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Torstraße 1

Roman

(5)

Ein Jahrhundert, zwei Familien und ein Haus im Herzen Berlins
Berlin, 2009: Für die letzte Party des Lebens steht man gern noch einmal Schlange, selbst ohne Einladung. Aber irgendwie wird Elsa Helbig schon in das imposante Gebäude gelangen, das voller Erinnerungen steckt: 1929, bei der Eröffnung des Kaufhauses Jonass, kam sie hier als uneheliche Tochter einer Verkäuferin zur Welt; bestaunte später die Olympiaringe an seiner Fassade, sah die jüdischen Besitzer die Schaufensterscherben wegkehren und starrte nach dem Krieg auf die roten Banner mit den Konterfeis von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Dies und noch viel mehr verbindet Elsa mit dem Haus - und mit Bernhard, Sohn des Zimmermanns, der ihrer Mutter bei der Geburt beistand. Bernhard wurde am selben Tag geboren, und sie blieben einander nahe - auch als eine Mauer sie trennte ...

Rezension
"Sybil Volks fängt 80 Jahre deutscher Geschichte so fesselnd ein, dass man nach 400 Seiten denkt: 'Schade, schon zu Ende?'."
Stephanie Lamprecht, Hamburger Morgenpost 15.11.2012
Portrait

Sybil Volks lebt als freie Autorin und Lektorin in Berlin. Sie hat zahlreiche Erzählungen und Gedichte in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Ihr historischer Berlin-Krimi ›Café Größenwahn‹ war nominiert für den Glauser-Preis 2008 als bestes Krimidebüt. 2012 ist ihr hochgelobter Familien- und Berlin-Roman ›Torstraße 1‹ erschienen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.06.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21516-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 192/121/30 mm
Gewicht 293
Verkaufsrang 8.307
Buch (Taschenbuch)
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Sybil Volks Roman Torstraße 1, hat ein reales Vorbild - Berlin, Torstraße. Die wechselvolle Geschichte dieses Hauses läßt sie durch die Geschichte von Wilhelm und Vicky und deren Kinder Bernhard und Elsa lebendig werden. Durch das Schicksal und dieses Gebäude verknüpft wird die Lebensgeschichte beider Familien lebendig. Gleichzeitig Sybil Volks Roman Torstraße 1, hat ein reales Vorbild - Berlin, Torstraße. Die wechselvolle Geschichte dieses Hauses läßt sie durch die Geschichte von Wilhelm und Vicky und deren Kinder Bernhard und Elsa lebendig werden. Durch das Schicksal und dieses Gebäude verknüpft wird die Lebensgeschichte beider Familien lebendig. Gleichzeitig wird ein Stück deutscher Geschichte in spannender Romanform erzählt. Werden Elsa und Bernhard es schaffen sich 2009 trotz aller Widerstände in der Torstraße - im Soho-Haus - zu treffen? Die Freundschaft der Familien hat Krieg und Trennung durch die Mauer überstanden und dann bekommen auch Elsa und Bernhard noch im hohen Alter die Chance zusammenzufügen, was schon lange zusammen gehört.

Das Soho-Haus in der Torstraße gibt es heute noch. Ein schöner Schmöker.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Geschichte eines Kaufhauses und eine Liebesbeziehung in Berlin. Von der Nazizeit bis ins wiedervereinte Berlin. Die Geschichte eines Kaufhauses und eine Liebesbeziehung in Berlin. Von der Nazizeit bis ins wiedervereinte Berlin.

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„Ein Haus erzählt eine Geschichte“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Sybil Volks ist eine Autorin aus Berlin. Vor diesem Roman hat sie bereits einige Erzählungen, Gedichte und den Krimi „Café Größenwahn“ (Jaros Verlag) veröffentlicht. „Torstraße 1“ ist ihr erster Roman.

In diesem Roman erzählt sie die Geschichte von zwei Familien, die beide eng mit dem Haus in der Torstraße 1 verbunden sind. Die Geschichte
Sybil Volks ist eine Autorin aus Berlin. Vor diesem Roman hat sie bereits einige Erzählungen, Gedichte und den Krimi „Café Größenwahn“ (Jaros Verlag) veröffentlicht. „Torstraße 1“ ist ihr erster Roman.

In diesem Roman erzählt sie die Geschichte von zwei Familien, die beide eng mit dem Haus in der Torstraße 1 verbunden sind. Die Geschichte beginnt 2009 als Elsa zur Wiedereröffnung des Hauses Torstraße 1 geht und sich zurückerinnert. Erstmals wurde das Haus1929 als erstes Kreditkaufhaus in Berlin eröffnet. Dort konnten auch einfache Leute einkaufen, denn sie mussten nur ein Viertel des Kaufpreises sofort zahlen. Den Rest konnten sie in Raten abstottern. Dieses Kreditkaufhaus gab es wirklich an dieser Stelle. Es hieß „Kaufhaus Jonass“, wurde auch gerne als das „Kaufhaus des Ostens“ bezeichnet und liegt im Ortsteil Prenzlauer Berg. Am Eröffnungsabend geht dort auch die junge, hochschwangere Angestellte des Kaufhauses Vicky Springer hin. Vicky Springer ist eine attraktive, junge Frau, die mit dem Erben des Kaufhauses Harry Grünberg eine Affäre hat, von der die Familie Grünberg nichts wissen darf, da Vicky nicht standesgemäß ist. Im Laufe des Abends bringt sie ihre Tochter Elsa im Postraum des Kaufhauses zur Welt. Und dort trifft sie zum ersten Mal auf den Zimmermann Wilhelm Glaser. Wilhelm Glaser ist einer der wenigen Handwerker, die das Kaufhaus miterbaut haben und zu der Eröffnungsfeier eingeladen wurden. Er steht Vicky zur Seite. In derselben Nacht wird zu Hause sein Sohn Bernhard geboren. Und dadurch, dass das Kaufhaus Jonass, Elsa und Bernhard am selben Tag geboren wurden, schweißt dieses Datum Elsa und Bernhard zusammen, denn Vicky hält den Kontakt zu Wilhelm und seiner Familie. Als Leser folgen wir nun diesen zwei Familien von 1929 bis 2009, wo Elsa, Bernhardt und das Haus ihren 80sten Geburtstag feiern. Es ist eine bewegende und bewegte Geschichte, die durch die Weimarer Republik, das dritte Reich, die Luftbrücke und das geteilte und wiedervereinigte Deutschland führt. Die beiden Familien schlagen unterschiedliche Wege ein, werden nach dem zweiten Weltkrieg durch die Mauer getrennt und halten doch immer den Kontakt aufrecht.

Sybil Volks hat einen tollen Roman über das Berlin des 20. Jahrhunderts geschrieben. Die Geschichte des Hauses und der Name des Kaufhauses sind historisch korrekt, die Eigentümerfamilie wie auch ihre beiden Familien sind allerdings erdacht. Am Anfang musste ich mich etwas an den Erzählstil der Autorin gewöhnen, denn sie erzählt die Geschichte zuerst aus der Sicht von Vicky. Im nächsten Kapitel wird sie dann aus der Sicht von Wilhelm erzählt. Später wechselt sie zwischen Elsa und Bernhard. Dadurch geht sie allerdings immer wieder gerne in der Zeit zurück, so dass sie einiges aus unterschiedlichen Perspektiven doppelt berichtet. Ich hätte mir gewünscht, dass sie zu Beginn der Kapitel Jahresangaben gemacht hätte, damit man sich besser zurechtfindet.

Die Autorin hat einen wunderbaren Gesellschaftsroman geschrieben, der sich gut liest und gleichzeitig viel Wissenswertes über diese Zeit vermittelt.

„Torstrasse 1“

Marion Stein, Thalia-Buchhandlung Lingen (Ems)

Da wird vor 80 Jahren in Berlin ein Kaufhaus eröffnet und dort am gleichen Tag ein Mädchen geboren. Der Handwerker, der durch Zufall bei der Geburt hilft, wird am selben Tag auch Vater eines Sohnes.
Diese zufällige Begebenheit wird schicksalhaft für alle Beteiligten. Nie verlieren sich Elsa und Bernhard ganz aus den Augen, obwohl
Da wird vor 80 Jahren in Berlin ein Kaufhaus eröffnet und dort am gleichen Tag ein Mädchen geboren. Der Handwerker, der durch Zufall bei der Geburt hilft, wird am selben Tag auch Vater eines Sohnes.
Diese zufällige Begebenheit wird schicksalhaft für alle Beteiligten. Nie verlieren sich Elsa und Bernhard ganz aus den Augen, obwohl das Schicksal es nicht gut mit ihnen meint. Und Elsas Geburtsort, der Dreh- und Angelpunkt dieses Buches, muß auch einiges über sich ergehen lassen.
Mitten im Brennpunkt Berlin erleben wir mit Elsa und Bernhard die Narionalsozialisten, die Enteignung der Juden, den Krieg, die Zeit danach und das geteilte und später wiedevereinigte Berlin mit Bernhard im Osten und Elsa im Westen.
Was dieses Buch so spannend und besonders macht ist, mitzuerleben, wie Menschen sich verändern mit der Zeit und den Umständen und ein kleines, zartes Gefühl wie Liebe alles unbeschadet überdauern kann.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Die Geschichte eines Hauses und der Menschen, die darin arbeiteten und lebten. Ein gelungenes Portrait. Die Geschichte eines Hauses und der Menschen, die darin arbeiteten und lebten. Ein gelungenes Portrait.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Sehr gute Unterhaltung vor dem Hintergrund der Geschichte Berlins im blutigen 20. Jahrhundert! Sehr gute Unterhaltung vor dem Hintergrund der Geschichte Berlins im blutigen 20. Jahrhundert!

„Torstraße 1“

D. Blank, Thalia-Buchhandlung Köln

Eine gelungene Familiengeschichte, die über mehrere Generationen in Berlin spielt und deren Mittelpunkt ein Kaufhaus ist. Besonders gut an dem Buch hat mir auch der geschichtliche Hintergrund gefallen und wie die Zeitgeschichte die Entwicklung der Personen beeinflusst hat.
Unterhaltsam und realistisch geschrieben - absolut lesenswert.
Eine gelungene Familiengeschichte, die über mehrere Generationen in Berlin spielt und deren Mittelpunkt ein Kaufhaus ist. Besonders gut an dem Buch hat mir auch der geschichtliche Hintergrund gefallen und wie die Zeitgeschichte die Entwicklung der Personen beeinflusst hat.
Unterhaltsam und realistisch geschrieben - absolut lesenswert.

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine Familiensaga, in der die Geschichte eines imposanten Gebäudes eine zentrale Rolle einnimmt; zugleich ein Dokument einer vergangenen Ära Eine Familiensaga, in der die Geschichte eines imposanten Gebäudes eine zentrale Rolle einnimmt; zugleich ein Dokument einer vergangenen Ära

„ein Packtisch trotzt der deutschen Geschichte“

Ursula Grützner, Thalia-Buchhandlung Radebeul

Man kann sich förmlich vorstellen, wie die Autorin das markante Gebäude Torstraße 1 in Berlin umkreist, sich seiner Geschichte immer mehr nähert und fasziniert davon ist.
Sie läßt die Hauptperson Elsa in ihrem Roman auf dem Packtisch des Hauses zur Welt kommen und fesselt uns mit einem Reigen unterschiedlichster Menschen, die wir durch
Man kann sich förmlich vorstellen, wie die Autorin das markante Gebäude Torstraße 1 in Berlin umkreist, sich seiner Geschichte immer mehr nähert und fasziniert davon ist.
Sie läßt die Hauptperson Elsa in ihrem Roman auf dem Packtisch des Hauses zur Welt kommen und fesselt uns mit einem Reigen unterschiedlichster Menschen, die wir durch ein Jahrhundert begleiten. Immer steht ihr Leben in Bezug zu diesem Haus und seiner wechselvollen Geschichte - lesenswert!!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Kaufhaus im Berliner Osten
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2015

Im Jahre 2009 eröffnet das Soho House in der Torstraße1 in Berlin.Elsa gelingt es zur Eröffnungsfeier eingelassen zu werden.Heute -an ihrem 80. Geburtstag- will.sie zurück an den Ort ihrer Geburt.Sie wurde während der Eröffnungsfeierlichkeiten des Kaufhauses Jonass ,welches damals dort beheimatet war,auf dem Packtisch geboren.Bei der Geburt half der... Im Jahre 2009 eröffnet das Soho House in der Torstraße1 in Berlin.Elsa gelingt es zur Eröffnungsfeier eingelassen zu werden.Heute -an ihrem 80. Geburtstag- will.sie zurück an den Ort ihrer Geburt.Sie wurde während der Eröffnungsfeierlichkeiten des Kaufhauses Jonass ,welches damals dort beheimatet war,auf dem Packtisch geboren.Bei der Geburt half der zufällig anwesende Wilhelm ,welcher am Bau des Kaufhauses beteiligt war.Seine Frau brachte zur gleichen Zeit seinen Sohn Bernhard zur Welt. Elsas Mutter Vicky arbeitete zusammen mit ihrer Freundin Elsie als Verkäuferin im Kaufhaus Jonass.Der Vater ist Harry ,der Sohn der jüdischen Eigentümer,welcher sich nicht offiziell zu seiner Tochter bekennt. Mit Unterstützung durch Elsie sowie Bernhards Familie und eine Nachbarin schafft es Vicky ihre Tochter großzuziehen.Bernhard und Elsa haben immer eine besondere Beziehung zueinander,Vicky bezeichnet sie als Geburtszwillinge. Als die Nazis immer Macht gewinnen ,muß Harry mit seiner Familie nach Amerika fliehen.Vicky heiratet den neuen Geschäftsführer ,einen überzeugten Nazi,was vorübergehend ihre Freundschaft zu Elsie gefährdet. Der Autorin ist es gelungen eine fiktive Geschichte um ein real existierendes Gebäude zu erzählen,die sich genau so ereignet haben könnte. Wie ein roter Faden zieht sich die wechselvolle Geschichte des Hauses "Torstraße1" durch den Roman.Naziregime ,Mauerbau und Wiedervereinigung werden eindrucksvoll beschrieben. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Buchtitel: Torstraße 1

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Faszinierendes Familienporträt
von einer Kundin/einem Kunden am 25.06.2014

Elsa Helbig wird 1929 als uneheliches Kind einer Verkäuferin im Hinterzimmer des neu eröffneten Kaufhauses Jonas geboren. Geburtshelfer ist der Handwerker Wilhelm, dessen eigener Sohn Bernhard am selben Tag das Licht der Welt erblickt. Diese Gemeinsamkeit schafft eine Verbindung zwischen den beiden Familien, die bis 2008 nicht abreisst. Die... Elsa Helbig wird 1929 als uneheliches Kind einer Verkäuferin im Hinterzimmer des neu eröffneten Kaufhauses Jonas geboren. Geburtshelfer ist der Handwerker Wilhelm, dessen eigener Sohn Bernhard am selben Tag das Licht der Welt erblickt. Diese Gemeinsamkeit schafft eine Verbindung zwischen den beiden Familien, die bis 2008 nicht abreisst. Die Zeiten sind schlecht, die jüdischen Kaufhausbesitzer bald enteignet, während des Krieges dient das Gebäude als Nazistützpunkt, später der DDR Führung. Durch all diese Zeiten verfolgt der Leser das Schicksal von Elsa und Bernhard, zuerst getrennt durch verschiedene politische Meinungen, dann durch die Mauer, aber immer in Liebe verbunden. Eine unglaublich schöne, spannende und fesselnde Lektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Torstraße 1
von miss.mesmerized am 23.08.2015

Die Geschichte eines Hauses. Die Geschichte Deutschlands. Die Geschichte einer Liebe. Am Tag der Eröffnung des ersten Kreditkaufhauses, des Jonass, wird die kleine Elsa geboren, just dort, denn ihre Mutter war bis kurz vor der Geburt im Einsatz. Als Helfer zwangsverpflichtet wird der Bauarbeiter Wilhelm, dessen Sohn Bernhard zur... Die Geschichte eines Hauses. Die Geschichte Deutschlands. Die Geschichte einer Liebe. Am Tag der Eröffnung des ersten Kreditkaufhauses, des Jonass, wird die kleine Elsa geboren, just dort, denn ihre Mutter war bis kurz vor der Geburt im Einsatz. Als Helfer zwangsverpflichtet wird der Bauarbeiter Wilhelm, dessen Sohn Bernhard zur gleichen Zeit auf die Welt kommt. Die beiden Kinder sind ja quasi wie Geschwister und werden die folgenden Jahrzehnte auch – mal getrennt durch poltische Ideologien, mal durch ihre Partner – den Kontakt nicht verlieren. Sie werden sehen wie ihr Haus erst an die Nazis geht, dann von der SED missbraucht wird und schließlich 80 Jahre später wiedereröffnet wird als ein Club. Sybil Volks ist gelungen parallel zur Handlung und dem Weg des Hauses, das Leben ihrer Figuren aufzubauen und – in homöopathischen Dosen, um politisch uninteressierte Leser nicht zu vergraulen – die politischen Entwicklungen Berlins in eine Geschichte zu fassen, die keine klassische Liebes. sonder eher eine Lebensgeschichte mit guten und schlechten Zeiten ist. Mich hat es auch nicht weiter gestört, dass sich die Leben der Eltern ein wenig in denen der Kinder wiederholen, die beiden Frauenfiguren – Vicky als Mutter und Elsa zunächst Baby und später auch selbst erwachsen und gar Großmutter – sind stark und tragen den Roman. Natürlich wird vieles durch Zeitsprünge nur angerissen, aber ganze Menschenleben lassen sich auf 400 Seiten nicht en Detail nachzeichnen, für meinen Geschmack war die Wahl, die Kindheit Elsa in den Fokus zu nehmen und die schweren Zeiten der 30er Jahre vornehmlich durch kindliche Augen zu zeichnen, goldrichtig für diese Art Roman. Fazit: unterhaltsam, bisweilen traurig, gelungene Unterhaltung im Genre.

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Naja ...
von PMelittaM aus Köln am 11.11.2015

Das Haus in der Torstraße 1 gibt es wirklich. Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts eröffnet als Kreditkaufhaus, wurde es später von der NSDAP und der SED genutzt und schließlich, 80 Jahre später, als exklusiver Club neu eröffnet. Der Roman erzählt neben seiner (fast) realen Geschichte auch die... Das Haus in der Torstraße 1 gibt es wirklich. Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts eröffnet als Kreditkaufhaus, wurde es später von der NSDAP und der SED genutzt und schließlich, 80 Jahre später, als exklusiver Club neu eröffnet. Der Roman erzählt neben seiner (fast) realen Geschichte auch die Lebensgeschichten fiktiver Personen. Elsa wurde am Eröffnungstag in der Poststation des Hauses geboren, wer ihr Vater ist, erfährt sie erst viele Jahre später. Zufällig bei ihrer Geburt anwesend ist der Zimmermann Wilhelm, dessen Sohn Bernhard in der selben Stunde geboren wird. Diese Gemeinsamkeiten verbinden die Familien und vor allem Elsa und Bernhard über die Jahrzehnte. Es dauerte viele Seiten, bis ich mich mit dem Roman wohl fühlte, zunächst zog es sich doch sehr, ich langweilte mich. Doch irgendwann fingen die Geschichten doch an, mich zu interessieren. Erzählt wird nämlich nicht eine einzelne Geschichte, es sind tatsächlich mehrere, wobei die Geschichte des Hauses eher im Hintergrund abläuft, transportiert wird durch die Geschichten der Protagonisten. Diese laufen nur teilweise parallel, ab einem gewissen Punkt sind sie nur noch marginal verbunden. Erzählt wird daher auch aus verschiedenen Perspektiven, zunächst stehen Elsas Mutter Vicky und Bernhards Vater Wilhelm im Mittelpunkt, später Elsa und Bernhard selbst, immerhin wird über einen Zeitraum von 80 Jahren berichtet. Das geschieht allerdings nicht fortlaufend, sondern eher in Momentaufnahmen, dazwischen liegen Zeitsprünge, die der Leser selbst einordnen muss, hin und wieder werden historische Ereignisse, selten Jahreszahlen genannt, als Leser sollte man sich in der (deutschen) Geschichte dieser Zeit schon etwas auskennen. Da die herausgegriffenen Ereignisse für mehrere Protagonisten von Bedeutung sein können, kommt es vor, dass Dinge zunächst aus einer, später aus einer anderen Perspektive betrachtet werden. Die Charaktere stehen dadurch sehr im Mittelpunkt – und trotzdem wurde ich mit den meisten nicht richtig warm, nur wenige von ihnen, vor allem Wilhelm, konnten mein Herz erreichen. Das ist sehr schade und sicher mit ein Grund, warum ich relativ schlecht in die Geschichte finden konnte. Wer sich gerne auch mit den Hintergründen eines historischen Romans auseinandersetzt, kann hier Einiges zum Recherchieren finden, schon allein die Geschichte des Hauses ist interessant und liefert viel deutsche Geschichte. Letztlich habe ich den Roman nicht ungern gelesen, eine Empfehlung fällt mir allerdings schwer. Es gibt viele Romane, die die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts verarbeiten, dieser bietet nicht wirklich Neues. Wer aber gerne über diese Epoche liest, liegt sicher nicht falsch.

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Torstraße 1
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankenberg (Eder) am 15.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Die Autorin Sybill Volks hat sich von der wahren Geschichte des Hauses an der Torstr. 1 zu einem fasziniereden und spannenden Buch inspiriren lassen. Im Juni 1929 eröffnet das Kreditkaufhaus Jonass in der Torstr. 1. Es ist das erste Kreditkaufhaus. Jetzt können auch Leute mit geringem Einkommen "auf Pump" einkaufen.... Die Autorin Sybill Volks hat sich von der wahren Geschichte des Hauses an der Torstr. 1 zu einem fasziniereden und spannenden Buch inspiriren lassen. Im Juni 1929 eröffnet das Kreditkaufhaus Jonass in der Torstr. 1. Es ist das erste Kreditkaufhaus. Jetzt können auch Leute mit geringem Einkommen "auf Pump" einkaufen. Auch die junge Verkäuferin Vicky Springer will bei der Eröffnung helfen, obwohl sie hochschwanger ist. Von Harry, dem Sohn des Kaufhaus - Besitzers Heinrich Grünberg, einem Juden. Aber das wissen nur Harry, und Vickys beste Freundin Elsie. Denn Harry steht nicht zu ihr, weil sich seine Eltern eine reiche, jüdische Schwiegertocher wünschen. Während der Eröffnung bekommt Vicky Wehen, und ihre Tochter kommt auf dem Packtisch der Poststelle im Kaufhaus zur Welt. Dabei hilft ihr der Handwerker Wilhelm, dessen Frau Martha zur gleichen Zeit einen Sohn, Bernhard, zur Welt bringt. Die beiden Familien verbindet danach eine enge Freundschaft.Vicky nennt ihre Tochter Elsa, nach ihrer besten Freundin, die immer für sie da ist, und auch die Patentante der Kleinen wird. Nach und nach kommen die Nazis an die Macht. Grünbergs müssen die Leitung des Kaufhauses ihrem Mitarbeiter Gerd Hellbig überlassen. Harry steht weiterhin nicht zu Vicky, die schließlich, um ihre Tochter vor den Nazis zu schützen, Gerd Helbig heiratet. Unter der Bedingung, daß der überzeugte Nazi ihre tochter adoptiert, und keine Fragen über den Vater stellt. Sie bekommt mit Gerd Hellbig die Söhne Klaus und Werner. Die Grünbergs müssen schließlich nach Amerika auswandern, und Hellbig übernimmt die Firma, und die Villa der Grünberg nach deren Enteignung. Nach der Schließung des Kaufhauses zieht die Führung der Hitlerjugend unter Baldur von Schierach in das Haus Torstr. 1. Es kommt zum 2. Weltkrieg, und Gerd Hellbig fällt. Vicky bleibt mit den Kindern lange allein. Elsa heiratet nach dem krieg einen Amerikaner, und bekommt zwei Kinder. Vicky und Elsa leben nach dem Mauerbau im Westen, Wilhelm und Bernhard im Osten. Wilhelms Frau Martha hat sich vor Jahren , nach dem Tod ihres dritten Kindes das Leben genommen. Auch Bernhards Frau Karla ist depressiv, und begeht Selbstmord. Er bleibt allein mit seiner Tochter Luise zurück. Vicky heiratet zum zweiten mal, und kümmert sich um Elsie, die an Krebs erkrankt ist. Die Familien halten die ganze Zeit über Kontakt. Im ehemaligen Kaufhaus ist inzwischen das Institut für Leninismus und Marxismus, wo Bernhard arbeitet. Treffen sind nur sehr selten möglich. Nach dem Mauerfall sehen Elsa und Bernhard sich endlich wieder. Elsa ist zum zweiten mal verheiratet, und gerade Großmutter geworden. Auch Bernhard hat eine neue Lebensgefährtin, Elisa. Jahre später ( 2010) wird in dem Haus Torstr. 1 das Soho House, ein Edelclub, eröffnet. Ein junger Amerikaner gibt Elsa als seine Großmutter aus. Elsa und Bernhard treffen sich wieder, und stoßen auf ihren 80. Geburtstag an. Das Buch erzählt die Geschichte des Hauses von 1929 bis 2010 in so lebendigen Bildern, als wäre man dabei, und würde alles selbst miterleben. Das Schicksal des Hauses, und das Schicksal der mit ihm verbundenen Menschen, und ihren Familien und Freunden. Ein absolut lesenswertes Buch, daß ich wirklich weiterempfehlen kann.

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Torstraße 1
von dorli am 15.01.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Berlin 2009. Elsa hofft, auch ohne Einladung zur Eröffnung des Soho Houses eingelassen zu werden, denn in diesem Haus in der Torstraße 1 kam sie vor genau 80 Jahren zur Welt - auf einem Packtisch in der Poststelle während der Eröffnungsfeier des Kaufhauses Jonass. Bei der Geburt unterstützt wurde... Berlin 2009. Elsa hofft, auch ohne Einladung zur Eröffnung des Soho Houses eingelassen zu werden, denn in diesem Haus in der Torstraße 1 kam sie vor genau 80 Jahren zur Welt - auf einem Packtisch in der Poststelle während der Eröffnungsfeier des Kaufhauses Jonass. Bei der Geburt unterstützt wurde Elsas Mutter Vicky von dem zufällig vorbeikommenden Zimmermann Wilhelm, dessen Sohn Bernhard genau zur gleichen Zeit ein paar Straßen weiter das Licht der Welt erblickte. Elsa und Bernhard werden Freunde und knüpfen damit ein Band zwischen ihren Familien, das trotz aller Widrigkeiten über die Jahrzehnte hinweg bestand hat. Gleich die ersten Seiten dieser Geschichte haben mich in ihren Bann gezogen. Das hektische Gewusel, die Aufregung vor der Eröffnung des Kaufhauses - es ist einfach klasse, wie Sybil Volks die Stimmung an diesem besonderen Tag einfängt. Auch die jeweilige Atmosphäre der weiteren Ereignisse vermittelt die Autorin in einer ganz wunderbaren Art und Weise, man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt, begleitet Elsa und Bernhard und ihre Familien durch die Jahrzehnte, erlebt mit ihnen unter anderem die bitteren Jahre des 2. Weltkrieges, die Nachkriegsjahre mit Blockade und Luftbrücke, den Mauerbau und die Wiedervereinigung und kann dabei die schönen, heiteren Momente ebenso spüren, wie die Ängste, Sorgen, Hoffnungen der Protagonisten. Sybil Volks malt in diesem Buch ein sehr stimmungsvolles Bild, lässt die wechselvolle Geschichte dieses Gebäudes in der Torstraße 1 Revue passieren und nimmt den Leser mit auf eine wunderbare Reise durch die Berliner Stadtgeschichte des 20.Jahrhunderts.

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Torstrasse 1
von einer Kundin/einem Kunden am 16.01.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich hatte nicht erwartet, so viel von diesem Buch zu bekommen. Ich war sehr überrascht von der Tiefgründigkeit und Nachhaltigkeit. Volks ist eine wundervolle Autorin. Wenn man diese Geschichte liest, ist man unmittelbar dabei. Und man lernt und versteht so viel. Die Charaktere sind nahezu perfekt gelungen, wüsste nicht,... Ich hatte nicht erwartet, so viel von diesem Buch zu bekommen. Ich war sehr überrascht von der Tiefgründigkeit und Nachhaltigkeit. Volks ist eine wundervolle Autorin. Wenn man diese Geschichte liest, ist man unmittelbar dabei. Und man lernt und versteht so viel. Die Charaktere sind nahezu perfekt gelungen, wüsste nicht, was es zu bemängeln gäbe. Ihre Geschichte ist neu und gleichzeitig einnehmend echt. Jedes Wort ist glaubbar. Jeder Schritt nachvollziehbar. Dazu kommt eine Kulisse in Zeit und Raum, die kaum besser gewählt werden konnte. Berlin - ereignisreich und immer wieder neu zu entdecken. Der Wandel des Hauses in der Torstrasse 1 ist spannend. Jede Veränderung lässt auch das Leben der Familien wandeln. Die Wege driften in der Zeit weit auseinander (Nazizeit) und wieder zusammen (Mauerfall). Es war, als ob man mal live dabei sein konnte. Oftmals ist es so schwierig die damalige Zeit zu verstehen, mit all den Problemen, Krankheiten und Tod. Dieses Buch bietet einen Einblick, den wir anders nicht bekommen können. Ich empfinde diesen für äusserst gelungen. Dies ist ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst und gerne verschenkt.

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Gelebte und geliebte Geschichte
von allegra am 11.01.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch ist eine Familiensaga, die die Geschichte zweier miteinander befreundeter Familien von 1929 bis in die Gegenwart erzählt. Drehpunkt ist das Haus Torstraße 1 in Berlin, das genau wie die Menschen im Buch eine sehr wechselhafte Geschichte durchlebt. Die Eröffnung des Kreditkaufhauses Jonass ist der Geburtstag von Elsa, die... Dieses Buch ist eine Familiensaga, die die Geschichte zweier miteinander befreundeter Familien von 1929 bis in die Gegenwart erzählt. Drehpunkt ist das Haus Torstraße 1 in Berlin, das genau wie die Menschen im Buch eine sehr wechselhafte Geschichte durchlebt. Die Eröffnung des Kreditkaufhauses Jonass ist der Geburtstag von Elsa, die im Jonass selber auf die Welt kommt und dem kleinen Bernhard, dessen Vater bei Elsas Geburt ihrer Mutter beisteht. Durch diesen Zufall sind die beiden Familien unentrinnbar miteinander verbunden. Die Charaktere der Hauptfiguren sind sehr liebevoll herausgearbeitet und machen eine Entwicklung durch, die nicht zu letzt durch die politischen Wirren der Zeit geprägt ist. Als die Nationalsozialisten die Macht ergreifen, muss Familie Grünberg, die das Jonass besitzt, in die USA auswandern. In dem Haus wird in den folgenden Jahren die Hitlerjugend organisiert. Nach dem Krieg wird es zur Zentrale der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Die Figuren verhalten sich völlig unterschiedlich und werden oft von Zweifeln und Ängsten geplagt. Sie arrangieren sich zum Teil mit dem System, profitieren auch nicht wenig von den Ungeheuerlichkeiten, die sich abspielen. Und doch bleiben sie menschlich, und ihr Handeln nachvollziehbar, weil man durch die Liebe, die sie verbindet, alles in einem etwas anderen Licht steht. Das Buch ist in längere Kapitel eingeteilt, die die historisch unterschiedlichen Abschnitte widerspiegeln. In der Haupthandlung, die aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten vorangetrieben wird, sind die Geschehnisse der Zwischenzeiten als Rückblicke eingestreut. Das ist manchmal etwas verwirrend, man merkt aber meist schnell, in welcher Zeit man sich befindet, vorausgesetzt man ist etwas vertraut mit den Meilensteinen der Geschichte. Die Ausdrucksweise von Sibyl Volks hat mir sehr zugesagt. Sie verwendet Ausdrücke, die für die entsprechende Zeit passend sind. Es kommt aber nie zu Verständnisschwierigkeiten, weil man die Bedeutung aus dem Kontext erkennen kann. Ein paar Kenntnisse über das Leben in der DDR wären hilfreich gewesen. Da steht es bei mir nicht zum Besten, aber ich habe das Buch dennoch genießen können und ich bin sicher, dass ich bei einer erneuten Lektüre wieder andere Aspekte finden würde, die mir beim ersten Mal entgangen sind. Mein Fazit: „Torstraße 1“ erzählt einige wichtige Kapitel der innerdeutschen Geschichte aus unterschiedlicher Perspektive. Man erkennt Bedenken und Ängste von ganz normalen Menschen und kann sein Geschichtsbuchwissen durch neue Eindrücke ergänzen. Mich hat das Buch richtig gefesselt, da mich immer sehr interessiert, wie ganz normale Menschen diesen Wahnsinn, der sich in relativ wenigen Jahren abgespielt hat, überleben konnten.

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Das Haus in der Torstrasse
von Brilli aus Hagen am 01.12.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die ist die Geschichte eines Hauses im Wandel der Zeiten. Allerdings ist es nicht irgend ein Haus, sondern das 1929 in Berlin eröffnete Kreditkaufhaus Jonass Torstraße 1, dessen wohlhabende, jüdische Besitzer, die Familie Grünberg, dort zu erschwinglichen Konditionen Luxus für Jedermann anbieten. Die junge, in bescheidenen Verhältnissen lebende Verkäuferin... Die ist die Geschichte eines Hauses im Wandel der Zeiten. Allerdings ist es nicht irgend ein Haus, sondern das 1929 in Berlin eröffnete Kreditkaufhaus Jonass Torstraße 1, dessen wohlhabende, jüdische Besitzer, die Familie Grünberg, dort zu erschwinglichen Konditionen Luxus für Jedermann anbieten. Die junge, in bescheidenen Verhältnissen lebende Verkäuferin Vicky allerdings fühlt sich auf eine besondere Weise mit dieser Familie verbunden, da sie ihre große Liebe in Harry, dem Ältesten, gefunden hat und kurz vor der Niederkunft steht. Niemand weiß wer der Vater des Kindes ist - nicht einmal ihre beste Freundin Elsie, denn eine Verbindung zwischen den beiden unterschiedlichen Gesellschaftsklassen ist unmöglich. So kommt denn die kleine Elsa auf die Welt. Während im festlich geschmückten Kaufhaus die Einweihung gefeiert wird, entbindet Vicky in einem kleinen Postraum mit Hilfe des Zimmermanns Wilhelm, der als Handwerker geholfen hatte, das Kaufhaus zu bauen und zum Fest geladen ist. Die starken, warmen Hände, die einst hier etwas Bleibendes geschaffen hatten, helfen auch Elsa ins Leben. Als habe das Schicksal eine Bindung schaffen wollen, wird zur gleichen Zeit Wilhelms Sohn Bernhard geboren, den seine Mutter Martha allein zur Welt bringen muss, weil Wilhelm sich verspätet. Im Leben kreuzen sich die Wege beider Familien, eine tiefe Freundschaft entsteht zwischen Bernhard und Elsa, trotz aller politischen Zwänge. Das Kaufhaus wird immer wieder Symbol für einen anderen Zeitgeist. Mal liegt in den Händen seiner Bewohner die Erziehung der Hitlerjugend, mal ist es Heimat der SED Zentrale oder Institut für Marxismus und Leninismus. Heute - achtzig Jahre nach Elsas Geburt - als wieder einmal eine Eröffnung des Hauses die ehrwürdigen Mauern in neuen Glanz hüllt, seine Gebäude angefüllt sind mit Offices, Lofts und Lounges, Kinos und Restaurants, steht sie davor und fragt sich, ob sie hier Bernhard, nach Jahren der Trennung, wiedersehen wird. Wird dieses "Schicksalshaus", über das nun in flammenden Reklame-Lichtern der Name "Soho House Berlin" geistert, auch für ihn immer noch der Ort sein, an dem er seine Liebe und seine Wurzeln findet? Es ist sehr schwierig, dieses Buch zu beurteilen und sich mit möglichst knappen, informativen Sätzen zufrieden zu geben. Das ist etwas, was mir absolut nicht gelingen konnte. Sybil Volks hat ein wunderbares Buch geschrieben, das möchte ich gleich einleitend schon einmal deutlich machen. Mit sehr guter Kenntnis der Zeitgeschichte und anschaulicher Schilderung der Handlungsschauplätze vermittelt sie dem Leser ein problemloses Eintauchen in das angesprochene Thema. Die flüssige, schöne Sprache, mit der sie die Protagonisten skizziert, lassen interessante, diskussionswürdige Charaktere entstehen, mit denen der Leser sich auf diese oder jene Art identifizieren kann. Die Schriftstellerin greift einen Zeitrahmen auf, der gerade in Deutschland von gewaltiger Bedeutung war und immer noch ist. In wunderbarer Symbolik spielt dieses prachtvolle Haus eine tragende Rolle, und das ist so glaubwürdig, dass wir es vor uns sehen - in all seiner festlichen Eröffnungsschönheit als auch in der von Regimen auferlegten Propagandarolle. Dieser Roman ist warmherzig, mitfühlend und spannend erzählt - ein Buch, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, weil es einen direkten Zugang zur Seele hat.

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Torstrasse 1
von Michelangelo aus Schleswig-Holstein am 08.06.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In diesem Buch geht es um die Geschichte eines Hauses , das 1929 als Berlins erstes Kreditkaufhaus „Jonass“ prunkvoll eröffnet wurde . Die Autorin schildert wie es die Ströme der Zeit – Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, Mauerbau, Sozialismus und den Mauerfall - in immer wieder anderen Funktionen bis zur Gegenwart verhältnismäßig... In diesem Buch geht es um die Geschichte eines Hauses , das 1929 als Berlins erstes Kreditkaufhaus „Jonass“ prunkvoll eröffnet wurde . Die Autorin schildert wie es die Ströme der Zeit – Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, Mauerbau, Sozialismus und den Mauerfall - in immer wieder anderen Funktionen bis zur Gegenwart verhältnismäßig unbeschädigt überstand und wie mit seiner Geschichte die Leben mehrerer Menschen über 3 Generationen hinweg verknüpft sind. Der Roman beginnt in der Gegenwart, wo das Haus als Soho-Club wieder Leben eingehaucht bekommt und Elsa, die vor 80 Jahren in diesem Haus geboren wurde, mit viel Glück Einlass gewährt bekommt und nun hofft ,dort ihren „Geburtszwilling“ Bernhard wiederzutreffen, um sich an lang vergangene Zeiten zu erinnern und die gemeinsamen Bande zu stärken. Nach diesem Prolog beginnt das Werk mit zwei Erzählsträngen , welche das Leben von Vicky und Elsa und das von Wilhelm und seiner Familie in der Vorkriegs- und Kriegszeit umfassen .Danach ist die Grundlage gelegt und die Geschichte wird nun fortlaufend weitererzählt mit verteilten Schwerpunkten, die mal bei Elsa ,mal bei Bernhard angelegt sind. Sybil Volks ist es gelungen einen flüssig lesbaren Roman zu schreiben, der einen auf eine Zeitreise von 80 Jahren schickt. Wir erleben schwere Zeiten mit, wobei es der Autorin gut gelungen ist, diese realitätsnah zu schildern. Insgesamt bekommt man einen guten Überblick über das Leben der Hauptpersonen und auch über das Dasein und die Funktion des Hauses. Stellenweise hat mich das Schicksal der Protagonisten sehr berührt –und nachdenklich gestimmt. Es kam bei mir die Frage auf, ob sie eigentlich auch Freude in ihrem Leben hatten….? Diesen Aspekt habe ich eigentlich nirgendwo gefunden, außer in Vickys Leben, solange Harry noch da war. Insgesamt ist Torstraße 1ein gelungenes Werk, dass ich gerne gelesen habe und das mir einige schöne Lesestunden geschenkt hat .Dieses Buch empfehle ich gerne weiter.

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Ein Gebäude und zwei Familien im Wandel der Zeit
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 10.12.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Im Juni des Jahres 1929 eröffnet die jüdische Familie Grünberg mit einem großen Fest das Kreditkaufhaus Jonass im Osten Berlins. Hier arbeitet die junge Frau Vicky Springer. Vicky ist die Freundin von Harry, dem Sohn des Kaufhauseigentümers. Und sie erwartet ein Kind von ihm. Doch niemand darf davon wissen,... Im Juni des Jahres 1929 eröffnet die jüdische Familie Grünberg mit einem großen Fest das Kreditkaufhaus Jonass im Osten Berlins. Hier arbeitet die junge Frau Vicky Springer. Vicky ist die Freundin von Harry, dem Sohn des Kaufhauseigentümers. Und sie erwartet ein Kind von ihm. Doch niemand darf davon wissen, da die Beziehung nicht standesgemäß ist. Just am Eröffnungstag setzen bei der hochschwangeren Vicky die Wehen ein. Und so wird die kleine Elsa in der Poststation des Kaufhauses als uneheliches Kind geboren. Hilfreich zur Seite steht dabei der zufällig anwesende Zimmermann Wilhelm Glaser, obwohl er eigentlich bei seiner Frau sein sollte, die zum gleichen Zeitpunkt seinen Sohn Bernhard zur Welt bringt. Und so beginnt an diesem Tag die wechselvolle, aber dauerhafte Beziehung zwischen zwei recht unterschiedlichen Familien. Die Kinder Elsa und Bernhard werden enge Freunde. Doch die schwierigen Zeiten, geprägt von Börsencrash, Krieg, Nationalsozialismus, Mauerbau und Wiedervereinigung, trennen sie immer wieder, oft für längere Zeitabschnitte. Jeder geht seinen eigenen Weg, aber das Band zerreißt nie ganz. Immer wieder begegnen sie sich und können einander genau so wenig vergessen, wie ihre besondere Verbindung mit dem Haus an der Torstraße 1. Auch das Gebäude unterliegt dem Wandel der Zeit und hat viel "gesehen" und "erlebt". Erst im hohen Alter von 80 Jahren scheint es, dass es die Möglichkeit eines gemeinsamen Weges gibt. Treffpunkt ist, wie sollte es anders sein, das ehemalige Kaufhaus Jonass, dass nun das "Soho House Berlin" beherbergt. Dieses Buch gibt einen anschaulichen Einblick in ein Stück Zeitgeschichte. Dreh- und Angelpunkt ist sozusagen als Hauptprotagonist das Gebäude an der Torstraße 1 in Berlin, dessen Geschichte authentisch ist. Die Familien und Personen, die hier auftreten, sind zwar Fiktion, aber dennoch ist ihr Schicksal und ihr Leben so realistisch dargestellt, dass man sich gut vorstellen kann, sie hätten tatsächlich existiert. Anhand ihres Beispiels wird - quasi stellvertretend für reale Persönlichkeiten - sehr anschaulich durch eine bewegende Zeitspanne geführt. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. So erfährt man die Ansichten und Anschauungen verschiedener Seiten, ohne dass ein Urteil darüber abgegebn wird, was "richtig " oder was "falsch " ist. Gleich zu Anfang wird man durch einen detaillierten und lebendigen Schreibstil regelrecht in das damalige Zeitgeschehen Berlins katapultiert. Man kann die brodelnde Geschäftigkeit und Aufregung beinahe spüren. Auch die Probleme, die sich schon bald auftun werden, sind greifbar. Allerdings tauchen im weiteren Verlauf des Buches einige Längen und zähflüssigere Passagen auf, die nicht ganz zu dem sprudelnden Anfang passen und manchmal das Weiterlesen ein wenig erschwert haben. Außerdem gibt es viele Zeitsprünge, die nicht sofort greifbar waren. Dadurch fiel die diesbezügliche Orientierung nicht immer ganz leicht. Entsprechende Hinweise z.B. bei Kapitelbeginn wären sicher hilfreich gewesen. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gut gefallen und es hat Spaß gemacht, auf diese Art und Weise ein Stück Geschichte zu erfahren.

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Deutsche Geschichte spannend erzählt
von Nefret am 07.12.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Anfang des 20. Jahrhunderts wird Elsa in dem Kaufhaus Jonass geboren. Ihr Schicksal bleibt über die Jahrzehnte mit dem Gebäude, das die Geschichte Berlins widerspiegelt, verbunden. „Torstraße 1“ ist die Adresse eines ehemaligen Kaufhauses, das tatsächlich in Berlin steht und eine wechselhafte Historie hinter sich hat. Die ersten Besitzer sind... Anfang des 20. Jahrhunderts wird Elsa in dem Kaufhaus Jonass geboren. Ihr Schicksal bleibt über die Jahrzehnte mit dem Gebäude, das die Geschichte Berlins widerspiegelt, verbunden. „Torstraße 1“ ist die Adresse eines ehemaligen Kaufhauses, das tatsächlich in Berlin steht und eine wechselhafte Historie hinter sich hat. Die ersten Besitzer sind eine jüdische Familie, die von den Nazis vertrieben wurden. Später wurde es zum Haus der Einheit, Sitz des ZK der SED. Also der perfekte Ort, um Deutschlands jüngere Geschichte spannend und unterhaltsam zu erzählen. Im Mittelpunkt stehen Elsa und ihr bester Freund Bernhard, die beide zufällig am gleichen Tag geboren wurden. Immer wieder trennt das Schicksal sie, nicht zuletzt die Mauer durch Berlin. Doch auch ihre Kinder sind miteinander verbunden. Allerdings hat mir die erste Hälfte besser als die zweite gefallen. Gerade zum Ende hin wurden die Familien von Elsa und Bernhard immer größer, so dass es immer schwieriger wurde, den Überblick zu behalten und sich vor allem mit den Figuren zu identifizieren. Wer gerne Familienromane liest und Interesse an deutscher Geschichte hat, dürfte mit „Torstraße 1“ nicht falsch liegen.

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Deutsche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Barsinghausen am 11.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein großes Haus, einst ein Kaufhaus, im Osten von Berlin, gebaut 1929. Ein Kreditkaufhaus im Besitz der Familie Grünberg. Bei der Eröffnung hilft auch die jungen Vicky mit, die als Verkäuferin im Kauf-haus angestellt ist. An dem Tag bekommt sie dort ihr uneheliches Kind, in Anwesenheit eines Man-nes, der... Ein großes Haus, einst ein Kaufhaus, im Osten von Berlin, gebaut 1929. Ein Kreditkaufhaus im Besitz der Familie Grünberg. Bei der Eröffnung hilft auch die jungen Vicky mit, die als Verkäuferin im Kauf-haus angestellt ist. An dem Tag bekommt sie dort ihr uneheliches Kind, in Anwesenheit eines Man-nes, der im selben Moment Vater eines Sohnes wird. Doch Vickys Tochter wird erst sehr viele Jahre später erfahren wer ihr Vater war, der mit seiner Familie noch rechtzeitig vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen konnte. Anhand des Lebens von Vicky und ihrer Tochter Elsa und vielen anderen Personen, wird die Geschichte des Hauses Torstraße 1 über achtzig Jahre erzählt. Unter dem Naziregime und zu DDR-Zeiten kein Kaufhaus mehr, und erst Jahre später dann u.a. als Hotel wieder mit Leben erfüllt. Eine tolle Idee, um ein Gebäude herum eine Geschichte zu ersinnen, wo die Menschen ihren Bezugspunkt haben, und wenn es nur aufgrund einer Geburt dort ist. Dazu wurde ein Gebäude gewählt was gerade in Berlin nicht so alt und geschichtsträchtig ist wie viele andere Häuser, aber von der Erzählung her sehr gut zum Leben von Elsa passt. Der Anfang und die letzten Seiten haben mir sehr gut gefallen, auch das Coverbild passt. Aber beim Hauptteil des Romans fehlte mir ein wenig der "letzte Kick" um mich komplett zu fesseln. Da war vielleicht etwas zu viel gewollt, was zu ein wenig Langatmigkeit führt. Über diese Zeit der deutschen Geschichte habe ich bisher eher wenig gelesen und es war interessant. Eine Zeit, ein Thema die auch zukünftig mehr lesen werde. Romanidee und die Umsetzung haben mir gefallen, auch der Schreibstil, solide Unterhaltung mit etwas Geschichte zum lernen.

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Deutsche Geschichte
von Everett am 10.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein großes Haus, einst ein Kaufhaus, im Osten von Berlin, gebaut 1929. Ein Kreditkaufhaus im Besitz der Familie Grünberg. Bei der Eröffnung hilft auch die jungen Vicky mit, die als Verkäuferin im Kauf-haus angestellt ist. An dem Tag bekommt sie dort ihr uneheliches Kind, in Anwesenheit eines Man-nes, der... Ein großes Haus, einst ein Kaufhaus, im Osten von Berlin, gebaut 1929. Ein Kreditkaufhaus im Besitz der Familie Grünberg. Bei der Eröffnung hilft auch die jungen Vicky mit, die als Verkäuferin im Kauf-haus angestellt ist. An dem Tag bekommt sie dort ihr uneheliches Kind, in Anwesenheit eines Man-nes, der im selben Moment Vater eines Sohnes wird. Doch Vickys Tochter wird erst sehr viele Jahre später erfahren wer ihr Vater war, der mit seiner Familie noch rechtzeitig vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen konnte. Anhand des Lebens von Vicky und ihrer Tochter Elsa und vielen anderen Personen, wird die Geschichte des Hauses Torstraße 1 über achtzig Jahre erzählt. Unter dem Naziregime und zu DDR-Zeiten kein Kaufhaus mehr, und erst Jahre später dann u.a. als Hotel wieder mit Leben erfüllt. Eine tolle Idee, um ein Gebäude herum eine Geschichte zu ersinnen, wo die Menschen ihren Bezugspunkt haben, und wenn es nur aufgrund einer Geburt dort ist. Dazu wurde ein Gebäude gewählt was gerade in Berlin nicht so alt und geschichtsträchtig ist wie viele andere Häuser, aber von der Erzählung her sehr gut zum Leben von Elsa passt. Der Anfang und die letzten Seiten haben mir sehr gut gefallen, auch das Coverbild passt. Aber beim Hauptteil des Romans fehlte mir ein wenig der "letzte Kick" um mich komplett zu fesseln. Da war vielleicht etwas zu viel gewollt, was zu ein wenig Langatmigkeit führt. Über diese Zeit der deutschen Geschichte habe ich bisher eher wenig gelesen und es war interessant. Eine Zeit, ein Thema die auch zukünftig mehr lesen werde. Romanidee und die Umsetzung haben mir gefallen, auch der Schreibstil, solide Unterhaltung mit etwas Geschichte zum lernen.

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