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Sungs Laden

Roman

(3)
Mit Wärme, Witz und Lust an kleinen Wundern: Karin Kalisa erzählt, wie das Leben in der Metropole Berlin sich verwandelt, sobald Urberliner und die Nachkommen der vietnamesischen Vertragsarbeiter der DDR sich zusammentun. Plötzlich tragen Parkraumwächter Kegelhüte, spannen sich Brücken aus Bambus zwischen den Mietshäusern, macht ein Zahnarzt kostenlosen Sonntagsdienst für die Patienten aus Fernost – eine spontane Alltagsrevolution, bei der auch die Ho-Chi-Minh-Flagge auf dem Bezirksamt nicht fehlen darf.
Der Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung ist das Zentrum der Bewegung, ihre Aktionen gipfeln in einer großen Vorstellung des vietnamesischen Wassertheaters in einem Ententeich. So geschieht das Unglaubliche: Gute Laune herrscht in Berlin – ein Traum vom geglückten Zusammenleben wird Wirklichkeit.
Portrait
Karin Kalisa lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren in Berlin. Sie hat sich als Wissenschaftlerin mit asiatischen Sprachen, Philosophie und ethnologischen Beschreibungen beschäftigt, ihre Welterfahrung fließt jetzt in ihre Literatur ein. „Sungs Laden“ ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 255, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.06.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783406681899
Verlag C.H.Beck
Verkaufsrang 42.005
eBook (ePUB)
15,99
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Er ist liebenswürdig, bezaubernd und lässt den staunenden Leser immer wieder lächeln und wünschen, das genau diese Dinge auch im realen Prenzlauer Berg möglich würden- eine wunderbare Utopie mit Anleitungscharakter.....

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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Feinste Unterhaltung
von einer Kundin/einem Kunden am 13.10.2015

Auch wenn es "nur" ein Märchen ist: vielleicht hilft es doch dem einen oder anderen Inländer, sich mit einer anderen Kultur und oder den Fremden auseinanderzusetzen. Wunderbar zu lesen!

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Perfekter Lesegenuss!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 11.09.2015

Rundum schön - dieser Roman gehört auf die Bestsellerlisten. Ich genieße jede Seite und bin schon ein wenig traurig, dass nur noch 30 Seiten zu lesen sind ...

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Ein seltenes Kunststück
von einer Kundin/einem Kunden aus Berndorf am 20.08.2015

Viel möchte ich gar nicht schreiben, weil es - zu der Hardcover-Version - schon (bisher) drei sehr aussagekräftige und gute Rezensionen gibt. Was es vielleicht noch zu ergänzen gibt: Dieses Buch läßt sich eventuell mit dem Wassermarionettentheater vergleichen, von dem uns erzählt wird: Es ist hohe Kunst, die... Viel möchte ich gar nicht schreiben, weil es - zu der Hardcover-Version - schon (bisher) drei sehr aussagekräftige und gute Rezensionen gibt. Was es vielleicht noch zu ergänzen gibt: Dieses Buch läßt sich eventuell mit dem Wassermarionettentheater vergleichen, von dem uns erzählt wird: Es ist hohe Kunst, die sehr viel Wissen und Fertigkeiten verlangt, aber in einer Eleganz und Leichtigkeit daherkommt, dass man als Publikum einfach nur staunt und genießt, in eine andere Welt entrücken darf und am Ende fast ein bisschen traurig ist, dass die Geschichte schon zu Ende ist. Ich lese wirklich viel, aber selten war ich von einem Buch so begeistert wie von diesem.

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Sungs Laden
von Ulrike Seine aus Rheine am 16.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die erzählte Geschichte spielt in Berlin. Sie thematisiert fremde Kulturen mit einer Leichtigkeit, die dem Leser Freude bereiten. Im Mittelpunkt stehen vietnamesische Familien die als Arbeitskräfte in ein kommunistisches Bruderland (DDR) kamen um dort zu arbeiten oder als Boatpeople in den Westen Deutschlands flohen. Sie kamen mit ihrer eigenen... Die erzählte Geschichte spielt in Berlin. Sie thematisiert fremde Kulturen mit einer Leichtigkeit, die dem Leser Freude bereiten. Im Mittelpunkt stehen vietnamesische Familien die als Arbeitskräfte in ein kommunistisches Bruderland (DDR) kamen um dort zu arbeiten oder als Boatpeople in den Westen Deutschlands flohen. Sie kamen mit ihrer eigenen Geschichte. In diesem Fall einer alten Puppe des Wasserpuppentheathers in Hanoi. Nur die alte Großmutter weiß um diese Geschichte, nicht ihr Sohn und seine Familie, die am Prenzlauer Berg in Berlin einen der vielen Läden betreiben. Erst der Enkel schafft es, daß die Großmutter ihre Geschichte erzählt. Und diese treibt Wellen, immer stärker, die auf immer mehr Menschen übergreifen. Es macht Freude zu lesen, wie Menschen aufeinander zugehen, voneinander lernen und sich respektieren und lieben lernen.

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Herzerwärmend schön
von ChrisYo aus Lutherstadt Wittenberg am 17.08.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Willkommen in Ostberlin! Ein Teil der multikulturellen Hauptstadt Deutschlands. Einem Teil, in dem sich kleine Geschäfte aus dem Nichts hochgestanzt haben und noch immer in der quirligen Atmosphäre halten. Hier ist auch Sungs Laden. Ein kleiner Handel, der alles beherbergt, was das Herz begehrt und noch viel mehr! Als der... Willkommen in Ostberlin! Ein Teil der multikulturellen Hauptstadt Deutschlands. Einem Teil, in dem sich kleine Geschäfte aus dem Nichts hochgestanzt haben und noch immer in der quirligen Atmosphäre halten. Hier ist auch Sungs Laden. Ein kleiner Handel, der alles beherbergt, was das Herz begehrt und noch viel mehr! Als der Direktor einer Schule kurz vor Weihnachten einen längst vergessenen Zettel vom Schulamtsleiter entdeckt, bei dem er angehalten wird die Kinder eine multikulturelle Erfahrung machen zu lassen, beschließt er, dass die Schüler der verschiedenen Nationen etwas aus ihrer Kultur vorstellen sollen. Der kleine vietnamesische Junge Minh geht daraufhin zu seiner Großmutter Hien und bittet sie um ein Kulturgut aus ihrer Heimat. Gemeinsam mit ihrem Enkel geht Hien drauf hin in die Schule und stellt in einem kleinen Theaterstück ihre Wassertheaterpuppe vor, die sie einst von ihrem Großvater geerbt hatte. Während Hien und ihre Wasserpuppe wieder in Sungs Laden verschwinden, bleibt das Theaterstück aber unvergessen und es setzen sich Zahnräder in Gang, die die Ostberliner Welt immer mehr verändern sollen. Die Lehrerin Jana beginnt für eine Demonstration für die die Schule Wasserpuppen zu bauen und bekommt unverhofft Hilfe von dem Schreiner Ly. Zeitungen interessieren sich immer mehr für die Wasserpuppen. Stoffe werden gekauft, typisch vietnamesische Hüte gegen die Sonnenstrahlen getragen. Und mitten drin immer wieder Sungs Laden. Er ist Anlaufpunkt für die Lehrerinnen, die mit ihren Kindern Wasserpuppen bauen wollen. Er ist Anlaufpunkt für die Beamten, die sich gern Obstschälchen abholen. Er ist Anlaufpunkt, wenn es darum geht mehr über die Kultur der Besitzer zu erfahren. Und ganz nebenbei erzählt die Autorin die Geschichte, wie Sungs Laden überhaupt entstanden ist. Es ist die Geschichte der Betreiber. Der Großmutter Hien, die nach Ostdeutschland kam, um dort als Vertragsarbeiterin zu arbeiten und die mit ihrem Mann blieb, um einen Laden zu betreiben. Es ist die Geschichte ihres Sohnes Sung, der aus seinen Grenzen ausbrechen wollte und einfach anders sein wollte, als seine Landsleute. Und es ist die Geschichte des kleinen Minh, der erst durch die Wasserpuppe einen Teil seiner Herkunft zu greifen bekommt, während sich das Stadtbild immer mehr um ihn herum verändert. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen: Danke, dass ich dieses wundervolle Buch mit lesen durfte! Es ist eine herzerwärmende Geschichte, die aber auch die Schicksale der Protagonisten ungeschönt beleuchtet. Die Schicksalsschläge mit denen die Protagonisten zu leben haben sind nicht immer ohne bitteren Beigeschmack. Da sind Kinder die zurück gelassen werden müssen, damit man in der DDR arbeiten weiter arbeiten kann. Es gilt Kriegserlebnisse zu verarbeiten und eine Existenz aufzubauen. Es gilt sich in einer Welt zu integrieren, die von der eigenen Kultur rein gar nichts wissen möchte. Es gilt Identitäten zu entwickeln und Lebensweisen zu ordnen. Dieses Buch öffnet die Augen für andere Kulturen und zeigt auch auf, dass nicht alles, was anders ist unbedingt schlecht ist. Es zeigt, dass es auch gut sein kann, wenn man sich für andere Dinge öffnet und auch wenn das Buch Fiktion ist, zeigt es auf, was man aus diesen neuen Erfahrungen alles schaffen kann. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Ich habe gelacht, ich habe mich gewundert – und gegoogelt – und ich habe sogar ein bisschen geweint, weil es so schön war. Das Buch ist sehr gut recherchiert, man kann also so einige Dinge aus diesem Buch lernen. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen, wenn ihr euch für die asiatische Kultur interessiert oder für die DDR und deren Folgen für die Gastarbeiter. Aber es ist auch zwischenmenschlich einfach schön geschrieben und lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen und zu träumen.

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Sungs Laden ist ein unbeschreibliches Buch, das jedem Versuch es inhaltlich zu erfassen trotzt, denn es erzählt von so vielen kleinen Helden und sagenhaften Erlebnissen, von schicksalhaften Begebenheiten - reich ist es, dieses Buch! Reich an Inhalt, Herz und dem Gedanken der Solidarität. Ein schönes Wort. Ein neues altes... Sungs Laden ist ein unbeschreibliches Buch, das jedem Versuch es inhaltlich zu erfassen trotzt, denn es erzählt von so vielen kleinen Helden und sagenhaften Erlebnissen, von schicksalhaften Begebenheiten - reich ist es, dieses Buch! Reich an Inhalt, Herz und dem Gedanken der Solidarität. Ein schönes Wort. Ein neues altes Lieblingswort! Kalisa erzählt in einem fast märchenhaften Ezählstil von den Vietnamesen vom Prenzlauer Berg. Von ihren Anfängen, wie sie als Vertragsarbeiter kamen, wie sie blieben oder nicht, Kinder bekamen oder nicht, und wie diese Kinder dann groß wurden, als Deutsche, obwohl sie Vietnamesen sind. Mit einem Auftritt zum Thema "Kulturen der Welt" in einer Schulaula setzt sich eine Welle in Bewegung, die den ganzen Prenzl Berg erfasst. Keiner bleibt von dieser Welle verschont und Kalisa schafft es in so viele Köpfe zu schauen und uns so viele Menschen und ihre Leben vorzustellen, ohne das man sich als Leser von diesem Hin und Her gestört fühlt. Ich war an mehr als einer Stelle zu Tränen gerührt und werde die vielen sagenhaft schönen Bilder dieses Buches nie vergessen. Wer einen einfachen Multikulti-Großstadtroman erwartet wird enttäuscht. Das hier, dass ist ein Märchen, dass uns alle dazu bringen sollte, jeden intoleranten Gedanken durch einen solidarischen zu ersetzen, und "Brücken" zu sehen, zwischen den Häuserschluchten.

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Ein modernes Märchen als Integrationsbeitrag? Viele vietnamesische Läden gibt es inzwischen am Prenzlauer Berg und einer der Ladenbesitzer ist Sung. Er hat einen kleinen Gemüse und Obstladen und jede menge Ladenhüter, die aber bleiben dürfen bis sie doch mal jemand kauft. Die Läden leben von Laufkundschaft und die vietnamesischen Betreiber... Ein modernes Märchen als Integrationsbeitrag? Viele vietnamesische Läden gibt es inzwischen am Prenzlauer Berg und einer der Ladenbesitzer ist Sung. Er hat einen kleinen Gemüse und Obstladen und jede menge Ladenhüter, die aber bleiben dürfen bis sie doch mal jemand kauft. Die Läden leben von Laufkundschaft und die vietnamesischen Betreiber verdienen ganz gut, aber richtig Reich wird man mit so einem Laden nicht. Die Kinder der Vietnamesen wachsen hier auf und sprechen fast nur Deutsch und sind eigentlich integriert, aber sie bleiben doch nur unter sich! "Sungs Laden" kommt bei einer weltoffenen Woche in der Schule ins Gespräch und allmählich ändert sich das Verhalten der deutschen und sie gehen langsam auf die Vietnamesen zu. Die Idee war von Karin Kalisa ja eigentlich gut, nur mich konnte die Geschichte nicht richtig erreichen. Der Schreibstil und die inhaltliche Verarbeitung fand ich sehr holprig und manche Sätze waren so verschachtelt mit so vielen Einzelheiten, die für die Geschichte selbst nicht wichtig waren und ich diese Dinge auch nicht vermisst hätte. Die eigentliche Geschichte verzögert sich und man liest sich durch langwierige Seiten, die manchmal keinen richtigen Sinn ergaben und haben zu sehr von der wirklichen Geschichte abgelenkt. Die Charaktere selbst waren mir zu Farblos und die Protagonisten waren eigentlich nur Randfiguren, die mich mit ihrer Geschichte nicht wirklich fesseln konnte. Vielleicht muss man für so ein Buch in Stimmung sein, bei mir hat es trotz vieler guter Bewertungen leider nicht geklappt und ich habe es sehr langatmig empfunden und habe manchmal ganze Seiten überblättert. Die Story selbst hätte schon Potenzial gehabt, aber Karin Kalisa hat es leider nicht geschafft, die Geschichte so zu schreiben, das mir das Buch wirklich gefallen hätte. Aber jeder Leser ist anders.

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