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Schwimmen mit Elefanten

Roman

(3)
Der Poet unterm Schachbrett
Ein Elefant, der auf dem Dach eines Kaufhauses lebt, weil er nicht mehr in den Aufzug passt. Und ein Junge, der daraufhin beschließt, nicht mehr zu wachsen, sondern sich stattdessen von einem alten Mann in die Kunst des Schachspielens einweisen zu lassen.
In einem ausrangierten Bus wird ein kleiner Junge von einem alten Mann in die Geheimnisse des Schachspiels eingeweiht. Er ist außergewöhnlich talentiert und spielt am besten, wenn er unter dem Schachtisch sitzt – ohne seinem Gegner in die Augen zu sehen. Nur so kann er in Gedanken bei dem Elefanten sein, mit dem er befreundet ist. Deswegen wird ihm jedoch der Beitritt in den örtlichen Schachklub
verwehrt. Er darf allein einen Schachautomaten bedienen. Im Inneren des Automaten, eingezwängt zwischen Hebeln und Knöpfen, treibt der Junge seine Kunst zur Vollendung. Doch dann kommt es zu einem verhängnisvollen Zwischenfall.
»Eine fantastische Reise in eine fremde Welt, berührend und mitreißend zugleich!« Elle
„Ein kleines Wunder.“ Brigitte
Portrait
Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane "Das Geheimnis der Eulerschen Formel", "Das Museum der Stille" und "Schwimmen mit Elefanten" lieferbar.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 318
Erscheinungsdatum 05.12.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3080-9
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 190/116/27 mm
Gewicht 267
Originaltitel Neko wo Daite Zô to Oyogu
Auflage 2. Auflage
Buch (Taschenbuch)
9,99
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Erkunden Sie mit einem kleinen Jungen und seinen etwas seltsamen Freunden den unendlich weiten Ozean des Schachspiels. Einfach eintauchen und genießen!

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Schach - das Eintauchen in den Ozean
von Xirxe aus Hannover am 30.03.2015

Ein kleiner Junge, geboren mit zusammengewachsenen Lippen und entstellt durch eine verpfuschte Operation, entdeckt (indirekt durch einen Toten) seine Liebe zum Schachspiel. Ein ehemaliger Busfahrer, der jetzt als Hausmeister im Wohnheim seiner früheren Kollegen arbeitet und nun in einem ausrangierten Bus lebt, lehrt dem Kleinen die Regeln, aber auch... Ein kleiner Junge, geboren mit zusammengewachsenen Lippen und entstellt durch eine verpfuschte Operation, entdeckt (indirekt durch einen Toten) seine Liebe zum Schachspiel. Ein ehemaliger Busfahrer, der jetzt als Hausmeister im Wohnheim seiner früheren Kollegen arbeitet und nun in einem ausrangierten Bus lebt, lehrt dem Kleinen die Regeln, aber auch den tieferen Sinn für das Spiel. Dieser taucht völlig darin ein, in 'Ein Meer, in dem Elefanten baden.', zumal er dort einen der wenigen Freunde wiederfindet, die er hat: Es ist Indira, ein verstorbener, früher auf dem Dach eines Kaufhauses lebender Elefant, den er in seinen Läufern wiederentdeckt (statt des Läufers gab es ursprünglich eine Figur 'fil' bzw. 'alfil', was Elefant bedeutet. Im Russischen heisst der Läufer noch immer Elefant.) Durch die Vermittlung seines Lehrers erhält er die Möglichkeit, in einem mysteriösen Schachclub zu spielen, jedoch nicht wie üblich an einem Tisch sondern unerkannt in einem Schachautomaten, was dem kleinen Jungen sehr entgegenkommt. Denn seine Fähigkeiten entfaltet er am besten, wenn er unter dem Tisch sitzt und das Spiel von unten betrachtet. Sein Können spricht sich herum und so erhält der Schachautomat schon bald den Namen 'Kleiner Aljechin' nach einem berühmten Schachweltmeister. Es ist eine Geschichte, die zu Beginn trotz ihres poetischen Stils recht realistisch anmutet. Doch je weiter sie fortschreitet, umso unerklärlicher und seltsamer wirkt das Geschehen. Für den Jungen, der beschließt nicht mehr zu wachsen ('Größerwerden ist eine Katastrophe'), ist Schach nicht nur ein Zeitvertreib, sondern das Leben, einfach alles. Mir schien es immer mehr wie eine Art des Zen: Der Junge als Zen-Schüler, der durch seinen Meister an die Praxis herangeführt wurde und diese immer weiter verbessert hat (lt. Wiki: 'Ein anderer, ebenso wichtiger Teil der Zen-Praxis besteht aus der Konzentration auf den Alltag. Dies bedeutet einfach nur, dass man sich auf die Aktivität, die man gerade in diesem Augenblick ausübt, vollkommen konzentriert, ohne dabei irgendwelchen Gedanken nachzugehen.'...'Den Schülern wird die Bereitschaft zur Aufgabe ihres selbstbezogenen Denkens und letztlich des Selbst abverlangt.'), bis am Ende die Erleuchtung steht. Lt. Wiki '...ein oft plötzlich eintretendes Erleben universeller Einheit, d. h. die Aufhebung des Subjekt-Objekt-Gegensatzes...'. Ob dies nun stimmen mag oder nicht, in jedem Fall ist es eine schöne, poetische und etwas märchenhafte Geschichte, deren eigentliche Bedeutung sich ohne Hinweise wohl nie erschließen wird. Aber muss man immer alles verstehen ;-) ?

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Märchenhaft eintauchen in die Welt des Schachspiels
von vielleser18 aus Hessen am 03.01.2015

Ein kleiner Junge, der von Geburt an mit einem großen Makel behaftet ist, wächst mit seinem Bruder bei den Großeltern auf. Der Junge, der nie mit seinem richtigen Namen erwähnt wird, erlernt durch Zufall das Schachspielen. Groß werden - und vor allem dick werden - das wird ihm bald... Ein kleiner Junge, der von Geburt an mit einem großen Makel behaftet ist, wächst mit seinem Bruder bei den Großeltern auf. Der Junge, der nie mit seinem richtigen Namen erwähnt wird, erlernt durch Zufall das Schachspielen. Groß werden - und vor allem dick werden - das wird ihm bald klar, kann zum folgenschweren Verhängnis werden, also beschließt er mit 11 Jahren nicht mehr zu wachsen. Sein Schachspiel ist meisterhaft, er lebt mit und in der Welt des Schachs. Schachspielen ist für ihn wie eine Symphonie. Doch er möchte nicht berühmt werden, seine Art des Spielens ist spektakulär anders, denn er braucht die Abgeschiedenheit um sich ganz auf das Spiel einlassen zu können. Was unter dem Tisch seines (Lehr-)Meisters begann, setzt sich in einem Schachautomaten fort. In dessen "Eingeweide" kriecht der Junge um als "Kleiner Aljechin" unerkannt und anonym mit seinen Gegnern Schach zu spielen..... Dies war meine erste Geschichte von Yoko Ogawa. Die "Eulersche Formel" hat mich schon immer angezogen, aber bisher konnte ich sie noch nicht lesen. Ogawa erzählt die Geschichte aus der Retroperspektive. Als Erzählerin tut sie das fast märchenhaft. Ihr Erzählstil ist weich und melodiös und sie spinnt die Fäden der Geschichte zu einer außergewöhnlichen Erzählung. Darin spielt natürlich das Schachspielen eine große Rolle. Schach - das ist die Welt des Jungen. Auch wenn ich nur rudimentär Schach spiele, konnte ich den Ausführungen der Autorin folgen. Die Geschichte ist nicht seicht, viele verschiedene unglaubliche traurige Begebenheiten bestimmen das Leben des Jungen. Das Buch ist nicht heiter, aber dennoch gelingt es der Autorin das stille, zufriedene Leben des Jungen und seine Begeisterung für das Schachspiel in den Vordergrund zu setzen. Der besondere Erzählstil der Autorin hat es mir angetan. Die "Eulersche Formel" muss ich nun wirklich bald lesen.

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3,5 Sterne - sehr ruhig und unaufgeregt
von Vanessas Bücherecke am 30.12.2014

Inhalt: Der Poet unterm Schachbrett Ein Elefant, der auf dem Dach eines Kaufhauses lebt, weil er nicht mehr in den Aufzug passt. Und ein Junge, der daraufhin beschließt, nicht mehr zu wachsen, sondern sich stattdessen von einem alten Mann in die Kunst des Schachspielens einweisen zu lassen. In einem ausrangierten... Inhalt: Der Poet unterm Schachbrett Ein Elefant, der auf dem Dach eines Kaufhauses lebt, weil er nicht mehr in den Aufzug passt. Und ein Junge, der daraufhin beschließt, nicht mehr zu wachsen, sondern sich stattdessen von einem alten Mann in die Kunst des Schachspielens einweisen zu lassen. In einem ausrangierten Bus wird ein kleiner Junge von einem alten Mann in die Geheimnisse des Schachspiels eingeweiht. Er ist außergewöhnlich talentiert und spielt am besten, wenn er unter dem Schachtisch sitzt ? ohne seinem Gegner in die Augen zu sehen. Nur so kann er in Gedanken bei dem Elefanten sein, mit dem er befreundet ist. Deswegen wird ihm jedoch der Beitritt in den örtlichen Schachklub verwehrt. Er darf allein einen Schachautomaten bedienen. Im Inneren des Automaten, eingezwängt zwischen Hebeln und Knöpfen, treibt der Junge seine Kunst zur Vollendung. Doch dann kommt es zu einem verhängnisvollen Zwischenfall. Meinung: Das Buch beginnt mit leisen Tönen und erzählt die Geschichte des Jungen, der hier ohne Namen bleibt. Überhaupt gibt es für die ganzen Charaktere keine richtigen Namen, nur Bezeichnunge wie z. b. der kleine Bruder, die Großmutter, der Busfahrer, etc. Dadurch schafft die Autorin eine größere Distanz zu ihren Figuren. Mit vielen Metaphern und Beschreibungen führt uns die Autorin in die Welt des Jungen, erzählt seine fantastische Geschichte und lässt uns an seinen Gefühlen und Gedanken teilhaben. Geschrieben ist das Buch aus der dritten Person mit Sicht auf den Jungen. So interessant die Inhaltsangabe klingt, so leise und unaufgeregt bleibt die Geschichte. Der Schreibstil ist zwar sehr flüssig und lässt sich schön lesen, leider wiederholt sich die Autorin hier immer wieder gerne. Auch erklärt sie dem Leser so manche Metapher und Versinnbildlichung und nimmt einem so die Freude an der eigenen Interpretation. Das fand ich sehr schade, denn eigentlich sind hier sehr viele schöne Gedanken zu finden. Manche Vergleiche in diesem Buch konnte ich aber nicht nachvollziehen, vor allem, was Schach mit dem Meer zu tun hat. Vielleicht weiß es ja jemand von Euch? Dann klärt mich mal auf :-) Schwerpunkt in diesem Buch bildet das Schachspiel. Ich selber spiele zwar kein Schach, kenne aber die Grundlagen und Regeln. Jemand ohne diese Kenntnis kann hier Schwierigkeiten haben, dem Verlauf der Spiele zu folgen. Schachspieler und -profis aber könnten hier bestimmt ihre Freude dran finden, wie die Schachpartien dargestellt werden. Die Charaktere waren für mich teilweise recht schwierig. Die Eigenheiten des Jungen und seine Motivationen wurden recht gut aufgebaut, dafür hapert es aber bei anderen Personen und deren Handlungen. Die Geschichte ist schön und logisch aufgebaut und findet einen für das Buch sehr angemessenes Ende. Fazit: Vielleicht fehlen mir hier detaillierte Kenntnisse über die japanische Kultur, um alle Bezüge und Personen zu verstehen, aber so 100%ig konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Mir war es insgesamt zu ruhig und spannungsarm, trotz der schönen Bildsprache der Autorin. Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten.

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Wunderbar!
von einer Kundin/einem Kunden aus Friedberg am 20.09.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wieder eine typische Ogawa. Eine wunderliche Geschichte über einen Jungen, der das Schachspielen lernt und so seine Bestimmung und dadurch die Freundschaft seines Lebens findet. Natürlich gibt es wieder den typischen Schuss Surrealismus, der über der Geschichte schwebt. Wunderbar erzählt und ein Ende, das einem gar Tränen in die... Wieder eine typische Ogawa. Eine wunderliche Geschichte über einen Jungen, der das Schachspielen lernt und so seine Bestimmung und dadurch die Freundschaft seines Lebens findet. Natürlich gibt es wieder den typischen Schuss Surrealismus, der über der Geschichte schwebt. Wunderbar erzählt und ein Ende, das einem gar Tränen in die Augen zaubert. Und ganz nebenbei bekommt man unglaublich Lust Schach zu spielen!

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Auf dem Ozean des Schachs
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 24.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

»Der dicke Mann besaß weder einen Meistertitel, der ihm von der Schachvereinigung verliehen worden war, noch nahm er an internationalen Turnieren teil. Er spielte einfach nur gerne Schach. Aber er hatte intuitiv die Bedeutung des Spiels erfasst. Für ihn ging es nie darum, den König des Gegners in die... »Der dicke Mann besaß weder einen Meistertitel, der ihm von der Schachvereinigung verliehen worden war, noch nahm er an internationalen Turnieren teil. Er spielte einfach nur gerne Schach. Aber er hatte intuitiv die Bedeutung des Spiels erfasst. Für ihn ging es nie darum, den König des Gegners in die Enge zu treiben, sondern die Schönheit des Spiels zu genießen. Denn die Gabe, in einzelnen Schachzügen die Klangfarbe einer Violine zu erkennen oder das Spektrum des Regenbogens oder eine Philosophie, die kein noch so genialer Kopf mit Worten beschreiben kann, ist etwas anderes, als bloß eine Partie zu gewinnen.« Diese sehr poetische Geschichte schildert das Leben eines zu Beginn der Handlung 7 Jahre alten Jungen, der in armen Verhältnissen bei den Großeltern aufwächst. Der Junge ist ein einsames Kind, ein Außenseiter, der sich - hochsensibel und mit einer großen Phantasie ausgestattet - regelmäßig in eine Traumwelt zurückzieht, zu der auch eine imaginäre Freundin (»Niemand konnte so gut erklären wie sie.«) und ein zeitlebens gefangener Elefant gehören. In einem alten Eisenbahnwaggon lehrt ihn ein "dicker Mann" das Schachspielen und damit verbunden eine ganz besondere Lebensphilosophie - beides wird von nun an im Zentrum seines Lebens stehen und ihm den Namen "Der kleine Aljechin" (nach dem Schachweltmeister) einbringen. Puh, was für ein trauriges Buch! Leise und unaufgeregt erzählt die Autorin eine Geschichte, die mir manches Mal die Kehle zuschnürte. Was ich bewundert habe, war die wunderbare Sprache und die Art, das Leben als großes Schachspiel darzustellen und alle möglichen Geschehnisse wie Schachzüge zu beschreiben. Wie ein Schachspiel zur Lebensphilosophie werden kann, konnte ich mir zuvor nicht vorstellen, sollte man am besten selber lesen. Ich glaube aber, dass es für das Leseverständnis gut ist, wenn man zumindest die Grundbegriffe des Spiels kennt - es könnte doch an der ein oder anderen Stelle sonst vielleicht ein wenig zu abstrakt werden. Ohnehin ist es nicht einfach (jedenfalls empfand ich es so), sich in das geduldige Ertragen seines Schicksals, wie es der Junge lebt, einzufühlen. Ich hätte ihn gerne manches Mal geschüttelt und gerufen: "Steh auf! Du bist so ein intelligentes Kerlchen! Versuch doch, aus deinem Leben etwas zu machen!" Aber seine Psyche ist eine recht komplizierte. In den Grenzen, die ihm das Leben gesetzt hat, fühlt er sich gefangen. Andererseits gibt ihm dieses Gefangensein ein Gefühl der Sicherheit, da ihm in Ermangelung von Alternativen nichts anderes übrig bleibt, als sich in das hineinzufinden, was das Schicksal scheinbar für ihn vorgesehen hat. Und so traurig mir die Geschichte auch vorkommt, der Junge selbst (ja, er bleibt bis zum Ende namenlos) ist zufrieden, wenn er in den Ozean des Schachs eintauchen kann und bleibt sich und seinen Werten treu. Am Ende behält man ihn als guten Menschen in Erinnerung, während bei diversen Personen, die seinen Weg im Laufe seines Lebens kreuzten, ganz deutlich wird, wie sie seine Duldsamkeit ausnutzen und sich durch ihn bereichern. Fazit: Ganz klar ein besonderes Buch. Interessante Thematik, sehr poetisch aber auch tieftraurig. »Aber der Mann führte den Jungen auf den Ozean des Schachs hinaus, wo er ihn lehrte, nur sich selbst zu vertrauen und eigene Spuren zu hinterlassen, ohne dabei vor Abgründen und gefährlichen Strömungen zurückzuweichen.«

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