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Sie ging nie zurück Die Geschichte eines Familiendramas

(1)
Die wahre Geschichte der Familie von Emma Brockes
Ihr Leben lang hat Emmas Mutter Paula von ihrer Kindheit und Jugend in Südafrika geschwiegen. Kurz vor ihrem Tod erzählt sie Emma zum ersten Mal davon. Sie war eines von acht Kindern eines gewalttätigen Vaters, der seinen Kindern Schreckliches antat. Nach dem Tod ihrer Mutter will Emma Licht in die Familiengeschichte bringen. Sie reist nach Johannesburg, verabredet sich mit Verwandten, versucht sie zum Reden zu bringen, studiert Gerichtsakten. Was sie dabei erfährt, ist schier unglaublich …
Rezension
»Schnörkellos und spannend geschrieben lässt das Buch ›Sie ging nie zurück – Die Geschichte eines Familiendramas‹ den Leser nicht los.«
Berit Hempel, WDR 5, Bücher 06.09.2014
Portrait
Emma Brockes schreibt für den 'Guardian', die 'New York Times', 'Vogue', 'Harper's Bazaar' u.a. Sie wurde mit mehreren journalistischen Preisen ausgezeichnet und lebt in New York.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 352, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.05.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783423422727
Verlag dtv
Verkaufsrang 10.041
eBook (ePUB)
7,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Zurück nach Südafrika“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Emma Brockes beschreibt die wahre Geschichte ihrer Mutter Paulina, genannt Paula, die Anfang zwanzig von Südafrika nach England ausgewandert ist, um ihr bisheriges Leben zurückzulassen. Paula, wie sie sich in England genannt hat, hat ihre Mutter Sarah schon ganz früh durch Tuberkolose verloren. Die zwei Jahre alte Pauline lebte ab sofort Emma Brockes beschreibt die wahre Geschichte ihrer Mutter Paulina, genannt Paula, die Anfang zwanzig von Südafrika nach England ausgewandert ist, um ihr bisheriges Leben zurückzulassen. Paula, wie sie sich in England genannt hat, hat ihre Mutter Sarah schon ganz früh durch Tuberkolose verloren. Die zwei Jahre alte Pauline lebte ab sofort bei ihren Vater Jimmy, von dem niemand in Sarahs Familie wußte, dass er ein freigelassener Mörder war, sonst hätten die Geschwister Sarahs sich um die zweijährige Pauline angenommen. Jimmy heiratete bald wieder und Pauline bekam sieben Halbgeschwister, um die sie sich als Älteste liebevoll kümmerte. Doch nach einer mißlungenen Gerichtsverhandlung gegen den Vater wegen Mißbrauchs und Gewalt, verlässt Pauline Südafrika und kehrt nie mehr zurück. Emma Brockes erfährt die Einzelheiten der Geschichte nicht von ihrer Mutter Paula, die ihr Leben lang der Familie gegenüber alles verschweigt und wenn, dann erwähnt sie nur kleine Häppchen, die die Familie etwas verwirrt zurücklässt. Nach Paulas Tod macht sich Emma auf, um nach Südafrika zu reisen und Paulas Geschwister zu treffen, kennenzu lernen und um von ihnen die Geschichte der Familie und des gewalttätigen Vaters zu erfahren. Nach ihrer Rückkehr verarbeitet sie das Erfahrene in diesem gefühlvollen und nachdenklich machenden Familienbiografie.

„Die verlorene Tochter“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

1960 kam Paula, die Mutter der Autorin, nach London. Sie hatte ihre Heimat und ihre Familie verlassen. Besuche oder sonstige Kontakte zur Familie der Mutter waren sehr selten - aber Emma machte sich als Kind und später als Teenager keine großen Gedanken darüber. Es gab von Seiten der Mutter immer mal wieder merkwürdige Andeutungen - 1960 kam Paula, die Mutter der Autorin, nach London. Sie hatte ihre Heimat und ihre Familie verlassen. Besuche oder sonstige Kontakte zur Familie der Mutter waren sehr selten - aber Emma machte sich als Kind und später als Teenager keine großen Gedanken darüber. Es gab von Seiten der Mutter immer mal wieder merkwürdige Andeutungen - aber die Wucht des Geständnisses der Mutter, kurz vor deren Tod, war unbeschreiblich: ihr Vater war ein verurteilter Mörder und sie hat ihn wegen Missbrauchs und häuslicher Gewalt vor Gericht gebracht.
Damit beginnt die eigentliche Geschichte des Buches, denn Emma Brockes macht sich auf nach Südafrika um ihre Verwandten kennen zu lernen und Licht in die Sache zu bringen.
Dieses Buch ist eine absolut ergreifende Familiengeschichte, deren Schrecken man kaum erfassen kann. Es war sehr mutig von der Autorin sich ihr zu stellen - und gleichzeitig die noch lebenden Familienmitglieder zu schützen. Ich habe es "in einem Rutsch" gelesen und keine Minute bereut.

Kundenbewertungen


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Sie ging nie zurück
von raschke64 aus Dresden am 07.10.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin Emma Brockes beschreibt die Geschichte ihrer Familie, speziell ihrer Mutter Paula, die aus Südafrika stammt. Diese ist 2, als ihr Mutter stirbt. Sie wächst bei ihrem Vater Jimmy auf, der bald wieder heiratet und mit Paulas „Stiefmutter“ Majorie noch mehrere Kinder bekommt. Für Paula sind das ihre... Die Autorin Emma Brockes beschreibt die Geschichte ihrer Familie, speziell ihrer Mutter Paula, die aus Südafrika stammt. Diese ist 2, als ihr Mutter stirbt. Sie wächst bei ihrem Vater Jimmy auf, der bald wieder heiratet und mit Paulas „Stiefmutter“ Majorie noch mehrere Kinder bekommt. Für Paula sind das ihre Schwestern und Brüder. Sie wachsen im Südafrika der Apartheid auf und es scheint eine normale Familie zu sein. Paula verlässt Ende 20 ihre Familie, zieht nach England, heiratet und bekommt ihr einziges Kind – Emma. Emma hat eine behütete normale englische Kindheit und empfindet die Mutter als etwas außergewöhnlich, schreibt das aber ihrer südafrikanischen Abstammung zu. Auch einige Andeutungen über eine problematische Kindheit der Mutter werden nicht wirklich für ganz Ernst genommen. Erst mit der Krebserkrankung erzählt ihr dann die Mutter, dass sie als Kind von ihrem eigenen Vater missbraucht wurde. Für ausführliche Gespräche ist es dann aber zu spät und so entschließt sich Emma, selbst nach Südafrika zu fahren, um die Hintergründe zu recherchieren und ihre Familie, vor allem die Geschwister ihrer Mutter, kennenzulernen. Doch es ist nicht einfach, über dieses „Familiengeheimnis“ zu sprechen. Das Buch hat mich sehr berührt. Es ist nicht nur wunderbar geschrieben und ebenso wunderbar zu lesen. Es ist der Dank und die Hochachtung an Emmas Mutter, die trotz oder grade wegen der Kindheitserlebnisse eine unheimlich starke Frau wurde, die versuchte, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Und vor allem, ihrer Tochter das Beste mitzugeben und sie zu beschützen, ohne sie allzu übermächtig einzuengen. Es ist ein Buch über Gewalt in der Familie, ohne dass diese Gewalt ausführlich und überdetailliert beschrieben wurde. Auch so weiß man genau, worum es geht und was die Autorin meint. Die Autorin hat meist sehr distanziert geschrieben. So hatte ich oft das Gefühl, dass die Geschichte vor vielen Jahren gespielt hat – bis am Beginn eines neuen Kapitels ein Foto zu sehen war und mir erschreckend klar wurde, wie nah das alles ist, wie weig Zeit vergangen ist, wie aktuell das Buch ist. Ich bewundere Emmas Mut, über diese furchtbaren Ereignisse zu schreiben. Noch mehr bewundere ich Paula, wie sie damit fertig geworden ist.

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Eine tragische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin hat in diesem Buch die Lebensgeschichte ihrer Mutter und teilweise ihre eigene Geschichte verarbeitet.Dies geschieht auf eine sehr behutsame ,in meinen Augen oft zu distanzierte Weise.Vielleicht ist dieser emotionale Abstand aber auch nötig ,um mit der tragischen Familiengeschichte fertig zu werden. Zum Inhalt: Emmas Mutter Paula wuchs zur Zeit... Die Autorin hat in diesem Buch die Lebensgeschichte ihrer Mutter und teilweise ihre eigene Geschichte verarbeitet.Dies geschieht auf eine sehr behutsame ,in meinen Augen oft zu distanzierte Weise.Vielleicht ist dieser emotionale Abstand aber auch nötig ,um mit der tragischen Familiengeschichte fertig zu werden. Zum Inhalt: Emmas Mutter Paula wuchs zur Zeit der Apartheid, in Südafrika auf.Im Alter von zwei Jahren verlor sie ihre Mutter,der Vater heiratete erneut und Paula hatte mehrere Halbgeschwister.Im Alter von zwanzig Jahren floh sie nach Großbritanien.Zu ihrer Tochter sagte sie öfter:"Eines Tages erzähle ich dir meine Geschichte,da wirst du staunen". Bevor es jedoch zu diem Gespräch kam ,starb Paula. Als Emma die Sachen ihrer verstorbenen Mutter sichtet, findet sie Briefe und Fotos von der Familie ihrer Mutter.Gemeinsam mit ihrem Vater recherchiert sie bei verschiedenen Zeitungen und im Internet .Dann beschließt sie, die ihr kaum bekannten Halbgeschwister ihrer Mutter kennenzulernen und reist nach Südafrika. Sie wird von ihren Verwandten herzlich aufgenommen,aber die Geschichte ihrer Mutter zu entschlüsseln ,gestaltet sich als sehr schwierig. Emmas Großvater war ein trunksüchtiger ,jähzorniger Mann ,der seine Familie tyrannisierte und seine Kinder sexuell mißbrauchte.Er saß einige Zeit im Gefängnis wurde danach aber wieder von seiner Frau aufgenommen. Seine Kinder leiden alle unter den Folgen ihrer dramatischen Kindheit.Sie bekämpfen die Erinnerungen auf unterschiedliche Weise ,größtenteils mit Alkohol. Ich konnte das Buch nicht durchgehend lesen ,weil mich die Geschichte zu sehr schockierte. Auch nach Beendigung der Lektüre ließ mich die Geschichte noch einige Zeit nicht los. Buchtitel: Sie ging nie zurück

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Die Suche nach den eigenen Wurzeln
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 11.11.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Mitte des 20. Jahrhunderts wird Pauline in Südafrika geboren. Ihre Mutter stirbt, als sie zwei ist und der Vater heiratet bald erneut und Pauline bekommt insgesamt 7 Halbgeschwister. In den 60ger Jahren verlässt sie überraschend schnell Afrika und lebt seitdem bis zu ihrem Tod in London. Sie nennt sich... Mitte des 20. Jahrhunderts wird Pauline in Südafrika geboren. Ihre Mutter stirbt, als sie zwei ist und der Vater heiratet bald erneut und Pauline bekommt insgesamt 7 Halbgeschwister. In den 60ger Jahren verlässt sie überraschend schnell Afrika und lebt seitdem bis zu ihrem Tod in London. Sie nennt sich fortan Paula, heiratet erst sehr spät und ist schon über 40, als sie ihre einzige Tochter Paula bekommt. Ihr Leben in Afrika und ihre Eltern schweigt sie tot, erzählt nie, was sie damals zu ihrer Auswanderung bewogen hat und warum sie nie mehr in den anderen Kontinent zurückgekehrt ist, um ihre Geschwister und die inzwischen weitverzweigte Familie zu treffen. Ihre Tochter Emma rästelt und bekommt doch keine Antwort. Sie ist ihrer Mutter zwar nahe aber das Leben mit den Eigenheiten und Schrullen von Paula ist manchmal schwer und schwer begreiflich, warum sie sich so verhält. Emmas Vater ist ein sanfter Mann und nimmt die Kapitolen seiner Frau gelassen hin. Erst kurz vor ihrem Krebstod öffnet Paula sich ein wenig und macht einige Andeutungen, die Emmas Neugierde weiter schüren. Nach dem Tod der Mutter macht sie sich auf nach Südafrika, um die Rätsel zu lösen. Es ist eine Suche nach den eigenen Wurzeln und Paula weiß bereits, dass nicht alles sie erfreuen wird, was sie erfährt. Nach und nach besucht sie alle noch lebenden Geschwister der Mutter und lernt auch einige Cousinen und Cousas kennen, ebenso wie Freundinnen ihrer Mutter die besonders erschüttert über ihren Tod sind. Langsam wird klar, dass Emmas Opa, Paulas Vater, ein gewalttätiger und herrschsüchtiger Mann war, der mindestens zwei seiner Töchter inzestiös missbraucht hat und alle Familienmitglieder gequält, geschlagen und erniedrigt hat. Die Familie hatte eine lange Leidensgeschichte bis der Vater mit 40 dann gestorben ist. Und er war auch der Grund, warum Pauline zu Paula wurde und jetzt in England gestorben ist. Die Autorin, Emma Brockes, findet trotz aller Tragik einen angenehmen und leichten Erzählton und das Buch ist in weiten Strecken durchaus unterhaltsam und nur mäßig dramatisch. Klug beschreibt sie die veschachtelten Beziehungen der Geschwister und man kommt wirklich einen Einblick, wie es dazu kommen konnte, dass alle so lange geschwiegen haben. Schlimm fand ich, dass trotz Gerichtsverfahren der Mann nicht bestraft wurde und die Kinder ein Leben lang unter ihrer Jugend mehr oder weniger gelitten haben. Und dass auch Emma eine Zeit lang schwer zu tragen hat, an diesem Erbe ihrer Mutter. Das Ende stimmt aber durchaus versöhnlich und dieses Buch ist sicherlich ein Beitrag dazu, alles aufzuabeiten.

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erschütternd
von einer Kundin/einem Kunden aus Unterhaching am 28.10.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Emma Brockes ist eine versierte Journalistin. Das merkt man von Beginn an, wenn man in das Buch "Sie ging nie zurück" langsam reinfindet. Im leichten Plauderton berichtet sie von Erlebnissen aus ihrer Kindheit, die sich vor allem mit dem Wesen ihrer Mutter beschäftigen, welches voller verschiedener widersprüchlicher Facetten ist.... Emma Brockes ist eine versierte Journalistin. Das merkt man von Beginn an, wenn man in das Buch "Sie ging nie zurück" langsam reinfindet. Im leichten Plauderton berichtet sie von Erlebnissen aus ihrer Kindheit, die sich vor allem mit dem Wesen ihrer Mutter beschäftigen, welches voller verschiedener widersprüchlicher Facetten ist. Paula war eine komplizierte, teils sehr dominante Frau mit einem Hang zur Kontrolle und mit Ängsten, die sie nicht immer verbergen konnte. Bis zu ihrem Tod verbirgt sie vor ihrer Tochter Familien-Geheimnisse aus der Vergangenheit und die Andeutungen kurz vor ihrem Tod sind für Emma der letzte Anstoß zu dem Entschluss, selbst nachzuforschen und herauszufinden, welche dunklen Punkte in Paulas Leben dazu geführt haben, dass sie so wurde, wie sie war. Bei der folgenden Suche nach Antworten hilft der Autorin natürlich ihre berufliche Erfahrung. Sie liest sich zuerst mal durch Bibliotheken in denen sie nach Zeitungsausschnitten und Gerichtsprotokollen sucht, die ihre Vermutungen bestätigen, dass alle Fäden bei ihrem Großvater Jimmy zusammenlaufen, der wie der große Rest von Paulas Familie in Südafrika lebte und auch starb. Nach dem Tod von Paulas Mutter heiratete er erneut und hatte mit seiner zweiten Frau sieben weitere Kinder, von denen Emma aber niemanden kannte. Auch die Vielzahl an Cousinen und Cousas war ihr unbekant. Sie war im fernen England fast ohne Familie aufgewachsen und machte sich also auf die Reise, alle kennenzulernen und zu erfahren, wie die Kindheit und Jugend ihrer Mutter wirklich verlaufen war. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf und springt zwischen den verschiedenen Zeiten hin und her, was leider oftmals die Spannung wieder rausnimmt. Die verschiedenen Lebensabschnitte ihrer Mutter, Kindheitserinnerungen der Autorinnen, Fakten über die Urgroßeltern, über Onkel und Tanten, Begebenheiten in England und Afrika, sind etwas willkürlich aneinandergereiht und man muss dabei bleiben um bei alle den Personen und Namen nicht schnell den Überblick zu verlieren. Erst, als Emma nach Afrika kommt, wird die Erzählung ruhiger und kontinuielicher erzählt und schnell weiß man, dass es hier um die früchterliche Geschichte von Gewalt in der Familie, Vergewaltigung von Kindern,ja noch schlimmer, um Inzest geht. Nach und nach erfährt Emma immer mehr über die Schandtaten ihres Großvaters, über die verzweifelten Versuche seiner Kinder - und ihrer Mutter - aus seinem Dunstkreis zu entkommen, der sogar zu einem Gerichtsverfahren führt, in welchem er aber freigesprochen wird. Die Erzählungen ihrer Onkel und Tanten sind für Emma teilweise schwer zu ertragen aber gleichzeitig auch wichtig und erlösend von der Ungewissheit und so manchem Rätsel um ihre Mutter. Der Roman erzählt eine spannende Suche nach den Wurzeln einer Frau und der Wahrheit über die Ursache ihrer seelischen Schmerzen. Es ist aber auch das Finden einer lange geheim gehaltenen Familie, die Emma durch diese Nachforschungen beschert wird. Denn der Mensch kann nicht in einem luftleeren Raum leben, ohne Familienbande und Familienerlebnisse. Das Buch hat mir gut gefallen und ist sehr empfehlenswert für Freunde von tatsächlichen Familiengeschichten. Schön finde ich auch die äußere Aufmachung und dass es einige alte Fotografien zu sehen gibt, die dem Leser die Menschen dieser Geschichte näher bringen.

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eine Reise in die Vergangenheit
von robby lese gern aus Belm am 26.08.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

" Sie ging nie zurück" ist eine Geschichte, die bis in die Zeit der Apartheid in Südafrika zurückreicht. Die Geschichte der Mutter der Autorin, die nach ihrem Tod ein nur angedeutetes Familiengeheimnis aufspürt, das so schrecklich ist, dass es die Familienmitglieder am liebsten nicht ansprechen würden. Paula , die Mutter... " Sie ging nie zurück" ist eine Geschichte, die bis in die Zeit der Apartheid in Südafrika zurückreicht. Die Geschichte der Mutter der Autorin, die nach ihrem Tod ein nur angedeutetes Familiengeheimnis aufspürt, das so schrecklich ist, dass es die Familienmitglieder am liebsten nicht ansprechen würden. Paula , die Mutter der Autorin , wuchs im Südafrika der Apartheid auf. Mit nur zwei Jahren verliert sie ihre Mutter . Ihr Vater heiratet wieder und Paula bekommt noch weitere Geschwister, mit denen sie sich gut versteht. Mit 20 verlässt sie Afrika Hals über Kopf und reist nach England, wo sie in London ihren späteren Mann kennenlernt. Sie bekommt eine Tochter, Emma, die ihr einziges Kind bleibt. Emma wächst in einem sehr behüteten Elternhaus auf, da ihre Mutter immer Ängste um sie aussteht. Andererseits ist Paula ihrer Tochter gegenüber häufig schroff und verlangt Selbstständigkeit und kann Jammern nicht leiden. Immer wieder lässt sie kleine Bemerkungen über ihre Kindheit in Afrika fallen, die Emma ihre Mutter aber nicht verstehen lassen. Erst als ihre Mutter an Krebs erkrankt, beginnt Paula ihrer Tochter ihre Geschichte zu erzählen. Doch nach ihrem Tod bleiben noch viele Fragen , vor allem , was es mit der Pistole auf sich hat, die ihre Mutter ihr vererbt. Emma fliegt nach Südafrika, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, doch die Geschwister ihrer Mutter tun sich schwer, ihre Fragen zu beantworten. Dieses Buch ist kein Roman , sondern ein Teil der Lebensgeschichte von Emmas Mutter. Umso berührender und erschütternder ist diese Geschichte, der Emma nach und nach auf die Spur kommt , aber auch teilweise erklärt, warum Paula oftmals so schroff zu ihrer Tochter war. Ich habe einige Zeit gebraucht , um in die Geschichte zu kommen, was auch teilweise an dem etwas distanzierten Schreibstil lag. Diese Distanziertheit ist vielleicht der Tatsache geschuldet, dass das Schreiben über dieses Familiengeheimnis schmerzt und man so etwas Abstand bekommt. Das Buch liest sich ansonsten aber sehr flüssig und man erfährt als Leser sehr viel über das leben der Weißen in Südafrika und das Land selbst. Emma Brockes ist Journalistin und das merkt man ihrem Buch auch an. Durch das Aufspüren und das Schreiben über das Leben ihrer Mutter, hat sie ihr ein lebenslanges Denkmal gesetzt.

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Sie ging nie zurück
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.10.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Nach dem Tod ihrer Mutter Paula versucht Emma Brockes Licht in das Dunkel über die Jugendjahre ihrer Mutter zu bringen. Paula verließ ihre Heimat Südafrika und ihre gesamte Familie, um in London ein neues Leben zu beginnen. Als Emma klein war, hat sie häufig ihre Mutter nach ihrem früheren... Nach dem Tod ihrer Mutter Paula versucht Emma Brockes Licht in das Dunkel über die Jugendjahre ihrer Mutter zu bringen. Paula verließ ihre Heimat Südafrika und ihre gesamte Familie, um in London ein neues Leben zu beginnen. Als Emma klein war, hat sie häufig ihre Mutter nach ihrem früheren Leben befragt, doch nur ausweichende Antworten erhalten. In Erinnerung blieb ihr die Waffe mit der sie, so sagte Paula, auf ihren Vater (Emmas Großvater) geschossen hatte. Das Leben in Südafrika war auch für eine arme weiße Familie nicht leicht, doch es musste weitere Gründe für die Flucht gegeben haben. Eines Tages beschließt Emma, das sie als Journalistin durchaus auch über ihre eigene Familie recherchieren könnte und reist nach Südafrika. Dort sucht sie der Reihe nach noch lebende und sie empfangende Verwandte auf. Sie bringt in Erfahrung, dass es einen Gerichtsprozess gegen ihren Großvater gab. Es ging um die Vergewaltigung Fays (Paulas jüngerer Halbschwester), doch bei der Hauptverhandlung haben die Familienmitglieder, im Besonderen Marjorie (Paulas Stiefmutter und leibliche Mutter Fays) einen Rückzieher gemacht. Wie sich bei Emmas Ermittlungen herausstellt, ist Gewalt - körperlich wie sexuell - ein weit verbreitetes Problem auch in der jetzigen Familie. Ein trostloses Leben, Alkohol und Gewalt werden weitervererbt. Eine interessante Familiengeschichte aus einer anderen Kultur, leider ein wenig sprunghaft geschrieben. Liegt es an der Autorin selbst oder an der deutschen Übersetzung - häufig werden Teilsätze und kurze Passagen wiederholt, leider ist das Buch mit einigen Rechtschreibfehlern gespickt.

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Sie ging nie zurück
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 24.06.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Emma Brockes erzählt in Ihrem Buch "Sie ging nie zurück" die tragische Lebensgeschichte Ihrer verstorbenen Mutter. Paula, die Mutter, wächst unter einem gewälttätigen Vater in Südafrika auf und wandert als junge Frau alleine nach England aus. Dort baut sie sich ein neues Leben auf und gründet eine eigene Familie.... Emma Brockes erzählt in Ihrem Buch "Sie ging nie zurück" die tragische Lebensgeschichte Ihrer verstorbenen Mutter. Paula, die Mutter, wächst unter einem gewälttätigen Vater in Südafrika auf und wandert als junge Frau alleine nach England aus. Dort baut sie sich ein neues Leben auf und gründet eine eigene Familie. Ihrer Tochter Emma, will Sie wenn sie größer ist, von ihrer Zeit in Südafrika erzählen, abezu kommt es durch den frühen Krebstod der Mutter nicht mehr. Daher beschliesst Emma sich selber auf die Lösung des Familiendramas in Südafrika zu machen und besucht nach und nach die Familienangehörigen Ihrer Mutter. So kommt sie dem grausamen Geheimnis Ihrer Mutter auf die Spur, was Emma versucht u.a. mit diesem Buch zu verarbeiten. Eigentlich soll das Buch wohl eine Aufarbeitung mit der Vergangenheit der Mutter sein und als Tatsachenbericht geschrieben sein, aber ich habe an vielen Stellen einfach das Gefühl, es ist nur ein Roman. Mir fehlt oft die Authentizität richtiger Tatsachenbücher. Ich habe oft das Gefühl, dass die Autorin Emma Brockes wahllos die Besuche bei Ihren afrikansichen Verwandeten wiedergibt - ähnlich vielleicht wie man es in einem Tagebuch schreiben würde. Da der Roman nicht durchgehend einen "roten Faden" folgt, habe ich das Gefühl, dass man einzelne Kapitel einfach auslassen könnte, ohne dass man der Geschichte nicht weiter folgen kann. Allerdings fand ich positiv, dass hier viele alte Familienbilder aufgenommen wurden, so dass man sich die einzelnen Personen besser vorstellen konnte. Insgesamt habe ich mir von der Leseprobe und dem Klappentext ein spannenderes Buch versprochen, denn Tatsachenbücher über wahre Verbrechen / Familendramen lese ich normalerweise sehr gern. Dieses Buch konnte aber das Versprochene leide nicht halten. Für mich ist es nicht Fisch und nicht Fleisch. Ich hätte mich sicherlich geärgert, wenn ich mir das Buch selber gekauft hätte. Es ist wirklich schade, denn das Familiendrama hätte bestimmt ein spannendes Thema abgegeben.

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Sie ging nie zurück: Toller Anfang, langatmiger Schluss
von einer Kundin/einem Kunden aus Weiz am 18.11.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Aus Sicht der Tochter wird die Geschichte der südafrikanischen Mutter erzählt, die mit ihrer Vergangenheit gebrochen hat und nach England gezogen ist. Die Mutter hatte immer wieder die Enthüllung ihrer Lebensgeschichte "angedroht" - die ganze Geschichte bleibt aber unausgesprochen, und nur Bruchstücke werden verraten, Hinweise gegeben, man ahnt etwas... Aus Sicht der Tochter wird die Geschichte der südafrikanischen Mutter erzählt, die mit ihrer Vergangenheit gebrochen hat und nach England gezogen ist. Die Mutter hatte immer wieder die Enthüllung ihrer Lebensgeschichte "angedroht" - die ganze Geschichte bleibt aber unausgesprochen, und nur Bruchstücke werden verraten, Hinweise gegeben, man ahnt etwas von Gewalt und Inzest, und nach dem Tod der Mutter muss die Tochter selbst den Rest herausfinden. Was mit der Beschreibung der außerordentlichen, starken und humorvollen Persönlichkeit der Mutter wirklich großartig begonnen hat, wird leider immer mehr zur Autobiographie der Tochter, die ihre Suche nach Fakten beschreibt und schließlich für gefühlte Jahre nach Südafrika geht, um dort mit den noch lebenden Verwandten und Freunden zu sprechen, die Orte, an denen ihre Mutter lebte, zu besuchen und mehr über das Leben ihrer Mutter in Südafrika zu erfahren. Aber eigentlich erfährt man nicht mehr viel neues. Der Leser lernt die große Familie kennen, hört die unterschiedlichen Varianten der einzelnen Familienmitglieder über ihre Vergangenheit, aber die Biographie der Mutter wird nicht um viel erweitert. Es geht nach dem viel zu frühen Tod der Mutter mehr um die Reise der Tochter nach Südafrika, das Land, die Menschen dort, und hier konnte die Autorin/Tochter mich nicht mehr wirklich fesseln. So begeistert ich vom Beginn des Buches war, ab dem Südafrika-Aufenthalt empfand ich das Buch - trotz des tragischen Themas, das immer wieder durchkommt - als langatmig und schwach.

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Ein schreckliches Familiengeheimnis
von einer Kundin/einem Kunden aus Halle (Saale) am 10.06.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Sechs Monate nach dem Tod ihrer Mutter Paula flog die Journalistin Emma Brockes von London nach Johannesburg. Ihre Mutter hatte ihre Kindheit und Jugend im Kreise von sieben Geschwistern in Südafrika verbracht. Darüber hatte sie nie viel erzählt: ein paar Anekdoten, von der Arbeit oder von ihren Freundinnen. Doch... Sechs Monate nach dem Tod ihrer Mutter Paula flog die Journalistin Emma Brockes von London nach Johannesburg. Ihre Mutter hatte ihre Kindheit und Jugend im Kreise von sieben Geschwistern in Südafrika verbracht. Darüber hatte sie nie viel erzählt: ein paar Anekdoten, von der Arbeit oder von ihren Freundinnen. Doch Emma hatte hinter diesen offiziellen Versionen immer noch eine andere Geschichte vermutet. Nun will sie vor Ort die fehlenden Teile des Lebens ihrer Mutter zusammensetzen, die 1960 Hals über Kopf Südafrika verlassen hatte und nach England eingewandert war. In Südafrika trifft sich Emma mit Verwandten, vor allem mit den ehemaligen Geschwistern ihrer Mutter. Sie versucht, sie zum Reden zu bringen und studiert Gerichtsakten. Dabei taucht sie in ein schreckliches Familiengeheimnis ein. Wie Puzzle setzen sich langsam die südafrikanischen Jahre ihrer Mutter zusammen. Emma erfährt von ihrem gewalttätigen Großvater, der seine Kinder tyrannisierte und sich an ihnen vergriff. Es war richtig, dass Emma Brockes darüber ein Buch geschrieben hat, denn es hat ein Verbrechen gegeben. Der Roman ist fast tagebuchartig geschrieben, häufig mit größeren Zeitsprüngen und wechselnden Örtlichkeiten, aber immer spannend. Die liebevolle Beschreibung ihrer Mutter Paula ist der Autorin besonders gelungen. Eine Familiensaga (mit einigen Fotos), die auch viel über das Leben der Weißen in Afrika erzählt, aber eher in einer Reportageform geschrieben ist.

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Aufarbeitung einer Familiengeschichte
von mrs-lucky am 10.06.2014
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Mit ihrem autobiografischen Roman „Sie ging nie zurück“ verarbeitet die Autorin Emma Brockes die erschreckende und zugleich faszinierende Geschichte der Familie ihrer Mutter Paula. Emma wächst sehr behütet mit Mutter und Vater in der Nähe von London auf. Sie weiß, dass ihre Mutter mit Anfang zwanzig aus Südafrika nach England... Mit ihrem autobiografischen Roman „Sie ging nie zurück“ verarbeitet die Autorin Emma Brockes die erschreckende und zugleich faszinierende Geschichte der Familie ihrer Mutter Paula. Emma wächst sehr behütet mit Mutter und Vater in der Nähe von London auf. Sie weiß, dass ihre Mutter mit Anfang zwanzig aus Südafrika nach England gekommen ist, und ab und an deutet ihre Mutter an, dass sie ihr irgendwann ein paar Geheimnisse aus ihrem Leben anvertrauen will. Erst wenige Tage vor ihrem Tod erzählt Paula ihrer Tochter, dass sie damals in Südafrika ihren Vater hatte verhaften lassen, um ihre Halbgeschwister zu schützen, er sei aber frei gesprochen worden. Zu weitergehenden Erläuterungen ist sie nicht in der Lage. Emma reicht das nicht, so dass sie nach dem Tod ihrer Mutter beginnt zu recherchieren sowie Kontakt zu den Halbgeschwistern und alten Freunden ihrer Mutter in Südafrika aufzunehmen. Auf ihrer Reise dorthin erfährt Emma viele schreckliche Details aus der Vergangenheit ihrer Familie, lernt aber auch faszinierende Menschen kennen und muss feststellen, dass hinter der Fassade, die ihre Mutter in England errichtet hat, noch eine ganz andere Paula steckt. Das Buch ist sehr persönlich nicht nur aufgrund der privaten Fotos, mit denen es illustriert ist, dennoch spürt man eine emotionale Distanz, die Emma vermutlich von ihrer Mutter geerbt hat. Die Geschichte wird in vielen Rückblenden und anhand von Anekdoten aus der Vergangenheit erzählt. Die Autorin kennt die Personen aus der Familie und dem Umfeld ihrer Mutter seit ihrer Kindheit, für mich als Leser war es manchmal schwierig, den Überblick zu behalten und die Zusammenhänge zu erschließen. An vielen Stellen bleibt die Geschichte oberflächlich, an anderen Stellen werden Geschichten detailliert geschildert, deren Sinn für die Erläuterungen der Vergangenheit sich mir nicht erschlossen haben und vermutlich nur für die Autorin eine Bedeutung besitzen. Emmas Mutter ist sicher eine bemerkenswerte Persönlichkeit und für Emma ist die Aufarbeitung wichtig, für den Leser wird es allerdings stellenweise zäh und langatmig. Wie ihre Mutter tut sich auch Emma schwer, die Wahrheit tatsächlich auszusprechen und anzunehmen. Das Buch ist eine zu persönliche Aufarbeitung, die den Leser nicht wirklich einbezieht und berühren kann.

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ein wahres Familiengeheimnis
von Andrea Karminrot aus Berlin am 30.05.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Emma wuchs in einer behüteten Familie in London auf. Selten machte ihre Mutter Andeutungen über ihr altes Leben. Obwohl sie viel über Südafrika erzählte, über Schlangen, Skorpione und Unwetter, ihre Familie war tabu. Erlebnisse aus ihrer Kindheit verschwieg sie. Als die Mutter an Lungenkrebs verstarb, machte Emma sich auf,... Emma wuchs in einer behüteten Familie in London auf. Selten machte ihre Mutter Andeutungen über ihr altes Leben. Obwohl sie viel über Südafrika erzählte, über Schlangen, Skorpione und Unwetter, ihre Familie war tabu. Erlebnisse aus ihrer Kindheit verschwieg sie. Als die Mutter an Lungenkrebs verstarb, machte Emma sich auf, ihre Familie in Südafrika kennen zu lernen. Und vor allem das Geheimnis zu lüften. Bevor sie abreist, findet sie noch Unterlagen in Bibliotheken über eine Verhandlung gegen ihren Großvater. Dieser war ein verurteilter Verbrecher! Hätte ihre Großmutter das gewusst, hätte er bestimmt nicht das Sorgerecht für Emmas Mutter erhalten... Das Buch: Emma, die heute Journalistin ist, schreibt über die Vergangenheit ihrer Mutter. Sie erzählt aus ihrer Sicht die Geschichte ihrer Mutter und deren Familie. Sie scheint gut recherchiert zu haben. Niemals geht sie ins Detail, was die Ungeheuerlichkeit nur noch grausamer macht. Vor jedem Kapitel findet man ein Bild von der Familie. Es sieht immer wie eine "Heile Welt" aus. Meine Meinung: Zeitweise verwirren die vielen Namen, die in diesem Buch vorkommen. Aber nach einiger Zeit findet man sich zurecht. Man lernt einiges über Südafrika und das Leben dort. Die Sätze der Schriftstellerin sind recht durcheinander. Emma Brockes springt in den Zeiten oft hin und her, so dass man höllisch aufpassen muss, nichts zu verpassen. Es ist, als hätte sie ihre Gedanken so aufgeschrieben, wie sie ihr gekommen sind. Irgendwie fehlte mir der rote Faden. Ich glaube ich habe einiges mehrmals lesen müssen. Nach der Hälfte des Buches, fand ich den Anschluss. Musste dann auch schnell lesen, damit sich die Ungeheuerlichkeiten endlich aufklärten. Paula muss eine wunderschöne Frau gewesen sein. Stark, mutig, klug und interessant, immer etwas sarkastisch. Emma beschreibt ihre Mutter sehr liebevoll. Schöne Sätze S. 21 "Wir redeten über alles. Wir redeten wie ein Wasserfall um die Dinge herum, über die wir nicht redeten. " S. 154 "Mit den Jahren merkte ich immer mehr, dass Freunde wie Edelsteine sind ..." S. 285 "Die Vorstellung, dass Bosheit durch Schönheit oder Liebe oder gute Haushaltsführung gezähmt werden kann, ist eine Idee, die Frauen seit Anbeginn der Zeit in schlechten Ehen gehalten hat, und doch denke ich unwillkürlich, die Beiden müssen glücklich gewesen sein; ... "

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Worüber man nicht spricht
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 25.05.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

„Es heißt, man erbt die Schuldgefühle. Aber was man eigentlich erbt, ist das Schweigen.“ „Eines Tages erzähle ich dir die Geschichte meines Lebens, da wirst du staunen…“ Das sagt Paula zu ihrer zehnjährigen Tochter Emma, doch der Tag, an dem sie ihr alles erzählt, kommt nie. Emma hört Geschichten vom... „Es heißt, man erbt die Schuldgefühle. Aber was man eigentlich erbt, ist das Schweigen.“ „Eines Tages erzähle ich dir die Geschichte meines Lebens, da wirst du staunen…“ Das sagt Paula zu ihrer zehnjährigen Tochter Emma, doch der Tag, an dem sie ihr alles erzählt, kommt nie. Emma hört Geschichten vom südafrikanischen Busch, von sieben Geschwistern, tödlichen Schlangenbissen und Hagelkörnern groß wie Golfbälle. Und einmal ist die Rede von einem Gerichtsprozess und der Waffe, mit der Paula ihren gewalttätigen Vater erschießen wollte. Aber etwas Wesentliches fehlt, das wird Emma erst nach dem Tod ihrer Mutter bewusst. Emma versucht, mehr über die Vergangenheit ihrer Familie in Erfahrung zu bringen. Sie reist nach Johannesburg, verabredet sich mit den unbekannten Verwandten, versucht sie zum Reden zu bringen, studiert Gerichtsakten. Was sie dabei erfährt, wird sie selbst für immer verändern… (Klappentext) Ein wirklich interessantes Thema wird hier aufgearbeitet. Eine Tochter auf der Suche nach dem, worüber ihre Mutter zeitlebens nicht sprechen konnte – ich war ungemein neugierig! Tatsächlich hat mich die Geschichte während der ersten Seiten, auf denen Emma sich noch in England befindet, gefesselt und ich konnte es kaum abwarten, dass sie Südafrika erreicht und dort ihre Nachforschungen beginnt. Was sie wohl herausfinden würde? Leider wurde die Geschichte ab diesem Zeitpunkt für mich ausgesprochen zäh. Emma wird Antworten auf die meisten ihrer Fragen finden, aber sie stößt in erster Linie auf viele Verwandte, die eins eint: Das Schweigen. Und so wird auf vielen, vielen Seiten über alles Mögliche geredet, man erfährt die kleinsten Details über Onkel, Tante, Cousins usw. Das Ganze wird umrahmt von Beschreibungen der südafrikanischen Landschaft und des Straßenbilds von Johannesburg. Das ist sicher irgendwo interessant, aber vom Umfang her war es mir einfach zu viel. Ich vermute, durch dieses viele Reden über Nichtigkeiten (jedes Gespräch ertränkt in großen Mengen von Alkohol) sollte unterstrichen werden, wie sehr die Wichtigkeiten von jedem einzelnen verdrängt werden. Diese Botschaft kam bei mir an und auf den paar Seiten, auf denen es Emma gelang, ihren Verwandten doch noch die entscheidenden Antworten abzuringen, war ich von den Erzählungen sehr betroffen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass traumatische Kindheitserinnerungen oftmals Verdrängungsprozesse auslösen, daher finde ich es so schade, dass mich die vielen „Füllberichte“ so ermüdet haben. Auch das Thema Apartheit wurde meines Erachtens nach nur angerissen, dafür hätte ich mir ebenfalls mehr Raum gewünscht. Fazit: Sehr interessante Story, aber eine klare Leseempfehlung kann ich nur für Liebhaber von Familiengeschichten aussprechen.

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sie ging nie zurück
von einer Kundin/einem Kunden aus Leipzig am 14.04.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Emma Brockes erzählt in Ihrem Buch "Sie ging nie zurück" die tragische Lebensgeschichte Ihrer verstorbenen Mutter. Paula, die Mutter, wächst unter einem gewälttätigen Vater in Südafrika auf und wandert als junge Frau alleine nach England aus. Dort baut sie sich ein neues Leben auf und gründet eine eigene Familie.... Emma Brockes erzählt in Ihrem Buch "Sie ging nie zurück" die tragische Lebensgeschichte Ihrer verstorbenen Mutter. Paula, die Mutter, wächst unter einem gewälttätigen Vater in Südafrika auf und wandert als junge Frau alleine nach England aus. Dort baut sie sich ein neues Leben auf und gründet eine eigene Familie. Ihrer Tochter Emma, will Sie wenn sie größer ist, von ihrer Zeit in Südafrika erzählen, abezu kommt es durch den frühen Krebstod der Mutter nicht mehr. Daher beschliesst Emma sich selber auf die Lösung des Familiendramas in Südafrika zu machen und besucht nach und nach die Familienangehörigen Ihrer Mutter. So kommt sie dem grausamen Geheimnis Ihrer Mutter auf die Spur, was Emma versucht u.a. mit diesem Buch zu verarbeiten. Eigentlich soll das Buch wohl eine Aufarbeitung mit der Vergangenheit der Mutter sein und als Tatsachenbericht geschrieben sein, aber ich habe an vielen Stellen einfach das Gefühl, es ist nur ein Roman. Mir fehlt oft die Authentizität richtiger Tatsachenbücher. Ich habe oft das Gefühl, dass die Autorin Emma Brockes wahllos die Besuche bei Ihren afrikansichen Verwandeten wiedergibt - ähnlich vielleicht wie man es in einem Tagebuch schreiben würde. Da der Roman nicht durchgehend einen "roten Faden" folgt, habe ich das Gefühl, dass man einzelne Kapitel einfach auslassen könnte, ohne dass man der Geschichte nicht weiter folgen kann. Allerdings fand ich positiv, dass hier viele alte Familienbilder aufgenommen wurden, so dass man sich die einzelnen Personen besser vorstellen konnte. Insgesamt habe ich mir von der Leseprobe und dem Klappentext ein spannenderes Buch versprochen, denn Tatsachenbücher über wahre Verbrechen / Familendramen lese ich normalerweise sehr gern. Dieses Buch konnte aber das Versprochene leide nicht halten. Für mich ist es nicht Fisch und nicht Fleisch. Ich hätte mich sicherlich geärgert, wenn ich mir das Buch selber gekauft hätte. Es ist wirklich schade, denn das Familiendrama hätte bestimmt ein spannendes Thema abgegeben.

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Eine schwere Reise in die Vergangenheit
von Steffi1611 aus Schwerin am 02.09.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin Emma Brocks schildert in diesem Buch eine Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter Paula. Die wahre Familiengeschichte spielt zum Teil in England und in Südafrika. Paula erwähnt Emma gegenüber oft, dass sie ihr eines Tages ihre Lebensgeschichte erzählen wird, aber dazu kommt es nie. Recht früh stirbt Paula... Die Autorin Emma Brocks schildert in diesem Buch eine Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter Paula. Die wahre Familiengeschichte spielt zum Teil in England und in Südafrika. Paula erwähnt Emma gegenüber oft, dass sie ihr eines Tages ihre Lebensgeschichte erzählen wird, aber dazu kommt es nie. Recht früh stirbt Paula an Lungenkrebs und hinterlässt ihrer Tochter nicht viel über ihre Vergangenheit. Um sich ein wirkliches Bild zu machen beschließt Emma nach der Beerdigung und Haushaltsauflösung nach Südafrika zu reisen. Dort lebt der Großteil von Paulas Geschwistern, welche Emma besuchen möchte. Bei den Gesprächen mit ihren Onkeln und Tanten wird nicht oft sehr direkt erzählt, was früher war. Viele Sachen traut Emma sich einfach nicht zu fragen, aber nach und nach setzt sich ein Bild der Vergangenheit zusammen, welches sehr traurig ist. Paulas Mutter starb, als sie 2 war. Von da an hat sie zu der Familie ihrer Mutter gar keinen Kontakt mehr. Sie lebt bei ihren Vater und seiner neuen Frau sowie den Halbgeschwistern. Die Kindheit und Jugend ist geprägt von Armut, Alkohol, Gewalt und Missbrauch. Der Vater ist ein wirklicher Tyrann und macht seiner Familie das Leben zur Hölle. Paula bleibt lange bei ihrer Familie wohnen, obwohl sie es nicht leicht hat. Sie will ihre Geschwister nicht im Stich lassen. Ihre Stiefmutter hat es die ganze Zeit über nicht geschafft, sich gegen den Vater durchzusetzen oder ihn endgültig zu verlassen. Also sie sich entschieden haben ihn anzuzeigen, bricht die Stiefmutter nach einiger Zeit wieder ein und der Vater wird nicht verurteilt. Aber Paula verlässt ihre Familie und zieht nach England. Die Geschichte, welche hier erzählt wird, ist traurig aber es zeigt einem auch etwas Positives. Auch nach einer solchen Kindheit kann etwas Gutes aus einem werden. Klar hatte Paula ihre Ticks und war nicht immer einfach, aber sie hat nie aufgegeben und es geschafft allem zu entkommen. Meine Meinung zu dem Buch fällt allerdings eher mittelmäßig aus. Ich empfand das Lesen als unglaublich anstrengend und war froh, als es vorüber war. Dieses Buch hat so viele Längen. Die Reise nach Südafrika wird für mich zu detailliert dargestellt. Hier hätte man sich ruhig einfach auf die Fakten und Gespräche mit den Geschwistern beschränken können. Es wird zu sich zeitweise zu sehr mit Nebensächlichkeiten beschäftigt. Gleich zu Beginn des Buches kam es mir unglaublich unstrukturiert vor. Es wird viel hin und her gesprungen zwischen Erinnerungen und dem Jetzt. Nur leider ohne klare Struktur. Dies wird mit der Zeit im Buch besser, aber der anfängliche Eindruck bleibt. Des Weiteren bin ich nach dem Ende des Buches etwas ratlos zurück geblieben. Auf der einen Seite ist da das Gefühl, dass es schön ist, dass Emma sich auf diese Reise begeben hat und das ihre Mutter eine starke Frau war. Aber auf der anderen Seite ist da auch noch das Gefühl, dass es unvollständig ist. Irgendwas fehlt für einen wirklichen Abschluss. Ob das Buch zu empfehlen ist, sollte jeder selber entscheiden. Ich bereue es nicht komplett es gelesen zu haben, da es eine Liebeserklärung und eine Erinnerung an eine tolle Mutter und starke Frau ist.

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Emmas Geschichte
von vöglein aus B.-W. am 05.09.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Die Geschichte von Emma Brokes, deren Mutter in Südafrika aufgewachsen ist, beginnt interessant und vielversprechend. Nach dem Tod ihrer Mutter reist Emma nach Südafrika um die Geschichte bzw. Geheimnisse ihrer Mutter zu lüften. Es wird ausführlich (fast zu ausführlich) erzählt wann sie wen und wo besucht und was sie dort im... Die Geschichte von Emma Brokes, deren Mutter in Südafrika aufgewachsen ist, beginnt interessant und vielversprechend. Nach dem Tod ihrer Mutter reist Emma nach Südafrika um die Geschichte bzw. Geheimnisse ihrer Mutter zu lüften. Es wird ausführlich (fast zu ausführlich) erzählt wann sie wen und wo besucht und was sie dort im einzelnen erfährt. Insgesamt ein für mich zu langatmiges Buch, in dem für mich auch nicht die gewünschte Spannung aufkam und ich recht schnell das Interesse verlor bzw. ab der Hälfte fast nur noch quergelesen habe. Sorry, aber für mich ein Buch, dass man nicht unbedingt gelesen haben muss.

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