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Schuldlos tot. Ein Hamburg-Harburg-Krimi

Ein Hamburg-Harburg-Krimi

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Petra Taler, Kommissarin aus München, erbt von ihrer Großmutter ein marodes Bauernhausanwesen im Alten Land. Mit der Versetzung nach Hamburg-Harburg gerät sie schlagartig in einen brisanten Fall: Die Ermordung der Tierarztgattin Regine Carlsen aus der Harburger Geldadel-Gemeinde Eißendorf. War sie tatsächlich „ohne Schuld“, wie die Nachricht des Mörders am Tatort lautet? Doch warum musste Regine dann sterben?
Neben Erbstreitigkeiten der Familie, ständigem Stress mit den Handwerkern und weiterem privaten Ärger versucht Taler nun, Licht ins Dunkle zu bringen und die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen beginnt.
Portrait

Angela L. Forster lebt und arbeitet im Hamburger Süden, fünf Autominuten vom Alten Land entfernt. Zum Schreiben fand sie nach dem Mord an einem Familienmitglied. Ihre magere Freizeit verbringt sie mit ihrem Mann am Meeresstrand oder in der Genealogie, wo sie nach ihrem eventuellen Urururgroßvater, dem Revolutionär und Schriftsteller Johann Georg Adam Forster, forscht.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 29.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86282-264-5
Verlag Acabus Verlag
Maße (L/B/H) 213/139/27 mm
Gewicht 368
Auflage 1
Verkaufsrang 57.642
Buch (Taschenbuch)
13,90
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Wer ist wirklich ohne Schuld?
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 18.06.2014

Irgendwie hatte sich Petra Taler das alles einfacher vorgestellt. Nach dem Tod ihrer Großmutter Johanna erbte sie ein Bauernhausanwesen, das sich als ziemlich marode herausstellte. Dennoch beschloss sie, in Hamburg einen Neuanfang zu machen. Ihr im Nacken sitzen allerdings ihr Bruder Günther, der einen Teil des Erbes fordert, ihr... Irgendwie hatte sich Petra Taler das alles einfacher vorgestellt. Nach dem Tod ihrer Großmutter Johanna erbte sie ein Bauernhausanwesen, das sich als ziemlich marode herausstellte. Dennoch beschloss sie, in Hamburg einen Neuanfang zu machen. Ihr im Nacken sitzen allerdings ihr Bruder Günther, der einen Teil des Erbes fordert, ihr Ex-Verlobter Klaus, von dem sie sich aus sehr persönlichen Gründen getrennt hat und nicht zu vergessen, die lieben Handwerker, die in Hamburg ganz anders zu ticken scheinen als in Bayern, denn ein Ende der Reparaturarbeiten am Bauernhaus ist einfach nicht in Sicht. Doch damit nicht genug, wird auch noch die grausam zugerichtet Leiche der Tierarztgattin Regine Carlsen aufgefunden. Zusammen mit ihrem Chef Richard Winter macht sie Petra an die Ermittlungen. Merkwürdig ist jedoch, dass Regine laut ihrem Mörder "ohne Schuld" war, doch warum musste sie so bestialisch sterben, noch dazu vor den Augen ihres Mannes und seiner Kollegin Brigitte Made? Beide waren vor Ort, als Regine ermordet wurde, beide waren zusammengeschlagen worden und gefesselt und dennoch mussten sie alles mit ansehen. Schnell stellt sich heraus, dass es mit der Ehe der Carlsens nicht zum Besten stand. Durch eine Detektei erfuhr Regine noch zu Lebzeiten von der Untreue ihres Mannes. Liegt hier das Mordmotiv? Die Kommissare tappen im Dunkeln, denn augenscheinlich hatte niemand einen Grund, Regine umzubringen oder der Tierarztpraxis ihres Mannes zu schaden. Erste Erfolge auf der Spur nach dem Täter können die beiden Ermittler auf Grund des Schriftzuges, der am Tatort gefunden wurde, machen. Doch hat der Graffischreiber wirklich etwas mit diesem bestialischen Mord zu tun? Hilfe bekommt Petra dann jedoch von ganz unerwarteter Seite und es eröffnen sich Abgründe, die sich niemand hätte träumen lassen ... Wer ist wirklich ohne Schuld? Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich ausgearbeitet. Besonders gut hat mir die Story hinter der offensichtlichen Story gefallen, denn, ganz ehrlich, da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen und habe auch jetzt noch Probleme, mir vorzustellen, dass es so was tatsächlich geben könnte. Ich hoffe, hierbei handelte es sich um schriftstellerische Freiheit. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, hätte mir hier an einigen Stellen jedoch etwas mehr Thrill gewünscht. Die Tiefe der Gefühle der jeweiligen Figuren wurde sehr authentisch beschrieben, ich hatte zwischendrin Tränen in den Augen, als ich las, warum die einzelnen Figuren so handelten, wie sie es taten und ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich anders gehandelt hätte. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei mich hier gerade die Figur der Petra Taler sehr positiv überrascht hat, denn in der Frau steckt definitiv mehr, als es den ersten Anschein hat. Ich persönlich hätte nicht gedacht, was alles in der Frau steckt und muss sagen, ich bin von ihr restlos begeistert und würde gerne mehr von ihr lesen.

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Zahlreiche handwerkliche Schwächen
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 08.08.2014

In einer Hamburger Tierarztpraxis wird Regine Carlsen tot aufgefunden, bestialisch ermordet. Ihr Mann, der Tierarzt Volker Carlsen und seine Kollegin Brigitte Made wurden schwer zusammengeschlagen leben aber noch. Auf einer Trennglasscheibe in der Praxis steht „S. Sine Culpa”. Petra Taler, aus Bayern zugezogene Kommissarin, registriert im Umfeld der... In einer Hamburger Tierarztpraxis wird Regine Carlsen tot aufgefunden, bestialisch ermordet. Ihr Mann, der Tierarzt Volker Carlsen und seine Kollegin Brigitte Made wurden schwer zusammengeschlagen leben aber noch. Auf einer Trennglasscheibe in der Praxis steht „S. Sine Culpa”. Petra Taler, aus Bayern zugezogene Kommissarin, registriert im Umfeld der Praxis heftige Demonstrationen gegen Landverbrauch. Sie stößt auch auf abscheuliche Tierexperimente. Hervorragendes Umfeld für einen spannenden Krimi. Der sich allmählich enthüllende Hintergrund des Falls ist ja auch einigermaßen gut konstruiert. Doch Spannung kommt nur selten auf. Die Einteilung in kurze Schnitte (148 Kapitel und Prolog und Epilog) will Tempo erzeugen, doch das gelingt nicht: die Schnitte sind oft willkürlich. Das Schneckentempo der Ermittlungen kann damit kaum kaschiert werden. Man stimmt am Ende der Lektüre Petra zu, der klar wurde, dass der Fall ebenso kompliziert endet, wie er angefangen hat (S. 284). Das hat zahlreiche Gründe, von denen hier nur wenige genannt werden. Die Krimihandlung verzettelt sich in zu viele Nebenschauplätze. Sie wird durch viele überflüssige oder gar unglaubwürdige Kapitel weiter zerdehnt. So wird in einem (wenn auch nur zweiseitigen) ganzen Kapitel beschrieben, wie Petra ihr Haus verläßt. Viele Verhördialoge werden detailliert wörtlich wiedergegeben. Das erzeugt keine Spannung sondern ermüdet den Leser. Beispiele erspare ich dem Leser dieser Besprechung. Ich weiß nicht, wie man in Hamburg alltagssprachlich redet. Mir erschienen viele Dialoge ziemlich verquer. Hierzu gebe ich ein Beispiel. Petra zu ihrem Assistenten: „Ich denke, die Täter kannten Carlsen und Made und wussten der abendlichen Machenschaften.” Selbst wenn man in Hamburg so gestelzt redet (ich bezweifle es): Petra zog vor kurzem aus Bayern zu. Das wird als lokalfremder Kolorit oft hervorgehoben. Kaum jemand in Bayern würde so reden. Die Konstruktion des Krimifalls in bester Hamburger Gegend ist kompliziert aber gut ausgedacht. Doch zahlreiche handwerkliche Schwächen lassen den Erzählstrom zerfließen. Wenige treffende Stegreif-Szenen retten nicht.

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