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Und die Nacht prahlt mit Kometen

Roman

(3)
„Aber es galten andere Gesetze, wenn man in den Wald hineinging; vorsichtig zuerst und dann immer tiefer; über die erste kleine Holzbrücke, und über die zweite; wenn immer mehr Tannen die letzten Traubeneichen verdrängten. Man konnte es auch so sehen.“
Er ist fremd. Er ist verführerisch. Er schlägt sie, betrügt sie und belügt sie. Bis sie eines Tages schwanger wird. Ein poetisches Lehrstück über Liebeswahn.
»Mit bewundernswerter Leichtigkeit erzählen Ela Angerers Bücher Verstörendes und existenziell Verunsicherndes, ohne den Leser je im Stich zu lassen.«
Thomas Glavinic
»Ela Angerers Blick auf die Welt um sie herum ist röntgenhaft.«
Volker Weidermann
So jemanden wie Bojan hat Valerie noch nie gesehen. Er ist stark und sanft zugleich, hat zahllose Frauen, macht obskure Geschäfte und bewegt sich durch Wien wie ein junger Gott. Er nennt sie Madame, weil ihm ihre vornehme Herkunft zuwider ist. Sie bemüht sich um die Gunst seiner serbischen Mutter, die an ihrem eigenen Sohn längst verzweifelt ist. Valerie liefert sich Bojan mit ihrer ganzen jugendlichen Naivität aus. Vollkommen bereitwillig begibt sie sich in Bojans Welt, in der andere Gesetze und Regeln gelten. Denn Bojan schlägt sie. Und lange Zeit denkt Valerie, sie hätte diese Schläge verdient.
30 Jahre später: Valerie lebt ein geregeltes Leben und ist bei einem großen Unternehmen angestellt. Die Geschichte von damals hat sie verdrängt – bis Bojan eines Tages wieder Kontakt zu ihr aufnimmt.
»Und die Nacht prahlt mit Kometen« ist ein Roman aus einer Zeit, als es in Wien noch Mehrfachtelefonanschlüsse gab, als man Schulterpolster und Neonfarben trug, während man zu Falco tanzte, als die Fernsehsender nachts noch Testbilder zeigten und Tschernobyl und Waldheim die Schlagzeilen dominierten. Ein Roman der beweist, dass Liebe doch falsch sein kann.
Rezension
" [...] vernichtend und magisch. " L Officiel, September 2016 " Eine Geschichte, die beweist, dass Liebe doch falsch sein kann. " maxima, September 2016 " [Ein] poetisches Lehrstück über Liebeswahn und [eine] Liebeserklärung an Wien [...]. " Welt am Sonntag, 18.09.2016 " Ela Angerer schildert [...] kurz und hart und ohne unnötige Ausschweifungen. " Anna-Maria Wallner, 25.09.2016 " Ela Angerer ist erschreckend gut [...]. " Peter Pisa, Kurier, 01.10.16 " [...] bei diesem Buch war es Liebe auf den ersten Blick. " Christine Westermann, WDR 1, 27.10.16 " [...] die tröstende Geschichte einer Selbstbefreiung. " Gute Reise Magazin, Oktober 2016 " Ela Angerer hat in einer poetischen, leicht dahinfließenden Sprache eine von Gewalt geprägte Beziehung beschrieben [...]. " Daniela Herger, vienna.at, 18.11.2016
Portrait
Ela Angerer, geb. 1964 in Wien, ist Journalistin bei der Tageszeitung Kurier. Seit fünf Jahren leitet sie dort das wöchentlich erscheinende Immo-Magazin. Bevor sie Journalistin wurde, hat sie unter anderem am Fließband, als Putzfrau und als Betreuerin einer psychisch kranken Millionärin gearbeitet. Von 1995-999 trat sie als Backgroundsängerin der Techno-Performance-Gruppen Sons of Ilsa und Punk Anderson auf.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 191
Erscheinungsdatum 19.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03647-8
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 222/134/22 mm
Gewicht 312
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 34.148
Buch (gebundene Ausgabe)
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Ein Schlag
von Rebekka Tammen aus Hannover am 20.09.2016

"Ein poetisches Lehrstück über Liebeswahn" oder wie kann sich das eine Frau oder auch ein Mann antun? Wie kann ich mich von jemanden so demütigen lassen und doch zu ihm halten? Das Buch habe ich verschlungen, Ela Angerer hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen. Vie... "Ein poetisches Lehrstück über Liebeswahn" oder wie kann sich das eine Frau oder auch ein Mann antun? Wie kann ich mich von jemanden so demütigen lassen und doch zu ihm halten? Das Buch habe ich verschlungen, Ela Angerer hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen. Vie oder Valerie kommt aus gutem Haus und lernt auf einem Flohmarkt Bojan kennen "von diesem Mann wirst Du ein Kind bekommen". Dieser unheimliche Gedanke ist plötzlich in Vies Kopf. Erst vergisst sie Bojan doch dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Sie finden zusammen und sind es nur aus Vies Sicht. Zuckerbrot und Peitsche. Vie ist Bojan verfallen, macht alles für ihn, lässt alles mit sich machen und erträgt. Abtreibung, Schläge, andere Frauen, Beschimpfungen und dann ist Vie schwanger. Cover: Ich finde das Foto nicht gut gemacht, es sagt mir nichts. Schreibstil: Ein wechsel zwischen junger und älter gewordenen Vie. Zurückblickend auf die Vergangenheit und immer auch in die Zukunft blickend. Poetisch, fesselnd, niederschmetternd, berührend, wachrüttelnd. Ein ganz tolles Buch, welches viele Gefühle im Leser hochholen kann und sollte. Ich hoffe das es viele betroffene Menschen lesen, niemand sollte sich sowas antun lassen, jeder Mensch ist wertvoll, gebraucht und geliebt nur eben nicht immer von Jedem oder dem von dem man es sich wünscht.

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Absolut empfehlenswert - ein Roman, den man so schnell nicht vergisst ...
von MrsAmy am 29.09.2016

Valerie hält nichts in ihrem wohlhabenden Elternhaus, in dem sie sich stets allein und nicht wirklich zugehörig fühlt. Sie zieht aus, lebt für Partys und manchmal unverbindlichen Sex. Dann tritt Bojan in ihr Leben. Valerie ist fasziniert von diesem Mann, der so anders zu sein scheint, als alles was... Valerie hält nichts in ihrem wohlhabenden Elternhaus, in dem sie sich stets allein und nicht wirklich zugehörig fühlt. Sie zieht aus, lebt für Partys und manchmal unverbindlichen Sex. Dann tritt Bojan in ihr Leben. Valerie ist fasziniert von diesem Mann, der so anders zu sein scheint, als alles was sie kennt. Sie verliebt sich und bald schon sind Bojan und sie ein Paar. Manchmal trägt Bojan sie auf Händen, manchmal überrascht er sie, manchmal belügt und betrügt er sie. Und manchmal schlägt er sie. Inzwischen ist Valerie 49 Jahre alt. Schon längst hat sie Bojan zurückgelassen und ist erfolgreich als Buchhalterin und Marketingleiterin in einem großen Unternehmen tätig. Zu Weihnachten beschließt sie, die kommenden Tage ganz für sich zu sein – unerreichbar vor allem für ihren Arbeitgeber. Da erreicht sie auf Facebook eine Freundschaftsanfrage von Bojan und unversehens muss Valerie wieder an die gemeinsame Zeit mit ihm denken. „Und die Nacht prahlt mit Kometen“ ist ein eindringlicher Roman, der beim Leser einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Im ersten Kapitel bereits erfährt man die Brutalität Bojans, der Valerie immer wieder schlägt, nur weil sie seiner Meinung nach einem „Neger“ hinterherschaute. Danach geht es in die Vergangenheit und in die Gegenwart. Man erfährt, wie es Valerie mit 49 Jahren ergeht: sie ist erfolgreich, aber einsam. Es scheint, als sei sie nie wirklich im Leben angekommen. Zu ihrer Tochter Bea, die in Washington studiert, hat sie ein zerworfenes Verhältnis. Als sie die Freundschaftsanfrage von Bojan erreicht, merkt man, wie sehr sie dieses Ereignis bewegt und auch, dass sie Angst hat, er könnte plötzlich an ihrer Tür klingeln. Eva Angerer versteht es, die Charaktere und die gesamte Handlung mit klaren Sätzen, die nichts beschönigen und nichts verschweigen, zu entwerfen, die den Leser packen und ihn nicht mehr loslassen. Keiner in ihrem Roman ist gut oder böse. Sie alle haben Schattierungen, kämpfen mit den eigenen Dämonen. Valerie etwa mit ihrem Elternhaus, mit dem Alleinsein. Bojan, der eine nicht einzuschätzende Persönlichkeit ist, leidet an seiner Vergangenheit und Identität. Als Jugoslawe war er vielen Anfeindungen ausgesetzt, der eigene Vater schlug mindestens die Schwester, seine Mutter streichelte ihm heimlich, wenn er schlief zwischen den Beinen. Als Erwachsener ist er ein unangepasster Mensch, dem schon der kleinste Zwischenfall reicht, um auszurasten und bis auf das Äußerste brutal zu werden. Valerie kommt nicht von ihm los, weniger aus Liebe scheint es als vielmehr aus Mangel an Alternativen. So versucht sie, ihm alles recht zu machen, erträgt die Schläge, seine Lügengeschichten und seine anderen Frauen. Das Einzige, was ihr wirklich zusetzt, sind die geraubten Freiheiten, den zunehmend packt Bojan der Kontrollwahn. Das eigentliche Meisterstück von Angerer besteht darin, einerseits deutlich zu zeigen, dass diese Art der Beziehung nichts mit Liebe zu tun hat und es andererseits versteht, die Handlung und Charaktere derart auszugestalten, dass man sich eben nicht fragt: „Mensch, warum geht sie nicht einfach?“ Denn so einfach liegen die Dinge nicht. Valerie muss wachsen, zu sich selbst finden, um sich von Bojan zu befreien. Denn nur sie ist es, die sich ändern und ein anderes Leben führen kann. Für Bojan ist es bereits zu spät, zu gefestigt ist seine Welt, zu sehr konnte er darin seinen Stil ausleben, ohne jemals ernsthafte Konsequenzen zu befürchten. „Und die Nacht prahlt mit Kometen“ ist ein äußerst empfehlenswertes Buch, nicht nur wegen dem Thema, dass hier auf eine sehr nachdenklich machende Weise verarbeitet wird, sondern auch, weil man deutlich merkt, hier etwas von einer begnadeten Autorin lesen zu dürfen.

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UND DIE NACHT PRAHLT MIT KOMETEN - Eine faszinierende Studie über eine merkwürdige Liebe zwischen Wahn und Abhängigkeit
von j.h. aus Berlin am 25.09.2016

Wien, Dezember 2015. Die erfolgreiche Karrierefrau Valerie braucht eine Auszeit. Ihrem Chef gegenüber behauptet sie daher, die Weihnachtstage auf Fuerteventura zu verbringen. Zu ihrer in Washington studierenden Tochter hat Valerie ohnehin ein gespanntes Verhältnis und derzeit keinen Kontakt. Eine Freundschaftsanfrage auf Facebook macht die geplanten ungestörten Tage in ihrer... Wien, Dezember 2015. Die erfolgreiche Karrierefrau Valerie braucht eine Auszeit. Ihrem Chef gegenüber behauptet sie daher, die Weihnachtstage auf Fuerteventura zu verbringen. Zu ihrer in Washington studierenden Tochter hat Valerie ohnehin ein gespanntes Verhältnis und derzeit keinen Kontakt. Eine Freundschaftsanfrage auf Facebook macht die geplanten ungestörten Tage in ihrer Wohnung zunichte - denn sie stammt von Bojan, der vor 30 Jahren ihr Geliebter war und Vater ihrer Tochter ist. Valerie ist durch die Konfrontation mit Verdrängtem gezwungen, sich mit der 30 Jahre zurückliegenden Amour fou erneut auseinanderzusetzen: Als unerfahrenes junges Mädchen aus bürgerlichem Haus, von allen Vie genannt, war sie in die Wiener Clubszene um das legendäre U4 geraten und machte erste Drogenerfahrungen. Die zufällige Begegnung mit dem Serben Bojan ist der Beginn einer teils wohl eher einseitigen Leidenschaft am Rande des Wahnsinns. Ela Angerer (*1964) legt nach ihrem vieldiskutierten Romandebüt ("Bis ich 21 war", 2014) eine faszinierende Geschichte über eine merkwürdige Liebe am Rande der Abhängigkeit vor, die in Details wohl ähnlich wie der Vorläufer autobiographische Prägungen hat. Die 26 Kapitel wechseln zwischen Gegenwart und Rückblende. Das Wien des Jahres 1985 scheint wie aus ewig vergangenen Zeiten: Es gibt Mehrfachtelefonanschlüsse, man trägt Schulterpolster und Neonfarben, Falco ist der musikalische Held der Stunde und Kurt Waldheim bittet um Vertrauen als Bundespräsident. Das Frauenbild des Serben Bojan scheint hingegen noch aus sehr viel früheren Zeiten zu stammen. Um so verwunderter registriert der Leser die mehr und mehr pathologische Abhängigkeit Vies von dem nur von betrügerischen Geschäften lebenden Unsympathen, den selbst seine Mutter durchschaut hat. Der im AUFBAU-VERLAG erschienene Roman zieht den Leser schnell in seinen Bann und ist für anspruchsvollere Leser empfehlenswert.

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