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Unendlicher Spaß

Roman. Ausgezeichnet mit dem Hieronymusring 2009 und dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Übersetzung 2010

(7)
«‹Alles und noch mehr› könnte eine Beschreibung dieses Romans sein.» (Don DeLillo)


Irgendwann in naher Zukunft machen sich die Insassen des Entziehungsheims Ennet-House und Studenten der Enfield Tennis Academy auf die Suche nach einer Kopie von «Unendlicher Spaß», einem Film, der angeblich so unterhaltsam ist, dass der berauschte Zuschauer am Ende verhungert und verdurstet. Nicht allein der schiere Umfang, sondern vor allem die Sprachmächtigkeit, die ungeheure Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik, die scharfe Analyse sowie der Humor machen diesen kurz vor der Jahrtausendwende erschienenen Roman zum Meilenstein der internationalen Gegenwartsliteratur – ungeheuerlich, maßlos, bewusstseinsverändernd.
Portrait
David Foster Wallace, geb. 1962 geboren, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Literatur. Er studierte Philosophie und unterrichtete zuletzt Creative Writing am Pomona College in Claremont, Kalifornien. David Foster Wallace starb am 12. September 2008.
Ulrich Blumenbach, geb. 1964 in Hannover, lebt in Basel. Er studierte Anglistik und Germanistik in Münster, Sheffield und Berlin. Seit 1993 übersetzt er Romane und Essays, u. a. von Paul Beatty, Agatha Christie, Kinky Friedman, Stephen Fry, Arthur Miller und Tobias Wolff ins Deutsche. 2009 erhielt er den Ledig-Rowohlt-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 1552
Erscheinungsdatum 01.02.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-24957-0
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 216/142/50 mm
Gewicht 1050
Originaltitel Infinite Jest
Auflage 5. Auflage
Verkaufsrang 17.674
Buch (Taschenbuch)
17,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Große Kopf-an-Unterhaltung“

M. Werner, Thalia-Buchhandlung Halle

Dass "Unendlicher Spaß" keine leichte Kost ist, lassen bereits die 1552 hauchdünnen Seiten
erahnen. Wer über diesen ersten Schrecken hinweg kommt, stößt auf einen Wust aus Neologismen,
Technizismen und Slangausdrücken, die in Satzungeheuer gestopft wurden, deren Sinn sich erst
nach mehrmaligem Lesen und der Zuhilfenahme von diversen
Dass "Unendlicher Spaß" keine leichte Kost ist, lassen bereits die 1552 hauchdünnen Seiten
erahnen. Wer über diesen ersten Schrecken hinweg kommt, stößt auf einen Wust aus Neologismen,
Technizismen und Slangausdrücken, die in Satzungeheuer gestopft wurden, deren Sinn sich erst
nach mehrmaligem Lesen und der Zuhilfenahme von diversen Wörterbüchern vollkommen
erschließen lässt. Wer immer noch nicht die Flucht ergreift, dem steht ein wahres
Gesellschaftsepos bevor, dessen dystopisches Zukunftsbild schon in nächster Nähe liegt und
erschreckend selten absurd erscheint.

Im Mittelpunkt des Werkes stehen drei Charaktere: Hal Incandanza, ein drogenabhängiges
Tennistalent mitsamt seiner Familie, deren Geschichte und der dazugehörigen Tennisakademie.
Don Gately, Ex-Dieb, anonymer Alkoholiker und „aus-Versehen-Mörder“, mitsamt einer
Entzugsklinik und Lebensgeschichte. Und als dritter im Bund der rollstuhlfahrende Terrorist Remy
Marathe und dessen Terrorzelle zur Befreiung Quebecs. Allerdings sind diese nur Mittel zum
Zweck. Denn im Grunde behandelt das Buch die Verschleißerscheinungen der modernen,
westlichen Konsum- bzw. Spaßgesellschaft, deren Höhepunkt in dem titelgebenden Film
"Unendlicher Spaß" münden, dessen Unterhaltungswert so hoch liegt, dass er den Zuschauer dazu
bewegt nichts - und damit meine ich wirklich NICHTS - mehr zu wollen als diesen Film zu sehen.
Dazwischen liegen Drogen, Sex, Macht, Politik und so weiter und so fort.

Um all das leichter zu verpacken schreibt Wallace eher eine Aneinanderreihung von Situationen,
Rückblicken und Anekdoten unter dem Dach einer mehr oder weniger zusammenhängenden
Handlung, auf die man aber auch gut und gerne verzichten könnte, wenn man ohnehin dazu bereit
ist, sich auf dieses "Monstrum" einzulassen.

"Unendlicher Spaß" ist ein Labyrinth aus scharfen Beobachtungen, Lebenserfahrungen bzw.-
weisheiten und Steckenpferden von David Foster Wallace, dessen sprachlicher Wahnsinn, sowohl
positiv als auch negativ verstanden werden kann und dessen Beobachtungen uns vor Wahrheiten
stellt, die wir allzu gern übersehen wollen. Es ist ein Buch, das auf ein großes Finish verzichten
kann und sogar eine spannende Handlung zur Nebensache werden lässt, weil es ausreicht, den
Schicksalen der rund 200 Charakteren zu lauschen und zu sehen, was passiert, wenn man unsere
Konsumsucht auf die Spitze treibt.

„Skurril, verrückt und herrlich experimentell “

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

"Unendlicher Spaß" ist vieles gleichzeitig: eine satirische Zukunftsversion des westlichen Kapitalismus, Sport- und Drogendrama, Medienkritik, Psychothriller und Science Fiction, ein radikales Sprachexperiment und eine Verballhornung des traditionellen Familienromans. Das Personal dieses komplexen, multiperspektivischen Romans besteht "Unendlicher Spaß" ist vieles gleichzeitig: eine satirische Zukunftsversion des westlichen Kapitalismus, Sport- und Drogendrama, Medienkritik, Psychothriller und Science Fiction, ein radikales Sprachexperiment und eine Verballhornung des traditionellen Familienromans. Das Personal dieses komplexen, multiperspektivischen Romans besteht aus drei Dutzend zum Teil höchst skurrilen Figuren.
Als Leser ist man ständig in der Gefahr in den Wasserfällen endloser Sätze und der
Vielfalt der Perspektiven unterzugehen, aber das Weiterlesen lohnt sich: "Unendlicher Spaß" ist insgesamt komisch bis zum Kalauer und erschütternd bis zum schwer Erträglichen.

„Unendlicher Spaß“

Stefan Wimmer, Thalia-Buchhandlung Reutlingen

Schon die Vorberichterstattung im Börsenblatt des Buchhandels hat mich sehr neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie es geschrieben ist und was der Autor uns zu erzählen hat.
Vor 13 Jahren kam "Infinity jest" in den USA raus. Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace das Leben und seit nun über 5 Jahren arbeitete
Schon die Vorberichterstattung im Börsenblatt des Buchhandels hat mich sehr neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie es geschrieben ist und was der Autor uns zu erzählen hat.
Vor 13 Jahren kam "Infinity jest" in den USA raus. Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace das Leben und seit nun über 5 Jahren arbeitete Übersetzer Ulrich Blumenbach an diesem Opus Magnum dieses Bücherherbstes.
Also, was will man mehr, um sich durch dieses Monstrum durchzulesen:
Ich finde einen Hauch Shakespeare, eine Prise schwarzen und sarkastischen Humor und viele unterschiedliche Anspielungen, Zitate und Begebenheiten, die sich einer Tennisakademie und Entzugsanstalt abspielen.

Auch wenn ich noch nicht am Ende des Buches angekommen bin, so kann ich es jedem bereits jetzt schon empfehlen...denn es macht einen einfach süchtig!

„Unendlicher Spaß “

Ulrike Brügger, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Trotz des Todes von David Foster Wallace ist dies kein Trauergesang eines Lebensmüden.
Slapstick steht neben ernsthafter Kulturkritik, und parodistische Kapitel wechseln ab mit
tiefen Einblicken in die Psyche von Süchtigen. Sprachlich schöpft Wallace aus dem Vollen,
das macht es für mich zum Buch des Jahres.
Trotz des Todes von David Foster Wallace ist dies kein Trauergesang eines Lebensmüden.
Slapstick steht neben ernsthafter Kulturkritik, und parodistische Kapitel wechseln ab mit
tiefen Einblicken in die Psyche von Süchtigen. Sprachlich schöpft Wallace aus dem Vollen,
das macht es für mich zum Buch des Jahres.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Epochales, postmodernes, verspieltes und atemloses Meisterwerk. Eher ein Projekt als ein Roman. Auch und besonders für den Leser. Epochales, postmodernes, verspieltes und atemloses Meisterwerk. Eher ein Projekt als ein Roman. Auch und besonders für den Leser.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bonn

Geniales Werk über Drogen,Quebec,Tennis und Krieg.Keine leichte Kost,dafür intelligent kreiert und einzelne Stränge,die erst verwirrend erscheinen,perfekt verknüpft und analysiert. Geniales Werk über Drogen,Quebec,Tennis und Krieg.Keine leichte Kost,dafür intelligent kreiert und einzelne Stränge,die erst verwirrend erscheinen,perfekt verknüpft und analysiert.

Jens Budde, Thalia-Buchhandlung Lünen

Eine grandiose Dystopie und das "Opus" Magnum" von David Foster Wallace. Aber man sollte Ausdauer mitbringen.
Eine grandiose Dystopie und das "Opus" Magnum" von David Foster Wallace. Aber man sollte Ausdauer mitbringen.

Heike Blume, Thalia-Buchhandlung Dresden

Eine Herausforderung, die sich lohnt! Eine Herausforderung, die sich lohnt!

Frank Wehrmann, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

Epochal, tiefgründig, einzigartig. Das Vermächtnis eines der größten jungen amerikanischen Schriftsteller der vergangen Jahre. Epochal, tiefgründig, einzigartig. Das Vermächtnis eines der größten jungen amerikanischen Schriftsteller der vergangen Jahre.

Klaus Neumann, Thalia-Buchhandlung Solingen

Genialer Spaß für ausdauernde Leser! Genialer Spaß für ausdauernde Leser!

Marco Werner, Thalia-Buchhandlung Halle

Fantastische Dystopie mit unbarmherziger Sprachgewalt. Anspruchsvoller Lesestoff für Gesellschaftskritiker. Fantastische Dystopie mit unbarmherziger Sprachgewalt. Anspruchsvoller Lesestoff für Gesellschaftskritiker.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein opulerntes Werk und Meilenstein der internationalen Weltliteratur! Auch hier stehen die Abgründe der Gesellschaft im Vordergrund allerdings in Sprachkunst und Humor! Ein opulerntes Werk und Meilenstein der internationalen Weltliteratur! Auch hier stehen die Abgründe der Gesellschaft im Vordergrund allerdings in Sprachkunst und Humor!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
4
1
1
1
0

Buch der Bücher
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 11.06.2011

Da ich diesen Roman tatsächlich von Deckel zu Deckel gelese habe, verstehe ich die Irritationen bei denjenigen, die 400 Seiten hinter sich gebracht haben (dort aufzuhören ist unglücklich) - um sich dann zu ergeben. Zugegeben: Es bedarf wohl - sofern man damit nicht beruflich assoziert ist - einer persönlichen... Da ich diesen Roman tatsächlich von Deckel zu Deckel gelese habe, verstehe ich die Irritationen bei denjenigen, die 400 Seiten hinter sich gebracht haben (dort aufzuhören ist unglücklich) - um sich dann zu ergeben. Zugegeben: Es bedarf wohl - sofern man damit nicht beruflich assoziert ist - einer persönlichen Extremsituation, um dieses Buch wirklich durchzuhalten. Dann allerdings - es steigert sich über die letzten Hunderte von Seiten - entfaltet es eine Kraft, die ich keinem anderen Buch je zugetraut hätte. Es kann retten. Wer die Kritik am Dauerironismus der Postmoderne nicht verstanden hat, ist natürlich schlecht bedient. D.F.W. ist ein abstrakte Konzepte nutzender Herzblutschreiber von unerhörter Art. "Endlich hat mal jemand die Wahrheit geschrieben, und keiner hat's gemerkt", sagte ein Freund, der sich den Text ebenfalls vollständig angetan hat. Und antun muss man ihn sich. Er ist eine Zumutung. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass ein einzelner Mensch derartiges zustande bringen würde, einen Roman, der mühelos alles nur Vorstellbare verschluckt - auch alles Erträgliche. Ohne dabei eitel verspielt zu sein. Das Ding ist bitter ernst (und nicht etwa "pubertär". Es wirkt nur vielleicht so - zunächst - und das hat seinen Sinn.) Der Roman hätte auch Anlass sein können für eine Debatte zur strikten Trennung von Autor und Erzähler. Hier ist oft ganz klar nicht zu trennen. Das Ganze ist wie ein gigantischer Hilfeschrei, der in gescheiter Literaturwissenschaftelei untergegangen ist. Besonders beeindruckend: das Finale um Gately und die zirkuläre Struktur des Gesamtwerks. Diese Buch sprengt in jeder Hinsicht alles mir Bekannte.

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2 0
Intelligent, großartig, monströs: ein Wunder!
von Martin Bär aus St. Johann am 28.02.2011

Meine Güte, was soll man dazu sagen (oder schreiben)? Das ist ein Buch, so groß wie dick und schwer. 1600 Seiten prallen Lebens, das konnte ich nicht am Stück lesen (oder verarbeiten). Eine Inhaltsangabe ist nicht wirklich möglich, so zersplittert ist das Buch, so ausschweifend die vielen Erzählstränge. Diese... Meine Güte, was soll man dazu sagen (oder schreiben)? Das ist ein Buch, so groß wie dick und schwer. 1600 Seiten prallen Lebens, das konnte ich nicht am Stück lesen (oder verarbeiten). Eine Inhaltsangabe ist nicht wirklich möglich, so zersplittert ist das Buch, so ausschweifend die vielen Erzählstränge. Diese Figuren bleiben jedenfalls lange in Erinnerung, die genialen Incandenzas und all die Satelliten rundherum, die Französischen Freiheitsattentäter im Rollstuhl und die ganzen anderen wunderbar skurrilen Typen. Das ist einfach großartige Literatur, und wer dieses Buch nicht liest, versäumt ein, nein das Meisterwerk der amerikanischen Literatur der letzen zwanzig Jahre!

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2 0
Eine Aufgabe
von einer Kundin/einem Kunden am 17.11.2012

Das Buch „Unendlicher Spaß“ wurde 1996 von David Foster Wallace geschrieben. Es wurde 6 Jahre lang übersetzt. Handlung Beginnen wir mal damit worum es in dem Buch geht. Mexico, die Vereinigten Staaten und Kanada haben sich zur so genannten O.N.A.N.ta zusammengeschlossen. Wem da das Wort Onanieren oder Onanisten in den Kopf kommt hat richtig... Das Buch „Unendlicher Spaß“ wurde 1996 von David Foster Wallace geschrieben. Es wurde 6 Jahre lang übersetzt. Handlung Beginnen wir mal damit worum es in dem Buch geht. Mexico, die Vereinigten Staaten und Kanada haben sich zur so genannten O.N.A.N.ta zusammengeschlossen. Wem da das Wort Onanieren oder Onanisten in den Kopf kommt hat richtig gedacht. Das soll so sein. Um die Steuereinnahmen zu kompensieren werden Jahreszahlen vermietet. Der Hauptteil der Handlung spielt im Jahr der "Inkontinenz Unterwäsche". Jetzt werden verschiedenen Handlungsstränge aufgerissen. Die wichtigsten sind die um Hal, Gately und die AFR. Hal: Hal ist 17 Jahre und der 2. beste Spieler seiner Altersklasse an der Enfield Tennis Akademie, die sein Vater gegründet hat. Hal ist genau wie der gleichnamige Supercomputer in Stanley Kubricks 2001 ein Genie. Hal lernt mehrere Lexika auswendig, kann sich verdammt gut ausdrücken und ist drogensüchtig. Gately: Er lebt in der Enfield Entzugsklinik, die nah an der Tennisakademie liegt. Gately ist seid 4 Jahren trocken, war Dieb und Mörder und besucht regelmässig die Treffen der Anonymen Alkoholiker. Die AFR (Assassins des Fauteuils Roulants): Assassinen in Rollstühlen. Ihr Ziel ist es Quebeec(Amerikanisch Kanadischer Grenzstreifen) zu einem eigenen Staat zu machen. Dafür wollen sie sich der Master Kassette des Films „Unendlicher Spaß“ bemächtigen. Gerade in den Szenen wird die stärkste Gesellschaftskritik deutlich. Leider waren die mir oftmals zu hoch. Im Buch findet man um die 200 Personen. Selbst auf den letzten Seiten werden noch Personen eingeführt. Was ist der Unendliche Spaß? Ein Film der von Hals Vater gedreht wurde. Hauptrolle ist eine junge Frau die auch in der Entzugsklinik ist und immer verschleiert herumläuft, weil sie Mitglied der L.A.R.V.E ist. Diese Gruppe besteht eigentlich aus Menschen mit unansehnlichen Behinderrungen oder Unfällen. Joelle, so ihr Name, ist aber so unendlich schön, dass es gefährlich für jeden ist der sie ansieht. Jeder der den Film schaut wird in den Geisteszustand eines Kleinkindes versetzt und will sich den Film immer und immer wieder ansehen und verhungert schließlich. Die AFR möchte jetzt diese Kassette nutzen um die Amerikaner mit ihrer eigenen Konsumsucht zu schlagen. Was soll das? Nun, es geht in dem Buch um so vieles verschiedenes. Zum einen die Konsumsucht der Amerikaner (die ja unserer nicht unähnlich ist), Kindesmissbrauch, Alkohol und Drogensucht, Tennis, Materialismus, Konsumindustrie und der Unabhängigkeitskampf von Quebec.

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0 0
Wohl nicht mein Fall
von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2011

Ich habe mich lange Zeit auf US gefreut! Nachdem ich den Wälzer dann endlich zur Hand hatte, bin ich zu meiner Enttäuschung allerdings schon nach hundert Seiten ins Stocken gekommen, nach ein paar Ruhetagen habe ich ihm aber noch 100 weitere Seiten gegeben, um mich zu überzeugen, um dann... Ich habe mich lange Zeit auf US gefreut! Nachdem ich den Wälzer dann endlich zur Hand hatte, bin ich zu meiner Enttäuschung allerdings schon nach hundert Seiten ins Stocken gekommen, nach ein paar Ruhetagen habe ich ihm aber noch 100 weitere Seiten gegeben, um mich zu überzeugen, um dann nach doch noch und immerhin 400 Seiten endgültig aufzugeben. Zu vieles störte mich. Angefangen beim Humor: Der beschränkt sich, fast zu meiner Bestürzung, allzu oft auf Pubertäres, billigen Slapstick à la Dick & Doof oder der Überdehnung von Klischees. Warum etwa muß ein deutscher Lehrer mit dem so unendlich komischen Namen Schtitt mit Schaftstiefeln, Reitgerte und faschistoiden Lehrmethoden eingeführt werden? Warum die Albernheit frankokanadischer Selbstmordattentäter? Allenfalls wer Holland nur mit Tulpen und Holzschuhen verbindet, wem zu Spanien nur Toreros und Kastagnetten einfallen, kann sich von solchen Klischee-Reitereien, auch wenn sie nicht affirmativ gemeint sind, nicht verdrießen lassen. Der auch mir durchaus zugängliche Charme eines Fußnotenapparats in einem Roman verfliegt bei der realexistierenden Lektüre spätestens nach der dritten überflüssigen Fußnote zur Fußnote. Für sich spricht auch, dass ich als bekennender Fremdwörterfetischist das Wörterbuch schnell beseite gelegt habe, weil David Foster Wallace' lexikalische Monomanie sprichwörtlich zu Redundanz führt. Erzählerisch schadet das Fachwörterwimmeln sogar, weil es die 200 oder mehr Charaktere, die jemand gezählt haben will, schlichtweg einebnet. Überhaupt lassen sich - und das ist nur teilweise eine Konsequenz des unendlichen Wortschatzes - alle Personen des Romans auf höchstens zwei Grundtypen herunterbrechen. Was bleibt ist ein personales Rauschen, oder, durch die bloße Menge der Erzählstränge, allenfalls ein Sound von Komplexität. Insgesamt habe ich den Verdacht, dass Foster Wallace (dem Diktionäre verschlingenden Hal im Roman nicht unähnlich) als Schriftsteller eine Art Tatsachenphilatelist mit enormen erzählerischen Defiziten ist. Deshalb die seitenlangen Gebäudebeschreibungen, deshalb die Exkurse über beispielsweise Tätowierungen und Tätowierte, die Listen und Verzeichnisse. Ein Kapitel, in dem ein paar Schüler über eine Droge quatschen, liest sich da fast als würden unter erzähltechnischer Zuhilfenahme von ein paar Schülern die Wirkung und die urbanen Mythen einer Droge referiert. Man könnte in diesem Zusammenhang zuspitzend von einer Faktizität des Erzählens sprechen, eine Art enzyklopädo-autistische Erzählhaltung konstatieren. Ich kann ja sogar verstehen, wenn man das mit dem zwangsläufigen Stichwort "Postmoderne" lobt! Aber auch mit seiner vorgeblichen Modernität ging es mir anders: Mich ließ US seltsamerweise oft an das Barockzeitalter denken, - freilich ohne diese Assoziation auf Anhieb erklären zu können. Aber genug der Vorwürfe und Schuldnachweise. US hat einige großartige Passagen, wie die Hal-Orin-Telefonate, und David Foster Wallace unverkennbar auch Stärken. Ausrufezeichen. Ein Beispiel: "Hals Spiegelbild passt genau in eine Kachel der gegenüberliegenden Wand [im Duschraum]; wenn er langsam den Kopf bewegt, verzerrt sich sein Gesicht und gewinnt auf der nächsten Kachel mit einem optischen Ploing die Form zurück." - Das ist zugegebenermaßen mehr als gut und Ähnliches oft die einzige Belohnung über Dutzende von Seiten. Allinsgesamt: Wäre US kürzer, hätte ich vielleicht sogar durchgehalten. Als Schriftsteller will ich David Foster Wallace für mich jedenfalls nicht abhaken. Soviel Versöhnung zum Schluß muß immerhin sein.

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0 0
überkandidelt
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 17.06.2011

Selten sowas Dröges gelesen. Umständlich, gestelzt und alles wirkt irgendwie einförmig, die Protagonisten austauschbar, so erschien mir dieser mühsame Wälzer. Die wenigen Passagen, wo wirklich Lesegenuss aufkommt, würden auf ca. 300 Seiten passen, der grosse Rest ist quasi vertane Zeit. Es liest sich auch eher wie eine Zeitung... Selten sowas Dröges gelesen. Umständlich, gestelzt und alles wirkt irgendwie einförmig, die Protagonisten austauschbar, so erschien mir dieser mühsame Wälzer. Die wenigen Passagen, wo wirklich Lesegenuss aufkommt, würden auf ca. 300 Seiten passen, der grosse Rest ist quasi vertane Zeit. Es liest sich auch eher wie eine Zeitung oder ein Magazin mit verschiedensten Artikel ohne viel Zusammenhang. Kurzgeschichten hätten es auch getan, statt daraus einen umständlichen Roman basteln zu wollen. Der Roman hat nun bereits 15 Jahre auf dem Buckel und ist evtl. noch als historisch für die 90er brauchbar, aber das wars dann schon. Nach 500 Seiten Qual las ich den Rest nur noch quer.

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0 1
Genial!
von Andreas Wetekam aus Münster (Poertgen-Herder) am 16.10.2009
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich verkneife mir jedwede Angabe zum Inhalt, kann man diese 1600 Seiten in meine Augen schlicht und ergreifend nicht angemessen in wenigen Zeilen erläutern. Doch das ist nicht tragisch, machen doch ganz andere Dinge den Reiz dieses opus magnum von David Foster Wallace aus. Erst einmal ist da die... Ich verkneife mir jedwede Angabe zum Inhalt, kann man diese 1600 Seiten in meine Augen schlicht und ergreifend nicht angemessen in wenigen Zeilen erläutern. Doch das ist nicht tragisch, machen doch ganz andere Dinge den Reiz dieses opus magnum von David Foster Wallace aus. Erst einmal ist da die Sprache: Grandios, ich konnte nicht anders als jede Seite des Buches zu genießen und das ist sicherlich nicht zuletzt der große Verdienst von Übersetzer Ulrich Blumenbach, der nicht oft genug genannt werden kann, um seinen Anteil an diesem Werk gebührend zu würdigen. Zum Anderen ist da schlicht und ergreifend die Herausforderung diese 1600 Seiten in Angriff zu nehmen. Ich konnte das Buch nicht am Stück lesen, das werden wohl die Wenigsten, doch das tut dem Spaß am Buch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, so hat man überhaupt erst die Möglichkeit die einzelnen Teile der Geschichte zu verarbeiten und die kommenden Lesestunden voller Freude zu genießen. Ganz bestimmt keine leichte Lektüre, aber das ist wohl allen klar, daher nur mein Ratschlag: trauen sie sich, es lohnt sich auf jeden Fall.

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unendlich facettenreicher Spass
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Wenn Sie mit franko-kanadischen Rollstuhl-Killerkomandos und Straps und high heels tragenden US Agenten um Wichtigkeit und Legitimation streiten, wenn Sie an der Enfield Tennis Academy einer Gruppe adoleszenter, zukünftiger Sporthelden, deren Leistungs- druck und Art der Verarbeitung beiwohnen, wenn Sie im Enfield Entziehungszentrum der Kompletten Palette an Sucht und Abhängigkeit und... Wenn Sie mit franko-kanadischen Rollstuhl-Killerkomandos und Straps und high heels tragenden US Agenten um Wichtigkeit und Legitimation streiten, wenn Sie an der Enfield Tennis Academy einer Gruppe adoleszenter, zukünftiger Sporthelden, deren Leistungs- druck und Art der Verarbeitung beiwohnen, wenn Sie im Enfield Entziehungszentrum der Kompletten Palette an Sucht und Abhängigkeit und den Geschichten der Insassen begegnen, wenn Sie es geschafft haben das Fremdwörterbuch zur Seite zu legen und sich der hypnotisch berauschenden Vielseitigkeit des Buches zu ergeben und Ihnen dieses Satzfragment lediglich ein Schmunzeln und das Verlangen nach mehr Komplexität abringt, dann, und nur dann, befinden Sie sich mitten im Fahrwasser der „unendlicher Spass“-Patrone. Dieses Buch drückt Sie in` s kalte Wasser, bringt Sie mit Starkstrom auf die gewünschte Frequenz, feuert Sie in die Umlaufbahn, lässt Sie dort so lange es wünscht verweilen und erholen um Ihre Synapsen danach wieder ungebremst gegen die Wand zu fahren. Erholung finden Sie auf opiumgetränkten rosa Wölkchen, bevor der Traum, oder auch nicht, weiter geht. Noch nie habe ich in einem Buch ein ganzes Universum an Geschichten, Erlebtem, Fantasie Und skurilem Witz von dieser Klasse gefunden.1300 Seiten Roman und300 Seiten, den Roman erklärenden Fußnoten. Hermann Hesse schrieb über Dostojewskij`s Roman „die Brüder Karamassow“:“Dass ein einzelner Mensch dieses Buch geschrieben hat, grenzt an ein Wunder.“ Dieser Satz trifft, meiner Meinung nach, auch auf Wallace`s „unendlicher Spass“zu. Mein Tip: Schlagen Sie das Buch an einer beliebigen Stelle auf und lesen Sie zwanzig Seiten. Fangen Sie dann entweder auf Seite eins a und lesen Sie es bis zum Schluss, oder schließen Sie das Buch und verzichten auf unendlichen Spass.

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von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Macht das Spass? Ehrlich, dafür habe ich keine Antwort, denn es ist schlicht und ergreifend unmöglich, vielleicht sogar unmenschlich, dieses Buch (Lebenswerk eines innerlich Zerrissenen wäre die bessere Bezeichnung) inhaltlich wiederzugeben. Es geht auch gar nicht so sehr darum, alles, was darin steht, ernst zu nehmen oder gar zu... Macht das Spass? Ehrlich, dafür habe ich keine Antwort, denn es ist schlicht und ergreifend unmöglich, vielleicht sogar unmenschlich, dieses Buch (Lebenswerk eines innerlich Zerrissenen wäre die bessere Bezeichnung) inhaltlich wiederzugeben. Es geht auch gar nicht so sehr darum, alles, was darin steht, ernst zu nehmen oder gar zu begreifen. "Unendlicher Spass" ist vor allem die endlose Lust an der Sprache und ihrer grenzenlosen Spielmöglichkeiten. David Foster Wallace war bestimmt kein Meister des Lebens, aber einer in der Kunst des Ausdrucks, der Beschreibung und des Jonglierens mit Worten, weswegen ich ihn verehre! Einzelne Passagen habe ich zigmal gelesen, weil sie so perfekt formuliert sind, andere dagegen darf man getrost unverstanden hinter sich lassen, weil sich ein zu destruktiver, vom Leben zerfressener Geist dahinter verbirgt. Ein Jahr habe ich gebraucht, um diesen Wälzer Stück für Stück, in kleinen Häppchen, zu schlucken. Das Verdauen dürfte dagegen weitaus länger dauern - sofern das überhaupt möglich ist. Inhaltlich oftmals fragwürdig, aber sprachlich über alle Massen genial, wird dieses Buch wohl das gleiche Schicksal ereilen wie "Ulysses" und in vielen Regalen nur als ungelesenes, intellektuelles Statussymbol stehen. So oder so, übersehen kann man es auf keinen Fall!

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