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So war's und ned anders

Der versteckte Bua

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Geschichten, die das Leben schrieb:
Alex ist ein Kind der Liebe. Nur dumm, dass sein Erzeuger ein Zwangsarbeiter ist und niemand von der Schwangerschaft seiner Mutter erfahren darf. So wird der Bub gleich nach der Geburt einer Pflegemutter übergeben, die mit zwei arbeitslosen Söhnen einen Zuverdienst gut gebrauchen kann.
Die ersten neun Jahre seiner Kindheit verbringt Alex in Cham, einer kleinen Stadt im Herzen des Bayerischen Waldes. In den Häusern und Wohnungen sind Flüchtlinge aus dem Osten zwangseinquartiert. Arbeitslosigkeit, Hunger, Entbehrung und Tod bestimmen den Alltag in der Nachkriegszeit. In den Köpfen und Herzen der Menschen leben noch vielfach die alten Werte und Ressentiments, von Staat und Kirche einst vorgegeben.
Der Autor beschreibt eine Zeit, die heute kaum einer mehr kennt, die aber den Grundstein unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft bildet.
Portrait
L. Alexander Metz
geboren 1946 in Cham/Opf, Regensburger Domspatz von 1955 bis 1966, von Beruf IT- und Datenkommunikations-Manager, ist seit 2006 als Verleger, Filmproduzent und Autor tätig. Koautor von "Der Stenz von der Au".
Als Yoga-Lehrer und Chorleiter arbeitet er im Rahmen des "Chamer Modells" therapeutisch mit Demenzkranken
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 292, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783739278155
Verlag Books on Demand
eBook
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Bewegende Geschichten aus der Zeit nach dem Krieg
von Solon Kreta am 06.10.2015

Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie einfach und bescheiden die Menschen vor 60 Jahren noch lebten. Das Buch beschreibt sehr anschaulich und mitfühlend die Erlebnisse eines unehelichen Buben in einer deutschen Kleinstadt nach dem Krieg. Es könnte jede Stadt gewesen sein. Die Dogmen der Kirche bestimmen den Alltag... Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie einfach und bescheiden die Menschen vor 60 Jahren noch lebten. Das Buch beschreibt sehr anschaulich und mitfühlend die Erlebnisse eines unehelichen Buben in einer deutschen Kleinstadt nach dem Krieg. Es könnte jede Stadt gewesen sein. Die Dogmen der Kirche bestimmen den Alltag und das Leben der Frommen und Scheinheiligen.Die zwangseinquartierten Flüchtlinge sind alles andere als willkommen. Andersgläubige oder -orientierte haben es schwer, angenommen zu werden. Man holt sich aus der Natur, was diese zu bieten hat, und freut sch über Kleinigkeiten, die man heute achtlos links liegen lässt. Eine Zuckerschnecke, etwas Gutes zum Essen bedeuten ein Himmelreich. In lustige und auch ernste Geschichten gepackt erfährt der Leser, wie man auch mit Wenigem glücklich sein kann, und, dass Geben seliger ist als Nehmen. Besonders zu Herzen geht die Geschichte des kleinen Jungen, der zwischen zwei Müttern steht, einer leiblichen und einer Pflegemutter, der immer wieder zu spüren bekommt, dass er "ein Kind der Sünde" ist. Der sensible Junge leidet ganz besonders unter der damals üblichen schwarzen Pädagogik, die im Elternhaus wie auch in der Schule zum Wohle der Kinder praktiziert wurde. Deutlich wird in dieser Geschichte auch, wie Kinder durch abfällige Reden der Erwachsenen so manipuliert werden, dass sie Angst und Abscheu Fremdartigem gegenüber empfinden. Ein Wechselbad der Gefühle. Bei älteren Lesern werden bestimmt Erinnerungen wach, Erinnerungen an Zeiten, die trotz aller Härte gar nicht mal so schlecht waren. Für jüngere Leser ist es bestimmt interessant zu erfahren, wie und womit Kinder ohne PC und Gameboy einmal spielten, wie ein Waschtag ablief und was man mit Maikäfern alles anfangen konnte. Das Buch legt man immer wieder beiseite, um über das gelesene Kapitel nachzudenken, und ist trotzdem schon gespannt auf die nächste Geschichte.

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