erst mal an den Schreibstil von Weiss gewöhnen. Aber nach ein paar Seiten haben sich auch diese leichten Anfangsschwierigkeiten gelegt. Der Erzählstil ist eher nüchtern gehalten, auf die Gefühlswelt der Protagonisten wird nicht allzu detailliert eingegangen, auch werden Ereignisse eher nüchtern betrachtet und erzählt. Dieser Stil ist direkt und schnörkellos. Auch wird nichts beschönigt dargestellt, Foltermethoden werden behandelt, ohne diese zu verharmlosen. Aber ich finde, dass es zu dem historisch juristischem Rahmen passt. Nach ein paar Seiten war ich mitten im Geschehen und ich konnte in dem Fall, in dem es zu ermitteln galt, eintauchen. Die Charaktere in „Schandweib“ konnten mich in Bezug auf ihre Tiefgründigkeit überzeugen. Sie wirkten durchaus authentisch und plastisch. Hierbei steht der neue Prokurator der Hansestadt Hamburg namens Hinrich Wrangel im Mittelpunkt. Er wird in diesem historischen Roman, welcher im 18. Jahrhundert spielt, bei einem Justizfall als Pflichtverteidiger eingesetzt. Dabei macht Wrangel einen noch recht naiven Eindruck, er glaubt an Ideale und ist gegen den damals weit verbreiteten Aberglauben in Bezug auf Hexerei eingestellt. Auch hadert er mit seiner Familie und seiner eigenen Vergangenheit, wobei beides ausreichend beleuchtet wird. In dem juristischen Fall verteidigt er eine Ilsabe Bunk. Diese hat jahrelang als Mann verkleidet gelebt und dabei auch mit diversen Frauen sexuell verkehrt. Bunk wurde wegen Körperverletzung und Sodomie angeklagt. Doch dann wird sie in Verbindung mit einer kopflosen Frauenleiche gebracht und wird des Mordes an dieser Frau beschuldigt. Der Advokat Wrangel versucht, neue Beweise und Indizien stichhaltig zu Gunsten Bunks zu finden und begibt sich damit in Gefahr. Diese juristische Schnitzeljagd treibt die Handlung voran und hält den Spannungsbogen hoch. Doch nicht alle Hinweise werden von Erfolg gekrönt, welches zusätzliche Spannung in das Buch hereinbringt. Durch die Aufarbeitung eines Justizfalles, welcher auf wahren Begebenheiten beruht, bekommt man einen recht guten Einblick in das damalige Rechtssystem der Stadt Hamburg im 18. Jahrhundert. Auch bekommt man als Leser ein Gefühl für das Leben in der damaligen Zeit, welche Bürden es bereitgehalten hat und wie man erst lernen musste, sich damals zurechtzufinden und seinen Platz in der Welt zu finden. Mein einziger Kritikpunkt an diesem historischen Roman ist jedoch, dass ich leider zu keinem Charakter eine wirklich Bindung aufbauen konnte. Zwar wird einem als Leser der ein oder andere Sympathieträger dargeboten, jedoch konnte mich keiner richtig berühren. Der junge Advokat Wrangel, mit seiner idealistischen Art oder auch die junge Jüdin Ruth, die mit ihrem vorgezeichneten Leben hadert oder sei es Ilsabe Bunk, die zum Mann wurde damit sie leichter überlebt - leider habe ich mit keinem Charakter richtig mitgelitten. Alles in allem ein gut recherchierter und authentischer historischer Roman, welcher auf einem wahren Justizfall beruht. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben. „Schandweib“ von Claudia Weiss ist für Liebhaber von realistischen historischen Romanen zu empfehlen.

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Freiheit für Anna
von einer Kundin/einem Kunden am 02.05.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Das "Schandweib" von Claudia Weiss ist ein modern anmutender Entwicklungsroman im historisch prallen Setting der freien Hansestadt Hamburg zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der erste Band der Advokat Hinrich Wrangel Reihe hat alles, was ein historischer Roman braucht, um seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite... Das "Schandweib" von Claudia Weiss ist ein modern anmutender Entwicklungsroman im historisch prallen Setting der freien Hansestadt Hamburg zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der erste Band der Advokat Hinrich Wrangel Reihe hat alles, was ein historischer Roman braucht, um seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite völlig aus der Zeit zu reißen; das und noch viel mehr. Es bietet einen spannenden Plot, in diesem Fall zwei Kriminalfälle. Die grausige Ermordung einer jungen Frau, deren nackter Leichnam kopflos in einem städtischen Abbort gefunden wird, sowie die wegen Körperverletzung und Sodomie festgesetze, unter dem Namen Hinrich lebende Ilsabel Brunk, der der neue, junge und äußerst idealistische Prokurator der Stadt Hinrich Wrangel als Pflichtverteidiger zugeteilt wird. Die Geschichte verfügt über Personal, das die gesamte Bandbreite menschlicher Tiefen und Untiefen abbildet. Als da wäre der sympathische Held, hier der Jurist, Vertreter der Aufklärung, "Kapitalismuskritiker" und Kämpfer für Gerechtigkeit, mit einer emotionalen Schuld, der er sich stellen muss, sein guter Freund, hier der junge Hamburger Vikar Claussen, Vertreter der christlichen Moralethik, der betagte, jüdische Bankier Absolon und seine gebildete Tochter Ruth, geduldet, aber nicht wirklich zugehörig, die das weltmännisch Rationale mit dem alttestamentarische Prinzip der Vergeltung verbinden, der strenge, leicht gönnerhafte, sehr ambitionierte Vorgesetzte Wilkens und natürlich die ambivalente Gefühle auslösende Angeklagte. Der Handlungsort, das stets um seine Unabhängigkeit und damit seine materiellen Vorteile ringende Hamburg, ist detailliert dargestellt, die Pfeffersackmentalität seiner Kaufleute, die im Geist der Aufklärung klingenden Salons der weißen Landhäuser, vom Unrat rutschigen Twieten, der Odeur der Fleete und der fast selbstherrliche Stolz auf ihre freie Stadt der Bewohner. Ein wirklich sehr gelungener historischer Roman, faktenreich und detailliert beschrieben, der eine vermeintlich moderne Diskussion über Geschlechteridentität im 18. Jahrhundert anstößt, aber auch ein überaus interessanter Entwicklungsroman einer jungen Frau, die hofft als Mann die Freiheit leben zu können, die ihr als Frau verwehrt wird und deren Sehnsucht nach Liebe sie das Leben kostet.

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