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Selbstbestimmung bei Menschen mit geistiger Behinderung?

Studie zur Theorie und Praxis der Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger Behinderung im Wohnheim

Viele Diskussionen kursieren um das Thema Selbstbestimmung. Unsere Selbstbestimmung wird sowohl durch Gesetze als auch durch Regeln und Verbote eingeschränkt. Niemand kann alles tun, wonach ihm beliebt. Doch kann wohl fast jeder erwachsene Mensch, der in seinen eigenen vier Wänden wohnt, selbst entscheiden, zu welchem Zeitpunkt er ins Bett geht, welches Bild an seiner Wand hängt und auch welche Marmelade er morgens auf sein Brötchen schmiert! Dies sind für uns selbstverständliche Tatsachen.
Wies sieht es aber bei erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung aus, die in einem Wohnheim leben? Oft werden Menschen mit geistiger Behinderung ab einem bestimmten Alter von ihren Eltern in ein entsprechendes Wohnheim gebracht - meistens mit der Hoffnung verbunden: Mein Kind wird selbstständiger und kann somit selbst bestimmter leben. Ist das so? Viele haben wohl schon von Personalknappheit und Sätzen wie "Die werden da behandelt wie Kleinkinder!" gehört.
Ziel der Studie soll es sein, herauszufinden, inwieweit solche Bedingungen der Wahrheit entsprechen und ob sich diese negativ auf die Selbstbestimmung der Bewohner auswirken.
Zunächst soll das nötige Wissen über Menschen mit geistiger Behinderung vermittelt werden: Wie entwickelte sich die Bezeichnung "geistige Behinderung", wie wird diese festgestellt und welche Auswirkungen haben die medizinischen Faktoren auf juristischer Ebene? Auch ist es wichtig zu wissen, welche Bedeutung "Selbstbestimmung" hat, wie der Begriff entstanden ist und sich bis heute - auch in der Geistigbehindertenpädagogik - durchgesetzt hat. Nach theoretischen Einführungen - u.a. auch zum Thema "Wohnen" - geht das Werk in eine Datenerhebung in zwei Wohnheimen des Internationalen Bundes über. In beiden Wohnheimen für Menschen mit geistiger Behinderung werden Bewohner und zum Teil auch Betreuer zum Thema "Selbst bestimmt leben" befragt. Durch die Interviews mit den Bewohnern soll herausgefunden werden, inwieweit die Bewohner zufrieden sind und wo die Grenzen ihrer Selbstbestimmung liegen - auch bei Dingen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Letztendlich werden die Ergebnisse aus der Studie mit dem zuvor theoretisch dargestellten Soll-Zustand eines selbst bestimmten Lebens verglichen. Des weiteren werden am Ende die Bedingungen und Recherchenergebnisse der beiden vorgestellten Wohnheime gegenübergestellt.
Die Studie ermöglicht einen realen Einblick in das Leben von Menschen mit geistiger Behindeurng.
Portrait
Jasmin Gutenberger, Diplom-Pädagogin, wurde 1985 in Hattingen, Nordrheinwestfalen, geboren. Nach dem Abitur im Jahr 2005 studierte sie Erziehungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Das Studium absolvierte sie 2010 erfolgreich mit Diplom.
Sowohl vor als auch während des Studiums engagierte sich die Autorin in verschiedenen sozialen Einrichtungen. Während des Hauptstudiums entwickelte sie ein besonderes Interesse für die Geistigbehindertenpädagogik und sammelte parallel zu ihrem Studium praktische Erfahrungen in diesem Bereich. Im Laufe ihrer zunehmenden Praxiskenntnisse kristallisierte sich für die Autorin die Fragestellung des Buches heraus, welcher sie in vorliegender Studie durch theoretisches Wissen und einer praktischen Erhebung nachgeht.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 325
Erscheinungsdatum Dezember 2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8428-5131-3
Verlag Diplomica Verlag
Maße (L/B/H) 269/191/25 mm
Gewicht 795
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
58,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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