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Selbstmord

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Es gibt Bücher, die sind von den Umständen ihrer Entstehung so sehr geprägt, dass man sie, sobald man diese Umstände kennt, mit anderen Augen betrachtet und nie mehr unbefangen lesen kann. Das Manuskript von ›Selbstmord‹ hat Édouard Levé im Oktober 2007 an seinen Verleger geschickt, der ihn kurz darauf zurückrief, seine Begeisterung mitteilte, und ein Treffen mit ihm ausmachte, um über den Text zu sprechen. Zu diesem Treffen kam es nie: Édouard Levé, zu diesem Zeitpunkt 42 Jahre alt, erhängte sich nur wenige Tage nach dem Telefonat und noch vor dem verabredeten Treffen in seiner Pariser Wohnung. ›Selbstmord‹ ist sein Vermächtnis, es ist eine Ansprache an ein Gegenüber, das Selbstmord verübt hat, es ist die Rekonstruktion, das Wiederaufrufen einer scheiternden Biografie. Derjenige, der sich selbst tötet, hinterlässt den Hinterbliebenen offene, unbeantwortbare Fragen. Er lässt sie mit diesen alleine. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Autors gewinnt dieser zarte, kluge, suchende Text eine schockierende Dringlichkeit, die aufwühlt und bewegt, bestürzt und berührt.
Portrait
Édouard Levé (1965 - 2007) war ein französischer Schriftsteller, Künstler und Fotograf. Er veröffentlichte zahlreiche Fotobände sowie vier Prosabände.
Claudia Hamm, geboren 1969, ist Theaterregisseurin, Autorin und Übersetzerin. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 110
Erscheinungsdatum 05.08.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-88221-591-5
Verlag Matthes & Seitz
Maße (L/B/H) 205/123/17 mm
Gewicht 215
Originaltitel Suicide
Verkaufsrang 26.309
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„Funktionieren oder verschwinden“

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Ein strahlend schöner Samstag im August. Ein junger Mann, Mitte zwanzig, ist mit seiner Frau auf dem Weg zu einem Tennismatch. Er gibt vor seinen Tennisschläger vergessen zu haben, kehrt allein zum Haus zurück, steigt in den Keller und erschießt sich. Kopfschuss, mit einem sorgfältig dafür präparierten Gewehr. Einen Abschiedsbrief hinterlässt Ein strahlend schöner Samstag im August. Ein junger Mann, Mitte zwanzig, ist mit seiner Frau auf dem Weg zu einem Tennismatch. Er gibt vor seinen Tennisschläger vergessen zu haben, kehrt allein zum Haus zurück, steigt in den Keller und erschießt sich. Kopfschuss, mit einem sorgfältig dafür präparierten Gewehr. Einen Abschiedsbrief hinterlässt er nicht.

Aus der Perspektive eines Freundes erzählt Édouard Levé die Geschichte eines Selbstmörders. Liebevoll, fast zärtlich geschilderte Erinnerungen. Wie ein sorgfältig verlesenes Album künstlerischer Schwarz/Weiß-Aufnahmen, in seiner Chronologie willkürlich. Schnappschüsse eines Lebens.
Ein junger, starker, gesunder Mann. Der Familie hatte, eine Frau, Freunde, ein Haus, auch Geld.
Rückblickend wird immer klarer, dass der Moment des Schusses nur ein Punkt auf einem Zeitstrahl war. Eine Selbsttötung in Zeitlupe. Immer wieder Phasen schlechter seelischer Verfassung. Schweigen, Zweifel, Niedergeschlagenheit. Sein abwesender, trauriger Blick.
Erklärungen und Antworten auf das Warum?-Warum?-Warum? gibt Levé nicht. Vielmehr stellt sich in SELBSTMORD eine Frage: Was wissen wir schon von der Hölle des Anderen?
Nach Vollendung des Buches hat sich Édouard Levé erhängt.

Ein ergreifendes beeindruckendes Buch!

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