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Spieltrieb

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Cévennes du roman 2008

(1)
Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.


Die atemberaubende Geschichte einer obsessiven Abhängigkeit zwischen einer Schülerin und einem Schüler, Ada und Alev, aus der sich erst die Bereitschaft, dann der Zwang zu Taten ergibt, die alle Grenzen der Moral, des menschlichen Mitgefühls und des vorhersehbaren Verhaltens überschreiten. Die beiden jungen Menschen wählen sich ihren Lehrer Smutek als Ziel einer ausgeklügelten Erpressung. Sie beginnen ein perfides Spiel um Sex, Verführung, Macht.



Portrait
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Bücherpreis" (2002), dem "Rauriser Literaturpreis" (2002), dem "Hölderlin-Förderpreis" (2003), dem "Ernst-Toller-Preis" (2003), dem "Carl-Amery-Literaturpreis" (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). 2013 wurde sie mit dem"Thomas Mann Preis" für ihr "vielfälgiges Prosawerk" geehrt, 2014 mit dem "Hoffmann-von-Fallersleben-Preis" für zeitkritische Literatur. Juli Zeh lebt in Leipzig.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 832
Erscheinungsdatum 15.11.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74103-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 155/118/48 mm
Gewicht 358
Verkaufsrang 39.582
Buch (Taschenbuch)
10,99
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Nur wenige Personen sind Adas Intelligenz ebenbürtig. Weder im privaten, noch im schulischen Umfeld. Eines Tages betritt ein neuer Mitschüler das Spielfeld. An Alev kann sie sich messen.
Doch das ist den beiden Jugendlichen nicht genug, sie brauchen einen richtigen Gegner und erwählen Smutek, einen ihrer Lehrer.
Es entwickelt sich
Nur wenige Personen sind Adas Intelligenz ebenbürtig. Weder im privaten, noch im schulischen Umfeld. Eines Tages betritt ein neuer Mitschüler das Spielfeld. An Alev kann sie sich messen.
Doch das ist den beiden Jugendlichen nicht genug, sie brauchen einen richtigen Gegner und erwählen Smutek, einen ihrer Lehrer.
Es entwickelt sich ein gefährliches Dreieck aus Sex, Macht und Liebe.
Doch am Ende finden sie sich alle vor Gericht wieder.
Wer wird als Sieger nach Hause gehen?

Marta Gorecki, Thalia-Buchhandlung Münster

Unglaublich spannend und intensiv geschrieben! Psychospielchen in der Schule, wie man sie niemandem wünscht. Faszinierend und abstoßend zugleich! Unglaublich spannend und intensiv geschrieben! Psychospielchen in der Schule, wie man sie niemandem wünscht. Faszinierend und abstoßend zugleich!

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Spannend wie ein Krimi. Leider steckt eine wahre Begebenheit dahinter. Spannend wie ein Krimi. Leider steckt eine wahre Begebenheit dahinter.

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Perfide, spannend und grandios erzählt. Man hält buchstäblich den Atem an. Perfide, spannend und grandios erzählt. Man hält buchstäblich den Atem an.

„Spieltrieb“

Virginia Seeck, Thalia-Buchhandlung Jena

Durch eine Kollegin auf dieses Buch aufmerksam geworden, habe ich "Spieltrieb" meiner Sammlung hinzugefügt. Anfangs noch etwas skeptisch, beäugte ich das gute Stück. Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, fehlen mir die Worte.
Es hat mich verwirrt. Es hat mich stutzen und nachdenken lassen und nach reichlicher Überlegung würde ich mein
Durch eine Kollegin auf dieses Buch aufmerksam geworden, habe ich "Spieltrieb" meiner Sammlung hinzugefügt. Anfangs noch etwas skeptisch, beäugte ich das gute Stück. Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, fehlen mir die Worte.
Es hat mich verwirrt. Es hat mich stutzen und nachdenken lassen und nach reichlicher Überlegung würde ich mein Leseerlebnis gerne mit dem Jugendwort "Crazy" titulieren.
Ich möchte an dieser Stelle nicht anfangen und Ihnen beschreiben, was Juli Zeh alles in diesem Werk, wie verarbeitet hat.
Ich möchte Ihnen an dieser Stelle lieber sagen: Wenn Sie düstere, spannende, psychologische, verwirrende Geschichten lieben, sollten Sie dieses Buch unbedingt lesen.
Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, dass die Protagonisten noch Jugendliche sind. Sie sind intelligent. Ihrem unterforderten Verstand giert es nach Abwechslung und damit beginnt alles. Ein Spiel, wie ich es zuvor noch nie kennengelernt habe.

Sibylle Steinhauer, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Mit ihrer eigenen Sprache schildert die Autorin die Menschen, die Gesellschaft und das Leben selbst. Man wird konsumiert und mit anderer Weltsicht zurückgelassen. Nachdenklich gut! Mit ihrer eigenen Sprache schildert die Autorin die Menschen, die Gesellschaft und das Leben selbst. Man wird konsumiert und mit anderer Weltsicht zurückgelassen. Nachdenklich gut!

Wildner Laura, Thalia-Buchhandlung Rastatt

Juli Zeh geht mal wieder an die Grenze! Eine Handlung voller Tabus und Spannung. Juli Zeh geht mal wieder an die Grenze! Eine Handlung voller Tabus und Spannung.

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Kundenbewertungen


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Mein persönliches "TOP 1" der letzten 10 Jahre
von Bernhard Watermann aus Singen (Hohentwiel) am 30.08.2006
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Wie die Überschrift zeigt: Etwas Besseres habe ich die letzten 10 Jahre nicht gelesen. Der Autorin gelingt es, mit hinreissender Schreibtechnik, den Leser mitzunehmen in eine psychisches Kaleidoskop von Abhängigkeit, Machtkampf, innerer Kritik an sich und der Welt. Nach manchen Passagen legt man das Buch stirnrunzelnd und empört, zwecks... Wie die Überschrift zeigt: Etwas Besseres habe ich die letzten 10 Jahre nicht gelesen. Der Autorin gelingt es, mit hinreissender Schreibtechnik, den Leser mitzunehmen in eine psychisches Kaleidoskop von Abhängigkeit, Machtkampf, innerer Kritik an sich und der Welt. Nach manchen Passagen legt man das Buch stirnrunzelnd und empört, zwecks Zeitgewinns zum Nachdenken über das gerade Gelesene, zur Seite, um danach noch faszinierter weiterzulesen. Wer psychologische Romane zu schätzen weiß, wird dieses Buch nicht mehr vergessen.

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langweiliger Schülertrott
von Babsi aus Ettlingen am 06.03.2009
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Habe mich über die ersten 120 Seiten gequält und dann das Buch enttäuscht in die Ecke gefeuert. Am Anfang war es noch etwas spannend, doch dann sank die Spannung auf Null. Die Geschichte um Ada wiederholt sich ständig und es interessiert mich herzlich wenig, was Jugendliche an scheinbar intelligentem... Habe mich über die ersten 120 Seiten gequält und dann das Buch enttäuscht in die Ecke gefeuert. Am Anfang war es noch etwas spannend, doch dann sank die Spannung auf Null. Die Geschichte um Ada wiederholt sich ständig und es interessiert mich herzlich wenig, was Jugendliche an scheinbar intelligentem Stuss verzapfen. Viele Dialoge sind undurchsichtig und schwer nachvollziehbar. Viele Sachverhalte werden auf Umgangssprache gebracht, was teilweise ganz witzig ist, das meiste jedoch entgleist dabei. Schade. Die 10 Euro kann man sich sparen.

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1 0
von einer Kundin/einem Kunden aus Hilden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Spannend, was Juli Zeh da mit ihren Charakteren macht- schöne Sprache.

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Denken heißt beschreiten...
von einer Kundin/einem Kunden am 04.01.2011
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Und so ist es nun einmal, wenn ein Mädchen in den Bann eines Jungen gezogen wird. Sie introvertiert, er extroveriert und trotzdem fühlt sie sich stark angezogen von ihm. Ein harmloses Spiel? Auf keinen Fall, denn es geht um Verführung, Erspressung und noch einiges mehr. Obwohl sie weiß, dass... Und so ist es nun einmal, wenn ein Mädchen in den Bann eines Jungen gezogen wird. Sie introvertiert, er extroveriert und trotzdem fühlt sie sich stark angezogen von ihm. Ein harmloses Spiel? Auf keinen Fall, denn es geht um Verführung, Erspressung und noch einiges mehr. Obwohl sie weiß, dass es um Macht geht, auch um Macht über sie, lässt der Spieltrieb anfangs auch bei ihr nicht nach. Dieses Stück fasziniert einen und man kann nicht aufhören zu lesen, denn man will immer mehr wissen, mehr von Ada, mehr von Alev, Smutek und vor allem wie das Spiel weitergeht und wie es ausgeht - was passiert, wer Gewinner sein und wer alles verlieren wird. In meinen Augen ein MEISTERSTÜCK und eines meiner Lieblingsbücher. Ich liebe es! SEHR EMPFEHLENSWERT!

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Irritierend spannend, fordernd, aktuell
von Benjamin Haase aus Bremen, Weserpark am 27.08.2009
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ich würde mir fast wünschen, dieses Buch nie gelesen zu haben, damit ich das Lektüreerlebnis noch einmal haben kann! – Da Gott nicht mehr aktuell ist, transportieren die beiden Schüler Ada und Alev die Erkenntnisse der Spieltheorie als (Versuchs-) Anordnung ins „real life“, erpressen einen Lehrer ins authentische Probandentum... Ich würde mir fast wünschen, dieses Buch nie gelesen zu haben, damit ich das Lektüreerlebnis noch einmal haben kann! – Da Gott nicht mehr aktuell ist, transportieren die beiden Schüler Ada und Alev die Erkenntnisse der Spieltheorie als (Versuchs-) Anordnung ins „real life“, erpressen einen Lehrer ins authentische Probandentum und führen so bis zum Verbrechen exemplarisch vor, was man mit seiner moralischen Vernunft anstellen kann, wenn sie keinen Halt mehr hat. Obwohl die stechende Intelligenz der beiden Schüler manchmal unglaubwürdig wirkt, gelingt es Juli Zeh wie immer, ein hochgradig anspruchsvolles Thema in einen unglaublich spannenden Plot zu packen. Ich selbst habe mich selten so irritiert, packend unterhalten und gleichzeitig problematisch aufgehoben gefühlt in einem Buch!

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Packend und Schockierend
von einer Kundin/einem Kunden am 27.10.2007
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ich lese sehr viel interssiere mich für viele Wissensgebiete und Geschichten. So etwas wie dieses Buch habe ich noch nie gelesen. Es beschreibt das Leben von Schülern und Lehrern aus beiden Blickwinkeln. Und alle zusammen haben ein Problem mit sich selber und mit ihrer Umwelt. In diesem Buch ist... Ich lese sehr viel interssiere mich für viele Wissensgebiete und Geschichten. So etwas wie dieses Buch habe ich noch nie gelesen. Es beschreibt das Leben von Schülern und Lehrern aus beiden Blickwinkeln. Und alle zusammen haben ein Problem mit sich selber und mit ihrer Umwelt. In diesem Buch ist nichts übertrieben und man braucht auch nicht allzu viel Phantasie, um sich in die verschiedenen Rollen hineinzu versetzen. Es gibt keine großartigen Überraschungen oder übertrieben spaktakuläre Geschehnisse und trotzdem ist das Buch von Anfang bis Ende fesselnd. Der Stil zeugt von viel Sarkasmus, Wortwitz, Intelligenz und psychologischem Verstand. Jedem, der einmal in die Welt von Menschen, die mit ihrem Leben einfach überfordert sind, eintauchen möchte, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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Unbegreiflich unbeschreblich!
von Telvina am 03.12.2006
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Nun, was soll ich sagen, das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Zuerst wollte ich es gar nicht lesen, weil es mir zu dick erschien und ich glaubte, keinen Nerv für ca. 600 Seiten zu haben, aber dann hab ich angefangen und es nicht bereut. Der einzige Nachteil... Nun, was soll ich sagen, das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Zuerst wollte ich es gar nicht lesen, weil es mir zu dick erschien und ich glaubte, keinen Nerv für ca. 600 Seiten zu haben, aber dann hab ich angefangen und es nicht bereut. Der einzige Nachteil bei solch dicken Büchern: Man kann sie nicht immer in einem Rutsch durchlesen. Spieltrieb verkörpert für mich nicht unbedingt einen Jugendroman, wie man anfangs vielleicht annehmen könnte, da es um Jugendliche geht. An manchen Stellen "hing" es ein bisschen, weil mir die Beschreibungen zu lange dauerten, aber ansonsten war ich restlos begeistert. Mir fehlen auch nach wie vor irgendwie die Worte dafür. Es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und hinterlässt ein Gefühl, alles, was gesagt wurde, verstanden zu haben und doch gleichzeitig keine Ahnung zu haben, um was es tatsächlich ging. Ein sehr seltsames Buch, seltsam im positiven Sinne. Für mich hat sich die Anschaffung wie auch die hineingesteckte Lesezeit wirklich gelohnt und ich fand es schade, dass es nach ca. 600 Seiten "schon" zu Ende war.

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Wer siegt?
von Janine2610 am 11.08.2014
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Für diese anspruchsvolle und intelligente Lektüre nimmt man sich am besten die nötige Zeit, um sie auf sich wirken zu lassen. Und dabei ist auf jeden Fall das Beisein eines Wörterbuchs von großem Vorteil, denn die Autorin wirft mit den "exotischsten" Fremdwörtern nur so um sich. Die Hauptcharaktere des Buches... Für diese anspruchsvolle und intelligente Lektüre nimmt man sich am besten die nötige Zeit, um sie auf sich wirken zu lassen. Und dabei ist auf jeden Fall das Beisein eines Wörterbuchs von großem Vorteil, denn die Autorin wirft mit den "exotischsten" Fremdwörtern nur so um sich. Die Hauptcharaktere des Buches stellen Ada, Alev und den Deutschlehrer Smutek dar. Alev ist mir seit seinem ersten Auftritt als ein unsympathischer, eingebildeter Besserwisser erschienen und dieses Bild hat er bis zum Schluss aufrecht erhalten. Selbst als er in eine Situation gerät, die mehr als bedauerlich für ihn ausgeht, hat er seine selbstgefällige Art nicht abgelegt - und sowas wie Mitleid konnte ich für ihn nicht empfinden. Smutek, der arme Smutek - so ist er mir jedenfalls immer vorgekommen. Klug, aber ein armes Würstchen, das sich von seinen Trieben steuern lässt, die ihm in besagtem Spiel scheinbar zum Verhängnis werden. Ada ist eine Sache für sich. Die 15-Jährige ist das intelligenteste Mädchen am Ernst-Bloch-Gymnasium in Bonn und eine schnelle Läuferin. Sie ist ein Wesen, das mir weder viel Sympathie noch Antipathie abringen konnte. Vorgekommen ist sie mir immer wie eine von sich überzeugte Intelligenzbestie, der nichts etwas ausmacht. Allzu viel über "das Spiel" mit den unausgesprochenen, aber doch ziemlich klaren Regeln möchte ich jetzt nicht verraten, aber soviel sei gesagt: mindestens einer der drei Spieler hat am Ende verloren. - Dabei war ich mir bis zum Schluss unklar darüber, wer das sein wird... Die Buchbeschreibung von "Spieltrieb" hat gerade soviel verraten, dass ich im richtigen Grade neugierig geworden bin und unbedingt in die "Spielwelt" eintauchen wollte. Feststellen musste ich dann, dass der Beginn des Spiels doch einige Seiten auf sich warten hat lassen, obwohl auch das Vorspiel für alle Protagonisten von Wichtigkeit war. Durchzogen ist das komplette Buch mit einer hochintelligenten Sprache, die einem fast die Sprache verschlägt.^^ Kluge und teils erkenntnisreiche Aussagen runden das Ganze ab. Also wenn das Lesen dieses Buches nicht bildet, dann weiß ich auch nicht... ;-)

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Deprimierend - aber gut!
von Xirxe aus Hannover am 18.12.2013
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Puh, wenn Frau Zeh hier das Wesen künftiger Generationen beschreibt, dann bin ich ausgesprochen froh, bereits mindestens die Hälfte meines Lebens (oder sogar mehr) hinter mich gebracht zu haben. Ada, eine hochintelligente 14jährige, der scheinbar jegliche Empathie fehlt, trifft auf den kosmopoliten 16jährigen Alev, den die Macht über andere Menschen... Puh, wenn Frau Zeh hier das Wesen künftiger Generationen beschreibt, dann bin ich ausgesprochen froh, bereits mindestens die Hälfte meines Lebens (oder sogar mehr) hinter mich gebracht zu haben. Ada, eine hochintelligente 14jährige, der scheinbar jegliche Empathie fehlt, trifft auf den kosmopoliten 16jährigen Alev, den die Macht über andere Menschen mehr als alles zu reizen scheint. Auch ihm ist offenbar jedes Einfühlungsvermögen fremd und andere Menschen benutzt er als Mittel zum Zwecke der Befriedigung der eigenen Wünsche. In Ada sieht er eine verwandte Seele und gewinnt sie für ein Spiel, in dem ein Lehrer das Objekt einer Erpressung wird. Es ist eine illusions- und wertefreie Generation, die Juli Zeh hier stellvertretend mit Ada und Alev porträtiert. Eine Generation, die so nicht auf die Welt kam, sondern durch Heuchelei und Lügen jeden Glauben an etwas verlor sofern sie überhaupt einen besaß. Wie sagt Ada so schön: 'Wir sind der banalen und kleinkrämerischen Reglementierungen müde, die uns bei Strafe zwingen, ein Licht an unser Fahrrad zu schrauben...und unsere Autos für zwei Euro pro Stunde in ein Kästchen zu stellen, das irgendjemand fein säuberlich auf den Boden gemalt hat, während wenige Flugstunden entfernt ganze Welten verbrennen, vertrocknen, ersaufen, explodieren, verbluten.' Nicht nur wegen dieses düsteren Themas ist es ein eher anstrengendes Buch. Juli Zeh schreibt in einem anspruchsvollen Stil mit teilweise verschlungenen Sätzen und nicht wenigen Fremdworten ('Er wollte nicht wissen, ob diese rätselhaften jungen Menschen, ihrem apollinischem Auftreten zum Trotz, die neuen décadents waren und jene verhängnisvolle Neigung zur Entwicklung dionysischer Süchte besaßen, die sich beinahe auf jeden Gegenstand richten konnte und rasante Steigerungen verlangte - und was ihm bevorstand, wenn dies zutreffen sollte.'), sodass man ohne Konzentration recht schnell den Faden verliert. Dennoch lässt es sich wie ein Unterhaltungsroman lesen und ehe man es sich versieht, ist bereits die halbe Nacht vorbei ;-) 'Nur' vier Sterne gab es, weil mir Manches zu sehr im Unklaren blieb: Adas Verhältnis zum Stiefvater oder die Herkunft ihrer Glücksgefühle. Trotzdem: Dieses Buch sollte man lesen!

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Sprachlich einwandfrei erzählt Juli Zeh die Geschichte zweier Jugendlicher, die eine hochbegabt und unterfordert, der andere alleingelassen und nach Aufmerksamkeit lechzend, die sich auf der Suche nach ihrem eigenen Ich befinden. Juli Zeh kennt die Jugend und nimmt sie mit diesem Roman sehr ernst.

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beeindruckend..
von MonaMayfair aus karlsruhe am 01.10.2006
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..was uns juli zeh da serviert. und auch wenn es sich hauptsächlich um schüler handelte, so war es nicht minder spannend, in deren gedankenwelt einzutauchen.. juli zeh beschrieb die beiden protagonistenschüler derart kalt und berechnend - gerade dadurch wirken sie so real.. absolut real..

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