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Stiller

Roman

(6)

Bei seiner Einreise in die Schweiz wird Mister White festgenommen, weil er für die Polizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identisch ist. Frühere Freunde bestätigen den Verdacht. Er aber widersetzt sich dieser Festlegung, seine Aufzeichnungen in der Untersuchungshaft wehren sich gegen diese Behauptung mit der Feststellung: »Ich bin nicht Stiller!«.

Rezension
'Stiller, die Hauptperson, vergißt man nicht wieder, er ist keine Romanfigur, sondern ein Individuum, ein in jedem Zug erlebter und überzeugender Charakter.' (Hermann Hesse)
Portrait

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb am 4. April 1991 an den Folgen eines Krebsleidens in seiner Wohnung in Zürich. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er jedoch 1933 nach dem Tod seines Vaters (1932) aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Er arbeitete als Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung.

Seine erste Buchveröffentlichung Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt erschien 1934 in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. 1950 erscheint Das Tagebuch 1946-1949 als erstes Werk Frischs im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Zahlreiche weitere Publikationen folgten.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 437
Erscheinungsdatum 01.04.1973
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-36605-9
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 177/109/24 mm
Gewicht 266
Auflage 46. Auflage
Verkaufsrang 11.003
Buch (Taschenbuch)
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Eine der zentralen Fragen der Menschheit, die schon unzählige Philosophen beschäftigte, wird im Kontext einer globalisierten Welt ganz neu beleuchtet. Kann der Mensch selbst bestimmen, wer er sein möchte? Kann er einfach verschwinden, in ein anderes Land reisen und einen neuen Namen, eine neue Identität annehmen, wenn ihm sein eigenes Eine der zentralen Fragen der Menschheit, die schon unzählige Philosophen beschäftigte, wird im Kontext einer globalisierten Welt ganz neu beleuchtet. Kann der Mensch selbst bestimmen, wer er sein möchte? Kann er einfach verschwinden, in ein anderes Land reisen und einen neuen Namen, eine neue Identität annehmen, wenn ihm sein eigenes Leben nicht mehr zusagt? Diesem schwierigen Thema hat sich Max Frisch in seinem Roman „Stiller“ genähert, ohne dieses jedoch aus allzu wissenschaftlicher Sichtweise zu beleuchten. Im Gegenteil hat er sich in die Situation der Hauptfigur hineinversetzt und schreibt, eher aufzeichnungshaft, über das, was passieren kann, wenn man seine eigene Identität verleugnet. Stellenweise lässt der Autor den Leser regelrecht schmunzeln über die sture Gewissenhaftigkeit der schweizerischen Behörden. Ich habe nach Beenden des Romans direkt wieder von Vorne angefangen, da einfach so viel drin steckt. Wer anspruchsvolle Literatur zu schätzen weiß, ist bei Frisch genau richtig.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Der Gesellschaftsdruck auf das Individuum wird zur Last. Wer bin ich? Wie sieht mich die Gesellschaft? Ein Klassiker! Die Erzählweise ist hintergründig witzig, kritisch, grandios. Der Gesellschaftsdruck auf das Individuum wird zur Last. Wer bin ich? Wie sieht mich die Gesellschaft? Ein Klassiker! Die Erzählweise ist hintergründig witzig, kritisch, grandios.

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Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Frisch verdreht das eigene Wort
von einer Kundin/einem Kunden aus Worms am 08.06.2008

Schon mit dieser einen Textstelle lässt sich belegen, was "Stiller" für ein grandioses Werk ist. Frisch, ein Künstler der Worte, stellt die Unzulänglichkeit seines Arbeitsmaterials fest und schreibt: "Jedes Wort ist falsch und wahr, das ist das Wesen des Worts, und wer immer nur alles glauben will oder nichts... Schon mit dieser einen Textstelle lässt sich belegen, was "Stiller" für ein grandioses Werk ist. Frisch, ein Künstler der Worte, stellt die Unzulänglichkeit seines Arbeitsmaterials fest und schreibt: "Jedes Wort ist falsch und wahr, das ist das Wesen des Worts, und wer immer nur alles glauben will oder nichts -" Dennoch gebe ich Lord Skull recht, teilweise wirklich ein wenig langatmig, daher von mir "nur" 4 Sterne.

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Beeindruckend!
von AgatheM am 06.04.2007

Meiner Meinung nach ein Buch,welches den Menschen zum Nachdenken bringt. Zwar an einigen Passagen ungenau und verwirrend,dennoch bringt es die Botschaft vom Autor rüber. Hab das Buch in 3 Tagen durchgelesen und konnte nicht von ablassen!

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Ich nun wieder
von Polar aus Aachen am 06.07.2007

Ein Roman wie dieser paßt nicht in eine Zeit, in der jeder ins Internet drängt, um sein Innerstes nach Außen zu kehren. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mann, der behauptet er sei nicht er und dem mühsam nachgewiesen werden soll, daß er es trotzdem ist. Natürlich gehört Stiller... Ein Roman wie dieser paßt nicht in eine Zeit, in der jeder ins Internet drängt, um sein Innerstes nach Außen zu kehren. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mann, der behauptet er sei nicht er und dem mühsam nachgewiesen werden soll, daß er es trotzdem ist. Natürlich gehört Stiller in die Zeit der Nachkriegsliteratur, in der nach dem großen Wahn, die Frage nach dem Ich neugestellt wurde. Doch wer hätte gedacht, daß die Theamtik in Frischs Roman vor dem Hintergrund der modernen Selbstentblößung noch einmal so aktuell werden würde. Ich das sind die anderen. Ich bin Ich. Auf die Frage scheint es keine Antwort zu geben. Frischs erfrischende Beschäftung mit seinem Stiller erscheint da schon romantisch. Ein nicht ganz leicht zu lesender Roman, doch es lohnt sich, nach den grellen Blitzen der modernen Kommunikation, sich Zeit für Stiller zu nehmen. Die Zeit hat man.

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Um Stiller wird es still...
von Zitronenblau am 16.11.2008

... wird es still bei mir. Die Rekonstruktion des Ichs durch die Bilder anderer kritisert die Ichlosigkeit in Realtion einer verrollenden Gesellschaft. Soweit recht interessante These mit Unterstützung aus den Rängen eines Kierckegaards, Manns oder Jüngers... Letztlich aber leider auch die Rekonstruktion eines unsympathischen Ichs - seine Liebeseskapaden (übrigens... ... wird es still bei mir. Die Rekonstruktion des Ichs durch die Bilder anderer kritisert die Ichlosigkeit in Realtion einer verrollenden Gesellschaft. Soweit recht interessante These mit Unterstützung aus den Rängen eines Kierckegaards, Manns oder Jüngers... Letztlich aber leider auch die Rekonstruktion eines unsympathischen Ichs - seine Liebeseskapaden (übrigens Hund Foxli und Wiederholungen des Tolstoi-Titels "Anna Karenina" finde´n wir bei Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" wieder) verärgerten mich sehr und streckenweise fehlte auch die Spannung. Fazit: experimentell ein sicher sinnvoller Charakter, ansonsten ist Stiller ein Mensch, den m.E. die Welt nicht braucht!

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Verwirrend
von Marie am 02.06.2005

Von vielen Leuten hochgelobt konnte ich doch leider nie wirklich etwas mit den Werken von Max Frisch anfangen. Etwas verwirrend ist der Roman und eine wirkliche Lösung scheint es auch nicht zu geben. Vielleicht werde ich den Roman später mal verstehen. Zur Zeit würde ich ihn aber nicht noch... Von vielen Leuten hochgelobt konnte ich doch leider nie wirklich etwas mit den Werken von Max Frisch anfangen. Etwas verwirrend ist der Roman und eine wirkliche Lösung scheint es auch nicht zu geben. Vielleicht werde ich den Roman später mal verstehen. Zur Zeit würde ich ihn aber nicht noch einmal lesen wollen.

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