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Sirius

Ungekürzte Lesung

(5)
Berlin, 1938: Der Foxterrier Sirius erblickt das Licht der Welt und findet beim jüdischen Planktonprofessor Liliencron ein Zuhause. Doch dann verliert dieser seine Anstellung und die Familie flieht nach Hollywood. Während sich Liliencron als Chauffeur durchschlägt, wird Sirius zum Kinostar. Fortan feiern Hund und Herrchen glamouröse Partys – bis das Schicksal sie entzweit und Sirius wieder in Berlin landet. Dort kläfft sich der charmante Kerl in jedes Herz und schließlich bis ins Führerhauptquartier. Was keiner ahnt: Des Führers neuer Schoßhund ist ein Spion des Widerstands. Ein urkomischer Roman über einen kleinen Helden, der Weltgeschichte schreibt.
Ungekürzte Lesung mit Florian Lukas
5 CDs | Laufzeit ca. 400 min
Portrait
Florian Lukas, geboren am 16. März 1973 in Ost-Berlin, fing mit 17 Jahren an, Theater zu spielen, und erhielt seine erste Filmrolle von Peter Welz für "Banale Tage" (1990), eine der letzten DEFA-Produktionen. Erstmals einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit Til Schweigers Thriller "Der Eisbär" (1998). Für seine Rolle in Sönke Wortmanns "St. Pauli Nacht" (1999) und die Darstellung des Rico in Sebastian Schippers "Absolute Giganten" wurde Lukas mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Lukas erhielt für seine Rolle in "Good Bye, Lenin" (2003) den Deutschen Filmpreis sowie einen Bambi und war im Kino in so hochgelobten Filmen wie "Kammerflimmern" (2003), "One Day in Europe" (2004), "Keine Lieder über Liebe" (2004) und "Stellungswechsel" (2007) zu erleben. Für den Hörverlag sprach Florian Lukas in dem Jules-Verne-Hörspiel "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde", in "Herr Lehmann" von Sven Regener und "Das Spiel der Könige" (2008) mit.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Florian Lukas
Anzahl 5
Erscheinungsdatum 01.09.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783862314188
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 400 Minuten
Hörbuch (CD)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Sirius heißt eigentlich Levi und ist der Hund der Familie Liliencron die im Berlin der 30er Jahre immer deutlicher dem Nationalsozialismus ausgeliefert ist. Trotzdem verliert man nicht den Mut und eine glückliche Fügung verschifft die Familie samt Hund nach Hollywood. Hier wird Levi, der inzwischen Sirius heißt, zum Star der Warner Sirius heißt eigentlich Levi und ist der Hund der Familie Liliencron die im Berlin der 30er Jahre immer deutlicher dem Nationalsozialismus ausgeliefert ist. Trotzdem verliert man nicht den Mut und eine glückliche Fügung verschifft die Familie samt Hund nach Hollywood. Hier wird Levi, der inzwischen Sirius heißt, zum Star der Warner Filmstudios. Die Familie findet ein neues Zuhause und der Hund erlebt das Abenteuer seines Lebens. Trotz des ernsten Themas ein schön zu lesender, kurzweiliger Roman, mit einem ganz besonderen Helden.

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Sirius, der früher eigentlich Levi hieß, ist der Hund der Familie Liliencron. Als Hitler die Macht übernimmt, muss die jüdische Familie fliehen und landet in Hollywood. Dort wird Sirius sogleich entdeckt und steigt als neuer Star die Karriereleiter in Hollywood auf. Durch mehrere Umstände landet der clevere Hund erst im Zirkus, dann Sirius, der früher eigentlich Levi hieß, ist der Hund der Familie Liliencron. Als Hitler die Macht übernimmt, muss die jüdische Familie fliehen und landet in Hollywood. Dort wird Sirius sogleich entdeckt und steigt als neuer Star die Karriereleiter in Hollywood auf. Durch mehrere Umstände landet der clevere Hund erst im Zirkus, dann wieder in Deutschland, wo er zuletzt Adolf Hitlers persönlicher Schoßhündchen wird!

Eine verrückte Geschichte, die einfach Spaß macht! Sirius ist für mich der Forrest Gump der Hunde. Egal wo er ist, macht er Geschichte! Ein Hund, dem die Herzen nur so zufliegen. Am schönsten ist es für mich wirklich, wenn Sirius zu Hitlers Lieblingstier aufsteigt, denn der kann seinem 'Hunderl' einfach nichts abschlagen. Ein Buch für Leute mit schrägen Humor.
Einfach absolut empfehlenswert!

„Sirius: Auswanderer, Filmstar, Kollaborateur - und Foxterrier. Unbedingt lesen! “

S. Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Levi alias Sirius alias Hercules alias Hansi ist ein Foxterrier von überschaubarer Körpergröße, enormer Geistesgröße und bestechender Wortwahl.
Ich habe mir beim Lesen dieses wundervollen Kleinods an Buch mit beschlagener Sicht jede der Szenen bildlich vorgestellt - es bleibt einem ehrlich nichts anderes übrig, denn mit den Augen
Levi alias Sirius alias Hercules alias Hansi ist ein Foxterrier von überschaubarer Körpergröße, enormer Geistesgröße und bestechender Wortwahl.
Ich habe mir beim Lesen dieses wundervollen Kleinods an Buch mit beschlagener Sicht jede der Szenen bildlich vorgestellt - es bleibt einem ehrlich nichts anderes übrig, denn mit den Augen von Levi alias Sirius alias...ect... sehen wir sie alle: Helden und Herrscher jedweder Couleur, Versager und Mitläufer einer Vergangenheit, die immer wieder (und grade aktuell auf die ein oder andere Weise) weltweit auf erschreckende Weise Brisanz erlangt. Sirius ist eine liebenswerte, kuschlige und putzige Stimme, die uns eine Geschichte und ihre Protagonisten süffisant serviert, auf dass wir uns prächtig unterhalten und danach einen äusserst präsenten, durchaus bitteren Geschmack im Mund feststellen. Mein lieber Sirius, deinen eklatanten Hang zum Namedropping kann ich dir mit Leichtigkeit verzeihen, denn dein Buch ist unter Tausenden eines, das mit leichter Hand geschrieben, gleichzeitig diverse Emotionen im Leser hervorrufen kann: Amüsement, Erschrecken, Interesse, Abscheu, Freude, Mitgefühl, Liebe, um nur einige zu nennen. Ja, doch, dieses Buch wird für mich lange nachhallen. Und ich ertappe mich grade dabei, wie ich beim Schreiben dieser Zeilen immer mal wieder sehnsüchtig den kleinen Hund auf dem Cover streichle...

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Weltgeschichte aus der Perspektive eines Hundes. Rundum gelungen! Weltgeschichte aus der Perspektive eines Hundes. Rundum gelungen!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
3
1
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0
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Klasse!!!
von tigerbaer/heinz60 aus Karlsruhe am 04.09.2014

Inhalt: "Berlin, 1938: Der Foxterrier Sirius erblickt das Licht der Welt und findet beim jüdischen Planktonprofessor Liliencron ein Zuhause. Doch dann verliert dieser seine Anstellung und die Familie flieht nach Hollywood. Während sich Liliencron als Chauffeur durchschlägt, wird Sirius zum Kinostar. Fortan feiern Hund und Herrchen glamouröse Partys – bis... Inhalt: "Berlin, 1938: Der Foxterrier Sirius erblickt das Licht der Welt und findet beim jüdischen Planktonprofessor Liliencron ein Zuhause. Doch dann verliert dieser seine Anstellung und die Familie flieht nach Hollywood. Während sich Liliencron als Chauffeur durchschlägt, wird Sirius zum Kinostar. Fortan feiern Hund und Herrchen glamouröse Partys – bis das Schicksal sie entzweit und Sirius wieder in Berlin landet. Dort kläfft sich der charmante Kerl in jedes Herz und schließlich bis ins Führerhauptquartier. Was keiner ahnt: Des Führers neuer Schoßhund ist ein Spion des Widerstands…" Dank einer Lese- bzw. Hörrunde durfte ich mir die Abenteuer von "Sirius", niedergeschrieben von Jonathan Crown anhören. Auf 5 CDs verteilt erlebt der geneigte Zuhörer das Thema 3. Reich in Deutschland mal aus einer anderen Perspektive. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der pfiffige Foxterrier Sirius. Dieser lebt bei der Familie Liliencron, einer jüdischen Familie im Berlin des Jahres 1938. Der Planktonforscher Karl Liliencron und seine Familie müssen sich zunehmend mit der immer schwieriger werdenden politischen Situation in Deutschland auseinandersetzen. Der vorläufig tragische Höhepunkt gipfelt in der Reichsprogromnacht und nach diesen Geschehnissen ist klar, es bleibt nur die Ausreise bevor Schlimmeres passiert. So versucht die Familie in den USA, genauer in Hollywood ihr Glück und während sich das Familienoberhaupt als Chauffeuer durchschlägt, wird Sirius als Filmstar entdeckt. Von dieser Entdeckung profitiert die gesamte Familie, aber der Ruhm birgt auch Schattenseiten. Nach einigen Irrungen und Wirrungen landet Sirius alleine wieder in Berlin und muss sich als jüdischer Hund in Nazideutschland durchbeißen. Sirius ist ein wahrer Chameur und gleichzeitig ein richtiger Tausendsassa, anders könnte er die zahlreichen Abenteuer sicher nicht bestehen ;-) Mir hat das Hörbuch ausnehmend gut gefallen. Die Mischung aus Ernsthaftigkeit, historischen Fakten, Humor und fantasievoller Tiergeschichte unterhält ganz wunderbar und ist aus meiner Sicht wirklich für jedermann, egal welchen Alters, etwas.

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Ein wunderbares Abenteuer!
von Tina Bauer aus Essingen am 08.09.2014

Ein kleiner Hund namens Levi gerät mitten hinein in eine Zeit, die einem das Leben auch als Hund, nicht einfach macht. Als jüdischer Hund ist er mit seiner Familie Liliencron auf der Flucht vor den Nazis und muss seine schöne Heimatstadt Berlin fluchtartig verlassen. In Amerika zieht es die... Ein kleiner Hund namens Levi gerät mitten hinein in eine Zeit, die einem das Leben auch als Hund, nicht einfach macht. Als jüdischer Hund ist er mit seiner Familie Liliencron auf der Flucht vor den Nazis und muss seine schöne Heimatstadt Berlin fluchtartig verlassen. In Amerika zieht es die Familie dank ihrer Freunde nach Hollywood und aus Levi, jetzt Sirius wird ein berühmter Filmstar. Er dreht mit allen bekannten Hollywood-Sternchen. Bei einer Zirkusturnee allerdings passiert das Unglück und er geht verloren und landet ausgerechnet in Berlin im engsten Führerkreis und wird dort zu Hansi, dem geliebten Führerhund…. Ein Abenteuer über einen Hund, der seine Rolle in der Geschichte genauso spielt wie seine Klassiker in Hollywood! Ein wunderbares Abenteuer!

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Ein Hund in der Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Salzuflen am 04.09.2014

Inhalt: Der Terrier Sirius lebt mit seiner jüdischen Familie, den Liliencrons, im Berlin des Jahres 1938. Kein guter Ort um Jude zu sein, auch nicht für einen Hund. Schon bald muss die Familie fliehen und wandert nach Hollywood aus. Dort treffen die Menschen aus Deutschland auf viele Berühmtheiten dieser... Inhalt: Der Terrier Sirius lebt mit seiner jüdischen Familie, den Liliencrons, im Berlin des Jahres 1938. Kein guter Ort um Jude zu sein, auch nicht für einen Hund. Schon bald muss die Familie fliehen und wandert nach Hollywood aus. Dort treffen die Menschen aus Deutschland auf viele Berühmtheiten dieser Zeit und dann wird Sirius auch noch selbst zum Filmstar. Er dreht Filme und wird zum Publikumsliebling und dann zum Zirkusstar. Erneute schicksalhafte Ereignisse sorgen jedoch dafür, dass der kleine Hund wieder nach Berlin zurück gebracht wird und dort auf den Mann trifft, dem er viel Elend verdankt: Adolf Hitler. Meinung: Ein wunderbares Zeugnis dieser Zeit. „Sirius“ gibt sowohl Einblicke in den Verlauf des 2. Weltkrieges und den Geschehnissen in Nazideutschland, als auch in das prunkvolle Leben der Traummaschine Hollywood, wobei der hündische Held auch auf Berühmtheiten, wie Hedi Lamar treffen darf. Die Geschichte ist sowohl lehrreich, als auch rührend, witzig und gut erzählt und die enthaltenen Weisheiten regen zum Nachdenken an. Florian Lukas, der Vorleser, hat mir ebenfalls sehr gefallen. Er hat eine angenehme Stimme und liest auch mit angenehmer Betonung und Schnelligkeit. Ich denke dieses Hörbuch ist für jeden was, der sich gerne mit Hundegeschichten oder den Geschehnissen des dritten Reichs befasst. Sirius ist auf jeden Fall der liebenswerteste Charakter, der mir seit langer Zeit begegnet ist. Fazit: Ein Foxterrier als Zeitzeuge. Einfach wunderbar und ergreifend.

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Gute Umsetzung und schöne Sprechstimme
von Nicole aus Nürnberg am 06.09.2014

Meine Meinung zum Hörbuch Sirius: Florian Lukas war mir bis zu diesem Hörbuch kein Begriff. Zum Glück durfte ich aber durch diese CD, seine Stimme kennen lernen. Der Sprecher hat für mich eine sehr angenehme und warme Stimme.Er schafft es Sirius und seiner Familie Leben einzuhauchen. Somit konnte ich mich... Meine Meinung zum Hörbuch Sirius: Florian Lukas war mir bis zu diesem Hörbuch kein Begriff. Zum Glück durfte ich aber durch diese CD, seine Stimme kennen lernen. Der Sprecher hat für mich eine sehr angenehme und warme Stimme.Er schafft es Sirius und seiner Familie Leben einzuhauchen. Somit konnte ich mich sehr gut in diese Geschichte hinein denken. Das Buch ist spannend, und auch mit einigen traurigen und zugleich schönen Gedanken geschrieben worden. Wie es im 2. Weltkrieg und mit der Flucht so vor sich ging, wird hier auch gut nach erzählt. Aber vor allem erfahre ich davon, wie Sirius sein Leben erst in Deutschland in der Stadt Berlin verbrachte, und wie er mit seinem Herrchen fliehen musste. Letztlich landet Sirius in Hollywood und wird Schauspiel Hund. Mit viel Witz, Charme und Dramatik. Man bangt richtig mit Sirius mit. Als er getrennt von seinem Herrchen auch noch beim Führer landet, ist die Spannung definitiv hoch. Ich habe es genossen, dieses Hörbuch zu hören. Einfach weil es besonderst erzählt wird, und die Stimme authentisch für mich geklungen hat. Was mich auch begeisterte: Das man nebenher noch von Warner Bros so einige Informationen erhält. Wie er die jüdische Familie unterstützt hatte. Das war mir als Hörerin bis dato nicht bekannt, das auch große Firmen im zweiten Weltkrieg die Juden geschützt haben. Obwohl wenn man ja weiter nachdenkt, kann man viele großen Firmen entdecken, die geholfen haben. Das Hörbuch hat mir auf jeden Fall die Augen geöffnet. Auch hat es mich gleichzeitig sehr gefreut, das eben damals nicht nur weggesehen wurde. Als ich diese CD´s zu Ende gehört hatte, hat es mich nicht gleich los gelassen, sondern ich dachte viel darüber nach, wie es damals so war, und wie wäre ich mit dieser Situation umgegangen, denn ich denke das Thema Flucht ist nicht einfach zu verdauen. Für mich ist Sirius ein Beispiel dafür, das selbst kleine Geschehnisse doch sehr großes bewirken können. Da denke ich gerade an den Spruch: Das Sandkorn im Getriebe, klein und doch hat es sehr viel Macht, etwas zu zerstören. Mein Fazit: Hört/Lest das Buch selbst, denn es ist auf jeden Fall ein Gewinn.

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Sirius
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 22.09.2014

Der Inhalt des Buches lässt sich am einfachsten über die verschiedenen Namen des Protagonisten-Hundes zusammenfassen: 1938 wird in Berlin Levi geboren, ein jüdischer Hund, der schon als Welpe dem ersten Mordanschlag durch die Nazis entgeht und bei den Liliencrons - einer jüdischen Familie landet. Doch selbst als Hund darf man zu... Der Inhalt des Buches lässt sich am einfachsten über die verschiedenen Namen des Protagonisten-Hundes zusammenfassen: 1938 wird in Berlin Levi geboren, ein jüdischer Hund, der schon als Welpe dem ersten Mordanschlag durch die Nazis entgeht und bei den Liliencrons - einer jüdischen Familie landet. Doch selbst als Hund darf man zu dieser Zeit kein Jude sein, bzw. keinen jüdischen Namen tragen, und so wird der Hund umbenannt in Sirius, nach dem Sternbild des Großen Hundes. Zusammen mit Sirius fliehen die Liliencrons nach Amerika. Hier ändern auch sie ihren Namen und heißen fortan Crown. Sirus wird Filmstar in Hollywood und spielt Herkules. Unter diesem Namen wird er berühmt und tritt im Zirkus auf. Unabsichtlich und unfreiwillig kehrt er alleine nach Nazi-Deutschland, nach Berlin. Er wird gefunden und mit nach Hause genommen von Jemandem für den es sehr wichtig ist, dass er ein echter deutscher Hund ist. Und so erhält er erneut einen neuen Namen - Hansi. "Jeder Hund ist ein deutscher Hund - wenn er Hansi heißt." Levi/Hansi wird zum Doppelagent. Er arbeitet für den Widerstand und wird zu Hitlers persönlichem Schoßhund und Glücksbringer. Das Buch hat mich ein wenig an Forrest Gump oder Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand erinnert. Historische Fakten und geschichtliche Ereignisse werden kombiniert mit der Lebensgeschichte eines fiktiven Helden, der irgendwie in alle diese Ereignisse verstrickt wird. In diesem Fall ist der Held ein Hund. Der Autor versucht die Schrecken der Nazi-Zeit, die Grausamkeit Hitlers, die Ungeheuerlichkeiten der Judenverfolgung zu kombinieren mit der Unbeschwertheit der High Society in Hollywood und der niedlichen, unschuldigen Natur des kleinen Hundes. Prinzipiell eine gute Idee und zu Beginn auch gut umgesetzt. Das Buch ist sehr kurzweilig, größtenteils lustig und sehr unterhaltsam. Sirius fühlt, denkt und agiert wie ein Mensch, ist dabei aber niedlich und verspielt wie ein Hund und wächst einem daher schnell ans Herz. Jedoch nimmt sein Leben Wendungen, die zum Teil so abenteuerlich und albern sind, dass sie wirken wie "an den Haaren herbeigezogen". Unterbrochen wird die Schilderung von Sirius' Lebensgeschichte von Berichten über die historische Situation in Europa, Bombenangriffen auf Berlin und Szenen mit Adolf Hitler. Diese Stimmungswechsel funktionieren gut, solange der andere Teil der Geschichte ein gewisses Niveau hält. An den Stellen, an denen die Karriere des "Hunderl" aber zu abenteuerlich wird, empfand ich eine gewisse Pietätlosigkeit. Hervorzuheben ist auf jeden Fall, Florian Lukas als Sprecher des Hörbuchs. Er hat dafür gesorgt, dass ich das Hörbuch, trotz größeren Längen im Mittelteil, zu Ende gehört habe. Er spricht Hund und Mensch und Nazi alle in der perfekten Stimmlage, vermittelt Stimmungen, ob Freud, ob Leid und begleitet einen auch durch die dunklen Stunden in Sirius' Leben, die wohl auch die dunkelsten in unserer Geschichte sind. Sirius ist eine Komödie für Hundefreunde, die durch ihren historischen Bezug, zwischendurch auch zum Nachdenken anregt. "Das Hunderl hat Mitleid mit dem kranken alten Mann dessen Welt gerade zusammenbricht. Sirius hasst Hansi dafür und Herkules wiederum würde dem Alten am liebsten an die Gurgel springen um Levi zu rächen. Sind sie nicht alle ein und derselbe Hund?"

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Mit Augenzwinkern erzähltes Stück Zeitgeschehen, das sowohl fiktiv als auch real ist und viele Elemente der Tiererzählung (ohne Ich-Erzähler) mit einer Familiengeschichte verknüpft

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Sirius
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Der Foxterrierwelpe Levi hat einen besonderen Stammbaum. Er ist der jüngste einer besonders intelligenten Züchtung. Doch da sein Züchter Jude ist, bekommt er bereits in frühester Jugend die Schrecken des NS-Regimes zu spüren. Er überlebt als einziger - als Kissen getarnt. In der Familie Liliencron erlebt er eine glückliche... Der Foxterrierwelpe Levi hat einen besonderen Stammbaum. Er ist der jüngste einer besonders intelligenten Züchtung. Doch da sein Züchter Jude ist, bekommt er bereits in frühester Jugend die Schrecken des NS-Regimes zu spüren. Er überlebt als einziger - als Kissen getarnt. In der Familie Liliencron erlebt er eine glückliche Zeit, der Professor geht täglich mit ihm zu seinem Lieblingsbaum und Rahel, sein Frauchen, bringt ihm allerlei Kunststücke bei. Als der Professor erkennen muss, dass er als Forscher in Deutschland nicht mehr arbeiten kann, flieht die Familie nach Hollywood. Und aus dem kleinen Levi wird Sirius, aus dem Sternbild des großen Hundes. Auch mit vielen guten Verbindungen fällt das Leben für die Familie nicht leicht, aus dem Professor für Planktonforschung wird der Chauffeur eines Hollywoodstars. Erst als auf einer der Fahrten zu den Filmstudios Sirius mitkommt und dort als Filmhund entdeckt wird verbessert sich die Lage zu Sehens. Und nun wird aus Sirius der Star Hercules. Er lernt alle Größen des Filmgeschäfts kennen. Das Lebensmotto des Hundes ist, sich immer anzupassen. In seinem Leben hat er viele verschiedene Namen und Rollen gespielt, und er lernt schnell Neues. Der Schreibstil ist recht kurz und nüchtern gehalten. Trotzdem, oder gerade deswegen, treten die Gräuel des Nazi-Regimes besonders hervor. Man lebt und bangt von Anfang bis zum Ende des Buches mit dem Leben des Hundes wie auch der Familie Liliencron. Viele kluge Sprüche und Mut machendes in schwierigen Zeiten werden vermittelt. Der einzige Negativpunkt ist das etwas kitschige Cover, das dieser äußerst lesenswerte Roman nicht verdient hat.

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Ein Glücksgriff
von einer Kundin/einem Kunden aus Stolberg (Rhld.) am 27.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch Sirius erzählt einige Jahre im Leben der jüdischen Familie Liliencron, die mit ihrem Foxterrier Levi recht wohlhabend im Berlin der 30er Jahre leben. Levi gerät durch puren Zufall in die Familie hinein und dennoch scheint es irgendwie Fügung des Schicksals zu sein. Er gehört einem ganz bestimmten... Das Buch Sirius erzählt einige Jahre im Leben der jüdischen Familie Liliencron, die mit ihrem Foxterrier Levi recht wohlhabend im Berlin der 30er Jahre leben. Levi gerät durch puren Zufall in die Familie hinein und dennoch scheint es irgendwie Fügung des Schicksals zu sein. Er gehört einem ganz bestimmten Zucht-Stammbaum an, in dem die Hunde nach Intellekt selektiv weiter gezüchtet wurden. Dadurch ist er sozusagen hochbegabt und verfügt über Fähigkeiten, die normalen Hunden nicht zu eigen sind. Bspw. versteht er jedes Wort, das Menschen zu ihm sprechen und er versteht auch die Gespräche der Menschen untereinander. Für ihn unverständlicherweise bekommt er jedoch einen neuen Namen, als die Rassegesetze Hitlers vorschreiben, dass jeder Jude seinen Namen zu ändern hat. Um Levi nicht sofort als jüdischen Hund zu outen entschließt sich Prof. Liliencron, ihn in Sirius umzubenennen. Lt. Autor Jonathan Crown - übrigens der Name, den das Familienoberhaupt nach einiger Zeit als neuen Familiennamen in den USA wählt - wurde ihm die ganze Geschichte vom Nachfahren jenes Sirius übermittelt, sodass sie immer ein wenig aus der Sicht des Terriers geschildert scheint. Sozusagen ein Buch eines Hundes. Ich wüsste zu gerne, wie der richtige Name des Autors lautet. Kurz nach der Reichskristallnacht gelingt der Familie die Flucht in die USA. Dort beginnt nun eine wahrhaft abenteuerliche und gleichzeitig auch extrem amüsante und phantasievolle Geschichte, die einen das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen lässt. Sirius wird im Verlaufe zum Filmstar, dem ganz Hollywood zu Füßen liegt und sogar zur Zirkusattraktion bei Barnum & Bailey. Durch einen dummen Irrtum gelangt er wieder zurück nach Deutschland und natürlich wieder nach Berlin. Dort avanciert er zum Schoßhund Hitlers und wird zum Verbündeten des Widerstands - wenngleich leider nicht ganz vollkommen. Natürlich ist dieser Roman frei erfunden, jedoch ist der Ablauf so unterhaltsam und dennoch tlw. auch nachdenklich stimmend. Einerseits rührt er am schwärzesten Kapitel der deutschen Geschichte, was durchaus den Rahmen der ganzen Story ausmacht. Andererseits geht er dabei nicht melodramatisch, sondern relativ nüchtern zu Werke. Das Salz in der Suppe bilden m. E. jedoch die quasi nebenbei auftretenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Angefangen vom Retter des Sohnes Georg, der sich bereits auf dem Weg ins KZ befand - keinem Geringerem als Peter Lorre - über Filmschauspieler wie John Wayne, James Stewart, Humphrey Bogart, Marlene Dietrich - und Filmgrößen wie Billy Wilder, Fritz Lang und Jack Warner - bis hin zu den Mächtigen der Aera wie Conrad Hilton, Winston Churchill, Professor Sauerbruch oder Hermann Göring. So entsteht ein Gesamtkunstwerk, das wirklich unglaublich fesseln und unterhalten kann. Nicht einmal das Ende ist konventionell sondern ausgesprochen pfiffig und beim Film wäre man sicher: Da folgt irgendwann eine Fortsetzung! Der Schreibstil ist dem Genre Unterhaltungsliteratur entsprechend locker und unkompliziert. Eignet sich durchaus auch für Gelegenheitsleser und nicht nur für bücherfressende Leseratten. Dieses Buch wird definitiv mein Geheimtipp für viele Leute, die mal etwas anderes lesen wollen. Von mir gibt es die volle Punktzahl!

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Sirius
von einer Kundin/einem Kunden am 05.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein sehr faszinierende Buch. Die Idee, sich der Hundeperspektive zu bedienen ist mal ganz anders, besonders bei diesem brisantem Thema. Doch in der Tat ist die Umsetzung recht gut gelungen. Man kommt bestens hinein und der flüssige Schreibstil macht es dem Leser einfach. Es gibt keine langatmigen Passagen, die... Ein sehr faszinierende Buch. Die Idee, sich der Hundeperspektive zu bedienen ist mal ganz anders, besonders bei diesem brisantem Thema. Doch in der Tat ist die Umsetzung recht gut gelungen. Man kommt bestens hinein und der flüssige Schreibstil macht es dem Leser einfach. Es gibt keine langatmigen Passagen, die Handlung ist immer nachvollziehbar, nie verwirrend. Was der jüdischen Familie passiert, wie sie es gerade noch schaffen zu überleben und wie sie sich in der neuen Welt zurechtfinden müssen, ist herzlich und behutsam beschrieben. Es ist sehr gut zu lesen und nicht unangenehm oder belastend. Natürlich sind manche Passagen zum Weinen. Das bleibt bei dem Thema des zweiten Reiches nicht aus. Doch Crown versteht sich auch darin, Humor einzubringen und eine liebenswürdige Seite zu zeigen. Dadurch hat man nicht das Gefühl, ein düsteres Drama zu lesen. Die Geschichte ist sehr zu empfehlen. Sie hat einen ganz besonderen Charakter. Das Ende hat mir dennoch nicht so gut gefallen, doch in diesem Fall war ein packendes Finale auch nicht der ausschlaggebende Punkt.

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Sirius
von einer Kundin/einem Kunden aus Wedel am 05.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein sehr faszinierende Buch. Die Idee, sich der Hundeperspektive zu bedienen ist mal ganz anders, besonders bei diesem brisantem Thema. Doch in der Tat ist die Umsetzung recht gut gelungen. Man kommt bestens hinein und der flüssige Schreibstil macht es dem Leser einfach. Es gibt keine langatmigen Passagen, die... Ein sehr faszinierende Buch. Die Idee, sich der Hundeperspektive zu bedienen ist mal ganz anders, besonders bei diesem brisantem Thema. Doch in der Tat ist die Umsetzung recht gut gelungen. Man kommt bestens hinein und der flüssige Schreibstil macht es dem Leser einfach. Es gibt keine langatmigen Passagen, die Handlung ist immer nachvollziehbar, nie verwirrend. Was der jüdischen Familie passiert, wie sie es gerade noch schaffen zu überleben und wie sie sich in der neuen Welt zurechtfinden müssen, ist herzlich und behutsam beschrieben. Es ist sehr gut zu lesen und nicht unangenehm oder belastend. Natürlich sind manche Passagen zum Weinen. Das bleibt bei dem Thema des zweiten Reiches nicht aus. Doch Crown versteht sich auch darin, Humor einzubringen und eine liebenswürdige Seite zu zeigen. Dadurch hat man nicht das Gefühl, ein düsteres Drama zu lesen. Die Geschichte ist sehr zu empfehlen. Sie hat einen ganz besonderen Charakter. Das Ende hat mir dennoch nicht so gut gefallen, doch in diesem Fall war ein packendes Finale auch nicht der ausschlaggebende Punkt.

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ein liebenswerter Zeitgenosse
von einer Kundin/einem Kunden aus Hallau am 14.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sirius, geborener Levi, ist ein neugieriger, lernfähiger Hund des jüdischen Bürgertums, der in seinem kurzen Hundeleben lernen muss, in verschiedensten Rollen zu glänzen: sei es als Familienhund, sei es als animal actor oder auch als spionierender Schosshund von Hitler. Sicher kann man dieses Kriegsmärchen kritisieren, weil die Hundeperspektive vieles... Sirius, geborener Levi, ist ein neugieriger, lernfähiger Hund des jüdischen Bürgertums, der in seinem kurzen Hundeleben lernen muss, in verschiedensten Rollen zu glänzen: sei es als Familienhund, sei es als animal actor oder auch als spionierender Schosshund von Hitler. Sicher kann man dieses Kriegsmärchen kritisieren, weil die Hundeperspektive vieles verniedlichen könnte - aber es bleibt ein liebenswerter Beitrag eines äusserst aufgeweckten Protagonisten auf vier Pfoten. Also ich bin auf den Hund gekommen und wünsche mir mehr Bücher von aufgeweckten Haustieren.

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Auf vier Beinen durch das bewegte 20. Jahrhundert
von Inge Weis aus Pirmasens am 11.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wenn Hunde unsere Herzen öffnen ...Ein Foxterrier schreibt Geschichte. Ein zweifelhaftes Schicksal ist dem Foxterrier Sirius zugedacht, als er hineingeboren wird ins dunkle Jahr 1938 in die Stadt Berlin. Er wird ausgerechnet als Schoßhund des Führers auserkoren. Und das ist so gar nicht nach seinem Geschmack. Doch ich fange... Wenn Hunde unsere Herzen öffnen ...Ein Foxterrier schreibt Geschichte. Ein zweifelhaftes Schicksal ist dem Foxterrier Sirius zugedacht, als er hineingeboren wird ins dunkle Jahr 1938 in die Stadt Berlin. Er wird ausgerechnet als Schoßhund des Führers auserkoren. Und das ist so gar nicht nach seinem Geschmack. Doch ich fange mal am Anfang an und erzähle der Reihe nach. Ursprünglich war Sirius nämlich der Familienhund der Familie Liliencron. Als der renommierte Planktonforscher Carl Liliencron seinen Titel und seine Anstellung verliert, flieht die Familie nach den Novemberprogromen nach Hollywood. Während Carl Liliencron sich als Chauffeur durchschlägt und mit seinem Schicksal hadert, nimmt Sirius sein Leben selbst in die Hand und beginnt seine Karriere als begehrter Filmhund. Alsbald wird er zum gefeierten Star und lernt Größen wie Marlene Dietrich, John Wayne, Rita Hayworth und Bully Wilder kennen. Als Attraktion bei der großen Show der Welt, mit der der Zirkus Barnum durchs Land zieht, geht er eines Tages in der Zeitmachine des Zauberers Manzini verloren - und findet sich mitten im Krieg im Führerhauptquartier wieder.....Aber ein kluger Foxterrier wie er weiß sich zu helfen. Geschickt setzt er seine neuen Verbindungen ein und wird zum Informanten für den Widerstand. Jonathan Crown inszeniert eine abenteuerliche Zeitreise, lässt seinen Helden Aberwitziges erleben und überrascht mit verblüffenden Wendungen. Eine wunderschöne Hundegeschichte einfühlsam geschrieben die den Leser amüsiert und in seiner Seele berührt, die Geschichte ein Seelenwärmer der besonderen Art nicht nur für Hundeliebhaber! Ein grandioses Lesevergnügen. Das Buch fällt durch sein schön gestaltetes Cover auf: ein Hund mit unternehmungslustigem Blick. Das passt zum Thema. Absolute Kaufempfehlung von mir.

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Sirius
von Jennifer aus Stadtroda am 11.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Ein Parforceritt durch die stürmische Geschichte der 1930/40er-Jahre. Der Berliner Foxterrier Sirius wächst in der jüdischen Familie Liliencron auf und flüchtet mit dieser wegen der Novemberverfolgungen 1938 nach Amerika. In Hollywood bekommt er eine Anstellung als Filmhund und lernt ganz nebenbei die Schauspielgrößen der Zeit, Billy Wilder, Marlene Dietrich etc.,... Inhalt: Ein Parforceritt durch die stürmische Geschichte der 1930/40er-Jahre. Der Berliner Foxterrier Sirius wächst in der jüdischen Familie Liliencron auf und flüchtet mit dieser wegen der Novemberverfolgungen 1938 nach Amerika. In Hollywood bekommt er eine Anstellung als Filmhund und lernt ganz nebenbei die Schauspielgrößen der Zeit, Billy Wilder, Marlene Dietrich etc., persönlich kennen. Später wird er zum Zirkushund und gelangt zurück nach Berlin. Dort wird er, man mag es kaum glauben, Schoßhund und Trauzeuge des Führers. Kurzum, Sirius erlebt alle Irrungen und Wirrungen der Zeit hautnah mit - erst als Verfolgter, dann als gefeierter Star. Letzteres erklärt auch den häufigen Namenswandel des Hundes, von Levi über Sirius und Herkules zu Hansi. Erzählweise/Stil: Jonathan Crown schreibt flüssig und sehr unterhaltsam. Mitunter argumentiert er auch sehr tiefgründig bzw. nachdenklich, was folgendes Zitat über die Emigration nach Amerika beweist: "Georg nimmt nichts mit. Gar nichts. Das wiegt am meisten". Am meisten hat mich die ungewöhnliche Erzählperspektive des Romans beeindruckt. Der Berichterstatter/Protagonist ist ein Hund. Dieser ist klug und mit allen Wassern gewaschen; fast ein Mensch. Zudem versucht der Autor, alle wichtigen zeitgenössischen Personen aus Showbiz und Politik mit einzubauen. Dadurch bekommt der Leser einen Eindruck vom kulturellen und politischen Klima der Zeit. So macht man u. a. Bekanntschaft mit überzeichneten Stars wie dem verrückten Tänzer Billy Wilder. Skurrile Begegnungen und Anekdoten bleiben nicht aus. Der Kiepenheuer & Witsch-Verlag ordnet den Roman deshalb dem Genre der Screwball-Comedy zu. Schon die Idee, dass ein kleiner Foxterrier an den wichtigsten Entscheidungen der damaligen Zeit beteiligt ist bzw. diese trifft, ist mehr als Comedy. Auch der Autor nimmt die Geschichte rund um Sirius nicht so ganz ernst, was der letzte Satz des Romans belegt: "Aber wer weiß schon, wie es wirklich wahr?" Fazit: Ein gelungener Erstling, der sich den ernsten Themen des 20. Jahrhunderts (Judenverfolgung, Weltkrieg etc.) auf eindrückliche (oft tragikomische) Weise nähert. Ein Hund schreibt Weltgeschichte neu."Sirius" hat mich ab der ersten Seite gefesselt, ein wahrer Pageturner. Verdiente 5 Sterne. Danke vorablesen, für dieses außergewöhnliche Leseerlebnis! PS: Ob nun vom Autor so gewollt oder nicht, dessen Nachname "Crown" entspricht dem neuen amerikanischen Familiennamen der Liliencrons (auch "Crown"). Vielleicht bringt die Widmung Licht ins Dunkel. :)

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Ein wahrer Lesegenuss
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 22.08.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Berlin im Frühjahr 1938. Levi, der kleine Terrier, lebt bei der Familie von Professor Liliencron in Berlin. Im Rahmen der neuen Rassengesetze muss die Familie ihre Namen „verjüdischen“ und so bekommt auch der Hund einen neuen Namen: Sirius. Nach der Flucht der Familie wird der kleine Kerl eher zufällig... Berlin im Frühjahr 1938. Levi, der kleine Terrier, lebt bei der Familie von Professor Liliencron in Berlin. Im Rahmen der neuen Rassengesetze muss die Familie ihre Namen „verjüdischen“ und so bekommt auch der Hund einen neuen Namen: Sirius. Nach der Flucht der Familie wird der kleine Kerl eher zufällig zu Hollywoods neuem Filmstar Herkules. Doch das Schicksal führt ihn zurück nach Deutschland und als Hansi an die Seite Hitlers. Er begegnet vielen Persönlichkeiten wie Hans Fallada, Käthe Kollwitz, Billy Wilder, Humphrey Bogart bis hin zu Graf von Stauffenberg, um nur ein paar zu nennen. Seine Beschreibungen und Gedanken spiegeln wunderbar den Zeitgeist wieder und lassen einen, trotz der Ernsthaftigkeit des Themas, oft lachen. Brillant geschrieben, kurz und eher nüchtern beschreibt der kleine Kerl in der 3. Person aus seiner Sicht die Geschehnisse, aber dadurch auch umso aussagekräftiger. Das Buch war ein wahrer Lesegenuss!

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Lichtblick in der Dunkelheit
von Tintenherz aus Kronshagen am 12.08.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

"Sirius" von Jonathan Crown erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag, Seitenanzahl: 287 Inhalt: Der Foxterrier Levi und seine jüdische Familie Liliencron müssen im Jahre 1938 aufgrund einer Säuberungsaktion Hitlers aus Berlin flüchten. Ihre Reise geht nach Hollywood, um dort ein neues Leben zu beginnen, natürlich mit ihrem schlauen Hund. Autor: Jonathan Crown, der öffentlichkeitsscheue... "Sirius" von Jonathan Crown erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag, Seitenanzahl: 287 Inhalt: Der Foxterrier Levi und seine jüdische Familie Liliencron müssen im Jahre 1938 aufgrund einer Säuberungsaktion Hitlers aus Berlin flüchten. Ihre Reise geht nach Hollywood, um dort ein neues Leben zu beginnen, natürlich mit ihrem schlauen Hund. Autor: Jonathan Crown, der öffentlichkeitsscheue Autor, beharrt darauf, dass sein Foxterrier Alpha – ein Enkel des Romanhelden Sirius – ihm die Familiengeschichte erzählt hat. Crown musste die Erlebnisse nur protokollieren. Deshalb empfindet er sich nicht als Schriftsteller, sondern als Medium. »Es ist der erste Roman eines Hundes«, sagt er. »Ich hoffe, das macht anderen Haustieren Mut, ihre Stimme zu erheben und die Weltgeschichte neu zu schreiben.« Meine Meinung zu dem o. g. Buch: Das Buch liest sich mit einem einfachen und verständlichen Schreibstil und dank der übersichtlichen und kurzen Absätze angenehm flüssig. Die Geschichte handelt von einer jüdischen Familie, die Deutschland wegen Hitler und seinen Visionen verlassen muss; in einer Zeit angefangen bei den November-Pogromen bis hin zum 2. Weltkrieg. Die goldene Ära Hollywoods mit seinen berühmten Schauspielern und die deutsche Geschichte zur Zeit der Ära Hitlers spielen in diesem Buch eine Rolle. Der Protagonist Levi (Sirius) spielt die Hauptrolle. Seine kleinen Kunststückchen im Film und im Zirkus erheitern die Menschen und sein Weg führt von Berlin über Hollywood und wieder zurück nach Berlin. Er schreibt Weltgeschichte und nimmt den Leser auf seine abenteuerliche Reise mit. Die Autor bringt diesen Roman gekonnt an den Leser. Es ist eine sehr bewegende Familiengeschichte, in der viel Dunkelheit herrscht. Fazit: Eine anrührende Hunde-/Familiengeschichte mit geschichtsträchtigem Inhalt.

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Was macht kleine Hunde ganz groß?
von Wuschelchen99 am 10.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Levi, ein Foxterrier, Hund der jüdischen Familie Liliencron, leidet wie seine Familie unter den Judenpogromen. Sein Name wird in Sirius geändert, weil er keinen jüdischen Namen mehr tragen darf. Sein neuer Name bedeutet großer Hund und macht ihn sehr stolz. Er ist ein schlauer und gelehriger Hund, seine Kunststückchen... Levi, ein Foxterrier, Hund der jüdischen Familie Liliencron, leidet wie seine Familie unter den Judenpogromen. Sein Name wird in Sirius geändert, weil er keinen jüdischen Namen mehr tragen darf. Sein neuer Name bedeutet großer Hund und macht ihn sehr stolz. Er ist ein schlauer und gelehriger Hund, seine Kunststückchen bringen ihm nicht nur Leckereien ein. Neben seiner Familie ist ein großer Baum in Berlin sein bester Freund. Doch auf die Flucht nach Hollywood kann der Baum nicht mitkommen, er muss im Berlin der Hitlerzeit bleiben. Doch ein schlauer Foxterrier kann auch in Hollywood überleben. Der kleine große Hund Sirius wird zum Star und sichert seiner Familie das Überleben. Auf seinem Weg trifft er auf viele Größen des damaligen Hollywoods und wird zur Zirkusattraktion. Letztendlich wird er durch viele Wirrungen und dem wieder neuen Namen Hansi zum Schoßhund Adolf Hitlers. Ein kleiner Hund ist an der Weltgeschichte beteiligt! Gelingt es ihm, seine Familie wiederzusehen? Jonathan Crown schreibt „Sirius“ in kurzen, knappen Absätzen, die sehr aussagekräftig sind. Schnell musste ich vor Spannung weiterlesen. Die flüssige Erzählweise aus der Sicht eines Hundes, der Zeitgeschichte, aber auch eine Familiengeschichte erzählt, ist außergewöhnlich gewählt. Sehr schön gestaltet finde ich die Beziehung zu dem Baum, sie ist sehr tiefgründig, fast philosophisch und wunderschön. Das Cover erinnert an ein Kinderbuch. Aber der Inhalt ist eher erst für das Jugendalter geeignet, hier sollte sich der Leser/Käufer nicht irritieren lassen. Viel Interessantes erfährt der Leser über die Hollywoodgrößen der damaligen Zeit. Der Autor hat gut recherchiert, denn die erwähnten Gewohnheiten und Macken entsprechend der Wahrheit. Doch finde ich diesen Teil zu überzeichnet und überbewertet, in Europa sterben täglich Menschen! Doch gibt es auch negative Punkte an dem Werk, die ich nicht unerwähnt lassen möchte: Wieso wird der Hund zu vermenschlicht? Gespräche führen in Echt, Kommunikation über das Klavier? Da endete mein Verständnis. Auch Hitler wurde sehr satirisch dargestellt. Das passte nicht zum Inhalt des Buches. Auch am Ende war die Luft raus. Ob es eine Fortsetzung gibt? Zu viel blieb offen. Ein gutes und interessantes Buch mit wenigen kleinen Schwächen aus einer interessanten Erzählweise.

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Der letzte Überlebende vom dritten Reich
von kindder80er am 17.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich habe ja einen Hang zu verrückten, schrägen Stories, weshalb der Klappentext von "Sirius" einfach meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen MUSSTE! Auch wenn man aufgrund der ernsten Kulisse keine Schenkelklopferkomödie erwarten darf, musste ich doch einige Male schmunzeln. Da wäre zum einen der Satz, den ich als Titel ausgewählt... Ich habe ja einen Hang zu verrückten, schrägen Stories, weshalb der Klappentext von "Sirius" einfach meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen MUSSTE! Auch wenn man aufgrund der ernsten Kulisse keine Schenkelklopferkomödie erwarten darf, musste ich doch einige Male schmunzeln. Da wäre zum einen der Satz, den ich als Titel ausgewählt habe: "Der letzte Überlebende vom dritten Reich". Damit wird nicht das Ende des Buches vorweggenommen, sondern erklärt, dass nur Sirius vom dritten Wurf des Züchters, der nunmal "Reich" hieß, überlebt hat. Wie es dazu kam, ist überhaupt nicht zum Schmunzeln, aber wenn einem dann so ein Kurzsatz zwischen die Augen geworfen wird, muss man einfach bitter auflachen. Überhaupt hat das Buch schon einiges zu bieten, was historisch belegt ist. Es gab diesen Dackel Kurwenal tatsächlich. Es gab auch einen Hund, dessen "Gedichte" abgedruckt wurden ("Arli", Hund einer Tochter Thomas Manns). Hier im Buch wurde daraus Jakob (aus dem "zweiten Reich"), aber irgendwie musste Sirius ja eine Art Stammbaum bekommen. Auch wenn es im Klappentext heißt, es würde aus der Perspektive des Hundes erzählen, wird im Buch vom Hund Sirius in der dritten Person gesprochen. Ist mir sogar ein bisschen lieber, als wenn er selbst zum Leser sprechen würde. Trotzdem kann man behaupten, dass der Roman aus seiner Sicht erzählt, da seine Bedürfnisse, Eigenheiten und Beobachtungen oft im Mittelpunkt stehen. Überhaupt ist die Sprache relativ nüchtern und kurzfassend, aber dennoch bildhaft. Man kann sich den kleinen drahtigen Terrier richtig gut bei seinen Kunststückchen vorstellen. So wird ihm beigebracht, beim Hochhalten von "Mein Kampf" die rechte Vorderpfote zu heben und es wird darüber nachgedacht, das Kunststück geringfügig zu erweitern, so dass er sich auf das ganze Machwerk "erleichtern" möge. Im Hause Liliencron gehen zum Teil auch illustre Gäste ein und aus: Hans Fallada und Käthe Kollwitz gehören dazu und die Liliencrons sind nicht gewillt, sich vertreiben zu lassen. Irgendwann ist es dann leider doch soweit und die Liliencrons müssen fliehen. Nach schrecklichen Ereignissen, die kurzfristig auch die Familie trennen, bekommen sie prominente Hilfe aus Hollywood. Die dann zum Teil überbordenden Aufzählungen von Promis in Hollywood und deren Parties sind oft mühsam zu lesen, beschreiben aber auch die (nicht nur) zu dieser Zeit herrschende Oberflächlichkeit und damit auch Kurzlebigkeit. Schon allein die Handlung, dass Sirius einen anderen Hundestar binnen kürzester Zeit vom Thron gestoßen hat (und vor allem WIE) ist eine schöne Allegorie auch zum heutigen Zeitgeist. Ich muss dem Autor aber auch eine sehr gute Recherche zusprechen. Wer mit wem damals in Kontakt stand und wie die Verhältnisse waren, stimmt größtenteils tatsächlich - man erfährt so eine Menge über Clark Gable, Billy Wilder, Humphrey Bogart und Peter Lorre. Nach der schillernden Zeit in Hollywood gerät Sirius zum Zirkus und über Umwege zurück nach Berlin und in den Dunstkreis Hitlers... Und das alles in nur knapp 300 Seiten eines relativ kleinen Buches... Wow! Eine Geschichte, die mir unter die Haut gegangen ist!

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K_ein Hundeleben
von einer Kundin/einem Kunden aus Neudörfl am 07.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

1) Inhalt Sirius ist ein kluger Foxterrier, der mit seiner Familie in Berlin lebt. Früher hörte er auf den Namen Levi, aber seit die Deutschen damit angefangen haben, Juden zu malträtieren, ist es Pflicht geworden, jüdische Vornamen zu ändern. Ob das auch für Hunde gilt? Man weiß es nicht, aber... 1) Inhalt Sirius ist ein kluger Foxterrier, der mit seiner Familie in Berlin lebt. Früher hörte er auf den Namen Levi, aber seit die Deutschen damit angefangen haben, Juden zu malträtieren, ist es Pflicht geworden, jüdische Vornamen zu ändern. Ob das auch für Hunde gilt? Man weiß es nicht, aber sicher ist sicher. Als dann auch noch mit Judenverfolgungen und Deportationen begonnen wird, flüchtet seine Familie gemeinsam mit ihm nach Amerika, um ein neues Leben zu beginnen. Und was für ein neues Leben! Sirius wird als Filmstar entdeckt, weil er zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, und entwickelt sich zu einem umjubelten Helden. Beruf: animal actor. Nach einer Erschöpfungspause geht er zum Zirkus und vollführt Kunststücke mit Löwen, Gorillas und einer Zeitmaschine – und leider kommt es zu einer tragischen Verwechslung: Sirius wird vertauscht und von einem Tierhändler mitgenommen – bis Berlin, wo man ihn nicht mehr brauchen kann und er plötzlich wieder mitten im Krieg auf der Straße sitzt. Jedoch nicht lange, denn schon wird er vom persönlichen Adjutanten des Führers aufgefunden und mitgenommen. Eigentlich für die Kinder. Aber der Führer mag Hunde auch sehr. So kommt es, dass Sirius kurze Zeit später zum Schoßhund des Führers wird und diesen bis zu seinem Tod begleitet – nicht jedoch ohne alles zu versuchen, um den Führer, den Feind, dennoch in jeder Hinsicht zu sabotieren. Und als der Führer stirbt? Der Krieg ist vorbei – und die Reise geht weiter! 2) Sprache/Stil Der Roman bedient sich einer einfachen und damit dem Alltag sehr nahen Sprache. Er lässt sich dadurch sehr leicht lesen, außerdem hat man damit als LeserIn die Möglichkeit, sich wirklich in die Gedankengänge der handelnden Personen einzufühlen – man fühlt sich Protagonisten und Werk näher. Hinzu kommt, dass die gesamte Handlung im Präsens verfasst ist, was ebenfalls ein Gefühl von hautnahem Erleben erzeugt. Außerdem vermittelt das Werk eine Lockerheit, obwohl der Inhalt eigentlich eine Schwere transportiert. Diese kommt dadurch zustande, dass der Autor immer wieder einen amüsierten Unterton unter seine Schilderung legt: „Sirius!“, wiederholte er feierlich. „Du heißt fortan Sirius.“ Levi fühlte sich geschmeichelt. Großer Hund. Er spürt allerdings auch die Verantwortung, die auf dem Stern und ihm lastet – Lichtblick sein in der Dunkelheit. Hunde, die Lumpi heißen, haben es leichter. (S. 21) 3) Analyse Wenn man den Roman in den Händen hält, fragt man sich erst einmal, wie die Covergestaltung zustande gekommen ist. Das Buch wirkt altmodisch, zudem ist es ein Hardcover, hat eine geringere Größe als die meisten Taschenbücher und das Bild am Titelblatt sieht nicht gerade modern aus. Liest man jedoch den Inhalt, stellt man fest, dass dem Autor bzw. der Titelgestaltung damit ein besonderer Coup gelungen ist – die Verbindung zwischen Innerem und Äußerem des Romans. Die Handlung und das Bild fügen sich perfekt in ein einheitliches Ganzes – und damit wirft das Cover schon ein ganz anderes Licht auf den Roman. Die Handlung selbst wird aus der Sicht von Sirius geschildert, sodass man als LeserIn einen guten Einblick in die Gedankenwelt eines gebildeten Hundes bekommt – eines sehr menschlichen Hundes, wohlbemerkt. Etwas zu menschlich vielleicht, was selbst den Hund im Roman an die Grenzen existenzphilosophischen Denkens und damit zu Fragen führt, die er mit sich und auch mit seinem engsten Freund, einem Baum, erörtert. Auf der anderen Seite wird die Handlung auch aus der Perspektive von Carl Crown, vormals Liliencron, geschildert, der mit der restlichen Familie in Kapitel zwei und drei des Werks ja meistens unabhängig von Sirius unterwegs ist. Als LeserIn erhält man also einen „Rundum-Blick“ auf die gesamte Familie und kann sich verstärkt in die Protagonisten einfühlen. 4) Empfehlung Der Roman ist ausgesprochen lesenswert. Er ist kurzweilig, handlungsreich, amüsant, gehaltvoll und beinhaltet alles, was ein tierliebender Mensch zum Lesen braucht. Unbedingt lesen!

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Die Abenteuer eines Hundes
von abetterway am 19.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: "Dies sind die Abenteuer des kleinen Foxterriers Sirius, geboren 1938 in Berlin, aufgewachsen im Haushalt der jüdischen Familie Liliencron. Er hat das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte hautnah erlebt - angefangen bei den November-Pogromen bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs - sowie zwischenzeitlich die Flucht ins Exil nach... Inhalt: "Dies sind die Abenteuer des kleinen Foxterriers Sirius, geboren 1938 in Berlin, aufgewachsen im Haushalt der jüdischen Familie Liliencron. Er hat das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte hautnah erlebt - angefangen bei den November-Pogromen bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs - sowie zwischenzeitlich die Flucht ins Exil nach Hollywood. Sirius nimmt sein Schicksal mit der melancholischen Heiterkeit, die nur dem klugen Foxterrier zu eigen ist. Das Leben eilt ihm dabei zu Hilfe: Es stürzt ihn in alle möglichen Katastrophen, aber es überrascht auch mit verblüffenden Wendungen ins Kuriose. Wie kommt es, dass aus dem kleinen Hund ein großer Held wird? Es geschehen eben noch Zeichen und Wunder. Der Roman ist eine abenteuerliche Zeitreise. Unterwegs treibt sich Sirius in der Weltgeschichte herum und trifft jede Menge Leute: JohnWayne, Mies van der Rohe, Marlene Dietrich, Joseph Goebbels, Professor Sauerbruch, Winston Churchill, Hermann Göring, Billy Wilder, Cary Grant und viele, viele andere. So wird er, zum Beispiel, Adolf Hitlers Trauzeuge, kurz bevor dieser mit Eva Braun in den Freitod geht und das Dritte Reich zusammenbricht." Meinung: Sirius ein kleiner jüdischer Hund erobert die Welt. Mit seiner Familie den Liliencrons flüchtet er aus Deutschland nach Amerika und wird dort zum Star. Hier fehlt leider der Bezug nach Deutschland und wie es ihm dabei geht das er flüchten musste, dass ist an diesem Buch das eigenen Manko, aber so ist nun mal die Geschichte des kleinen, großen Hundes Es ist sehr interessant wie die Perspektive auf den zweiten Weltkrieg aus der Sicht eines Hundes aussieht. Ich konnte mir das nicht vorstellen, aber es war sehr interessant. Die Frage setllt sich allerdings ob es wirklich so sein hätte können oder wieviel des Inhaltes der Realität entsprechen könnte. Aber ganz abgesehen von der Glaubwürdigkeit hat es mir sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen, da es doch sehr interessant ist und zwischendurch wirklich lustig ist. Fazit: Wunderbare Geschichte über das Leben eines Hundes, voller Abenteuer und Leben. Ein kleiner Hund ganz groß! Leseempfehlung!

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Nettes, kurzweiliges Lesevergnügen
von Jasmin Rickenberg aus Lemgo am 08.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sirius heißt eigentlich Levi und wird als jüdischer Hund in eine jüdische Familie hinein geboren. Doch als Hitler die Rassengesetze erlässt ist es für den kleinen Terrier an der Zeit einen „angemesseren“ Namen anzunehmen – Sirius. Er flieht gemeinsam mit seiner Familie nach Amerika und beginnt seine abenteuerliche Reise,... Sirius heißt eigentlich Levi und wird als jüdischer Hund in eine jüdische Familie hinein geboren. Doch als Hitler die Rassengesetze erlässt ist es für den kleinen Terrier an der Zeit einen „angemesseren“ Namen anzunehmen – Sirius. Er flieht gemeinsam mit seiner Familie nach Amerika und beginnt seine abenteuerliche Reise, angefangen als Filmstar in Hollywood! „Wir suchen unseren Hund“, sagt Liliencron. „Haben Sie ihn zufällig gesehen?“ […] Frau Zinke blickt sich verdutzt um. „Komisch“, meint sie, „eben war er noch hier. […] „Dann hat er einen Film gedreht“, sagt Frau Zinke. „Der Film kommt im Oktober ins Kino.“ Das Cover des Buches sprang mir gleich ins Auge und hat mich überhaupt erst auf diesen Roman aufmerksam gemacht. Und es gefällt mir wirklich sehr gut. Die Farbwahl und designed wie ein altes Filmplakat - einfach klasse. Auf eine trockene, einfache Art berichtet Sirius von den Schrecken und der Tragik des Krieges. Dabei benutzt er eine gehörige Prise schwarzen Humor. Laut Lachen musste ich zwar nicht, dafür war ich hin und her gerissen zwischen Schmunzeln, wenn zum Beispiel mal wieder das wilde Partyleben in Hollywood geschildert wurde, und Entsetzen über die Grausamkeiten des Krieges. Die Passagen, in denen Sirius Hitlers Hund ist, kamen mir hingegen zum Teil schon fast flapsig und absurd vor (er ist zwischenzeitlich Doppelagent und drückt sich durch Klavier spielen aus). „Ist der Tag der Befreiung ein Glückstag für Frau Zinke? […] Sind 50 Millionen Menschen gestorben, damit Frau Zinke endlich in Freiheit fegen kann?“ Der Klappentext verrät leider schon viel zu viel der Geschichte, insbesondere die Aufzählung der großen Persönlichkeiten finde ich viel zu lang. Das Buch ist sowieso nicht sehr lang und durch die knappen, prägnanten Sätze liest es sich unglaublich schnell. Letztendlich hat mir Sirius' Geschichte aber gut gefallen und war eine kurzweilige, leichte Unterhaltung, in der zwei Welten perfekt gegenüber gestellt werden – das zerstörte, diktatorische Deutschland und das freie Land der unbegrenzten Möglichkeiten. „Heimat ist der Ort, wo dein Herz ist“, sagt der Baum.

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