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Still - Chronik eines Mörders

Gekürzt (gekürzte Lesung)

(5)
Jettenbrunn, ein kleines Dorf am Fuße eines Kalvarienberges. In dieses Elysium wird ein bedauerliches und zugleich grausames Wesen geboren: Karl Heidemann, ein Junge, geschlagen mit dem Makel des wohl sensibelsten Gehörs, das es je gab. Jedes Geräusch, jeder Flügelschlag eines Schmetterlings wird ihm zur unerträglichen Qual. Also schreit er. Seine zudringliche Mutter hört es, aber versteht es nicht. Keiner versteht es. Einzig der schalldichte Keller scheint ihm Ruhe zu bringen. So wächst er heran, isoliert, schweigsam. Bis zu jenem unheilvollen Nachmittag an den Ufern des Dorfweihers...
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-Hörbuch-Download
Sprecher Frank Arnold
Anzahl Dateien 122
Erscheinungsdatum 14.01.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783732413515
Verlag Argon
Format & Qualität MP3, 192 kbit/s, 383.51 MB
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Buchhändler-Empfehlungen

Heike Heinlein, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Ein Buch, das fasziniert und ein Moerder, der dem Leser noch lange im Kopf herumspukt. Ein Buch aber auch, das man sich sprachlich auf der Zunge hergeben lassen kann!
Ein Buch, das fasziniert und ein Moerder, der dem Leser noch lange im Kopf herumspukt. Ein Buch aber auch, das man sich sprachlich auf der Zunge hergeben lassen kann!

G. D., Thalia-Buchhandlung Hagen

Einen derart außergewöhnlichen Krimi/Roman habe ich lange nicht mehr gelesen!
Erinnert stark an das Parfüm von Süßkind und ist für jeden eine Empfehlung der Überraschungen liebt.
Einen derart außergewöhnlichen Krimi/Roman habe ich lange nicht mehr gelesen!
Erinnert stark an das Parfüm von Süßkind und ist für jeden eine Empfehlung der Überraschungen liebt.

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Überragendes Portrait eines außergewöhnlichen Lebens. Die Lebendigkeit der Sprache steht im krassen Gegensatz zum Leitmotiv des Romans: dem Tod. Überragendes Portrait eines außergewöhnlichen Lebens. Die Lebendigkeit der Sprache steht im krassen Gegensatz zum Leitmotiv des Romans: dem Tod.

Karl Heidemanns außergewöhnliche Lebens- und Leidensgeschicht ist kurios, bewegend und makaber zugleich. Raab schafft es, dass man konstant zwischen Abscheu und Mitleid schwankt. Karl Heidemanns außergewöhnliche Lebens- und Leidensgeschicht ist kurios, bewegend und makaber zugleich. Raab schafft es, dass man konstant zwischen Abscheu und Mitleid schwankt.

Adrijana Tesch, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dies ist die Biografie eines Mörders. Sehr faszinierend geschrieben und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Ein Thriller für sie und ihn!
Dies ist die Biografie eines Mörders. Sehr faszinierend geschrieben und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Ein Thriller für sie und ihn!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Mein absoluter Geheimtipp für dieses Frühjahr-sprachlich ganz großes Kino und die Geschichte haut einen um! Mein absoluter Geheimtipp für dieses Frühjahr-sprachlich ganz großes Kino und die Geschichte haut einen um!

Yentl Heinrich, Thalia-Buchhandlung Ulm

Eine atemberaubende Wortgewandheit und ein Mörder wie es ihn noch nie gab! Spannend, fesselnd und nicht mehr wegzulegen!! Eine atemberaubende Wortgewandheit und ein Mörder wie es ihn noch nie gab! Spannend, fesselnd und nicht mehr wegzulegen!!

„Sehr gelungen!“

Jacqueline Ganser, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Die Empfehlungen meiner Kollegen haben mich auf dieses Buch gebracht, und sie haben mir nicht zu viel versprochen!
Die Lebens- und Leidensgeschichte des Karl Heidemann, der durch sein Umfeld ein ums andere Mal verwirrt wird, geht einem sehr nahe. Jede Verwunderung und die daraus resultierenden Entscheidungen kann man, so kurios und
Die Empfehlungen meiner Kollegen haben mich auf dieses Buch gebracht, und sie haben mir nicht zu viel versprochen!
Die Lebens- und Leidensgeschichte des Karl Heidemann, der durch sein Umfeld ein ums andere Mal verwirrt wird, geht einem sehr nahe. Jede Verwunderung und die daraus resultierenden Entscheidungen kann man, so kurios und makaber sie auch sein mögen, immer nachvollziehen.
Diese außergewöhnliche Geschichte wird von Thomas Raab mit sehr viel Feingefühl erzählt. Seine Sprache vermittelt die Ruhe, die sich Karl so sehr wünscht.
Ein beeindruckendes Buch, das sich vor dem thematisch ähnlichen "Parfüm" wirklich nicht verstecken muss.

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Ungewöhnlich, grausam, fesselnd...ich habe es verschlungen! Der Vergleich zu Süskinds Parfum liegt nah, literarisch kann sich "Stille" auf jeden Fall daran messen lassen! Ungewöhnlich, grausam, fesselnd...ich habe es verschlungen! Der Vergleich zu Süskinds Parfum liegt nah, literarisch kann sich "Stille" auf jeden Fall daran messen lassen!

„Er weilt unter uns“

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Lernen Sie einen außergewöhnlichen Jungen kennen der zu einem außergewöhnlichen Mörder heranwächst. Sind alle seine Opfer wirklich Opfer oder hat mancher es einfach nicht anders verdient. Raab hat ein geniales Erzähltalent dem ich völlig verfallen bin. Das Grauen schleicht sich hier ganz leise aus den Seiten in das Gehirn des Lesenden. Lernen Sie einen außergewöhnlichen Jungen kennen der zu einem außergewöhnlichen Mörder heranwächst. Sind alle seine Opfer wirklich Opfer oder hat mancher es einfach nicht anders verdient. Raab hat ein geniales Erzähltalent dem ich völlig verfallen bin. Das Grauen schleicht sich hier ganz leise aus den Seiten in das Gehirn des Lesenden. Sehr elegant, sehr schockierend und mit Sicherheit sprachlich einer der besten Krimis die ich je gelesen habe.

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Fans von dem Buch "Das Parfüm" werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Fans von dem Buch "Das Parfüm" werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

Katrin Grünwald, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Ich habe schon lange kein so gutes Buch mehr gelesen! Einfach genial! Ich habe schon lange kein so gutes Buch mehr gelesen! Einfach genial!

V. Huttner, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein absolut geniales literarisches Meisterwerk. Die Seele eines Mörders verstehen und dann auch noch tiefes Mitgefühl mit diesem haben? Alles ist möglich.... Ein absolut geniales literarisches Meisterwerk. Die Seele eines Mörders verstehen und dann auch noch tiefes Mitgefühl mit diesem haben? Alles ist möglich....

„Es geht auch anders...“

Axel Korinth, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Man hätte diese Geschichte über einen Jungen mit einem äußerst ausgeprägtem Gehör auf vielerlei Weisen erzählen können. Man hätte zum Beispiel einen albernen Regionalkrimi schreiben können, denn in der Provinz spielt dieser Roman. Man hätte aber auch einen bluttriefenden Thriller über dieses soziopathische Kind schreiben können, denn Man hätte diese Geschichte über einen Jungen mit einem äußerst ausgeprägtem Gehör auf vielerlei Weisen erzählen können. Man hätte zum Beispiel einen albernen Regionalkrimi schreiben können, denn in der Provinz spielt dieser Roman. Man hätte aber auch einen bluttriefenden Thriller über dieses soziopathische Kind schreiben können, denn ein solches ist Karl Heidemann ohne Frage.

Nichts dergleichen tat Thomas Raab. Stattdessen ist "Still" ein literarisches Kunstwerk, das das Leben eines Jungen schildert, der ob seines quälenden Talents zum Mörder wird. Kein 08/15-Krimi, sondern ein Fest der Sprache, das den Leser bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

Es geht auch anders...

„Der Tod als Geschenk der absoluten Ruhe“

Astrid Puthen, Thalia-Buchhandlung Coesfeld

Diese Geschichte von Karl Heidemann, der Hauptfigur dieses Buches, zieht den Leser in seinen Bann. In Erwartung eines Krimis wurde ich überrascht von der biographischen Darstellung eines Mörders. Nichts verschafft Karl soviel Genugtuung wie die Ruhe, die Stille, die absolute Lautlosigkeit. Als Schreikind geboren wissen sich seine Eltern Diese Geschichte von Karl Heidemann, der Hauptfigur dieses Buches, zieht den Leser in seinen Bann. In Erwartung eines Krimis wurde ich überrascht von der biographischen Darstellung eines Mörders. Nichts verschafft Karl soviel Genugtuung wie die Ruhe, die Stille, die absolute Lautlosigkeit. Als Schreikind geboren wissen sich seine Eltern nicht zu helfen. Ihr Kind schreit unentwegt. So sieht Karl, wie seine Mutter ins Wasser geht, weil ihre Liebe zu ihm nicht erwidert wird. Von nun an sieht Karl es als ein Geschenk an, das er den Menschen macht, wenn er ihnen den doch so erlösenden Tod bringt. Nur die Liebe zu einem Mädchen macht es ihm möglich, den Wunsch nach Leben zu entdecken. So ganz anders ist die Sprache dieses Buches. Sie nimmt den Leser mit in die Welt von Karl und man ist gefangen in der Lektüre dieses Psychogramms.

„Unvorstellbar!!!“

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Es gibt viele großartige Bücher, aber wenige die es vermögen, einen wirklich zu überraschen. 'Still' von Thomas Raab ist so ein Buch. Hut ab vor dieser Leistung. Die Geschichte ist von derartiger Abartigkeit und Unvorstellbarkeit, dass man ungläubig von Seite zu Seite blättert. Die Sprachgewalt, die Thomas Raab hierfür benutzt, ist Es gibt viele großartige Bücher, aber wenige die es vermögen, einen wirklich zu überraschen. 'Still' von Thomas Raab ist so ein Buch. Hut ab vor dieser Leistung. Die Geschichte ist von derartiger Abartigkeit und Unvorstellbarkeit, dass man ungläubig von Seite zu Seite blättert. Die Sprachgewalt, die Thomas Raab hierfür benutzt, ist atemberaubend. Ich wünsche mir, dass 'Still' irgendwann im gleichen Atemzug mit 'Schlafes Bruder' oder 'Das Parfum' genannt wird. Also Pflichtlektüre!

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Eine wundersame Mördeballade mit blendendem Einstieg und konsequnentem Ende. Leider kleine Längen im Mittelteil. Eine wundersame Mördeballade mit blendendem Einstieg und konsequnentem Ende. Leider kleine Längen im Mittelteil.

Verena Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Nuernberg

Die Figur des Protagonisten ist so lebhaft beschrieben, dass man unweigerlich in seinen Bann gezogen wird. Eine Mischung aus Abstößigkeit und Faszination erwartet den Leser. Die Figur des Protagonisten ist so lebhaft beschrieben, dass man unweigerlich in seinen Bann gezogen wird. Eine Mischung aus Abstößigkeit und Faszination erwartet den Leser.

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Mit toller Sprache werden wirin die Psyche eines Menschen geführt, der eigentlich nichts böses will... Mit toller Sprache werden wirin die Psyche eines Menschen geführt, der eigentlich nichts böses will...

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Beklemmend, düster und doch fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Selten kommt fiktionale Literatur der Psyche eines Mörders so nahe wie in diesem Buch. Beklemmend, düster und doch fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Selten kommt fiktionale Literatur der Psyche eines Mörders so nahe wie in diesem Buch.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
1
3
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TOP!!!
von einer Kundin/einem Kunden am 10.03.2015

Ein Junge wird mit dem „absoluten Gehör“ geboren. Er entwickelt sich deshalb zu einem Mörder. Denn nur eins verschafft ihm die Erlösung: Die Stille des Todes. Voller Spannung und eine gewaltige Sprache auf hohem Niveau. Bravo, Herr Raab! Wer ein spannendes, anspruchsvolles, verstörendes Buch sucht, ist hier richtig.

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Verständnis oder doch eher Unverständnis für eine kranke Psyche?
von Wuschelchen99 am 10.06.2015

Kinder machen das Glück der Eltern vollkommen und sorgen dafür, dass aus einem Ehepaar eine Familie wird. Anders ist das bei Karl Heidemann, dem Sohn von Charlotte und Johann Heidemann. Nach der Entbindung hört das Baby nicht mehr auf zu schreien. Es dauert einige Zeit, bis der Vater herausfindet,... Kinder machen das Glück der Eltern vollkommen und sorgen dafür, dass aus einem Ehepaar eine Familie wird. Anders ist das bei Karl Heidemann, dem Sohn von Charlotte und Johann Heidemann. Nach der Entbindung hört das Baby nicht mehr auf zu schreien. Es dauert einige Zeit, bis der Vater herausfindet, dass Karl mit dem sensibelsten Gehör geboren wurde, was möglich ist. Jedes noch so kleine Geräusch ist für ihn eine Qual. Selbst im Mutterleib war Karls Gehör schon so ausgeprägt. Nur in der Abgeschiedenheit und Stille des Kellers findet Karl und seine Familie Ruhe. Stille, nur das strebt Karl an. Daher spricht er auch nicht. Doch Karl ist hochintelligent, lernt schnell und beobachtet sehr gut. Seine Schlüsse aus dem, was er hört, sind bedingt durch die Abgeschiedenheit außergewöhnlich, vor allem sein Bezug zum Tod sind der Grundstein für eine nicht endend wollende Suche nach der absoluten Stille und dem Schenken von Stille. Es ist erstaunlich, wie eine seltsame Dorfgemeinschaft, ein überempfindliches Gehör und die dadurch nicht vorhandene Bindung zwischen Eltern und Kind sowie keine vermittelten sozialen und emotionalen Werte einen Menschen zu dem machen können, wie es Karl geschehen ist. Sein Wandel von einem von der Außenwelt abgeschnittenen, dicken und gestörten Einzelgänger mit kranker Psyche bis hin zum Massenmörder, aber auch gefühlvollem Sterbebegleiter und liebenden Menschen, der nur auf der Suche nach der absoluten Stille ist, ist vom Autor tief bewegend dargestellt. Es ist schwer zu entscheiden, ob Sympathie und Mitleid oder Abscheu für Karl überwiegen, denn die Frage danach, wer oder was Schuld an dessen Zustand ist, lässt sich nicht beantworten. Thomas Raab hat mit „Still – Chronik eines Mörders“ ein außergewöhnliches Buch geschrieben, das von Frank Arnold als Sprecher zu einem Genuss in Hörbuchform wird. Ein echter Thriller/Krimi ist das Werk nicht, denn dem widersprechen viele gesellschaftskritische Elemente und das Auseinandersetzen mit Andersartigkeit, auch wenn es sehr viele Leichen und einen sehr engagierten Ermittler in Form von Horst Schubert gibt. Aus Sicht des Protagonisten ist es eher als eine Autobiografie zu betrachten. Tief bewegend, verstörend, extrem fesselnd, dramatisch, sprachgewaltig, grausam und intensiv sind die Worte, die mir nach dem Hören des Hörbuches einfallen. Einziger Punktabzug ist, dass ich viele Passagen mehrfach anhören musste, um die vielen Feinheiten genau zu erfassen. Zwischenzeitlich wurde es dadurch langatmig. Aber trotzdem kann ich eine Lese-/Hörempfehlung aussprechen.

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Beklemmende Studie eines Mörders
von einer Kundin/einem Kunden aus Gochsheim am 28.02.2015

Thomas Raab hat mit „Still – Chronik eines Mörders“ ein sehr aufwühlendes Buch geschrieben. Frank Arnold ist als Sprecher meiner Meinung nach perfekt, denn seine Stimme packt einen, geht ser langsam vor und führt genau an der richtigen Stelle zu den unterschiedlichsten Emotionen. An sich würde ich das Buch... Thomas Raab hat mit „Still – Chronik eines Mörders“ ein sehr aufwühlendes Buch geschrieben. Frank Arnold ist als Sprecher meiner Meinung nach perfekt, denn seine Stimme packt einen, geht ser langsam vor und führt genau an der richtigen Stelle zu den unterschiedlichsten Emotionen. An sich würde ich das Buch nicht in die Thriller-Ecke schieben, denn es ist hier und da doch etwas langatmig durch viele Beschreibungen. Dadurch fehlt mir die andauernde Spannung. Dennoch erzeugt die Geschichte eine Art Beklemmung in einem, was ja oftmals dieses gehetzte im Thriller ausmacht. Man geht mit Karl Heidemann, einem Mörder, gemeinsam durch das Leben. Erlebt seine Kindheit, die eher schlecht als recht verläuft und stößt immer wieder an Unverständnis. Gleich kommt einem in den Kopf was denn wohl dieses und dieses Verhalten für Folgen haben könnte. Man weiß ja schon dass es um einen Mörder geht, weiß aber nicht welche Fäden sich wo zusammenspinnen. Bis etwas Gravierendes in Karl´s Leben passiert. Von hier an tritt sich eine Lawine los. Mit Taten, die man eigentlich verurteilen sollte, aber dennoch nie vollkommene Verachtung für den Protagonisten aufkommen lässt. Man hofft, bangt, ekelt sich, freut sich, nur um dann wider ungläubig da zu sitzen und zu grübeln. Die Geschichte ist eine Achterbahn von Emotionen, wortgewaltig und an Vorstellungen nagend. Sie treibt sich immer wieder voran, manchmal langsam, manchmal schnell. Und immer wieder hat man im Kopf: "Wenn nur..." Ganz kleine Punkte müssten sich ändern, dann...aber so ist es nicht. Ratlos bleibt man zurück, nie ganz versöhnt mit dem Protagonisten, nie ganz zerstritten. So dass man hofft, man kann in Zukunft alles auch mal von der anderen Seite betrachten. Fazit Das Buch wirbelt die geregelten Vorstellungen von Moral in einem auf. Zeigt in einer beklemmenden Weise wie die Psyche eines Mörders entsteht und bringt einen dauerhaft zum Nachdenken.

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Aufwühlend und zum Nachdenken anregend
von sheena01 am 26.02.2015

Der Protagonist Karl Heidemann kommt mit einem äußerst sensiblen Gehörvermögen auf die Welt, das ihn befähigt, selbst den leichten Flügelschlag eines Schmetterlings zu hören. Diese unglaubliche Gabe ist zugleich auch ein Fluch für das Kind, das aufgrund der ständigen Höreindrücke, die auf ihn einprasseln immense Schmerzen zu erleiden hat.... Der Protagonist Karl Heidemann kommt mit einem äußerst sensiblen Gehörvermögen auf die Welt, das ihn befähigt, selbst den leichten Flügelschlag eines Schmetterlings zu hören. Diese unglaubliche Gabe ist zugleich auch ein Fluch für das Kind, das aufgrund der ständigen Höreindrücke, die auf ihn einprasseln immense Schmerzen zu erleiden hat. Die einzige für ihn mögliche Weise reagiert das Baby Karl Heidemann darauf mit permanentem Schreien, wodurch sich sein Umfeld von ihm abzuwenden beginnt. Schon als Kind von allen missverstanden, zieht sich der kleine, an sich hochintelligente Karl bald komplett in sich zurück, lebt fortan alleine im Keller des elterlichen Hauses, beobachtet von seiner Mutter mittels Videokamera. Seine Mutter ist bald völlig verzweifelt, durch die Ablehnung, die sie von ihrem eigenen Kind erfährt und begeht Selbstmord vor den Augen Karls. Vom Anblick seiner toten Mutter, ihrer tiefen stillen Zufriedenheit in ihrerem Antlitz, tief ergriffen möchte Karl in seiner kindlichen Naivität diesen Zustand tiefster Ruhe und Glückseligkeit auch anderen Menschen schenken. So begeht er schon in frühester Jugend seine ersten Morde. Sein Vater, der dahinterkommt, wendet sich voll Grausen von seinem Sohn ab, da er ihn als Bestie ansieht. Karl, tief verletzt von soviel Unverständnis verlässt sein Elternhaus, um danach mordend durchs Land zu ziehen. Durch sein feines Gehör nimmt er von seinen Mitmenschen Dinge auf, die für andere verborgen bleiben und so weiß er über deren Sorgen und Sehnsüchte bestens Bescheid, und glaubt, sie von diesen irdischen Qualen befreien zu müssen, indem er ihnen den Tod bringt. Eines Tages lernt er als Jugendlicher die taubstumme Marie kennen, ein Mädchen von vierzehn Jahren, zu der er eine seelische Verbundenheit verspürt. Die beiden verstehen sich ohne Worte, Karl ist fasziniert von ihrer Anmut und ihrem überschäumenden Lebensmut. Fassungslos muss er zusehen, wie sie von ihrem Vater schwerst misshandelt wird und fasst den Entschluss, ihn zu töten, um sie aus dessen Tyrannei zu befreien. Der Mordversuch misslingt, ihr Vater ist von da an behindert. Karl verschwindet aus dem Ort, und kommt in einem Kloster unter, kann Marie aber fortan nicht mehr vergessen, scheint geradezu besessen von ihr zu sein. "Still" ist ein unglaublich aufwühlendes und emotionales Werk. Wer allerdings einen blutrünstigen Thriller erwartet, mag enttäuscht sein, Morde geschehen zwar am laufenden Band, und doch passieren diese quasi nebenbei. Es geht hier mehr um die emotionale Ebene, um das Unverstanden-Sein einer verirrten Seele. Karl ist zweifelsohne ein Serienmörder, und trotzdem nimmt man ihn in seiner kindlichen Unschuld nicht als böse wahr. Der Beweggrund für sein Handeln ist immer ein edler, sein daraus resultierendes Tun nur eine erschreckende Konsequenz. Auf brillante Weise versteht es Raab, die Denkweise des Lesers und dessen Rechtsempfinden zu manipulieren, sodass man die Schuld letztendlich dem Umfeld Karls zuschreibt, einfach weil man Karls Beweggründe versteht und für ihn Mitleid entwickelt, während hingegen seine Mitmenschen durchwegs feindselig und grausam ihm gegenüber agieren. Einzig seine beiden Mentoren Alois und Pater Paolo sind imstande, Empathie für Karl Heidemann zu entwickeln. Den Stil des Autors fand ich recht gewöhnungsbedürftig und schwer verständlich. Dieser Umstand wurde aber durch die perfekt gewählte, einfühlsame Sprecher-Stimme von Frank Arnold wettgemacht. Phasenweise fühlt man sich an Süßkinds "Parfüm" erinnert, und doch handelt es sich hier keineswegs um keinen müden Abklatsch dessen sondern ist, was es ist: Ein aufwühlendes Werk, das sich durch seine Andersartigkeit vom Rest der Masse abhebt und besticht!

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Chronik eines Mörders
von NiWa aus Euratsfeld am 10.07.2016

Stille. Karl Heidemann sehnt sich nach Stille und es gibt nur eines, dass ihn vom Lärm erlöst. Der Tod. Diese Geschichte schildert den Lebensweg von Karl Heidemann, der von Geburt an durch sein feines Gehör am Lärm leidet. Mit der Zeit lernt er, dass ihm vor allem eines die ersehnte... Stille. Karl Heidemann sehnt sich nach Stille und es gibt nur eines, dass ihn vom Lärm erlöst. Der Tod. Diese Geschichte schildert den Lebensweg von Karl Heidemann, der von Geburt an durch sein feines Gehör am Lärm leidet. Mit der Zeit lernt er, dass ihm vor allem eines die ersehnte Ruhe bringt, und zwar der Tod, den er anderen lautlos bringt. Es wird ganz genau das beschrieben, was der Titel verspricht. Es handelt sich tatsächlich um die Chronik eines Mörders, des Mörders Karl Heidemann. Karl, der von Anfang an sehr seltsam ist, Karl, mit dem sich die Eltern kaum zu helfen wissen, Karl, der mit seinem feinem Gehör in einer eigenen Welt lebt, und Karl, der im Tod die Erlösung von den Qualen des Lebens sieht. Gleich zu Beginn hat sich mir der Vergleich mit Patrick Süskinds ?Das Parfum? aufgedrängt und diese starke Ähnlichkeit hielt bis zuletzt an. Statt der Nase sind es hier die Ohren, statt dem 18. Jahrhundert spielt die Handlung in der Gegenwart, und statt Frankreich und Italien, ist es in Karl Heidemanns Chronik der deutschsprachige Raum. Obwohl ich dem Autor hier nichts unterstellen mag, ist es meiner Meinung nach eine nicht ganz so gelungene Kopie des weltberühmten Klassikers, die insofern verändert ist, dass er sich einfach anderer Elemente bedient hat. Karl ist ein sehr seltsamer Mensch. Das feine Gehör macht ihm das Leben schwer, weil er die alltägliche Geräuschkulisse oder sogar nur ein gehauchtes Flüstern kaum erträgt. Dadurch wächst er abgekapselt vom Familienleben, von der Dorfgemeinschaft und insgesamt von der Gesellschaft auf, was ihn zu einem noch merkwürdigeren Erwachsenen macht. Allerdings kann ich nicht verstehen, warum sich Karl manche Ansichten auf so weltfremde Art zusammenreimt, weil er einerseits Eltern und einen Lehrer hat, andrerseits seine Nase wissbegierig in Bücher steckt, und da sollte man meinen, dass er doch eher mit gesellschaftlichen Werten und Normen vertraut ist, als es in der Handlung der Fall ist. Die Stille und die Ruhe sind nicht nur das tragende Thema der gesamten Handlung, sondern treffen ebenso auf die Erzählweise zu. Es wird ruhig von den Ereignissen berichtet, was durchaus passend und fesselnd ist. Den Sprachstil habe ich als altmodisch empfunden und er hat mich an ein Märchen erinnert, das aus auktorialer Perspektive erzählt wird. Manchmal wird weit ausgeholt, wenn es um die Eltern von Karl geht. Dann wird Karls Gefühls- und Gedankenwelt beschrieben, die stark vom quälenden Lärm und dem Unverständnis gegenüber seiner Umwelt geprägt ist. Dieser märchenhafte, teilweise ausholende, Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, weil es trotz der modernen Zeit, in der Karls Geschichte spielt, gut zu ihm und den Ereignissen passt. Thomas Raab hat sich mit ?Still. Chronik eines Mörders? bekannter Elemente eines weltberühmten Klassikers bedient und diese in ein modernes Umfeld in unsere Gegenwart gesetzt. Damit hat er auf jeden Fall die interessante Chronik eines vom Lärm gequälten Mörders geschaffen, wenn mir persönlich auch die Ähnlichkeiten zu frappierend und die Erzählung an sich etwas zu aufgesetzt war. Wer sich aber für die Entwicklung einer vom Lärm geplagten Seele in unseren Breitengraden interessiert und sich vom ruhigen Erzählstil einnehmen lassen will, wird in Thomas Raabs stiller Mörder-Chronik eine faszinierende Geschichte finden.

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bestes Buch der Leipziger Buchmesse
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Dürrenberg am 29.03.2015
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Einfach nur absolut brilliant . Endlich mal ein Buch das den Namen Literatur verdient. Sehr zu empfehlen. Hoffentlich erscheinen bald ein neues Buch des Schriftstellers

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Das Leben eines Mörders
von simi159 am 12.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Still ist eine emotionale, super spannende und auch aufwühlende Biographie eines Mörders…. Karl Heidemann ist ein besonderes Baby, von seinen Eltern geliebt und heiß ersehnt und doch auch abstoßend, denn er schreit seit seiner Geburt ununterbrochen und lässt sich durch so gut wie nichts beruhigen…Essen, schlafen, singen, herumtragen…alles hilft... Still ist eine emotionale, super spannende und auch aufwühlende Biographie eines Mörders…. Karl Heidemann ist ein besonderes Baby, von seinen Eltern geliebt und heiß ersehnt und doch auch abstoßend, denn er schreit seit seiner Geburt ununterbrochen und lässt sich durch so gut wie nichts beruhigen…Essen, schlafen, singen, herumtragen…alles hilft nur sehr kurz. Mit seinem Schreien treibt er nicht nur seine Eltern, sondern auch das ganze Dorf, in dem sie leben, in den Wahnsinn. Durch Zufall stellen seine Eltern fest, dass Karl ein besonders empfindliches Gehör hat und ihn jedes normale Geräusch quält. Sein Vater richtet ihm eine isolierten Raum im Keller ein…und ab dann ist Ruhe…Karl wächst isoliert im Keller auf, hat kaum Kontakt zu anderen Menschen…Er wird von einem Nachbarn unterrichtet und genießt seine Ruhe/Stille. Seine Mutter zerbricht an dieser Isolation und nimmt sich im Beisein von Karl ihr Leben… Karl erfährt dort zum ersten Mal die befreiende Stille des Todes…Fortan, will er das immer wieder erleben, sein Heimatort wird ihm bald zu klein…Er ist ein Erlöser…Friedensbringer und hinterlässt eine blutige Spur des Todes. Fazit: Still ist nicht wirklich blutig und die die Spannung entsteht auch mehr im Kopf, da man sich beim Lesen die ganze Zeit fragt, wie es weiter geht, bzw. wann es aufhört. Karl Heidemann um den sich die ganze Geschichte dreht, ist unsympathisch, fett, hässlich und seltsam. Ein richtiger Antiheld. Der Autor, Thomas Raab, verpackt diese Geschichte in so einfühlsame Worte und in eine sehr bildhafte Sprache. Diese lässt beim Lesen nicht nur Karls Welt im Kopfkino entstehen, sondern auch seine Gefühlswelt ist greifbar und damit sein Verhalten teilweise nachvollziehbar. Die Geschichte scheint zeitlos, irgendwie in der weiten Vergangenheit spielend, doch eigentlich ist sie in den 80er Jahren angesiedelt…auch wenn man das Gefühl hat, dass in Karls Heimatdorf die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Mit hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es anders ist und einen so schnell nicht mehr los lässt, wenn man mal angefangen hat es zu lesen. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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Still - was für ein unglaublich stilles Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Still - ein Roman welcher mich mit einer Wucht berührte, wie schon lange kein Buch mehr. Still - einzigartig in der Sprache Still - aufwühlend und emotional Still - bewegend und faszinierend Still - berührende Spannung mit Tiefgang Still - Lesegenuss auf höchstem Niveau Still - unbeschreiblich Still - meine absolute Leseempfehlung!

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Still
von buecherfreund am 31.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Still - Chronik eines Mörders. Ich hatte etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet, doch das hat es nicht weniger gut gemacht. Ich war begeistert. Ein unheimlich berührendes Buch. Schon alleine das Cover strahlt etwas Schönes und Friedliches aus und gibt perfekt die Stimmung des Buches wider. Karl wird am Nikolaustag... Still - Chronik eines Mörders. Ich hatte etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet, doch das hat es nicht weniger gut gemacht. Ich war begeistert. Ein unheimlich berührendes Buch. Schon alleine das Cover strahlt etwas Schönes und Friedliches aus und gibt perfekt die Stimmung des Buches wider. Karl wird am Nikolaustag 1982 als Schreikind geboren Die Ursache wird von seinem Vater eher zufällig entdeckt: Karl erträgt den Lärm nicht. Er hat ein unglaublich empflindliches Gehör und alles um ihn herum erscheint ihm unerträglich laut. So wächst Karl isoliert in den Kellerräumen des Hauses auf, weil er die normale Welt um sich herum nicht erträgt. Die anderen Dorfbewohner nehmen ihn nur als unheimlichen Jungen wahr, der nicht spricht und nie das Haus verlässt. Das wohl einschneidenste Erlebnis in seiner Kindheit war der Tod seiner Mutter. Weil sie Karls Ablehnung ihr gegenüber nicht mehr ertragen konnte, ist sie vor seinen Augen ins Wasser gegangen. Doch anstatt Schuldgefühle hat dieses Erlebnis nur Faszination auf Karl ausgeübt. Er kann nicht verstehen, warum die Menschen die Toten betrauern. Für ihn stellt der Tod eine Erlösung dar, endlich Friede, Schönheit, und endlich Stille. Immer wieder sieht er die Schönheit des Todes in dem Gesicht seiner Mutter vor sich. So zieht er schließlich durch die Wälder, um dieses Geschenk der Erlösung anderen geben zu können. Doch auch wenn das Buch "Chronk eines Mörders" heißt, so hat man nie das Gefühl über einen Mörder zu lesen. Man taucht ganz ein in Karls Welt und Gedanken, der eine ganz andere Sicht auf die Welt hat. Das Buch besteht aus drei Teilen und jeder der Teile ist völlig anders, beschreibt eine ganz bestimmte Stimmung, in der sich Karl gerade befindet. Besonders der letzte Teil hat es mir angetan, so emotional und so tiefgehend. Auch das Ende hat mich sehr überrascht. Thomas Raab hat eine unheimliche Gabe mit den Worten zu spielen und einen Sinn dafür, alleine durch die Wahl der richtigen Wörter eine Atmosphäre aufzubauen. Ich habe selten ein Buch mit so einem schönen Schreibstil gelesen.

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Fesselndes Leben des Karl Heidemann
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankenberg am 12.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wunderschönes Buchcover, welches durch seine Schlichtheit eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Ruhe und Stille die Karl sich wünscht, die ihm aber selten so gewährt wird. Karl ist ein Schreikind. Ohne ersichtlichen Grund raubt er seiner Mutter und den Jettenbrunnern den Verstand. Als sein Vater endlich, eher zufällig, den Grund dafür... Wunderschönes Buchcover, welches durch seine Schlichtheit eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Ruhe und Stille die Karl sich wünscht, die ihm aber selten so gewährt wird. Karl ist ein Schreikind. Ohne ersichtlichen Grund raubt er seiner Mutter und den Jettenbrunnern den Verstand. Als sein Vater endlich, eher zufällig, den Grund dafür entdeckt, ändert sich alles. Ruhe zieht in Jettenbrunn und das Haus der Heidemanns ein, eine beängstigende Ruhe. Abgeschottet, fern des Lärm von außen, wenn auch nicht völlig still, findet Karl seine Ruhe. Doch er ist so abgeschottet wie alle meinen, er bekommt alles mit. Hört die Schritte und Gespräche auf der Straße im Ort. Kann bald den Gangarten Namen zuordnen, erahnen, welche Stoffe sie am Leibe tragen und wie ihre Gesichter aussehen, ohne sie je gesehen zu haben. Wie genau seine Vermutungen sind, erfährt er als er später wieder an die Oberfläche tritt. Der tragische Tod seiner Mutter, für alle tragisch nur nicht für Karl, ändert für ihn alles. Nie hat er sie so entspannt und friedlich gesehen, wie im Moment des Todes. Ab da ist für ihn klar, der Tod ist ein großes erlösendes Geschenk. Und warum dieses nicht auch anderen gewähren? Der besten Freundin seiner Mutter, die ihr noch gern soviel zu erzählen hatte oder ihrem späteren Liebhaber, dem das Dorf ohnehin all die Schuld auflud. Warum nicht ihn von all seinen Lasten befreien? Karl ist schlau, er lernt sehr schnell, er will Erlösung bringen, keine unnötigen Schmerzen, keine Qualen. Er ist im festen Glauben etwas Gutes zu vollbringen und ist sich nicht bewusst, wie unrecht oder falsch es in den Augen der Welt ist. In den Augen seines Vaters, den ihn zufällig beim morden erkannte. Es bricht Karl das Herz, wie sehr ihn alle missverstehen. Es beginnt ein Leben auf der Flucht, ganz auf sich allein gestellt, sein empfindliches Gehör warnt ihn vor Gefahren. Alles ändert sich schlagartig, als ihn Marie förmlich überrennt. Sofort besteht eine Verbindung zwischen ihnen, sie ist ihm so vertraut, so still. Sie ist stumm und weckt in ihm Gefühle, die er vorher nie spürte. Ihrem trinkenden Vater ausgeliefert, denn sie kann schlicht nicht um Hilfe schreien, versucht er sie von ihrem Quäler zu befreien. Die Sache geht schief und es beginnt eine grausame Hetzjagd und endlose Tage der Folter für Karl, die in ihm alles ändern. Nicht mehr länger will er die Erlösung bringen, sondern die Welt vom Abschaum befreien. So beginnt seine grausame Blutspur durchs Land, bis er sich selbst nicht mehr erkennt und glaubt er wäre einer von ihnen. Völlig ermattet wird er von einem Mönch gefunden und man glaubt und wünscht ihm Ruhe und Frieden im Kloster. Doch nicht so Karl, er geht seinen Weg um das einzig Wichtige in seinem Leben wieder zu finden - Marie. Ihm immer auf den Fersen Horst Schubert, doch findet der Ermittler ihn nie wo er sucht. Eine faszinierende Chronik, man fühlt mit Karl und kann diesem Kind die Taten nicht so übel nehmen, ihn nicht so verurteilen, wie man möchte. Er hat es nicht anders gelernt und ist doch so rein von seinen Absichten Gutes zu tun. Er ist trotz der Menschen um sich herum, immer allein, niemand versteht ihn oder will ich verstehen. Man leidet mit ihm, freut sich mit ihm. Wünscht ihm einen guten Ausgang - auf seine eigene Weise. Seine Chronik hat mich gespannt an den Seiten kleben lassen und tief berührt! Sehr schöner Schreibstil, und all die Zitate von Fontane usw. fand ich sehr passend. Wunderschön! Jetzt muss ich gleich mal schauen, was Thomas Raab so alles schon veröffentlicht hat, damit ich es schier in mich aufsaugen kann.

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Der Tag, an dem Karl starb, war ein guter Tag ...
von goat am 13.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ungewöhnlich ist es, wenn ein Autor diesen Satz über seinen Protagonisten verfasst. Aber ungewöhnlich ist auch dieses Buch, welches sich für mich als ein poetischer Schatz der Literatur herausgestellt hat. Doch zunächst stellt sich die Frage, für wen ist dieser Tag ein guter Tag? Für die Mitmenschen von Karl?... Ungewöhnlich ist es, wenn ein Autor diesen Satz über seinen Protagonisten verfasst. Aber ungewöhnlich ist auch dieses Buch, welches sich für mich als ein poetischer Schatz der Literatur herausgestellt hat. Doch zunächst stellt sich die Frage, für wen ist dieser Tag ein guter Tag? Für die Mitmenschen von Karl? Für Karl selbst? Oder sogar für die Leser, die Karl fast drei Jahrzehnte seines Lebens begleiten? Aber wer genau ist denn eigentlich Karl? Am 6. Dezember des Jahres 1982 durchbricht ein Schrei die Stille des kleinen Dorfes Jettenbrunn in Österreich. Karl, der Sohn von Charlotte und Johannes Heidemann, hat das Licht der Welt erblickt und schreit seinen ganzen Schmerz und seine ganze Empörung darüber hinaus. Noch ahnt niemand, dass dieses Geschrei Tage und Nächte andauern soll, lediglich unterbrochen durch einen kurzen Erschöpfungsschlaf. Karls Mutter weiß sich keinen Rat mehr: Jegliche Versuche, den Jungen zu beruhigen scheitern, bewirken sogar das Gegenteil - sobald sie ihn auf den Arm nehmen möchte, wird Karls Stimme noch durchdringender. Nur dem Zufall ist es geschuldet, dass Karls Vater die Entdeckung macht, dass jegliches Geräusch für Karl eine Tortur ist – und sei es noch so leise. Selbst den Flügelschlag eines Schmetterlings vermag Karl zu hören. Um der kleinen Familie, vor allem aber Karl das Leben erträglich zu machen, baut der Vater den Keller kurzerhand zu einem schalldichten Bereich um und fortan ist Ruhe. Dem Familienfrieden zwar dienlich, weniger jedoch der familiären Gemeinschaft, fristet Karl lange Zeit ein Eremitendasein. Der einzige soziale Kontakt – abgesehen von seinen Eltern, besteht aus gelegentlichen Besuchen eines Nachbarn, der pensionierter Lehrer ist und Karl unterrichtet. In puncto Zwischenmenschlichkeit liegt der Junge jedoch weit zurück und kann somit auch nicht unterscheiden, was richtig oder falsch ist. Als er mit einbezogen wird, lästige Fliegen zu erlegen und der Satz fällt, dass die Plagegeister endlich tot sind und nun Ruhe ist, hat das fatale Auswirkungen. Woher soll Karl wissen, dass Töten etwas Unrechtes ist? Töten = Ruhe? Als die Mutter in ihren verzweifelten Versuchen ihr Kind zu lieben, auf immer mehr Ablehnung stößt, sowohl vonseiten der Dorfbewohner als auch von ihrem eigenen Sohn, beschließt sie, sich vor den Augen ihres Sohnes in einem See zu ertränken. Karl kann dieses Ereignis natürlich nicht zuordnen und ist ebenso verwirrt wie fasziniert von dem friedlichen Ausdruck auf dem Gesicht seiner toten Mutter. Nun ist er sich sicher, dass der Frieden erst im Tod zu finden ist und er verlässt sein Zuhause mit dem Vorsatz, auch anderen Menschen diesen Frieden zuteilwerden zu lassen. Karl hinterlässt eine Spur des Todes, wo auch immer er sich gerade befindet und immer in dem Glauben, richtig zu handeln. Doch er selbst vermag keinen inneren Frieden zu finden … „Still“ ist kein reißerischer Thriller, wie man ihn vielleicht bei einer solchen Inhaltsangabe erwarten würde. Was Thomas Raabs Roman ausmacht, ist weniger der Inhalt als die Art, wie der Autor den Weg des Mörders beschreibt, nämlich in ganz leisen Tönen – eben STILL. Hier ist der Name Programm. Und wer nun glaubt, bei einer Schneise des Todes kann es keineswegs still zugehen, der irrt gewaltig. Karl ist beileibe kein Sympathieträger, aber ich konnte gut nachvollziehen, was ihn zu diesen Taten trieb und mich nicht ganz davon freisprechen, so etwas wie Mitleid mit ihm zu haben. Der Leser muss sich automatisch mit dem „Kind“ Karl auseinandersetzen, das auf so tragische Art und Weise zum „Mörder“ Karl wird. Es führt kein Weg vorbei am Begreifen dieser Taten. Diesen Roman mit „Das Parfum“ von Patrick Süskind zu vergleichen ist legitim. Aber „Still“ ist durch Raabs Schreibstil so viel mehr. Die Figuren, die er geschaffen hat, sind so gut beschrieben und in Szene gesetzt, dass ich einfach nur fasziniert bin. Die große Wendung dieses Romans wird allerdings von zwei Charakteren verursacht, die ich in meiner Rezension noch gar nicht erwähnt habe. Man darf „Still“ also noch immer mit großer, erwartungsvoller Spannung lesen, ohne dass ich zu viel verraten habe. Ein großartiges Werk und mehr als fünf Sterne wert.

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Der Tod, sein Freund und Helfer
von einer Kundin/einem Kunden am 30.03.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Mit "Still - Chronik eines Mörders" hat der für die "Metzger"-Reihe bekannte Autor Thomas Raab einen großartigen Thriller geschrieben, dessen Protagonist die LeserInnen beschäftigen wird. Sein hypersensibles Gehör hat Karl Heidemann bereits im Mutterleib große Qualen bereitet. Um sein Aufwachsen erträglicher zu machen, wird er bereits im Säuglingsalter im Keller... Mit "Still - Chronik eines Mörders" hat der für die "Metzger"-Reihe bekannte Autor Thomas Raab einen großartigen Thriller geschrieben, dessen Protagonist die LeserInnen beschäftigen wird. Sein hypersensibles Gehör hat Karl Heidemann bereits im Mutterleib große Qualen bereitet. Um sein Aufwachsen erträglicher zu machen, wird er bereits im Säuglingsalter im Keller des Elternhauses untergebracht um die schmerzhaften Geräusche zu dämpfen. Doch niemand kann ewig eingesperrt bleiben. Noch als Kind kehrt Karl zurück an die Oberfläche, wo er das erste Mal mit den Tod in Berührung kommt. Fasziniert erkennt er, dass dieser das für ihn wohl größte Geschenk, die Stille, mit sich bringt. Von da an hinterlässt Karl eine blutige Spur, wohin er auch geht... "Still - Chronik eines Mörders" erzählt die faszinierende Lebensgeschichte des fiktiven Serienmörders Karl Heidemann. Obwohl dieser seine Opfer auf grausame Art und Weise vom Leben "befreit", hat man als Leser dennoch Mitleid mit dem Protagonisten, denn trotz seiner Taten ist Karl ein wohlwollender und empathischer Mensch, der einfach nie gelernt hat seine Probleme auf eine andere Art zu lösen. Wenn Sie einen Roman suchen, der nicht nur eine interessante und spannende Handlung beinhaltet, sondern auch mit einem Protagonisten mit Tiefe punkten kann, ist dieses Buch genau das richtige für sie!

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Beeindruckend und kaum zu toppen!
von Kasin am 20.02.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

"Still - Chronik eines Mörders" ist der Titel des Buches von Autor Thomas Raab, erschienen im Droemer Knaur Verlag. Dieses Buch ist wie der Titel, leise, zart und bedächtig. Doch gleichermaßen hat es mich von den ersten Zeilen an angeschrien - lesen, lesen, lesen und ich konnte nicht mehr aufhören... "Still - Chronik eines Mörders" ist der Titel des Buches von Autor Thomas Raab, erschienen im Droemer Knaur Verlag. Dieses Buch ist wie der Titel, leise, zart und bedächtig. Doch gleichermaßen hat es mich von den ersten Zeilen an angeschrien - lesen, lesen, lesen und ich konnte nicht mehr aufhören ihr zu lauschen, dieser mich so beeindruckenden Geschichte. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Zur Story: 1982, der kleine Ort Jettenbrunn ist ein friedlicher Ort, es wird gelebt. Bis Nikolaustag, der Tag an dem Karl das Licht der Welt erblickte und schrie und schrie und schrie. Die anfänglich stolzen Eltern Charlotte und Johann Heidemann, erfahren Ratschläge und irgendwann Abneigung aus dem Dorf. Bis ein Zufall Vater Johann erkennen läßt was seinem Sohn fehlt, oder besser gesagt was er zuviel hat. Nämlich ein Gehör, so ausgeprägt, dass selbst der Herzschlag der Mutter ihm schier unglaubliche Schmerzen bereitet. Um Karl das Leben lebenswerter zu gestalten, bekommt er im Keller eine Zuflucht, ruhig und still. Von da an schreit Karl nicht mehr. Diese Abgeschiedenheit führt dazu das er lernt alleine für sich zurecht zukommen. Er lernt, er lernt enorm, doch weiß er nichts von der Welt oben. Gefühle, Empfindungen sind ihm fremd. Bis zu dem Tag als er seine Mutter zum Weiher begleiten muss, eine Wende in seinem Leben, eine Wendung in dem was er lernt und ganz bestimmt eine Katastrophe für den Ort. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Hin und hergerissen waren meine Gefühle für Karl, den armen kleinen Buben. Überfüttert und bemitleidet, ausgegrenzt und in den Köpfen der Menschen ausgelöscht. Seine Entwicklung, fantastisch erzählt, mitreißend und erschreckend gleichermaßen. Immer auf der Suche nach Antworten, was ist Liebe, was ist der Tod, wo kommt er her, wo geht er hin, wer schenkt ihn? Und Karl findet sie, die Antworten, auf seine Weise - über das Hören. Es wird so wunderbar leicht erzählt, obwohl es schon eine furchtbare Geschichte ist. Stimmungen und Gedanken fließen durch die Seiten, es bedarf keinen Lärm dazu. Man liest die Zeilen und was dazwischen steht und so folgt man Karl und dem gesamten Dorf, es lohnt sich -absolut! Ein Buch für das 5 Sterne bei weitem nicht ausreichen.

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genial spannend, berührend, verblüffend, fesselnd ......
von einer Kundin/einem Kunden aus fischamend am 27.01.2016
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

einer der besten krimi´s seit langem - ein ganz besonderer schreibstil und obendrein unheimlich spannend !

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Thomas Raab: Still - Chronik eines Mörders
von Hotel aus Ostfriesland am 02.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Detailliert aber immer grausig fesselnd und diabolisch packend. Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt es unheimlich, sich vorzustellen, dass solche Menschen tatsächlich existieren. Eine "Chronik des Grauens", die ihres gleichen sucht. Es gibt ja nun eine Unmenge an Büchern über Serienmörder, seien diese nun psychopathisch veranlagt oder... Detailliert aber immer grausig fesselnd und diabolisch packend. Von der ersten bis zur letzten Seite bleibt es unheimlich, sich vorzustellen, dass solche Menschen tatsächlich existieren. Eine "Chronik des Grauens", die ihres gleichen sucht. Es gibt ja nun eine Unmenge an Büchern über Serienmörder, seien diese nun psychopathisch veranlagt oder nicht. Der Fan ist gesättigt und dadurch auch kaum noch zu beeindrucken. Soll heißen: Wirklich gute Krimis gibt es immer seltener. Was Raab aber aus diesen durchaus bekannten Zutaten macht, hebt sich beeindruckend deutlich aus der Masse der Killer-Thriller ab. Man glaubt es zunächst kaum, die Figuren sind wunderbar ausgearbeitet, obwohl die Protagonisten dann doch ein oder zwei Klischees zu viel in einer Person vereinigen. Der ganz große Pluspunkt dieses Buches liegt aber in der Konstruktion der Geschichte. Viele Krimis und Thriller kranken ja daran, dass sie interessante Rätsel konstruieren, diese dann aber so komplex werden, dass der Autor sie zum Schluss selbst nicht mehr lösen kann und der Schluss des Buches dann enttäuschend ausfällt. Raab macht dagegen alles richtig. Von der Suche nach Hinweisen auf das nächste Opfer über die Aufdeckung der Identität des Mörders bis hin zum Finale des Buches. Raab schafft mit geringen Mitteln eine gute Atmosphäre, ohne dabei zu schwafeln, das Buch ist fantastisch schön geschrieben in einem Stil der packt und überzeugt. Sein Schreibstil lässt sich also leicht lesen und fesselt den Leser dennoch. Der Aufbau des Romans, die Eindringlichkeit der Erzählung und die Mitnahme des Lesers auf jeder Seite, das geht unter die Haut. Dieses Buch ist nicht nur ein Thriller, den man mal eben liest und dann nach einiger Zeit wieder vergisst. Das Beste ist ein einfaches Ende ohne großen Wirbel und Übertreibung. Sicherlich gibt es hier und da Leser/innen, die das Thema des Buches zu abscheulich oder zu lang gezogen finden, aber es sei gesagt, dass ein gutes Buch auch mal "Verschnaufpausen" braucht. Diese sind auch in diesem Buch vorhanden, aber nicht so, dass es langweilig wird. Die Charakterdarstellung ist dem Autor sehr gut gelungen und auch die Geschichte ist nicht übertrieben. Man findet zahlreiche Momente, in denen man das Buch um keinen Preis aus der Hand legen möchte, so sehr ist man darauf aus, die weitere Entwicklung zu erfahren. Dass der geschilderte mörderische Wahnsinn in der Logik des Täters einen - wenn auch moralisch fragwürdigen - Sinn ergibt, so aber entstehen die Taten folgerichtig aus den Tiefen der kranken Täterseele. Man kann in gewissen Bereichen alles "miterleben" . Der Autor hat in großen Zügen Fingerspitzengefühl bewiesen und führt den Leser in eine unbekannte und atemraubende Spannung. Es ist hier und da ein wenig Brutal, aber jedem der Thriller und Krimis mag sollte das Buch gegönnt sein. Fazit: Nicht perfekt, nicht neu, aber doch erfrischend anders

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Sprachgewalt
von einer Kundin/einem Kunden am 26.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Karl Heidemann kommt mit einem höchst sensiblen Gehör zur Welt. Seine Schreie gellen durch den ganzen Ort und die Bewohner ziehen sich von der Familie zurück. Da seine Mutter davon ausgeht, dass er Hunger hat, wird er regelrecht gemästet. Die Ärzte können keinen Grund für sein Schreien finden, bis... Karl Heidemann kommt mit einem höchst sensiblen Gehör zur Welt. Seine Schreie gellen durch den ganzen Ort und die Bewohner ziehen sich von der Familie zurück. Da seine Mutter davon ausgeht, dass er Hunger hat, wird er regelrecht gemästet. Die Ärzte können keinen Grund für sein Schreien finden, bis der Vater feststellt, dass er ruhig wird im Wald oder in einem Aufzug, der stecken bleibt. Daraufhin richten seine Eltern ihrem Sohn im Keller sein Reich ein und beobachten ihn durch eine Kamera. So verbringt Karl seine Kindheit unterirdisch, weit ab von allen Geräuschen der Außenwelt. Einzig ein Nachbar hat noch Kontakt zu ihm und lehrt ihn. Hochintelligent hat er sich bereits selbst durch Bücher das Lesen beigebracht. Nach dem Tod seiner Mutter tritt er erstmals wieder im Dorf in Erscheinung. Ein Kind, das überfettet ist und mit seiner Umgebung und den Menschen nichts anzufangen weiß. Was bei ihm hängen bleibt ist das friedliche Antlitz seiner Mutter, als sie tot aus dem Weiher gezogen wird. Karl beginnt seine eigenen Wege zu gehen. Nachts, wenn es niemand bemerkt. Der Weiher zieht ihn an. Langsam, aber sicher beginnt er sein Leben zu verändern und zieht aus seinem Keller nach oben zum Vater. Er verbringt mehr Zeit in der wirklichen Welt. Und trotzdem bleibt er seiner Welt verhaftet, denn die Außenwelt bereitet ihm unendliche Schmerzen. Die Geräusche, die Getriebenheit der Menschen, seine Umwelt sind für ihn unerträglich. Eines Tages muss er aus dem Dorf fliehen, weil es mehr Tote gibt, als es geben sollte. Er begibt sich auf eine Flucht durch die Wälder und hinterlässt eine blutige Spur. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig. Sie stürmt mit einer Eindringlichkeit und Gewalt auf den Leser ein, dass ihm der Atem stockt. Und doch wird er immer mehr in den Bann gezogen und es ist fast unmöglich das Buch zur Seite zu legen. Der Protagonist, der so viel Unglück über die Menschen bringt, wird einem sympathisch. Mit jeder Seite mehr, weil man spürt, wie sehr er leidet, aber auch, dass er eigentlich nur Gutes dem Menschen schenken möchte. Frieden! Bis er verspürt, was Liebe bedeutet, vergehen Jahre, in denen er Menschen umbringt. Kaum hat er seine Liebe gefunden, muss er wieder fliehen und alles hinter sich lassen. Viele Jahre später beginnt er die Suche nach seiner großen Liebe und muss feststellen, dass sie bereits vergeben ist. Mit viel Geduld zeigt er sich ihr und hofft, dass sie ihn wiedererkennt … Schon das Cover hat mich sehr angesprochen. Die Sprache fand ich umwerfend, vereinnahmend und absolut fesselnd. Wer einen herkömmlichen Krimi oder Thriller erwartet, wird enttäuscht werden. Dieses Buch lebt von der Sprache, der Eindringlichkeit der Worte und lässt den Leser nicht mehr los. Für Menschen, die die Sprache lieben und sich in diese dichte Sprachgewalt einfühlen können, eine klare Empfehlung.

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Ein Meilenstein in der österreichischen Literatur...
von einer Kundin/einem Kunden am 04.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

STILL ist es nach diesem gelungenen literarischen neuen Wurf nicht mehr um Thomas Raab geworden... Mit diesem in jeder Zeile intensiven Entwicklungsroman hat Thomas Raab einen neuen Weg nach seiner bereits erfolgreichen MetzgerReihe eingeschlagen...einen Weg, der in die angesehene Gasse eines Patrick Süskind ("Das Parfum") oder Robert Schneider ("Schlafes Bruder")... STILL ist es nach diesem gelungenen literarischen neuen Wurf nicht mehr um Thomas Raab geworden... Mit diesem in jeder Zeile intensiven Entwicklungsroman hat Thomas Raab einen neuen Weg nach seiner bereits erfolgreichen MetzgerReihe eingeschlagen...einen Weg, der in die angesehene Gasse eines Patrick Süskind ("Das Parfum") oder Robert Schneider ("Schlafes Bruder") führt, ohne diese nachzuahmen...aber gleich brilliant vollzieht sich die Handlung rund um Karl Heidemann, dessen übersensibles Gehör die Geißel seines Alltags ist... Thomas Raab hinterlässt Bilder in der Leserseele, deren Intensität sich regelrecht cinematographisch einbrennt...gleichsam fasziniert wie abstößt. Die abnorme Entwicklung seines Protagonisten ist jederzeit nachvollziehbar, der Keim zum Verständnis für Denken und Streben Karls von der ersten Seite an gelegt. STILL ist ein Meilenstein der österreichischen Literatur, der zu Recht bereits viel positive Beachtung und hoffentlich eine würdige Nachfolge nach sich ziehen wird...Chapeau Thomas...der Erfolg sei Dir mehr als vergönnt!

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Still
von einer Kundin/einem Kunden aus Bamberg am 24.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Jettenbrunn ist ein kleines Dorf. Hier kennt jeder jeden und jeder hat ein Auge auf jeden. Dort wird dem Ehepaar Heidemann endlich ein Kind geboren. Aber der kleine Karl ist vom ersten Tag an schwierig und überfordert vor allem die Mutter mit seinem ununterbrochenen Geschrei. Als das Gefühl von... Jettenbrunn ist ein kleines Dorf. Hier kennt jeder jeden und jeder hat ein Auge auf jeden. Dort wird dem Ehepaar Heidemann endlich ein Kind geboren. Aber der kleine Karl ist vom ersten Tag an schwierig und überfordert vor allem die Mutter mit seinem ununterbrochenen Geschrei. Als das Gefühl von Ohnmacht bei ihr Überhand nimmt und das Kind sich selbst die Ohren verletzt, sucht der Vater Rat im Krankenhaus. Durch Zufall findet er dort selbst heraus, was dem kleinen Baby fehlt. Es hat ein übermenschlich feines Gehör und die Menschen und ihre laute Welt fügen dem Kind körperliche Schmerzen zu. Deshalb lebt Karl von da an im Keller – in der Stille, die er selber sucht, die aber einhergeht mit Isolation und dem Unverständnis der Mitmenschen . Selbst seine Mutter kann sich mit seiner körperlichen Besonderheit, seiner Sprachlosigkeit und seiner Ablehnung, nicht abfinden, leidet seitdem an Depressionen und sucht alle Schuld bei sich. Der Tod der Mutter im Wasser wird zu einem einschneidenden Erlebnis für Karl und er erkennt für sich, dass die absolute Stille des Todes allen Menschen Erlösung bringen könnte. So beschließt er, den Menschen Gutes zu tun und im Dorf und andernorts sterben die Leut‘ mit seiner vermeindlichen Hilfe. Karl Heidemann ist ein Gequälter, ein Getriebener, ein Suchender. In der Abgeschiedenheit des Kellers, in der Stille, wächst er in seiner ganz eigenen Gedankenwelt auf und die erscheint dem Leser durchaus logisch und nachvollziehbar. Lange weiß er nicht, dass er sich nach Liebe sehnt, weil er nicht weiß, wie sich menschliche Nähe anfühlt. Sein Wunsch nach Stille wird nicht weniger aber er erkennt, dass er alleine ist in seinem tonlosen Leben. Man empfindet Mitleid mit ihm, wünscht ihm einen Helfer an die Seite, der ihn aus seiner verkehrten Welt herausholt. Einen der ihn versteht und der ihm zeigt, dass das Leben schöner ist als der Tod. Es war mein erstes Buch von Thomas Raab und es war definitiv kein Thriller, sondern ein anspruchsvoller Entwicklungsroman, den ich hier mit „Still“ lesen durfte. Mit einer unerwarteten Eindringlichkeit findet der Autor einen ruhigen und fast nüchternen Erzählton, der den Leser von der ersten Seite an in die sonderbare stille Welt des Karl Heidemann hineinzieht, ihn gefangen nimmt und erschüttert und wer sich auf das teilweise gemächliche aber stetige voranschreiten der Handlung einlässt, wird mit einem wirklich interessanten Roman belohnt.

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Still
von einer Kundin/einem Kunden am 24.05.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Still - Chronik eines Mörders. Ich hatte etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet, doch das hat es nicht weniger gut gemacht. Ich war begeistert. Ein unheimlich berührendes Buch. Schon alleine das Cover strahlt etwas Schönes und Friedliches aus und gibt perfekt die Stimmung des Buches wider. Karl wird am Nikolaustag... Still - Chronik eines Mörders. Ich hatte etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet, doch das hat es nicht weniger gut gemacht. Ich war begeistert. Ein unheimlich berührendes Buch. Schon alleine das Cover strahlt etwas Schönes und Friedliches aus und gibt perfekt die Stimmung des Buches wider. Karl wird am Nikolaustag 1982 als Schreikind geboren Die Ursache wird von seinem Vater eher zufällig entdeckt: Karl erträgt den Lärm nicht. Er hat ein unglaublich empflindliches Gehör und alles um ihn herum erscheint ihm unerträglich laut. So wächst Karl isoliert in den Kellerräumen des Hauses auf, weil er die normale Welt um sich herum nicht erträgt. Die anderen Dorfbewohner nehmen ihn nur als unheimlichen Jungen wahr, der nicht spricht und nie das Haus verlässt. Das wohl einschneidenste Erlebnis in seiner Kindheit war der Tod seiner Mutter. Weil sie Karls Ablehnung ihr gegenüber nicht mehr ertragen konnte, ist sie vor seinen Augen ins Wasser gegangen. Doch anstatt Schuldgefühle hat dieses Erlebnis nur Faszination auf Karl ausgeübt. Er kann nicht verstehen, warum die Menschen die Toten betrauern. Für ihn stellt der Tod eine Erlösung dar, endlich Friede, Schönheit, und endlich Stille. Immer wieder sieht er die Schönheit des Todes in dem Gesicht seiner Mutter vor sich. So zieht er schließlich durch die Wälder, um dieses Geschenk der Erlösung anderen geben zu können. Doch auch wenn das Buch "Chronk eines Mörders" heißt, so hat man nie das Gefühl über einen Mörder zu lesen. Man taucht ganz ein in Karls Welt und Gedanken, der eine ganz andere Sicht auf die Welt hat. Das Buch besteht aus drei Teilen und jeder der Teile ist völlig anders, beschreibt eine ganz bestimmte Stimmung, in der sich Karl gerade befindet. Besonders der letzte Teil hat es mir angetan, so emotional und so tiefgehend. Auch das Ende hat mich sehr überrascht. Thomas Raab hat eine unheimliche Gabe mit den Worten zu spielen und einen Sinn dafür, alleine durch die Wahl der richtigen Wörter eine Atmosphäre aufzubauen. Ich habe selten ein Buch mit so einem schönen Schreibstil gelesen.

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Still - Chronik eines Mörders
von Sylvia Mangl aus Wien am 13.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Groß ist die Freude für Charlotte und Johann Heidemann, als sie ein Kind erwarten. Groß ist der Schreck, als das Kind geboren wird. Denn sein erster Schrei hört nicht mehr auf. Karl Heidemann ist durch nichts und niemanden zu beruhigen. Erst allmählich entdeckt sein Vater, dass das Kind sich... Groß ist die Freude für Charlotte und Johann Heidemann, als sie ein Kind erwarten. Groß ist der Schreck, als das Kind geboren wird. Denn sein erster Schrei hört nicht mehr auf. Karl Heidemann ist durch nichts und niemanden zu beruhigen. Erst allmählich entdeckt sein Vater, dass das Kind sich beruhigt, wenn er mit ihm - an seine Brust geschnallt - lange Spaziergänge durch die Nacht unternimmt. Es scheint, dass nur dies und die Verabreichung von übermässigem Essen Karl kurzfristig ruhigstellen können. Ein Martyrium für die Eltern und auch für die Umgebung beginnt. Denn erst nach einer Weile entdeckt der Vater, dass Karl einfach nur ein übersensibles Gehör hat. Er baut ihm ein schalldichtes Zimmer und verschliesst seine Ohren mit Wachspfropfen und das Schreien hat ein Ende. Die Stille wird für ihn zur Erlösung. Kein Ende hat jedoch die Qual seiner Mutter, die mit der Ablehnung ihres Kindes nicht leben kann. Sie flüchtet in Alkohol und eine Affäre mit dem Dorfarzt. An ihrem Geburtstag fährt sie mit Karl betrunken zum Dorfweiher und fleht ihn an ihm ein Zeichen ihrer Zuneigung zu geben, weil sie ansonsten ins Wasser gehen muss. Er sagt sein erstes Wort: "Geh" - und Charlotte geht ins Wasser... Als sie aus dem Wasser gezogen wird und er sieht, wie friedlich und still sie ist, empfindet Karl den Tod als Geschenk, das Schicksal nimmt seinen Lauf. In den folgenden Jahren kommen immer wieder Menschen im Weiher ums Leben, später auch anderswo. Kriminalkommissar Horst Schubert jagd hinter Karl her, ohne seiner jemals habhaft zu werden. Er verlässt schließlich sein Heimatdorf und trifft auf Marie, seine einzige und große Liebe, für die er seinen den einzigen Mord aus Hass begeht. Ihren Vater, der sie schlägt. Der Mord misslingt und Maries Vater wird verstümmelt und Karl flieht in den Wald, wo er von einem Mönch am Ende seiner Kräfte aufgelesen wird. Er wird im Kloster gesund gepflegt und er verbringt dort etliche Jahre unter fremdem Namen und angeblich stumm. Viele Jahre später kehrt er zurück, findet Marie und ihre Liebe findet Erfüllung, wenn auch nur für sehr kurze Zeit.... Das ist eines der aussergewöhnlichsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Man hat Verständnis für den Mann, der so gepeinigt ist, fast Sympathie. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, aber das ist auch ganz passend, da der Stoff auch durchaus anspruchsvoll ist.

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