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Skarabäus und Schmetterling

Roman

(13)

Die junge Sarah reist im Jahr 1922 nach Ägypten, wo sie die aufsehenerregenden Ausgrabungsstätten des
Archäologen Howard Carter besucht. Doch Sarah scheint Missgeschicke und Unfälle anzuziehen ... Oder steckt jemand dahinter, der ihr schaden will? Aber warum? Als Howard Carter dann tatsächlich die Grabanlage des Pharao Tutanchamun findet, gerät Sarah in höchste Gefahr ...

90 Jahre später in Berlin: Immer wieder tauchen Tutanchamun-Artefakte auf dem Schwarzmarkt auf. Auch Rahel, die als Praktikantin im Berliner "Neuen Museum" arbeitet, gerät unter Verdacht. Bald wird sie von Europol verfolgt und flieht in Begleitung des Historikers Daniel und seiner Frau Emma nach Kairo, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist ...
Ein packender Roman, der in die Welt der Pharaonen entführt.

Portrait
Elisabeth Büchle hat bislang fünf Romane verfasst. Ihr Markenzeichen sind romantische Liebesgeschichten, die in gründlich recherchierte historische Zusammenhänge eingebettet sind.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 09.01.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95734-013-9
Verlag Gerth Medien
Maße (L/B/H) 218/141/53 mm
Gewicht 843
Verkaufsrang 61.688
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Nichts für mich
von PMelittaM aus Köln am 18.05.2015

Sarah Hoffmann begleitet im Jahr 1922 ihre Ziehmutter Alison Clifford nach Ägypten, wo sie nicht nur bei der Entdeckung des Grabes Tutanchamuns dabei sein kann, sondern auch in große Gefahr gerät. Viele Jahre später wird die Familie ihrer Nachfahrin Rahel Höfling des Schmuggels von Tutanchamun-Artefakten verdächtigt und auch Rahel... Sarah Hoffmann begleitet im Jahr 1922 ihre Ziehmutter Alison Clifford nach Ägypten, wo sie nicht nur bei der Entdeckung des Grabes Tutanchamuns dabei sein kann, sondern auch in große Gefahr gerät. Viele Jahre später wird die Familie ihrer Nachfahrin Rahel Höfling des Schmuggels von Tutanchamun-Artefakten verdächtigt und auch Rahel sieht sich plötzlich im Zentrum gefährlicher Ereignisse. Elisabeth Büchle erzählt in drei Zeitebenen: In Prolog und Epilog geht es in das Alte Ägypten, gut 1.300 Jahre vor Christus, in Teil 1 werden Sarahs Erlebnisse erzählt und in Teil 2 dann die von Rahel. Während Prolog und Epilog nur jeweils wenige Seiten kurz sind, teilen die beiden anderen Teile den Rest der fast 600 Seiten jeweils ca. hälftig unter sich auf. Zumindest von Teil 1 hatte ich einen gut recherchierten historischen Roman erwartet (und auch das, im Übrigen sehr schöne Cover, unterstützt diese Vermutung). Allerdings scheint es mit der Recherche nicht allzu weit her zu sein. Die Auflösung in Teil 1 ist meiner Meinung nach so gar nicht möglich. Jemand, der sich mit der damaligen Zeit etwas auskennt (die Geschehnisse um die es geht, beginnen kurz nach Ende der viktorianischen Epoche!), sollte zumindest Zweifel daran bekommen (leider kann ich nicht näher darauf eingehen, ich möchte nicht spoilern). Von mir darauf angesprochen, zog die Autorin die „Fiktionskarte“, für mich ein Zeichen, dass tatsächlich in dieser Sache nicht ausreichend recherchiert wurde. Wenn die Auflösung schon an den Haaren herbeigezogen ist und damit einfach nur enttäuschend, dann ist für mich in der Regel die ganze Geschichte kaputt, spätestens hier hatte der Roman bei mir verloren. An historischen Romanen mag ich, dass ich in der Regel noch etwas dazu lernen kann. Hier werden wir z. B. Zeugen eines sehr bekannten Ereignisses – und erfahren im Grunde nicht mehr als das, was man sich auch in wenigen Minuten bei Wikipedia anlesen könnte (wenn man es nicht sowieso schon weiß). Hier habe ich wohl zu viel erwartet … Beide Teile könnte man auch unter das Genre Thriller fassen, zumindest vom Plot her, nicht aber von der tatsächlichen Erzählung, denn spannend oder atemberaubend ist die Erzählung nicht. Sie zieht sich und zieht sich und ist insgesamt viel zu lang, vor allem Teil 2 hätte man auf mindestens die Hälfte kürzen können ohne Substanzverlust. Beide Teile sind sich zudem in Vielem sehr ähnlich, in beiden gibt es eine "zarte" junge Frau, die aus zunächst unerklärlichen Gründen in Gefahr gerät, es werden Anschläge ausgeführt, ohne dass sie oder der Leser es sich erklären könnten. In beiden tritt ein gut aussehender aber geheimnisvoller Mann auf, zwischen dem und der „zarten“ Frau bald zärtliche Gefühle entstehen, in beiden Fällen gibt es aber Gründe, die gegen eine Beziehung sprechen (klingt schon sehr nach einem kitschigen Frauenroman, oder?). Für meinen Geschmack ist der Romantikanteil deutlich zu hoch, ich hätte mir den Fokus mehr auf dem historischen Part bzw. auf der Spannung gewünscht. Auch handeln die Charaktere in meinen Augen nicht immer logisch oder authentisch (ein Beispiel wäre ein Attentat in Zusammenhang mit Zwangsheirat, das ich mir einfach nicht logisch erklären kann). Die ständigen Anschläge wirken auf mich nicht spannend, sondern ermüdend, hier wäre weniger mehr gewesen. Der Roman verführte mich immer öfter zum Querlesen, was allein schon sehr gegen ihn spricht. Die Hauptcharaktere sind teils stereotyp, klischeehaft, die Frauen sind zart und scheu, aber trotzdem irgendwie stark (weil Gott sie lenkt und leitet), die Männer sind stark, geheimnisvoll und die Beschützer der Frauen (klingt auch sehr nach einem kitschigen Frauenroman, oder?) Und auch hier gibt es meiner Meinung nach Recherchemängel: Sarah z. B. ist ausgebildete und examinierte Krankenschwester, doch wie hat sie das nur geschafft, bei ihrer Zartheit und Scheu und wo hat sie die Ausbildung genossen? In einem Krankenhaus? Krankenschwestern, zumal in der damaligen Zeit, müssen zupacken können und scheu dürfen sie auch nicht sein. Alison Clifford hätte sie doch auch als Gesellschafterin begleiten können, das hätte für die Geschichte vollkommen ausgereicht. Die Nebencharaktere sind zum Teil ansprechender gestaltet, besonders gefallen haben mir Alison Clifford, auch wenn man aus dieser starken Frau noch mehr hätte herausholen können. Ich habe mich auch gefragt, warum ihre Art kaum Auswirkungen auf Sarah hatte, obwohl sie sie doch erzogen hat. Gut gefallen haben mir auch Falk und Daniel aus Teil 2, auch wenn Falk, der für den Humor Zuständige, diesen oft überspannt hat. Wie oben schon erwähnt: Der christliche Gott spielt in diesem Roman tatsächlich eine große Rolle, alle (zumindest die „guten“) Charaktere sind sehr gläubig, beten viel, legen ihr Schicksal in Gottes Hände und vertrauen auf Gottes Plan, sogenannte christliche Werte werden ausgiebig thematisiert. Mich nervt das, ich will das in einem Roman nicht lesen, schon gar nicht in diesem Umfang. Für Fans von Elisabeth Büchle ist es sicher schön, dass in diesem Roman Charaktere aus früheren Romanen auftauchen, für mich war es zumindest zeitweise etwas irritierend, weil ich Anspielungen nicht verstanden habe, wirklich störend ist es aber nicht. In meinen Augen ist der Roman ein, zumindest inhaltlich, leichtgewichtiger Frauenroman, bei dem die Genres „historisch“ und „Thriller“ nur vorgeschoben sind. Damit falle ich so gar nicht in die Zielgruppe, was vielleicht auch erklärt, warum mir der Roman nicht gefallen hat. Ich war froh, als ich ihn endlich ausgelesen hatte und werde wohl keinen weiteren Roman der Autorin lesen. Empfehlen kann ich ihn leider auch nicht.

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Absolut faszinierend und spannend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Niederstetten am 28.04.2015

Skarabäus und Schmetterling - Elisabeth Büchle Kurzbeschreibung: Die junge Sarah reist im Jahr 1922 nach Ägypten, wo sie die aufsehenerregenden Ausgrabungsstätten des Archäologen Howard Carter besucht. Doch Sarah scheint Missgeschicke und Unfälle geradezu anzuziehen … Oder steckt jemand dahinter, der ihr schaden will? Aber warum? Als Howard Carter... Skarabäus und Schmetterling - Elisabeth Büchle Kurzbeschreibung: Die junge Sarah reist im Jahr 1922 nach Ägypten, wo sie die aufsehenerregenden Ausgrabungsstätten des Archäologen Howard Carter besucht. Doch Sarah scheint Missgeschicke und Unfälle geradezu anzuziehen … Oder steckt jemand dahinter, der ihr schaden will? Aber warum? Als Howard Carter dann tatsächlich die Grabanlage des Pharao Tutanchamun findet, gerät Sarah in höchste Gefahr … 90 Jahre später in Berlin: Immer wieder tauchen Tutanchamun-Artefakte auf dem Schwarzmarkt auf. Auch Rahel, die als Praktikantin im Berliner Neuen Museum arbeitet, gerät unter Verdacht. Bald wird sie von Europol verfolgt und flieht in Begleitung des Historikers Daniel und seiner Frau Emma nach Kairo, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist. Mein Leseeindruck: Wieder ein absolut faszinierendes Buch von der tollen Autorin Elisabeth Büchle. Ich habe alle ihre Romane im Regal stehen und habe diesem Buch wieder richtig entgegengefiebert. Auch wenn ich bereits den Reiz eines Buches der Autorin gut kenne überrascht sie mich jedes Mal wieder mit einer fesselnden, spannenden, gut recherchierten und umwerfenden Story. Und genau das ist hier wieder passiert. Skarabäus und Schmetterling wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zuerst lernen wir in der Vergangenheit Sarah kennen, welche mit ihrer Pflegemutter Lady Alison Clifford nach Ägypten reist. Dort sucht Howard Carter gerade die Schätze des sagenhaften Tutanchamun. (die angemerkt in Wirklichkeit auch faszinierend sind. Habe sie in Kairo im Nationalmuseum selbst gesehen). In diesem Abschnitt finde ich die Protagonisten einfach absolut sympathisch und vor allem Sarah habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Im zweiten Zeitabschnitt 2011 in Berlin lernen wir dann als Hauptprotagonistin Sarahs Urenkelin Rahel kennen, die ebenfalls wie Sarah nach kurzer Zeit in große Gefahr gerät. Mir persönlich gefällt das lesen in zwei Zeitebenen sehr gut und ich habe wie immer ganz gefesselt eine Seite nach der anderen weg lesen müssen, da das Buch zur Seite zu legen einfach zu schwer fiel. Fazit: Auch in diesem Buch hat mich Elisabeth Büchle wieder voll in den Bann gezogen und fasziniert. Über den fesselnden und fließenden Schreibstil brauche ich nicht viel zu schreiben, denn das ist bei der Autorin schon garantiert. Die Story hat unheimlich viel Sog und Gefühl - und ich war wieder einmal mitten drin dabei. Daher von mir - wohlverdient und ohne wenn und aber: 5 Sterne! (wenn ich mehr vergeben könnte dann würden es auch noch mehr werden). Eine große Leseempfehlung für dieses tolle Buch und alle anderen Bücher von Elisabeth Büchle!

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Skarabäus und Schmetterling
von tigerbaer/heinz60 aus Karlsruhe am 19.04.2015

Inhalt: "Die junge Sarah reist im Jahr 1922 nach Ägypten, wo sie die aufsehenerregenden Ausgrabungsstätten des Archäologen Howard Carter besucht. Doch Sarah scheint Missgeschicke und Unfälle anzuziehen ... Oder steckt jemand dahinter, der ihr schaden will? Aber warum? Als Howard Carter dann tatsächlich die Grabanlage des Pharao Tutanchamun findet,... Inhalt: "Die junge Sarah reist im Jahr 1922 nach Ägypten, wo sie die aufsehenerregenden Ausgrabungsstätten des Archäologen Howard Carter besucht. Doch Sarah scheint Missgeschicke und Unfälle anzuziehen ... Oder steckt jemand dahinter, der ihr schaden will? Aber warum? Als Howard Carter dann tatsächlich die Grabanlage des Pharao Tutanchamun findet, gerät Sarah in höchste Gefahr ... 90 Jahre später in Berlin: Immer wieder tauchen Tutanchamun-Artefakte auf dem Schwarzmarkt auf. Auch Rahel, die als Praktikantin im Berliner "Neuen Museum" arbeitet, gerät unter Verdacht. Bald wird sie von Europol verfolgt und flieht in Begleitung des Historikers Daniel und seiner Frau Emma nach Kairo, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist ..." Dank einer Leserunde durfte ich "Skarabäus und Schmetterling" von Elisabeth Büchle lesen. Das Buch beherbergt gleich zwei Geschichten und ich kann mich gar nicht entscheiden, welche mir besser gefallen haben könnte. Beide Geschichten sind unterschiedlich und haben doch viele Berührungspunkte, so das sich das komplette Erzählgeflecht am Ende zu einer hochgradig spannenden und auch sehr humorvollen Geschichte verknüpft. Das Buch startet mit einem Prolog im Jahr 1327 vor Christus und stimmt auf Ägypten und seine faszinierende Geschichte ein, bevor es dann mit Teil 1 ins Jahr 1922 und nach England geht. Hier treffen wir auf Lady Alison Clifford und ihre Begleitung Sarah Hofmann. Die beiden auf den ersten Blick total unterschiedlichen Damen bekommen die Chance nach Ägypten zu reisen und die Ausgrabungsstätten von Howard Carter zu besuchen. Der Besuch im Land der Pharaonen bringt vieles in Bewegung, weckt Gefahr und lässt alle Beteiligten an ihren Erlebnissen wachsen. Der 2. Teil entführt ins Jahr 2011 ebenfalls nach England. Hier trifft Rahel, eine junge Praktikantin auf den attraktiven Duke Taylor. Kurz darauf geschehen merkwürdige Dinge und Duke erweist sich mehr als ein Mal als Retter in letzter Sekunde. Kurz darauf wird Mary, Rahels Großmutter in die Geschehnisse involviert und Rahel ist bald völlig verunsichert, weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht und erfährt Unterstützung von Falk, einem alten Schulkameraden und Emma und Daniel, zwei Weggefährten aus der Vergangenheit. Auch Duke bleibt an ihrer Seite...doch kann sie dem undurchsichtigen Mann wirklich trauen? Rahel muss über ihren eigenen Schatten springen und die Suche in der Vergangenheit ihrer Familie hilft ihr dabei und offenbart Verbindungen, die bis in die Gegenwart reichen... Am Ende der Handlung entführt ein Epilog noch einmal ins Jahr 1324 vor Christus nach Ägypten und beantwortet Fragen aus dem Beginn des Buchs und rundet das Ganze wunderbar ab. Die Autorin versteht es mit ihrer Schreibweise eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen, was sich besonders im ersten Teil des Buches zeigt, als sie Ägypten in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts auferstehen und den Leser an einer extrem spannenden archäologischen Expedition teilhaben lässt. Der 2. Teil im Jahr 2011 kommt im Erzählton ein wenig nüchterner und sachlicher daher, was aber zu der fast kriminalistisch anmutenden Handlung ganz hervorragend passt. Die Figuren, wie der vorlaute und sehr charismatische Falk sorgen für die passende Prise Humor. Die komplexen Verflechtungen und mannigfaltigen Spuren im 2. Teil haben mich mehr als ein Mal auf die falsche Fährte gelockt und bis fast zum Schluss hatte ich keine konkrete Vermutung auf die tatsächlichen Drahtzieher. Für mich hat "Skarabäus und Schmetterling" ein spannendes Leseerlebnis bedeutet, bei dem nie auch nur ein Hauch von Langeweile aufgekommen ist und ich danke der Autorin für die unterhaltsame Geschichte und dem Verlag GerthMedien für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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Abenteuer, Krimi,Liebesgeschichte
von Cornelia aus Mandelbachtal am 06.04.2015

Zum Buch Die junge Sarah reist in Begleitung der englischen Witwe Alison 1922 nach Ägypten. Zu dieser Zeit weilt auch der Archäologe Howard Carter am Nil, dieser hofft, das Grab des vergessenen Pharaos Tutanchamun zu finden. Doch immer wieder bedrohen Anschläge das Leben Sarahs. Was oder wer steckt dahinter? 90 Jahre später... Zum Buch Die junge Sarah reist in Begleitung der englischen Witwe Alison 1922 nach Ägypten. Zu dieser Zeit weilt auch der Archäologe Howard Carter am Nil, dieser hofft, das Grab des vergessenen Pharaos Tutanchamun zu finden. Doch immer wieder bedrohen Anschläge das Leben Sarahs. Was oder wer steckt dahinter? 90 Jahre später arbeitet die junge Rahel im Ägyptischen Museum in Berlin um ägyptische Kunstwerke zu katalogisieren. Doch dann wird auch sie Opfer von Anschlägen. Und natürlich gibt es zwischen diesen beiden Handlungen Verbindungen. Mein Leseeindruck Eigentlich haben wir es hier mit zwei Romanen zu tun. Erst die Geschichte, die uns mit Sarah zu den Ausgrabungen des Howard Carter im Jahre 1922 führt und dann die Geschichte um Rahel, die in der Gegenwart spielt. Der Autorin gelingt es, die Spannung und die Faszination um diese Graböffnung für den Leser begreifbar zu machen. Obwohl man weiß, dass Carter das Grab finden wird und auch bekannt ist, welche Schätze sich in der Grabkammer befinden werden, fiebert man mit. Sarah wird mehrfach Ziel von Anschlägen, ungemein spannend bleibt bis zum Ende , wer dahintersteckt. Sehr interessant war auch, welche persönliche Wandlung Sarah durch die Erlebnisse und auch durch neue Bekanntschaften macht. Und so mancher hat ein Geheimnis in der Vergangenheit. Der zweite Teil für in die Gegenwart. Auch hier wird die Hauptperson Opfer von Anschlägen. Auch in diesem Teil hat die Hauptperson Freunde um sich, die ihr hilfreich zu Seite stehen. Auch hier sind Personen sehr lebendig beschrieben und als Leser möchte man gerne Teil dieses Freundeskreises sein. Dieser zweite Teil ist sehr viel moderner, spannender, schon fast eher ein Krimi. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, gerade auch weil es durch die beiden Geschichten sehr abwechslungsreich war. Den Schreibstil der Autorin mag ich sehr gerne, ich habe schon die Trilogie über den ersten Weltkrieg genossen. (Himmel über fremden Land, Sturmwolken am Horizont und Hoffnung eines neuen Tages) Wie auf dem Klappentext schon versprochen, wird hier Geschichte lebendig!! Ich hoffe auf noch viele weitere Romane mit historischem Hintergrund von Elisabeth Büchle. Ganz großes Kopfkino!!

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Skarabäus und Schmetterling
von dorli am 17.03.2015

Elisabeth Büchle wartet in „Skarabäus und Schmetterling“ mit einem tollen Mix aus Abenteuer, Spannung, Romantik und Humor auf. Der Aufbau der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielenden Abenteuer von Sarah und Rahel nicht miteinander vermischt, sondern erzählt deren mitreißende Geschichten nacheinander.... Elisabeth Büchle wartet in „Skarabäus und Schmetterling“ mit einem tollen Mix aus Abenteuer, Spannung, Romantik und Humor auf. Der Aufbau der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielenden Abenteuer von Sarah und Rahel nicht miteinander vermischt, sondern erzählt deren mitreißende Geschichten nacheinander. Der Roman beginnt mit einem kurzen Ausflug in das Jahr 1327 v. Chr. nach Ägypten. Hier begegnet man Schöne Sonne und Wüstensturm, die sich gemeinsam auf den Weg an den See Genezareth machen, eine reich verzierte Truhe im Gepäck... Dann folgt ein Zeitsprung in das Jahr 1922. Dieser erste Teil des Romans spielt fast ausschließlich in Ägypten. Gemeinsam mit Sarah Hofmann und deren Ziehmutter Lady Alison Clifford geht es von England aus nach Luxor. Alison ist eine sehr sympathische, reiche, abenteuerlustige, verwitwete Adlige, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Howard Carter und dessen Ausgrabungsstätten zu besuchen. Mit detailreichen Beschreibungen und ausführlichen Schilderungen zeichnet Elisabeth Büchle ein sehr spannendes Bild rund um die Ausgrabungen im Tal der Könige. Man kann die aufgeregte Stimmung aller Beteiligten sehr gut spüren, als Howard Carter das Grab Tutanchamuns entdeckt. Auch Luxor und besonders das Hotel „Winter Palace“ werden von der Autorin hervorragend in Szene gesetzt. Wirklich genießen können die zurückhaltende Sarah und die quirlige Alison ihren Aufenthalt nicht, denn es kommt zu einigen mysteriösen Unfällen und Anschlägen – hier tut sich eine sehr verzwickte Geschichte auf, denn jeder der Akteure scheint so seine Geheimnisse zu haben. Immer wenn es für Sarah brenzlig wird, ist einer ihrer Reisebekanntschaften zur Stelle. Doch meinen Andreas Sattler und Jacob Miller es ehrlich? Oder sind die beiden gefährlich? Elisabeth Büchle versteht es äußerst geschickt, den Leser in ein raffiniertes Verwirrspiel zu ziehen. Man weiß irgendwann nicht mehr, wer mit seiner Geheimniskrämerei eigentlich Gutes im Sinn hat und wer Böses im Schilde führt. Nach einem weiteren Zeitsprung ins Jahr 2011 lernt man Rahel Höfling kennen. Sie ist Praktikantin im Neuen Museum in Berlin und wird plötzlich mit dem Vorwurf konfrontiert, verbotenerweise im Besitz von Tutanchamun-Artefakten zu sein. Nicht nur der auf Rahel angesetzte Europol-Mitarbeiter Duke Taylor verfolgt die junge Frau, auch Unbekannte machen Rahel das Leben schwer. Da ist es gut, dass sie sich auf ihre Freunde Emma und Daniel Ritter sowie auf ihren früheren Klassenkameraden Falk Jäger verlassen kann. Die Schauplätze des zweiten Teils sind vor allem Berlin und England. Die Handlung ist ähnlich dramatisch wie im ersten Teil, wird aber um einiges actionreicher. Gejagt von den Unbekannten begibt sich Rahel mit ihren Freunden auf eine aufregende Flucht. Auch hier schafft es Elisabeth Büchle, den Leser an der Nase herumzuführen, denn die Drahtzieher der Überfälle auf Rahel bleiben bis zum Schluss im Dunklen. Elisabeth Büchle verleiht ihren Figuren schnell eine Persönlichkeit, die Akteure werden allesamt lebhaft und facettereich dargestellt, selbst kleinste Nebenfiguren wirken nicht oberflächlich, sondern bereichern die Szenerie außerordentlich. Besonders begeistert hat mich Falk Jäger. Wann immer er die Bühne betritt, sorgt er mit seiner guten Laune und vielen frechen Sprüchen für beste Unterhaltung. „Skarabäus und Schmetterling“ ist ein großartiger Roman, der mit zahlreichen Überraschungen für spannende Lesestunden sorgt. Vor allen Dingen das Miträtseln und Spekulieren über die Identität der Übeltäter hat mir riesigen Spaß gemacht.

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Skarabäus und Schmetterling
von leseratte1310 am 10.03.2015

1922: Sarah Hofmann wächst bei Lady Alison auf nachdem ihr Vater sie dorthin brachte und nicht wieder auftauchte. Als Howard Carter endlich glaubt, dass er das Grab des Tutanchamun gefunden hat, reisen die Frauen nach Ägypten. Dort lernt sie den Journalist Andreas und den Kunstsammler Jacob kennen. Als Sarah... 1922: Sarah Hofmann wächst bei Lady Alison auf nachdem ihr Vater sie dorthin brachte und nicht wieder auftauchte. Als Howard Carter endlich glaubt, dass er das Grab des Tutanchamun gefunden hat, reisen die Frauen nach Ägypten. Dort lernt sie den Journalist Andreas und den Kunstsammler Jacob kennen. Als Sarah immer wieder seltsame Unfälle passieren und sie von einer Person verfolgt wird, versuchen die Männer herauszufinden, was dahinter steckt. 2011: Rahel Höfling arbeitet als Praktikantin im Museum in Berlin. Auch ihr passieren merkwürdige Dinge. Wieso ist immer gerade dann, wenn Rahel Hilfe braucht der attraktive Duke Taylor in der Nähe?. Als die Angst ihr besonders zusetzt, ruft sie ihren alten Freund Falk an. Mit ihm und ihren Freunden Daniel und Emma versucht Rahel herauszufinden, warum man sie bedroht. Ihre Suche führt sie bis nach Ägypten. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen und Zeitebenen erzählt. Es ist sehr interessant das Ägypten des Jahres 1922 kennenzulernen. Carter hat nach langer vergeblicher Suche endlich das Grab des Tutanchamun gefunden. Für die sympathische und hilfsbereite Sarah wird die Sache gefährlich. Bisher war sie unsicher und verängstigt, denn dass ihr Vater sich nie bei ihr gemeldet hat, belastet sie sehr. Nun entwickelt sie Selbstbewusstsein. Bisher bestimmte die resolute Lady Alison, die nichts auf die Meinung anderer Menschen gibt, Sarahs Weg. Nun ist Sarah auch in der Lage Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, anderen zu vertrauen und Entscheidungen zu treffen. Auch Rahel ist eine sympathische Person. Sie fühlt sich von Duke angezogen, doch die Ereignisse lassen für Gefühle wenig Raum. Rahel ist in Gefahr und wie Sarah entwickelt sie in dieser Situation ihre Persönlichkeit. Doch wer will ihr schaden? Immer wieder gibt es neue Fährten und die Verfolger scheinen immer einen Schritt voraus zu sein. So nach und nach erfährt Rahel mehr über ihre Vorfahren und die Verbindung zum historischen Teil dieses Buch werden sichtbar. Mit Hilfe ihrer Freunde und Gottvertrauen kann Rahel die die schwierigen Situationen meistern. Emma und Daniel sind gute Freunde, die für Rahel da sind, ganz gleich was passiert. Aber auch der schlagfertige und witzige Falk würde für Rahel durchs Feuer gehen. Selbst Oma Mary ist nicht ängstlich, sie weiß sich ihrer Haut zu wehren. Prolog und Epilog führen uns in das Ägypten des Jahres 1324 vor Christus und runden die Geschichte wundervoll ab. Durch den wundervollen Erzählstil hat man sowohl Ägypten, als auch die Personen gut vor Augen. Viele unverhoffte Wendungen bringen Leben und viel Spannung in die Geschichte, so dass ich sehr gut unterhalten wurde. Ein lesenswertes Buch!

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Spannend, abenteuerlich und romantisch - wieder mal ein tolles Buch der Autorin!
von S. Degenhardt alias Smilla aus Rheinland Pfalz am 06.03.2015

Mit diesem Roman, der Fortsetzung zu „Das Mädchen aus Herrnhut“, begibt sich der Leser einmal mehr auf eine spannende Reise. Sie beginnt im Jahre 1922, in der die junge Sarah gemeinsam mit ihrer resoluten Ziehmutter Lady Alison nach Ägypten reist, um dort bei archäologischen Grabungen Howard Carters zuzusehen. Nicht... Mit diesem Roman, der Fortsetzung zu „Das Mädchen aus Herrnhut“, begibt sich der Leser einmal mehr auf eine spannende Reise. Sie beginnt im Jahre 1922, in der die junge Sarah gemeinsam mit ihrer resoluten Ziehmutter Lady Alison nach Ägypten reist, um dort bei archäologischen Grabungen Howard Carters zuzusehen. Nicht lange nach ihrer Ankunft in Ägypten wird Sarah von mysteriösen Unfällen heimgesucht. Handelt es sich hierbei um einen Fluch oder steckt jemand hinter diesen Anschlägen? Glücklicherweise werden die beiden Damen von dem Journalisten Andreas Sattler und dem US-Amerikaner Jacob Miller beschützt, denn die Unfälle werden immer lebensbedrohlicher... Im Jahre 2011 macht Rahel ein Praktikum im Berliner Neuen Museum, wo sie ägyptische Funde katalogisiert. Zeitgleich beginnen auch bei ihr mysteriöse Überfälle. Da hilft ihr nicht nur Duke, der britische, muskulöse Museumsführer. Auch Falk, Daniel und Emma, die mir noch aus „Das Mädchen aus Herrnhut“ bekannt waren, mischen wieder eifrig mit. Die fünfköpfige Truppe befindet sich in kürzester Zeit in einem Abenteuer, das sie sich nicht erträumt hätten. Aber erprobt wie sie sind, lassen sie sich nicht von Schwierigkeiten ins Bockshorn jagen, sondern finden den Grund für die Überfälle: Auch sie haben mit den ägyptischen Funden zu tun. Welche Rolle spielt dabei Duke, der nicht mehr von Sarahs Seite weichen möchte? Vorweg sei gesagt, dass man das Vorgängerbuch „Das Mädchen aus Herrnhut“ nicht gelesen haben muss, um „Skarabäus und Schmetterling“ verstehen zu können. Dennoch fand ich es sehr schön, wieder von Rahel, Emma, Daniel und Falk zu lesen. Ebenso wie beim „Mädchen“ ist der erste Teil des Romans historisch und der zweite Teil in der heutigen Zeit angesiedelt . Trotz des Zeitsprungs konnte ich mich in beiden Zeitebenen gut zurechtfinden, wobei mir das Abschiednehmen von Sarah und Lady Alison nach dem ersten Teil ein wenig schwer fiel, weil mir die beiden Damen so ans Herz gewachsen waren. Doch das Schicksal der Beiden bleibt nicht im Dunkeln. Ihre Geschichte wird im zweiten Teil eingeflochten und dies erklärt sehr gut, warum dieses Buch so ein Wälzer geworden ist: Man hätte beide Teile nicht in zwei Büchern unterbringen können – das wäre einfach nicht leserfreundlich gewesen. ;) Im zweiten Teil fand ich mich dann in einer rasanten Handlung wieder, die – dank Falk - durch humorvolle Dialoge aufgelockert wird. Er und Duke liefern sich einige Wortgefechte, die mich zum Lachen und Schmunzeln brachten. Wer Elisabeth Büchles Romane kennt, weiß, dass auch die Romantik nicht zu kurz kommt. Wer das Rennen um Rahels Gunst macht, wird dem Leser recht schnell klar. Ansonsten fieberte ich auch in diesem Buch mit und ließ mich von der Autorin auf die eine oder andere falsche Fährte bringen. Was ich an Elisabeth Büchles Romanen ebenfalls sehr mag sind die christlichen Werte, die sie in die Handlung einfließen lässt. Alle Protagonisten sind gläubig und Lady Alison beschreibt beispielsweise sehr anschaulich, was sie von „Zufällen“ hält. Mein Fazit: Spannend wie ein Krimi, abenteuerlich wie ein Inidana Jones Film und romantisch wie ein Liebesroman – dieser Roman bietet mehr, als man in Worte fassen kann! Wer, wie ich, spannende Unterhaltung mit Tiefgang mag, ist hier genau richtig!

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Bestimmt die Vergangenheit die Gegenwart?
von SiCollier aus Bad Hersfeld am 05.03.2015

Wie schon das Vorgängerbuch „Das Mädchen von Herrnhut“ spielt auch dieses Buch auf zwei Zeitebenen: der erste Teil beginnt 1922, der zweite im Jahre 2011. Beide Abschnitte sind, was Umfang und Handlung betrifft, vollwertige Romane. Die Autorin hat mich im ersten Teil so tief in die Geschichte hineingezogen, daß... Wie schon das Vorgängerbuch „Das Mädchen von Herrnhut“ spielt auch dieses Buch auf zwei Zeitebenen: der erste Teil beginnt 1922, der zweite im Jahre 2011. Beide Abschnitte sind, was Umfang und Handlung betrifft, vollwertige Romane. Die Autorin hat mich im ersten Teil so tief in die Geschichte hineingezogen, daß ich mich, als sie nach 265 Seiten am Ende angelangt war, nur schwer von den Figuren, die ich durch aufregende und gefährliche Zeiten hindurch begleitet hatte, verabschieden konnte. Bisher noch nie ist es mir bei einem Buch mit zwei Zeitebenen passiert, daß ich in der späteren dermaßen noch die frühere im Kopf hatte, dauernd daran denken mußte, daß Sarah und ihre Lieben längst verstorben und ihre Gräber möglicherweise schon lange eingeebnet sind. Nur Erinnerungen in Form von Überlieferung oder das, was sie in irgendeiner Form hinterlassen haben, zeugt noch von ihrer Existenz. Und doch beeinflußt die Vergangenheit, auch wenn wir sie nicht kennen, vielleicht nicht mal erahnen, die Gegenwart mehr, als uns bewußt, manchmal möglicherweise auch lieb ist. Das beginnt schon beim Prolog im Jahre 1327 v. Chr., der auf den ersten Blick seltsam erscheinen mag, aber Geschehnisse ins Rollen bringt, die noch dreitausend Jahre später die Geschicke von Menschen beeinflussen. Um die Entdeckung des Pharaonengrabes des Tutenchamun herum hat Elisabeth Büchle eine immer spannender und verworrender werdende Handlung entworfen, die Fakt (die Entdeckung und Freilegung des Grabes) und Fiktion so geschickt vermischt, daß man sich bisweilen unwillkürlich fragt, weshalb in den Annalen jener Zeit nicht eine Lady Alison und ihr Mündel Sarah auftauchen. Dabei hält die Autorin sich, wie sie an anderer Stelle schrieb, in Bezug auf die Ereignisse um das Pharaonengrab an die überlieferten Berichte, so daß man das Gefühl hat, direkt dabei gewesen zu sein. Zeit, Figuren, Ägypten wurden dermaßen lebendig und treffend beschrieben, daß ich, als dieser Teil langsam ausklang, das Gefühl hatte, tatsächlich bei jenen Ereignissen dabei gewesen zu sein und mich von guten Freunden verabschieden sollte. Dieses Gefühl des Abschieds hat mich den ganzen zweiten Teil hindurch begleitet, vor allem dann, wenn auf die Ereignisse des ersten Abschnitts Bezug genommen wurde. Erst nach und nach kommen die Verbindungen, für uns Leser eher als für die Figuren, zutage. Dabei ist es der Autorin gelungen, etliche Überraschungen unterzubringen. Die Handlung hat hier ein deutlich höheres Tempo, was auch der modernen Welt geschuldet ist. Das ganze Buch, vor allem aber den zweiten Teil hindurch, zieht sich ein Humor, der mich immer wieder zum laut Auflachen brachte, und so ein angenehmes Gegengewicht zu der bisweilen doch recht großen Spannung bietet. Frau Büchle hat einfach ein Händchen und Gespür für die richtigen Paarungen, seien es nur Liebes-, Freundes- oder Kollegenpaare. Bei ersteren hat mir, wie schon in ihren früheren Büchern, besonders gefallen, daß sich Beziehungen nicht hopplahopp, sondern langsam entwickelt haben. Es ist natürlich nicht unbedingt ein Nachteil (aber zum Verständnis keine Voraussetzung), wenn man Daniel und Emma, Rahel und Falk im Vorgängerband schon mal begegnet ist und sie dadurch besser einschätzen kann, in Bezug auf ihre Entwicklung - oder auch Nichtentwicklung. Falk etwa hat sich so sehr nicht verändert, ist vielleicht sogar noch eine Spur frecher und übermütiger geworden und sorgte bei mir alle paar Seiten für lautes Auflachen. Zumal er in Duke, der „Zufallsbekanntschaft“ von Rahel, einen weitgehend ebenbürtigen Gegenpart gefunden hat. Da die Vorliebe von Sarahs Familie für Ägypten bekannt ist, gerät sie in Verdacht, unbefugt Gegenstände aus dem Grab des Tutenchamun zu besitzen und zu verkaufen, was Europol auf den Plan ruft. In der Folge entwickelt sich ein Verwirrspiel, bei dem der Leser bald noch weniger durchblickt als die Figuren selbst. Fast jeder gerät im weiteren Verlauf in Verdacht, und bald weiß man nicht mehr, wem man eigentlich noch trauen kann. So, wie im ersten Teil die Welt des Ägypten der frühen zwanziger Jahre lebendig wurde, so wirklich wurde dann die Welt in und um London (sowie zunächst Berlin) des 21. Jahrhunderts. Fast so etwas wie Wehmut befiel mich, als es dann zum „direkten“ Vergleich Kairo früher und heute kam. Wie schon das „Mädchen aus Herrnhut“, geht auch dieses Buch mit einem filmreifen Showdown, der die aktuellen politischen Ereignisse des Jahres 2011 mit einbezieht (Stichwort arabischer Frühling) zu Ende. Was dieses Buch aber vom „Mädchen“ unterscheidet, ist der noch deutlichere Einfluß der Vergangenheit auf die Gegenwart, das Aufzeigen von Parallelen und Beeinflussungen, die vorhanden, selbst wenn sie den betroffenen Personen überhaupt nicht bewußt sind oder bewußt sein können. So fallen immer wieder Parallelen zwischen der Handlung in 1922 und derjenigen des Jahres 2011 ins Auge und wie die Menschen früher wie heute sich ähnlichen Problemen und Schwierigkeiten jeder für sich selbst aufs Neue stellen und diese bewältigen müssen. Daneben spielt das Thema der Vergebung eine Rolle; Sarah und später auch Rahel müssen jede für sich die Erfahrung machen und entscheiden, wie sie damit umgehen, wie weit sie gehen, womit sich für den Leser die Frage stellt, wie er (oder sie) es denn damit hält. Im Nachwort gibt es einen Hinweis der Autorin, daß möglicherweise noch ein Buch nach kommt. Nachdem Rahel ihre Geschichte hat, bleibt vom alten Quartett nur noch Falk übrig. Auf seine Geschichte bin ich besonders gespannt. Beendet wird das Buch durch einen Epilog, der den Kreis schließt und endgültig verdeutlicht, wie die Vergangenheit auf die Gegenwart Einfluß nimmt, was den einen oder anderen zum Nachdenken über die Einflüsse früherer Zeiten und Generationen auf das eigene Leben veranlassen kann. Unbedingte Leseempfehlung.

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Tutanchamuns Grabschätze
von Klaudia K. aus Emden am 21.02.2015

Dieses Werk aus der Feder von Elisabeth Büchle fügt über interessante Spannungsbögen zwei Zeitschienen zu einer Handlung zusammen, die über eine gemeinsame, geheimnisvolle Thematik verwoben sind. Wir befinden uns im Jahr 1922. Lady Alison Clifford erzieht nach dem Tod ihrer besten Freundin deren Tochter Sarah Hofmann. Sarah die... Dieses Werk aus der Feder von Elisabeth Büchle fügt über interessante Spannungsbögen zwei Zeitschienen zu einer Handlung zusammen, die über eine gemeinsame, geheimnisvolle Thematik verwoben sind. Wir befinden uns im Jahr 1922. Lady Alison Clifford erzieht nach dem Tod ihrer besten Freundin deren Tochter Sarah Hofmann. Sarah die in privilegierten Verhältnissen aufwächst hat einen sehr schüchternen Charakter. Sie fühlt sich durch den Tod ihrer Mutter zutiefst aus allen Gefügen ihres Lebens entrissen. Die unternehmungslustige und selbstbewusste Lady Alison plant mit Sarah eine Reise nach Ägypten um die zu jener Zeit gerade stattfindenden und spektakulär in der Presse publizierten Ausgrabungen der Ruhestätte des Tutanchamun zu besuchen. Diese leitet der zu entsprechender Berühmtheit avancierte Mr. Carter. Finanziert wird die Excavation von einem reichen Lord. Das exotisch anmutende Ägypten bezaubert beide Ladies. Sarah macht die Bekanntschaft zweier Herren, die sie recht bald verehren und umwerben. Sarah kommt über seltsam anmutende, kriminelle Aktivitäten immer wieder in Bedrängnis. Dennoch überwiegt ihr soziales Engagement, wächst über ihre eigene Schüchternheit hinaus und gewinnt schließlich die Freundschaft der geheimnisvollen Samira. Letztendlich vertraut Sarah auf Gott, der sie bewahrt und führt. In Ägypten findet Sarah schließlich ihre Vergangenheit und den Schlüssel für die Zukunft. Die zweite Zeitschiene handelt in der Moderne des Jahres 2011: Einige Artefakte des Tutenchamungrabes tauchen plötzlich auf dem Schwarzmarkt auf. Rahel eine Praktikantin im Berliner Museum und auch ihre Eltern geraten unter Verdacht, damit etwas zu tun zu haben . So wird sie von Europol beobachtet und sogar verfolgt. Zwischen Sarah und Rachel finden sich Parallelen. Beide tangiert das wundervolle Land Ägypten und finden in ihrem Schicksal auf gleiche Weise Beschützer, die sie vor skrupellosen Kriminellen behüten. Neben sehr vielen anderen Facetten des ausgewogenen Schreibstils der Autorin hat mich eine ganz besonders fasziniert. Sie fällt nicht gleich auf - ist sehr subtil - aber umso nachhaltiger und daher unglaublich interessant: Die Zeitschiene des zwanzigsten Jahrhunderts erscheint malerisch, romantisch, exotisch. Diejenige des einundzwanzigsten Jahrunderts empfand ich durch gekonnte Weise kühler, nüchterner, entzauberter. Ich muss zugeben, dass ich Schilderungen in der gegebenen Weise aus der ersten Zeitepoche per se sehr viel lieber erlebe. So ist es kein Wunder, dass mich der erste Teil des Buches über seinen Flair und die Romantik unglaublich faszinierte und in den Bann schlug. Die Kultur Ägyptens, die Ausgrabungen und die mit Ecken und Kanten lebensecht modellierten Personen sind zu einem Netz verwoben aus dem sich der Leser nur schwer entwinden kann. Das malerische Land und die Menschen sind aufs Vortrefflichste in Szene gesetzt. Die Lektüre war folglich ein wahrer literarischer Genuss und ließ mich für eine kurze Zeit in die Epoche eines romantischen zwanzigsten Jahrunderts nach Ägypten entfliehen und die Ausgrabungen der Schätze des so berühmten Pharaos mit erleben. Der zweite Teil ist, wie bereits erwähnt, etwas nüchterner erzählt; jedoch passend zu unserem Zeitgeist. Auch in diesem Handlungsbogen sind die Personen liebevoll ausgearbeitet und zeigen Witz und Esprit. Die Story dieser Epoche ist eher im Stil eines Kriminalfalles ausgearbeitet, der uns tief in das Geschehen hinein zieht. Auch hier liegt erneut ein Bestseller von Elisabeth Büchle vor. Er bringt uns weitere spannende Facetten um die Geheimnisse des Grabes von Pharao Tutanchamun. Ein besonderer Dank an Gerth Medien.

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Abenteur, Spannung und Gefühl. Was will man mehr ?
von Nici´s Buchecke am 11.02.2015

Dieses Buch sprang mich als Ägypenfan förmlich durch sein Cover an. Die Pyramiden machen einen unmissverständlich deutlich worum es geht. Dieses Buch ist in zwei Abschnitte unterteilt. Einmal spielt es 1922 mit Sarah direkt in Ägypten und einmal 2011 in Berlin mit der Nachfahrin von Sarah, also Rahel. Es... Dieses Buch sprang mich als Ägypenfan förmlich durch sein Cover an. Die Pyramiden machen einen unmissverständlich deutlich worum es geht. Dieses Buch ist in zwei Abschnitte unterteilt. Einmal spielt es 1922 mit Sarah direkt in Ägypten und einmal 2011 in Berlin mit der Nachfahrin von Sarah, also Rahel. Es nimmt einen mit auf die spannende und abenteuerliche Reise durch Ägypten, Berlin und London. Die Autorin zieht den Leser förmlich in seinen Bann und ließ mich alles um mich herum vergessen. Ich konnte während des Lesens, die brennende Sonne Ägyptens auf meiner Haut spüren aber auch die feuchte Luft in London verschaffte mir eine Gänsehaut. Hierbei handelt es sich nicht um einen Reisebericht, sondern um ein großes Abenteuer das einen mit sich zieht. Stellenweise war es für mich wie ein rasanter Krimi und man kommt nicht daran vorbei selbst mit zu rätseln wer Sarah oder Rahel verfolgt. Die Charaktere an sich waren sehr gut ausgearbeitet und man schließt sie schnell ins Herz. Da waren Sarah und Rahel mit ihrer zurückhaltenden und schüchternen Art, die aber beide im Verlauf immer mehr ablegen und über sich hinaus wachsen. Besonders gut hat mir Falk, der Schulkamerad von Rahel gefallen, der mich so manches mal zum lauten Loslachen brachte. Aber auch Duke, der stille, in sich gekehrte, muskulöse Frauenschwarm und Beschützer, der mich teilweise ins Schwärmen verfallen ließ. Die Autorin hat ein Händchen dafür, ihr Figuren liebevoll auszugestalten und den Spannungsbogen stehts oben zu halten. Ich konnte garnicht anders als immer weiter zu lesen. Mit diesem Buch wurde es nie langweilig und man vergisst alles um sich herum. Dieses war mein erster Roman von Elisabeth Büchle und ich bin restlos überzeugt und werde sicher noch weitere ihrer Werke lesen. Es war ein Abenteuer mit Spannung und Gefühl und perfekt um den Alltag zu vergessen.

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„Ich will mich nicht wieder verpuppen, ich will fliegen!“
von Sunny am 07.02.2015

Sarah Hofmann, eine schüchterne, zurückhaltende junge Frau, lebt seit ihrem 12. Lebensjahr bei der eigenwilligen, resoluten und unternehmenslustigen Lady Alison Clifford, der besten Freundin ihrer verstorbenen Mutter. Im Herbst 1922, kurz vor ihrem 21. Geburtstag begleitet sie Lady Alison auf eine Reise nach Ägypten, denn dort sucht der Archäologe... Sarah Hofmann, eine schüchterne, zurückhaltende junge Frau, lebt seit ihrem 12. Lebensjahr bei der eigenwilligen, resoluten und unternehmenslustigen Lady Alison Clifford, der besten Freundin ihrer verstorbenen Mutter. Im Herbst 1922, kurz vor ihrem 21. Geburtstag begleitet sie Lady Alison auf eine Reise nach Ägypten, denn dort sucht der Archäologe Howard Carter nach der Grabkammer des sagenumwobenen Pharaos Tutanchamun. Lady Alison ist neugierig, ob Howard Carter dort etwas findet. Allerdings gesehen auf dieser Reise einige merkwürdige Dinge, die nicht mehr als Unfälle angesehen werden können. Irgendjemand will Sarah umbringen. Aber wer und warum? 90 Jahre später arbeitet die 21-järhige Rahel Höfling als Praktikantin im Neuen Museum Berlin und ist damit beschäftigt, wertvolle, ägyptische Artefakte neu zu katalogisieren. Eines Abends wird sie auf dem Heimweg von einem Unbekannten angegriffen. Duke, ein Kollege von Rahel, kann gerade noch verhindern, dass der Täter sie entführt. Was will der Unbekannte von Rahel und warum ist er hinter ihr her? . Das Cover finde ich toll. Mir gefällt die Farbe, das gelb harmoniert gut mit dem braun der Umrandung. Die Pyramiden und auch die Schriftzeichen zeigen, dass die Geschichte etwas mit Ägypten zu tun hat. Es wirkt wie ein sehr altes Notizheft, das mit einem Gummiband und einer großen alten Büroklammer zusammengehalten wird. Die Charaktere sind sehr authentisch und liebevoll ausgearbeitet. Sie haben jeweils ihre Probleme und sind nicht so leicht in Schubladen zu stecken. Die Hauptcharaktere Sarah und Rahel sind zurückhaltend und etwas ängstlich, aber sie machen im Laufe der Geschichten eine schöne Entwicklung durch. Ihre Gefühle und Gedanken sind gut nachvollziehbar beschrieben. Lady Allison ist eine taffe Person, die sich nicht dafür interessiert, was andere über sie denken, im Gegenteil, sie provoziert gerne. Ich habe mich sehr über ein „Wiedersehen“ mit Emma und Falk gefreut, die ich bereits aus Das Mädchen aus Herrnhut kenne. Falk hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und kann damit super schwierige Situationen auflockern. Auch die anderen Charaktere fand ich toll. Die Geschichte ist in zwei Teile geteilt. Der erste Teil spielt 1922/1923 und erzählt Sarahs Abenteuer. Der zweite Teil der Geschichte spielt 2011 und dreht sich um Rahel. Die Geschichten sind miteinander verwoben. Der Prolog und der Epilog spielen außerdem 1327/1324 vor Christus. Das Buch ist im aktionalen Erzählstil geschrieben und lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich war nach ein paar Seiten bereits völlig in der Geschichte versunken. Es ist kurzweilig und unterhaltsam. Es waren ein paar kleine Fehler (Namensverwechslungen usw.) vorhanden, die jedoch nicht sehr den Lesefluss störten. Es gibt einzelne Passagen, in denen die Charaktere über ihren Glauben nachdenken. Die Geschehnisse in dem Buch (in beiden Teilen) sind spannend und rasant. Es gibt viele unerwartete Wendungen und viele Szenen, die mich den Atem anhalten lassen. Es ist spannend wie ein Thriller und ich habe die ganze Zeit versucht, den Täter zu entdecken, doch der war jeweils gut versteckt. Aber auch die romantischen, gefühlvollen und lustigen Szenen kommen nicht zu kurz. Der historische Hintergrund ist sehr gut erklärt und in die Geschichte eingearbeitet. Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen und habe jede freie Minute gelesen. Ich wusste nie, was mich auf den kommenden Seiten erwartete. Dieses Buch hat alles was ich mir wünsche, es ist super spannend, gefühlvoll und enthält einige witzige Szenen. Es gibt tolle, liebevoll ausgestaltete Charaktere, die sich in mein Herz geschlichen haben. Und es bringt und die Geschichte eines altägyptischen Pharaos bzw. dessen Ruhestätte näher.

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Faszinierendes Ägypten
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 08.05.2015

»Ein warmer, trockener Wind blies über die terrassenförmig angeordneten Quader hinweg, entlockte ihren Spalten ein leises Sirren und trug feinen, hellen Sand mit sich. Schnell wandte Sarah sich ab, damit dieser nicht in ihre Augen drang. Dabei glitt ihr Blick über das abfallende, steinige Gelände, die zerfallenen Monumente, die... »Ein warmer, trockener Wind blies über die terrassenförmig angeordneten Quader hinweg, entlockte ihren Spalten ein leises Sirren und trug feinen, hellen Sand mit sich. Schnell wandte Sarah sich ab, damit dieser nicht in ihre Augen drang. Dabei glitt ihr Blick über das abfallende, steinige Gelände, die zerfallenen Monumente, die abgesperrten Bereiche, in denen momentan gegraben wurde, hin zu dem unproportional lang gezogenen Körper des Sphinx. Der Löwe mit dem Menschenkopf, dessen Nemes-Kopftuch auf einen früheren Herrscher, vermutlich Chephren, hindeutete, wandte ihr den Rücken zu. Ob es den Archäologen jemals endgültig gelingen würde zu ergründen, welche Motivation hinter der Errichtung all dieser monumentalen Gebäude, der Skulpturen und Wandzeichnungen der alten Ägypter gestanden hatte?« Ägypten, 1922. Im Tal der Könige verfolgen Lady Alison und ihre Ziehtochter Sarah gebannt die Ausgrabungen. Howard Carter hat endlich das Grab von Tutanchamun entdeckt und die Damen schätzen sich glücklich, das erleben zu dürfen! Alles könnte perfekt sein, wenn sich nicht rund um Sarah eigenartige Unfälle häufen würden. Kann es jemand auf sie abgesehen haben? Aber weshalb bloß? Der erste Teil dieses Buches führt uns in eine spannende Vergangenheit. Ein Prolog, der im Jahre 1.327 v. Chr. spielt, leitet die Handlung ein und macht schon gleich neugierig auf das, was kommen wird. Die Beschreibungen der Ausgrabungsarbeiten im Tal der Könige haben mich dann schwer begeistert, alles war so lebendig beschrieben, dass ich mich fast wie vor Ort fühlte ;-) Wie mag den Menschen zumute gewesen sein, die auf diese seit Jahrtausenden verborgenen Zeugnisse einer faszinierenden Kultur stießen? »Callender, haben Sie eine Kerze?», wandte sich Carter an den Ingenieur. … Carter zündete den Docht an, wobei seine zitternden Hände seinen inneren Aufruhr offenbarten. Er zog die Stange aus dem in den Mörtel getriebenen Loch und hob zügig die Kerze an. Sie flackerte, als die Luft aus dem dahinterliegenden Hohlraum über sie strömte. »Er überprüft, ob die Luft dahinter gefährliche Gase enthält«, flüsterte Alison Sarah nicht gerade leise zu. Gebannt verfolgte Sarah jedes noch so winzige Flackern der Flamme, jedoch nicht, weil sie eine Stichflamme oder gar eine Explosion erwartete, sondern weil der Vorgang selbst absolut faszinierend war. Wie viele Jahrhunderte lang war diese Luft, die ihnen da entgegenströmte, hinter der Mörteltür eingesperrt gewesen? Es mussten Tausende von Jahren sein.« Herrlich! Und wer sich schon zuvor für diese Dinge interessierte, wird sich darüber freuen, dass auch Carters berühmtes Zitat im Buch nicht fehlt ;-) Der zweite Teil des Buches spielt dann im Jahre 2011. In London bekommt Duke Taylor von Europol den Auftrag, einen illegalen Handel mit Artefakten aus der Pharaonenzeit aufzuklären. Seine Spur führt ihn nach Berlin, wo Rahel Höfling, eine junge angehende Archäologie-Studentin, im Neuen Museum als Praktikantin arbeitet. Hat sie oder ihre Familie tatsächlich etwas mit diesen illegalen Aktivitäten zu tun? Als Rahel von unbekannter Seite bedroht wird, spitzt sich die Situation zu und wird alle Beteiligten wieder an den Ort führen, an dem alles begann… Ich gestehe, was mich am meisten an diesem Buch reizte, war das Thema Ägypten und seine Pharaonengräber. Was das angeht, wurde ich auch nicht enttäuscht. Sämtliche Kapitel, die in Ägypten spielen, sind reich an Eindrücken und die Autorin findet wunderbare Worte, um Natur, Menschen, Monumente und Kunstschätze zu beschreiben. Spannung entsteht, wenn in beiden Teilen des Buches versucht wird, die Ursache der jeweiligen Bedrohung aufzudecken – und sie natürlich möglichst abzustellen. Dazu muss weit in Familiengeheimnisse eingetaucht werden, was dem Leser bis kurz vor Schluss immer neue Überraschungen beschert. Ich kann verraten, dass mehrfach lebensbedrohliche Situationen entstehen und es gerade zum Ende hin besonders spannend wird. Hin und wieder konnte ich auch lachen, was an einigen wirklich sehr unterhaltsamen Charakteren liegt. Und auch Anspruch ist gegeben, denn quer durch das Buch zieht sich eine Frage: Was fängt man mit dem eigenen Leben an, wie lebt man mit der eigenen Vergangenheit und der seiner Familie? Und wie findet man seinen eigenen Weg, seine eigene Zukunft? Besonders interessant ist dabei zu sehen, wie sich junge Frauen, die in völlig verschiedenen Zeiten leben, im Grunde mit dem gleichen Problem konfrontiert sehen. Selbst die Protagonistin im Prolog macht da keine Ausnahme. Nach so viel Begeisterung komme ich nun zu dem Punkt, der mich von einer 5-Sterne-Wertung abgehalten hat. Dieses Buch ist gleichzeitig ein Liebesroman, in jedem Teil des Buches fliegt ein weibliches Herz einem männlichen zu. Und umgekehrt. Gut, zugegeben, ich lese Liebesromane nicht häufig, aber ich habe auch nichts gegen ein bisschen Liebesgeschichte und Romantik einzuwenden, gehört schließlich beides zum Leben dazu. Und das Ende (möchte ich betonen) fand ich ganz wunderbar romantisch! Aber ansonsten wurde mir an manchen Stellen doch zu viel geschmachtet, vor allem störte mich, dass auf gefühlt jeder dritten Seite beschrieben wurde, wie sagenhaft gutaussehend, groß, stark, muskulös und männlich „Er“ doch ist, wie das T-Shirt über seinem Oberkörper spannt und sich das Spiel seiner Muskeln abzeichnet. Und „Sie“ war stets zart, feingliedrig, zierlich und hatte sooo große Augen… Womöglich empfindet ein regelmäßiger Leser von Liebesgeschichten dies nicht als störend, für mich als gelegentliche Konsumentin wäre weniger da mehr gewesen. Fazit: Tolle Geschichte vor faszinierendem Hintergrund, spannend und unterhaltsam. Für mich persönlich nur etwas zuuuu romantisch ;-)

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Ein Zeitreise zu Tutanchamuns Graböffnung
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 05.04.2015

1922 reist die junge Sarah Hoffmann zusammen mit ihrer resoluten Pflegemutter Lady Alison Clifford nach Ägypten, um die Ausgrabungen des Archäologen Howard Carter zu besichtigen. Kaum angekommen, häufen sich die Unfälle, in die Sarah verstrickt wird – und bald ist klar, daß das kein Zufall sein kann. Aber wer... 1922 reist die junge Sarah Hoffmann zusammen mit ihrer resoluten Pflegemutter Lady Alison Clifford nach Ägypten, um die Ausgrabungen des Archäologen Howard Carter zu besichtigen. Kaum angekommen, häufen sich die Unfälle, in die Sarah verstrickt wird – und bald ist klar, daß das kein Zufall sein kann. Aber wer trachtet der schüchternen jungen Frau nach dem Leben und warum? Der Amerikaner Jacob Miller und der Deutsche Andreas Sattler stehen den beiden Frauen zur Seite. Andreas trägt allerdings ein Geheimnis mit sich, bei dem es um Sarahs Vater geht. 2011 in Berlin: auf dem Schwarzmarkt tauchen immer wieder Artefakte aus dem Tutanchamun-Grab auf. Rahel Höfling, Urenkelin von Sarah, gerät ebenfalls unter Verdacht und in das Visier von Europol und seinem Agenten Duke Taylor. Duke fühlt sich jedoch schnell zu der jungen Frau hingezogen und ist überzeugt, daß ihre Familie nichts mit gestohlenen Artefakten zu tun hat. Als Rahel knapp einem Überfall entgeht, übernimmt er ihren Schutz – und wird dabei von Rahels Freunden Falk, Daniel und Emma unterstützt. Die Autorin entführt den Leser mit diesem Buch in das Ägypten vor rund 90 Jahren. Man wird Zeuge, wie Carter das Grab des legendären Pharaos findet und seine Schätze an die Oberfläche bringt. Elisabeth Büchle schafft es mühelos, diesen erhebenden Moment der Graböffnung in dem Roman festzuhalten – ich hatte beim Lesen leichte Gänsehaut. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz, wenn Unbekannte alles daran setzen, um Sarah bzw. Rahel zu schaden. Und es bleibt noch genügend Raum für viel Romantik, die mir teilweise etwas zu glatt verlief. Gut gelungen sind die Parallelen zwischen den beiden zeitlichen Teilen, ohne wie ein Abklatsch vergangener Ereignisse zu wirken. Während ich bei den Ereignissen um Sarah mit meinem Vermutungen ziemlich richtig gelegen bin, hat mich meine Spürnase beim aktuellen Geschehen im Stich gelassen. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, es tauchen einige Figuren aus einem früheren Roman der Autorin auf, den ich allerdings bisher noch nicht kenne, was ich jetzt unbedingt ändern will. Man muß den früheren Roman jedoch für das Verständnis dieses Buches nicht zuvor gelesen haben. Man trifft ängstliche und resolute Frauen, die auf die Konventionen ihrer Zeit pfeifen (und Kakteen als wirksame Waffen einsetzen) sowie ihre Freunde, die ihnen mit ihren unterschiedlichsten Talenten zur Seite stehen. Gut gefallen hat mir auch die lockere und humorvolle Art, mit der die Figuren miteinander umgehen. Mich hat dieses Buch wieder sehr gut unterhalten und ich freue mich auf die weitere Bücher der Autorin.

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