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Stadt der Platanen

(2)

Für einen Werbegrafiker ist Berlin vor der Jahrtausendwende eine Oberfläche, unter der nur ein Credo zählt: Wachstum. Eigene Erfolge sind die Insignien und zugleich Attitüden der aufstrebenden Endzwanziger auf den rauschenden Partys der jungen Berliner Republik. Rücken die Niederlagen im eigenen Umfeld näher, wechseln die Protagonisten über Nacht die Rollen oder driften in Doppelleben ab, um nicht nackt zu erscheinen.
Organisches Wachstum scheint den Akteuren vor dem Durchbruch ins neue Jahrtausend unmöglich. Konsum und Karriere suchen die aufkeimende Frage nach dem eigenen Lebensstandpunkt zu verkleiden. Am Ende ist der kurze Roman eine unheilbare Sinnsuche junger Konservativer zwischen Zugehörigkeit und Individualität.

Portrait

Andreas van Hooven, 44, hat für Medienagenturen gearbeitet und die Pressearbeit zweier Städte verantwortet. Aktuell ist er für Stiftungen in kultur- und bildungspolitischen Fragen tätig. Der promovierte Musikwissenschaftler lebt mit seiner Familie in Oldenburg. Sein zweiter Roman "Klangkörper" erscheint Anfang 2018.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 156
Erscheinungsdatum 20.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7392-4591-1
Verlag Books on Demand
Maße (L/B/H) 190/121/15 mm
Gewicht 173
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
9,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Suche nach der Identität
von mabuerele am 15.01.2017

„...In den Straßen liegt eine Glückseligkeit unter dem Baldachin, den Schattenwürfen der Platanen, die Schlag um Schlag deine Augen treffen – ganz gleich, ob das Licht von der Sonne stammt oder profanen Lampen..“ Wir schreiben das Jahr 1996. Der unbenannte Ich-Erzähler lebt in Berlin, ist Werbefachmann und hat gerade sein... „...In den Straßen liegt eine Glückseligkeit unter dem Baldachin, den Schattenwürfen der Platanen, die Schlag um Schlag deine Augen treffen – ganz gleich, ob das Licht von der Sonne stammt oder profanen Lampen..“ Wir schreiben das Jahr 1996. Der unbenannte Ich-Erzähler lebt in Berlin, ist Werbefachmann und hat gerade sein Stelle bei der Agentur verloren. Für einige Wochen darf ich sein Leben und das seiner Freunde verfolgen. Der Autor hat einen vielschichtigen Gegenwartsroman geschrieben. Im Mittelpunkt stehen nur wenige Personen. Sie kennen sich seit Jahren. Ihr Leben hat viele Berührungspunkte, doch trotzdem verläuft es völlig unterschiedlich. Normalerweise hätte ich das Buch gern ohne Unterbrechungen gelesen. Dem aber stand die extrem kleine Schriftgröße entgegen. An sich ist die Geschichte fast alltäglich. Was den Buch sein besonderes Flair gibt, ist der ausgefeilte Schriftstil des Autors. Wie schon obiges Zitat zeigt, beherrscht er das Spiel mit Worten. Das tägliche Einerlei wird gekonnt in Metapher verpackt und in fast lyrischen Stil wiedergegeben. Dadurch fallen die Feinheiten der Erzählung auf und es erschließen sich Zusammenhänge. Alkohol und Speed gehören im Freundeskreis dazu.Niederlagen dagegen sind kein Thema. Dafür steht die Hoffnung auf Zukunft und Karriere. Der Ich-Erzähler interessiert sich für die Sterne. Diese Momente heben ihn heraus aus dem Alltag. Sie sind Zeiten der Ruhe. Die Unendlichkeit des Alls und die Beständigkeit der kosmischen Bewegungen stehen im Gegensatz zu dem Kampf um Erfolg. Während der Protagonist mit den Gedanken an Selbstständigkeit spielt, aber einen ungeliebten Job annimmt, um seinen Lebensstandard halten zu können, ist sein Jugendfreund Maxell schon weiter. Doch auch hier trügt der Schein. Gut ausgearbeitete Gespräche dienen der Charakteristik der Protagonisten und ermöglichen mir einen Einblick in ihr Denken und Fühlen. Als Leser habe ich ab und an den Eindruck, dass einige aus dem Freundeskreis noch nicht im Erwachsenenalter angekommen sind. Das Leben ist ein Spiel mit Möglichkeiten. Man sucht einander, man braucht einander und möchte doch einen eigenen erfolgreichen Weg gehen.Gut beschrieben werden beide Seiten von Berlin – Ost und West. Erste Veränderungen in der Wahrnehmung der Stadt sind spürbar. Das graue Cover wirkt düster. Diese Stimmung liegt auch in gewisser Weise über der Geschichte. Das Buch hat mir gut gefallen. Das liegt weniger an der Handlung, sondern am schriftstellerischen Können und den feinen Nuancen des Buches, die sich nach und nach erschließen.

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Koks im Taschentuch
von Anneja aus Halle am 30.09.2016

Vorab, möchte ich mich bei Alexander van Hooven, für das Leseexemplar danken. Dies war eines der wenigen Bücher, bei dem ich die Kurzbeschreibung las. Diese klang sehr interessant und hätte mich zu gleich warnen müssen. Denn schon dieser kurze Text strotzt nur vor Lyrik und Poesie, welche beide leider garnicht... Vorab, möchte ich mich bei Alexander van Hooven, für das Leseexemplar danken. Dies war eines der wenigen Bücher, bei dem ich die Kurzbeschreibung las. Diese klang sehr interessant und hätte mich zu gleich warnen müssen. Denn schon dieser kurze Text strotzt nur vor Lyrik und Poesie, welche beide leider garnicht mein Fachgebiet sind. Da ich aber Herausforderungen mag, nahm ich mich mit dem Buch, welches mit 156 Seiten nicht besonders lang ist, an. Innerhalb eines Tages konnte ich es durchlesen und geriet an einigen Stellen ordentlich ins stocken. Der teils sehr melancholische Text und der bereits genannte Hang zur Lyrik machten es mir sehr schwer die ohne hin sehr wackelige Story zu überblicken. Was ich sehr interessant fand, war die Hauptperson, von welcher wir einiges erfahren aber körperlich nur wissen das er silbergraues Haar hat. Auch das unser Protagonist keinen Namen hat war mir erst fremd, aber dies legte sich nach ein paar Seiten. Das wohl eingehenste Thema im Buch ist der Drogenkonsum unseres Protagonisten und dessen Freunde. Gerade nachdem lesen, stellte ich mir die Frage ob all das Geschriebene und gesagte tatsächlich aus der Sicht eines Drogenabhängigen ist. Und ob seine Haut so juckt weil er auf Entzug ist oder weil er aus sich selbst herauswachsen möchte. Weitere Themen wie Geld, Liebe und Freundschaft finden sich in den Seiten auch wieder. Und gerade die Liebe und die Freundschaft taten es mir sehr an. Denn sie zeigten mir Wege und Antworten die ich so wahrscheinlich nicht gefunden hätte. Nehmen wir z.B. die Freundschaften welche er besitzt, die ihm mittlerweile aber nicht mehr interessieren da das Interesse einfach erloschen ist. Was mir leider fehlte war ein Handlungsstrang und die ersehnte Lösung für ihn. Gerade da das Thema Drogen sehr publik war, fehlte mir der Punkt an dem er sich vielleicht verändert hätte. Auch die Frage wie es mit ihm weiter geht bleibt offen, denn eigentlich hat er sich bereits aufgegeben. Das Cover, gefiel mir nachdem ich es in der Hand hatte, nicht mehr so sehr, da ich keinerlei Zusammenhang zum Inhalt des Buches wiedererkenne. Leider ist das Buch wohl nix für mich.

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