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Stranger To Stranger

Paul Simon hatte schon immer eine große Liebe für außergewöhnliche Klänge. Das bewies der zwölffache Grammy-Gewinner auf Alben wie "Graceland" und "The Rhythm Of The Saints", auf denen er eng mit Musikern aus Afrika oder Brasilien zusammenarbeitete. Und auf dem Album "Surprise", das er 2006 mit dem Klangmeister Brian Eno und Jazzern wie Herbie Hancock und Bill Frisell aufnahm. An diese gefeierten Meisterwerke knüpft er nun mit "Stranger To Stranger" an."Es geht darum, die Leute etwas auf eine neue Art hören zu lassen. Es geht darum, Musik zu machen, die gleichzeitig vertraut und neu klingt; Musik, die ein wenig geheimnisvoll ist", sagt der 74-Jährige. "'Stranger To Stranger' ist wie ein Album aus dem 20. Jahrhundert, das in eine Klanglandschaft des 21. Jahrhunderts versetzt wurde." Für den exotischen Touch sorgen mikrotonale Instrumente aus dem Fundus des legendären Instrumentenbauers Harry Partch und die abenteuerlichen Klangcollagen der italienischen EDM-Künstler Clap!Clap!. Simons absolut unverwechselbare Stimme, seine raffiniert-eingängigen Songs und teils bissig-witzige, teils poetische Lyrics erlebt man so in einem völlig neuen, sehr aufregenden klanglichen Kontext.

Im Oktober 2016 wird Paul Simon 75 Jahre alt.

Rezension
Wer auf den Coverrückseite die Information entdeckt, dass dieses Album "von Paul Simon und seinem alten Partner Roy Halee" produziert wurde, könnte völlig falsche Schlüsse ziehen. Denn mit Halee, mit dem Simon bereits in den 60ern an den ersten Demos für Simon & Garfunkel arbeitete und dem er danach über Jahrzehnte verbunden blieb, hat der Künstler mitnichten ein nostalgieseliges Retroalbum aufgenommen. Nein, "Stranger To Stranger" ist das wohl wagemutigste und experimentellste Album in Simons langer Karriere. Dazu gehören ungewöhnliche Sounds und minimalistische Kompositionen, eine Kooperation mit einem Elektronikmusiker und Texte, in denen es auch mal um eine Auseinandersetzung um ein "Wristband" gehen darf. Paul Simon war und ist jemand, der immer offen war für Experimente. So hatte er zuletzt eine gemeinsame Tournee mit Sting gespielt, bei der sich die beiden Künstler gegenseitig die Bälle zuspielten und mit zum Teil radikal veränderten Arrangements die alten Hits von Simon & Garfunkel und die Solostücke der beiden Künstler vortrugen. Möglicherweise war es dieser Forscherdrang, den Paul Simon nun auf "Stranger To Stranger" noch weitergetragen hat. Manchmal meint man nun, ein fernes Echo seiner Afrika-Expeditionen von "Graceland" oder "Rhythm Of The Saints" zu hören, auch Simons Folk-Vergangenheit kann man noch erahnen, aber stilistisch ist das Spektrum auf dem neuen Album noch viel weiter gespannt. Letztlich hat Paul Simon für "Stranger To Stranger" eine ganz eigene Welt geschaffen. Das Faszinierende daran ist, dass die Songs aber keine ungenießbare Avantgarde, keine l'art pour l'art, sondern letztlich immer noch Popmusik sind. Wer genau hinhört und sich darauf einlässt, wird nicht umhin können, die Songs auch als eingängig zu bezeichnen. All dies zeichnet letztlich die rastlose Künstlerpersönlichkeit von Paul Simon aus, die erneut für ein in jeder Hinsicht herausragendes Album verantwortlich zeichnet. Dietmar Schwenger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 03.06.2016
Sprache Englisch
EAN 0888072397804
Genre Pop
Hersteller Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Spieldauer 37 Minuten
Musik (CD)
19,99
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