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Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

Jede Sekunde zählt

(4)
Mitreißend und tief bewegend: David Levithans neues Meisterwerk
»Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort.«
Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern …
Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten.
Rezension
Ein absolut lesenswertes Buch, dem meiner Meinung nach bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Also ändert das und lest es. Sixthchapter 20151012
Portrait

David Levithan, geboren 1972, ist Verleger eines der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in den USA und Autor vieler erfolgreicher Jugendbücher, unter anderem ›Will & Will‹ (gemeinsam mit John Green) und ›Two Boys Kissing‹. Sein Roman ›Letztendlich sind wir dem Universum egal‹ erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 in der Kategorie Jugendjury. Er lebt in Hoboken, New Jersey.

Literaturpreise:

›Letztendlich sind wir dem Universum egal‹
- LUCHS März 2014
- Aufnahme in Kollektion des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2015
- Nominiert für die 2015 DILIP Kate Greenaway Medal
- Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015
- Leipziger Lesekompass 2015
- Nominiert für die Buxtehuder Bulle 2015
- In den USA: Naiba ( The New Atlantic Independent Booksellers Association) Book Of The Year 2013, Kategorie Young Adult

›Two Boy Kissing‹:
- Favorit der Leipziger Jugend Jury 2016
- In den USA: Naiba ( The New Atlantic Independent Booksellers Association) Book Of The Year 2014, Kategorie Young Adult

Lebenswerk:
Margaret A. Edwards Award

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 24.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7373-5185-0
Verlag Fischer Kjb
Maße (L/B/H) 219/144/15 mm
Gewicht 479
Auflage 2
Verkaufsrang 45.201
Buch (gebundene Ausgabe)
14,99
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„Eine "Junge Buchprofi-Rezension" von Laura, 14 Jahre“

Junge Buchprofis empfehlen, Thalia-Buchhandlung Hamburg

In "Two Boys Kissing" von David Levithan geht es um einige homosexuelle Jungen, die ihre Geschichte erzählen – Im Vordergrund stehen Harry und Craig, die den Weltrekord im Langzeitküssen brechen wollen, und um die Hürden, die sich ihnen in den Weg stellen.

Nachdem ich von David Levithans Roman "Letztendlich sind wir dem Universum
In "Two Boys Kissing" von David Levithan geht es um einige homosexuelle Jungen, die ihre Geschichte erzählen – Im Vordergrund stehen Harry und Craig, die den Weltrekord im Langzeitküssen brechen wollen, und um die Hürden, die sich ihnen in den Weg stellen.

Nachdem ich von David Levithans Roman "Letztendlich sind wir dem Universum egal" so begeistert war, habe ich mich sehr darauf gefreut, sein neuestes Werk lesen zu dürfen.
Ich fand die Thematik sehr interessant und hoffte darauf, das mich das Buch ebenso begeistern würde wie der erste Roman des Autors.

Zu Beginn fiel mir der Einstieg in die Geschichte wirklich schwer. Levithans Schreibstil ist sehr poetisch und besonders, das Buch ist somit ganz sicher keine leichte Kost für zwischendurch, auch wenn es nur knapp 270 Seiten hat. Das Buch ist aus der 1. Person Plural, also aus der "Wir"-Perspektive erzählt, so etwas hatte ich zuvor noch nie gelesen. Ich brauchte eine Weile, bis ich begriff, wer "Wir" überhaupt sind - Denn es sind weder Craig und Henry, noch andere Charaktere aus dem Buch. Dass mir erst nach etwa siebzig Seiten wirklich klar wurde, wer mir die Geschichte überhaupt erzählt, erschwerte mir den Einstieg genauso wie die verschiedenen Protagonisten.

Zu Beginn dachte ich, dass es sich ausschließlich um die Geschichte von Harry und Craig handeln würde, weswegen ich ziemlich verwirrt war, als nacheinander immer mehr Charaktere auftauchten, die mit den anderen gar nichts zu tun hatten.
Jeder der insgesamt sieben Protagonisten ist ein homosexueller Junge, der mit Anfeindungen, Unsicherheit oder Selbstzweifeln zu kämpfen hat.
Jeder Charakter hatte eine eigenständige Persönlichkeit, und allesamt waren sehr sympathisch. Nachdem ich mich an den Stil gewöhnt und auf die Geschichte eingelassen hatte, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was den Jungen noch widerfahren würde.

Der Schreibstil des Autors ist wie gesagt sehr eigenwillig und poetisch. Das ist mir zwar schon bei "Letztendlich sind wir dem Universum egal" aufgefallen, allerdings stach es in diesem Buch sehr viel deutlicher heraus. Mir kam es fast vor, als würde ich ein Gedicht ohne Reime lesen, und bald fing ich an, mir schöne Textstellen mit kleinen Zetteln zu markieren.

Es ist klar, was David Levithan mit seinen Worten erreichen möchte:
Er möchte die Jugendlichen wachrütteln, sie dazu aufrufen, ihr Leben zu leben und sich nicht länger zu verstecken.

Doch meiner Meinung nach ist das Buch nicht nur führ Leser empfehlenswert, die Jugendbücher mögen, sondern auch für die, die tiefgründige Geschichten mit liebenswerten Protagonisten lesen möchten.

Zwar muss man sich zu Beginn an die Erzählweise und den Stil gewöhnen und sich auf die Geschichte einlassen, doch wenn man das tut, wird man erwartet von einem Feuerwerk an Emotionen und Worten. Wegen des Anfangs kann ich dem Buch nur 4 von 5 Punkten geben, doch trotzdem ist "Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt" ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslassen wird.

Sibylle Steinhauer, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Wunderschön erzählt durch den Chor, der früher und heute zusammen bringt. Die Charaktere sind jeder auf seine Art liebenswert und glaubhaft. Großartig! Wunderschön erzählt durch den Chor, der früher und heute zusammen bringt. Die Charaktere sind jeder auf seine Art liebenswert und glaubhaft. Großartig!

Kirsten Küper-Jagsteit, Thalia-Buchhandlung Neuss

Das schwule Teenagerleben heute ist einfacher als in den Generationen davor, aber problemlos immer noch nicht. Wichtiges Buch über die Liebe. Los Jungs, knackt den Rekord! Das schwule Teenagerleben heute ist einfacher als in den Generationen davor, aber problemlos immer noch nicht. Wichtiges Buch über die Liebe. Los Jungs, knackt den Rekord!

Dennis Martin, Thalia-Buchhandlung Rheine

Das Gewebe dieser für sich einzigartigen Geschichten gibt im Gesamtbild ein wunderbares Werk. Ein Werk, welches sich zu lesen wirklich lohnt. Das Gewebe dieser für sich einzigartigen Geschichten gibt im Gesamtbild ein wunderbares Werk. Ein Werk, welches sich zu lesen wirklich lohnt.

Alexandra Koch, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein ganz eigener Stil, in den man sich reinfinden muss, aber es lohnt sich. Schöne Geschichte, nette Charaktere, geht ans Herz und bleibt einem im Gedächtnis. Ein ganz eigener Stil, in den man sich reinfinden muss, aber es lohnt sich. Schöne Geschichte, nette Charaktere, geht ans Herz und bleibt einem im Gedächtnis.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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schöner Schreibstil und wunderbare Charaktere
von Caterina aus Magdeburg am 03.04.2016

Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Vor längerer Zeit hatte ich schon ein Buch von ihm gelesen und habe es geliebt. Demnach war ich schon seit einigen Monaten heiß auf sein neues Buch. Das Cover ist recht unscheinbar und wäre mir im Laden wahrscheinlich gar nicht richtig aufgefallen. Dennoch mag ich... Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Vor längerer Zeit hatte ich schon ein Buch von ihm gelesen und habe es geliebt. Demnach war ich schon seit einigen Monaten heiß auf sein neues Buch. Das Cover ist recht unscheinbar und wäre mir im Laden wahrscheinlich gar nicht richtig aufgefallen. Dennoch mag ich es irgendwie. Der Titel spricht definitiv für sich selbst und machte mich als Leser sehr neugierig. Endgültig war die Interesse geweckt, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Vielversprechend klang dieser alle mal. "Denn wir wissen, dass lebendige Gegenwart das beste Mittel gegen Zweifel ist. Entfernung lässt die Magie naturgemäß verblassen. Aber Nähe - tja, wenn sie sich einstellt, dann stärkt sie die Magie." S. 67 Einstieg: Ohne sich mit Prologen herumzuschlagen, beginnt der Autor augenblicklich mit der Handlung. Der Einstieg war zwar noch recht ruhig, so dass ich mich langsam an die Geschichte gewöhnen konnte. Ich fand mich schon nach wenigen Seiten in der Handlung wieder und fühlte mich sofort wohl. Nach und nach wurden mir unglaublich liebe Charaktere vorgestellt, die ich schon nach wenigen Sekunden in mein Herz schloss. Alle sind so verschieden und doch gleich. Der Schreibstil ist genauso schön, wie auch schon im ersten Roman, den ich von ihm gelesen habe. Locker und mehr als angenehm! Charaktere: Die Besonderheit ist in diesem Buch, dass nicht nur eine oder zwei Figuren vorhanden sind, die die Fäden der Geschichte in den Händen halten, sondern alle Figuren, sei es Harry, Craig, Avery, Ryan, Peter, Neil, Cooper oder Tariq - sie alle bilden die Hauptfiguren. Alle Jungs sind so verschieden und dennoch haben sie eine Gemeinsamkeit. Sie sind schwul. Alle haben in diesem Roman damit zu kämpfen, akzeptiert zu werden: Harry und Craig die den Weltrekord im Küssen aufstellen wollen und damit ein Zeichen für alle Schwulen setzen wollen, oder der unglaublich tolle Ryan, oder Avery. All die wunderbaren Charaktere, die ein Teil der Geschichte werden konnten. Auch wenn die Sichtweise immer wieder hin und herspringt und ich mich umgewöhnen musste, fiel es mir ganz und gar nicht schwer mich wieder zurechtzufinden. Es ist unglaublich, wie all diese Figuren in diesem dünnen Buch zum Leben erwachten und das gefiel mir absolut. Es sind alles tolle Protagonisten zum Verlieben! "Darin liegt die Macht eines Kusses. Er hat nicht die Macht dich umzubringen. Er hat die Macht, dich zum Leben zu erwecken. S. 92 Handlung: Die Geschichte in diesem Buch wird an zwei Tagen erzählt und ebenso schnell hatte ich dieses Buch auch durchgelesen. Anfangs beginnt das Buch noch sehr ruhig, und dem Leser werden nach und nach alle Protagonisten vorgestellt. Allmählich beginnt dann auch die Handlung. Die Hauptgeschichte bildet auf jeden Fall der Kuss zwischen Craig und Harry der ein Zeichen für die Schwulen sein soll. Die Idee gefiel mir sehr gut und wie der Autor dies umsetzte gefiel mir ausgesprochen gut. Neben der Haupthandlung, erzählt der Autor viele kleinere Nebengeschichten rund um die anderen Figuren. So erlangte ich nicht nur Einblicke in eine Person, sondern in allen gleichermaßen. "Wie viele Minuten, Stunden, Tage nehmen wir das Leben als selbstverständlich hin, spüren es weniger, als dass wir uns einfach mitziehen lassen. Aber dann, in Augenblicken wie diesem, ist die Lebendigkeit des Lebens kristallklar, greifbar, über allen Zweifel erhaben." S. 275 Schreibstil: In "Letzendlich sind wir dem Universum egal" konnte mich der Autor in den Bann ziehen und mich ebenso sehr von seinem Schreibstil begeistern - nicht anders war es in diesem Buch. Schon ab der ersten Seite war ich von dem wunderbaren und mehr als angenehmen Schreibstil von David Levithan angetan. Ab und an gab es Stellen, in denen er mich nicht ganz von sich überzeugen konnte, aber diese Passagen kam zum Glück nicht all zu oft vor. Der Autor weiß, wie man seine Leser fesselt und das habe ich hier sehr oft gespürt. Mein Urteil Ein schönes Buch mit einer sehr schwierigen Thematik. Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs dem Buch ein wenig skeptisch entgegengeschaut habe. Warum das der Fall war, kann ich nicht genau beurteilen, wahrscheinlich liegt es daran, dass dies mein erstes Buch ist, in dem Schwul-Sein, so wie Schwulenhass an erster Stelle steht. Dennoch zögerte ich nicht lange und begann dieses Buch und ich bin so froh es gelesen zu haben. David Levithan webte diese Thematik so wunderbar in die Geschichte hinein, dass ich das Buch nicht zur Seite legen wollte. Durch den schnellen Perspektivenwechsel gab es immer wieder schnelle Sprünge, was leider dazu führte, dass ich oft ein wenig verwirrt war. Trotz allem konnte ich mich wunderbar in die Figuren versetzen - in den einen mehr, in den anderen weniger. Das Buch gefiel mir wirklich gut, aber es hat mir noch eine Kleinigkeit gefehlt, von daher sehr gute 4 von 5 Welten meinerseits.

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Poetisch aber mit einigen Schwächen
von Julia Lotz aus Aßlar am 03.11.2015

Inhalt: »Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort.« Craig... Inhalt: »Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort.« Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern … Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten. (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Als mir Two Boys Kissing vom Verlag vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer & Flamme. Ich habe leider zuvor noch kein Buch von David Levithan gelesen. Allerdings sprechen die Rezensionen zu seinen Büchern für sich. Was mich, abgesehen davon, dass der Name des Autors mich schon beeindruckt hat, auch noch an dem Buch interessiert hat, war zweifelslos das Thema. Wer meinen Blog und meine Rezensionen schon länger verfolgt weiß, dass mir das Thema LGTB besonders am Herzen liegt und irgendwie so mein Thema ist. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen bei einem Buch, das von homosexuellen Jungs handelt. Das Thema ist gerade in der heutigen Zeit so unglaublich wichtig und man kann gar nicht oft genug betonen, wie wenige Bücher es im Gegensatz dazu gibt, die solche Themen behandeln. Allein deshalb ist Two Boys Kissing schon ein Juwel, das von jedem gelesen werden sollte. „Gute Dates sind mehr als das. Es sind erste Kapitel. Ein gutes erstes Date ist wie der Frühling. Und wenn aus einem guten ersten Date eine gute Beziehung wird, hält der Frühling an. Auch wenn er eigentlich vorbei ist, kann es immer noch Frühling sein.“ - S. 48 Mit großen Erwartungen bin ich also ans Lesen gegangen und musste dann feststellen, dass meine Erwartungen nicht unbedingt erfüllt wurden. Ich kam besonders durch die Erzählperspektive nicht gut in das Buch hinein und es hat lange gedauert, bis ich mich damit zu Recht gefunden habe. Die Geschichte wird erzählt von Engeln bzw. Geistern. Wie auch immer ihr sie nennen mögt, es sind all die Männer, die während der „AIDS-Seuche“ (Annahme laut Nachwort des Autors) gestorben sind und nun auf die homosexuellen Jugendlichen herabblicken und ihre Geschichten erzählen. Diese besondere Erzählperspektive ist so einzigartig, dass sie den größten Respekt verdient. Dennoch schafft sie meiner Meinung nach nicht, eine Bindung zwischen dem Leser und den Protagonisten aufzubauen, was ich gerade beim Thema LGTB sehr schade finde. Ein weiterer Punkt für meinen schweren Einstieg in das Geschehen war sicherlich die Tatsache, dass gleich mehrere Geschichten parallel erzählt werden, die auch am Ende des Buches nicht zu einem Strang zusammenlaufen. Die Vielzahl von Protagonisten war am Anfang schlicht und einfach zu unübersichtlich. „Wenn man die Wahrheit sagen will, ist der erste Satz immer der schwerste.“ – S. 81 Das sind wirklich die beiden (ein riesengroßer und ein kleinerer) Kritikpunkte, die für mich ganz klar gegen Two Boys Kissing sprechen. Allerdings finde ich das Thema so wichtig und auch inhaltlich schön verarbeitet, dass das Buch definitiv einen zweiten Blick wert ist. Außerdem ist der Schreibstil von David Levithan unglaublich poetisch und wortgewaltig. Man verschwindet völlig in den Seiten und wunderschönen Zitaten und wird, wenn man mit dem Lesen aufhört unsanft in die Realität zurückgeholt. „Man kann Worte schenken, aber nicht wegnehmen.“ – S. 84 Bewertung: Mit dem poetischen Schreibstil, dem wichtigen Thema und der tollen Verarbeitung dessen lohnt sich bei Two Boys Kissing auf jeden Fall ein zweiter Blick und ein Platz auf der Wunschliste. Leider erschweren die vielen Einzelstränge und besonders die Erzählperspektive das Lesen und haben es mir mit dem Buch nicht immer leicht gemacht. Deshalb kann ich leider nur 3 von 5 Füchschen vergeben, möchte allerdings am Ende noch einmal betonen, wie wichtig dieses Thema ist, weshalb sich die Anschaffung dieses Buches trotzdem lohnt. Vielen herzlichen Dank an Fischer für das *Rezensionsexemplar. Mehr Rezensionen findet ihr auf missfoxyreads.blogspot.de!

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Leider eine große Enttäuschung
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Windsheim am 08.11.2015

Als ich dieses Buch in die Hand nahm hatte ich keine speziellen Erwartungen außer das es eine Thematik sein würde, welche sich um schwule Jungs dreht. Dies wird sowohl im Titel als auch in der Covergestaltung mehr als deutlich. Das Cover wirkt auf den ersten Blick recht schlicht, doch... Als ich dieses Buch in die Hand nahm hatte ich keine speziellen Erwartungen außer das es eine Thematik sein würde, welche sich um schwule Jungs dreht. Dies wird sowohl im Titel als auch in der Covergestaltung mehr als deutlich. Das Cover wirkt auf den ersten Blick recht schlicht, doch es sind lauter kleine Pärchen im Hintergrund zu sehen. Es gibt sehr viele heterosexulle Paarungen, ein paar lesbische und bunt hervorgehoben ein paar schwule. Besser könnte ein Cover die Thematik wohl kaum herausstellen und dabei doch dezent bleiben. Was das Innenleben des Buches anging bin ich jedoch sehr zwiegespalten. Er zählt wird es von einem allwissenden Erzähler oder eher von einem Erzählerkollektiv. Doch dies sind nicht wirklich unbeteiligte Personen, sondern wie sich recht schnell herauskristallisiert all jene schwulen Toten, welche an AIDS verstorben sind. Sie blenden die Geschichte auf und ab, springen zwischen den Schauplätzen hin und her, greifen vor oder vermischen mit ihrer eigenen Vergangenheit wie es ihnen gefällt. Sie berichten, erzählen, kommentieren und lenken die Meinung des Lesers in die von ihnen gewünschte Richtung. Genau das hat dieses Buch für mich sehr schwierig gemacht, denn für mich waren diese Erzählpersönlichkeiten zu dominant, zu präsent. Sie waren für mich wie eine Trennwand zu den verschiedenen Protagonisten und Geschichten. Sie haben mich ferngehalten und ausgeschlossen. Vielleicht war es ein Teil des Konzeptes des Buchs, das man kein Teil sein sollte, sondern nur Betrachter, aber ich fand es sehr schade, denn ich wäre gerne näher gewesen. Neben den Passagen, welche sich mit den Erzählern beschäftigen, gab es 4 Handlungsstränge. Da waren Harry und Craig, die unbedingt den Weltrekord im Dauerküssen brechen wollten. Mitten auf einem öffentlichen Platz vor den Augen aller um ein Zeichen zu setzen. Avery, ein als Mädchen geborener Junge, und Ryan, welche sich kennengelernt haben und einander näherkommen wollen, Peter und Neill, die eine ganz „normale“ Beziehung führen und schließlich Cooper, dessen Leben sich auf Datingseiten abspielt und der den Sinn des Lebens wiederfinden muss. Jeder dieser 7 Protagonisten hat sein eigenes Schicksal, sein eigenes Dilemma und leidet auf seine Art, doch irgendwie hat mich das alles nicht sonderlich berührt. Die Erzählperspektive hat mich wie gesagt davon fern gehalten und auch die Tatsache, wie dieses Buch aufgebaut ist, hat es nicht besser gemacht. Es gibt keine Kapitel nur größere Absätze. Nach jedem Absatz, welche zwischen meistens nur zwischen ein paar Zeilen und einer Seite, in ein paar Ausnahmen bis zu 5 Seiten, lang waren, wurde der Handlungsstrang gewechselt. Man hatte keine Chance sich auf irgendeinen der Jungs wirklich einzulassen, denn man war schon wieder weg bevor man die Figuren richtig fassen konnte. Im Nachwort wird geschrieben, dass der Autor lebende Menschen als Vorbild hatte. Zwar nicht deren Geschichte sondern einfach nur mit ihnen verknüpfte Ereignisse, welche in zu bestimmten Charakteren angeregt haben. Vielleicht ist es genau das, was mich besonders enttäuscht hat, denn jemand, der mit vielen schwulen Leuten Kontakt hat, wäre doch prädestiniert, um die Gefühle und Gedanken der schwulen Jungs zu transportieren und uns in ihr Innenleben mitzunehmen, damit wir sie besser verstehen können. Irgendetwas in diese Richtung hatte ich mir von dem Buch auf jeden Fall gewünscht und leider wurde ich enttäuscht. Für mich hat sich das Buch leider als Flop herausgestellt und ich kann somit auch nur 2 von 5 Punkten vergeben.

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ein Buchjuwel, bei dem jede Seite zählt
von Favola aus Diessenhofen am 11.10.2015
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Nachdem mir "Letztendlich sind wir dem Universum egal" so gut gefallen hatte, musste ich unbedingt auch David Levithans neusten Wurf lesen. Schon nach wenigen Sätzen war mir klar, dass ich ein ausserordentliches Buch in der Hand halte. Nur schon der Erzählstil ist sehr speziell. Wie der Titel erahnen lässt,... Nachdem mir "Letztendlich sind wir dem Universum egal" so gut gefallen hatte, musste ich unbedingt auch David Levithans neusten Wurf lesen. Schon nach wenigen Sätzen war mir klar, dass ich ein ausserordentliches Buch in der Hand halte. Nur schon der Erzählstil ist sehr speziell. Wie der Titel erahnen lässt, geht es um homosexuelle Jugendliche. Erzählt wird aber zu einem Teil in der Wir-Form, was ich so noch nie erlebt habe. Und zwar beobachten tote Schwule, die für ihr Anderssein hart kämpfen mussten, jugendliche Schwule und erzählen deren Geschichte. Und so gibt es Absätze, in denen sie von sich selber erzählen "Wir waren einmal wie ihr, aber unsere Welt war nicht wie die eure. Ihr habt keine Ahnung, wie nah ihr dem Tod gekommen seid. Ein, zwei Generationen früher wärt ihr vielleicht hier bei uns." (Seite 8) oder aber andere Sequenzen, in denen sie wie zu den Jugendlichen sprechen. Dazu kommen vier Handlungsstränge, in denen wir Abschnittweise immer ein bisschen mehr über die Jugendlichen erfahren. Harry und Craig wollen den Weltrekord im längsten Kuss brechen und damit die Menschen aufwecken, sie dazu bringen, hinzuschauen. Peter und Neil sind über die erste Verliebtheit hinaus und die Beziehung hat schon den einen oder anderen Dämpfer erhalten. Sie müsste sich nun im Alltag bewähren, doch Neils Eltern wissen noch nicht einmal von seiner Homosexualität. Avery und Ryan treffen sich das erste Mal und lernen sich bei einem Schlauchboottrip besser kennen. Cooper versucht im Internet Bestätigung zu finden, doch auch diverse Chats schaffen es nicht, ihn aus seiner Isolation herauszuholen. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, ist aber beinahe poetisch - richtig schön zu lesen. Man merkt, dass David Levithan das Thema sehr am Herzen liegt, denn er hat sehr viele Emotionen in die Geschichte gepackt und alle Charaktere und Handlungen sind sehr authentisch und glaubwürdig. So konnte ich mich sehr schnell in die Jungs einfühlen und litt und liebte mit ihnen. Durch die spezielle Erzählform wird "Two Boys Kissing" zu einem ganz besonderen Buchjuwel und obwohl es sich sehr locker und rasch lesen lässt, besitzt es Tiefe und weiss zu berühren. Fazit: "Two Boys Kissing" besticht durch eine sehr spezielle und eindringliche Erzählform, durch einen wunderschönen Schreibstil und vor allem durch eine feinfühlig behandelte Thematik, die David Levithan am Herzen liegt: Homosexualität. Doch ob nun schwul oder nicht, empfehlen kann ich dieses Buch jedem, der gerne authentische Jugendbücher liest.

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