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Stiller Tod

Thriller

(1)
Als die kleine Sunny vor dem Haus ihrer Eltern ertrinkt, raucht ihr Vater gerade einen Joint, während ihre Mutter sich mit ihrem Liebhaber in der Küche vergnügt. Nur Vernon Saul, eine verwundete, aber gefährliche Seele, bekommt mit, was am Strand vor sich geht. Doch er greift nicht ein. Der ehemalige Polizist aus den Elendsvierteln von Kapstadt ist für seine Skrupellosigkeit und Brutalität bekannt. Inzwischen arbeitet er für eine Sicherheitsfirma und dreht in den Bezirken der Reichen seine Runden. Das Gefühl von Macht ist das Einzige, was Saul antreibt. Und er hat Macht - über Dawn, eine drogensüchtige Prostituierte, die er erpresst, über seine Mutter, die er in ihrem eigenen Haus wie eine Sklavin hält, und über Nick Exley, der kurz nach Sunnys Tod eine Tat begeht, die alles auf den Kopf stellt.
Portrait
Roger Smith, 1960 in Johannesburg geboren, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Während der südafrikanischen Apartheidjahre hat er das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv gegründet. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen. Sein Debüt »Kap der Finsternis« aus dem Jahr 2009 war ein großer internationaler Erfolg und wird in Hollywood verfilmt. 2010 erschien »Blutiges Erwachen«, beide Bücher standen wochenlang auf Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste.
Zitat
»Roger Smith packt wieder den Hammer aus.« Tobias Gohlis, Die Zeit Bestenliste, 6.12.2012 »Die leiseren Töne in "Stiller Tod" machen Roger Smiths Südafrikaporträt umso bedrückender.« Thomas Klingenmaier, Tages-Anzeiger, 28.11.2012 »Smith weiß genau, wovon er erzählt. Seine Romane basieren nicht auf flüchtigen Begegnungen mit den Flats-Bewohnern, sondern aus der jahrelangen Vertrautheit mit den dort herrschenden Verhältnissen ¿ Meisterlich inszeniert Smith ... ein subtiles Duell waidwunder Seelen, in dem nur die Verdammnis des einen dem andern die Erlösung bringen kann.« Gunter Blank, Sonntagszeitung, 9.12.2012 »Ein weiterer Besuch in der Hölle, die das Kapstadt heißt.« Goslarsche Zeitung, 28.11.2012 »Pflichtlektüre für die Fans knallharter Romane.« Tele, 1.12.2012 »Stiller Tod ist die faszinierende, düstere und spannende Chronik eines ... Absturzes. Eigentlich mehrerer.« Jochen König, krimi-couch.de, 21.11.2012 »Smiths Erzählstil erinnert an Joseph Conrads "Heart of Darkness".« Telse Wenzel, Göttinger Tageblatt, 18.10.2012
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 380, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.10.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783608103335
Verlag Tropen
Originaltitel Capture
eBook (ePUB)
8,99
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Zerrissene Gestalten mit verwundeten Seelen vor düsterem Hintergrund...et voila: ein neuer Roger Smith, literarischer Schwarzgurtträger in der Klasse 'Roman Noir'.

Albtraumartig entwickelt Smith eine Geschichte von Schuld und Sühne. Kain und Abel. Nick Exley und Vernon Saul in 'Warten auf Godot'. Wobei Godot in diesem Roman vielleicht
Zerrissene Gestalten mit verwundeten Seelen vor düsterem Hintergrund...et voila: ein neuer Roger Smith, literarischer Schwarzgurtträger in der Klasse 'Roman Noir'.

Albtraumartig entwickelt Smith eine Geschichte von Schuld und Sühne. Kain und Abel. Nick Exley und Vernon Saul in 'Warten auf Godot'. Wobei Godot in diesem Roman vielleicht als die Sehnsucht nach dem Unmöglichen beschrieben werden kann, - dem Glück.

"Hinunter in Richtung des lockenden Meeres und des leeren seelenlosen Hauses. Hinunter in Richtung des total durchgeknallten Wahnsinns."

Und so ist die ganze Geschichte eine sogartige Abwärtsspirale in die Untiefen des menschlichen Wesens. Eine Reise ins Herz der Finsternis. Die Frage nach Gut und Böse verliert sich im menschlich luftleeren Raum, - wären da nicht Dawn, ExProstituierte und ihre Tochter Brittany, die einzig positiv besetzten Figuren. Und so kommt, was man von Roger Smith bisher nicht kannte, das Unmögliche: die Aussicht auf ein Happy End. Ob dieses eine Zukunft hat, wissen wir nicht. Wie immer.

Trocken, staubtrocken schwingt Smith seinen literarischen Baseballschläger. Homerun. Der vierte.

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"Die Wahrheit ist, dass Südafrika unglaublich brutal ist. Nicht nur gibt es eine Menge Verbrechen, es ist auch die Art von Verbrechen: Der Grad von Brutalität ist hier ganz außergewöhnlich.", sagt Roger Smith in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau. Und so schont er seine LeserInnen nicht. Seine Beschreibung der Opfer, die "Die Wahrheit ist, dass Südafrika unglaublich brutal ist. Nicht nur gibt es eine Menge Verbrechen, es ist auch die Art von Verbrechen: Der Grad von Brutalität ist hier ganz außergewöhnlich.", sagt Roger Smith in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau. Und so schont er seine LeserInnen nicht. Seine Beschreibung der Opfer, die selbst zu Tätern werden, die Gewalt, der sie ausgesetzt sind und die sie gnadenlos weitergeben, ist für die LeserInnen oft schwer auszuhalten. Dennoch: "Stiller Tod" ist ein grandioser Thriller, der von der ersten Seite an fesselt und nicht mehr losläßt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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1

Sex und Gewalt
von einer Kundin/einem Kunden am 08.10.2014

Zuviel detaillierten Sex und brutale Gewalt in einer mässig originellen Story. Das Buch war eine Enttäuschung, nachdem mir der Erstling des Autors (Kap der Finsternis) gut gefallen hat.

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Schuld, Vergebung und Liebe in Kapstadt
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das hat Roger Smith noch nie gewagt: Neben den von ihm bereits bekannten detaillierten Schilderungen des kriminellen Lebens Südafrikas erzählt er diesmal auch von Schuld, Vergebung und der Liebe. Neben dem reichlich grausamen Plot mit all seinen blutigen Volten variiert er das Pretty-Woman-Motiv und gewinnt seinem Roman diesmal fast... Das hat Roger Smith noch nie gewagt: Neben den von ihm bereits bekannten detaillierten Schilderungen des kriminellen Lebens Südafrikas erzählt er diesmal auch von Schuld, Vergebung und der Liebe. Neben dem reichlich grausamen Plot mit all seinen blutigen Volten variiert er das Pretty-Woman-Motiv und gewinnt seinem Roman diesmal fast zwischenmenschliche Tiefe ab. „Stiller Tod“ erzählt von der dysfunktionalen Familie Exley, deren Tocher Sunny ertrinkt, während die Mutter in der Küche mit dem Liebhaber zu Gange ist, während Sunnys Vater Nick auf der Terasse Drogen konsumiert. Dies wäre als Schicksal tieftraurig und bestürzend, würde der ehemalige Cop Vernon Saul nicht teuflischen Nutzen aus der Tragödie ziehen. Dieser beobachtet in seiner Funktion als Wachmann die tödlichen Geschehnisse im Hause Exley und beginnt einen diabolischen Plot in die Tat umzusetzen. Allmählich erschleicht er sich Nicks Vertrauen und verstrickt in ihn in ein Netz aus Schuld und Abhängigkeit, das für ihn schon bald tödliche Konsequenzen bereithält. Sonderlich viel Neues beinhaltet „Stiller Tod“ nicht. Die Motive sind weitestgehend aus den drei Vorgängerromanen bekannt, doch wie oben erwähnt wagt Smith in seinem neuen Thriller auch ein Novum. Zum einen spielt der Roman fast durchgängig in Kapstadt und widmet sich nur dem kriminellen Leben der Hauptstadt anstelle ein Panorama Südafrikas zu zeichnen. Und zum zweiten verzichtet der Südafrikaner zumindest auf den ersten hundertfünfzig Seiten auf brutale Handlung in der Gegenwart. Zwar sind die Rückblenden, die die Geschichten und Schicksale der Protagonisten schildern, gewohnt blutrote Snapshots und in ihrer Intensität manchmal kaum zu ertragen, dennoch passiert zunächst nicht viel. Anstelle von übermäßiger Gewalt setzt Smith lieber seinen Fokus auf die Familie Exley und den Wachmann Vernon Saul und zeigt, wie der Tod von Exleys Tochter sämtliche Strukturen auflöst. Er zeigt, wie die Ehepartner am Tod ihres Kindes zerbrechen und wie Saul unerbittlich an seinem Netz aus Erpressung und Gefälligkeiten webt. Diese Handlungsarmut überrascht für Smith'sche Verhältnisse, da man aus den anderen Büchern eine Beschleunigung von null auf hundert auf wenigen Seiten gewöhnt ist. Hier ist alles anders, doch keinesfalls schlechter. Seine im brutalen Präsens vorantreibende Story gebraucht blutige Metaphern, die dem Leser an manchen Stellen auch zuviel des Guten sein könnten. Der Mond leuchtet über dem Meer wie ein Suchscheinwerfer, die Augen fühlen sich an, als hätte jemand Glasscherben dahinter gestreut, Möwen fliegen wie Schrapnelle. Diese Gewaltprosa kann stören, unzweifelhaft fasziniert sie aber auch. Aufgefangen wird die brutale Klarheit und Explizität in „Stiller Tod“ durch das subtile Einfließen einer Liebesgeschichte, die wie ein Lichtstrahl die Nachtschwärze Kapstadts durchbricht. Zwar ist die Geschichte in ihrer Entwicklung kaum glaubwürdig, dennoch ist „Stiller Tod“ in seiner Gänze ein atemraubend verdichtetes Kapstadt-Gemälde noir!

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1 0
Leider nicht so gut wie ich dachte
von Franzy aus Gießen am 03.10.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Vernon Saul, ehemaliger Cop, arbeitet seit seinem Unfall für ein Sicherheitsunternehmen. Im Zuge dieser Arbeit wird er Zeuge davon, wie die kleine Sunny im atlantischen Ozean ertrinkt, während ihr Vater einen Joint raucht und ihre Mutter sich von ihrem osteuropäischen Liebhaber verwöhnen lässt. Nachdem Sunny tot aus dem Wasser gezogen... Vernon Saul, ehemaliger Cop, arbeitet seit seinem Unfall für ein Sicherheitsunternehmen. Im Zuge dieser Arbeit wird er Zeuge davon, wie die kleine Sunny im atlantischen Ozean ertrinkt, während ihr Vater einen Joint raucht und ihre Mutter sich von ihrem osteuropäischen Liebhaber verwöhnen lässt. Nachdem Sunny tot aus dem Wasser gezogen wird, ist es Vernon, der versucht sie zu reanimieren - obwohl er weiß, dass das Mädchen bereits tot ist. Dawn, eine Stripperin aus den Flats in Cape Town, hat es Vernon zu verdanken, dass das Jugendamt ihre Tochter wieder zu ihr gelassen hat. Er ist es auch, der ihr das Versprechen abgenommen hat nun clean zu bleiben - allerdings nicht ganz uneigennützig. Yvonne Saul, Vernons Mutter, die an Bluthochdurck und Diabetes leidet, lässt sich von ihrem Sohn durch ihre schäbige Behausung prügeln und tut was er verlangt - ihre Schuldgefühle und die Angst ihm gegenüber sind einfach zu groß, als dass sie sich gegen ihn wehren würde. Schnell wird klar, dass Vernon das Bindeglied zwischen diesen Personen ist. Auch wenn diese Geschichten (erst) nichts miteinander zu tun haben, ist es Vernon, der zwischen diesen Handlungssträngen hin und her springt und zum Schluss doch alle Personen miteinander vereint. Zu Beginn fragt man sich als Leser noch, warum er Sunny ertrinken lässt, obwohl er es hätte verhindern können. Nach und nach versteht man allerdings, dass es sich bei ihm um einen Soziopathen handelt, der dafür sorgt, dass er immer mehr gegen diese Menschen in der Hand hat - und dafür buchstäblich über Leichen geht. Macht über andere Menschen zu haben ist das Einzige, was Vernon interessiert und vorantreibt. Ein alter Kollege, der nun bei einer Sondereinheit ist, durchblickt Vernons Spiel und versucht Beweise gegen ihn zu sammeln. Das ganze Buch über habe ich auf den Thriller gewartet, auf den ich so gehofft habe - aber leider nicht gefunden. Die Geschichte liest sich eher wie ein Aufsatz und mir persönlich fehlt das Unvorhersehbare, Schnelle, Actionreiche, was einen Thriller ausmacht. Dadurch habe ich extrem lange für dieses Buch gebraucht und mich stellenweise gelangweilt. Die Geschichte an sich ist nicht uninteressant, aber sie ist in meinen Augen einfach kein wirklich guter Thriller. Allerdings gewährt Roger Smith einen guten Einblick in das Leben in Kapstadt. Reiche Weiße, arme Schwarze, Korruption, Prostitution, Drogen, Gewalt - alles wird beleuchtet und gut dargestellt. Warum sich auf dem Cover ein Hammer befindet, verstehe ich nicht so ganz. Es ist eine Stelle, bei der dieser Hammer eingesetzt wird, danach findet sich in der ganzen Geschichte kein Hammer mehr wieder. Auch warum es im Heyne Hardcore erschienen ist, erschließt sich mir nicht. Klar, es gib ein paar "krasse" Szenen und es werden vereinzelt nicht ganz jugendfreie Worte benutzt, aber es ist nicht so hart und eklig wie ich dachte - da habe ich schon "Schlimmeres" gelesen ;-)

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