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Schwestermutter

Ich bin ein Inzestkind. Originalausg.

(13)
Sie ist fünf, als eine Nachbarin zu ihrer Mutter sagt: "Sieht doch ganz normal aus, das Kind." Sie ist zwölf, als sie versteht, dass nicht die Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, ihre Mutter ist. Sondern ihre große Schwester. Dass ihr Vater nicht im Krankenhaus ist, sondern im Gefängnis. Verurteilt wegen Kindesmissbrauchs. Das Beweismittel: sie.
Portrait
Martina Sahler, 1963 in Leverkusen geboren, studierte Germanistik und Anglistik in Köln. Sie arbeitete lange Zeit als feste und freie Lektorin für Belletristik, bevor sie sich mit großer Begeisterung der Schriftstellerei widmete. Seit 15 Jahren schreibt sie Romane für Erwachsene und Jugendliche. Mit ihrer Familie und zwei Katzen lebt sie im Bergischen Land bei Köln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 253
Erscheinungsdatum 21.09.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-61553-7
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 186/124/22 mm
Gewicht 270
Auflage 8. Auflage
Buch (Taschenbuch)
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ergreifend“

Diana Tusche, Thalia-Buchhandlung Bremen

Es ist Ulrike M. Dierkes hoch anzurechnen, dass sie so offen über ihre Herkunft und die damit verbundenen Probleme berichtet. Ich weiß nicht, ob ich so offen damit umgehen könnte, wenn mir so etwas zugestoßen wäre. Alleine der Gedanke, dass mein Vater eigentlich auch mein Opa und meine Mutter auch meine große Schwester wäre, ist unvorstellbar. Es ist Ulrike M. Dierkes hoch anzurechnen, dass sie so offen über ihre Herkunft und die damit verbundenen Probleme berichtet. Ich weiß nicht, ob ich so offen damit umgehen könnte, wenn mir so etwas zugestoßen wäre. Alleine der Gedanke, dass mein Vater eigentlich auch mein Opa und meine Mutter auch meine große Schwester wäre, ist unvorstellbar.
Um so bemerkenswerter finde ich es, dass die Autorin so auch versucht, anderen Inzestopfern zu helfen.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
9
1
2
0
1

sachlich - spannend - lehrreich
von einer Kundin/einem Kunden am 16.06.2005

Ihr Buch ist sehr sachlich, spannend und lehrreich zugleich geschrieben. Gerade junge Menschen sollten dieses Buch lesen. Es ist auch als Lehrbuchergänzung in den entsprechenden Fächern geeignet. Als ich es meinem selbst betroffenem blinden Mann vorlas, war seine erste Reaktion: Ich finde mich ja wieder. Genau so geht es... Ihr Buch ist sehr sachlich, spannend und lehrreich zugleich geschrieben. Gerade junge Menschen sollten dieses Buch lesen. Es ist auch als Lehrbuchergänzung in den entsprechenden Fächern geeignet. Als ich es meinem selbst betroffenem blinden Mann vorlas, war seine erste Reaktion: Ich finde mich ja wieder. Genau so geht es mir. Den Politikern schreibe ich ins Stammbuch: Informiert euch über die Folgen, zieht die Täter im Sinne der Opfer zur Verantwortung. Nicht jedes Opfer kann so kämpfen und Vorreiterin sein wie Frau Dierkes und mein Mann. Wenn ich Orden verteilen könnte, würden beide den höchsten erhalten.

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5 0
Fesselnd - spannend - leider wahr
von einer Kundin/einem Kunden am 15.06.2005

Fesselnd und spannend beschreibt dieses Buch das Unfassbare und die Mechanismen des Bösen. Durch Menschen, die sich bewusst für das Böse entschieden haben. Wie ein Thriller zieht das Geschehen in den Bann. Das Buch schildert nicht nur die Mechanismen einer geschlossenen Welt, sondern zeigt auf, wie so etwas Schreckliches... Fesselnd und spannend beschreibt dieses Buch das Unfassbare und die Mechanismen des Bösen. Durch Menschen, die sich bewusst für das Böse entschieden haben. Wie ein Thriller zieht das Geschehen in den Bann. Das Buch schildert nicht nur die Mechanismen einer geschlossenen Welt, sondern zeigt auf, wie so etwas Schreckliches mitten unter uns geschehen kann. Ich bewundere die Autorin für ihren Mut, ein so tabuisiertes Thema in dieser Offenheit aufzuzeigen. Möge ihre Kraft für ihr Engagement für Inzestopfer ungebrochen wirken.

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4 0
Schwieriger Inhalt gut verpackt zum Lesen...
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuenhagen am 02.01.2006

Also ich fand das Buch einfach gut. Es handelt über ein schwieriges Thema und ist dennoch leicht verständlich. Ich finde es einfach super, dass die Autorin mal aufklärt. Ihre wahren Gefühle stecken in diesem Buch. Es ist nicht so ein Klischeebuch. Nein, es steckt viel Arbeit und viel Trauer... Also ich fand das Buch einfach gut. Es handelt über ein schwieriges Thema und ist dennoch leicht verständlich. Ich finde es einfach super, dass die Autorin mal aufklärt. Ihre wahren Gefühle stecken in diesem Buch. Es ist nicht so ein Klischeebuch. Nein, es steckt viel Arbeit und viel Trauer hinter diesem Buch... Ich finde es grandios und kann es nur empfehlen. by by

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3 0
Autobiographie einer starken Frau
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 12.02.2012

1950 beginnt der Vater der Familie Jagsch die älteste Tochter, Marina, zu diesem Zeitpunkt 7-jährig, zu missbrauchen. Der Vater ist ein angesehener Künstler, nie hätte jemand gedacht, dass er sich an seinem eigenen Kind vergehen würde. Dieses Inzest-Verhältnis bleibt, vertuscht vom Vater und der Mutter, bis 1957 geheim. Denn... 1950 beginnt der Vater der Familie Jagsch die älteste Tochter, Marina, zu diesem Zeitpunkt 7-jährig, zu missbrauchen. Der Vater ist ein angesehener Künstler, nie hätte jemand gedacht, dass er sich an seinem eigenen Kind vergehen würde. Dieses Inzest-Verhältnis bleibt, vertuscht vom Vater und der Mutter, bis 1957 geheim. Denn ab diesem Zeitpunkt ist klar, die damals 13-jährige Marina ist schwanger - im 6. Monat, zu spät, um abzutreiben. Es gibt Gerede im Dorf, doch offen aussprechen tut es nur einer - anonym zeigt er das inzestuöse Verhältnis an. Marina wird daraufhin von ihrer Familie getrennt, so dass sie bis zur Geburt ihres Kindes zur Ruhe kommt. Wenige Wochen nach ihrem 14. Geburtstag wird Ulrike geboren - ein Bluttest gleich nach der Geburt zeigt an, dass der Vater von Marina auch der von Ulrike ist. Marina bleibt in der Betreuung des Jugendamtes, doch Ulrike gelangt als Pflegekind in die Familie ihrer Mutter - ihre Großmutter, oder Frau ihres Vaters, wie sie sie später nennen wird, zieht sie lieblos als eigenes Kind groß. Als Ulrike 12 Jahre alt ist, teilt ihr ihre "Mutter" schonungslos die ganze Wahrheit mit: Das sie das Kind von Marina und ihrem Vater ist und das ihr Vater dafür im Gefängnis saß. Von diesem Zeitpunkt an muss Ulrike den harten und steinigen Weg eines Inzestkindes um Anerkennung und Liebe im Leben gehen. Ein ausgesprochen erschütterndes Buch! In ihrer Autobiografie beschreibt Frau Dierkes den schwierigen Weg von einem ungewollten und ungeliebten Inzestkind zu einer starken und selbstbewussten Frau. Der Schreibstil war sehr offenherzig, temporeich und intensiv, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, ich musste einfach erfahren, wie es diese starke Frau geschafft hat, sich in eine solche zu wandeln.

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0 0
alle Achtung
von Lesemaus aus Mistelbach am 04.05.2008

Man weis zwar dass es sowas gibt, aber darüber reden tut selten wer. Alle Achtung an die Autorin, die wirklich hervorragende Arbeit leistet und auch das Buch sehr interessant geschrieben hat. Wer würde soetwas tun nach so einer Lebensgeschichte! Wirklich ergreifend.

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0 0
Unglaublich !
von einer Kundin/einem Kunden am 24.04.2007

Dieses Buch beinhaltet eine unglaubliche Geschichte. Man fragt sich wirklich wie ein Mensch mit so viel Leid umgehen und leben kann. Ich bewundere die Autorin für ihre Kraft nach all dem noch die Kraft zu haben dieses Buch zu schreiben. Ich finde es absolut lesenswert !

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0 0
Bewegend
von Sandra aus Oberkirch am 05.04.2008

Das Buch ist trotz der entsetzlichen Thematik interessant geschrieben. Man kann mit der Autorin mitfühlen. Es macht hilflos, wenn man die Geschichte liest. Trotzdem bewundere ich die Autorin, die mit ihrem Schicksal an die Öffentlichkeit gegangen ist und für die Rechte der Betroffenen kämpft.

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0 0
Schwestermutter // Ulrike M. Dierkes
von Nelly aus Hüttlingen am 16.09.2016

Selbst im 21. Jahrhundert gibt es immer noch soviele Themen in unserer Gesellschaft, über die sich keiner zu reden traut. Genau deshalb sind Bücher, die sich mit diesen Themen beschäftigen gerade so wertvoll. Das Nonplusultra ist dann nur noch der Erfahrungsbericht einer betroffenen Person. Ulrike M. Dierkes hat ihre... Selbst im 21. Jahrhundert gibt es immer noch soviele Themen in unserer Gesellschaft, über die sich keiner zu reden traut. Genau deshalb sind Bücher, die sich mit diesen Themen beschäftigen gerade so wertvoll. Das Nonplusultra ist dann nur noch der Erfahrungsbericht einer betroffenen Person. Ulrike M. Dierkes hat ihre Erfahrungen mit Kindesmissbrauch aufgeschrieben und eröffnet dem Leser den Blick auf eine Welt, die viel zu sehr im Dunklen liegt. Sie wurde nicht Opfer eines Kindesmissbrauchs in dem Sinne, in dem man vielleicht denken mag. Sie ist das Ergebnis eines Inzest ? ein Inzestkind. Die Autorin spricht ein glaublich schwieriges Thema an. Und sie spricht es nicht nur an. Sie kann aus ganz eigenen Erfahrungen erzählen, denn ihre Mutter ist gleichzeitig auch ihre Schwester, der Vater zugleich der Großvater. Über Jahre hinweg hat der Vater seine eigene Toche misshandelt. Die Mutter, die Geschwister und das restliche Dorf verschließen ihre Augen vor den Gräueltaten, die da hinter verschlossenen Türen vor sich gehen. Kaum geschlechtsreif ist das junge Mädchen schwanger. Was man da zu lesen bekommt, ist schon allein aus der Natur der Sache heraus nicht unbedingt leichte Kost. Doch gerade im ersten Drittel des Buches liest man immer wieder von Gegebenheiten, bei denen man nur ungläubig den Kopf schütteln kann. Nicht nur, dass es wohl möglich ist, einen offensichtlichen Kindesmissbrauch zu vertuschen. Als der Missbrauch schließlich doch ans Licht kommt und der Vater für kurze Zeit ins Gefängnis wandert, wird nicht nur das missbrauchte Mädchen zurück zu ihrer Mutter geschickt. Auch das Inzestkind soll dort aufwachsen. Ulrike M. Dierkes erzählt auf sehr nüchterne Weise von ihrem Lebensweg. Sie berichtet aus ihrer Kindheit, von ihren Schwierigkeiten und Problemen. Doch sie klagt auch an. Sie klagt ihre Großmutter an, die Polizei, die Nachbarschaft, das Jugendamt? einfach jeden. Allerdings wurde der Vater von allen geschützt. Seine Frau hat nicht nur die Augen verschlossen, sondern auch für ihn bei der Polizei falsch ausgesagt. Selbst Marina, das missbrauchte Mädchen, deckte ihn. Die Behörden hatten überhaupt keine Handhabe, um den Mann festzusetzen. Zu Beginn war das Buch wirklich noch fesselnd. Doch je weiter es fortschritt, desto überflächlicher und lascher wurde es. Die Autorin entfernt sich immer weiter vom eigentlichen Thema und es ging immer mehr um den Lebensweg, ohne dass dieser noch einen Bezug zum Inzest aufweist. Was das Mobbing am Arbeitsplatz (wobei keiner von der Geschichte wusste) sollte, das sich über Seiten hinzieht, wurde nicht so ganz klar. Die Storyline zerfällt immer weiter. Die Story wirft mit Fakten und Urteilen um sich, ohne diese zu belegen oder auch nur zu erklären. Erst wird der Vater geliebt, dann plötzlich ist er der Böse. Woher dieses plötzliche Umdenken kam? Da kann man wohl nur spekulieren. Auch die Beziehung zur Großmutter hüpft so fröhlich von einem Extrem ins andere. Ob ihr Schicksal die Autorin etwas hart gemacht hat, oder ob dies in ihrem Charakter begründet liegt, kann ich nicht sagen. Fakt ist aber, dass sie gerade zum Schluss hin sehr kalt und berechnend rüberkam. Bestimmt soll ihr nicht abgesprochen werden, wie tragisch und traumatisch das Schicksal zu ihr und der Familie gewesen ist. Doch gefordert wird immer nur Verständnis für die Autorin. Sie ist nicht bereit, ebenfalls solches anderen Menschen entgegenzubringen. Das, gepaart mit dem unglücklichen Verlauf, kann einem wirklich die Lust verderben, das Buch nochmal zur Hand zu nehmen. Ulrike M. Dierkes hat vor allem das Anliegen, Inzestkinder unter die Arme zu greifen und ihre Situation in dieser Gesellschaft zu verbessern. Ihre Motivation ist daher durchaus ehrenwert. Allerdings verliert sich die Erzählung ab ungefähr der Hälfte in einer Selbstdarstellung, die nur noch wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Die Autorin trifft Urteile und Aussagen, ohne diese zu begründen oder für den Leser nachvollziehbar darzustellen. Das führte dazu, dass das Buch einfach nur noch langweilig wird, was bei einem Schicksalsbericht doch ungewöhnlich ist. Muss man nicht unbedingt gelesen haben, selbst wenn man sich für das Thema interessiert.

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Ehrlich und atemberaubend
von Katha am 27.04.2016

Ulrike M. Dierkes beweist mit diesem Buch, dass aus ihr eine wunderbare, starke und unabhängige Frau geworden ist; trotz des Inzestumstands und ihrem Status als "Produkt einer Blutschande". Ich finde es unglaublich, dass der Vater eine so geringe Haftstrafe bekommen hat und einfach so ins Haus, wo seine Tochter,... Ulrike M. Dierkes beweist mit diesem Buch, dass aus ihr eine wunderbare, starke und unabhängige Frau geworden ist; trotz des Inzestumstands und ihrem Status als "Produkt einer Blutschande". Ich finde es unglaublich, dass der Vater eine so geringe Haftstrafe bekommen hat und einfach so ins Haus, wo seine Tochter, die er jahrelang missbraucht hat, Ulrikes Mutter, wohnt, zurückkehren darf. Es ist sehr zu hoffen, dass die Haftstrafen für Missbrauch, Vergewaltigung und Inzest in der Zwischenzeit erheblich erhöht wurden... Auch wenn man sich noch nicht sehr viel mit dieser Thematik beschäftigt hat (und auch, wenn man sich schon in diese Thematik eingelesen hat), lautet mein Urteil: sehr empfehlenswert!

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Eine unglaubliche Geschichte
von Schnäuzchen81 aus Leipzig am 02.03.2009

Sie ist fünf, als eine Nachbarin zu ihrer Mutter sagt: "Sieht doch ganz normal aus, das Kind." Sie ist zwölf, als sie versteht, dass nicht die Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, ihre Mutter ist, sondern ihre große Schwester. Dass ihr Vater nicht im Krankenhaus ist, sondern... Sie ist fünf, als eine Nachbarin zu ihrer Mutter sagt: "Sieht doch ganz normal aus, das Kind." Sie ist zwölf, als sie versteht, dass nicht die Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, ihre Mutter ist, sondern ihre große Schwester. Dass ihr Vater nicht im Krankenhaus ist, sondern im Gefängnis. Verurteilt wegen Kindesmissbrauchs. Das Beweismittel: sie. Dieses Buch beschreibt wie schwer es für ein Inzestkind ist sich im Leben zurecht zufinden und sich immer wieder beweisen zu müssen.

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0 1
Dachte ja nicht unbedingt, dass es sowas gibt...
von Silke aus Erfurt am 30.03.2007

Inzenstgeschichten gibt es ja immer mal wieder und sie sind jede für sich ein schlimmes Schiksal. Das steht echt außer Frage!!!!!! Aber wenn dann noch Kinder daraus entstehen, ist das ... ich weiß nicht finde kein Wort dafür. Für die Mißbrauchte ist das ja schon super schlimm, aber wenn... Inzenstgeschichten gibt es ja immer mal wieder und sie sind jede für sich ein schlimmes Schiksal. Das steht echt außer Frage!!!!!! Aber wenn dann noch Kinder daraus entstehen, ist das ... ich weiß nicht finde kein Wort dafür. Für die Mißbrauchte ist das ja schon super schlimm, aber wenn man dann noch erfährt dass man Wirklichkeit das seiner Schwester ist.... Sorry Leute, aber ich glaube wenn ihr das Buch lest dann wisst ihr warum mir einfach kein treffendes Wort einfällt...

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Zivilcourage ist gefragt
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 13.06.2005

Marina, ein siebenjähriges Mädchen in einem westfälischen Dorf wird von ihrem Vater missbraucht; mit 13 wird sie schwanger, mit knapp 14 kommt Ulrike zur Welt. Deren leibliche Mutter ist ihre älteste Schwester. Ein langer Leidensweg beginnt. Ulrike erfährt ihre Herkunft nur scheibchenweise. Ihre familiäre, dörfliche und "christliche" Umgebung ist... Marina, ein siebenjähriges Mädchen in einem westfälischen Dorf wird von ihrem Vater missbraucht; mit 13 wird sie schwanger, mit knapp 14 kommt Ulrike zur Welt. Deren leibliche Mutter ist ihre älteste Schwester. Ein langer Leidensweg beginnt. Ulrike erfährt ihre Herkunft nur scheibchenweise. Ihre familiäre, dörfliche und "christliche" Umgebung ist völlig verschwiegen, es wird allenfalls getratscht. Ulrike wird ein Leben lang hin- und hergeschoben, kann keine soziale Bindungen aufbauen. Sie lernt weder Eltern- noch Mutterliebe kennen. Verständlich, dass Ulrike traumatisch vernarbt. In "Schwestermutter" stellt sich vor allem die Mutter auf die Seite ihres Mannes, statt die Kinder zu schützen. Nach einer anonymen Anzeige reagieren die Behörden vorbildlich. Allerdings wird der Vater nicht wirksam bestraft, nach wenigen Monaten nimmt er sein Treiben wieder auf. Leider sind alle Familienmitglieder biegsam bis unterwürfig, keines erhebt Einspruch. Selbst Ulrike deckt ihren Vater ein Leben lang. Es ist schwer zu sehen, wo die weitere Umgebung oder eine Behörde ansetzen soll, wenn die Familie – aus welchen Gründen auch immer – den Täter deckt und ihm anhängt. Der Bericht "Schwestermutter" zeigt die fatalen Verhaltensmuster, die Kinderschändern ihre Tun erleichtern, auf. Dass es sehr wohl mitten uns vorkommt, sollte beachtet werden. Schwieriger scheinen mir geeignete Gegenmittel, wenn selbst innerhalb der betroffenen Familien Stillschweigen vorherrscht. Zivilcourage steht in unserer Gesellschaft nicht in hohem Ansehen, wird oft bestraft. Da die Autorin Journalistin und Schriftstellerin ist, war mir unklar, worin die Mitarbeit von Martina Sahler besteht. Stilistisch ist der Bericht Schwestermutter recht eintönig, selten fesselnd. Insgesamt: leicht lesbar und lesenswert; eigentlich 3 und ein halber Stern (geht aber nicht). Es wird klarer, wie Familien durch Sex mit Kindern, Drohung, Gewalt und Unterdrückung zerstört werden.

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