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Und du bist nicht zurückgekommen

(18)
Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird.
Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen.
Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.«
Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art.
Rezension
"Man liest es benommen, bewegt, erschüttert."
Le Nouvel Observateur 28.05.2015
Portrait
Judith Perrignon ist Mitte 40 und lebt in Paris. Sie war lange Journalistin bei der Libération, Essayistin und Autorin.
Eva Moldenhauer, 1934 in Frankfurt/Main geboren, ist seit 1964 als Übersetzerin tätig. Sie übersetzte u.a. Claude Simon, Jorge Semprun, Agota Kristof, Jean Paul Sartre und Lévi-Strauss. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. 1982 mit dem "Helmut-M.-Braem-Preis" und 1991 mit dem "Celan-Preis". 2005 wurde sie für ihre Neu-Übersetzung von Claude Simons "Das Gras" für den "Preis der Leipziger Buchmesse" nominiert. 2012 wurde Eva Moldenhauer mit dem "Prix de l'Académie de Berlin".ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 111
Erscheinungsdatum 06.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17660-2
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 209/128/15 mm
Gewicht 206
Originaltitel Et tu n'es pas revenu
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Und du bist nicht zurückgekommen“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

In ihrem Buch 'Und du bist nicht zurückgekommen', das gleichzeitig ein Brief an ihren Vater Schloime ist, versucht Marceline Loridan-Ivans ihre Vergangenheit und die Trauer um ihren Vater zu verarbeiten. Marceline wurde 1944 zusammen mit ihrem Vater verschleppt: Sie kam ins KZ Birkenau und ihr Vater nach Auschwitz, wo sie sich noch In ihrem Buch 'Und du bist nicht zurückgekommen', das gleichzeitig ein Brief an ihren Vater Schloime ist, versucht Marceline Loridan-Ivans ihre Vergangenheit und die Trauer um ihren Vater zu verarbeiten. Marceline wurde 1944 zusammen mit ihrem Vater verschleppt: Sie kam ins KZ Birkenau und ihr Vater nach Auschwitz, wo sie sich noch ein letztes Mal sehen konnten und der Vater ihr etwas zu Essen in die Hand drückte. Etwas später bekam Marceline noch einen kleinen Brief von ihrem Vater, geschrieben auf einen Fetzen Papier, an dessen Text sie sich jedoch kurz danach nicht mehr erinnern konnte und gerade das ist es, was sie ihr Leben lang beschäftigt. Sie versucht, noch Jahre danach, sich an die Nachricht zu erinnern und durch die Niederschrift der Ereignisse ihre eigenen Rückkehr zu verstehen. Sie beschäftigt sich in dem Brief an ihren Vater, den sie siebzig Jahre nach ihrer Trennung schreibt, mit seinem Verschwinden, dem gewaltsamen Sterben in den Konzentrationslagern, den schrecklichen Ereignissen, denen sie entkommen konnte und dem Weiterleben ohne den geliebten Vater. Hätte sie doch lieber gehabt, dass ihr Vater zurückgekehrt wäre, denn er war, ihrer Meinung nach, der wichtigere Teil der Familie.
Ein herzzerreißender, berührender Brief, der einen nicht mehr loslässt und den jeder lesen müsste, damit die Menschheit aufgerüttelt wird!

Adrijana Tesch, Thalia-Buchhandlung Berlin

An solch einem Thema kann man eigentlich nichts kritisieren, es ist wahnsinnig traurig, eine solche Geschichte zu lesen und unfassbar, was Menschen erlebt haben. An solch einem Thema kann man eigentlich nichts kritisieren, es ist wahnsinnig traurig, eine solche Geschichte zu lesen und unfassbar, was Menschen erlebt haben.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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„Und du bist nicht zurückgekommen“ - Die Wunden einer verletzten Seele.
von Liane Marth / LimaKatze am 11.01.2016

KLAPPENTEXT: Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater deportiert wird. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. ZUM INHALT: „Die Wörter hatten uns verlassen. Wir hatten Hunger. Das Massaker war in vollem... KLAPPENTEXT: Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater deportiert wird. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. ZUM INHALT: „Die Wörter hatten uns verlassen. Wir hatten Hunger. Das Massaker war in vollem Gange. Ich hatte sogar Mamas Gesicht vergessen. Und da war deine Botschaft vielleicht plötzlich zu viel Wärme, zu viel Liebe, ich habe sie nach dem Lesen sofort geschluckt, wie eine Maschine, die Hunger und Durst hat. Und dann habe ich sie ausgelöscht. Zu viel daran denken hieß, den Mangel zuzulassen, es macht verwundbar, es weckt die Erinnerungen, es schwächt und es tötet. Im Leben, dem richtigen, vergisst man auch, man geht darüber hinweg, man siebt, man verlässt sich auf die Gefühle. Dort ist es das Gegenteil, zuerst verliert man die Bezugspunkte der Liebe und der Sensibilität. Man erfriert von innen her, um nicht zu sterben.“ (Zitat, Seite 18/19) Marceline war fünfzehn Jahre alt, als sie 1944 gemeinsam mit ihrem Vater in Bollène festgenommen und anschließend deportiert wurde. Sie selbst verschleppte man nach Birkenau und den geliebten Vater nach Auschwitz. Ein einziges Mal gelang es ihrem Vater damals, seiner Tochter heimlich eine Nachricht im Lager zukommen zu lassen. Marceline erinnert sich allerdings nur noch an die Anrede „Mein liebes kleines Mädchen“ und an die Unterschrift ihres Vaters. Der weitere Inhalt geriet in Vergessenheit. Eine Lücke, die Marceline ihr Leben lang nicht ruhen lassen sollte, weil diese Botschaft das letzte Lebenszeichen ihres Vater war. Sie überlebte den Holocaust, der europaweit ca. sechs Millionen Juden das Leben gekostet hat, und kehrte zu ihrer Familie zurück. Die traumatischen Erlebnisse haben für immer tiefe Spuren bei Marceline hinterlassen, doch niemand wollte ihr seinerzeit zuhören und etwas davon wissen. Doch am schlimmsten war für das junge Mädchen der spürbare Vorwurf hinter all diesem Schweigen: Warum bist du zurückgekommen und nicht er, der Vater, den die Familie viel nötiger gebraucht hätte. Und tatsächlich hatte der Verlust des Vaters letztendlich für die gesamte Familie tragische Folgen. Marceline Loridan-Ivens, geborene Rozenberg, ist eine alte Dame von sechsundachtzig Jahren, als sie einen Brief an ihren Vater schreibt, auch wenn dieser ihn nicht mehr lesen kann. Der Brief ist eine Liebeserklärung an ihren Vater und gleichzeitig ein vielleicht letzter Versuch, die furchtbaren Geschehnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Grauenvolle und unmenschliche Ereignisse, die das normale Vorstellungsvermögen übersteigen, und die Marceline für ihr ganzes Leben prägen sollten. Dieser in klaren Worten und ohne Bitterkeit formulierte Brief ist der Inhalt dieses bewegenden Buches. „Wenn sie wüssten, alle, wie sie da sind, dass das Lager ständig in uns ist. Wir alle haben es im Kopf bis in den Tod.“ (Zitat, Seite 106) MEIN FAZIT: „Und du bist nicht zurückgekommen“ ist ein erschütterndes Zeitdokument, das unter die Haut geht. Es beschreibt die entsetzlichen Erlebnisse in der Gefangenschaft und den nachfolgenden Lebensweg der Autorin. Die junge Marceline überstand zwar die Zeit im Lager, doch innerlich zerbrach sie fast daran. Die Hoffnung, den Vater wiederzusehen, gab ihr vermutlich den nötigen Überlebenswillen. In ihrem späteren Leben wurde sie zu einer engagierten Frau, die beispielsweise mit Ehemann Joris Ivens Dokumentarfilme in Kriegsgebieten drehte. Das Schicksal und die Biografie von Marceline Loridan-Ivens haben mich unglaublich berührt und beeindruckt. Der Buchinhalt erzeugt ein Gefühl von Dankbarkeit und Demut in dieser heutigen Zeit des Überflusses, in der Rechtsradikalismus und Fremdenhass leider noch immer ein großes Thema ist. Eine bemerkenswerte Lektüre mit viel Stoff zum Nachdenken, die sich tief im Herzen des Lesers verankert und noch lange darin nachklingen wird. Unzählige Male habe ich mit dieser Rezension angefangen und den Text immer wieder verworfen. Es erschien mir beinahe anmaßend, ein derart persönliches Buch auf irgendeine Art und Weise zu bewerten. Aber weil ich diese Lektüre jedem ans Herz legen möchte, spreche ich hiermit eine unbedingte Leseempfehlung aus und vergebe selbstredend fünf Sterne.

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Ein sehr berührendes Werk!
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 04.11.2015

Mit 15 Jahren wird Marceline Loridan-Ivens mit ihrem Vater deportiert. Sie werden gewaltsam auseinandergerissen: Sie wird nach Birkenau und er nach Auschwitz deportiert. Zu diesem Zeitpunkt sagt ihr Vater ihr, dass sie wahrscheinlich aufgrund ihres Alters freikommen, er aber niemals zurückkommen wird. Marceline Loridan-Ivens konnte sich nie von ihrem Vater... Mit 15 Jahren wird Marceline Loridan-Ivens mit ihrem Vater deportiert. Sie werden gewaltsam auseinandergerissen: Sie wird nach Birkenau und er nach Auschwitz deportiert. Zu diesem Zeitpunkt sagt ihr Vater ihr, dass sie wahrscheinlich aufgrund ihres Alters freikommen, er aber niemals zurückkommen wird. Marceline Loridan-Ivens konnte sich nie von ihrem Vater verabschieden, weswegen sie nun, 70 Jahre später, einen Brief an ihn schreibt. Dieser ist die Antwort auf einen Brief ihres Vater, den sie im Konzentrationslager im Sommer 1944 durch ein großes Glück erhalten hat. Wegen ihrer schlechten körperlichen und seelischen Verfassung vergaß sie sofort, was in ihm stand, kennt nur noch die einleitenden Worte. Sie weiß nicht mehr genau wann, aber kurz darauf hat sie den Brief verloren. Dieser Verlust beschäftigt sie noch heute. In dem Buch beschreibt sie, wie sie die Zeit überlebt hat und, wie sie sich ausdrückt, das Lager nie verlassen hat, da es für immer in ihrem Gedächtnis festsitzt. Denn als sie zurückkehrte war in ihrer Familie nichts mehr wie es war. Es war, als wäre ihr Vater für sie gestorben, alle dachten das- und so begann der Verfall der Familie. Das Lager hat Marceline Loridan-Ivens dazu gebracht, anderen zu helfen. Sie reiste zusammen mit ihrem Mann Joris Ivens in Krisen- und Kriegsgebiete, um zu helfen und mit Dokumetarfilmen auf die Probleme aufmerksam zu machen. Doch handelt dieses Buch nicht nur davon. Gerüche, Geräusche, Gefühle, Erlebnisse und Ängste werden so beschrieben, dass es beim Lesen ganz tief unter die Haut geht. Ganz berührend ist auch die Liebe des Mädchens und später der Frau zu ihrem Vater, die einen das ganze Buch begleitet. Man fühlt sich nach Birkenau gezogen, da alle Sinneseindrücke so eindringlich beschrieben werden. Der Geruch nach verbrannten Leichen zum Beispiel. Besonders Marceline Loridan-Ivens’ Gefühle werden so genau wiedergegeben, nicht nur während ihrer Zeit im Konzentationslager, wenn sie die Kleidung der Toten durchwühlen muss, oder wenn die Menschen um sie herum ermordet werden, sondern auch nach ihrer “Befreiung”: Die für sie noch immer offen stehende Frage, ob sie, die Überlebenden, gut daran taten, aus den Lagern zurückzukehren, zum Beispiel. Eine Frage, von der sie hofft, dass sie sie vor ihrem Ableben mit einem “Ja” beantworten können wird. Und das wünsche ich ihr sehr. Mit leisen Worten ist es der Autorin gelungen, mir immer und immer wieder Schauer über den Rücken laufen und Tränen in die Augensteigen zu lassen. Wenn einem Bilder von Kindern in den Kopf steigen, die Gräber ausheben oder die Kleidung Toter durchwühlen müssen, oder von einem kleinen Mädchen, das völlig erschöpft zusammenbricht und dann umgebracht wird, ist es etwas so bedrückendes und ergreifendes, dass es sich kaum in Worten angemessen beschreiben lässt. Und dennoch gelingt es der Verfasserin in diesem gerade einmal 110 Seiten umfassenden Werk genau solche Bilder auszulösen und ein ganzes Leben, und die Auswirkungen des Verschwindens eines solchen, zu beschreiben. “Und du bist nicht zurückgekommen” ist ein sehr gefühlvolles und persönliches Buch über die in den Konzentrationslagern erlebte Unmenschlichkeit. Aber nicht nur das; es ist auch ein Buch über die immer währende Liebe eines Kindes, einer Frau, zu ihrem verschollenen Vater. Es ist ein Brief, der sehr nahe geht, zum Nachdenken anregt und niemals von dem Adressaten gelesen werden wird. Gerade in der heutigen Zeit ein Werk, welches ich weiterempfehlen kann.

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tief bewegend
von einer Kundin/einem Kunden am 31.10.2015

Die Autorin ist 15 Jahre alt, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Konzentrationslager deportiert wird. Der Vater nach Ausschwitz, Marceline nach Birkenau. Sie werden sich niemals mehr wiedersehen. Marceline überlebt, ihr Vater nicht. Ihr ganzes Leben lang schweigt Marceline beharrlich über das Unfassbare. Sie trägt das Erlebte tief... Die Autorin ist 15 Jahre alt, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Konzentrationslager deportiert wird. Der Vater nach Ausschwitz, Marceline nach Birkenau. Sie werden sich niemals mehr wiedersehen. Marceline überlebt, ihr Vater nicht. Ihr ganzes Leben lang schweigt Marceline beharrlich über das Unfassbare. Sie trägt das Erlebte tief vergraben in sich. 70 Jahre später schreibt Marceline einen Brief an ihren Vater. ..."Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit.......Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort - und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen...." Tief bewegend

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Und du bist nicht zurück gekommen
von einer Kundin/einem Kunden aus Schönebeck (Elbe) am 21.10.2015

Eine fesselnde, sehr packende Geschichte einer Zeitzeugin des Holocaust, die es zu lesen lohnt. Gerade in der heutigen Zeit, wo so viel Fremdenhass wieder zum Thema wird. Aktueller könnte die Thematik nicht sein. Das Cover ist gut gewählt und passt zum Buch. Ich habe das Buch (soweit möglich) in einem Stück... Eine fesselnde, sehr packende Geschichte einer Zeitzeugin des Holocaust, die es zu lesen lohnt. Gerade in der heutigen Zeit, wo so viel Fremdenhass wieder zum Thema wird. Aktueller könnte die Thematik nicht sein. Das Cover ist gut gewählt und passt zum Buch. Ich habe das Buch (soweit möglich) in einem Stück gelesen, auch wenn Tränenausbrüche dafür sorgten, eine Pause einlegen zu müssen. Man fühlt sich durch den Schreibstil, als sei man mit am Ort des Geschehens gewesen. Man kann ihre Gefühle nachvollziehen (soweit man das behaupten kann – denn niemand, der es nicht selbst erlebt hat, kann wohl nachvollziehen, was damals wirklich passiert ist) und versteht, warum es sie auch heute noch, nach so langer Zeit, quält, dass sie sich nicht an die letzten, geschriebenen Worte ihres Vaters erinnern kann, geschweige denn, dass sie diese letzte Botschaft von ihm aufbewahren durfte. Wie schlimm muss es für ein kleines Mädchen sein, dass so viel grausames erleben musste, wenn auch die Familie unterschwellig durchblicken lässt, dass man lieber den Vater zurück hätte kommen sehen, als sie. Wie sehr diese Zeit jemanden prägt, dass man sein restliches Leben lang nur darauf achten muss, dünn zu bleiben um nicht doch irgendwann ins Gas geschickt zu werden. Als Mutter ging mir die Geschichte sehr nahe, da sie die Dinge so deutlich schreibt, wie sie auch waren, ohne grausige Details auszulassen. Auch wenn sie wahrscheinlich noch viel grausamer waren, als wir uns je Vorstellen können. Ich saß des Öfteren mit Tränen in den Augen da und musste das Buch zur Seite legen. Auch heute beim Schreiben habe ich diese Dinge wieder vor Augen und mir geht das ganze sehr nahe. Danke Marceline, dass du dich nach so vielen Jähren noch einmal so ausführlich mit der Thematik beschäftigt hast und uns daran teilhaben lässt. Danke, dass du diese quälenden Erinnerungen aufgeschrieben hast. Ich hoffe, dass sie eine Vielzahl erreichen und es ihnen zu denken gibt. Mein Fazit: Dieses Buch sollte gerade in der jetzigen Zeit von vielen Personen gelesen werden. Auf dass Fremdenhass nie wieder solche fürchterlichen Formen annimmt. Packend, fesselnd, sehr detailliert und mit Sicherheit nichts für schwache Nerven! Ich gebe dem Buch daher auch 5/5 möglichen Punkten.

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Sie kam auch nie zurück
von einer Kundin/einem Kunden aus Nordhorn am 19.10.2015

Halte hier das Buch : Und du bist nicht zurückgekommen von Marceline Loridan- Ivens in der Hand. Es hat einen für damalige Zeit typischen Stoffbezogenen Einband. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Der Text auf der Rückseite ist kurz und prägnant. Er verrät, dass es um die 15... Halte hier das Buch : Und du bist nicht zurückgekommen von Marceline Loridan- Ivens in der Hand. Es hat einen für damalige Zeit typischen Stoffbezogenen Einband. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Der Text auf der Rückseite ist kurz und prägnant. Er verrät, dass es um die 15 jährige Marceline und ihren Vater geht. Muss an dieser Stelle vorweg nehmen, dass mir das Buch, welches als Brief an den Vater gerichtet ist, sehr gut gefallen hat. Zur Geschichte kann man einfach nicht viel preisgeben, weil ansonsten von den knapp 110 Seiten zu viel vorweg genommen wird. Die grundlegenden Dingen die man wissen muss, sind folgende: Marceline ist fünfzehn, als sie nach Birkenau kommt. Ihr Vater der gemeinsam mit ihr deportiert wurde kam ins Männerlager....Auschwitz. Sie nennt ihn liebevoll Schloime. Wir würden ihn Salomon nennen. Vater und Tochter wissen natürlich voneinander, auf der Fahrt ins Lager hat Marcelines Vater ihr zum Trost mit auf den Weg gegeben, dass sie noch Jung ist und wiederkehren wird. Sie ist auch wiedergekommen, aber ob dass im Nachhinein wirklich erstrebenswert war, bleibt zu bezweifeln. Die Autorin beschreibt mehrere Situationen aus dem Lager die unter die Haut gehen. Wie ein Vater, alles opfert, um seiner Tochter eine Nachricht zu kommen zulassen. Eine Nachricht, die sie bis auf wenige Bruchstücke wieder vergisst, die dennoch einen enorm hohen Stellenwert für sie hat. Für uns, die wir dieses Elend und die Ungerechtigkeit nur erahnen können, fast nicht zu begreifen. Wie kann ein Mensch ertragen, was dort passiert ist. Im weiteren Brief schildert Marceline auch den Werdegang ihrer Familie. Wie mit der Wiederkehr und dem Ausbleiben eines Familienmitgliedes umgegangen wurde. Aber das muss man unbedingt selbst lesen, denn die Erzählung geht so nah, dass ich gar keine passenden Worte dafür hätte. Diese Buch regt zum nachdenken kann. Sicherlich können wir die Zeit nicht zurückdrehen, und die schlimmen Dinge ungeschehen machen. Aber wir können heute viel tun. Denn es gibt auch heute noch Minderheiten die ohne Grund ausgestoßen oder verfolgt werden. Und so wie ich das sehe wollte die Autorin das mit auf den Weg geben. Sie hatte nicht vor sich das Buch von der Seele zu schreiben, zumindest nicht hauptsächlich. Ich denke, sie wollte durch die Erzählung des eigenen Schicksals alle Leser mobilisieren umzudenken. Sich seiner Handlungen oder auch der Unterlassung zu handeln bewusst zu werden. Bei mir hat es funktioniert. Habe noch sehr lange über die Ungerechtigkeiten in der Welt nachgedacht. Vielleicht können wir ja alle hier und da mal versuchen, etwas in eine positive Richtung zu lenken, vor allem die Augen nicht verschließen und es damit tolerieren.

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Autobiografisch, authentisch, aufwühlend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 14.10.2015

Marceline Loridan-Ivens schreibt autobiografisch aus ihrer Zeit im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau und ihrem Versuch danach, ihr Leben mit den Wunden jener Zeit zu meistern, die nie heilten. Ihr Buch ist ein Brief an ihren Vater, der mit ihr zusammen detoniert wurde. Er nach Ausschwitz. Sie nach Birkenau. Sie hat überlebt.... Marceline Loridan-Ivens schreibt autobiografisch aus ihrer Zeit im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau und ihrem Versuch danach, ihr Leben mit den Wunden jener Zeit zu meistern, die nie heilten. Ihr Buch ist ein Brief an ihren Vater, der mit ihr zusammen detoniert wurde. Er nach Ausschwitz. Sie nach Birkenau. Sie hat überlebt. Er nicht. So persönlich die Erinnerungen der Autorin sind, so authentisch, so intensiv, so berührend, so aufwühlend ist dieses Buch. Die Autorin gewährt uns einen Einblick in die Geschehnisse in Birkenau, wie nur Betroffene sie haben können. Ich war zutiefst erschüttert davon. Auch über den Teil ihrer Geschichte danach. Das Konzentrationslager überlebt zu haben, heißt noch lange nicht, es vergessen zu haben. Das Buch regt auch zum Nachdenken an über unsere aktuelle politische Situation, die keineswegs vielversprechender ist, als diejenige damals und lässt mich bewusster und betroffener der Schrecken damals, der Schrecken danach, die Keiner mehr wahrhaben wollte und der Schrecken heute gegenüber zurück.

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Ein sehr intensives, erschütterndes Zeitzeugnis
von Monika Schulte aus Hagen am 12.10.2015

15 Jahre alt ist Marceline gerade mal, als sie 1944 zusammen mit ihrem Vater deportiert wird. Der Vater kommt ins Vernichtungslager Auschwitz, Marceline nach Birkenau. Gerade mal 3 km trennen sie voneinander. Der Vater kommt um. Marceline überlebt. Ein einziges Mal konnte der Vater ihr eine kleine Botschaft übermitteln.... 15 Jahre alt ist Marceline gerade mal, als sie 1944 zusammen mit ihrem Vater deportiert wird. Der Vater kommt ins Vernichtungslager Auschwitz, Marceline nach Birkenau. Gerade mal 3 km trennen sie voneinander. Der Vater kommt um. Marceline überlebt. Ein einziges Mal konnte der Vater ihr eine kleine Botschaft übermitteln. Ein kleiner Brief. Wenige Zeilen.. Marceline vergisst den Inhalt, doch den Brief, die Anrede an sich, das wird sie nie vergessen. Marceline kämpft. Der Vater hat ihr prophezeit, dass sie es schaffen kann. Sie sei stark. Und sie schafft es tatsächlich. Die Krematorien, den Geruch von verbranntem menschlichen Fleisch, den wird sie jedoch nie vergessen können. Sie muss in eisiger Kälte Gruben graben. Gruben, in denen vielleicht bald ihre eigenen Verwandten liegen. Sie trägt die Kleidung von Toten, doch sie überlebt. Sie steht mit anderen in der Schlange vor dem berüchtigten Arzt Mengele. Auf welche Seite wird man geschickt? Auf die Seite derer, die „aussortiert“ werden, die in die Gaskammer müssen oder auf die andere Seite? Im hohen Alter schreibt Marceline Loridan-Ivens einen Brief an ihren längst verstorbenen Vater. Es ist ein Brief, in dem sie all die ungesagten Dinge verarbeiten kann. Dinge, für die sich niemand interessiert hat, die man nicht hören, die man nicht wissen wollte. Sogar bei ihrer eigenen Familie hat sie das Gefühl, nicht willkommen zu sein, als sie endlich nach Hause kann, als der Krieg endlich zu Ende ist. Sie weiß, ihrer Familie wäre es lieber gewesen, wenn der Ehemann, der Vater nach Hause gekommen wäre. Stattdessen kommt die Tochter, die Schwester. Einige Familienmitglieder erleiden den Lagerkoller, obwohl sie nie in einem Lager gewesen sind. Zwei Familienmitglieder bringen sich gar um. Sie schreibt über eine Frau, eine Frau, die Ministerin gewesen ist in Frankreich. Eine Frau, die wie sie selbst das Lager überlebt hat. Eine Frau, die noch heute Teelöffel klaut. Teelöffel, die sie benötigte, um in Birkenau die Suppe nicht schlürfen zu müssen. 6 Millionen umgekommene Juden, in Lagern, in Ghettos, am Rand der Massengräber erschossen, vergast, aus nächster Nähe getötet. Marceline Loridan-Ivens ist nach eigenen Aussagen eine von 160 der 2500 Zurückgekommenen, die noch am Leben sind. „Und du bist nicht zurückgekommen“ – ein erschütterndes Zeitzeugnis. Ein kleines Buch mit einer ganz großen Geschichte. Es ist die Geschichte einer Frau, die die Hölle überlebt hat. Eine Geschichte, die erschüttert. Eine Geschichte, so intensiv, dass sie den Leser lange Zeit nicht loslassen wird.

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Und du bist nicht zurückgekommen
von raschke64 aus Dresden am 07.10.2015

Marceline ist 15, als sie zusammen mit ihrem Vater von Frankreich aus nach Auschwitz bzw. Birkenau verschleppt wird. Sie sind Juden. Ihr Vater sagt noch, dass sie zurückkommen wird, er nicht. Genau so passiert es auch. Im KZ erhält sie von ihm noch eine letzte Nachricht. Aber nach dem... Marceline ist 15, als sie zusammen mit ihrem Vater von Frankreich aus nach Auschwitz bzw. Birkenau verschleppt wird. Sie sind Juden. Ihr Vater sagt noch, dass sie zurückkommen wird, er nicht. Genau so passiert es auch. Im KZ erhält sie von ihm noch eine letzte Nachricht. Aber nach dem Krieg kehrt nur sie nach Hause zurück. Ihr ganzes Leben lang belastet sie das. So schreibt sie das Buch in Briefform an ihren Vater. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist leise und still und trotzdem kraftvoll. Marceline gelingt es, die Schrecken des KZ gut zu zeigen, ohne ins Detail gehen zu müssen. Noch besser hat mir aber der Teil gefallen, als sie über ihr weiteres Leben schreibt. Der Verlust des Vaters wird nie überwunden, sie fühlt sich auch schuldig. Und das Unverständnis ihrer Familie darüber und auch über die Leiden, die sie aufgrund des KZ-Aufenthaltes seelisch ihr ganzen Leben weiter haben wird. Die Entscheidung gegen Kinder, die Entscheidung für nichtjüdische Männer. Über Entscheidungen, die ihrem Vater wohl nicht gefallen hätten, die sie zum Teil auch rechtfertigt, obwohl es ihn nicht mehr gibt. Ein trotz des traurigen Inhaltes wundervolles Buch.

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´Möchte gar nicht viele Worte verlieren...
von einer Kundin/einem Kunden am 19.09.2015

...sage nur: Lesen Sie diesen Brief! Marceline wird mit 15 Jahren gemeinsam mit ihrem geliebten Vater deportiert. Sie nach Birkenau, er nach Ausschwitz. Sie überlebt. Er nicht. Marceline redet quasi 70 Jahre nicht darüber, dann schreibt sie diesen Brief an ihren Vater. Worte, die niedergeschrieben werden mussten, auch wenn... ...sage nur: Lesen Sie diesen Brief! Marceline wird mit 15 Jahren gemeinsam mit ihrem geliebten Vater deportiert. Sie nach Birkenau, er nach Ausschwitz. Sie überlebt. Er nicht. Marceline redet quasi 70 Jahre nicht darüber, dann schreibt sie diesen Brief an ihren Vater. Worte, die niedergeschrieben werden mussten, auch wenn ihr Vater sie nicht mehr lesen kann.

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Ein schweres Zeugnis, das jeder lesen sollte
von LottiLiest aus Koblenz am 11.09.2015

Im Jahr 1944 wird Marceline mit Ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ein Schicksal, dass so viele Juden erleben mussten. Ein Schicksal, dass in Gefahr ist, in Vergessenheit zu geraten. Marceline Loridan-Ivens kämpft mit diesem schweren Buch gegen die Vergessenheit an. Sie setzt sich mit ihrer Geschichte auseinander. Eine Geschichte,... Im Jahr 1944 wird Marceline mit Ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ein Schicksal, dass so viele Juden erleben mussten. Ein Schicksal, dass in Gefahr ist, in Vergessenheit zu geraten. Marceline Loridan-Ivens kämpft mit diesem schweren Buch gegen die Vergessenheit an. Sie setzt sich mit ihrer Geschichte auseinander. Eine Geschichte, die ihr Leben nicht nur geprägt, sondern fast zerstört hat. Sie ist fünfzehn Jahre alt, als sie mit ihrem Vater kurz vor ihrer Flucht doch noch von den Nationalsozialisten fest genommen wird. „Ich liebte dich so sehr, dass ich glücklich war, mit dir deportiert zu werden.“ Die Liebe zu ihrem Vater lässt sie alle Qualen, Schmerzen und Peinigungen überstehen. Sie erhält einen kleinen Brief von ihrem Vater, der sie dazu bringen soll, durchzuhalten, zu überleben, zurückzukommen. Und Marceline schafft es. Sie überlebt eines der schlimmsten Verbrechen der Menschheit. Sie kehrt zurück – ihr Vater jedoch nicht! Sie hat ihn nie wieder gesehen. Was Loridan-Ivens hier geleistet hat, ist ein Zeugnis, welches besonders in dieser Zeit jeder lesen sollte, um nicht zu vergessen, welche Schandtaten von uns Menschen bereits begangen wurden. Besonders heute sollten wir dieses Buch lesen und uns daran erinnern, welche Fehler begangen wurden. Denn so etwas darf nie mehr passieren. Daran will die Französin erinnern. Und schafft es, auf eine schmerzhafte, aber ehrliche Art und Weise. „Man spürt sein Leben lang, dass man zurückgekommen ist.“ Als Marceline zurückkehrt, ist nichts so, wie es einmal war. Sie schafft es nicht, wieder anzukommen in einer Welt, die nicht mehr ihre ist. „Wenn sie wüssten, alle, wie sie da sind, dass das Lager ständig in uns ist.“ Die Lager, die Marceline durchlaufen hat, sind wie Narben auf ihrer Seele und sie kann diese Narben nicht retuschieren – wie auch? Ihre Familie wurde durch das Schicksal, das sie und ihr Vater durchleben mussten, zerstört. Marceline soll vergessen, verdrängen, nicht mehr daran denken, was ihr ganzes Leben lang in ihr bleiben wird, wie ein Dorn. Von ihr wird verlangt, nicht über die Lager zu sprechen und einfach weiterzumachen, als wäre nichts gewesen. Doch genau das tut sie eben nicht! In Filmen und Dokumentationen bereitet Marceline Loridan-Ivens ihre Erlebnisse und die vieler anderer auf und mit „Du bist nicht zurückgekommen“ zeugt sie von ihrer unendlichen Liebe und Sehnsucht zu ihrem Vater, der ihr durch unfassbar schreckliche Ideologien genommen wurde. Man möchte schreien vor lauter Schmerz, den ein so junges Mädchen, ja so viele junge Mädchen durchmachen mussten. Jeder sollte dieses Buch lesen und endlich begreifen, wohin Unmenschlichkeit uns führen kann!

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Tränenreicher Abschied
von Tintenherz aus Kronshagen am 07.09.2015

„Und du bist nicht zuückgekommen“ von Marcelino Loridan-Ivens, erschienen im Insel Verlag, Seitenanzahl: 109 Inhalt: Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen... „Und du bist nicht zuückgekommen“ von Marcelino Loridan-Ivens, erschienen im Insel Verlag, Seitenanzahl: 109 Inhalt: Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Autorin: Marceline Loridan-Ivens, 1928 als Marceline Rozenberg geboren, wurde im März 1944 mit ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Sie lebt in Paris. Meine Meinung zu den o. g. Buch: Das Cover ist in eisblau-grau mit einem Stoffeinband und nur mit dem Titel über das gesamte Buch passend für diese berührende Geschichte gestaltet worden. Der Schreibstil beinhaltet lange verschachtelte Sätze, die man langsam lesen muss, um keines der sorgsam gewählten Worte zu verpassen. 70 Jahre später hat Marceline die Kraft, sich in einem Brief von ihrem verstorbenen Vater zu verabschieden. Sie sind in den Lagern nah beieinander, doch unerreichbar. Marceline erzählt in diesem Buch von ihrem Leben und wie sie sich verändert hat. Sie ist verstört durch die Ereignisse im Konzentrationslager ins Leben zurückgekehrt, doch hat sie ihren Platz im Leben nicht gefunden. Sie wird von Alpträumen beherrscht. Der Leser wird mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte konfrontiert. Dieser Abschiedsbrief löst Beklemmungen in mir aus. Marceline hat unaussprechliche Grausamkeiten erlebt. Es ist ein Wunder, dass sie überlebt hat. Und mit diesem bewegenden und anrührenden Brief hat sich die Autorin sich in das Herz ihrer Leser geschrieben! Fazit: Ein wunderschöner, tränenreicher Abschied in Briefform!

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Man kehrt nie aus Auschwitz zurück
von einer Kundin/einem Kunden aus Hohenstein-Ernstthal am 07.09.2015

Marceline ist 16 als sie gemeinsam mit ihrem Vater deportiert wird. Sie sind Juden, die in Frankreich leben. Er kommt nach Auschwitz, sie nach Birkenau, nur wenige Kilometer und doch trennen sie nun Welten. Sie konnten sich nicht einmal voneinander verabschieden. Marceline Loridan-Ivens berichtet von ihrem Leben im Konzentrationslager, von... Marceline ist 16 als sie gemeinsam mit ihrem Vater deportiert wird. Sie sind Juden, die in Frankreich leben. Er kommt nach Auschwitz, sie nach Birkenau, nur wenige Kilometer und doch trennen sie nun Welten. Sie konnten sich nicht einmal voneinander verabschieden. Marceline Loridan-Ivens berichtet von ihrem Leben im Konzentrationslager, von der Kleidung, die sie den Toten abnehmen und dann selber tragen, von dem Rauch aus den Schornsteinen, von den riesigen Gräbern, die sie ausheben müssen und von Mengele, der sie untersucht, sie immer in 2 Gruppen teilt und man nicht weiß, zu welcher man gehört. Leben oder Sterben? Ist man noch gut genug für die Arbeit oder muss man in die Gaskammer gehen? Loridan beschreibt diese unwirkliche Hölle sehr emotional, sodass man mit dem Herzen ganz nah bei ihr ist und einen Hauch dessen erahnen kann, was ihr wiederfuhr. Ihr Vater schreibt ihr einen Brief, doch sie kann sich nur noch an den Anfang erinnern: "Mein lieben kleines Mädchen" 70 Jahre später schreibt auch sie einen Brief an ihn, wohlwissend, dass er ihn nie lesen wird. Er kam nicht zurück, nicht so wie sie. Ich fand die ersten Seiten des Buches unheimlich aufwühlend, mir kamen die Tränen und das, obwohl wir nie wirklich verstehen werden, wie es den Menschen in den Arbeits- und Konzentrationslagern erging, was sie durchmachen mussten, wie sie die Hoffnung verloren und freiwillig in den Tod gingen. Aber beinahe noch schlimmer empfand ich ihre Schilderungen von der Zeit danach. Ihre einsame Ankunft zu Hause, die Familie, die lieber den Vater gesehen hätte und eine Gesellschaft voller Antisemiten und des Totschweigens. Sie sollte einfach nicht mehr daran denken, dann werde es schon wieder werden. Sie selbst sagt, dass sie in ihrem Kopf immer wieder im KZ war. Sie ist ihr Leben lang schlank geblieben, um nicht ins Gas zu müssen, sollten die Nazis doch wieder an die Macht kommen. Es ist ein einzigartiges Zeugnis dieser Zeit, welches so vieles auf wenigen Seiten vereint. Die Verzweiflung und Hoffnung, die unendliche Liebe zu ihrem Vater, ein lebenslanges Vermissen und Streben nach ihm. Es ist ein sehr bewegendes Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte. Es verdeutlicht einfach mehr als jede Geschichtsstunde, was unsere Nation Menschen angetan hat, die einfach nur einen anderen Glauben hatten und dies sollte immer in unseren Köpfen präsent sein, vor allem, wenn man die aktuellen Geschehnisse (v.a. Bei uns im "Osten") im Bezug auf Flüchtlinge betrachtet.

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berührend und bewegend
von einer Kundin/einem Kunden aus Heinsberg am 02.09.2015

Ich muss ja sagen, dass man ja schon unendlich viel zu dem Thema gehört, gesehen und auch gelesen hat. Es gehört leider zur Geschichte. Marceline Loridan-Ivens schreibt in ihrem Buch einen Brief an ihren Vater, der im Lager Ausschwitz war, während sie ca. drei Kilometer entfernt in Birkenau war. Ihr... Ich muss ja sagen, dass man ja schon unendlich viel zu dem Thema gehört, gesehen und auch gelesen hat. Es gehört leider zur Geschichte. Marceline Loridan-Ivens schreibt in ihrem Buch einen Brief an ihren Vater, der im Lager Ausschwitz war, während sie ca. drei Kilometer entfernt in Birkenau war. Ihr Vater kehrte nie zurück aus den Lagern, während sie überlebt. Viele Jahre später schreibt sie einen Brief an ihren Vater und dieser Brief ist das Buch. Dieses Buch hat mich doch schon sehr berührt. Auch wenn ich schon vieles gelesen habe, so ist es doch immer wieder erschreckend, es aus Berichten/Erzählungen von Betroffenen zu hören. Die Autorin beschreibt das alles fast schon emotionslos und sachlich und genau das finde ich beängstigend, denn es klingt danach, als hätte man doch einen großen Teil damals in ihr zerstört. Dieses Buch regt auf jeden Fall dazu an, nachzudenken. Marceline Loridan-Ivens schreibt z. B. auch, dass sie glaubt, dass sich die Menschheit wohl nie ändern wird und immer Hass und Vorurteile zu finden sind. Ich denke, sie versucht den Menschen die Augen zu öffnen und noch einmal zu beschreiben, wie grausam Menschen unter einander sein können. Ich muss zugeben, dass mir eine Rezension dieses Mal sehr schwer gefallen ist, da es kein fiktiver Roman ist und es solch grausame Tatsachen widergibt. Ich denke, dass man es einfach mal gelesen haben sollte. Ich hoffe, es gelingt der Autorin, mit ihrem Buch dem ein oder anderen die Augen zu öffnen.

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Und du bist nicht...
von Rebekka Tammen aus Hannover am 20.10.2015

Ich finde, das Buch ist wirklich schwer zu rezensieren. Einerseits muss man als Deutsche/Deutscher 5 Sterne und mehr geben, denn das ist in unserem Land passiert, wir haben uns noch weiter zu schämen, auch wenn ich als Angehörige der bereits zweiten Generation "danach" keine persönliche Schuld an mir sehe. Ja,... Ich finde, das Buch ist wirklich schwer zu rezensieren. Einerseits muss man als Deutsche/Deutscher 5 Sterne und mehr geben, denn das ist in unserem Land passiert, wir haben uns noch weiter zu schämen, auch wenn ich als Angehörige der bereits zweiten Generation "danach" keine persönliche Schuld an mir sehe. Ja, es ist schlimm; ja, es ist grausam; ja, es ist falsch und ich würde mir, gerade als Christ, wünschen, dass sowas niemals passiert wäre. Marceline Loridan-Ivens, geborene Rozenberg, wurde mit 15 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater deportiert. Sie haben sich ein paar mal im Lager gesehen, er konnte ihr eine Tomate und eine Zwiebel zustecken - und einen Brief, an dessen Wortlaut sie sich jedoch nicht mehr erinnern kann, was ihr sehr zu schaffen macht, die ganzen Jahre versucht sie, sich daran zu erinnern. Marceline berichtet von ihrem Leben und Überleben, wie sie im Lager abstirbt, wie sie sich kurz vor ihrem Ende, als über 80-Jährige fragt, ob es nicht besser gewesen wäre, im Lager zu sterben. Sie hat zweimal geheiratet, wurde aber nur mit ihrem letzten Mann frei. Er, 30 Jahre älter, erinnerte sie vermutlich auch an ihren Vater, sie kämpften zusammen, drehten zusammen und ergänzten sich somit. Cover: Schicht, aber das reicht auch. Schreibstil: Still - und doch liest man Wut und ihre Gefühle nach Birkenau, wie sie zu leben versucht und doch Angst hat vor großen Fabrikschornsteinen. Wir werden und dürfen niemals vergessen, auf dass sich diese Geschichte nicht wiederholt

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Ein Brief in die Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Rostock am 16.09.2015

Marceline Loridan-Ivens ist eine Holocaust-Überlebende. Sie wurde mit 15 Jahren zusammen mit ihrem Vater nach Auschwitz deportiert. Zwar im selben Konzentrationslager, aber weit voneiander entfernt, schreibt ihr Vater ihr heimlich einen Brief. Mit diesem Buch „Und du bist nicht zurück gekommen“ antwortet Marceline nun ihrem, im Holocaust verstorbenen, Vater. Das... Marceline Loridan-Ivens ist eine Holocaust-Überlebende. Sie wurde mit 15 Jahren zusammen mit ihrem Vater nach Auschwitz deportiert. Zwar im selben Konzentrationslager, aber weit voneiander entfernt, schreibt ihr Vater ihr heimlich einen Brief. Mit diesem Buch „Und du bist nicht zurück gekommen“ antwortet Marceline nun ihrem, im Holocaust verstorbenen, Vater. Das gesamte Buch ist in Form eines Briefes geschrieben. Ab und an wird der Vater direkt angeschrieben - „Ich habe so wenig Zeit gehabt, mir einen Vorrat von dir anzulegen“. Sie trauert ihrem Vater noch im hohen Alter nach, was man in verschiedenen Passagen im Buch deutlich herauslesen kann - „Noch heute zucke ich zusammen, wenn ich Papa sagen höre, fünfundsiebzig Jahre danach, sogar wenn jemand es ausspricht , den ich nicht kenne. Dieses Wort ist so früh aus meinem Leben verschwunden, dass es mir weh tut..“ Im Buch klammert Marceline Loridan-Ivens sich an den letzten Brief ihres Vaters, den sie gedanklich nicht mehr rekonstruieren kann. Er ist aus ihrem Gedächtnis gelöscht - „Es war notwendig, dass das Gedächtnis zerbrach, sonst hätte ich nicht leben können“. Trotzdem fesselt sie dieser Brief und kann diesen letzten Kontakt zu ihrem Vater nicht vergessen - „Mir bleibt davon die wundersame Empfindung von dort, eine Botschaft in meinen Fingern, Mein liebes kleines Mädchen...“ Sie beschreibt ihrem Vater wie es ihr im KZ und in der Zeit danach ergangen ist. Wer also eine detaillierte Schilderung über das „Leben“ im KZ Auschwitz erwartet, könnte etwas enttäuscht sein. Das Buch ist eher wie eine Biographie geschrieben. Nur in etwas verkürzter Version und mit vielen Gefühlen und unerfüllten Wünschen. Marceline Loridan-Ivens hat einen schönen und flüssigen Schreibstil. Man kann das Buch schwer beiseite legen, da sie es fesselnd geschrieben hat. Man bekommt das Gefühl, als wenn man diesen Brief in einem alten Haus gefunden hat und eine längst vergangene Geschichte öffnet. Genau so hat sich Marceline wohl gefühlt, als sie dieses Buch schrieb. Es geht ans Herz und zeigt die Gefühle von Tochter zu Vater. In ihrem Buch geht sie zwar auf die schrecklichen Ereignisse im KZ ein, allerdings nicht so brutal beschreibend wie andere Autoren zu diesem Thema. Ihr liegt einzig und allein daran ihrem Vater ihre Gefühle und Gedanken zu schreiben. Im Großen und Ganzen ein Buch welches ans Herz geht und nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Eine „alte“ Frau , die auf ihr Leben zurück blickt und ihrem Vater davon berichtet. Man bekommt das Gefühl sie sehnt sich danach eventuell bald wieder auf ihren Vater zu treffen … wo auch immer das sein mag.

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Eine leider wahre Geschichte, die nachdenklich stimmt
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 08.09.2015

Marceline Loridan-Ivens schreibt einen Brief an ihren Vater, der ihn nie lesen wird, da er aus dem KZ Auschwitz nie zurückgekehrt ist . Sie erzählt von ihrer unendlichen Trauer um ihn und von ihrer Überzeugung, dass er an ihrer statt hätte überleben sollen. Sie bedauert, den Inhalt seines Briefes... Marceline Loridan-Ivens schreibt einen Brief an ihren Vater, der ihn nie lesen wird, da er aus dem KZ Auschwitz nie zurückgekehrt ist . Sie erzählt von ihrer unendlichen Trauer um ihn und von ihrer Überzeugung, dass er an ihrer statt hätte überleben sollen. Sie bedauert, den Inhalt seines Briefes vergessen zu haben, den er ihr im Lager geschrieben hat. Man spürt, wie sehr sie an ihrem Vater gehangen hat und dass sie nie über seinen Tod hinweg gekommen ist. Nach ihrer Heimkehr stellt sie fest, dass ihre Mutter, die Geschwister und Nachbarn nicht hören möchten was sie erlebt hat. Das Leben muss weiter gehen, auch für Marceline. Leider ist mir nie ganz klar geworden warum Marceline und ihr Vater verhaftet und deportiert wurden, nicht aber die Mutter und Geschwister. Warum konnten die beiden sich nicht auch verstecken? Die Geschichte von Marceline Loridan-Ivens hat mich unglaublich nachdenklich gestimmt. Nie war mir bewusst, wie sehr die Überlebenden des Holocausts für den Rest ihres Lebens unter den Nachwirkungen des Martyriums im Dritten Reich zu leiden hatten. Das beschreibt die Autorin erschreckend deutlich. Sie kann mit ihrer Sprache wahrlich umgehen, denn der Brief an ihren Vater ist unglaublich emotional. Indem sie ihre Worte direkt an ihren Vater richtet komme ich mir vor, als müsse ich mich geehrt fühlen, sie lesen zu dürfen. Und das tue ich tatsächlich: ich empfinde Dankbarkeit der Schriftstellerin gegenüber, von ihrem so persönlichen Erlebnis erfahren zu dürfen. Den Schreibstil der Übersetzerin finde ich meistens sehr flüssig und angenehm. Hin und wieder ist die Satzstellung etwas konfus, daher nur 4 Sterne.

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Siebzig Jahre danach und nichts ist vergessen.
von Evelyn Roewekamp aus Rostock am 03.09.2015

Dieses Buch ist eine literarische Mahnung. Siebzig Jahre nach Birkenau schreibt Marceline, die Autorin, einen Brief an ihren toten Vater. Der Brief ist ein stummer Aufschrei, ein ziehender Schmerz, emotionslos beschreibt Sie den Verlust. Die Autorin legt Zeugnis ab über ein unbegreifliches Geschehen für die Nachgeborenen. Ein ungeheures Buch. ... Dieses Buch ist eine literarische Mahnung. Siebzig Jahre nach Birkenau schreibt Marceline, die Autorin, einen Brief an ihren toten Vater. Der Brief ist ein stummer Aufschrei, ein ziehender Schmerz, emotionslos beschreibt Sie den Verlust. Die Autorin legt Zeugnis ab über ein unbegreifliches Geschehen für die Nachgeborenen. Ein ungeheures Buch.

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Und du bist nicht zurückgekommen
von einer Kundin/einem Kunden am 15.09.2015
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Ein sehr bewegendes Stück Geschichte, Zeugnis einer der dunkelsten Epochen in der Geschichte der Menschheit. Einer, die so nie hätte passieren dürfen, aber es doch tat und damit unvorstellbare Grausamkeit hervorrief. Marceline Loridan-Ivens, eine Holocaust-Überlebende, schreibt in diesem Buch einen Brief an ihren Vater, der mit ihr deportiert wurde,... Ein sehr bewegendes Stück Geschichte, Zeugnis einer der dunkelsten Epochen in der Geschichte der Menschheit. Einer, die so nie hätte passieren dürfen, aber es doch tat und damit unvorstellbare Grausamkeit hervorrief. Marceline Loridan-Ivens, eine Holocaust-Überlebende, schreibt in diesem Buch einen Brief an ihren Vater, der mit ihr deportiert wurde, aber nicht überlebte. Auschwitz und Birkenau, zwei furchterregende Schlagwörter. Alles ist da: Die Grausamkeit, der Tod, die Abstumpfung der Menschen und die tägliche Eliminierung so vieler Leben. Alles zeigt sein wahres Gesicht. Es ist immer noch schwer, sich zu vergegenwärtigen, dass das nicht nur eine beliebige Geschichte in irgendeinem Buch ist, sondern tatsächlich passiert ist. Das Buch trägt ganz deutliche autobiographische Züge, ist personal und mit Marceline als Ich-Erzählerin geschrieben, die ihren Vater anspricht. Das Buch ist fast zu privat um gelesen zu werden, auch, wenn das wenig Sinn ergibt, aber das verhilft sicherlich auf einer Ebene zum gewünschten Erfolg. Das Buch ist auf jeden Fall eine sehr persönliche Erfahrung, die nahe geht und zum Nachdenken bringt.

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