Thalia.de

Schwarzbuch WWF

Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda

(2)
Wenn der Naturschutz auf der Strecke bleibt - Greenwashing, Vetternwirtschaft und Co.


»Es ist leichter, in die Geheimnisse der CIA einzudringen als in die des WWF«, sagt Raymond Bonner, Enthüllungsjournalist der New York Times. Wilfried Huismann hat es trotzdem gewagt. Allen Widerständen der WWF-Führungsspitze zum Trotz hat er die Strukturen und Projekte der Umweltschutzorganisation unter die Lupe genommen.


Das Ergebnis seiner Reise durch das grüne Empire des WWF ist erschütternd: Der WWF paktiert mit Energiekonzernen, die in Asien und Lateinamerika die letzten Regenwälder vernichten, um auf Soja- oder Palmölplantagen Biosprit zu produzieren. Ein gigantisches Geschäft, das die letzten natürlichen Ökosysteme der Erde gefährdet, Millionen Menschen von ihrem Land vertreibt und zu neuen Hungersnöten führt. Der WWF beteiligt sich an der Vertreibung von Eingeborenen aus den Wäldern Indiens und Afrikas – und er fördert die industrielle Landwirtschaft auf der Basis von Gentechnik. Der Panda des WWF genießt bislang das Vertrauen der Spender, doch er hat ein zweites Gesicht: Für Geld wäscht der WWF Umweltverbrechen der Industrie grün.







Portrait
Wilfried Huismann, geboren 1951, studierte Geschichte und Sozialwissenschaften. Nach einer Tätigkeit als Entwicklungshelfer in Chile schrieb Huismann ab 1982 erste journalistische Beiträge für den Rundfunk. Ab 1986 wirkte er bei dem politischen Fernsehmagazin Monitor mit. Inzwischen gehört der investigative Journalist, Dreh- und Sachbuchautor zu den angesehensten und erfolgreichsten Dokumentarfilmern in Deutschland. Für seine Werke (z.B. Das Totenschiff (1994), Gesucht wird… Das Geheimnis um das Olympia-Attentat 1972 (1996), Machtspieler – Friedrich Hennemann und der Untergang des Bremer Vulkan (1999)) erhielt er mehrfach den Grimme-Preis und zahlreiche weitere Auszeichnungen. Er lebt in Bremen.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 08.10.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-579-06631-8
Verlag Gütersloher Verlagshaus
Maße (L/B/H) 216/150/20 mm
Gewicht 345
Abbildungen mit Fotos
Auflage 3. Auflage.
Buch (gebundene Ausgabe)
29,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 20951960
    Bitte sag, dass das nicht wahr ist. Ich liebe Dich doch
    von Matthias Oppermann
    (6)
    Buch
    34,90
  • 26235358
    WWF - Die Biografie
    von Alexis Schwarzenbach
    SPECIAL
    7,99
  • 42489770
    Schwarzbuch Markenfirmen
    von Hans Weiss
    Buch
    9,99
  • 32209981
    Schwarzbuch Baumwolle
    von Andreas Engelhardt
    Buch
    17,90
  • 30501251
    Schwarzbuch Kirche
    von Michael Hebeis
    (3)
    Buch
    9,99
  • 42436460
    Aus kontrolliertem Raubbau
    von Kathrin Hartmann
    (1)
    Buch
    18,99
  • 43243695
    Chlorhühnchen vom Grill oder was das TTIP bringt. Positive und negative Effekte des Transatlantischen Freihandelsabkommens
    von Lars Brümmer
    Buch
    39,99
  • 44027832
    Die große Enteignung
    von Janne Jörg Kipp
    (1)
    Buch
    22,95
  • 44066795
    Die smarte Diktatur
    von Harald Welzer
    Buch
    19,99
  • 30701106
    Der große Bio-Schmäh
    von Clemens G. Arvay
    (7)
    Buch
    19,95
  • 45233652
    Süchtig
    von Lorenz Gallmetzer
    Buch
    22,00
  • 39981203
    Die 4-Stunden-Woche
    von Timothy Ferriss
    (3)
    Buch
    9,99
  • 45327272
    Mein Sprung in ein neues Leben
    von Kira Grünberg
    Buch
    21,90
  • 45409775
    Wir schaffen es nicht
    von Katja Schneidt
    Buch
    17,99
  • 44953422
    Ein Jahr für die Liebe
    von Yvonne Eisenring
    Buch
    14,95
  • 39179303
    Digitale Demenz
    von Manfred Spitzer
    (2)
    Buch
    12,99
  • 45260624
    Das letzte Tabu
    von Annelie Keil
    Buch
    19,99
  • 37256181
    Die Kunst des klaren Denkens
    von Rolf Dobelli
    (2)
    Buch
    8,90
  • 37473522
    Die Abstiegsgesellschaft
    von Oliver Nachtwey
    Buch
    18,00
  • 45233645
    Best of Schule
    von Nikolaus (Niki) Glattauer
    Buch
    22,00

Kundenbewertungen


Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
1
1
0
0
0

Vom Zuschauen und Dulden
von bookmark am 16.02.2013

Ich habe das Buch Anfang Juni gelesen. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Als halbwegs informierter Mensch weiß man ja schon einiges, aber dieses Buch läßt mich noch immer erschauern. Zwischen Trauer und unendlicher Wut bin ich zum PC, ich wollte das Buch unbedingt rezensieren. Das... Ich habe das Buch Anfang Juni gelesen. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Als halbwegs informierter Mensch weiß man ja schon einiges, aber dieses Buch läßt mich noch immer erschauern. Zwischen Trauer und unendlicher Wut bin ich zum PC, ich wollte das Buch unbedingt rezensieren. Das muß die Welt wissen, was der WWF und deren Kumpane, von Coca Cola über Monsanto, Wilmar (Palmöl), Shell,... mit unserem Planeten und den dazugehörigen Menschen und Tieren macht. Aber nix! Kein Buch mit diesem Titel, zum Rezensieren zu finden. Es ist nicht zu fassen! Da wird von ganz oben am ganz großen Rad gedreht, man bedenke nur, dass Prinz Bernhard der Niederlande und Prinz Philip von Großbritannien Gründer/Präsidenten des WWF waren. Und in diesem "Club 1001" sind nur die ganz Großen, die bekanntermaßen mit Umwelt nicht viel am Hut haben. Tiere und Menschen bleiben da auch schon mal auf der Strecke. Die werden auch nicht "netter" weil die mit dem WWF "zusammenarbeiten" Es geht um Profit! Eigentlich ist der WWF ja auch gar keine dieser gängigen Natur/Tierschutzorganisationen, wenn man bedenkt, wer ihn seinerzeit gegründet hat. Der WWF bekommt von diesen Unternehmen im Jahr 500 Millionen Euro. (50% gehen dabei für die 5000 hauptamtlichen Mitarbeiter und die Geschäftsführergehälter (505.000 Dollar) drauf, sagt Herr Huismann). Wo der Rest des Geldes bleibt ist offensichtlich auch nicht immer so klar. Dieses Buch sitzt mir richtig in den Knochen. Wenn man schon immer wußte, dass es schlimm ist, vergessen Sie es! Es ist alles viel viel schlimmer!!! Herr Huismann hat recherchiert und viele Fakten aus dem Buch sind ja auch schon von anderen Seiten aufgedeckt worden. Man denke nur an die Palmölplantagen. Neu waren für mich die Anfänge des WWF z.B. mit Herrn Bernhard Grzimek, voller Rassismus, nicht zu fassen. Ich möchte hier doch noch ausdrücklich sagen, dass die Mitarbeiter vor Ort im WWF sicher einen guten Job machen und die tun mir auch leid, dass sie sich dieser Vorwürfe nun erwehren müssen. Aber es gibt im WWF noch andere Strukturen und das Buch von Herrn Hiusmann kann ja nicht komplett erlogen sein. Wenn also nur ein Drittel im Buch stimmt, dann ist das trotzdem noch schlimm genug. Was da abgeht konnte man ja auch erst kürzlich in den Medien nachlesen: "WWF kritisiert Elefantenjagd von Spaniens König Juan Carlos" Wie lachhaft ist das denn für eine solche Organisation? Der Mann ist Ehrenmitglied und der WWF kennt dessen Hobby und schaut seit Jahren zu. Und genau von diesem Zuschauen und Dulden erzählt dieses Buch.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
2 1
Spannendes und mutiges Buch, doch an einigen Stellen ein wenig undifferenziert . . .
von einer Kundin/einem Kunden am 07.01.2016

Mir macht der Klimawandel extrem Sorgen. Auch der blinde Konsum und grenzenlose Dschungel-Kapitalismus, der die Ausbeutung der unwiederbringlichen Ressourcen, Umweltverschmutzung, Waldrodungen, Hunger und Armut in weiten Teilen der Welt nach sich zieht, lässt mir keine Ruhe. Wenn wir noch lange so weiter machen, wie wir es die letzten hundertfünfzig... Mir macht der Klimawandel extrem Sorgen. Auch der blinde Konsum und grenzenlose Dschungel-Kapitalismus, der die Ausbeutung der unwiederbringlichen Ressourcen, Umweltverschmutzung, Waldrodungen, Hunger und Armut in weiten Teilen der Welt nach sich zieht, lässt mir keine Ruhe. Wenn wir noch lange so weiter machen, wie wir es die letzten hundertfünfzig Jahre getan haben, wird es sehr wahrscheinlich einen globalen Kollaps geben. Also müssen wir etwas ändern . . . Aber wie? Mitglied beim WWF werden? Und damit sind wir auch schon beim Thema. Der WWF gilt immer noch viel zu oft als ›Vorzeige-NGO‹, doch steckt hinter dem süssen Panda weit mehr als eine ›einfache Naturschutzorganisation‹. Raymond Bonner, Reporter der New York Times sagte 1993: »Es ist leichter, in die Geheimnisse der CIA einzudringen, als in die des WWF.« In Schwarzbuch WWF geht der deutsche Journalist Wilfried Huismann dem dunklen Fleck im weissen Fell des WWFs nach. Huismann studierte Geschichte und Sozialwissenschaften, war Entwicklungshelfer in Chile, bevor er ab 1982 journalistisch tätig wurde. »Dringt ein Unbefugter in das innere Reich des WWF ein, zahlt er dafür einen hohen Preis - so wie der britische Journalist Kevin Dowling, der 1990 in den Besitz interner WWF-Unterlagen gelangte, darunter auch der Mitgliederliste des Clubs der 1001. Dafür musste der Journalist, der sich als Naturfilmer einen Namen gemacht hatte, teuer bezahlen. Sein Film über das Innenleben des WWF mit dem Titel "Das Geheimnis des Nashorns" wurde nie gezeigt, die Rechercheergebnisse verschwanden in den Archiven des Fernsehsenders Channel 4; er war beruflich erledigt. Dowling kam nicht wieder auf die Beine, verdiente seinen Lebensunterhalt mit Artikeln für eine Provinzzeitung und starb 2008 - verbittert und krank.« (S.100) Der WWF paktiert mit Grosskonzernen, die verantwortlich sind für sehr viele Umweltverbrechen und für den Raubbau an endlichen Ressourcen. Er gibt ihnen ein ›Grünes Image‹, dazu gehören nicht nur Adidas und Coca-Cola, sondern auch Monsanto und viele andere, die nicht für ihre Sorge für die Umwelt bekannt sind... Weder Öl- noch Waffenkonzerne fehlen in dieser langen Liste. Und, so wie es scheint, diente der WWF auch den verschiedensten Eliten um die eigenen Machteinflüsse in anderen Ländern auszubauen, zu erhalten oder andere Länder zu destabilisieren. »Das private Sicherheitsunternehmen KAS aus Großbritannien hatte 1987 im Auftrag des WWF eine Söldnertruppe aufgestellt, um den Schwarzhandel mit Elfenbein und mit dem Horn des Rhinozeros zu bekämpfen. 1996 setzte die südafrikanische Regierung unter Nelson Mandela eine Kommission ein, die kriminelle Aktivitäten des Apartheidregimes unter dem Deckmantel des Naturschutzes untersuchen sollte. Richter Mark Kumleben, der die Untersuchungskommission leitete, fand heraus, dass die Regierung Südafrikas in den von Schwarzen regierten Nachbarstaaten heimlich und in grossem Stil die Abschlachtung grosser Elefanten- und Nashornbestände organisiert hatte, vor allem in Angola. Das Hauptziel der Geheimdienst-Operation war, die schwarz regierten Nachbarstaaten politisch und wirtschaftlich zu destabilisieren - nach dem Motto: Seht her, die Schwarzen können es einfach nicht.« (S.107) Unter bekannten Namen taucht immer wieder der Name Prinz Bernhard der Niederlande auf, auf den auch die Gründung des Elitenetzwerks der Bilderberg-Konferenz zurückgeht. »Als Prinz Bernhard der Niederlande im Jahr 1962 sein Amt als Präsident von WWF International antrat, brachte er einen alten Freund als Grosssponsor mit ins Boot: John H. Loudon, Generaldirektor des Erdöl- und Chemiegiganten "Royal Dutch Shell". Shell" machte damals den grössten Profit mit Patenten an Pestiziden auf der Basis von Chlorkohlenwasserstoff (CKW). Im Jahr 1962 wurde in mehreren wissenschaftlichen Publikationen enthüllt, dass ausgerechnet diese Pestizide extrem gefährlich für wilde Tiere sind. Immer wieder kam es zu Massensterben unter Vögeln, die mit Shell-Produkten behandelte Körner gepickt hatten. Prinz Bernhard persönlich verteilte im Stiftungsrat des WWF ein Argumentationspapier von Shell-Boss John H. Loudon. Darin bat er den WWF darum, keine Kritik an den gefährlichen Substanzen zu äussern. Loudon betonte den "humanitären Nutzen" der Pestizide, der darin bestünde, Hungersnöte in der Welt zu verhindern. Nur Sir Peter Scott, ein renommierter britischer Naturwissenschaftler, widersetzte sich auf der Sitzung des höchsten Führungsgremiums des WWF der dreisten Argumentation von Shell. Er sagte, "Gier" und die "totale Missachtung der Umwelt" seien in Wahrheit die grössten Bedrohung für das Leben auf der Erde.« (S.92&93) Und weiter meint Wilfried Huismann, dass Prinz Bernhard schon lange zuvor ein Lobbyist für einen Waffenkonzern gewesen wäre. »Ein alter Freund aus der Nazi-Zeit hatte ihm den Kontakt verschafft: Dr. Max Ilgner, der einst Vorstandsmitglied der IG Farben gewesen war und nun, nach Abbüssung seiner Haftstrafe wegen Kriegsverbrechen, für den Lockheed-Konzern arbeitete. 1937 schied der Prinz aus dem Konzern aus und heiratete die niederländische Kronprinzessin Juliane. Prinz Bernhard war nicht nur ein Spion der IG Farben gewesen, sondern auch Mitglied der Reiter-SS - ein Detail seiner Biografie, das er denn Niederländern wohlweislich verschwieg.« (S.95&96) Dieses Buch lässt einen das ein oder andere Mal zweifeln an den ›guten Absichten‹ des WWF. Ich persönlich unterstütze seither lieber andere Organisationen und bin sehr skeptisch, was den WWF angeht. In einem Abschnitt auf S. 88 geht Huismann auf den Begründer des evolutionären Humanismus und ersten Generaldirektoren der UNESCO, Julian Huxley ein. Hier muss man aber ganz klar differenzieren, was Huismann nicht macht, dass der Philosoph und Biologe Julian Huxley seine früheren Ansätze der Eugenik später zutiefst bereute und mehrmals revidierte. Ist dies also nur ein Buch eines wichtigtuerischen Journalisten? So einfach ist dies nicht. Der WWF zog vor Gericht, und ausser ein paar weniger Abschnitte, konnte Huismann all seine beschriebenen Kritikpunkte so belassen, wie sie waren. Und schliesslich gibt es auch noch gewisse Mitglieder oder Ex-Mitglieder des WWF, die ihre Zeit lieber für andere Projekte opfern, als für den undurchsichtigen WWF. »Eine ehemalige Managerin des WWF, die aus moralischen Gründen ausgestiegen ist aber anonym bleiben möchte, vermutet, dass es um mehr geht, als um die gewachsene Abhängigkeit von Grossspenden: "Der WWF ist wie eine Pizzeria. Von aussen sieht alles sauber und hübsch aus. Es gibt tatsächlich Pizzen, köstlich und aus garantiert biologisch kontrolliertem Anbau. Aber in dieser Pizzeria gibt es ein Hinterzimmer, in dem die wirklich wichtigen Geschäfte Abgewickelt werden - das macht mir Angst."« (S.82) Prädikat: lesenswert!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Sehr gut gemacht
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 20.06.2012
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Wilfried Huismann hat hinter die Kulissen geblickt und eine grosse Organisation genau unter die Lupe genommen.Mit all den Fakten,die mehrfach juristisch geprüft wurden,kann sich nun jeder mündige Bürger ein eigenes Urteil bilden.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Schwarzbuch WWF

Schwarzbuch WWF

von Wilfried Huismann

(2)
Buch
29,99
+
=
Schwarzbuch Syngenta

Schwarzbuch Syngenta

Buch
25,80
+
=

für

55,79

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen