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Verräterische Gebeine

Der erste Fall für Hugh de Singleton

(4)
Was Uctred da gerade gefunden hatte, hielt er zunächst für Schweineknochen. Warum sie in der Senkgrube am Fuß der Burgmauer von Bampton lagen, wusste er nicht, und es war ihm auch gleichgültig.
Dann entdeckte er den Schädel. Uctred hatte schon viele Schweine geschlachtet. Er kannte den Unterschied zwischen einem Schweinekopf und einem menschlichen Schädel. Lord Gilbert ließ mich holen, damit ich mir die Knochen ansehe. Alle wussten, wessen Gebeine es wohl waren. Aber sie sollten sich irren...
Oxford, im Herbst 1363. Hugh de Singleton hat sich in soeben als Chirurg niedergelassen. Während er aus dem Fenster starrt und auf erste Patienten wartet, wird er Zeuge eines Reitunfalls direkt vor seinem Haus – ein Glücksfall für ihn, wie sich herausstellen soll. Hugh behandelt den verletzten Lord Gilbert mit Erfolg, und die Zufallsbegegnung öffnet ihm die Türen zu einer guten Position. Dass er damit auch unerwartet in die Aufklärung eines undurchsichtigen Mordfalls hineinverstrickt werden wird, kann Hugh noch nicht ahnen.
Portrait
Dorothee Dziewas, geboren 1965, ist freiberufliche Autorin, Übersetzerin und Lektorin. Sie engagiert sich in der anglikanischen Gemeinde in Wiesbaden sowie in der Ökumene und genießt in ihrer Freizeit Spaziergänge in Wald und Feld und Musik in ihren vielfältigen Formen. Dorothee Dziewas ist verheiratet und lebt bei Bad Schwalbach im Untertaunus.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum August 2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7655-2051-8
Verlag Brunnen
Maße (L/B/H) 205/139/27 mm
Gewicht 389
Originaltitel The Unquiet Bones. First Chronicle of Hugh de Singleton
Auflage 1
Illustratoren Wolfgang Staisch
Verkaufsrang 40.469
Buch (Taschenbuch)
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der erste Fall für Hugh de Singleton
von LEXI am 26.10.2015

Mel Starr, amerikanischer Autor aus Michigan und zugleich Experte für die Geschichte der Chirurgie sowie für Sprache und Kultur Englands im Mittelalter präsentiert mit „Verräterische Gebeine. Der erste Fall für Hugh de Singleton“ den ersten Teil einer historischen Krimireihe. In insgesamt siebzehn Buchkapiteln erfährt der interessierte Leser die Geschichte... Mel Starr, amerikanischer Autor aus Michigan und zugleich Experte für die Geschichte der Chirurgie sowie für Sprache und Kultur Englands im Mittelalter präsentiert mit „Verräterische Gebeine. Der erste Fall für Hugh de Singleton“ den ersten Teil einer historischen Krimireihe. In insgesamt siebzehn Buchkapiteln erfährt der interessierte Leser die Geschichte eines Mordfalls und darf sich an der Seite des Protagonisten an der akribischen Suche nach den Schuldigen beteiligen. Der Ich-Erzähler Hugh de Singleton, vierter Sohn eines unbedeutenden Ritters aus der Grafschaft Lancashire, wird nach Fürsprache des Dorfpriesters zum Studium nach Oxford geschickt. Nach sechs Jahren wendet er sich schließlich der Chirurgie zu, und behandelt nach der Eröffnung seiner ersten Praxis Lord Gilbert, dem Eigentümer von Burg Bampton. Dieser macht ihm ein verlockendes Angebot, dem er einfach nicht widerstehen kann. Und so verlässt Hugh Oxford und übersiedelt nach Bampton, wo er nach dem Fund eines menschlichen Skeletts in der Unrat Grube der Burg von Lord Gilbert mit der Ermittlungsarbeit beauftragt wird. Es ist seinem Beruf zu verdanken, dass Hugh die Spuren an den Knochen rasch zu deuten und die Todesursache herauszufinden vermag, die Ermittlungsarbeiten zur Aufklärung des Falles jedoch erweisen sich als langwierig. Noch dazu versteht es Lord Gilberts bezaubernde Schwester Joan, Hughs Dienste als Chirurg in Anspruch zu nehmen und ihn von seinen Aufgaben abzulenken... Ich muss gestehen, dass ich angesichts der Leseprobe ein klein wenig zögernd auf dieses Buch zugegangen bin. Grundsätzlich bin ich von Geschichten, die aus der Sicht eines Ich-Erzählers dargeboten werden, nicht begeistert. Mel Starr konnte diese kleine Eigenheit, die mich bereits von so manch gutem Buch abgehalten hat, vollständig beiseite räumen. Ich kann den Schreibstil dieses Buches nur als exzellent bezeichnen, die wunderschöne, teilweise auch mit Humor gespickte Sprache, die gewählten und der Zeit des vierzehnten Jahrhunderts angepassten Worte fand ich authentisch und vollkommen überzeugend. Mel Starr beschreibt die Welt der feudalen Burgherren, die Lebensumstände der Burgbewohner, aber auch jene der armen Bevölkerungsschicht, die ein karges Dasein fristeten und dazu angehalten waren, ihren Burgherren zu dienen. Der lebendige Schreibstil des Autors gepaart mit dem Spannungsniveau der Krimihandlung machte es mir äußerst schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Hugh de Singleton entdeckt einige Auffälligkeiten und Hinweise, verfolgt diese zielstrebig, wird auch von falschen Fährten abgelenkt, um jedoch letztendlich die Schuldigen mit Hilfe von Lord Gilbert zur Rechenschaft zu ziehen. Der sympathische und bescheidene Protagonist punktet nicht nur mit seinem fachlichen Wissen, sondern entwickelt dank seines Auftraggebers ein kriminalistisches Gespür. Darüber hinaus hat der Mann sein Herz auf dem rechten Fleck und versucht den Menschen zu helfen, wo immer es ihm möglich ist. Hugh de Singleton ist zudem gläubig, und der Christliche Glaube wird dezent in die Handlung eingeflochten. Besonderes Augenmerk wurde meiner Meinung nach auch auf die optische Gestaltung dieses Buches gelegt. Das Buchcover punktet mit pergamentfarbenem Hintergrund und wunderschönen blutroten Lettern, die ornamental gestaltet den Titel präsentieren. Darunter werden chirurgische Instrumente dargeboten, ein zentral platzierter, tiefroter Blutfleck zieht das Auge des Betrachters unweigerlich auf sich. Auch das meines Erachtens unumgängliche Glossar sollte erwähnt werden. Hier erläutert der Autor sehr viele im Buch vorkommende Begriffe, deren Bedeutung man in der heutigen Zeit kaum noch kennt, die aber für das Verständnis des Inhalts äußerst relevant ist. Eine detaillierte Karte von Bampton hilft dem Leser, sich anhand der für die Handlung markanten abgebildeten Orte, zurechtzufinden. Fazit: „Verräterische Knochen“ war ein Buch, das mich restlos begeistert hat. Ich freue mich bereits auf den Nachfolgeband und kann die Lektüre dieses historischen Kriminalromans, der noch dazu mit einem wundervollen Sprachstil punktet, uneingeschränkt weiter empfehlen.

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Verräterische Gebeine
von dorli am 06.09.2015

Oxford/Bampton, Herbst 1363. Chirurg Hugh de Singleton verarztet den verunfallten Lord Gilbert Talbot und wird nach erfolgreicher Behandlung von diesem gebeten, sich als Arzt in Bampton niederzulassen. Ein Angebot, das Hugh gerne annimmt - nicht ahnend, dass er mit dieser Zusage auch zum Detektiv wider Willen wird… In seinem historischen... Oxford/Bampton, Herbst 1363. Chirurg Hugh de Singleton verarztet den verunfallten Lord Gilbert Talbot und wird nach erfolgreicher Behandlung von diesem gebeten, sich als Arzt in Bampton niederzulassen. Ein Angebot, das Hugh gerne annimmt - nicht ahnend, dass er mit dieser Zusage auch zum Detektiv wider Willen wird… In seinem historischen Krimi „Verräterische Gebeine“ entführt Mel Starr den Leser in das 14. Jahrhundert nach Bampton, England und erzählt die Geschichte des Chirurgen Hugh de Singleton. Der Autor zeichnet ein sehr glaubwürdiges Bild des mittelalterlichen englischen Landlebens. Die Beschreibungen der Schauplätze und die Schilderungen der Ereignisse sind überaus gut gelungen, so dass man ruckzuck mittendrin im Geschehen ist. Mel Star hat einen angenehm zügig zu lesenden Schreibstil. Der Autor lässt seine Hauptfigur lebhaft und mit einer großen Portion Witz in der Stimme von seinen Erlebnissen erzählen und wartet dabei mit tollen Formulierungen und vielen klugen Sätzen auf, wie zum Beispiel: „…dass die unangenehme Wahrheit ein Baum ist, der angenehme Früchte tragen kann…“ (S.38) oder „…Es ist das Wesen der Sünde, dass sie uns Vergnügen bereitet, sonst hätten wir weniger Mühe, sie zu meiden…“ (S.161) oder auch „…Ich bin das, was Gott geschaffen hat und was ich aus dem Material, das er bereitgestellt hat, gemacht habe…“ (S.172). Hugh de Singleton ist ein sehr sympathischer Mann. Er ist gewissenhaft, ehrlich, bescheiden und äußerst selbstkritisch. Er ist davon überzeugt, ein guter Chirurg zu sein, schätzt aber seine Fähigkeiten als Ermittler als sehr gering ein. Lord Gilbert sieht das anders und so macht Hugh sich, wenn auch zunächst widerwillig, auf die Suche nach dem Mörder. Sein Gerechtigkeitssinn und seine Neugier treiben ihn an. Der Fall erweist sich als knifflig, da die Morde schon einige Monate zurückliegen, aber Hugh kommt der Lösung durch gute Beobachtungsgabe und gewiefte Fragestellungen Stück für Stück näher. Auch sein umfangreiches medizinisches Wissen ist bei der Spurensuche sehr hilfreich, außerdem kommt ihm ab und an der Zufall zu Hilfe. Die Handlung ist durchweg fesselnd, eine nicht vorhersehbare Wendung im letzten Drittel des Buches katapultiert die Spannung noch einmal kräftig nach oben. Es hat mir großen Spaß gemacht, Hugh de Singleton durch diese spannende und humorvolle Geschichte zu begleiten und freue mich schon sehr auf seinen nächsten Fall.

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Spannender Auftakt einer historischen Krimireihe
von Sandra aus NRW am 02.09.2015

Mel Starr ist Experte für die Geschichte der Chirurgie und für Sprache und Kultur Englands im Mittelalter. Die vielen mittelalterlichen Begriffe in der Erzählung sind also nicht verwunderlich. So findet sich gleich zu Beginn des Buchs ein hilfreiches Glossar, in dem die Wörter erläutert werden; ich habe während des... Mel Starr ist Experte für die Geschichte der Chirurgie und für Sprache und Kultur Englands im Mittelalter. Die vielen mittelalterlichen Begriffe in der Erzählung sind also nicht verwunderlich. So findet sich gleich zu Beginn des Buchs ein hilfreiches Glossar, in dem die Wörter erläutert werden; ich habe während des Lesens immer mal wieder zurückgeblättert. Den einen oder anderen Leser könnte dies aber vielleicht stören. Wirklich faszinierend fand ich die vielen medizinischen Infos, wenn aber auch einige gleichzeitig abschreckend waren. Dennoch bietet das Buch sehr interessante Einblicke in die Geschichte der Chirurgie, die gut in die Erzählung eingebettet sind. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Hugh de Singleton erzählt. Es bleibt unklar an wen er schreibt, aber er macht viele kleine Andeutungen, die die Spannung erhalten oder erhöhen. Hugh ist ein sympathischer Protagonist mit dezentem, selbstkritischem Humor. Geschickt und unaufdringlich hat der Autor den christlichen Glauben in die Geschichte einfließen lassen und ihn gleichzeitig als etwas Selbstverständliches für diese Zeit dargestellt. Im letzten Drittel gibt es eine unerwartete Wendung, bevor Hugh, der neben seiner Tätigkeit als Chirurg Detektiv wider Willen ist, dann den Mordfall schlüssig und glaubwürdig aufklärt. Das Buch nimmt somit einen runden Abschluss. Etwas verwirrend fand ich manchmal allerdings, dass einige Vornamen doppelt vorkamen. Ich gehe einfach davon aus, dass dem Autor nicht die Namensideen ausgegangen sind, sondern dass er der Authentizität wegen Namen mehr als einmal verwendet hat. Fazit: "Verräterische Gebeine" ist ein spannender, historischer Krimi und war, bis auf die unbekannten Begriffe, leicht zu lesen. Ich habe das Buch in sehr kurzer Zeit beendet und freue mich auf Hugh de Singletons weitere Fälle im Oxford des 14. Jahrhunderts. Der zweite Band liegt schon bereit! (4.5 Sterne)

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Mein Leseeindruck
von Diana Jacoby aus Bretten am 04.12.2016

Das sehr ansprechende Cover hatte mich sofort neugierig gemacht. Und da ich sowohl ein Liebhaber historischer Romane, als auch ein Serienjunkie bin, wollte ich das Buch auch unbedingt haben. Auffällig fand ich jedoch, diesen sehr ausführlichen Klappentext, der hoffentlich nicht zuvieles preis gab. Schon nach den ersten Zeilen musste ich... Das sehr ansprechende Cover hatte mich sofort neugierig gemacht. Und da ich sowohl ein Liebhaber historischer Romane, als auch ein Serienjunkie bin, wollte ich das Buch auch unbedingt haben. Auffällig fand ich jedoch, diesen sehr ausführlichen Klappentext, der hoffentlich nicht zuvieles preis gab. Schon nach den ersten Zeilen musste ich feststellen, dass die Schriftgrösse etwas ermüdend war. Meiner Meinung nach, wäre hier eine etwas grössere Schriftart oder ein anderer Schrifttyp besser und lesefreundlicher gewesen. Was nun kam, erstaunte mich noch mehr. Stand doch da die Danksagung, obwohl die Geschichte doch noch gar nicht angefangen hatte. Hatte der Autor Angst, er würde bis zum Schluss seines Dankesworte vergessen? Und tatsächlich, anschließend kam das Glossar. Na nu... hatte ich die Geschichte überblättert? ? Aber nein, denn nun endlich kam eine gezeichnete Karte von Bampton und das erste Kapitel begann. Wir landen im Herbst des Jahres 1363 in Oxford und ermitteln typisch britisch. Langsam, unaufdringlich, gemächlich. Nun ja, ich möchte sagen, dass es sich wohl hierbei um einen Krimi handelt, der sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Sehr gehäbig lernt der Leser den Hautprotagonisten Hugh de Singleton kennen. Bis hierhin hatte ich mir schon mindestens dreimal überlegt, das Buch einfach wieder ins Regal zu stellen. Aber nein, da es sich um ein Rezensionsexemplare des Verlages handelt, werde ich durchhalten. So langsam der Krimi angefangen hatte, so langsam zog er sich dahin bis er schlussendlich auch genauso langsam sich dem Ende näherte. Die Ermittlungsansätze waren gut, aber auch nicht mehr, was ich sehr schade fand, da man aus dieser Geschichte hätte bestimmt noch einiges mehr rausholen können. Als kleiner Nebenschauplatz gab es dann noch ein bisschen Liebesgeplänkel. Wobei auch dieses so langsam war, dass man es fast überlesen könnte. Fazit: Aufgrund des Titel und des Covers hatte ich hier deutlich mehr erwartet. Ich hatte ständig das Gefühl, den Protagonisten etwas anschubsen zu müssen, da er mir zeitweilig doch sehr träge erschien. Für mich waren es ca. 284 Seiten, die sich endlos hingezogen hatten.

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