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Spiel der Hoffnung

Roman

(8)
1927 scheint die ganze Welt von einem Taumel ergriffen. Zwischen Berlin und München, Monte Carlo und Paris herrscht ausgelassene Aufbruchstimmung. Niemand ahnt, wie nah am Abgrund man sich in Wahrheit befindet. In vollen Zügen genießt Ella ihr junges Eheglück mit dem gutsituierten Unternehmersohn Jobst. Ihre gemeinsamen Reisen führen sie nach Montreux und Paris sowie an die italienische und französische Riviera, in mondäne Casinos und Varietés. Einzig Jobsts rätselhafte Geschäftstermine, zu denen er immer mal wieder verschwindet, manchmal gleich für mehrere Tage, behagen Ella gar nicht. Doch verbirgt ihr Mann wirklich etwas vor ihr – oder entspringt ihr Misstrauen nur ihrem eigenen schlechten Gewissen, weil sie selbst mehr als ein Geheimnis hütet?
Rezension
"Spannend und authentisch. Ein großartiger Roman, der den Leser die Stunden nur so vergessen lässt. Tiefsinnig und unterhaltsam mit vielschichtigen und interessanten Persönlichkeiten." Blog Lesezeit, 07.10.2016
Portrait

Heidi Rehn wurde 1966 in Koblenz/ Rhein geboren und wuchs in einer Kleinstadt am Mittelrhein auf. Zum Studium der Germanistik, Geschichte, BWL und Kommunikationswissenschaften kam sie nach München. Nach dem Magisterexamen war sie zunächst als Dozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig, anschließend war sie PR-Beraterin in einer Agentur. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie mitten in München.

2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman.

Seit "Sommer der Freiheit" ist Heidi Rehn höchst erfolgreich mit Romanen, die in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts spielen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-51592-1
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 191/125/34 mm
Gewicht 369
Verkaufsrang 14.095
Buch (Taschenbuch)
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„Welche Familie hat mehr zu verbergen?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dies ist jetzt der dritte Roman von Heidi Rehn, den ich gelesen habe. Und der dritte, der Anfang des 20. Jahrhunderts spielt. Wie auch im vorherigen Roman „Tanz des Vergessens“ spielt die Handlung z.T. in München und z.T. in Berlin. Wer in der Nähe von München wohnt, für den besteht sogar die Möglichkeit, einmal mit der Autorin auf Dies ist jetzt der dritte Roman von Heidi Rehn, den ich gelesen habe. Und der dritte, der Anfang des 20. Jahrhunderts spielt. Wie auch im vorherigen Roman „Tanz des Vergessens“ spielt die Handlung z.T. in München und z.T. in Berlin. Wer in der Nähe von München wohnt, für den besteht sogar die Möglichkeit, einmal mit der Autorin auf den Spuren der Romane zu wandeln und sich von ihr noch weitere geschichtliche Hintergründe erzählen zu lassen. Leider wohne ich zu weit von München weg, aber irgendwann klappt es auch bei mir einmal!

Der Roman beginnt 1926 und endet noch in den zwanziger Jahren. Ella, eine junge Frau, die gerade ihre Mutter verloren hat, findet in deren Unterlagen einen vergilbten Zettel mit dem Namen und der Adresse eines Münchner Professors und der Bitte, diesen unbedingt über ihren Tod zu informieren. Also macht Ella sich dorthin auf den Weg und hat sogar das Glück, dass die Adresse noch stimmt. Der Professor Constantin Lutz nimmt sie mit offenen Armen auf und stellt sie seinen Freunden aus der besseren Münchner Gesellschaft als seine Nichte vor. Bei ihm lernt sie auch dessen Patensohn Jobst von Kirchenreuth kennen. Jobst und Ella verlieben sich und heiraten im Mai 1927. Leider ist der Professor vor einem Vierteljahr verstorben. Aber in der Fabrikantenfamilie von Kirchenreuth hat sie eine neue Familie gefunden. Die Eltern von Jobst – Isolde und Werner – haben sie mit offenen Armen aufgenommen. Nur die Ehefrau des Bruders Falk – Viktoria – hat so ihre Zweifel an der neuen Schwägerin und lässt dies auch Ella spüren. Doch Ella lässt sich das Glück an Jobst Seite nicht madig machen. Sie erleben großartige Flitterwochen, bei denen Jobst sie allerdings immer einmal wieder alleine lässt. Und in München ändert sich ihr Leben doch komplett. Vorbei ist es mit der Zweisamkeit und dem Spaß. Jobst muss im Familienunternehmen mitarbeiten und Ella bleibt mit Isolde und Viktoria Zuhause und langweilt sich. Erst als sie mit ihrem Mann nach Berlin reisen darf, ändert sich das Leben für sie wieder zum Besseren. Es könnte alles so gut sein, wenn nicht Ella selbst ein großes Geheimnis hüten, Jobst nicht immer wieder zu obskuren Reisen aufbrechen und sie nicht das Gefühl hätte, dass ihre Schwägerin etwas im Schilde führen würde. Daraus entspinnt sich ein sehr spannender Roman, der uns mit in das München und Berlin der zwanziger Jahre mitnimmt. In München unterscheidet sich das Leben extrem von dem Leben in Berlin. Allerdings sind überall schon die Braunhemden der NSDAP zu entdecken. Macht die Familie ihres Mannes etwa Geschäfte mit Hitler und seinen Konsorten? Und welches Geheimnis verbirgt Ella vor ihrer angeheirateten Familie?

Was ich an den Romanen von Heidi Rehn besonders liebe, ist, dass immer wieder Figuren aus ihren vorherigen Romanen in den neuen auftauchen. Ich finde es einfach herrlich, wenn man in den Nebenrollen Personen wiederfindet und erfährt, wie es ihnen weiter im Leben ergangen ist. So habe ich in diesem Roman Personen sowohl aus „Tanz des Vergessens“ als auch „Der Sommer der Freiheit“ wiedergetroffen. Ihre Romane sind ausgesprochen spannend und sie versteht es, uns in die sehr undurchsichtigen Jahre der Weimarer Republik mitzunehmen. Am Rande erfährt man einiges zu der Politik dieser Zeit. Aber die Politik ist nicht das Hauptinteresse der Autorin bei ihren Romanen. Und dies vermisse ich persönlich ein wenig.

Wer wie wilden zwanziger Jahre liebt und gerne mit Romanfiguren in diese Zeit eintauchen mag, für den sind die Romane von Heidi Rehn gerade richtig. Spannend und einfach wunderbar geschrieben.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Zwischen zwei Weltkriegen
von Eliza am 12.10.2016

Heidi Rehn beschert dem Leser eine unvergessliche Reise in die Golden Zwanziger. Ein Roman der das Flair dieser Zeit sehr gelungen einfängt. Das Cover ist zwar etwas typisch für dieses Genre, aber durch die gute Gestaltung Ton in Ton, strahlt es die Eleganz und den Stil der Zeit wieder.... Heidi Rehn beschert dem Leser eine unvergessliche Reise in die Golden Zwanziger. Ein Roman der das Flair dieser Zeit sehr gelungen einfängt. Das Cover ist zwar etwas typisch für dieses Genre, aber durch die gute Gestaltung Ton in Ton, strahlt es die Eleganz und den Stil der Zeit wieder. Der Roman wird stringent erzählt, der Fokus liegt auf der Perspektive von Ella, der weiblichen Hauptfigur. Dennoch bleiben dem Leser nicht die Gedanken der anderen Protagonisten und Nebenfiguren vorenthalten. Ella ist eine junge Frau, die man meiner Meinung nach einfach gern haben muss, sie ist ein absoluter Gutmensch. Sie hat wohl die Naivität der Jugend ihrer Zeit, sie setzt sich nicht mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinander, erst nach dem Tod ihrer Mutter macht sie sich daran nachzuforschen, was ihre Eltern für Menschen waren. Ihr Mann Jobst hingegen ist ein komplett anderer Charakter, er zeigt nicht sein wahres Gesicht. Es gibt vieles was er Ella wissentlich verschweigt, zudem kämpft der gegen seine Kokainsucht an. Dennoch gehört auch Jobst zu den „Guten“ in diesem Roman, er liebt seine Frau abgöttisch. Die Rolle der „Bösewichte“ übernehmen Falk, der Bruder von Jobst, und dessen Frau Viktoria. So ist es Viktoria, die den Stein über die Vergangenheit von Ella und ihren Eltern ins Rollen bringt. Als überaus erfrischend habe ich die Nebenfigur der Rike, Ellas bester Freundin, empfunden. Sie ist eine absolut ehrliche Haut und redet wie ihr der Mund gewachsen ist in bestem Berlinerisch. Was mich ein klein wenig irritiert hat, ist das Ella ihre Nachforschungen über die Vergangenheit in ihrer Familie einige Zeit ruhen lässt. Ich glaube, wenn man einmal angefangen hat, dann will man unbedingt wissen, was für ein Geheimnis die Familie umgibt. Mich könnte nichts davon abbringen die Wahrheit zu erfahren. Ob Berlin, München, Monte Carlo oder eine der vielen Städte in diesem Roman, sie alle spiegeln auf gelungene Weise den Zeitgeist wieder. Am beeindruckendsten waren für mich die Schilderungen der Casinos in Monte Carlo, ich hätte zu gerne über die Schultern von Ella und Jobst gespinst. Erwähnenswert finde ich die dargestellte Verstrickung der Wirtschaft mitsamt ihren führenden Persönlichkeiten in der Gesellschaft und dem Aufstieg der NSDAP bzw. Hitler. Auch die Probleme der Weimarer Republik werden meiner Meinung nach im Rahmen eines Romans gut dargestellt, auch wenn vielleicht an der einen oder anderen Stelle eine kleine Vertiefung wünschenswert gewesen wäre. Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen, wer allerdings ein Fan von (spritzigen) Dialogen ist, wird von Heidi Rehn enttäuscht sein. Die Autorin beschreibt die Schauplätze sehr genau, was bei mir wunderbares Kopfkino verursacht hat. Der Roman ist sicherlich an die weibliche Leserschaft adressiert, denn neben einem historischen Roman ist es vor allen Dingen auch ein Liebesroman und eine Familiensaga. Dennoch möchte ich männliche Leser keinesfalls abschrecken, der Roman ist nicht kitschig oder klischeehaft, er ist einfach wunderbar romantisch. Für mich ein sehr gelungener Roman der die Goldenen Zwanziger wundervoll einfängt und ein Sittengemälde der Zeit abliefert. Für diesen Roman gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung und volle Punktzahl!

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Die goldenen Zwanziger
von leseratte1310 am 10.10.2016

Ella Wittkamp findet nach dem Tod der Mutter in einer Schmuckschatulle einen Zettel mit der Anschrift eines Professors aus München. Da Ella keine Verwandten mehr hat, macht sie sich auf, um Professor Lutz aufzusuchen und mehr zu erfahren. Constantin Lutz gibt sich als Ellas Onkel aus und übergibt ihr... Ella Wittkamp findet nach dem Tod der Mutter in einer Schmuckschatulle einen Zettel mit der Anschrift eines Professors aus München. Da Ella keine Verwandten mehr hat, macht sie sich auf, um Professor Lutz aufzusuchen und mehr zu erfahren. Constantin Lutz gibt sich als Ellas Onkel aus und übergibt ihr eine Mappe mit Papieren. Bei Lutz lernt sie auch den Unternehmersohn Jobst von Kirchenreuth kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick und schon bald sind die beiden verheiratet. Isolde und Werner von Kirchenreuth sind angetan von ihrer neuen Schwiegertochter, aber Ellas Schwägerin Viktoria droht ihr unverhohlen vor dem Aufbruch in die Flitterwochen. Jobst und Ella genießen ihre Flitterwochen. Doch schon bald verschwindet Jobst zu rätselhaften Geschäftsterminen, über die er sich ausschweigt. Ganz wundervoll schildert uns Heidi Rehn die Zeit der Zwanziger Jahre. Man hat gerade erst schwierige Zeiten hinter sich und nun genießt man das Leben. Auch bei den von Kirchenreuths gehören Vergnügungen mit zu den gesellschaftlichen Verpflichtungen. Gerade in diesen Münchner Kreisen hofiert man dabei auch Hitler. Seine Anhänger treten in München schon sehr ungeniert auf und Judenfeindlichkeit ist sogar in den besten Kreisen en vogue. Auch in Berlin gibt es Tanzvergnügen und andere Unterhaltung, aber es gibt auch Ecken, in denen Not herrscht. Aus einer solchen Gegend stammt Ellas Freundin Rike, die alles dafür tut, diesem Milieu zu entkommen. Ella ist jung und unbedarft, als sie nach München kommt. Sie lässt sich von der leichtsinnigen Art, die Jobst an den Tag legt, mitreißen. Das sorgte dafür, dass ich sie nicht wirklich sympathisch fand. Nach den Flitterwochen kommt die Ernüchterung. Jobst ist in Geschäften unterwegs und oft tagelang weg. Ella langweilt sich in dem düsteren Haus der von Kirchenreuths und muss auch noch die Sticheleien ihrer Schwägerin ertragen. Als Jobst für die Firma ein Büro in Berlin eröffnet, bietet sich für Ella eine Chance, ihm im Geschäft zu helfen. Aber Jobst hat auch Geheimnisse und hält Ella von einigem fern. Doch auch Ella muss feststellen, dass es in ihrer Vergangenheit Dinge gibt, über die sie nichts wusste. Sie macht eine Entwicklung durch und kämpft für ihre Ehe. Am Ende überrascht sie mich mit ihrem Handeln. Alle Charaktere sind sehr vielschichtig und interessant dargestellt. Besonders gut gefallen haben mir Rike und Wolf, die wunderbare Freunde sind. Auch begegneten uns Personen, die wir schon in vorherigen Büchern der Autorin kennengelernt haben. Ich kann diesen wundervollen Roman aus den Zwanziger Jahren nur empfehlen.

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Wieder ein sehr gelungener Roman!
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 07.10.2016

1927: Die Berlinerin Ella Wittkamp findet nach dem Tod ihrer Mutter die Adresse eines Münchner Professors in deren Unterlagen. Als sie den Professor in München aufsucht, stellt dieser Ella seinen Freunden als seine Nichte vor. Dabei begegnet sie Jobst, dem Sohn des besten Freundes des Professors und verliebt sich... 1927: Die Berlinerin Ella Wittkamp findet nach dem Tod ihrer Mutter die Adresse eines Münchner Professors in deren Unterlagen. Als sie den Professor in München aufsucht, stellt dieser Ella seinen Freunden als seine Nichte vor. Dabei begegnet sie Jobst, dem Sohn des besten Freundes des Professors und verliebt sich in ihn. Bald heiraten die beiden und verbringen ihre Flitterwochen an der italienischen und französischen Riviera. Einziger Wermutstropfen: Jobst verschwindet immer wieder tagelang zu rätselhaften Geschäftsterminen. Verheimlicht er ihr was oder ist Ella umsonst misstrauisch? Mit diesem Roman entführt die Autorin den Leser mitten in die Weimarer Republik: der Wirtschaft geht es sehr gut, die Menschen sind mit der Regierung relativ zufrieden, die NSDAP hat noch kaum Bedeutung. Die Romanhandlung spielt in München und Berlin und es wird schnell deutlich, dass zwischen den beiden Großstädten immense Unterschiede bestehen, die bayerische Stadt ist deutlich konservativer als das quirlige Berlin. Während die Berliner nichts von Hitler wissen wollen, wird er in München von der Oberschicht hofiert. Das alles ist jedoch der Protagonistin Ella ziemlich egal, sie geniesst einfach die Zeit mit ihrem frischgebackenen Ehemann. Viel Zeit bleibt für die traute Zweisamkeit sowieso nicht, wohnt das Paar doch bei den Schwiegereltern im Haus und wird daher für allerlei geschäftliche und gesellschaftlichen Verpflichtungen eingespannt. Ihre Vergangenheit lässt sie gerne hinter sich und hinterfragt nicht, warum der Professor sie als seine Nichte ausgegeben hat. Erst als ihre intrigante Schwägerin beginnt, in Ellas Vergangenheit zu wühlen, muss sie sich ihr stellen. Sehr geschickt verknüpft Heidi Rehn wieder fiktive Erzählung mit historischen Fakten, so dass der Leser ein umfassendes Bild der damaligen gesellschaftlichen und politischen Lage erhält. Was mich besonders gefreut hat, dass wir liebgewonnenen Figuren aus ihren beiden vorherigen Romanen begegnen, wobei es keine Voraussetzung ist, die Bücher zuvor gelesen zu haben. Neben der gut recherchierten Handlung haben mich wieder die Charaktere überzeugt, die sehr vielschichtig dargestellt werden und damit nicht vorhersehbar und für manche Überraschung gut sind. So haben auch unsympathische Figuren durchaus positive Seiten und die Sympathieträger ihre Schwächen. All das zusammen ergibt einen spannenden und schillernden Roman, bei dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Jetzt heißt es warten auf das nächste Buch von Heidi Rehn, auf das ich mich sehr freue.

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Literatur vom Besten!
von Monika Schulte aus Hagen am 07.10.2016

Literatur vom Besten! Das Jahr 1927. Als Ella Wittkamp den Nachlass ihrer verstorbenen Mutter ordnet, entdeckt sie die Adresse eines Münchner Professors. Die junge Frau macht sich auf den Weg von Berlin nach München, um Professor Lutz aufzusuchen. Der heißt sie herzlich als seine Nichte willkommen. Als Jobst von Kirchenreuth... Literatur vom Besten! Das Jahr 1927. Als Ella Wittkamp den Nachlass ihrer verstorbenen Mutter ordnet, entdeckt sie die Adresse eines Münchner Professors. Die junge Frau macht sich auf den Weg von Berlin nach München, um Professor Lutz aufzusuchen. Der heißt sie herzlich als seine Nichte willkommen. Als Jobst von Kirchenreuth dort erscheint, ist es die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Ella und Jobst verlieben sich unsterblich ineinander. Schon kurze Zeit später wird geheiratet und Ella hat endlich wieder eine richtige Familie. Ihre Schwägerin Viktoria scheint längst nicht so begeistert zu sein und versucht alles, um Ella das Leben schwer zu machen. Ella und Jobst erleben die erste Zeit ihrer Ehe wie im Rausch. Paris, Monte Carlo, Casinos und Varietés stehen auf dem Programm ihrer Flitterwochen. Jobst verschwindet jedoch immer wieder mal zu rätzelhaften Geschäftsterminen, an denen sie nicht teilnehmen darf. Oft ist er tagelang verschwunden. Und was hat es mit der Mappe auf sich, die der inzwischen verstorbene Professor Lutz ihr mit den Worten überreicht hat, die Unterlagen würden ihr ihren Platz in der Familie von Kirchenreuth sichern? „Spiel der Hoffnung“ - die Autorin Heidi Rehn hat mich mit ihrem neuesten Roman wieder in die Zwangziger Jahre entführt. Mit großer erzählerischer Kraft und viel Einfühlungsvermögen lässt sie mich so Zeuge einer vergangenen Zeit werden. Eine Zeit, in der die wohlhabenden Bürger wie im Rausch gelebt haben. Musik, Tanz, Casinos, Theater – das ganze Leben scheint das reinste Vergnügen gewesen zu sein. Heidi Rehn zeigt dem Leser aber auch die andere Seite. Als Ella in Berlin auf der Suche nach ihrer Freundin Rike ist und der Leser mit ihr die elenden Mietskasernen aufsucht, in der unzählige Menschen leben, es nach Kohl und Suppe stinkt, spätestens da, wird dem Leser klar, dass das Leben nicht für alle ein Dasein im Rausch war. Hitler gewinnt immer mehr an Gehör. Die Braunhemden marschieren ungehindert auf. Und Ella erfährt, dass ihre Mutter jüdische Wurzeln hatte. Auch die von Kirchenreuths wollen mit Juden nichts zu tun haben. Als Leser spürt man förmlich, wie die Stimmung umschlägt und man unweigerlich den Atem anhält. „Spiel der Hoffnung“ - spannend und authentisch. Ein großartiger Roman, der den Leser die Stunden nur so vergessen lässt. Tiefsinnig und unterhaltsam mit vielschichtigen und interessanten Persönlichkeiten. Vor dem inneren Auge des Lesers läuft von der ersten Seite an ein Film ab. Der Schluss lässt mich ganz innig hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird und ich Ella und Jobst ein weiteres Mal begleiten darf. „Spiel der Hoffnung“ - unbedingt lesen!

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Atemberaubende historische Geschichte
von zauberblume am 03.10.2016

Auch in ihrem neuesten Werk "Spiel der Hoffnung" entführt uns die Autorin Heidi Rehn, wieder in eine ihrer Lieblingsepochen, nämlich das frühe zwanzigste Jahrhundert. Wir befinden uns in München und lernen eine bekannte Unternehmerfamilie kennen. Doch nicht immer ist alles Gold was glänzt. Die Geschichte: 1927 scheint die ganze Welt... Auch in ihrem neuesten Werk "Spiel der Hoffnung" entführt uns die Autorin Heidi Rehn, wieder in eine ihrer Lieblingsepochen, nämlich das frühe zwanzigste Jahrhundert. Wir befinden uns in München und lernen eine bekannte Unternehmerfamilie kennen. Doch nicht immer ist alles Gold was glänzt. Die Geschichte: 1927 scheint die ganze Welt von einem Taumel ergriffen. Zwischen Berlin und München, Monte Carlo und Paris herrscht ausgelassene Aufbruchstimmung. Niemand ahnt, wie nah am Abgrund man sich in Wahrheit befindet. In vollen Zügen genießt Ella ihr junges Eheglück mit dem gutsituierten Unternehmersohn Jobst. Ihre gemeinsamen Reisen führen sie nach Montreux und Paris sowie an die italienische und französische Riviera, in mondäne Casinos und Varietés. Einzig Jobsts rätselhafte Geschäftstermine, zu denen er immer mal wieder verschwindet, manchmal gleich für mehrere Tage, behagen Ella gar nicht. Doch verbirgt ihr Mann wirklich etwas vor ihr – oder entspringt ihr Misstrauen nur ihrem eigenen schlechten Gewissen, weil sie selbst mehr als ein Geheimnis hütet? Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich wieder in der Geschichte. Und das begeistert mich am Schreibstil der Autorin. Der Leser taucht sofort in die Geschichte ein. Ich befinde mich im Jahr 1927. Und lerne die bezaubernde Ella kennen. Ella hat niemand mehr, wie muss sie sich gefühlt haben, als sie sich allein auf den Weg von Berlin nach München gemacht hat. Ich kann mir die schüchterne Frau vorstellen, als sie im Haus des Professors vorstellig wird. Es scheint irgendein Geheimnis zu geben, dem Ella auf den Grund gehen will. Und dann trifft sie auf Jobst, dies scheint ja wie ein Sechser im Lotto zu sein. Da fliegen ja gewaltig die Funken. Ich habe die beiden auf ihren traumhaften Reisen begleitet. Und Jobst Familie sehe ich direkt vor mir, die sozusagen bessere Gesellschaft der damaligen Zeit. Nur ist hier auch nicht alles Gold was glänzt. Besonders gefallen hat mir auch der geschichtliche Hintergrund. Es scheint wieder aufwärts zu gehen. Und doch tauchen im Horzizont bereits wieder dunkle Wolken auf. Ich habe Ella für ihren Mut bewundert, sie hat sich nicht unterkriegen lassen und sie hat an ihre Liebe geglaubt. Trotz aller Steine, die man ihr in den Weg gelegt hat. Ein beeindruckender Roman an wunderbaren Schauplätzen mit interessantem historischen Hintergrund. Ein absolutes Lesehighlight. Selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Roman der Autorin. Das wunderbare Cover ist für mich ein echter Hingucker. Spiegelt sich doch daran wunderbar die damalige Zeit.

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Ella und Jobst
von Sanny aus Hamburg am 01.09.2016

Ella reist nach München um eine Adresse zu überprüfen, die sie im Nachlass ihrer Mutter gefunden hat. Die Haushälterin betrachtet die junge Frau sehr skeptisch, die an der Tür eines ehrwürdigen Professors steht. Noch am gleichen Tag lernt sie Jobst kennen, einen reichen Bankierssohn und Patensohn des Professor. Bei... Ella reist nach München um eine Adresse zu überprüfen, die sie im Nachlass ihrer Mutter gefunden hat. Die Haushälterin betrachtet die junge Frau sehr skeptisch, die an der Tür eines ehrwürdigen Professors steht. Noch am gleichen Tag lernt sie Jobst kennen, einen reichen Bankierssohn und Patensohn des Professor. Bei den jungen Leuten ist es Liebe auf dem ersten Blick. Schnell wird geheiratet und Ella lebt in einer rosaroten Wolke des Glück. In den Flitterwochen besuchen dieJungverheirateten auch das Kasino von Monaco. Jobst und Ella lassen sich von der Kugel verführen, ihr Geld zu verspielen. Doch in jedem Glückskokon gibt es auch Neider. Ella’s Schwägerin Victoria, und Mutter von Zwillingen, sieht die hübsche Schwägerin gar nicht gerne. Jobst älterer Bruder Falk führt ein Doppelleben und seine Frau muss dieses zähneknirschend akzeptieren. Es gibt zwischen den Eheleuten eine Absprache, die besonders seine Frau sehr einengt. Ella spührt sehr schnell, dass Jobst ein Geheimnis hat. Die junge Frau weiß auch welches! Denn Ella kommt aus Berlin und da sind ihr Drogen in der besseren Gesellschaft nicht fremd. Zusätzlich steht Ella unter Druck, so schnell wie möglich schwanger zu werden. Die junge Frau hat auch ein sehr großes Problem mit den Schwiegereltern unter einem Dach zu leben. Da hilft Ella unbewußt ihr Schwiegervater, denn der Hausherr bestimmt, dass Ella und Jobst in Berlin eine Zweigstelle der Firma errichten sollen. Ella ist glücklich, kann das junge Paar doch endlich ein unbeobachtetes Leben führen. Zufällig findet Ella heraus, weshalb auch ihr Schwager Falk häufig in Berlin ist. Diese Information kann jedoch zu sehr vielen Schwierigkeiten in ihrem Leben führen. Victoria ist misstrauisch und ahnt nicht, dass ihre Gedanken hinsichtlich ihres Mannes zu einem ganz anderen Ergebnis kommen würden. Ich habe vom Verlag ein Rezensionsexemplar erhalten. Doch das hat nichts mit meinem Urteil zum Buch zu tun. Heidi Rehn's neues Buch hat meine Erwartungen noch übertroffen. Ich habe mich direkt ins Jahr 1927 zurück versetzt gefühlt. Danke für wundervolle Lesestunden. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Protagonisten von ,,Tanz des Vergessens" sowie ,,Der Sommer der Freiheit".

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Eine große Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Leonding am 03.09.2016

Spiel der Hoffnung ist eine faszinierende Beschreibung der Städte München, Berlin, Monte Carlo und Paris in den 1920er Jahren, einer Zeit die von Umbruch geprägt war. Heidi Rehn kombiniert dabei geschickt die Schilderung des alltäglichen Lebens mit der Liebesgeschichte von Ella und Jobst. Dieses Buch ist ein Muss... Spiel der Hoffnung ist eine faszinierende Beschreibung der Städte München, Berlin, Monte Carlo und Paris in den 1920er Jahren, einer Zeit die von Umbruch geprägt war. Heidi Rehn kombiniert dabei geschickt die Schilderung des alltäglichen Lebens mit der Liebesgeschichte von Ella und Jobst. Dieses Buch ist ein Muss für alle Fans von historischen Romanen. Ich musste mich zwingen es zwischenzeitlich mal weg zu legen.

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