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Symbiose in Systemaufstellungen

Mehr Autonomie durch Selbst-Integration

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Mit Hilfe der Konstrukte “Selbst”, Abgrenzung und eigener Raum wird ein systemisches Konzept des Symbiosekomplexes entwickelt. Die symbolische Ebene des Aufstellungs-Settings macht die verwirrende Dynamik der Symbiose deutlich: Zuständigkeit in fremden Räumen, die Identifikation mit Fremdem und die Abspaltung von Eigenem. Als Ursache wird ein erworbenes “Abgrenzungsverbot” bewusst. Wenn der Klient fremde Räume verlässt und seinen eigenen Raum in Besitz nimmt, indem er das verinnerlichte Fremde (“Trojaner”) entfernt, dann kann er “Kapitän auf dem eigenen Boot” sein – statt “Lotse auf fremden Schiffen”
Rezension
"... Die gut lesbare, alltagsnahe Sprache, die klaren Sprachbilder und die humorvolle Art des Autors verleihen dem Buch eine gewisse Leichtigkeit und machen das Lesen angenehm. Zielgruppe des Buches sind Menschen in psychotherapeutisch helfenden Berufen. Interessierte Laien erhalten einen Einblick in diese Form der psychotherapeutischen Arbeit ..." (Dipl.-Psych. Ullrich Hartmann, in: Amazon.de, 11. Mai 2016)
Portrait

Dr. Ero Langlotz, Arzt für Psychiatrie, arbeitet seit vielen Jahren in eigener Praxis in München und verfügt in psychotherapeutischem Kontext seit 1994 über vielfältige Erfahrung mit Systemaufstellungen, die er theoretisch reflektiert und in Weiterbildungsangeboten einfließen lässt.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 247
Erscheinungsdatum 07.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-658-09228-3
Reihe Edition Centaurus - Psychologie
Verlag Springer
Maße (L/B/H) 216/148/20 mm
Gewicht 366
Abbildungen 11 schwarz-weiße Abbildungen, Bibliographie
Auflage 2015.
Verkaufsrang 16.812
Buch (Taschenbuch)
29,99
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Systemische Aufstellungen 2.0
von einer Kundin/einem Kunden aus Berg am 07.01.2016

Eine der größten Stärken der systemischen Aufstellungsarbeit ist ihre Praxisbezogenheit. Der Klient stellt mit Repräsentanten sein Anliegen auf und kann damit das innere Bild seines Problems externalisieren und bearbeiten. Ausgehend von den Rückmeldungen und Interaktionen von Klienten und Teilnehmern entwickelt der Therapeut oder Coach dann Hypothesen zur Lösungsfindung, die... Eine der größten Stärken der systemischen Aufstellungsarbeit ist ihre Praxisbezogenheit. Der Klient stellt mit Repräsentanten sein Anliegen auf und kann damit das innere Bild seines Problems externalisieren und bearbeiten. Ausgehend von den Rückmeldungen und Interaktionen von Klienten und Teilnehmern entwickelt der Therapeut oder Coach dann Hypothesen zur Lösungsfindung, die sich sofort durch ihre Wirksamkeit als stimmig erweisen oder „ad hoc“ durch alternative Wege und Interventionen ersetzt werden. Wenn man sich dieser Herausforderung stellt, eröffnet sich einem, nach und nach, der Blick auf innovative Formen des Problemlösens in der beraterischen und therapeutischen Praxis. Das Buch Symbiose in Systemaufstellungen: Mehr Autonomie durch Selbstintegration des Münchner Psychiaters und Systemtherapeuten Dr. med. Ernst Robert Langlotz zeigt, wie diese Reise im idealen Fall verlaufen kann. Mit großer Akribie und Leidenschaft skizziert er dort seine Suche nach alternativen Wegen therapeutischer Praxis. Diese hat ihn von ersten Begegnungen und dem Bruch mit Bert Hellinger und dessen „Familienstellen“ bis hin zur Entwicklung der eigenen Methode der „Systemischen Selbstintegration“ geführt. Eckpfeiler der Systemischen Selbstintegration sind drei grundlegenden Strukturelemente „persönlicher Raum“, „Selbst“ und „Grenze“. Sie ermöglichen es, die Autonomieentwicklung eines Klienten/Patienten in drei miteinander verwobenen Dimensionen darzustellen: „Abgrenzung“, „Verbindung mit dem eigenen“ und „gesunde Aggression“. Die Hemmungen dieser „Autonomieparameter“ und die damit verbundenen Kompensationsstrategien ergeben zusammen die Dynamiken des „Symbiosemusters“, welches dem Buch seinen Namen gegeben hat. Aus dem Zusammenwirken dieser zentralen Strukturelemente leitet Langlotz eine klare und stringente Choreographie aus Lösungsschritten für die Praxis der Aufstellungsarbeit ab, die den Klienten auf seinem Weg aus der „Symbiose“ hin zu mehr „Autonomie“ unterstützen und begleiten: Fremdidentifikationen werden geprüft und aufgelöst, Introjekte identifiziert und entfernt und unbewusst getragene Lasten an ihren Ursprungsort zurückgebracht. So kann der Kontakt zum Eigenen gestärkt werden und man kann wieder lernen, den eigenen Raum auf unaufgeregte und klare Art und Weise gegen fremde Einflüsse zu schützen. Dadurch kommt es auch zu einer Integration aggressiver Impulse, die in der Abgrenzung einen „gesunden Kanal“ bekommen und sich nicht länger gegen den Klienten oder dessen Umwelt richten müssen. Im Gegensatz zu den bisher gewohnten Ansätzen in der Aufstellungsarbeit steht somit im Zentrum der Systemischen Selbstintegration nicht so sehr die Frage nach den Dynamiken, die zwischen den verschiedenen Personen oder Elementen eines Systems wirken. Zentral ist die Frage nach Ausmaß und Ursache der SELBST-Entfremdung, bedingt durch ein erworbenes Verbot sich abzugrenzen. Wird dem Klienten dies unbewusste Verbot bewusst, dann kann er sich entscheiden, nicht seinem durch das Symbiosemuster „verwirrten Gefühl“ zu folgen sondern seiner eigenen Einsicht. Das ermöglicht ihm, sich von der Sogwirkung und den Belastungen äußerer Einflüsse freizumachen. Wie die zahlreichen und gut dokumentierten Fallbeispiele des Buches anschaulich verdeutlichen, gewinnt die Aufstellungsarbeit durch die Konzentration auf die Autonomieentwicklung und deren Hemmung durch das Symbiosemuster eine neue Tiefendimension. Sie legt den Blick auf innerpsychische Ablaufe und Muster frei, die anderen Anwendungen des systemischen Denkens bisher verborgen geblieben sind. Lösungen müssen somit nicht länger im Außen gesucht werden sondern sie werden im eigenen Inneren in Gang gesetzt und können ihre Wirkung von dort nach Außen hin fortsetzen. Dies geht mit der Ermächtigung des Klienten/Patienten einher: Er/Sie ist nicht einfach nur ein Produkt seiner Umstände, sondern im Wesentlichen ein Produkt seines Umgangs mit den gegebenen Umständen und seiner Fähigkeit diese auf dem Weg zu mehr Autonomie und Selbstwerdung zu überkommen und zu integrieren. Wie ungemein wirksam die Integration von Langlotz Konzepten in den Aufstellungsprozess ist, konnte ich selber schon bei zahlreichen Klienten und Klientinnen beobachten. Auch die Möglichkeit, den Ausgangspunkt und die Progression der Beratung durch den im Buch befindlichen Autonomiefragebogen und das dazugehörige Autonomiediagramm zu dokumentieren, stellen meiner Meinung nach einen sehr willkommenen Schritt auf dem Weg zur zunehmenden Professionalisierung der Aufstellungsarbeit dar. Ein wichtiges Buch, dass eine ausführliche und eindrucksvolle Skizze einer der wohl interessantesten und verheißungsvollsten Entwicklungen im Feld der systemischen Aufstellungsarbeit bietet und das sich zusätzlich auch als ein wichtiges Plädoyer für die in unserer Zeit so wichtige Stärkung von gesunder Autonomie gegen die omnipräsenten Zwänge des Kollektiven liest.

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