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The Girls

(ungekürzte Lesung)

(5)
Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden – aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann begegnet sie den Girls. Junge Frauen, die nicht von dieser Welt scheinen. Ihr lautes, freies Lachen. Das Haar lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin und merkt nicht, wie der Moment naht, der ihr Leben für immer zerstören könnte.
Suzanne von Borsody liest Emma Clines Debüt mit sanfter, dunkler Stimme – sinnlich, verstörend, eindringlich.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-Hörbuch-Download
Anzahl Dateien 164
Altersempfehlung ab 12
Erscheinungsdatum 25.07.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783844914764
Verlag Hörbuch Hamburg
Spieldauer 679 Minuten
Format & Qualität MP3, 192 kbit/s, 679 Minuten, 475.89 MB
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Johanna Gramacho Narloch, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Eindrucksvoller und beklemmender Roman um die junge Evie Boyd und die Verführung und den Sog einer zweifelhaften Hippiegruppe. Spannendes und beeindruckendes Debüt! Eindrucksvoller und beklemmender Roman um die junge Evie Boyd und die Verführung und den Sog einer zweifelhaften Hippiegruppe. Spannendes und beeindruckendes Debüt!

„Lesen!!!“

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Eine gut geschriebene Geschichte rund um den Massenmörder und Sektenführer Charlie Manson, erzählt aus der Perspektive der verlorenen 14.jährigen Evie Boyd (selber relativ schnell Mitglied dieser Gruppe) . Spannend verfasst, guter schreibstil, das Buch legt man einfach nicht mehr aus der Hand. Eine gut geschriebene Geschichte rund um den Massenmörder und Sektenführer Charlie Manson, erzählt aus der Perspektive der verlorenen 14.jährigen Evie Boyd (selber relativ schnell Mitglied dieser Gruppe) . Spannend verfasst, guter schreibstil, das Buch legt man einfach nicht mehr aus der Hand.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hagen

Das Buch hat mich schlichtweg umgehauen. Emma Cline hat eine faszinierende Beobachtungsgabe, die sie in ungewöhnliche, aber immer passende Worte zu kleiden weiß. Ein Lieblingsbuch! Das Buch hat mich schlichtweg umgehauen. Emma Cline hat eine faszinierende Beobachtungsgabe, die sie in ungewöhnliche, aber immer passende Worte zu kleiden weiß. Ein Lieblingsbuch!

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Gleich die erste Szene zog mich in ihren Bann! Cline baut eine unglaubliche Atmosphäre auf, in der man sich Evie trotz der Geschehnisse nahe fühlt. Ich bin sehr begeistert! Gleich die erste Szene zog mich in ihren Bann! Cline baut eine unglaubliche Atmosphäre auf, in der man sich Evie trotz der Geschehnisse nahe fühlt. Ich bin sehr begeistert!

„Ein überwältigendes und wundervolles Buch!“

Ilse Juliane, Thalia-Buchhandlung Dresden

Evie ist vierzehn, ihre Tage zeitlos. Sie ist ein typischer Teenager und dennoch kein glückliches Mädchen.
Ihre geschiedenen Eltern interessieren sich nicht besonders für sie. So ist Evie auf der Suche nach Anerkennung, möchte wahrgenommen werden, von Bedeutung sein. Da begegnet ihr Suzanne, ein Mädchen nur vier Jahre älter als sie
Evie ist vierzehn, ihre Tage zeitlos. Sie ist ein typischer Teenager und dennoch kein glückliches Mädchen.
Ihre geschiedenen Eltern interessieren sich nicht besonders für sie. So ist Evie auf der Suche nach Anerkennung, möchte wahrgenommen werden, von Bedeutung sein. Da begegnet ihr Suzanne, ein Mädchen nur vier Jahre älter als sie selbst. Evie folgt ihr zu einer Ranch, auf der sich Mädchen wie Jungen um einen gewissen Russel scharen. Russel verspricht Freiheit und grenzenlose Liebe. Viel zu spät merkt Evie, dass sie in einer Sekte gelandet ist und dass nichts auf der Welt umsonst ist.
Vom Flimmern der Luft bis hin zu den Emotionen einer Vierzehnjährigen, Emma Cline schafft es mit jedem ihrer Worte ein Verbindung zu Leser aufzubauen. Man steckt zu jeder Zeit mitten in der Situation und kann Gedanken und Gefühle des Mädchens nachvollziehen. Emma Cline ist eine wirklich großartige Erzählerin.

Marcel Armlich, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Packend, beklemmend und einfach mitreißend wird erzählt, wie ein Mädchen auf der Suche nach Aufmerksamkeit in den Abgrund gezogen wird. Einfach top! Packend, beklemmend und einfach mitreißend wird erzählt, wie ein Mädchen auf der Suche nach Aufmerksamkeit in den Abgrund gezogen wird. Einfach top!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Leuna

Ein großartiges Buch über die Sehnsucht eines 14-jährigen Mädchens, ernst genommen zu werden. Wie ihr Leben dadurch auf die falsche Bahn gerät und in die Brüche geht. Tiefgründig. Ein großartiges Buch über die Sehnsucht eines 14-jährigen Mädchens, ernst genommen zu werden. Wie ihr Leben dadurch auf die falsche Bahn gerät und in die Brüche geht. Tiefgründig.

„"[...] Und so erweist sich „The Girls“ [...] als Studie über die Macht der Verführung [...]" (FAZ)“

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Der absolut gelungene Debütroman der jungen amerikanischen Autorin Emma Cline ist angelehnt an die wahre Geschichte um die Manson Family in den späten 60er Jahren. Sensibel und behutsam versetzt sie sich in das Seelenleben ihrer jungen Protagonistin hinein, welche in den Sog dieser ominösen Kommune gerät und sich in ihr zu verlieren Der absolut gelungene Debütroman der jungen amerikanischen Autorin Emma Cline ist angelehnt an die wahre Geschichte um die Manson Family in den späten 60er Jahren. Sensibel und behutsam versetzt sie sich in das Seelenleben ihrer jungen Protagonistin hinein, welche in den Sog dieser ominösen Kommune gerät und sich in ihr zu verlieren droht...

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Packende Story und wirklich toller Schreibstil! Emma Clines Roman schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Packende Story und wirklich toller Schreibstil! Emma Clines Roman schafft eine ganz besondere Atmosphäre.

Sina-Marie Perkuhn, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Interessanter Tatsachenroman über den Kult der "Manson Family", der die tiefen Abgründe der bekanntesten Sekte aus den 60er Jahren aufzeigt. Vorsicht, sehr lebhaft beschrieben! Interessanter Tatsachenroman über den Kult der "Manson Family", der die tiefen Abgründe der bekanntesten Sekte aus den 60er Jahren aufzeigt. Vorsicht, sehr lebhaft beschrieben!

„Wie ein Sog“

Kerstin Jagsteit

Die Verführbarkeit der Jugend und die Faszination des Bösen ist Thema dieses fesselnden Romans der jungen Autorin Emma Cline.
Evie fühlt sich nicht genügend beachtet. Die kleinen Unternehmungen mit ihrer besten Freundin erscheinen ihr langweilig, trist und banal. Ihre Mutter ist nach der Trennung von Evies Vater mit sich selbst beschäftigt.
Die Verführbarkeit der Jugend und die Faszination des Bösen ist Thema dieses fesselnden Romans der jungen Autorin Emma Cline.
Evie fühlt sich nicht genügend beachtet. Die kleinen Unternehmungen mit ihrer besten Freundin erscheinen ihr langweilig, trist und banal. Ihre Mutter ist nach der Trennung von Evies Vater mit sich selbst beschäftigt. Als Evie im Park einer Gruppe von wilden, abgerissenen, barfuss laufenden, aber selbstbewusst auftretenden Mädchen begegnet, versucht sie Kontakt aufzunehmen. Über ihre Anführerin Suzanne findet sie Anschluss an die "Family", die so ganz anders lebt, als sie es aus ihrem scheinbar behüteten und komfortablen Leben gewohnt ist. Trotz eines vagen unguten Gefühls kann Evie sich der Faszination nicht entziehen und steuert immer mehr in eine zwischenmenschliche Abhängigkeit hinein, die sie zum Äussersten treiben wird.
Emma Cline ist das Porträt einer verführbaren jungen Frau gelungen, die Missbrauch jeglicher Art in Kauf nimmt, um endlich einmal wahrgenommen zu werden. Je tiefer Evie in die Misere hineingezogen wird, umso gefesselter war ich als Leserin.

„Verführung“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach am Main

Großartig erzählt!
Intensives, psychologisches Drama über eine 14jährige, die sich zu einer Aussteigersekte à la Charles Manson hingezogen fühlt.
Beeindruckend, wie diese Autorin das Empfinden und die Emotionen von Evie so glaubhaft zu Papier bringt.
Wie einfach Verführung gelingen kann, wenn Menschen auf der Suche sind.
Großartig erzählt!
Intensives, psychologisches Drama über eine 14jährige, die sich zu einer Aussteigersekte à la Charles Manson hingezogen fühlt.
Beeindruckend, wie diese Autorin das Empfinden und die Emotionen von Evie so glaubhaft zu Papier bringt.
Wie einfach Verführung gelingen kann, wenn Menschen auf der Suche sind.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein spannender gut geschriebener Roman, sehr zu empfehlen Ein spannender gut geschriebener Roman, sehr zu empfehlen

Markus Book, Thalia-Buchhandlung Wilhelmshaven

Eine spannende, faszinierende Entwicklungsgeschichte, die den Leser durch tolle Sprache und dichte Atmosphäre in ihren Bann zieht. Eine spannende, faszinierende Entwicklungsgeschichte, die den Leser durch tolle Sprache und dichte Atmosphäre in ihren Bann zieht.

Annika Xanten, Thalia-Buchhandlung Dorsten

Ein sehr tiefgehender Roman, der sich am Anfang ein wenig zieht, einen danach aber genauso hemmungslos in seinen Bann zieht. Eine sehr berührende Geschichte mit Realitätsbezug. Ein sehr tiefgehender Roman, der sich am Anfang ein wenig zieht, einen danach aber genauso hemmungslos in seinen Bann zieht. Eine sehr berührende Geschichte mit Realitätsbezug.

Olivia Wehling, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Ein spannender Roman rund um den Sektenführer Manson und sein Gefolge. Dieser Roman ist einfach fesselnd und gut geschrieben. Ein spannender Roman rund um den Sektenführer Manson und sein Gefolge. Dieser Roman ist einfach fesselnd und gut geschrieben.

Lisa Marghescu, Thalia-Buchhandlung Rosenheim

Sehr gutes Buch, die Geschichte geht einem unter die Haut und das beklemmende Gefühl ist auch nach dem Lesen noch da. Sehr gutes Buch, die Geschichte geht einem unter die Haut und das beklemmende Gefühl ist auch nach dem Lesen noch da.

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Roman über eine Jugendliche, die Ende der 60er Jahre in die Fänge einer gefährlichen Sekte gerät. Der Roman spielt auf die mordende Charles Manson Sekte an. Tolles Debut!




Roman über eine Jugendliche, die Ende der 60er Jahre in die Fänge einer gefährlichen Sekte gerät. Der Roman spielt auf die mordende Charles Manson Sekte an. Tolles Debut!




„Beklemmend gut!“

Martina Etmann, Thalia-Buchhandlung Hilden

Ein atmosphärisch toller Roman, dessen Geschichte einen Seite für Seite in seinen Bann zieht. Die vierzehnjährige etwas einsame und gelangweilte Evie Boyd wird in den Bann einer Hippiegruppe gezogen. Wie zerstörerisch die Faszination für ihre nach außen freigeistigen neuen Freunde werden wird, kann sie allerdings noch nicht ahnen. Ein atmosphärisch toller Roman, dessen Geschichte einen Seite für Seite in seinen Bann zieht. Die vierzehnjährige etwas einsame und gelangweilte Evie Boyd wird in den Bann einer Hippiegruppe gezogen. Wie zerstörerisch die Faszination für ihre nach außen freigeistigen neuen Freunde werden wird, kann sie allerdings noch nicht ahnen.

„Der Platz im Leben“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Sexuelles Erwachen und Fremd sein im eigenen Leben, das ist es was Evie Ende der 60er Jahre zur später berüchtigten Sekte stossen lässt. Die scheinbar nur kurze Zeit im Zentrum des Geschehens und der rechtzeitige Ausstieg kurz vor der Katastrophe verhindern jedoch nicht, dass Evie für den Rest ihres Lebens damit klar kommen muß.Bedrückend Sexuelles Erwachen und Fremd sein im eigenen Leben, das ist es was Evie Ende der 60er Jahre zur später berüchtigten Sekte stossen lässt. Die scheinbar nur kurze Zeit im Zentrum des Geschehens und der rechtzeitige Ausstieg kurz vor der Katastrophe verhindern jedoch nicht, dass Evie für den Rest ihres Lebens damit klar kommen muß.Bedrückend

Sarah Engels, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Eine vergangene Zeit, die wieder lebendig wird und sowohl positive als auch negative Aspekte aufzeigt. Spannend und gut geschrieben! Eine vergangene Zeit, die wieder lebendig wird und sowohl positive als auch negative Aspekte aufzeigt. Spannend und gut geschrieben!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
1
2
1
1
0

Sehr gelungen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Mönchengladbach am 23.08.2016

Was für ein Roman - ein klasse Hörbuch! Das Cover dazu gefällt mir sehr und finde ich ansprechend. Es ist recht schlicht gehalten. Die Farb, Schrift- und Bildwahl ist gut aufeinander abgestimmt. Kalifornien im Sommer 1969 - das 14 Jährige Mädchen Evie Boyd ist jung und zurückhaltend. Die Zeit, wo ihre Eltern... Was für ein Roman - ein klasse Hörbuch! Das Cover dazu gefällt mir sehr und finde ich ansprechend. Es ist recht schlicht gehalten. Die Farb, Schrift- und Bildwahl ist gut aufeinander abgestimmt. Kalifornien im Sommer 1969 - das 14 Jährige Mädchen Evie Boyd ist jung und zurückhaltend. Die Zeit, wo ihre Eltern in Scheidung leben ist für sie nicht einfach und sie fühlt sich von ihnen und ihrer Freundin missverstanden und möchte einfach nur etwas mehr Beachtung bekommen. Eben ziemlich typisch für Jugendliche. In ihren Ferien entdeckt sie drei ebenfalls junge Frauen im Park - sie wirken sehr außergewöhnlich und frech. Aber auch selbstbewusst. Sie ist fazsiniert von Ihnen.. Im weiteren Verlauf erfährt man, das sie ihnen auf eine Ranch gefolgt ist. Dort ist auch ihr Anführer Russell. Den Roman "The Girls" von Emma Cline habe ich sehr gerne gehört! Die Geschichte wird ausführlich beschrieben und spannend erzählt. Sprache ist ausgezeichnet. Die Sprecherin Suzanne von Borsody hat eine ganz eigene Art und Weise und erzählt die Geschichte mit ihrer abwechslungsreichen und wandelbaren Stimme sehr mitreißend und interessant. Insgesamt sehr gelungen und empfehle ich weiter.

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Ruhig und unaufgeregt
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 06.09.2016

Das Buch stich mir durch all die Werbung schnell ins Auge, außerdem wollte ich schon immer mal ein Buch, was das Leben in einer Sekte als Thema lesen. Nach den ersten Kapiteln war ich etwas enttäuscht, denn die Sekte spielte erst einmal kaum eine Rolle. Im Mittelpunkt steht Evie,... Das Buch stich mir durch all die Werbung schnell ins Auge, außerdem wollte ich schon immer mal ein Buch, was das Leben in einer Sekte als Thema lesen. Nach den ersten Kapiteln war ich etwas enttäuscht, denn die Sekte spielte erst einmal kaum eine Rolle. Im Mittelpunkt steht Evie, eine 14 jährige, die von ihrer Mutter vernachlässigt wird. Als dann auch noch ihre beste und einzige Freundin sich vor den Sommerferien von ihr abwendet, fällt Evie in ein Loch. Sie fühlt sich ungeliebt und nutzlos. Als sie dann auf ein paar junge Leute trifft ist sie von ihrem „freien“ Leben auf einer Farm völlig fasziniert. Wobei sie dabei nicht einmal ihren charismatischen Anführer verfällt sondern Suzanne, eine seiner Geliebten. Ein zweiter Handlungsstrang beschreibt Evie in heutiger Zeit gealtert, aber immer noch rastlos. Sie wohnt vorübergehend bei einem alten Freund, der nicht da ist. Dessen Sohn mit seiner Freundin plötzlich vor der Tür steht. Durch das Zusammenleben mit diesen jungen Menschen, wird Evie an ihre eigene Vergangenheit erinnert. An diesen Erinnerungen darf der Leser teilhaben. Evies Gefühle werden sehr gut beschrieben, die anderen Charaktere blieben für mich immer im Schatten. Da man alles nur aus Evies Sicht sieht, erfährt man nie wirklich die wahren Beweggründe der anderen Mitglieder der Sekte. Nach und nach bewegt sich Evie von ihrem alten Leben weg. Für mich gab es immer wieder Möglichkeiten der Umkehr, aber Evies Umfeld sieht die Gefahr nicht, was zum einen auch an der damaligen Zeit lag. Das Leben der Teenager fängt die Autorin sehr gut ein, die Langeweile, das Unverstanden werden der Erwachsenen. Man fühlt richtig dass sich alles zu einem Showdown entwickelt. Emma Cline gelingt ein bedrückender Roman, der sich sehr gut in das Leben von Teenagern einfühlen kann. Dennoch ist sie für mich jetzt nicht die Sensation des Jahres, wie manche schreiben. Dafür hatte das Buch für mich zu viele Längen. Besonders zu Beginn musste ich mich etwas zwingen um am Ball zu bleiben. Was ab Mitte des Buches sehr viel besser wurde. Zum Hörbuch direkt kann ich sagen, dass ich die Sprecherin sehr passend fand. Sie sprach ruhig und unaufgeregt, genauso wie der Roman auch ist. Sie Stimme passte gut zu Evie, zur Erwachsenen und zur jungen.

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Ein nachhaltiger Sommer, ein nachhaltiges Buch
von Frieda-Anna am 09.08.2016

Es war, zumindest anfangs, nicht einfach Emma Clines “Girls” zu folgen. Evie, im Jahr 1969, missachtet, beeinflussbar, veränderbar und Evie als Frau im mittleren Alter, mit allen Erinnerungen von damals, eben jenem Sommer 1969. Dazu die vollmundig gesäuselten S-Laute Suzanne von Borzodys, die meine Ohren nicht so richtig verarbeiten wollten... Es war, zumindest anfangs, nicht einfach Emma Clines “Girls” zu folgen. Evie, im Jahr 1969, missachtet, beeinflussbar, veränderbar und Evie als Frau im mittleren Alter, mit allen Erinnerungen von damals, eben jenem Sommer 1969. Dazu die vollmundig gesäuselten S-Laute Suzanne von Borzodys, die meine Ohren nicht so richtig verarbeiten wollten und meine Gedanken immer wieder abschweifen ließen. Die bis zum Gurgeln ausgedrückten englischen Begriffe waren der weiteren Konzentration auch nicht gerade sehr zuträglich. So durch die erste CD gehaspelt fing mich die eigentliche Geschichte um die 14-jährige Evie, deren Gedankengut sich ausschließlich darum drehte, gesehen und beachtet zu werden, doch ein. Nach der Scheidung der Eltern, die dann jeweils mit ihren neuen Partnern beschäftigt waren, fühlte sie sich so sehr zurückgesetzt und überflüssig, dass sie sich von einer Gruppe eigentümlicher, älterer Mädchen angezogen fühlte und immer mehr in deren Sog geriet. Das war gefährlich, denn alle scharrten sich um eine Art Guru, der auch schließlich Evie eine Gehirnwäsche verpasste, dass sie ebenso hörig umherlief, wie die anderen auch. Abwechselnd berichtet die “alte” Evie heute über die Geschehnisse damals und lässt dabei die Abgründe ihres eignen Seelenlebens nicht aus. Erstaunt hat mich Emma Clines Talent, als noch recht junge Autorin, ganze Gefühlspaletten und Nuancen kleinster emotionaler Regungen greifbar zu versprachlichen. Die ganze Geschichte ist gespickt davon und stand für mich neben der eigentlichen Handlung mehr im Fokus und sorgte für etliche Überraschungsmomente. Ein tiefgreifender Einblick in das mitunter dunkle Gefühlsleben eines Teenies, deren Erleben sie damals bis heute geprägt hat. Lesenswert und nachhaltig. Trotzdem für mich nicht so hervorstechend, wie angekündigt.

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Hoch gelobt
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.08.2016

"The Girls" von Emma Cline ist wohl das aktuell bekannteste Buch. Kaum eine Zeitung oder Zeitschrift hat nicht darüber berichtet. Ich nehme meine Einschätzung ausnahmsweise vorweg: Ich kann die Aufregung nur bedingt verstehen. Evie Boyd ist vierzehn und steckt in den Fängen der Pubertät. Ihre Freundin Connie und sie machen... "The Girls" von Emma Cline ist wohl das aktuell bekannteste Buch. Kaum eine Zeitung oder Zeitschrift hat nicht darüber berichtet. Ich nehme meine Einschätzung ausnahmsweise vorweg: Ich kann die Aufregung nur bedingt verstehen. Evie Boyd ist vierzehn und steckt in den Fängen der Pubertät. Ihre Freundin Connie und sie machen erste Erfahrungen mit Jungen und Sexualität, z.B. beim Lecken von Batterien, das orgasmusähnliche Stromstöße verschaffen soll. Evie ist nicht außergewöhnlich: Sie hat keine besonderen Talente und auch in der Schule schneidet sie eher mittelmäßig ab. Ihre Familie ist zerrüttet, nachdem der Vater mit seiner jungen Mitarbeiterin zusammengezogen ist und die Scheidung eingereicht hat. Die Mutter schwankt von einer esotherischen Erfahrung zur nächsten und trifft sich mit Männern, die Cowboy-Stiefel tragen und ihr Geld in mexikanischen Goldminen machen wollen. Eines Tages trifft Evie auf ein paar Mädchen im Park, die freizügig und frech auftreten. Sie lernt schnell, dass diese Mädchen anders sind, Drogerieartikel klauen und alte Lebensmittel aus Mülltonnen fischen. Doch insbesondere Suzanne umgibt eine Aura, die Evie fasziniert und der sie schnell verfällt. Ihretwegen fährt Evie auch immer häufiger zur Ranch, um mit dem Guru Russell und seinen Mädchen Zeit zu verbringen. Auf der Ranch ist alles viel freier, denkt Evie: Die Menschen sind ungewaschen und geben sich Drogen und Sex hin. Zahlreiche Kinder, die kaum Müttern zuzuordnen sind, laufen ebenso herum. Durch die sich stets verschlechternde Beziehung zu ihrer Mutter und dem Bruch mit Connie lässt sich Evie immer mehr auf Russels Welt ein. Ich habe "The Girls" als Hörbuch gehört. An die Stimme von Suzanne von Borsody musste ich mich erst gewöhnen, aber sie hat sehr ausdrucksstark und an den richtigen Stellen emotional gelesen. Das Tempo war genau richtig, obwohl ich bei manchen längeren Pausen innehielt und dachte, die CD sei vorbei. Insgesamt hat mir das Vorlesen jedoch sehr gut gefallen. Die Geschichte selbst fand ich zu Beginn sehr spannend, aber nach vier CDs (von neun) wurde ich langsam müde, da sie sich kaum fortbewegte. Schwierig fand ich zu Beginn auch die Zeitwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit und in der Vergangenheit noch einmal zwischen der Zeit vor und nach der Scheidung der Eltern. Evie als Jugendliche wirkt auf mich liebeshungrig, gelangweilt und verzweifelt. Sie giert dermaßen nach Aufmerksamkeit, dass ihre Zuwendung zu den Girls nicht weiter verwundert. Darüber hinaus ist sie dem Alter entsprechend trotzig und naiv. Besonders die Naivität sieht man doch auch noch in der erwachsenen Evie. Sie lebt zurückgezogen und eigenbrötlerisch. Allerdings merkt man ihre Bemühungen, die junge Sasha, die vorübergehend bei ihr wohnt, zu beschützen. Sie schwankt zwischen Distanz und Nähe zu ihrer Jugend: Einerseits will sie damit nichts mehr zu tun haben und bestreitet ihre Beteiligung, andererseits schwelgt sie regelmäßig in Erinnerungen. Trotz der wirklich sehr guten Idee plätschert die Geschichte aber über weite Teile nur vor sich hin. Die ereignisreicheren Passagen sind hingegen sehr kurzweilig. Aber: Der Schreibstil von Emma Cline ist beeindruckend. Ihr Wortschatz ist sehr umfangreich und abwechselungsreich. Die Art und Weise, wie sie die einzelnen Stränge sprachlich miteinander verknüpft und ausschmückt hat mich wirklich überzeugt. Ihr Porträtieren der einzelnen Charaktere ist scharfsinnig und bedeutungsschwer. Das Hörbuch ist absolut hörenswert für jemanden, der sich der Schönheit der Sprache widmet - denn davon bietet es sehr viel. Wer eine unterhaltsame und ereignisreiche Geschichte sucht, ist hier fehl am Platz. Ich hatte mir - besonders vor dem Hintergrund der so zahlreichen positiven Kritiken - mehr versprochen. Mich hat die Geschichte leider nicht in Gänze erreicht.

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Leider zu langatmig
von einer Kundin/einem Kunden aus Würzburg am 04.09.2016

Kalifornien 1969: Die 14jährige Evie Boyd steckt mitten in der Pubertät und hat nur einen Wunsch: Sie möchte gesehen werden. Doch weder ihre Mutter, noch ihre Freunde nehmen sie so wirklich wahr. Als sie dann den Girls begegnet, ist sie sofort Feuer und Flamme und verfällt ihnen innerhalb kürzester... Kalifornien 1969: Die 14jährige Evie Boyd steckt mitten in der Pubertät und hat nur einen Wunsch: Sie möchte gesehen werden. Doch weder ihre Mutter, noch ihre Freunde nehmen sie so wirklich wahr. Als sie dann den Girls begegnet, ist sie sofort Feuer und Flamme und verfällt ihnen innerhalb kürzester Zeit komplett. Sie geht mit ihnen auf die Ranch, unfähig zu realisieren, was dort vor sich geht… Um Emma Clines Erstling gibt es derzeit einen Hype wie um kaum ein anderes Buch. Da ich von der Hörprobe recht angetan war und neugierig, wie die story verarbeitet würde, habe ich mich sehr gefreut, als ich eine Ausgabe davon gewonnen habe. Suzanne von Borsody liest voller Gefühl und entführt den Zuhörer mit ihrer ganz speziellen Art in eine andere Zeit, an einen anderen Ort. Was mir anfangs an ihrer Stimme gefallen hat, fing jedoch leider irgendwann an mich zu nerven, es wirkte teilweise zu gekünstelt irgendwie. Schade drum. Doch auch die Geschichte hat sich für meinen Geschmack viel zu sehr hingezogen, es gab unnötige Längen, die es mir schwer gemacht haben, bei der Sache zu bleiben. Dabei fand ich die Idee sehr reizvoll, in eine Geschichte abzutauchen, die von der Charles Mansons so deutlich inspiriert ist. Die Umsetzung war aber leider viel zu langatmig und hätte an einigen Stellen durchaus kürzer sein dürfen. Dass der Kern der Story eingebettet war im heute und von Evie erzählt wird, unterbrochen von kurzen Einschüben, hätte es retten können, aber irgendwie konnte mich das Hörbuch insgesamt leider nicht packen. Wer es bis zum geht nicht mehr ausgeschmückt mag, der wird hier sicher seine Freude haben, mein Fall war es aber leider nicht. Da nutzt die eigentlich gute Idee leider auch nichts mehr.

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Highlight 2016
von einer Kundin/einem Kunden aus Absdorf am 12.10.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die junge Evie lebt anfangs scheinbar das ganz normale Teenagerleben. Sie hängt mit Freunden ab, ist verliebt, geht zur Schule und hat Probleme mit ihren geschiedenen Eltern. Nach einem Streit mit ihrer besten Freundin Connie sieht sie im Park drei Mädchen ("The Girls") und ist sofort von deren Präsenz,... Die junge Evie lebt anfangs scheinbar das ganz normale Teenagerleben. Sie hängt mit Freunden ab, ist verliebt, geht zur Schule und hat Probleme mit ihren geschiedenen Eltern. Nach einem Streit mit ihrer besten Freundin Connie sieht sie im Park drei Mädchen ("The Girls") und ist sofort von deren Präsenz, Optik und Verhalten fasziniert! Nachdem sie eine dieser Mädchen, nämlich Suzanne, durch Zufall einige Zeit später wieder trifft schließt sie sich den jungen Frauen an. Diese Leben als Kommune die sich um dem Anführer Russel gebildet hat alle zusammen auf einer Ranch. Auch dorthin zieht es Evie jetzt immer öfters und sie lebt sich unbemerkt von ihrer Umwelt immer mehr in der Sekte ein. Dazu gibt es noch eine zweite Erzählebene, die uns Einblick in Evies Leben im Alter von rund 40 bietet! Diese hätte es für mich aber gar nicht gebraucht. Dass dieser Roman an die Manson-Family angelehnt ist, ist schon jeden klar! Doch wie brillant die Umsetzung dieser Geschichte ist, war mir nicht bewusst. Russel bzw. Manson wird in der ganzen Geschichte mehr oder minder außen vor gelassen. Die Autorin befasst sich in erster Linie mit dessen Frauen und deren Beweggründen, was an sich meiner Meinung nach auch die korrekt Herangehensweise ist! Der Schreibstil war für mich perfekt. Sicherlich ist das Buch nicht komplett leicht zu lesen und hat auch poetische Passagen, aber das war mir von Anfang an klar! Trotzdem habe ich mir beim Lesen sehr leicht getan. Es mag dem Buch zugute gekommen sein, dass ich es für meine Verhältnisse sehr langsam gelesen habe (ca. 1 Woche) und daher auch die Spannung nicht nachgelassen hat. Alles in allem war ich von dem Buch sehr positiv überrascht und bin wirklich froh, dass ich es gelesen habe. Für mich war es sicherlich eines der Highlights im Jahr 2016!

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Beklemmend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 06.10.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Evie fühlt sich auf der Welt mehr als alleine. Keiner hat Zeit für sie, ihre Eltern nicht, ihre Freunde auch nicht. Das ist der Grund wieso sie immer weiter in die Fänge der Sekte "Girls" gerät. Und alles läuft auf eine Katastrophe wahnsinnigen Ausmaßes hin. Emma Cline weiß wie man... Evie fühlt sich auf der Welt mehr als alleine. Keiner hat Zeit für sie, ihre Eltern nicht, ihre Freunde auch nicht. Das ist der Grund wieso sie immer weiter in die Fänge der Sekte "Girls" gerät. Und alles läuft auf eine Katastrophe wahnsinnigen Ausmaßes hin. Emma Cline weiß wie man die Leser in den Bann zieht. Das Buch zeigt wie sehr die Einsamkeit und Aufmerksamkeits suche einen Blind machen und in tiefe Gefahr treiben kann. Allerdings kann ich verstehen, dass das Buch die Meinungen spaltet. Teilweise wirkt das Buch unrealistisch, der Schreibstil stockt - was aber auch an der Deutschenübersetzung liegen kann-, ebenso war die Aufteilung in Gegenwart und Vergangenheit am Anfang verwirrend. Alles in allem hat das Buch mir aber sehr gut gefallen und ich würde weiter empfehlen!

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Wunderschön und Erschreckend zugleich
von einer Kundin/einem Kunden aus Kirkel am 28.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

"The Girls" ist ein Buch welches mich direkt von Anfang an angesprochen hatte. Als aller erstes war mir natürlich das Cover ins aufgefallen, welches mir sehr gut gefällt. Man sieht darauf das Auge eines Mädchens. Augen strahlen für mich etwas verträumtes so wie auch tiefgründiges aus und diese beiden... "The Girls" ist ein Buch welches mich direkt von Anfang an angesprochen hatte. Als aller erstes war mir natürlich das Cover ins aufgefallen, welches mir sehr gut gefällt. Man sieht darauf das Auge eines Mädchens. Augen strahlen für mich etwas verträumtes so wie auch tiefgründiges aus und diese beiden Punkte passen auch sehr gut zum Buch selbst. Durch den kurzen Text auf der Rückseite des Buches bekommt man den Eindruck, dass das Buch etwas mit der Hippie-Bewegung zu tun hat. Da ich dies sehr interessant finde wuchs mein Interesse auf dieses Buch auch gleich noch etwas mehr. Der kurze Text hält zwar ein was er verspricht, jedoch hat das Buch einfach auch noch viel, viel mehr zu bieten. Die Geschichte, welche das Buch erzählt, ist nicht nur sehr interessant sondern auch sehr realistisch geschildert weshalb man sich schnell in das Buch einfindet. Der Schreibstil von "Emma Cline" ist wirklich etwas ganz besonderes. Sie beschreibt die Gefühle der Protagonistin immer sehr gut und geht auch auf Kleinigkeiten ein ohne sich in Details komplett zu verlieren. Man konnte sich dadurch wirklich sehr gut in das Buch hinein fühlen und die Gedanken so wie auch das Verhalten von Evie sehr gut nachvollziehen. Alles was Evie erlebt ist sowohl interessant als auch erschreckend zugleich. Es ist sehr erschreckend wie schnell Evie in die ganze Sache hinein gerät und noch erschreckender ist es, dass man das alles so gut Nachvollziehen kann. Die Anziehung die Evie zu Suzanne spürt kann man wirklich gut verstehen. Auch ich als Leser fand Suzanne wahnsinnig interessant. Die Farm schreit nur so von Zusammengehörigkeit und Freiheit, dass man es wirklich genießen muss über alles zu lesen und genau wie Evie das negative verdrängt. Da stellt sich die Frage, wäre das eigene 14 Jährige ich auch auf all das herein gefallen wenn es in Evies Situation geraten wäre? Ich mag es, wenn ein Buch mich zum Nachdenken anregt und Emma Cline hat dies mit "The Girls" auf jedem Fall erreicht. Besonders gefallen hatte mir auch wie der junge Student, welcher Evie als Anhalter zur Farm gefahren hatte (Sein Name fällt mir im Moment leider nicht mehr ein), auf die Farm reagiert hatte. Durch seine Schilderungen und Wahrnehmungen hat man noch einmal richtig bewusst mitbekommen wie viel an dieser schönen Illusion nicht stimmt und wie sehr Evie mittlerweile in diesem Traum lebte, dass sie all das Schlechte gar nicht mehr wahr nahm. Die Manipulation der Mädchen geht schleichend voran ohne, dass sie es wirklich bewusst wahrnehmen können. Das Buch ist erschreckend jedoch zugleich auch wahnsinnig schön. Ich werde es auf jedem Fall sicher auch noch ein zweites Mal zur Hand nehmen und kann es jedem nur weiter empfehlen.

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Dieses Buch wird Ihr Herz brechen und Sie umhauen!
von Inge Weis aus Pirmasens am 15.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Das Jahr 1969 hat die 14-jährige Evie für immer verändert. Bis in die erzählte Gegenwart - sie ist inzwischen eine Frau mittleren Alters - verfolgen sie die Erinnerungen an die Ereignisse in jenem Sommer. Ein Lichtreflex, ein Tuch aus... Das Jahr 1969 hat die 14-jährige Evie für immer verändert. Bis in die erzählte Gegenwart - sie ist inzwischen eine Frau mittleren Alters - verfolgen sie die Erinnerungen an die Ereignisse in jenem Sommer. Ein Lichtreflex, ein Tuch aus Chiffon der Mutter reichen, schon ist alles wieder da. Die Autorin Emma Cline, geht in ihrem Romandebüt "The Girls" der Frage nach, wie weit ein junger Mensch, in diesem Fall die einsam-orientierungslose Evie, zu gehen bereit ist, um Halt und Anerkennung zu finden. Cline lässt die Protagonistin in die Fänge des ebenso charismatischen wie satanisch veranlagten Sektenführers Russell geraten, der seine Jüngerinnen auf einer heruntergekommenen Ranch in Kalifornien mit Sex und Drogen gefügig macht und sie am Ende zu einem blutig brutalen Massaker animiert. Die pubertierende Anti-Heldin himmelt allerdings weniger Russell als vielmehr dessen 19-jährige Hausfrau Suzanne an, die zu ihrem persönlichen Role Model wird. Neben dieser verblassen alle Männer, vor allen Dingen ist sie aber die Einzige, von der sich Evie wahrgenommen fühlt. Vor dem Hintergrund der realen Geschichte des legendären Gurus Charles Manson und seiner überwiegend weiblichen Gemeinde, scheint sich die Autorin weniger für die Auswüchse einer Gegenkultur im "Zeitalter des Wassermanns" und der Flower-Power-Bewegung zu interessieren als für die seelischen Befindlichkeiten einer Teenagerin aus dem Bürgertum. Zeitlich angesiedelt vor inzwischen fast einem halben Jahrhundert, ist diese Coming-of-Age-Story immer noch aktuell. Sie läuft von Beginn an auf die Katastrophe zu, die brutalen Morde der "Girls" nur den geringsten Teil des Buches ein. Emma Cline versteht sich darauf, ebenso einfühlsam wie bildhaft und mit griffigen Vergleichen gewürzt zu schreiben. Sie wechselt dabei immer wieder die Perspektive-aus der des verführbaren Mädchens von damals und aus der der erwachsenen Frau von heute, was es - zumindest anfangs - nicht immer leicht macht, ihr zu folgen. Auch etliche orthographische Fehler in der deutschen Übersetzung stören den Lesefluss ein wenig. Psychologische Tiefe kann man dem Roman jedoch nicht absprechen. "The Girls" ein gelungenes Debüt Emma Clines, ein Sommer, der für immer nachwirkt.

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Beunruhigend verführerisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Eichwalde am 30.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Evie Boyd ist in den späten sechziger Jahren ein Teenager. Ihre Mutter befindet sich nach der Trennung von ihrem Mann auf einem Selbstfindungstrip und ist viel zu sehr mit sich beschäftigt, um ihrer Tochter Halt zu geben. Evie, nicht mehr Mädchen aber auch noch nicht Frau, langweilt sich in... Evie Boyd ist in den späten sechziger Jahren ein Teenager. Ihre Mutter befindet sich nach der Trennung von ihrem Mann auf einem Selbstfindungstrip und ist viel zu sehr mit sich beschäftigt, um ihrer Tochter Halt zu geben. Evie, nicht mehr Mädchen aber auch noch nicht Frau, langweilt sich in ihrer bürgerlichen Umgebung bis sie Suzanne und ihre Gefährtinnen trifft. „Diese langhaarigen Mädchen schienen über allem zu schweben, was um sie herum geschah, tragisch und abgehoben. Wie Fürstinnen im Exil.“ Die Freiheit und Wildheit, die von ihnen ausgeht zieht Evie in ihren Bann und ehe sie sich versieht, befindet sie sich mitten in einem Kult. Angelehnt an die Manson Family und ihre Sekte erzählt Emma Cline diese Geschichte einer Verführung. Dieses Buch hat mich ausnahmslos für sich eingenommen. Es ist nicht nur sprachlich ein Diamant, sondern auch noch unglaublich schlau und psychologisch beeindruckend. Zuallererst ist mir das tolle Cover aufgefallen, der Blick fällt sofort auf dieses wunderschöne Auge und zoomt sich fest. Die Schönheit in den kleinen Dingen ist es auch, die Evie einfängt. Sie scheint so überwältigt von dieser neuen Welt zu sein, dass sie das große Ganze nicht durchschaut. Mir hat sich beim lesen die Kehle zugeschnürt, als sich die Dinge zuspitzten. Emma Cline ist für mich eine große Entdeckung. Unbedingte Leseempfehlung!

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Im Strudel einer gefährlichen Sekte
von kindder80er am 25.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Evie, eine Frau mittleren Alters, jobbt als Haushaltshilfe nachdem sie das Erbe ihrer Großmutter, die eine berühmte Schauspielerin war, aufgebraucht hat. Aktuell hütet sie das Haus ihres alten Freundes Dan. Plötzlich taucht der Sohn von Dan nebst Freundin im Haus auf und nach einer kurzen Sequenz, während der sich... Evie, eine Frau mittleren Alters, jobbt als Haushaltshilfe nachdem sie das Erbe ihrer Großmutter, die eine berühmte Schauspielerin war, aufgebraucht hat. Aktuell hütet sie das Haus ihres alten Freundes Dan. Plötzlich taucht der Sohn von Dan nebst Freundin im Haus auf und nach einer kurzen Sequenz, während der sich alle gegenseitig für Einbrecher halten, wird klar, dass Dan seinem Sohn so einiges von Evies Vergangenheit erzählt hat. Dieser ist seit jeher fasziniert von ihrer Geschichte. Bei der Geschichte, bei der man schon im Vorwort erfährt, dass sie wohl blutig geendet haben muss, handelt es sich um die junge Evie, die als schüchterner, unsicherer Teenie in die Fänge von einer Sekte gerät. Wie leicht so etwas passiert, wie unschuldig so etwas anfängt und wie man so unter die Räder kommen kann, wird dann in Rückblicken auf das Jahr 1969 erzählt. Evie ist ein Scheidungskind und gerät mit 14 Jahren in Kontakt zu einer Gruppe junger Mädchen, die augenscheinlich losgelöst von allem und selbstsicher sind. Das imponiert Evie natürlich und sie will genauso sein. Alle Anzeichen, dass die Gruppe nicht ganz koscher ist, ignoriert sie geflissentlich oder bekommt sie erst gar nicht mit. Der Schreibstil ist durchaus anspruchsvoll, wird aber von vereinzelten Kraftausdrücken durchbrochen. Das Buch hat ein paar Längen, hält einen aber dann mit unterschwelliger Spannung bei der Stange. Insgesamt hat es mich durchaus gefesselt!

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Sex, Drogen, Blutrausch
von Siderea am 20.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Kalifornien, 1969: Die 14-jährige Evie Boyd verbringt ihre endlos scheinenden letzten Sommerferien bevor sie ins Internat geschickt wird. Sie muss gerade einiges wegstecken: Ihr Vater hat die Familie verlassen, ihre Mutter ist auf einem Selbstfindungstrip, dann verkracht sie sich auch noch mit ihrer einzigen Freundin Connie - dadurch fühlt... Kalifornien, 1969: Die 14-jährige Evie Boyd verbringt ihre endlos scheinenden letzten Sommerferien bevor sie ins Internat geschickt wird. Sie muss gerade einiges wegstecken: Ihr Vater hat die Familie verlassen, ihre Mutter ist auf einem Selbstfindungstrip, dann verkracht sie sich auch noch mit ihrer einzigen Freundin Connie - dadurch fühlt Evie sich einsam und von aller Welt verlassen. Da begegnet sie den "Girls": eine Gruppe Mädchen, alle ein wenig älter als Evie, die von zuhause ausgerissen sind und sich dem charismatischen Russel angeschlossen haben, mit dem sie auf einer heruntergekommenen Farm als Kommune hausen. Evie, die behütete Tochter aus gutem Hause, ist völlig fasziniert von dieser neuen, freien Welt voller Sex und Drogen, und sie verfällt Suzanne, der Anführerin der Mädchen, mit Haut und Haar. So bemerkt Evie nicht, in welch unheilvolle Richtung ihr Leben driftet. Emma Cline lässt ihre Ich-Erzählerin Evie auf zwei Zeitschienen ihr Leben schildern. In beiden Fällen ist es die erwachsene Evie, die einmal die Ereignisse aus dem Jahr 1969 im Rückblick schildert, während der Leser auch in kürzeren, eingeschobenen Passagen erfährt, wie die Evie in den mittleren Jahren in der Gegenwart ihr Leben zubringt. Innerhalb der Rückblenden in Evies Zeit mit den Girls verläuft die Erzählung nicht linear, es ist eher so, als würde Evie die Geschichte bei ein paar Drinks erzählen. So erfährt der Leser schon auf den ersten Seiten, dass die Gruppe sich nicht einfach aufgelöst hat, sondern dass eine schreckliche Tat das Ende des Hippie-Lebens auf der Farm einläutete. Oftmals analysiert Evie auch die Hintergründe oder rechtfertigt sich, und schildert darum auch Begebenheiten, die sich vor oder nach dem schicksalhaften Sommer ereignet haben. Diese Erzählweise ist gut gelungen, denn die Spannung wird bis zum Ende aufgebaut und gehalten, aber "The Girls" ist kein Buch, das man an sich vorbeiplätschern lassen kann - man muss als Leser wirklich bei der Sache sein, um nicht den Faden zu verlieren. Da die Protagonistin Evie als Ich-Erzählerin eingesetzt wird, kommt sie dem Leser natürlich am nächsten, und sie lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück, was wohl auch die Absicht der Autorin ist. Es gelingt ausgezeichnet, dem Leser diese verwirrenden frühen Teenager-Jahre wieder vor Augen zu führen: Evie ist eine typische 14-jährige. Sie steckt voller Komplexe, sieht sich als völlig unattraktives Mädchen, das niemand je lieben wird. Sie will um jeden Preis irgendwo dazugehören und hungert nach der Aufmerksamkeit anderer Menschen. Ihre Eltern sind unglücklicherweise zu sehr mit sich selbst und ihrer Scheidung beschäftigt um zu bemerken, dass Evie keine Freunde mehr hat, und haben keine Ahnung, mit welchen Leuten sich ihre Tochter herumtreibt. Wenn sie nachts wegbleibt, nimmt ihre Mutter einfach an, sie hätte bei Connie geschlafen. Manchmal fühlte ich mich der jungen Evie sehr nah, manchmal war ich aber auch geradezu von ihr abgestoßen. Die anderen Figuren treten - je nach Evies Blickwinkel - mal mehr, mal weniger in den Vordergrund. So hab ich zum Beispiel von Suzanne ein sehr klares Bild, während Russel (der eigentliche Mittelpunkt der Gruppe, für Evie aber eher ein Hintergrundrauschen) recht verschwommen bleibt. Manchmal ist das Buch ziemlich verstörend, besonders wenn das Leben auf der Farm mit all den Drogen- und Sexexzessen recht bildhaft geschildert wird. Ich hatte beim Lesen ständig im Hinterkopf, wie jung Evie doch ist - ich glaube, für Eltern mit Töchtern im Teenager-Alter ist das noch schwerer auszuhalten. Trotzdem ist die Geschichte absolut fesselnd und entwickelte sich für mich zu einem Pageturner. Emma Cline lässt die beginnende Hippie-Ära lebendig werden, und führt dem Leser nicht nur die weichgespülten Klischees von bekifften, aber harmlosen Fans der freien Liebe vor Augen, sondern zeigt auch abgründige und hässliche Facetten, die man mühelos in die Gegenwart übertragen kann. Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen, und von daher gibt es von mir auch eine klare Empfehlung: auf jeden Fall lesenswert!

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Verblendung
von c-bird am 15.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Kalifornien, 1969. Die Hippiezeit hat ihren Höhepunkt erreicht. Doch die vierzehnjährige Evie Boyd leidet darunter, dass sie von ihrer Umgebung nicht richtig wahrgenommen wird. Sie will auffallen und „gesehen“ werden. Selbst mit ihrer besten Freundin kommt es zum Krach und auch der heimlich angebetete Peter will nicht von... Kalifornien, 1969. Die Hippiezeit hat ihren Höhepunkt erreicht. Doch die vierzehnjährige Evie Boyd leidet darunter, dass sie von ihrer Umgebung nicht richtig wahrgenommen wird. Sie will auffallen und „gesehen“ werden. Selbst mit ihrer besten Freundin kommt es zum Krach und auch der heimlich angebetete Peter will nicht von ihr wissen. Die Eltern Evies sind geschieden. Seitdem lebt sie bei ihrer Mutter, die jedoch mehr Interesse an ihrem neuen Freund aufbringt als an der eigenen Tochter. Doch dann lernt Evie die wilde Suzanne kennen. Sie ist eine der „Girls“. Eine Gruppe von Mädchen, die laut und schillernd sind, die auffallen. Evie gerät in den Bann von Suzanne und verfällt ihr regelrecht. Schließlich sie wird von ihr mitgenommen zur Ranch, die abseits zwischen Hügeln verborgen liegt. Hier leben noch weitere Mädchen, deren Anführer ist der charismatische Russell. Für sie scheint das Leben eine einzige Party zu sein. Auf der Ranch gelten andere Regeln. Es gibt kein Ego und man träumt vom dauerhaften Glück. Drogenkonsum und Sex sind an der Tagesordnung. Doch die Wahrnehmung dieser Welt wird von Verblendung beherrscht… Erzählt wird die Geschichte ausschließlich aus der Perspektive von Evie Boyd. Hauptsächlich geschieht dies aus der Sicht der damals 14jährigen, aber auch in einigen Abschnitten als Erwachsene im Rückblick. Gerade als 14jährige ist die Wahrnehmung stark vernebelt. Der Wunsch anders zu sein und Anerkennung zu bekommen lässt alles andere nebensächlich erscheinen. Evie sieht nicht die Armut und den Schmutz auf der Ranch. Alles erscheint so einfach und leicht. Hinzu kommt der tagtägliche Drogenkonsum, der zusätzlich verhindert die Dinge so zu sehen, wie sie tatsächlich sind. Evie bestiehlt sogar ihre eigene Mutter ohne jegliche Gewissensbisse, um der Gruppe rund um Russell zu gefallen. Die Geschichte ist halb so spektakulär wie auf dem Klappentext angekündigt, dafür aber meisterlich erzählt. Eine herausragende Sprache zeichnet dieses Werk aus. Ob man aber wirklich einen so verklärten Blick auf die Realität haben kann, erscheint mir recht fraglich. Daher gibt es einen Punkt Abzug.

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Countdown zur Katastrophe
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 12.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Evie ist eine Suchende. Sie ist, wie jeder Heranwachsende auf der Suche nach sich selbst und nach Gemeinschaft. In anderen versucht sie sich zu erkennen aber vor allem sucht sie danach, von anderen erkannt und anerkannt zu werden. Es ist wie der Griff nach einem Seilende, bei dessen Zugriff... Evie ist eine Suchende. Sie ist, wie jeder Heranwachsende auf der Suche nach sich selbst und nach Gemeinschaft. In anderen versucht sie sich zu erkennen aber vor allem sucht sie danach, von anderen erkannt und anerkannt zu werden. Es ist wie der Griff nach einem Seilende, bei dessen Zugriff sie mitgezogen, ja, zu etwas hingezogen wird. Eine an sich gefährliche Lebensphase der Orientierung von noch unfertigen aber doch so lebenshungrigen Jugendlichen. Ein Leichtes, das zu verstehen, wenn man an seine eigene Jugend denkt. Evie führt bis dahin ein eher kleines Leben, ist unscheinbar und unsichtbar. Lebensfreude kann sie nicht recht fühlen. Viel mit sich selbst ausmachend, bleibt sie für sich. Niemand ahnt, worüber sie sich so alles Gedanken macht. Obwohl sie viel reflektiert und sich Fragen stellt, bleibt dies durch ihr Schweigen unbemerkt, sodass keiner etwas „gerade rücken“ könnte. Weder Fisch noch Fleisch, zwischen Hadern und Bedürftigkeit. Noch ist alles normal, noch kann man dem Mädchen folgen. Doch es wird der Punkt kommen, an dem man fassungslos zurückbleibt. Schreckliche Dinge geschehen. Das schockiert. Und nicht minder schockierter ist man, wenn man ihren Beschreibungen lauscht. Sie war mit dabei und steht doch im Nachhinein nur erzählend dabei. Abgestumpftheit schlägt dem Zuhörer entgegen. Borsody liest die unvorstellbaren Ereignisse, diesen Countdown zur Katastrophe, so, als handele es sich um Alltäglichkeiten potenziert dadurch gekonnt die Beklemmung und bestürzende Vorahnung beim Hörer. Die Handlung wird von zwei Seiten aus erzählt. Die junge Evie wechselt sich mit der älter gewordenen Evie ab. Das Davor und das Danach kommen unaufhaltsam aufeinander zu. Vieles wird dabei in Frage gestellt; der freie Wille, die Verantwortung für sich und andere und die vermeintliche Schuldlosigkeit derer, die daneben standen. Wer einmal durch die beschriebene „Tür“ gegangen ist, scheint niemals wieder ganz zurück zu kommen, selbst, wenn er es denn möchte. Das merkt man auch der Hauptfigur deutlich an. Eine sehr persönliche Analyse, die nachdenklich macht, den Hörer vielleicht sogar verstört zurück lässt oder schlimmstenfalls fasziniert. Weiß man selbst wirklich so genau, was für ein Mensch man ist? Wogegen ist jeder einzelne von uns tatsächlich immun oder leicht empfänglich? Das Schicksal selbst in die Hand nehmen oder ihm seinen Lauf lassen – was liegt wirklich dazwischen?

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Emma Cline – The Girls
von einer Kundin/einem Kunden aus Moers am 10.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Emma Cline – The Girls Evies Gegenwart ist von den Ereignissen ihrer Vergangenheit, genauer von 1969, immer noch überschattet. Als vierzehnjähriges Mädchen hat sie Suzanne getroffen, eine junge Frau, wunderschön, frei und sie gehört zu einer Kommune, die das Liebe und das Leben feiern. Der charismatische Russel, dem alle Frauen... Emma Cline – The Girls Evies Gegenwart ist von den Ereignissen ihrer Vergangenheit, genauer von 1969, immer noch überschattet. Als vierzehnjähriges Mädchen hat sie Suzanne getroffen, eine junge Frau, wunderschön, frei und sie gehört zu einer Kommune, die das Liebe und das Leben feiern. Der charismatische Russel, dem alle Frauen verfallen sind, beschützt seine Herde. Fasziniert von der jungen Frau, Russel, der Ranch und ihren Freundinnen geht Evie bei diesen Leuten ein und aus, denn dort wird sie „gesehen“, dort wird sie behandelt, als gehöre sie dazu. Die schwierigen Verhältnisse zuhause machen es Evie einfach, sich zu entscheiden. Doch das das Leben hält Gefahren und Tücken für sie bereit. Wird sie die Gespenster aus der Vergangenheit besiegen können? Ich möchte mich auch noch mal ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken. Dies hat jedoch keinen Einfluss, auf meine ehrliche Meinung. „The Girls“ ist das Debüt von Emma Cline. Der Schreibstil ist weitestgehend flüssig, detailreich und lässt sich gut lesen. Die Autorin versteht es, die teils wirren Gedankengänge der vierzehnjährigen Evie, aber auch die der erwachsenen Evie gut einzufangen. Die Grundstimmung des Romans ist düster und bedrohlich, beklemmend, aber hat auch einen schweren Tiefgang, sodass ich das Buch nicht in einem durchlesen konnte, da die Thematik mich wirklich gefangen genommen und auch runter gezogen hat. Mit „The Girls“ ist ein tiefgreifender Roman entstanden, der das Leben eines vierzehnjährigen Mädchens zeigt, das sich allein gelassen fühlt und dadurch in eine Kommune gezogen wird. Evie selbst erlebt ihre Zeit nicht wirklich als schlecht, aber sie ist ein Kind und später wird auch sie erfahren, dass nicht alles tatsächlich so toll ist, wie es zu sein schien. Sämtliche Charaktere sind detailreich und gut ausgearbeitet, glaubwürdig und authentisch. Die Tiefe der Figuren ist erschreckend und faszinierend zugleich. Russel, der charismatische Anführer, der eigentlich eine Musikkarriere anstrebt. Suzanne, die junge Frau, hübsch und zuvorkommend, aber auch wie sie an Russel hängt, was sie bereit ist zu tun für ihn und die Kommune. Evies Mutter, die einfach zurück ins Leben finden will, dabei aber die Tochter irgendwie „vergisst“ oder der Vater, der eine Affäre hat und die Familie verlässt. Die Zeit der freien Liebe und des freien Lebens 1969 ist gut dargestellt, der Drogenmissbrauch, die Lagerfeuerharmonie unter dem Sternenhimmel, und auch die Schattenseiten sind hier sehr gut gezeichnet worden. Die Handlungsorte sind sehr detailreich beschrieben, sodass ich mir die Orte sehr gut vorstellen konnte. Wenn ich sage, das Buch gefällt mir nicht, dann ist das keineswegs negativ gemeint. Das Buch ist sehr gut, ein Highlight, dennoch liegt mir die Thematik einfach schwer im Magen, denn mit jeder Seite wird das Buch unterschwellig grausamer, wird man tiefer in die Welt von Evie hineingezogen, die wahrlich nicht so toll ist, wie es zuerst den Anschein haben könnte. Die teilweise enorme Gleichgültigkeit oder Resignation der verschiedenen Charaktere ist so bedrückend und einnehmend, dass ich das Buch einfach weg legen wollte. Mir fehlt ein bisschen die Auflockerung, mal eine fröhliche Erinnerung, doch die scheint es in Evies Leben nicht geben. Das Cover ist eher fröhlich, mit einen Gesicht und einer Blume, auf jeden Fall ein Blickfang. Fazit: Ein tiefgreifendes, erschreckend und beklemmendes Buch von einem jungen Mädchen, dass den Halt verliert. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 – 5 Sterne.

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Ein einmaliges Ereignis
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 08.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

„The Girls“ von Emma Cline spielt auf ein geschichtliches Ereignis an, dass Charles Manson bekannt machte und Sharon Tate das Leben kostete. Die Autorin führt uns zurück in die Vergangenheit und entwirft ein eigenes Szenario. 1969 ist Evie Boyd vierzehn Jahre alt und lebt in Kalifornien, der kältesten Gegend... „The Girls“ von Emma Cline spielt auf ein geschichtliches Ereignis an, dass Charles Manson bekannt machte und Sharon Tate das Leben kostete. Die Autorin führt uns zurück in die Vergangenheit und entwirft ein eigenes Szenario. 1969 ist Evie Boyd vierzehn Jahre alt und lebt in Kalifornien, der kältesten Gegend des Planeten seit sich ihre Eltern voneinander getrennt haben. Hier trägt die Spießer-verteufelnde „Alles ist möglich-Generation“ die Haare so lang, dass die Sicht auf die Realität etwas getrübt ist. Was auch der pausenlosen Zufuhr etlicher Drogen geschuldet sein kann. Evie lebt das typisch dazwischen Leben einer pubertierenden Heranwachsenden. Rein körperlich eine Frau, im Innern ein verunsichertes Kind, dass sich selbst kaum aushalten kann. In ihr sitzt die kindliche Wut einer Zu kurz gekommenen, einer nicht wahrgenommenen, im Tal der Puppen, zu der auch ihre schauspielernde Großmutter gehörte, der Wunsch dazuzugehören ist ungefähr so stark, wie der Wille sich von allen anderen abzusetzen, besonders zu sein. Und dieses Jahr scheint wie gemacht zum Aufbruch. Wenn nicht jetzt, wann dann? Der Sommer ist heiß, die Eltern sind blöd und leben getrennt voneinander. Ihre Mutter, eine langweilige Esoterikerin, deren stärkster Drang es es ist das Vermögen ihrer Mutter mit männlichen Dünnbrettbohrern zu verjubeln, ist ein Totalausfall an der Erziehungsfront. Der Vater gleicht einem Jackett, dass die Frauen im Hause irgendwann einmal in den Schrank gehängt haben, um es zu vergessen. Als Evie von der Siff- und Sonderbarsekte in den Bergen hört zieht es die aufblühende Schönheit an diesen Rand der Zivilisation. Menschen, die anders sind. Genau ihr Ding. Vor allem, weil sie Suzanne begegnet, einer faszinierenden Frau, die dem herausragenden Führer Russell bedingungslos folgt. Für Guru-Russell sind die Menschen Knetmasse. Er drückt sie sich irgendwie passend, die Schönen kommen auf die Liege, die Hässlichen dürfen für ihn kochen und die Wäsche machen. Die Wohlhabenden sichern im Einkommen und mehren seinen Ruhm. Nur seiner Eitelkeit und dem ihm eigenen Größenwahn darf niemand in den Weg kommen. Niemand. Evie rutscht da in eine Geschichte, deren Folgen ihr Leben fortan bestimmen werden. Die ersten fünfzig Seiten hatte ich etwas Mühe in die Geschichte zu kommen, was an der Detailverliebtheit der Autorin liegt, die alles richtig machen will und zu Beginn sprachlich leicht über die Stränge schlägt. Danach aber empfinde ich den Roman als absolutes Lesevergnügen. Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Das Thema eine Wucht und Emma Cline fördert immer wieder verblüffend tiefschürfendes zutage. Die Menschen finde ungeheuer authentisch und nicht nur in ihrer menschlichen Grausamkeit interessant. Evie Boyd hat so etwas erfrischend normales, etwas bahnbrechend unspektakuläres. Sie hat das Identifikationspotential einer Kindfrau und wird wie viele ihrer Zeitgenossinnen niemals erwachsen. Das Buch bleibt auch in dieser Hinsicht immer hart an der Realität und geht auch mit Aussteigerträumen wenig zärtlich um. Helden gibt es keine. Dieses Buch atmet Amerika. Dieses Buch ist Amerika. Ein großes Versprechen, dass nur im Himmel oder in der Hölle enden kann.

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leider enttäuschend
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 08.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich hatte das Hörbuch - die Sprechstimme war angenehm - jedoch war die Geschichte anfangs etwas verwirrend, somit war es etwas schwierig dem sprecher zu folgen. Die Idee war wirklich gut, die Umsetzung hat mir persönlich leider gar nicht zugesagt. Ich bin sehr enttäuscht von der Geschichte - teilweise... Ich hatte das Hörbuch - die Sprechstimme war angenehm - jedoch war die Geschichte anfangs etwas verwirrend, somit war es etwas schwierig dem sprecher zu folgen. Die Idee war wirklich gut, die Umsetzung hat mir persönlich leider gar nicht zugesagt. Ich bin sehr enttäuscht von der Geschichte - teilweise ist mir der Sinn nicht wirklich klar ... habe leider keinen roten Faden gefunden. Außerdem ist mir das ganze auch zu oberflächlich dargestellt. Das Buch hat somit meinen Geschmack nicht getroffen, und meine Erwartungen nicht erfüllt.

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Ergreifende Geschichte welche unter die Haut geht
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkrath am 08.08.2016
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

In der Handlung zu dem Buch / Hörbuch „The Girls“, geschrieben von Emma Cline und gesprochen von Suzanne von Borsody, geht es um Evie. Ein Teil der Handlung spielt in der Zeit als sie bereits im mittleren Alter ist doch hauptsächlich geht es hier um die Zeit in der... In der Handlung zu dem Buch / Hörbuch „The Girls“, geschrieben von Emma Cline und gesprochen von Suzanne von Borsody, geht es um Evie. Ein Teil der Handlung spielt in der Zeit als sie bereits im mittleren Alter ist doch hauptsächlich geht es hier um die Zeit in der Evie Ende der sechziger Jahre als vierzehnjährige in den Fesseln einer sektenartigen Splittergruppe gerät. Ihre Eltern sind frisch geschieden und kümmern sich wenig um Evie. Auch von ihrer besten Freundin fühlt sie sich alleine gelassen. Da bemerkt Evie eines Tages eine Gruppe von Mädchen mit zerzausten langen Haaren und ausgefransten Kleidern denen sie bewundern nachschaut da sie sich so geben als wären sie glücklich. Zu dieser Gruppe gehört auch die etwas ältere Suzanne welche auf Evie eine starke Anziehungskraft hat. Nach ein paar Tagen begleitet Evie die Mädchen zur Ranch auf der diese Leben. Evie möchte dazugehören und eine von ihnen sein, ganz besonders möchte sie aber Suzanne beeindrucken und tut alles um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, sie bestiehlt sogar ihre Mutter. Auch Russel, dem charismatischen Anführer dieser Gruppe, ist Evie verfallen und sie merkt genauso wenig wie die anderen Mädchen dass sie von ihm ausgenutzt wird. Glücklicherweise ergibt es sich so dass Evie nicht bei den furchtbaren Gräueltaten dabei ist welche am Ende von diesem Sommer im Auftrag von Russel passieren. Die Sprecherin Suzanne von Borsody schafft es hervorragend die Spannung und die Tragik dieser Handlung herüberzubringen. Die Orte sowie die Personen in dieser Geschichte wurden von ihr so beschrieben beziehungsweise gelesen dass ich die Bilder dazu direkt vor Augen hatte. Diese ergreifende Geschichte hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt. Das Cover zu diesem Buch ist ein wahrer Hingucker!

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Interessante Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Möckmühl am 07.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Zum Inhalt: Sommer 1969. Evie ist einsam, ihre Eltern sind frisch getrennt. Evies Vater ist ausgezogen und lebt mit seiner neuen Freundin zusammen, Ihre Mutter ist damit beschäftigt, sich selbst zu finden und natürlich einen neuen Mann. Evie, gerade mal... Zum Inhalt: Sommer 1969. Evie ist einsam, ihre Eltern sind frisch getrennt. Evies Vater ist ausgezogen und lebt mit seiner neuen Freundin zusammen, Ihre Mutter ist damit beschäftigt, sich selbst zu finden und natürlich einen neuen Mann. Evie, gerade mal 14 Jahre alt, soll nun in ein Internat gehen, daran erbricht ihre Freundschaft zu Connie und schon steht Evie ganz alleine da. Bis sie im Park die Mädchen sieht, von denen sie sich angezogen fühlt. Allen voran das Mädchen mit den schwarzen Haaren, Suzanna... Meine Meinung: Das Cover sieht auf den ersten Blick aus, wie ein Ausschnitt aus einem Gemälde. Soll das vielleicht Suzanna sein? Denn für Evie ist das Mädchen eigentlich zu alt. Der Klappentext hat mich so angesprochen, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Der Schreibstil ist irgendwie seltsam, ich hatte das Gefühl es wechselt zwischen der Erzählung was passiert und den Gedanken von Evie. Zum Teil war es anstrengend zu lesen. Es ist kein einfaches Buch, das man so eben schnell wegliest, aber auf jeden Fall sehr lesenswert. Es wurde auch eine gewissen Spannung aufgebaut, die mich richtig gefesselt hat. Ich wollte nur noch wissen, was und wie ist es passiert.

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Bestes Buch 2016
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleinfurra am 02.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Das wunderbarste und mit Abstand beste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Emma Cline benutzt trotz ihrer jungen Jahre eine derart wortgewaltige und bildhafte Sprache, die zutiefst ergreifend und lyrisch ist wie aneinandergereihte Gedichtverse. Man möchte die Worte nicht mehr loslassen und liest Passagen wieder und wieder, um... Das wunderbarste und mit Abstand beste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Emma Cline benutzt trotz ihrer jungen Jahre eine derart wortgewaltige und bildhafte Sprache, die zutiefst ergreifend und lyrisch ist wie aneinandergereihte Gedichtverse. Man möchte die Worte nicht mehr loslassen und liest Passagen wieder und wieder, um der Melodie der Worte zu lauschen. Dabei ist ihre Erzählweise doch jugendlich frisch und keineswegs altbacken. Selbst alltägliche Dinge, wie ein doch recht normales Teenager-Leben werden dadurch zu einer spannenden und nachfühlbaren Geschichte. Die Bildgewalt der Worte macht die Story beinahe schon nebensächlich. Eine so großartige Virtuosin des geschriebenen Wortes habe ich in der modernen Literatur bis dato vermisst. Ein guter Geschichtenerzähler kann selbst mit Alltäglichkeiten sein Publikum fesseln, wobei die größte Geschichte einem schlechten Erzähler nichts nützt. Emma Cline ist ein Naturtalent unter den Geschichtenerzählern und ich hoffe, noch recht viel von ihr lesen zu dürfen. Ein großes Lob gebührt Nikolaus Stingl für die wundervolle Übersetzung, steht und fällt doch gerade mit der Übersetzung alles. Auch das stimmungsvolle Cover passt hervorragend zum Buch. Dieses Buch wird einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal erhalten und ich werde es mit Sicherheit ein weiteres Mal genießen.

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