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Schwarzblende

Roman

(8)
Ein grausamer Mord an einem Soldaten erschüttert London – und der junge Kameramann Niall gerät als Zeuge zwischen die Fronten
London. Der Kameramann Niall Stuart wird unfreiwillig Zeuge, als zwei junge Männer einen Soldaten in zivil grundlos angreifen und töten. Niall nimmt die Szene mit seinem Handy auf. Einer der Täter kommt zu ihm, das blutige Messer noch in der Hand, und bekennt, dass er den Mord im Namen Allahs begangen hat. Sein Komplize schwenkt die Flagge des Islamischen Staats. Als Niall wenig später den Auftrag erhält, eine Dokumentation über den Fall zu drehen, ahnt er nicht, dass er mit grausamer Absicht für diese besondere Aufgabe ausgewählt wurde.
Rezension
"Das ist Kriminalliteratur at its best: Radikal, zupackend, aktuell - unentbehrlich." DIE ZEIT
Portrait
Zoë Beck, geboren 1975, wuchs zweisprachig auf und pendelt zwischen Großbritannien und Deutschland. Ihre große Liebe neben der Literatur ist die Musik. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41043-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 185/120/35 mm
Gewicht 347
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Dieser Thriller ist sowas von brisant!“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Diejenigen von Ihnen, die meine Buchbesprechungen öfters lesen, werden diesmal erstaunt sein, denn ich bespreche einen Thriller! Ich habe Zoe Beck vor kurzem in Hamburg auf einer Lesung erleben dürfen. Und da hat sie ihr aktuelles Buch so brillant vorgestellt, dass ich einfach nicht umhin kam und es lesen musste.

Erinnern Sie sich
Diejenigen von Ihnen, die meine Buchbesprechungen öfters lesen, werden diesmal erstaunt sein, denn ich bespreche einen Thriller! Ich habe Zoe Beck vor kurzem in Hamburg auf einer Lesung erleben dürfen. Und da hat sie ihr aktuelles Buch so brillant vorgestellt, dass ich einfach nicht umhin kam und es lesen musste.

Erinnern Sie sich noch an die Schockmeldung vom 23.05.2013 in den Medien, wo über einen bestialischen Mord mit Beil und Machete an einem britischen Soldaten in London berichtet wurde? Dieser Mord hat die Autorin so beschäftigt, dass sie ihn als Ausgangsbild für ihren aktuellen Thriller genommen hat. Ihre Hauptperson ist Niall, ein Kameramann, der unfreiwillig Zeuge dieser bestialischen Bluttat wird. Ihm kamen diese beiden jungen Männer mit den Macheten gleich irgendwie verdächtig vor, und deshalb hat er sie mit seiner Handykamera gefilmt. Danach lässt ihn diese Tat nicht mehr los. Er bekommt den Auftrag, einen Film über die Hintergründe zu machen. Zusammen mit der toughen Beth, der ruhigen Laura und dem Kameramann Ken fängt er an die Hintergründe zu recherchieren. Doch dann verselbständigt sich die Suche, denn es geschehen weitere Verbrechen, die mit diesem im Zusammenhang zu stehen scheinen.

Zoe Beck hat einen ausgesprochen fesselnden Thriller geschrieben, der hochaktuell und höchst brisant ist. In London bzw. Großbritannien ist die Situation mit den muslimischen Mitbürgern noch weitaus problematischer als in Deutschland, weshalb sie sich für London als Schauplatz entschieden hat. Sie beleuchtet in diesem Buch, was junge Menschen dazu bewegt, sich dem IS anzuschließen. Aber es kommen auch noch ganz andere Komponenten mit ins Spiel, die ich Ihnen hier nicht verraten will. Nur so viel – das Ende hat mich überrascht und total geschockt! Und ich befürchte, dass es leider weitaus mehr als eine reine Fiktion ist.

Ein hochaktueller Thriller, den ich nur jedem empfehlen kann, der sich mit der Problematik des Miteinanderlebens verschiedener Religionen beschäftigt. Diese Lektüre wird nicht jedem gefallen, aber das Buch regt eindeutig zu Diskussionen an.

Dieser Thriller ist der richtige Lesestoff für Fans von Matt Beyon Rees Krimis um Omar Jussuf und den Lesern von Martin Maurer „Terror“.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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1
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Aus dem Leben gegriffen
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 13.07.2015

Kameramann Niall ist eher mit kleineren Aufträgen beschäftigt, bei denen es mehr oder weniger um Landschaftsaufnahmen geht. Während er gerade einen künftigen Drehort inspiziert, laufen 2 Männer mit Macheten an ihm vorbei. Er hält diese für Attrappen, denn wer würde schon mitten in London mit Macheten durch die Gegend... Kameramann Niall ist eher mit kleineren Aufträgen beschäftigt, bei denen es mehr oder weniger um Landschaftsaufnahmen geht. Während er gerade einen künftigen Drehort inspiziert, laufen 2 Männer mit Macheten an ihm vorbei. Er hält diese für Attrappen, denn wer würde schon mitten in London mit Macheten durch die Gegend laufen? Neugierig geworden, geht er trotzdem hinter den beiden Männern hinterher und rechnet jeden Augenblick damit, dass noch mehr Menschen zusammenkommen, da er es für einen Treffen von Rollenspielern hält. In dem Moment, wo er den Rückweg antreten will, hört er Schreie und geht wieder zurück. Er sieht, wie die beiden mit ihren Macheten auf einen jungen Mann einschlagen. Niall beginnt diesen Vorfall zu filmen und muss recht schnell erkennen, dass er einen äußerst brutalen Mord filmt. Die beiden Mörder freut es, dass er es aufnimmt und fordern ihn auf, es auf Youtube zu veröffentlichen. Der Beginn eines Albtraums ... Nachdem die Polizei endlich eingetroffen war, bekam Niall keine Gelegenheit dazu, ihnen zu sagen, dass er nicht zu den beiden Männern gehört, er wird genau wie sie in Gewahrsam genommen und übelst behandelt. Nachdem sich geklärt hatte, dass er mit ihnen nichts zu tun hat, bekommt er vom Fernsehen das Angebot, eine Reportage über die beiden Männer zu machen, die behaupteten, ein Palästinenser und ein Türke zu sein. Er soll den Werdegang der beiden recherchieren, wie sie zu dem wurden, was sie waren, Mörder im Auftrag von Allah. Nachdem Niall anfangs zögerte, den Auftrag zu übernehmen, da sein Vater an dem Auftrag mit involviert war, sagt er letztendlich doch zu und geht Dingen auf den Grund, die eine enorme Reichweite haben. Die Autorin Zoë Beck hat ihren Roman wieder in London spielen lassen. Basierend auf ein Ereignis von vor 2 Jahren, wo zwei Islamisten auf offener Straße in London einen Soldaten töteten, hat sie dieses ebenfalls als Ausgangssituation angesetzt. Für Niall ist es die Chance, aus dem Bereich der Landschaftsreportagen herauszutreten und sich einen Namen zu machen. Das Thema ist brisant und gefährlich. Er bekommt ein Team zur Seite gestellt, allen voran Beth und Laura, um Recherchen betreiben zu können und die Reportage voranzubringen. Niall führt viele Interviews, mit den Familien des Opfers und auch der Mörder. Dank seiner eigenen guten Beziehungen auch in der Politik können sie einen allumfassenden Eindruck erhalten, wie es dazu kommen kann, dass Menschen sich von der Gesellschaft abwenden und ihre "eigenen" Wege gehen, Wege, bei denen sie angeheuert und regelrecht rekrutiert wurden. Ausbildungen in Trainingslagern und Gehirnwäsche tun ihr übriges, um aus ihnen gefährliche Waffen zu machen, die auch vor einem Selbstmordkommando nicht zurückschrecken. Waffenlieferungen in islamische Länder tun ihr übriges und können eines Tages gegen sie selbst gewandt werden. Die eine Seite sind die Islamisten, die im Namen Allahs alles und jeden töten wollen, die nicht ihrem Gott huldigen, auf der anderen Seite stehen Menschen, die daran verdienen und völlig skrupellos sind. Aber diese agieren im geheimen und verborgenen. Bis Niall in der Lage ist, alle kausalen Zusammenhänge zu erfassen, muss er durch einen tiefen Sumpf waten und holt dabei Dinge aus der Versenkung, die ihn bis ins Innerste erschüttern. Zoë Becks Roman ist kein Krimi und schon gar kein Roman, mit dem man sich unterhaltsam die Zeit totschlagen kann. Sie schreibt gesellschaftskritische und politische Romane, die beängstigend sind, da sie so real sind. All das passiert heute in dieser Welt und kann morgen in meiner Stadt passieren. Wann hört der Wahnsinn auf? Solange es noch jemanden gibt, der daran verdienen kann, wahrscheinlich nie. Ein Buch, das wachrüttelt und nachdenklich macht. Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

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Terroristen unter uns
von leseratte1310 am 11.04.2015

Der Kameramann Niall Stuart träumt eigentlich von einem großen und interessanten Auftrag, schlägt sich aber mit kleinen Reportagen durch. Dann sieht er zwei Männer mit Machete mitten in London. Er folgt ihnen und filmt mit seinem Handy. Im Park bringen sie einen jungen Mann um und verlangen von Niall,... Der Kameramann Niall Stuart träumt eigentlich von einem großen und interessanten Auftrag, schlägt sich aber mit kleinen Reportagen durch. Dann sieht er zwei Männer mit Machete mitten in London. Er folgt ihnen und filmt mit seinem Handy. Im Park bringen sie einen jungen Mann um und verlangen von Niall, dass er weiterfilmt während sie verkünden, dass sie zum „Islamischen Staat“ gehören. Dann soll er den Film auch noch im Internet hochladen. Niall macht das alles ohne groß nachzudenken. Kurz darauf wird er von der Polizei verhaftet und muss eine Nacht im Gefängnis verbringen. Man geht nicht gerade zimperlich mit ihm um. Am nächsten Tag bietet man ihm an, eine Dokumentation über die Täter und ihre Beweggründe zu erstellen. Ein Team wird ihm zur Seite gestellt. Dieses Buch wird als Kriminalroman angeboten, aber es ist viel mehr als ein Krimi. Das Thema ist aktuell wie nie, zudem Gesellschaftskritisch und politisch. Wie kommen junge Männer aus gut bürgerlichem Haus dazu, sich zu radikalisieren und zu Terroristen zu werden? Eine Frage, auf die viele Menschen vermeintlich Antworten haben und dennoch weiß keiner wirklich, wie das Problem zu lösen ist. Auch Niall weiß eigentlich nicht, die er an die Geschichte herangehen soll. Ziemlich naiv und unvorbereitet geht er in die ersten Interviews. Er ist nicht wirklich zufrieden mit der Vorgehensweise, wird aber von allen möglichen Seiten beeinflusst und gelenkt. Bedenkenlos wird die Kamera auch dann noch draufgehalten, wenn man in emotionalen Momenten dem Gegenüber versichert hat, dass sie ausgeschaltet ist. Bereits bei der Situation im Park war es für mich sehr grenzwertig, zu filmen während ein Mensch sterben muss. Wieviel Voyeur steckt in jedem von uns? Während Niall versucht sein Dokumentation zu Ende zu bringen, kommt es immer wieder zu bedrohlichen und auch gefährlichen Situationen. Weder Niall noch dem Leser wird klar, wer da die Fäden zieht und wer sich Hass und Gewalt zunutze macht. Als man es am Schluss dann erfährt, ist man schockiert, dass jemand die Gewalt schürte aus finanziellen und machtgierigen Motiven. Die Geschichte ist brandaktuell, sie ist verstörend und komplex. Man wird über das Lesen hinaus im Thema festgehalten und kann gar nicht anders, als sich intensiver damit auseinander zu setzen. Aktuell, spannend, absolut lesenswert.

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Terroristen unter uns
von leseratte1310 am 11.04.2015

Der Kameramann Niall Stuart träumt eigentlich von einem großen und interessanten Auftrag, schlägt sich aber mit kleinen Reportagen durch. Dann sieht er zwei Männer mit Machete mitten in London. Er folgt ihnen und filmt mit seinem Handy. Im Park bringen sie einen jungen Mann um und verlangen von Niall,... Der Kameramann Niall Stuart träumt eigentlich von einem großen und interessanten Auftrag, schlägt sich aber mit kleinen Reportagen durch. Dann sieht er zwei Männer mit Machete mitten in London. Er folgt ihnen und filmt mit seinem Handy. Im Park bringen sie einen jungen Mann um und verlangen von Niall, dass er weiterfilmt während sie verkünden, dass sie zum „Islamischen Staat“ gehören. Dann soll er den Film auch noch im Internet hochladen. Niall macht das alles ohne groß nachzudenken. Kurz darauf wird er von der Polizei verhaftet und muss eine Nacht im Gefängnis verbringen. Man geht nicht gerade zimperlich mit ihm um. Am nächsten Tag bietet man ihm an, eine Dokumentation über die Täter und ihre Beweggründe zu erstellen. Ein Team wird ihm zur Seite gestellt. Dieses Buch wird als Kriminalroman angeboten, aber es ist viel mehr als ein Krimi. Das Thema ist aktuell wie nie, zudem Gesellschaftskritisch und politisch. Wie kommen junge Männer aus gut bürgerlichem Haus dazu, sich zu radikalisieren und zu Terroristen zu werden? Eine Frage, auf die viele Menschen vermeintlich Antworten haben und dennoch weiß keiner wirklich, wie das Problem zu lösen ist. Auch Niall weiß eigentlich nicht, die er an die Geschichte herangehen soll. Ziemlich naiv und unvorbereitet geht er in die ersten Interviews. Er ist nicht wirklich zufrieden mit der Vorgehensweise, wird aber von allen möglichen Seiten beeinflusst und gelenkt. Bedenkenlos wird die Kamera auch dann noch draufgehalten, wenn man in emotionalen Momenten dem Gegenüber versichert hat, dass sie ausgeschaltet ist. Bereits bei der Situation im Park war es für mich sehr grenzwertig, zu filmen während ein Mensch sterben muss. Wieviel Voyeur steckt in jedem von uns? Während Niall versucht sein Dokumentation zu Ende zu bringen, kommt es immer wieder zu bedrohlichen und auch gefährlichen Situationen. Weder Niall noch dem Leser wird klar, wer da die Fäden zieht und wer sich Hass und Gewalt zunutze macht. Als man es am Schluss dann erfährt, ist man schockiert, dass jemand die Gewalt schürte aus finanziellen und machtgierigen Motiven. Die Geschichte ist brandaktuell, sie ist verstörend und komplex. Man wird über das Lesen hinaus im Thema festgehalten und kann gar nicht anders, als sich intensiver damit auseinander zu setzen. Aktuell, spannend, absolut lesenswert.

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Brandaktuelles Thema
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 07.04.2015

Die Kameramann Niall Stuart wird zufällig Zeuge, wie zwei Anhänger des Islamischen Staats einen englischen Soldaten in zivil in aller Öffentlichkeit hinrichten. Da Niall die Szene mit seinem Handy aufzeichnet, wird er zusammen mit den beiden Attentätern verhaftet, aber kurz darauf wieder frei gelassen. Wenig später erhält Niall den... Die Kameramann Niall Stuart wird zufällig Zeuge, wie zwei Anhänger des Islamischen Staats einen englischen Soldaten in zivil in aller Öffentlichkeit hinrichten. Da Niall die Szene mit seinem Handy aufzeichnet, wird er zusammen mit den beiden Attentätern verhaftet, aber kurz darauf wieder frei gelassen. Wenig später erhält Niall den Auftrag, eine Dokumentation über die Attentäter zu drehen – er und sein Team stoßen dabei auf Geheimnisse, deren Aufdeckung einige Personen verhindern wollen. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen klassischen Kriminalroman – es wird auch als „Roman“ angegeben. Dennoch ist das Buch nicht weniger spannend, da es sich mit aktuellen Themen des religiös begründeten Fanatismus und Terror beschäftigt. Dabei begibt sich die Autorin auf eine Gratwanderung und beleuchtet die sozialen und familiären Hintergründe der Attentäter, zeigt mögliche Antworten auf, warum die jungen Männer, gebürtige Engländer, zu glühenden Anhänger des IS wurden, ohne sie dabei aber in die Opferrolle zu stecken. Meiner Meinung nach ist der Autorin diese Gratwanderung sehr gut gelungen, behält sie die Gräueltaten des IS und das Opfer, den Soldaten, weiterhin im Auge. Vielmehr wird der Leser aufgefordert, kritisch zu bleiben, wenn es um die Frage geht, im Namen der Sicherheit die eigene Freiheit und Privatsphäre mehr und mehr aufzugeben. Nicht immer ist es so offensichtlich, wie es scheint bzw. die Politik es darstellt. Zudem setzt sich das Buch kritisch mit den Gefängnissen für Terrorverdächtige auseinander, in denen die Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden. Zugegeben, auch mir hat eine leise Stimme im Kopf zugeflüstert, was es mich juckt, wenn die Menschenrechte bei solch brutalen Attentäter nicht so genau genommen werden. Andererseits ist Gewalt niemals eine Lösung! Niall Stuart ist ein junger Mann, der aufgrund seiner familiären Situation hin- und hergerissen ist: er ist erst mal gegen alles, was sein Vater befürwortet, um dann nach etwas Nachdenken doch einzulenken. Aber auch ich war anfangs hin- und hergerissen, was Niall angeht: es irritiert mich immer sehr, wenn Menschen bei Katastrophen oder Mord einfach mit der Kamera drauf halten können, um das Video anschließend ins Netz zu stellen. So auch bei Niall, allerdings ist er Dokumentarfilmer – außerdem hat er Gründe, warum er so handelt, die ich wiederum nachvollziehen kann. Auch das ist wieder so eine Gratwanderung, ebenso die Arbeiten an der späteren Dokumentation. Die Figuren finde ich sehr gelungen und detailliert dargestellt – hinter manchem Charakter steckt mehr, als man auf den ersten Blick denkt. „Schwarzblende“ ist ein Buch, das zum Nachdenken auffordert – es wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

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Ein fesselnder Krimi, der sich durch Aktualität, politische Brisanz und eine gehörige Portion Action auszeichnet
von Silke Schröder aus Hannover am 24.03.2015

Zoë Beck hat sich mit ihren gesellschaftspolitisch-aktuellen Themen schon längst einen Namen als ausgezeichnete Krimiautorin gemacht. Ging es in “Brixton Hill” um jene Londoner, die sich ihre eigene Stadt nicht mehr leisten können, greift sie im neuen Krimi das brisante Thema der islamistisch motivierten Terroranschläge auf. Ausgangspunkt ist eine... Zoë Beck hat sich mit ihren gesellschaftspolitisch-aktuellen Themen schon längst einen Namen als ausgezeichnete Krimiautorin gemacht. Ging es in “Brixton Hill” um jene Londoner, die sich ihre eigene Stadt nicht mehr leisten können, greift sie im neuen Krimi das brisante Thema der islamistisch motivierten Terroranschläge auf. Ausgangspunkt ist eine Tat, die sich 2013 in London tatsächlich ereignet hat und bei der zwei Islamisten auf offener Straße einen Soldaten mit Messern attackierten und töteten. Die Autorin macht in “Schwarzblende” aber noch einen weiteren Schritt: Sie fragt, wer von einer solchen Tat, außer den Terroristen, eigentlich sonst noch so profitiert. Ihr Held, der sympathische Kameramann Niall Stuart, versucht bei seinen Film-Recherchen, die Motive der beiden Täter und die Hintergründe der Tat zu begreifen. Durch fiktive Interviews mit den Beteiligten zeigt die Autorin, wie die Bereitschaft zur Gewalt immer mehr zunimmt und nicht alle darüber unglücklich sind. Auch wenn die Figur des Niall Stuart bei all diesen Ereignissen und selbst bei persönlichen Schicksalsschlägen etwas unbeteiligt durch die Story jagt, gelingt Zoë Beck mit “Schwarzblende” ein fesselnder Krimi, der sich durch Aktualität, politische Brisanz und eine gehörige Portion Action auszeichnet.

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Erschreckend aktuell und brisant...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 04.09.2015

Aktuell und brisant ist der Roman von Zoe Beck. Spannend beschreibt sie den Fall um einen getöteten Soldaten. Bisher war mir die Autorin nur via Facebook bzw durch verschiedene Leseproben bekannt. Nun war es für mich an der Zeit eines ihrer Bücher zu lesen, und ich wurde nicht enttäuscht. Glaubhafte Figuren,... Aktuell und brisant ist der Roman von Zoe Beck. Spannend beschreibt sie den Fall um einen getöteten Soldaten. Bisher war mir die Autorin nur via Facebook bzw durch verschiedene Leseproben bekannt. Nun war es für mich an der Zeit eines ihrer Bücher zu lesen, und ich wurde nicht enttäuscht. Glaubhafte Figuren, spannende Dialoge und authentische Schauplätze zeichnen dieses Buch aus. Man glaubt ihren Figuren jedes Wort und man hat das Gefühl als wären diese Dialoge keine Fiktion der Autorin, sondern das wahre Leben. Insbesondere auch die Schauplätze machen neugierig und es kommt einem wirklich so vor, als wäre das Buch kein Buch , sondern vielmehr ein bunter Farbenfroher, aber auch ob der Thematik, düsterer Film, der vor meinem inneren Auge abgelaufen ist. Schon auf den ersten Seiten ist es der Autorin gelungen mich abzuholen, und mich zu fesseln bis zum Finale. Es gelang mir nur schwerlich das Buch aus der Hand zu legen, weil die Spannung mich regelrecht ans Buch festgenagelt hatte. So muss ein moderner Spannungsroman geschrieben sein, spannend, aktuell und brisant in der Thematik. Mich hat die Autorin mit diesem Buch absolut überzeugen können und ich kann das Buch guten Gewissens weiter empfehlen. In der Summe sind das für mich 4 von 5 Sternen.

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Großartige Themen, aber für mich ein enttäuschendes Buch
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 27.02.2016

Die Themen, die in diesem Buch angeschnitten werden, finde ich an sich hochinteressant und nahe dran am Puls der Zeit: Terror versus Einschränkung der persönlichen Freiheitsrechte durch Anti-Terror-Maßnahmen, gesellschaftlich tolerierter Rassismus und die Radikalisierung frustrierter junger Menschen, die von ihrer Sehnsucht nach Akzeptanz in die Arme fanatischer Extremisten getrieben... Die Themen, die in diesem Buch angeschnitten werden, finde ich an sich hochinteressant und nahe dran am Puls der Zeit: Terror versus Einschränkung der persönlichen Freiheitsrechte durch Anti-Terror-Maßnahmen, gesellschaftlich tolerierter Rassismus und die Radikalisierung frustrierter junger Menschen, die von ihrer Sehnsucht nach Akzeptanz in die Arme fanatischer Extremisten getrieben werden. Die Umsetzung dieser Themen in einem Thriller klang unglaublich spannend und originell, so dass ich das Buch mit sehr hohen Erwartungen begonnen habe! Leider konnte es mich dann aber nicht vollends überzeugen. Direkt in den ersten Szenen tat ich mich sehr schwer mit dem Schreibstil, der sich für mich sperrig und ungeschliffen las; besonders störten mich anfangs die vielen Wiederholungen bestimmter Phrasen und Wörter. Im Laufe des Buches bessert sich das in meinen Augen zwar deutlich, aber dennoch hatte ich das Gefühl, dass der Schreibstil mich schlicht nicht abholen konnte. Manchmal hatte er auch Anflüge von Pathos, die mir nicht gefielen. Auch die Spannung wollte sich für mich nur langsam aufbauen, trotz der an sich packenden Themen und obwohl der Protagonist schnell in eine brisante Lage gerät. Interessant fand ich die gesellschaftskritischen und politischen Aspekte, besonders die Darstellung der Medien als Instrument der Macht, aber lange schien die Geschichte zu wenig Überraschendes zu bieten zu haben, um aus dem politischen Drama einen Thriller zu machen. Erst in der zweiten Hälfte beschleunigen sich die Ereignisse und es wird klar, dass es hier um mehr geht als "nur" um das Attentat, dass hinter den Kulissen eine dritte Macht an den Strippen zieht - aber wer, und warum? Da konnte ich endlich in die Geschichte eintauchen - aber leider, leider hat mich die Auflösung dann bitter enttäuscht. Ich empfand sie als sehr konstruiert, was vielleicht unter anderem daran lag, dass das eigentliche Schlüsselereignis bis kurz vorm Ende wenig in die übergreifende Handlung integriert, sondern plötzlich aus dem Hut gezaubert wird. Natürlich soll das Ende eines Thrillers überraschen, aber meiner Meinung nach sollte man dennoch rückblickend sagen können: Ach, jetzt verstehe ich, wie das alles zusammenhängt! Außerdem wirkte es auf mich so, als würde der Drahtzieher des Ganzen ein unnötiges Risiko auf sich nehmen, um ein Ziel zu erreichen, dass er viel einfacher hätte erreichen können. (Aber dann wäre der Protagonist nicht darin verwickelt gewesen.) Und für mich noch gravierender: die Auflösung wird nur möglich gemacht durch einen früher im Buch vorkommenden, höchst unwahrscheinlichen Zufall. Niall, der Protagonist, war mir durchaus sympathisch. Er ist ist ein netter Kerl, der es im Leben nicht immer leicht hatte, sich aber dennoch moralische Prinzipien bewahrt hat. Ihn und seinen Vater verbindet eine problematische Vergangenheit, und er hat das Gefühl, in dessen Schatten zu stehen. Er will vorankommen in einem Beruf, der ihn mit Gewalt, Leid und Tod konfrontiert, hat aber seine Fähigkeit, mitzufühlen, noch nicht verloren und das gefiel mir gut. Allerdings fand ich extrem unglaubwürdig, wie hartnäckig er immer wieder die Augen vor dem Offensichtlichen versperrt - denn eigentlich wird er als intelligent dargestellt! Viele der anderen Charaktere blieben für mich eher blass: der konservative Onkel, dessen machthungrige Ex-Frau, der berühmte Vater, Nialls Kollegen usw. Deswegen hat mich auch der ein oder andere Todesfall wenig berührt. Vielversprechend fand ich die scheinbar knallharte Beth, die sich im Laufe der Geschichte als heldenhaft selbstlos erweist, aber auch bei ihr hatte ich das Gefühl, immer ein bisschen außen vor zu bleiben. Einer der für mich interessantesten Charaktere macht dann auf der allerletzten (!!) Seite noch eine Wandlung durch, die ich nicht glaubhaft fand, sondern die auf mich eher gewollt schockierend wirkte. Fazit: Die Zutaten für einen spannenden Politthriller sind gegeben, aber großartige Themen ergaben für mich leider kein großartiges Buch. Ich fand es zwar inhaltlich sehr interessant, es berührte mich jedoch kaum, und auch Spannung stellte sich bei mir nur selten ein. Besonders das Ende hat mich dann sehr enttäuscht, denn es wirkte auf mich konstruiert und erzwungen.

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Spannender Thriller, der nachdenklich macht - von Zoe Beck
von einer Kundin/einem Kunden aus Lankau am 06.08.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Nicht einfach nur ein Thriller. Das Buch macht nachdenklich und am Ende fragt man sich, ob das nicht überall in Europa zu jeder Zeit geschehen kann. Sprachlich klar und eine Lektüre, die fesselt und mich bis zum Schluss, der überraschend ist, nicht losgelassen hat. Detlef Lindemann

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Aktuell und solide
von einer Kundin/einem Kunden am 16.07.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Kameramann Niall sucht für einen Dokumentarfilm in London nach schönen Panoramaecken. Durch Zufall sieht er zwei junge Männer mit einer Machete durch den Park laufen, denkt an ein Spiel. Doch plötzlich steht er fassungslos einem Attentat gegenüber, zu dem er aufgefordert wird, es zu filmen: Ein junger Engländer wird... Kameramann Niall sucht für einen Dokumentarfilm in London nach schönen Panoramaecken. Durch Zufall sieht er zwei junge Männer mit einer Machete durch den Park laufen, denkt an ein Spiel. Doch plötzlich steht er fassungslos einem Attentat gegenüber, zu dem er aufgefordert wird, es zu filmen: Ein junger Engländer wird geköpft, einfach so. Wer sind diese beiden Männer und was trieb sie zu der Tat? Der Roman liest sich wie ein Dokumentarfilm. Die Blende auf die Personen, sachlich, ohne sich auf eine Seite zu stellen, leuchtet Zoë Beck ins Umfeld der Attentäter und des Opfers. Das Buch ist solide geschrieben, befasst sich mit einem heiklen Thema, das gut recherchiert und glaubhaft dargestellt wird. Junge Männer aus bürgerlichem Haus, Studenten, die sich dem Terror zuwenden, ein Phänomen, das schwer erklärbar ist. Gut recherchiert erfasst die Autorin in kleinen Nebengeschichten, die sich aus den Interviews ergeben, die Familie der jungen Männer, die Freunde, die Familie des Opfers. Niall selbst steht am Anfang der Geschichte zunächst unter Verdacht, mitgewirkt zu haben, erfährt Polizeigewalt. Seine Wohnung wird durchsucht, sein Bewegungsprofil wird erstellt, die gesamte Möglichkeit der Überwachungstechnik herangezogen. Hier zeigt sich die Auswirkung des Überwachungsstaats, die Panik der Behörden, deren Brutalität. Später erhält Niall den Auftrag, die Hintergründe der Tat zu recherchieren. Es gibt keine Antworten auf komplexe Themen, auf eine vernetzte Welt. Angst kann geschürt werden aus Machtinteresse, Medien werden manipuliert, Menschen werden manipuliert. Schnörkellos, aber bei der Sache, ein aktuelles Thema, interessant verpackt. Insgesamt ein gutes Buch, das mir an manchen Stellen allerdings zu klischeehaft herüberkommt. Der Verflechtung der Familie von Niall in die Staatsmacht war mir ein wenig zu aufgesetzt. Dafür hätte es ein wenig tiefer in die Motivation der Attentäter gehen können. Trotz aller Kritik, ein empfehlenswertes Buch.

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