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Vom Ende der Einsamkeit

Roman. Gewinner 'Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels' 2016

(33)
»Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.«
Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein.
Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.
Portrait
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Im Alter von sechs Jahren begann seine Reise durch drei bayerische Internate. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vielbeachtetes Debüt ›Becks letzter Sommer‹ erschien 2008, wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und 2015 fürs Kino verfilmt. Wie bereits sein dritter Roman ›Fast genial‹ steht auch sein soeben erschienener Roman ›Vom Ende der Einsamkeit‹ auf den Bestsellerlisten. Wells wurde dafür mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 24.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-06958-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 191/126/24 mm
Gewicht 351
Auflage 8
Verkaufsrang 587
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eine unglaublich berührende und mitreißende Geschichte!“

V. Harings, Thalia-Buchhandlung Bergisch-Gladbach

Drei Geschwister die durch den Verlust ihrer Eltern, merken wie hart das Leben sein kann.
Während Marty und Liz auf unterschiedliche Weise damit umgehen, fühlt sich der jüngste Bruder Jules einfach nur im Stich gelassen. Von seinen Geschwistern, seinen Eltern und der ganzen Welt.
Doch wie entwickelt man sich als Jugendlicher, wenn
Drei Geschwister die durch den Verlust ihrer Eltern, merken wie hart das Leben sein kann.
Während Marty und Liz auf unterschiedliche Weise damit umgehen, fühlt sich der jüngste Bruder Jules einfach nur im Stich gelassen. Von seinen Geschwistern, seinen Eltern und der ganzen Welt.
Doch wie entwickelt man sich als Jugendlicher, wenn man immer nur einsam ist?
Schafft man es überhaupt noch richtig zu leben?

Benedict Wells schafft es mit seinem neuen großartigem Buch uns die Frage um den Sinn des Lebens zu stellen.
Wie geht man mit bestimmten Situationen in seinem Leben um die einen grundlegend verändert zurücklässt?
Was ist wirklich wichtig im Leben? Was macht mich wirklich glücklich?
Mein absolutes Lieblingsbuch.

„Überwältigende Geschichte“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Ich hatte schon einige Zeit um dieses Buch herumgeschlichen, war mir aber nicht sicher, ob ich es lesen sollte. Eine Bekannte gab mir dann den entscheidenden Schubs und ich fing an … und konnte nicht mehr aufhören. Dieser Roman hat mich komplett überwältigt und sehr berührt. Er hat mich vollends von der Größe des Schriftstellers Benedict Ich hatte schon einige Zeit um dieses Buch herumgeschlichen, war mir aber nicht sicher, ob ich es lesen sollte. Eine Bekannte gab mir dann den entscheidenden Schubs und ich fing an … und konnte nicht mehr aufhören. Dieser Roman hat mich komplett überwältigt und sehr berührt. Er hat mich vollends von der Größe des Schriftstellers Benedict Wells überzeugt. Wer auf diese Art und Weise eine so wunderbare Geschichte erzählen kann, verdient unsere höchste Anerkennung.

„Letztendlich großartig!“

Nancy Jarisch, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Seit einer gefühlten Ewigkeit fieberte ich dem neuen Benedict Wells, einem meiner Lieblingsautoren, entgegen. Zu Beginn habe ich mich mit diesem Roman dann doch etwas schwer getan. Ich vermisste den für ihn typischen Antihelden, dem man schmunzelnd wie mitfühlend beim Scheitern zusieht.

Stattdessen erwartet den Leser in diesem Buch
Seit einer gefühlten Ewigkeit fieberte ich dem neuen Benedict Wells, einem meiner Lieblingsautoren, entgegen. Zu Beginn habe ich mich mit diesem Roman dann doch etwas schwer getan. Ich vermisste den für ihn typischen Antihelden, dem man schmunzelnd wie mitfühlend beim Scheitern zusieht.

Stattdessen erwartet den Leser in diesem Buch eine tragische Geschichte. Sie wirft die Frage auf, ob sich eine schwierige Kindheit, die vom Gefühl der Einsamkeit geprägt ist, überwinden lässt.

Der junge Jules wächst mit seinen Geschwistern Liz und Marty in einer behüteten Familienidylle auf. Als seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen, finden sich die drei in einem Heim wieder, wo sie sich schnell aus den Augen verlieren. Jules lernt hier das Gefühl von Einsamkeit kennen und scheint unfähig neue Beziehungen aufzubauen. Stattdessen flüchtet er sich in Tagträume und Erinnerungen. Einzig die charismatische Alva findet einen Zugang zu ihm, doch auch sie hat das Gefühl von Vertrautheit und Lieben verlernt und stößt ihn immer wieder zurück. Gerade deshalb wird sie zum Angelpunkt seines weiteren Lebens.

Zwar ganz anders als die Vorgänger ist dieses Buch letztendlich wieder einmal großartig!!! Lange noch grübelt man mit Jules: Wer bin ich und wer könnte ich sein, wäre ich fähig, alles, was mich negativ geprägt hat, zu überwinden.

„Ein wunderbarer Roman!“

Verena Eder, Thalia-Buchhandlung Regensburg

Die Geschwister Liz, Marty und Jules verlieren durch einen Autounfall jung ihre Eltern und kommen ins Internat. Dort erleben sie die harte Realität des "Alleineseins". Als Leser begleitet man Jules durch sein Erwachsenwerden und die damit einhergehenden Schwierigkeiten. Freundschaft, Liebe, Enttäuschung und Familie spielen in diesem Die Geschwister Liz, Marty und Jules verlieren durch einen Autounfall jung ihre Eltern und kommen ins Internat. Dort erleben sie die harte Realität des "Alleineseins". Als Leser begleitet man Jules durch sein Erwachsenwerden und die damit einhergehenden Schwierigkeiten. Freundschaft, Liebe, Enttäuschung und Familie spielen in diesem Roman eine ganz große Rolle!

„Wer bin? UNd wer könnte ich sein?“

Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

Wer bin ich? Und wer könnte ich sein?
Die Frage nach der eigenen Identität angesichts von Schicksalsschlägen, die dem Leben einen völlig neuen Verlauf geben, steht im Mittelpunkt von Benedict Wells fesselndem neuen Roman. Die Geschwister Liz, Marty und Jules verlieren ihre Eltern als junge Teenager und kommen daraufhin in ein Internat.
Wer bin ich? Und wer könnte ich sein?
Die Frage nach der eigenen Identität angesichts von Schicksalsschlägen, die dem Leben einen völlig neuen Verlauf geben, steht im Mittelpunkt von Benedict Wells fesselndem neuen Roman. Die Geschwister Liz, Marty und Jules verlieren ihre Eltern als junge Teenager und kommen daraufhin in ein Internat. Während der ein wenig freakige Marty scheinbar unbeirrt seinen Weg geht und die charismatische schöne Liz sich in unverbindliche Beziehungen und Drogen flüchtet, fühlt sich der jüngere Bruder Jules von seinen Geschwistern im Stich gelassen. Der selbstbewußte, ja draufgängerische Junge wandelt sich zum unsicheren Außenseiter und braucht viele Jahre, um sich selbst neu zu (er)finden. Dieser Roman zieht einen in seinen Bann und lässt einen so schnell nicht wieder los, da er existentielle Fragen anspricht. Oder, wie Marty sagt: "Wie sind von Geburt an auf der Titanic. (...) Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern, aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch herumlaufen oder ob wir wie die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt."

„Intensive Lektüre“

Dunja Reiling, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Lange her, dass ich etwas gelesen habe, was mich so intensiv berührt zurück gelassen hat. Setze ich in meinem Leben die richtigen Prioritäten? Danke für den Denkanstoß Benedict Wells! Lange her, dass ich etwas gelesen habe, was mich so intensiv berührt zurück gelassen hat. Setze ich in meinem Leben die richtigen Prioritäten? Danke für den Denkanstoß Benedict Wells!

„Drei Geschwister, drei unterschiedliche Lebenswege...“

Juliana Grassel, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Ein tragischer Unfall, der die drei Geschwister Jules, Marty und Liz in verschiedene Richtungen lenkt. Welche Erlebnisse wirken sich wie auf den eigenen Lebensweg aus? Inwieweit hat man vieles selbst in der Hand? Tiefsinnig, erwachsen und brillant erzählt! Ein tragischer Unfall, der die drei Geschwister Jules, Marty und Liz in verschiedene Richtungen lenkt. Welche Erlebnisse wirken sich wie auf den eigenen Lebensweg aus? Inwieweit hat man vieles selbst in der Hand? Tiefsinnig, erwachsen und brillant erzählt!

„Vom Ende der Einsamkeit“

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Die drei Geschwister Liz, Marty und Jules verlieren schon sehr früh ihre Eltern durch einen tragischen Unfall. Fortan müssen die drei nun ein Internat besuchen, da es nicht möglich ist, bei einem Verwandten zu leben. Die Internatszeit tut nicht jedem der drei so richtig gut, denn jeder hat in diesem neuen Lebensabschnitt mit Ängsten, Die drei Geschwister Liz, Marty und Jules verlieren schon sehr früh ihre Eltern durch einen tragischen Unfall. Fortan müssen die drei nun ein Internat besuchen, da es nicht möglich ist, bei einem Verwandten zu leben. Die Internatszeit tut nicht jedem der drei so richtig gut, denn jeder hat in diesem neuen Lebensabschnitt mit Ängsten, Verlusten und einer ganz neuen Situation zu kämpfen. Dieser wunderbare, einfühlsame Roman wird aus der Sicht des jüngsten Bruders, Jules, erzählt, der beginnend von seinem zehnten Lebensjahr bis Mitte dreißig sein Leben ohne Eltern, ohne richtigen Halt, verlassen und trotzdem dadurch gestärkt, seinen Überlebenskampf beschreibt. Ich fand den Roman ganz wundervoll!

Katrin Knauft, Thalia-Buchhandlung Bernburg (Saale)

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und war einfach nur begeistert von der eindringlichen Geschichte, den durchdachten Charakteren und dem flüssigen Schreibstil. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und war einfach nur begeistert von der eindringlichen Geschichte, den durchdachten Charakteren und dem flüssigen Schreibstil.

Lisa Franzkowiak, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein Buch, welches jeder gelesen haben sollte! Man möchte sich beim Lesen ständig Zitate rausschreiben und die Charaktere wachsen einem richtig ans Herz. Ein Buch, welches jeder gelesen haben sollte! Man möchte sich beim Lesen ständig Zitate rausschreiben und die Charaktere wachsen einem richtig ans Herz.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bonn

Eine der tollsten Familiengeschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Man fiebert, lacht und leidet mit dem Protagonisten mit. Weihnachtstipp! Eine der tollsten Familiengeschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Man fiebert, lacht und leidet mit dem Protagonisten mit. Weihnachtstipp!

Kerstin Ehlert, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Dieses Buch benötigt keine großen Worte, um für immer einen Platz im Herzen und im Bücherregal zu erhalten. Es ist alles und noch viel mehr. Ein großartiges Buch! Dieses Buch benötigt keine großen Worte, um für immer einen Platz im Herzen und im Bücherregal zu erhalten. Es ist alles und noch viel mehr. Ein großartiges Buch!

Jana Bonk, Thalia-Buchhandlung Hagen

Ein Buch, so bewegend und ehrlich wie das Leben. Überraschend, philosophisch, packend und schlichtweg genial zieht Benedict Wells langsam und gekonnt die Leser in seinen Bann! Ein Buch, so bewegend und ehrlich wie das Leben. Überraschend, philosophisch, packend und schlichtweg genial zieht Benedict Wells langsam und gekonnt die Leser in seinen Bann!

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Eines der wunderbarsten Bücher der letzten Jahre. Lesenswert und ein Must-have für jedes Bücherregal. Eines der wunderbarsten Bücher der letzten Jahre. Lesenswert und ein Must-have für jedes Bücherregal.

Astrid Schmitt, Thalia-Buchhandlung Minden

Worte können das Gefühl, das der Roman bei einem weckt, gar nicht beschreiben. Tieftraurig und dennoch hoffnungsfroh! Einfach wunderbar. Worte können das Gefühl, das der Roman bei einem weckt, gar nicht beschreiben. Tieftraurig und dennoch hoffnungsfroh! Einfach wunderbar.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Wie stark kann ein Ereignis das Leben verändern? Ein sehr gut erzählter, tiefgründiger Roman. Ich habe sofort den nächsten Roman von Benedict Wells angefangen. Wie stark kann ein Ereignis das Leben verändern? Ein sehr gut erzählter, tiefgründiger Roman. Ich habe sofort den nächsten Roman von Benedict Wells angefangen.

T. Höbel, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Ein bewegender Roman über Familie, Liebe, Hoffnung und Einsamkeit. Benedict Wells verknüpft das Leben mit jeglichen Facetten und schafft ein tolles Werk. Ein bewegender Roman über Familie, Liebe, Hoffnung und Einsamkeit. Benedict Wells verknüpft das Leben mit jeglichen Facetten und schafft ein tolles Werk.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Schweinfurt

Dieses Buch mit Nachwirkung nimmt einem den Atem. Tiefgründig und sehr berührend - ein wahnsinnig intensives Leseerlebnis! Dieses Buch mit Nachwirkung nimmt einem den Atem. Tiefgründig und sehr berührend - ein wahnsinnig intensives Leseerlebnis!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bremen

Dieses Buch eignet sich für Leser, die sich darüber Gedanken machen, warum ihr Leben so verläuft. Was bekommt man genetisch mit in die Wiege gelegt? Was entsteht durch Erziehung? Dieses Buch eignet sich für Leser, die sich darüber Gedanken machen, warum ihr Leben so verläuft. Was bekommt man genetisch mit in die Wiege gelegt? Was entsteht durch Erziehung?

Nadja Schwarz, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Bewegender Roman Bewegender Roman

Astrid Jankowski, Thalia-Buchhandlung Lünen

Ein unglaublich gefühlvoller und feinsinniger Roman. Ich war zutiefst berührt! Ein unglaublich gefühlvoller und feinsinniger Roman. Ich war zutiefst berührt!

Monika Pfeil, Thalia-Buchhandlung Baunatal

Eine wunderbare, einfühlsame Geschichte über die Bedeutung unserer Kindheit und schicksalhafte Begegnungen im Leben. Benedict Wells at his best! Eine wunderbare, einfühlsame Geschichte über die Bedeutung unserer Kindheit und schicksalhafte Begegnungen im Leben. Benedict Wells at his best!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Coburg

Was bedeutet Familie? Bestimmen wir unser Leben selbst oder bestimmt es uns? Kommen auf gute Zeiten immer schlechte? Und kommt es am Ende nicht darauf an, was wir daraus machen? Was bedeutet Familie? Bestimmen wir unser Leben selbst oder bestimmt es uns? Kommen auf gute Zeiten immer schlechte? Und kommt es am Ende nicht darauf an, was wir daraus machen?

Maren Wollersheim, Thalia-Buchhandlung Düren

Mein erster Wells, mein erster tränenreicher Lesemoment. Vielen Dank an den Autor für dieses wirklich feinfühlige Buch! Mein erster Wells, mein erster tränenreicher Lesemoment. Vielen Dank an den Autor für dieses wirklich feinfühlige Buch!

Lisa Schott, Thalia-Buchhandlung Marburg

Dieser bewegende Roman von Benedict Wells ist deutlich erwachsener und noch besser geschrieben als seine bisherigen Romane! Dieser bewegende Roman von Benedict Wells ist deutlich erwachsener und noch besser geschrieben als seine bisherigen Romane!

Petra Dressing, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Ein wunderschönes Buch über Verlust, Schicksal, Leid, Trauer und deren Überwindung durch Freundschaft, Liebe und Familie. Unbedingt lesenswert! Ein wunderschönes Buch über Verlust, Schicksal, Leid, Trauer und deren Überwindung durch Freundschaft, Liebe und Familie. Unbedingt lesenswert!

Katharina Kaufmann, Thalia-Buchhandlung Marburg

Eine Erzählung wie aus dem echten Leben! Dramatisch und trotzdem mit Witz geschrieben! Eine Erzählung wie aus dem echten Leben! Dramatisch und trotzdem mit Witz geschrieben!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
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Eines der schönsten Bücher
von einer Kundin/einem Kunden am 28.10.2016

Dieses Buch ist eines der schönsten Bücher, die ich bisher je gelesen habe. Die Handlung ist nicht nur faszinierend und fesselnd sondern auch der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Es ist ein Buch, das ich immer wieder lesen werde. Es berührt und verfolgt gedanklich, selbst wenn man... Dieses Buch ist eines der schönsten Bücher, die ich bisher je gelesen habe. Die Handlung ist nicht nur faszinierend und fesselnd sondern auch der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Es ist ein Buch, das ich immer wieder lesen werde. Es berührt und verfolgt gedanklich, selbst wenn man es aus den Händen gelegt hat.

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»Nur gemeinsam können wir die Einsamkeit besiegen.«
von Janine2610 am 07.08.2016

Nach dem Zuklappen des Buches bleibt ein überwältigendes Gefühl zurück ... Ich bin überwältigt von all den tiefsinnigen Gedanken darin, von der Sprache, die von einer zarten Melancholie geprägt ist und von den bewegenden Schicksalsschlägen der Protagonisten. »Vom Ende der Einsamkeit« ist nach »Fast genial« mein zweites Buch von Benedict... Nach dem Zuklappen des Buches bleibt ein überwältigendes Gefühl zurück ... Ich bin überwältigt von all den tiefsinnigen Gedanken darin, von der Sprache, die von einer zarten Melancholie geprägt ist und von den bewegenden Schicksalsschlägen der Protagonisten. »Vom Ende der Einsamkeit« ist nach »Fast genial« mein zweites Buch von Benedict Wells, aber das erste von ihm, das von mir den Lieblingsbuch-Status erhält. ~ Was sorgt dafür, dass ein Leben wird, wie es wird? ~ (S. 11) Jules Moreau erzählt hierin die Geschichte seines Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen und den Erkenntnissen, die er daraus zieht. Angefangen bei seiner Kindheit, seinen Eltern und dem schrecklichen Unfall, bei dem sie zu Tode kommen. Jules erzählt, was dieser Schicksalsschlag mit ihm und seinen beiden Geschwistern Marty und Liz angerichtet hat ... Jules ist ein Träumer, leidenschaftlicher Koch und fotografiert gerne. Aber vor allem - und das ist seine größte Leidenschaft - schreibt er unheimlich gerne (und gut). Die Einsamkeit und das Alleinsein spielt in seinem Leben seit dem Tod der Eltern eine sehr große Rolle. Auch Alva, ein Mädchen mit roten Haaren, das er ›danach‹ in der Schule kennenlernt, nimmt Raum in Jules Leben und Gedankenwelt ein. Mit Alva entwickelt sich eine der schönsten, aber auch tragischsten Liebesgeschichten, die ich jemals gelesen habe ... ~ Zu Hause erwartete mich Stille, ein mir seit Jahren vertrautes Geräusch. Doch wie sehr war mir diese Einsiedlerexistenz inzwischen zuwider, diese Unfähigkeit, am Leben teilzunehmen. Immer nur geträumt, nie wirklich wach gewesen. Sieh dich an, dachte ich, was sehnst du dich in Gesellschaft so oft danach, allein zu sein, wenn du das Alleinsein kaum noch aushältst? ~ (S. 162/163) Sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen, das ist es, was Jules in seinem Leben tun muss. Erkenntnisse, wie dass im Leben nicht immer alles gerecht abläuft oder dass man sein eigenes Dasein/seine Gedanken und Handlungen selbst in der Hand hat, sprich, dass man selber dafür verantwortlich ist, was für ein Leben man führen möchte, sind ebenfalls Dinge, die Jules im Laufe der Zeit zu verstehen beginnt und annimmt. Jules hat wirklich kein leichtes Leben gehabt, umso interessanter fand ich seine Entwicklung, die durch seine Erzählungen der Vergangenheit gut zu verfolgen war. Er macht sich oft Gedanken über die Zeit, Erinnerungen und die Vergangenheit - das Buch hat für mich also sehr viele zum philosophieren einladende Fragen bereitgehalten, die das Ganze zu einem Lesegenuss der besonderen Art gemacht haben. ~ Das Leben ist kein Nullsummenspiel. Es schuldet einem nichts, und die Dinge passieren, wie sie passieren. Manchmal gerecht, so dass alles einen Sinn ergibt, manchmal so ungerecht, dass man an allem zweifelt. ~ (S. 299) Ich mochte an dieser Geschichte einfach alles: die Sprache, die Protagonisten, den Verlauf, die Tiefgründigkeit, die Tragik und vor allem wie all das enorm bewegende Gefühle in mir hervorrufen konnte. Wer Bücher mit Tiefgang mag und einer flüssig-fesselnden Geschichte mit viel Liebe und Tragik nicht widerstehen kann, sollte UNBEDINGT zu »Vom Ende der Einsamkeit« greifen. Ich war und bin nach wie vor ziemlich ergriffen davon!

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Absolut überragend
von Aennie am 08.07.2016

Mindestens sechs Sterne hat „Von Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells in meinen Augen verdient. Ohnehin bin ich der Meinung, dass Wells literarisch auf einem anderen Level spielt als die große Masse, aber dieses Buch steht für mich auch noch einmal jenseits seiner bisherigen anderen Werke. Wells erzählt die Lebensgeschichte... Mindestens sechs Sterne hat „Von Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells in meinen Augen verdient. Ohnehin bin ich der Meinung, dass Wells literarisch auf einem anderen Level spielt als die große Masse, aber dieses Buch steht für mich auch noch einmal jenseits seiner bisherigen anderen Werke. Wells erzählt die Lebensgeschichte von, in erster Linie, Jules Moreau, aber auch die seiner beiden Geschwister Marty und Liz. Dabei ist ein Unfall Jules in der Gegenwart der Ausgangspunkt für die Ich-Erzählung. Schlaglichtartig beleuchtet Jules alle entscheidenden Szenen seines Lebens, in denen Wendepunkte, Abzweigungen – schlicht: Schicksal ‚passierte‘ und ihn prägten. Beginnend mit dem Unfalltod der Eltern in der Kindheit führt Jules den Leser durch seine Schulzeit, seine Orientierungsphase danach, sein Erwachsenenleben, sein Familienleben. Wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist dabei auch immer das jeweilige Verhältnis zu seinen beiden Geschwistern, bzw. deren aktuelle Status in Bezug auf Gefühls- und Berufswelt beleuchtet werden. Langsam wird man dabei immer weiter an den Zeitpunkt und die näheren Umstände des Motorradunfalls herangeführt. Hätte ich ein Buch der „schönen Sätze“, hätte ich während der Lektüre von „Vom Ende der Einsamkeit“ eine ganze Menge hineinschreiben müssen. Dieses Buch enthält so viele, so kluge, so traurige, so wunderschöne Sätze, ist insgesamt in einem einfach schönen Sprachstil verfasst, ich denke nicht, dass mir das in den letzten Jahren irgendwann einmal so geballt aufgefallen ist. Vom Ende der Einsamkeit ist grenzenlos traurig und trotzdem wunderschön. Es zeigt auf, wie das Leben Jules zu dem gemacht hat, was er ist. Wie seine Geschwister ganz anders wurden, obwohl ihnen dasselbe passierte. Jules erkennt irgendwann, dass alles, was ihm passiert ist, ihn verändert hat. Jede Entscheidung, die er traf, hat seinen Weg beeinflusst, aber alles ist ER. Die Variante von ihm, die dabei herausgekommen ist, hat ER geschaffen – und zwar egal, ob er sein Schicksal akzeptiert hat oder sich ihm widersetzte, das was danach folgte, hat er durch seine Haltung erschaffen – „nur ich selbst [bin] der Architekt meiner Existenz (…)“ – das ist ein guter Gedanke – einer von so vielen. Letztendlich bleibt die Gewissheit beim Zuschlagen des Buches, dass dieses Buch in einigen Jahren wirklich nicht mehr so schön aussehen wird, wie es es jetzt tut. Denn es ist ein Wiederlese-Buch. Es gibt diese Bücher, von denen man weiß oder fühlt, dass man sie nochmal lesen wird, oder noch zweimal oder eventuell noch zehnmal in seinem gesamten Leben – das hier ist so eins. Das bleibt. Und das freut mich sehr.

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Das Leben ist kein Nullsummenspiel
von Jenny Vogler am 07.06.2016

Jules Moreau ist der jüngste von drei Geschwistern, deren Leben nach dem Unfalltod der Eltern einen komplett anderen Verlauf nimmt, als sich jeder Einzelne von ihnen erhofft hat. Ihre restliche Jugend verbringen die Halbwüchsigen in einem Internat, abgeschnitten von... Jules Moreau ist der jüngste von drei Geschwistern, deren Leben nach dem Unfalltod der Eltern einen komplett anderen Verlauf nimmt, als sich jeder Einzelne von ihnen erhofft hat. Ihre restliche Jugend verbringen die Halbwüchsigen in einem Internat, abgeschnitten von engen persönlichen Verbindungen und einem harmonischen Familienleben gehen ihre Lebenswege bald auseinander. Doch trotz immer größerer Differenzen verlieren sie sich nie ganz aus den Augen und finden im Erwachsenenalter wieder zusammen. Und dann gibt es da noch Alva, Jules Jugendliebe, die für ihn lange Zeit vollkommen unerreichbar schien, die einen anderen geheiratet hat und erst nach dessen Tod in die Arme ihres Freundes findet. Doch kaum hat Jules sein Glück gefunden, schlägt das Schicksal ein weiteres Mal unerbittlich zu und der junge Mann muss lernen, dass sein Leben kein Nullsummenspiel ist, das es keine ausgleichende Gerechtigkeit gibt und dass man Geliebtes über kurz oder lang wieder loslassen muss. Dieser intensive, melancholische Roman hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen, weil es ihm mit spielerischer Leichtigkeit gelingt, die großen, wichtigen Dinge des Lebens zu benennen, sie voller Ernsthaftigkeit wahrzunehmen und den Blick für die Realität und das große Ganze zu schärfen. Jede Handlung dieser Geschichte, könnte ganz genauso irgendwo in unserem direkten Umfeld stattfinden und ist dennoch ausgesprochen besonders und einzigartig. Die Erzählung selbst beschreibt den Lebensweg eines Mannes, der von Beginn an kein leichtes aber doch immer ein sinnerfülltes Leben hat. Er muss zahlreiche Rückschläge verkraften und seine Erwartungen werden oft enttäuscht. Aber auch ethische Werte wie Familiensinn, Verantwortung, Liebesfähigkeit und Vertrauen geben der Erzählung einen hoffnungsfrohen Unterton, der sich bis zum Ende durchsetzt, so dass man tatsächlich glauben mag, dass Dinge im Leben kommen und gehen und sich stetig wiederholen unabhängig von der Verhaltensweise und den Entscheidungen des Individuums. Fazit: Ich vergebe 5 Sterne für ein bewegendes literarisches Werk in zeitgenössischer Sprache, welches mich mit Menschenkenntnis und Urvertrauen überzeugen konnte und viele wichtige Lebensthemen anspricht. Ein Roman über den Fluss des Lebens, der eindringlich das Kommen und Gehen guter und schlechter Zeiten beschreibt und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Für mich definitiv ein Lesehighlight im Jahr 2016.

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Vom Ende der Einsamkeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 29.05.2016

Noch im Kindesalter erfahren Jules, Marty und Liz einen schweren Schicksalsschlag. Ihre Eltern kommen bei einem Verkehrsunfall ums Leben und somit ändert sich auch ihr Leben grundlegend. Sie kommen zusammen in ein Internat, die Gemeinschaft als Geschwister hört dort jedoch auf. Jeder lebt und erlebt sein eigenes - nicht... Noch im Kindesalter erfahren Jules, Marty und Liz einen schweren Schicksalsschlag. Ihre Eltern kommen bei einem Verkehrsunfall ums Leben und somit ändert sich auch ihr Leben grundlegend. Sie kommen zusammen in ein Internat, die Gemeinschaft als Geschwister hört dort jedoch auf. Jeder lebt und erlebt sein eigenes - nicht vorher bestimmtes - Leben und sie entfremden sich immer mehr voneinander. Marty verkriecht sich in die Forschung und Computer, Liz wird der Jungenschwarm und lässt auch nichts aus während Jules, aus dessen Perspektive der Roman erzählt wird - sich immer mehr in sich selbst zurück zieht. Einzig Alva, eine Mitschülerin die genau wie er selbst in sich verschlossen scheint, freundet sich mit ihm an. Nach Abschluss der Schulzeit verlieren sich die Geschwister aus den Augen und auch Alva geht, nach Missverständnissen und einem Streit, ihren eigenen Weg. Jules, der die letzten gehässigen Worte die er an seinen Vater gerichtet hat bereut, aber durch den plötzlichen Tod nicht zurück nehmen konnte, versucht sich an der Leidenschaft seines Vater als Fotograf. Er scheitert und sucht weiter nach seinem Weg. Jedes Verhältnis mit einer Frau wird überschattet von der Erinnerung an Alva, er wird mit keiner glücklich. Nach vielen Jahren treffen sich die Beiden wieder, sie erkennen ihre Liebe zueinander, jedoch ist Alva verheiratet. Benedict Wells gelingt ein großartiger Roman über Liebe, Verlust und was wäre wenn. Wenn nur kleine Weichen in unserem Leben anders gewesen wären, wie wäre unser Leben verlaufen. Diese Frage stellt sich Jules häufig und es dauert bis er erkennt, dass das Leben in einem selbst steckt. Vielleicht wäre das äußere Leben anders, das innere, wie man sich fühlt, wünscht, empfindet, bleibt gleich. Seine Schwester war auch als Kind, als die Eltern noch lebten, ein sehr temperamentvoller, extrovertierter Mensch gewesen, sein Bruder schon immer ein Tüftler und Forscher. Ein sehr kluges Buch über das Leben und den Tod.

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Ein wahres Wunderwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 05.05.2016

Jules ist noch sehr jung, als beide Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Seine Kindheit und Jugend verbringt er deshalb in einem Heim. Auch seine Geschwister, Liz und Marty, wohnen dort, doch ihre Beziehung untereinander ist nur noch sehr schwach, jeder versucht die Trauer zu verarbeiten. In der Schule... Jules ist noch sehr jung, als beide Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Seine Kindheit und Jugend verbringt er deshalb in einem Heim. Auch seine Geschwister, Liz und Marty, wohnen dort, doch ihre Beziehung untereinander ist nur noch sehr schwach, jeder versucht die Trauer zu verarbeiten. In der Schule lernt Jules Alva kennen und die beiden werden beste Freunde. Nachdem sie die Schule abgeschlossen haben, haben die beiden nach einem Streit keinen Kontakt mehr zueinander. Und Jules merkt erst dann, dass die starken Gefühle, die er für Alva immer empfunden hat, Liebe sind. Nach einigen Jahren treffen sie sich in einem Café wieder. Alva lebt inzwischen in den Bergen in der Schweiz und ist mit einem großen Autoren verheiratet. Jules zieht zu den Beiden, arbeitet dort an einem Buch und unterstützt Alva, die auch mit schweren Erinnerungen aus der Kindheit zu kämpfen hat. In dieser Zeit kommen sich Jules und Alva wieder näher und alte Gefühle flammen neu auf. Doch welche schweren Schicksalsschlägen den beiden noch bevorstehen, ahnt keiner. Dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk, voller Gefühl und großer Worte.

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Großartige Worte: Emotionen und Kopfkino sind Programm
von einer Kundin/einem Kunden aus Altdorf am 26.04.2016

Was Benedict Wells mit seinem Leser macht, ist beeindruckend: Gekonnt setzt er die deutsche Sprache ein, um damit Bilder zu erzeugen - egal, ob für Orte, Figuren, Ereignisse oder Gefühle. Wells schildert in "Vom Ende der Einsamkeit" das Leben von Jules und seinen Geschwistern. Zunächst behütet aufgewachsen, bricht die... Was Benedict Wells mit seinem Leser macht, ist beeindruckend: Gekonnt setzt er die deutsche Sprache ein, um damit Bilder zu erzeugen - egal, ob für Orte, Figuren, Ereignisse oder Gefühle. Wells schildert in "Vom Ende der Einsamkeit" das Leben von Jules und seinen Geschwistern. Zunächst behütet aufgewachsen, bricht die Welt der Geschwister zusammen als ihre Eltern bei einem Autounfall verunglücken. Als Vollwaisen werden die Geschwister in einem Internat in München untergebracht, wo sie fortan ihre Jugend verbringen. Die Geschwister entwickeln sich in ihrem neuen Umfeld - und unter ihrem neuen Einfluss - in vollkommen unterschiedliche Richtungen. Nicht nur ein Mal hinterfragt Jules wie sein Leben verlaufen wäre, hätte der Unfall seiner Eltern nicht sein Leben verändert. Einer inneren Leere und eine beständigen Einsamkeit begleiten Jules von der Kindheit, in die Jugend - und schließlich auch bis in das Erwachsenenalter. Erneut ändert sich Jules Leben als er im Erwachsenenalter erneut auf seine Jugendfreundin Alva trifft. Hier beginnt für Jules nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine längst verloren geglaubte Liebesgeschichte. "Vom Ende der Einsamkeit" ist eine gefühlvolle Geschichte, die Benedict Wells auf eine Weise schildert, die unweigerlich zum Kopfkino führt. Eine zentrale Fragestellung bezieht sich auf die philosophische Thematik nach dem Verlauf des Lebens - und wie es geworden wäre, "wenn ..." Der Protagonist Jules setzt sich immer wieder mit dieser Fragestellung auseinander. Sein Leben verläuft alles andere als rund. Und so ist es nicht nur eine Romanfigur, sondern auch ein Bezug zur Realität: Stellt man sich nicht auch bei "Stolpersteinen" im echten Leben selbst hin und wieder die Fragen, wie das Leben geworden wäre, wenn andere Ereignisse stattgefunden hätten? Vor allem stiltechnisch ist "Vom Ende der Einsamkeit" ein sehr gelungener Roman. Wer zu dem Buch greift sollte sich jedoch darauf gefasst machen, dass die Story doch auch kitschig ist. Spannung und Nervenkitzel sucht der Leser hier vergeblich, doch wer emotionale Bücher mit Charakter mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

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Zu Herzen gehend
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 23.04.2016

Benedict Wells hat ein ganz wunderbares Buch geschrieben über die Einsamkeit, die Trauer, die Liebe, das Verlassenwerden und wieder Zueinanderfinden. In einer Sprache, die zu Herzen geht, erzählt er von den drei Geschwistern Jules, Liz und Marty, die in einem behüteten Elternhaus zunächst unbeschwert aufwachsen. Die Kindheit in Geborgenheit... Benedict Wells hat ein ganz wunderbares Buch geschrieben über die Einsamkeit, die Trauer, die Liebe, das Verlassenwerden und wieder Zueinanderfinden. In einer Sprache, die zu Herzen geht, erzählt er von den drei Geschwistern Jules, Liz und Marty, die in einem behüteten Elternhaus zunächst unbeschwert aufwachsen. Die Kindheit in Geborgenheit nimmt ein jähes Ende, als die Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Die Kinder müssen fortan in einem Internat leben, aber getrennt voneinander in unterschiedlichen Jahrgangsgruppen. Besonders Jules, der Jüngste, hadert mit seinem Schicksal. War er zuvor ein fröhlicher und aufgeweckter Junge, zieht er sich jetzt in sich selbst zurück. Dann aber begegnet er Alva, einem gleichaltrigen Mädchen, mit dem ihn bald eine tiefe Freundschaft verbindet. Nach dem Abitur möchte er mit Alva zusammenbleiben, aber Alva hat andere Pläne. Sie verlieren sich für viele Jahre aus den Augen. Jules beginnt ein Jurastudium, möchte aber eigentlich Fotograf werden. So richtig gelingt ihm beides nicht. Seine Schwester Liz schwebt immer am Abgrund. Drogen, Alkohol und unzählige Männerbekanntschaften bestimmen ihr Leben. Nur Marty gelingt es, durch eine Firmengründung mit Toni, den er aus dem Internat kennt, ein geregeltes Leben zu führen. Die Geschwister gehen völlig getrennte Wege, aber in Krisensituationen stehen sie füreinander ein. Und Krisen wird es viele geben. Der Autor nimmt den Leser mit auf den Lebensweg der drei Geschwister und läßt ihn teilhaben an deren Nöten, Kummer und Hoffnungen und dem nie überwundenen Schmerz über den frühen Tod der Eltern. Ein Buch voller Emotionen, das zu Tänen rührt. Ich habe lange kein Buch gelesen, das mich so bewegt hat und das eine Leseempfehlung unbedingt verdient hat.

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Ist das Leben ein Nullsummenspiel?
von einer Kundin/einem Kunden aus Altenmarkt am 21.04.2016

„Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.“ Mit diesem Satz beginnt die Familiengeschichte rund um Jules Moreau. Er lässt nach einem Motorradunfall sein Leben Revue passieren und denkt zurück an seine Kindheit, seine Geschwister, seine Träume – und immer wieder an die Realität, die... „Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.“ Mit diesem Satz beginnt die Familiengeschichte rund um Jules Moreau. Er lässt nach einem Motorradunfall sein Leben Revue passieren und denkt zurück an seine Kindheit, seine Geschwister, seine Träume – und immer wieder an die Realität, die seine Träume zunichtemacht. Bereits als kleines Kind muss er den Tod seiner Eltern akzeptieren, kommt mit seinen beiden Geschwistern Maty und Liz in ein Internat und merkt zum ersten Mal was es heißt, einsam zu sein. Während Maty seine Trauer überspielt und mit Freunden auf cool macht, Liz sich allen möglichen Typen an den Hals wirft, zieht sich Jules immer mehr in eine Traumwelt zurück. Vom einst selbstbewussten Jungen, der auch über einen Abgrund balancierte, ist nicht mehr viel geblieben. Er wurde immer ängstlicher, zurückgezogener – eigentlich viel zu schnell „erwachsen“ nach einer viel zu kurzen Kindheit. Erst als er durch Alva endlich Freundschaft findet, kommt er aus seinem Loch ein wenig heraus und genießt die Zeit der Gespräche und des Schweigens mit ihr. Nach der Internatszeit verlieren sich die beiden aus den Augen, erst Jahre später begegnen sie einander erneut. Doch das Schicksal hat auch jetzt noch allerhand Herausforderungen für die beiden parat und man fragt sich, wie viel kann ein Mensch ertragen … Benedict Wells schafft in diesem Roman eine melancholische Stimmung, eine allgegenwärtige Trauer, die doch immer wieder nach vorne blicken und Hoffnung aufkommen lässt. Ich muss gestehen, dass ich manchmal zu lesen aufhören musste, weil ich den Tränen nahe war. Die Geschichte hat mich zutiefst berührt, hat mich nachdenklich gemacht und über das „Nullsummenspiel“ grübeln lassen. Wird man lange Zeit „vom Pech verfolgt“, kommt es dann auf der Glücksseite wieder zu einem Ausgleich? Jules glaubt jedenfalls nicht daran. Der Schreibstil ist sehr poetisch, bildhaft, lässt rasch Seite um Seite verfliegen. Das Ende kommt viel zu schnell – gerne hätte man noch ein wenig Zeit mit Jules und seiner Familie verbracht. Der Autor beschreibt authentisch ein Leben, wie es sein könnte. Ein Auf und Ab an Gefühlen, Hindernissen, aber auch die Wertschätzung einer Familie spielt eine große Rolle. „Die Einsamkeit in uns können wir nur gemeinsam überwinden.“ Der überraschende Schluss ließ mich erst mal innehalten und durchatmen. Spätestens hier kann man dieses tiefgründige Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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„Die Einsamkeit in uns können wir nur gemeinsam überwinden.“ (S. 351)
von StefanieFreigericht am 20.04.2016

„Vom Ende der Einsamkeit“ liest sich leicht herunter und vermag dabei zu berühren und anzurühren. Die drei Geschwister Liz, Marty und Jules Moreau verlieren durch einen Unfall ihre Eltern, als sie selbst noch längst nicht erwachsen sind. Benedict Wells schildet aus Sicht des jüngsten, des Ich-Erzählers Jules, das Leben... „Vom Ende der Einsamkeit“ liest sich leicht herunter und vermag dabei zu berühren und anzurühren. Die drei Geschwister Liz, Marty und Jules Moreau verlieren durch einen Unfall ihre Eltern, als sie selbst noch längst nicht erwachsen sind. Benedict Wells schildet aus Sicht des jüngsten, des Ich-Erzählers Jules, das Leben vor und nach dem Unfall, teils fortlaufend, teils in Rückblenden. Die Situation der Geschwister erinnert ein wenig an "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels" (ohne dessen Gewalt), besonders die distanzierte, analysierende Position von Jules: Die Geschwister leben fortan in einem Internat, sie haben keine Freunde (mit Ausnahme des langjährigen Freunds Toni, selbst ein Außenseiter) „Weil wir nicht gelernt hatten, Freunde zu haben, weil wir immer uns drei hatten.“ (S. 125) Jeder der drei Moreaus geht unterschiedlich mit dem Verlust um: Liz, die älteste, antwortet mit einem wahren Hunger, auf das Leben, Männer, Experimente mit Drogen und Jobs, Marty hingegen hat Zwangsneurosen und Ängste. Jules hat sein früheres Selbstbewusstsein verloren. Einzig der Mitschülerin Alva fühlt er sich verbunden – ohne nach deren eigenen Leid zu fragen. "Wir blieben an der Schwelle des jeweils anderen stehen und stellten keine Fragen." (S. 59) Beide haben einen Verlust erlitten und erfahren, dass das, was andere dazu sagen, oft nicht ankommt. Leider verharrt gerade Jules dadurch im Vermeiden: „Nie den Mut gehabt, sie zu gewinnen, immer nur die Angst gehabt, sie zu verlieren.“ (S. 121) Wells wirft Fragen auf zum Thema Verlust und Liebe, dazu, was uns ausmacht, wonach wir unser Leben ausrichten anhand des inneren Monologs von Jules. „Ich stoße ins Innere vor und sehe ein Bild klar vor mir: wie unser Leben beim Tod unserer Eltern an einer Weiche ankommt, falsch abbiegt und wir seitdem ein anderes, falsches Leben führen.“ (S. 133). Erst in seinem Dialog mit Alva kommt er weiter. „Ich: ‘Dieses ständige Alleinsein bringt mich um.’ Alva: ‚Ja, aber das Gegengift zu Einsamkeit ist nicht das wahllose Zusammensein mit irgendwelchen Leuten. Das Gegengift zu Einsamkeit ist Geborgenheit‘.“ (S. 171) Es ist Alva, an der und an deren Erkenntnissen Jules wächst: „Um sein wahres Ich zu finden, ist es notwendig, alles in Frage zu stellen, was man bei der Geburt vorgefunden hat. Manches davon auch zu verlieren, denn oft lernt man nur im Schmerz, was wirklich zu einem gehört…Es sind die Brüche, in denen man sich erkennt.“ (S. 276) Der Autor schafft es, mit Sätzen, die in ihrer Sperrigkeit, die die Sperrigkeit gegenüber Gefühlen von Marty ist, Rührung auszulösen, ohne kitschig zu werden: „Es ist… Wir sind von Geburt an auf der Titanic.“ Mein Bruder schüttelt den Kopf, er fühlt sich bei solchen Reden unwohl. „Was ich sagen will: Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen oder ob wir wie die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt. So wie…“ Er sieht nach unten. „So wie Alva das getan hat.“ Mein Bruder will noch etwas hinzufügen, dann schüttelt er wieder den Kopf. „Tut mir leid, ich bin einfach nicht gut in so was.“ (S. 339) So bleibt für Jules am Ende die Erkenntnis: „Noch stärker als meine Geschwister habe ich mich gefragt, wie sehr mich die Ereignisse aus meiner Kindheit und Jugend bestimmt haben, und erst spät habe ich verstanden, dass in Wahrheit nur ich selbst der Architekt meiner Existenz bin.“ (S. 337) Ich habe spätabends nach der Lektüre in einem Rutsch noch dieses Buch mehrfach weiter empfohlen – ich denke, es ist einfach perfekt auch für diejenigen, die sonst alles meiden, was mit „anspruchsvoller Roman“ im Zusammenhang steht. Weniger ist "Vom Ende der Einsamkeit" ein künftiger „Meilenstein der Literaturgeschichte“ als vielmehr ein wunderschönes, gut geschriebenes Wohlfühl-Buch und fantastisch geeignet zum Genießen und Verschenken.

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Chapeau, Chapeau Herr Wells!
von einer Kundin/einem Kunden am 11.04.2016

~Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.~ So beginnt der neue Roman von Benedict Wells und aus Jules Sicht, aus dessen Mund wir diese erdrückende Erkenntnis hören, wird diese Geschichte erzählt. Er hatte einen sehr trostlosen Start ins Leben, denn sehr früh kommen... ~Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.~ So beginnt der neue Roman von Benedict Wells und aus Jules Sicht, aus dessen Mund wir diese erdrückende Erkenntnis hören, wird diese Geschichte erzählt. Er hatte einen sehr trostlosen Start ins Leben, denn sehr früh kommen seine Eltern durch einen tragischen Unfall ums Leben. Die Geschwister kommen in ein Internat, wo sie hauptsächlich getrennt voneinander unterrichtet werden und auch getrennt voneinander aufwachsen. Benedict Wells beginnt seine Geschichte sehr subtil. Jules liegt nach einem Motorradunfall im Krankenhaus und lässt sein Leben Revue passieren. Dabei geht er nicht immer ganz chronologisch vor, aber ganz zum Schluss findet sich der Leser wieder ganz am Anfang der Geschichte, nämlich im Krankenhaus. Und plötzlich macht der erste Satz des Romans soviel mehr Sinn, als man es zu Beginn erwartet hätte. Die Spannung steigert sich Seite für Seite, genauso wie die Charaktere, die ich am Anfang ein wenig farblos in Erinnerung hatte, die an Intensität zunehmen und damit auch die Emotionen sich vervielfachen. Was mir auch soviel Spaß und Freude beim Lesen bereitet hat, waren die feinen Nuancen und die Detailgenauigkeit, mit der Wells die Geschichte erzählt. In etwa wenn er Alva, eine weiterer Hauptcharakter, sich wünschen lässt, nur eine Person in einer Geschichte zu sein. Sie will aus ihrer Realität fliehen, wobei man als Leser ihr zurufen möchte: He, du bist doch eine Person in der Geschichte. Alva nennt Jules, an einer anderen Stelle im Roman, einen Erinnerer und Bewahrer, und ich möchte behaupten, dass es keine bessere Bezeichnung für einen Schriftsteller, wie Benedict Wells, gibt. Für mich ist er einer der besten Erinnerer und Bewahrer: Chapeau, Chapeau, Herr Benedict Wells! Wer nun ~Becks letzter Sommer~ noch nicht gelesen hat, sollte es spätestens jetzt schleunigst nachholen, es könnte allerdings sein, dass ihr genauso ein glühender Anhänger von Benedict Wells werdet, wie ich einer bin.

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Wunderbare Sprache, große Erzählung
von einer Kundin/einem Kunden aus Kasseburg am 10.04.2016

Benedict Wells ist noch unglaublich jung, für dass er soviel wundervolle Sprache und soviel Lebensweisheit in einem Roman verbreitet. Ich habe für das Buch bereits einen Leseeindruck hinterlassen, habe es aber leider nicht gewonnen und somit gekauft. Die drei Geschwister Jules, Marty und Liz verlieren früh ihre Eltern und kommen... Benedict Wells ist noch unglaublich jung, für dass er soviel wundervolle Sprache und soviel Lebensweisheit in einem Roman verbreitet. Ich habe für das Buch bereits einen Leseeindruck hinterlassen, habe es aber leider nicht gewonnen und somit gekauft. Die drei Geschwister Jules, Marty und Liz verlieren früh ihre Eltern und kommen in ein Internat. Aufgrund des Altersunterschieds und der Entwurzelung vom Elternhaus, verlieren die Geschister sich immer mehr. Alle entwickeln sich in sehr unterschiedliche Richtungen. Jules, der Erzähler dieser Geschichte zeichnet das Bild seiner Geschwister aber nicht nur traurig und tragisch, sondern auch mit viel Charme, schmunzeln und Witz. Das macht es leicht es zu lesen. Man möchte unbedingt erfahren, was aus den Dreien wird. So schwankt man während des lesens zwischen lachen aufgrund der ironischen Gedanken und weinen aufgrund der Spürbaren Angst und Trauer und Vereinsamung. Das Buch ist unglaublich poetisch und die Wörter bleiben einem oft auch anschließend noch im Kopf hängen und machen sich dort breit. Ich kann das Buch jedem nur empfehlen. Eine ausführliche Beschreibung der Geschichte macht hier keinen Sinn. Das Buch ist auch zum fühlen, nicht nur zum lesen. Fünf Sterne.

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Schon jetzt eines der besten Bücher 2016
von S. aus Oberpullendorf am 01.04.2016

Jules, Liz und Marty sind drei Geschwister, die ein gemeinsames Schicksal verbindet - der Tod ihrer Eltern. Seit dem tödlichen Verkehrsunfall beider Elternteile verbringen die Geschwister nun Kindheit und Jugend auf einem Internat. Dabei entfernen sie sich zunehmend voneinander und jeder geht seinen eigenen Weg. Jules sondert sich von... Jules, Liz und Marty sind drei Geschwister, die ein gemeinsames Schicksal verbindet - der Tod ihrer Eltern. Seit dem tödlichen Verkehrsunfall beider Elternteile verbringen die Geschwister nun Kindheit und Jugend auf einem Internat. Dabei entfernen sie sich zunehmend voneinander und jeder geht seinen eigenen Weg. Jules sondert sich von allen ab, einzig zu der geheimnisvollen Alva fasst er Vertrauen. Marty ist der kluge Kopf der Geschwister und macht sich als "Anführer" der Außenseiter auf dem Internat einen Namen und Liz hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche Regeln zu brechen. Als die Geschwister schließlich erwachsen sind, verlieren sie sich immer mehr aus den Augen. Auch der Kontakt zwischen Jules und Alva bricht durch ein einschneidendes Ereignis abrupt ab, bis er ihr eines Tages wieder über den Weg läuft und bemerkt, welch große Rolle Alva in seinem Leben spielen wird.. Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen. Es ist an keiner Stelle langweilig oder langatmig zu lesen, im Gegenteil. Von Seite zu Seite wird mehr Spannung aufgebaut und der Leser brennt richtig darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Vor allem die Darstellung der einzelnen Charaktere ist wirklich gelungen und man kann sich sehr gut in die jeweiligen Personen und Situationen hineinversetzen. Besonders gut haben mir die überraschenden Wendungen gefallen, denn das Buch bietet einige "Oha-Momente". Der Schreibstil des Autors konnte mich ebenfalls voll und ganz überzeugen. Es war beeindruckend zu sehen, wie sehr der Autor einen berühren kann. Sei es durch tiefgründige und philosophische Passagen wie auch durch eine lebendige Erzählung. Auch die Cover-Gestaltung finde ich sehr ansprechend. Meiner Meinung nach ein wirklich gelungenes Werk, von der ersten bis zur letzen Seite, das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann! Von mir gibt es fünf Sterne. Bis jetzt eines der besten Bücher in diesem Jahr.

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Das Leben - authentisch erzählt
von vielleser18 aus Hessen am 22.03.2016

"..... wenn man sein ganzes Leben in die falsche Richtung läuft, kann´s dann trotzdem das Richtige sein ?" (Zitat, S. 190) Jules ist gerade 10 als seine Eltern einen tödlichen Autounfall haben. Er uns seine älteren Geschwister Liz und Marty leben fortan in einem Internat. Auf einen Schlag hat sich... "..... wenn man sein ganzes Leben in die falsche Richtung läuft, kann´s dann trotzdem das Richtige sein ?" (Zitat, S. 190) Jules ist gerade 10 als seine Eltern einen tödlichen Autounfall haben. Er uns seine älteren Geschwister Liz und Marty leben fortan in einem Internat. Auf einen Schlag hat sich für Jules alles geändert. Die Älteren leben allerdings in einem anderen Wohntrakt und Jules ist fast auf sich allein gestellt. Sein ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt, die Verbindung zu Liz und Marty bricht. Einzig eine Mitschülerin - Alva - beginnt Kontakt zu ihm zu suchen. Eine fragile Freundschaft beginnt, bei dem beide ihre innersten Geheimnisse voreinander aber nicht ausbreiten können. Bei dem Gedanken und Gefühle nicht ausgesprochen werden und am Ende ein falscher Weg gewählt wird. Benedict Wells lässt uns in die Haut von Jules schlüpfen. Das Buch beginnt im Jahr 2014, ein kurzer Einblick, Jules liegt nach einem Motorradunfall verletzt im Krankenhaus. Wie ist es dazu gekommen? Noch wissen wir nicht viel, Andeutungen, Mutmaßungen. Doch sich machen schon einmal neugierig. Dann kehren wir zurück. Mit Jules Augen lassen wir uns entführen, lauschen seinen Erzählungen seiner Rückblenden, die aber aus der heutigen Sicht erzählt werden. Es sind seine Erinnerungen - oder die, die er zu haben glaubt. Er fängt an seine Geschichte wieder aufzurollen und wir fühlen und erleben mit. "Du bist nicht schuld an deiner Kindheit und am Tod unserer Eltern. Aber du bist schuld daran, was diese Dinge mit dir machen" (Zitat, S. 185) sagt später einmal Marty zu seinem Bruder Jules. Der Tod der Eltern hat die Geschwister aus der Bahn geworfen. Jeder reagiert anders darauf, doch jeder von ihnen wird durch den Tod der Eltern verändert. Es ist eine Abzweigung in ihrem Leben und jeder nimmt eine andere. Es sind diese Sätze, diese Sprache, die dieses Buch zu einem ganz besonderen macht. Nicht nur die Geschichte an sich, die meisterhaft erzählt wurde, die einen nicht loslässt, die einen berührt, in ihrer Traurigkeit, aber auch in ihrer Lebendigkeit, und sich über 30 Jahre in Jules Leben hinzieht, ist mitreissend, sondern auch der Stil, die Sprache, die Erzählkunst des jungen Autoren. "Ich habe eigentlich immer nur gelesen, um zu fliehen, um mich von ein paar Sätzen oder einer Geschichte trösten zu lassen". (Zitat, S. 204) Diese Geschichte tröstet zwar nicht, sie zeigt uns eher den Abgrund. Aber es ist definitiv eine Geschichte, die mitreisst, die berührt, die bewegt und irgendwann kann man dieses Buch auch nicht mehr aus der Hand legen und möchte mehr erfahren, weiterlesen. Ein Buch, das man am Ende zur Seite legt und das einen aber gedanklich nicht loslässt. Der Autor hat es geschafft mich mit in diese Geschichte hineinzuziehen. Die Emphatie, die sie in mir ausgelöst hat, ist groß. Dazu kommt der meisterhafte Schreibstil, so viele Sätze, die ich am liebsten alle als Zitate erwähnen würde! Am Ende schließt sich der Kreis wieder zu den Anfängen im Krankenhaus und darüber hinaus, nicht alles, was ich vermutet habe, am Anfang, bewahrheitet sich am Ende und auch das ist dem Autoren gelungen, mich am Ende zu überraschen, wie, das verrate ich hier nicht.

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Vom Ende der Einsamkeit
von miss.mesmerized am 19.03.2016

Jules ist gerade 11, seine Geschwister Marty und Liz nur unwesentlich älter, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und sie aufs Internat geschickt werden. Immer weiter entfremden sie sich als wenn es keine gemeinsame Kindheit gegeben hätte. Insbesondere Jules zieht sich mehr und mehr in sich... Jules ist gerade 11, seine Geschwister Marty und Liz nur unwesentlich älter, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen und sie aufs Internat geschickt werden. Immer weiter entfremden sie sich als wenn es keine gemeinsame Kindheit gegeben hätte. Insbesondere Jules zieht sich mehr und mehr in sich zurück, nur Alva wird ihm eine treue Freundin. Doch mehr als Freundschaft wird daraus nie, denn auch Alva leidet stumm, auch sie hat einen großen Verlust erlebt. Sie werden erwachsen und gehen ihre Wege, geprägt von der Kindheit und Jugend verlaufen diese jedoch alles andere als glatt. Jules und Alva verlieren sich aus den Augen aber nicht aus den Gedanken. Erneut kreuzen sich ihre Wege, aber ihre Zeit ist noch nicht gekommen. Sie brauchen noch einige Jahre, bis sie gemeinsam ihre Einsamkeit beenden können. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Verlust, von Einsamkeit. Episodenhaft mit zeitlichen Sprüngen erleben wir Jules, wie er Halt und Orientierung im Leben sucht, den Verlust der Eltern mal negiert, mal versucht zu überwinden, Nähe zu Marty und Liz findet und diese – ebenso leidend – wieder davondriften. Erst spät erkennen sie, was sie verbindet und stärkt und das Verstehen braucht Zeit, denn jeder geht anders mit dem schon früh belasteten Leben um. Im Zentrum allen steht jedoch die komplizierte Beziehung von Jules und Alva, die sich ohne Worte verstehen und die nicht ausgesprochenen Gedanken sind es dann aber doch, die eine unsichtbare Wand aufbauen und ein frühes Zueinanderfinden verhindern. Ihre des Glücks ist jedoch begrenzt und so beginnt schon ein neues Kapitel Einsamkeit. Ein durch und durch berührender Roman ohne Kitsch und übermotiviertem Gefühl. Benedict Wells lässt den Leser sehr nah an seinen Protagonisten und so muss man unweigerlich mit ihm leiden und das unsägliche Schicksal mit ihm ertragen.

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Schicksalsschläge
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 14.03.2016

Ich gehöre wohl zu den wenigen Menschen, die Benedict Wells noch nicht kannten und bin völlig unvoreingenommen an den Roman herangegangen. Erzählt wird die Geschichte von Jules, der seine Eltern durch eine Autounfall verliert. Mit seinem zwei älteren Geschwistern muss er danach auf ein Internat. Jeder der drei Geschwister geht... Ich gehöre wohl zu den wenigen Menschen, die Benedict Wells noch nicht kannten und bin völlig unvoreingenommen an den Roman herangegangen. Erzählt wird die Geschichte von Jules, der seine Eltern durch eine Autounfall verliert. Mit seinem zwei älteren Geschwistern muss er danach auf ein Internat. Jeder der drei Geschwister geht anders mit seiner Trauer um. Sie können sich nicht gegenseitig stützen, im Gegenteil, sie entfernen sich immer mehr voneinander. Die Einsamkeit von Jules ist die ganze Zeit zu spüren. Auch im Erwachsenenleben entwickeln sich dir drei sehr unterschiedlich. Das Schicksal schlägt bei Jules noch mehrmals zu, bis er schließlich ankommt. Der Roman begleitet Jules und seine Geschwister über 30 Jahre. Es gibt immer wieder zeitliche Rückblicke, die am Ende ein schlüssiges Gesamtbild liefern. Dir Grundstimmung des Romans empfand ich immer als sehr traurig, melancholisch. Selbst bei den Rückblicken zu den glücklichen Familientagen vor dem Autounfall, blieb diese Stimmung im Hintergrund erhalten. Ich hatte immer das Gefühl, dass es die glücklichen Momente nur gibt, damit danach wieder etwas schreckliches passiert. Denn das Schicksal hält einiges für Jules bereit. Also ich gehöre nach dem Lesen dieses Romans eindeutig auch zu den Benedict Wells Fans. Sein Schreibstil ist großartig. Er schafft mit wenigen Worten ein Atmosphäre, in der ich mich schnell verloren hatte. Auch der Spannungsbogen war die ganze Zeit straff, denn er vermittelte immer das Gefühl, "gleich passiert etwas". Einen halben Punkt Abzug gibt es dafür, dass mir aus welchen Gründen auch immer, die Liebesgeschichte zwischen Jules und seiner Jugendliebe Alva nicht richtig nahe ging. Wahrscheinlich weil es ihnen selbst immer etwas schwer viel, Nähe zuzulassen, aber dennoch fieberte ich bei den beiden nicht so richtig mit, außer natürlich am Ende. Benedict Wells ist auf alle Fälle ein Autor,den ich mir merken werde!

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Meisterhafte Erzählung, die nachwirkt
von Jennifer aus Stadtroda am 13.03.2016

INHALT Jules Moreau ist 11 Jahre alt, als seine Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Danach geht alles sehr schnell, er und seine beiden Geschwister - Marty und Liz - kommen in ein Internat. Dort gehen die drei Geschwister unterschiedlich mit ihrer Trauer um. Jeder scheint seinen eigenen Kampf... INHALT Jules Moreau ist 11 Jahre alt, als seine Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Danach geht alles sehr schnell, er und seine beiden Geschwister - Marty und Liz - kommen in ein Internat. Dort gehen die drei Geschwister unterschiedlich mit ihrer Trauer um. Jeder scheint seinen eigenen Kampf gegen die Einsamkeit und den Schmerz zu führen, wobei sie sich immer stärker voneinander entfernen. Der stille Jules flüchtet sich in eigene Traumwelt und wird so innerhalb seiner Klasse schnell zum Außenseiter. Nur das rothaarige Mädchen Alva kann zu ihm durchdringen und mit ihm Freundschaft schließen. Später empfindet er mehr für sie, doch ihre Wege trennen sich und Schwester Liz braucht seine Hilfe. Wird sich das Verhältnis zu seinen Geschwistern dadurch bessern? Und wird er Alva jemals wiedersehen? MEINUNG Benedict Wells' schnörkelloser und emotional treffsicherer Sprachstil war hinreißend. Ich konnte mich sehr gut in die Hauptperson Jules und in dessen zerrissene Seele einfühlen. Der Unfalltod der Eltern hat die Geschwister getrennt, gleichwohl sie alle das gleiche Heim besuchten. Es ist erschreckend, wie schnell man durch solch ein Ereignis aus der Bahn geworfen werden kann, gerade wenn man noch ein Kind ist und noch unsicher dem Leben gegenübersteht. Liz, die ältere Schwester von Jules, rebelliert, während Jules sich in seine Traumwelt zurückzieht. Gut, dass es Alva gibt, die ihn zu verstehen scheint. Aber auch diese Bindung ist nicht für ewig. Hauptcharakter und Erzähler Jules ist ein Gebrochener zugleich Suchender. Nach den Eltern verlässt ihn auch Alva und er steht allein da, ohne Halt und doppelten Boden. Das Vergangene scheint hin nicht los zu lassen. Unentwegt macht er sich Vorwürfe und kann kein "normales" Leben führen. Diese Leere fängt Wells auf großartige Weise ein, ohne allzu sentimental zu werden. Für Jules wird das Leben mehr und mehr zum Kampf, bis er seinen Bruder und seine Schwester wiedertrift und für kurze Zeit sich seinen Erinnerungen hingibt. Chronologisch nähert sich der Autor ausgehend von den Achtzigern bis jetzt Jules wichtigsten Lebensstationen, wobei er immer wieder feine Analogien zur Kindheit, seinen Geschwistern und der Freundschaft mit Alva spinnt. Als Leser kann und will man den Roman bis zur letzten Seite nicht mehr weglegen, weil er einerseits viel menschliches Drama bietet, aber auch, man mag es kaum glauben, Hoffnung auf bessere Zeiten verbreitet. Benedict Wells Erzählung ist zutiefst menschlich. Er betrachtet die Licht-, aber vermehrt die Schattenseiten des Daseins. Die Themen Verletzlichkeit und Unentschlossenheit spielen eine große Rolle. Alles in allem ist es eine in sich geschlossene, stark verwobene Geschichte mit gelungenem Ende. Meine Quintessenz: Denn zum Schluss ist es immer die Familie, die bleibt und unterstützt. Hier meine Lieblingszitate: "Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird." "Die Einsamkeit in uns können wir nur gemeinsam überwinden." "Was folgt, ist dunkles Staunen und ein dichter Nebel, nur selten gelichtet von eigenen kurzen Erinnerungen." FAZIT Ein Roman, der sich tief ins Gedächtnis eingräbt und noch lange nachhallt. Absolute Leseempfehlung!

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Melancholisch, ergreifend und unheimlich schön
von Vanessas Bücherecke am 11.03.2016

Inhalt aus dem Klappentext: Jules und seine Geschwister Marty und Liz sind grundverschieden, doch ein tragisches Ereignis prägt alle drei: Behütet aufgewachsen, haben sie als Kinder ihre Eltern durch einen Unfall verloren. Obwohl sie auf dasselbe Internat kommen, geht jeder seinen eigenen Weg, sie werden sich fremd und verlieren einander... Inhalt aus dem Klappentext: Jules und seine Geschwister Marty und Liz sind grundverschieden, doch ein tragisches Ereignis prägt alle drei: Behütet aufgewachsen, haben sie als Kinder ihre Eltern durch einen Unfall verloren. Obwohl sie auf dasselbe Internat kommen, geht jeder seinen eigenen Weg, sie werden sich fremd und verlieren einander aus den Augen. Vor allem der einst so selbstbewusste Jules zieht sich immer mehr in seine Traumwelten zurück. Nur mit der geheimnisvollen Alva schließt er Freundschaft, doch erst Jahre später wird er begreifen, was sie ihm bedeutet – und was sie ihm immer verschwiegen hat. Als Erwachsener begegnet er Alva wieder. Es sieht so aus, als könnten sie die verlorene Zeit zurückgewinnen, doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Meinung: Im zarten Alter von 10 Jahren verlieren Jules und seine Geschwister Marty und Liz nicht nur ihre Eltern, sondern auch nach und nach den Bezug zueinander. Zwar kommen sie alle auf dasselbe Internat, leben sich aber mehr und mehr auseinander. Auch als Erwachsene scheint es für sie schwierig zu sein, aneinander Halt zu finden. Aber gerade der sensible Jules leidet immens unter dem Verlust. Einst selbstbewusst und leicht vorlaut, hält er sich nun eher zurück, drängt sich nicht nach vorne und pflegt seine Trauer, ohne sich mit ihr auseinandersetzen zu wollen. Einzig Alva, seine Schulfreundin, gibt ihm eine Perspektive und holt ihn aus seinen Tagträumen heraus. Doch ihre Wege trennen sich und erst als Erwachsene treffen sie sich wieder. Doch immer noch steht Unausgesprochenes zwischen ihnen. Jules ist zweifelsfrei eine tragische Figur, die man am liebsten in den Arm nehmen, drücken und trösten möchte. Er ist ein Träumer und eigentlich hängt er sehr an seiner Familie und seinen Geschwistern. Der Verlust der Eltern verursacht eine Perspektivenlosigkeit bei ihm, denn immer steht da die Frage im Raum, was wäre, wenn? Ob Jules es schafft, seine Talente zu nutzen und die Verluste in seinem Leben zu überwinden? Auch seine Geschwister sind spannend umgesetzt und ausgebaut. Zwar befremdete mich manche Eigenschaften von Marty und Liz, trotzdem konnte ich immer Bezug zu ihnen aufbauen. Einzig Alva blieb mir lange ein Rätsel und es hat lange gedauert, bis ich mit ihrer Figur richtig warm wurde. Im Buch geht der Autor der Frage nach, was einen Menschen ausmacht und welche Eigenschaften an einem Menschen unabänderlich sind, egal welchen Weg das Leben für einen nimmt. "Was wäre, wenn" Fragen tauchen immer wieder auf, denen Jules in seinen Tagträumen nachgeht. Das Buch startet in der Gegenwart und wird dann chronologisch in Rückblicken auf die Vergangenheit erzählt. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, wobei der Blickwinkel auf Jules gerichtet bleibt. Trotz dem eher ruhigen Erzähltempo ist die Geschichte auf keiner Seite langweilig und hat es geschafft, mich vom ersten Satz an einzufangen. Benedict Wells kann meisterhaft erzählen und das Buch wollte sich nicht mehr aus der Hand legen lassen. Ich habe gehofft, gebangt, gelitten, gelacht, geweint und geträumt mit Jules. Und habe das Buch mit einem feinen Lächeln und einer Träne im Augenwinkel geschlossen. Fazit: Vom Ende der Einsamkeit kommt mit leisen und melancholischen Tönen daher, beeindruckt aber mit einer Eindringlichkeit und Intensität, die mich bewegt und tief berührt zurück lässt. Die ergreifende Geschichte, der großartige Schreibstil und die Tiefe der Thematik wirken lange nach. Für mich war es eines der schönsten Leseerlebnisse, das ich in diesem Jahr bisher mit einem Buch hatte. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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Berührende Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2016

Dies ist die Geschichte dreier Geschwister, Jules, Liz und Marty, die behütet und geliebt aufwachsen, bis der Unfalltod der Eltern die Familie zerstört. Die Drei kommen gemeinsam in ein Internat, doch trotz der räumlichen Nähe verlieren sie sich. Und auch als bereits Erwachsene dauert es viele Jahre, bis sie... Dies ist die Geschichte dreier Geschwister, Jules, Liz und Marty, die behütet und geliebt aufwachsen, bis der Unfalltod der Eltern die Familie zerstört. Die Drei kommen gemeinsam in ein Internat, doch trotz der räumlichen Nähe verlieren sie sich. Und auch als bereits Erwachsene dauert es viele Jahre, bis sie wieder zueinander finden. Die Geschichte ist herzergreifend, rührt zu Tränen und regt zum Nachdenken an.. Beim Lesen habe ich mich oft gefragt, wie ein so junger Autor, Benedict Wells ist 1984 geboren, zu einer solch abgeklärten Weisheit kommt, und gleichzeitig eine literarische Perle an die nächste reiht. Beispiel gefällig? "Das Gegenteil von Einsamkeit ist Geborgenheit.". Ganz oft habe ich mir solche schönen Sätze beim Lesen unterstrichen. Für mich eine der aufregensten Neuerscheinungen dieses Frühlings, wieder einmal eine Perle aus dem bewährten, wunderbarenProgramm des Diogenes Verlag.

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Vom Ende der Einsamkeit
von einer Kundin/einem Kunden am 29.02.2016

Dieses Buch ist definitiv mein neues Lieblingsbuch geworden. Unheimlich gefühlvoll wird die Geschichte der drei Geschwister Marty, Liz und Jules aus der Perspektive des Jüngsten beschrieben. Sie verlieren schon früh ihre Eltern, kommen daraufhin aufs Internat und entfremden sich immer mehr, weil jeder der drei mit dem Tod der... Dieses Buch ist definitiv mein neues Lieblingsbuch geworden. Unheimlich gefühlvoll wird die Geschichte der drei Geschwister Marty, Liz und Jules aus der Perspektive des Jüngsten beschrieben. Sie verlieren schon früh ihre Eltern, kommen daraufhin aufs Internat und entfremden sich immer mehr, weil jeder der drei mit dem Tod der Eltern anders umgeht. Während Marty sich zurückzieht und sich in die Welt der Computer flüchtet, versucht Liz den Schmerz und das Gefühl der Einsamkeit zu verdrängen, indem sie sich mit voller Wucht in das Leben wirft. Jules, der Jüngste, entwickelt sich vom einst mutigen, abenteuerlustigen Jungen in einen schüchternen Einzelgänger, der das Gefühl der Sicherheit in seinem Leben verloren hat. Die Geschichte zieht sich über fast 40 Jahre hin. Es gibt immer mal wieder Zeitsprünge, die Etappen zwischendrin werden in Rückblenden erzählt. So schafft es der Autor leicht, den Leser komplett in die Geschichte hinein zu ziehen und Gefühle zu erwecken, als wäre man selber ein Teil davon. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Charaktere sind durchweg sympathisch und besitzen eine spannende Tiefe. Und obwohl es auch den ein oder anderen schwierigen Charakter gibt, lernt man diesen im Laufe der Geschichte so gut kennen, dass man dessen Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann und auch diesen zum Schluss einfach nur mögen muss. Ich finde es unglaublich interessant, wie sich die drei Charaktere entwickeln und sie durchs Leben zu begleiten. Die Grundsteine für diese Entwicklung werden in der Kindheit angelegt, doch alle drei gehen unterschiedlich damit um. Besonders schön fand ich dieses Zitat von Jules, das auch gut auf den Autor zutreffen könnte: "Wenn ich rede, dann denke ich, aber wenn ich schreibe, dann fühle ich." (S. 233). Der Leser fühlt bei diesem Buch definitiv mit.

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